01 - Prolog bis Kapitel 2 (Anfang - Seite 64)

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  • Hallo Ihr Lieben! :winken:

    Heute starten wir in eine neue Leserunde mit "Streuner" und ich begrüße ganz herzlich alle TeilnehmerInnen sowie ganz besonders Manuel Charisius und (als echter Insider) Fischkopf, die uns begleiten werden.
    Vielen Dank, dass ihr beiden uns bei dieser Leserunde begleitet! :)

    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQs durch. Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder Fragen habt. Die Beiträge „Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an“ ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Hier könnt Ihr vom Prolog bis einschließlich Kapitel 2 (Anfang bis S. 64) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß beim Lesen und Diskutieren! ;D

  • Ups, bin ich schon wieder die Erste? Wie gut, dass ich noch ein Zweitbuch habe, sonst müsste ich ständig mit mir selbst reden. ;)


    Zu den ersten Seiten kann ich gar nicht soviel sagen. Hauptsächlich wird ja eingeführt und erklärt. Aber auf sehr schöne Art und Weise. Die Spannung ist schon gleich hoch. Wer will alle sieben Könige töten? Wer ist der Schnitter?


    Die ersten Toten gibt es auch schon sehr schnell und man merkt gleich, dass Manuel keine Scheu hat, auch liebenswerte Charaktere über den Jordan gehen zu lassen. Um Graubart tut es mir sehr leid, obwohl er nur so kurz auftrat.


    Allgemein gefallen mir die Streuner sehr gut! Eine tolle Idee. Auch wenn ich am Anfang über eine kleine Unklarheit gestolpert bin. Wolf trägt Beinkleider wie die meisten Streuner. Aber er lässt mit angewinkeltem Bein Wasser, wie ein Hund? Wie geht das denn mit Hosen? *g*
    Die Begrüßung der Streuner hat es mir angetan. General Rowan hat auch gleich einiges Symphathiepunkte gewonnen, weil er sich nicht zu fein ist, Streuner auch auf ihre Art und Weise zu begrüßen.


    Die Scherenschrecken kann ich mir nur schwer vorstellen, auch wenn sie so genau beschrieben wurden. Ich kann sie noch nicht richtig einordnen, ihre Rolle in der Gesellschaft ist mir noch absolut unklar. Mal sehen, ob es außer Menschen, Streunern und Scherenschrecken noch mehr außergewöhnliche Wesen gibt.


    Auf jeden Fall hat mich der Schreibstil schon überzeugt, ich freue mich auf die nächsten Seiten. Werde aber ein wenig warten, bis ihr nachgekommen seid. :winken:

  • Wir haben heute auch den ersten Abschnitt gelesen.
    Mir ging es alles etwas schnell für den Anfang. Irgendwie sehr laut und hektisch.


    Komisch finde ich die Namensgebung: Wolf und Lupa. Hm... aber wer weiss, welch tiefere Sinn noch dahinter steht. :lesen:


    Mit den Scherenschrecken geht es mir auch so, dass ich mir da noch nicht so recht etwas drunter vorstellen kann - da hätte mir eine Illustration geholfen - aber auf jeden Fall ist es mal etwas ganz anderes.
    Der Schnitter, der Barbier (Simiuk?), die Streuner... alles fängt mit "S" an und das war dann ja wohl auch der Grund, weshalb der Barbier so Hals über Kopf geköpft wurde.
    Womit ich auch Schwierigkeiten hatte waren die beiden schwitzenden Streuner-Körper. ;D Schwitzende Hunde gibt es ja auch nicht, aber so ganz Hund sie sie dann ja auch nicht.


    In den Zeilen vor dem Prolog heisst es: "Meine Geschichte beginnt in unvordenklicher (was ist das?) Zeit (...), bevor die Menschen erwachten (...)" - also waren die Streuner vor den Menschen da? Klingt ja spannend.
    Insgesamt bin ich doch ganz angetan und freue mich darauf gleich weiter zu lesen. Wir wollen uns im Bettchen etwas vorlesen. :-[

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Hallo liebe Mitlesende, und auch hier noch einmal ein Willkommen an Chronist Manuel und Fischkopf Streuner von Orilac :winken:


    Der Einstieg war schon mal recht dramatisch, gleich ein gemeuchelter König, ein geköpfter Barbier und ein ermordeter Streuner :o Die Streuner scheinen ein sympathisches Völkchen zu sein, mit Euch würde ich auch gerne mal ein Bier trinken (oder zwei oder drei ...), auch wenn die Kneipe nicht gerade Heulendes Elend heißen müßte, da hätte ich immer Angst, der Name sei Programm ;D


    Die Karte gefällt mir auch sehr gut, ich habe gerne einen Überblick über das Land in dem ich mich „bewege“. Sieben Könige gibt es also (oder besser: gab es), und ich zähle auch sieben Städte: Hauraro, die Stadt des Nordkönigs, dessen Ableben wir schon beklagen durfen, Téan Hu, von dem schon die Rede war, das dürfte also die Residenz des Westkönigs sein, Steppenstadt, Hylándia, Muritaï, Orilac und Tanár. Wieviele Tagesreisen sind es denn von Orilac nach Tanár, Fischkopf? Ich hätte gerne noch eine Vorstellung von den Entfernungen.



    Allgemein gefallen mir die Streuner sehr gut! Eine tolle Idee. Auch wenn ich am Anfang über eine kleine Unklarheit gestolpert bin. Wolf trägt Beinkleider wie die meisten Streuner. Aber er lässt mit angewinkeltem Bein Wasser, wie ein Hund? Wie geht das denn mit Hosen? *g*


    Wer sagt denn, daß die überall zugenäht sind? ;D



    Die Begrüßung der Streuner hat es mir angetan. General Rowan hat auch gleich einiges Symphathiepunkte gewonnen, weil er sich nicht zu fein ist, Streuner auch auf ihre Art und Weise zu begrüßen.


    Und er nimmt Wolf als früheren Untergebenen auch noch ernst, sonst hätte er sicher nicht versucht, ihm diese Audienz zu verschaffen. Wolf hat zwar ein paar Vermutungen über Rikkulin und den Kapuzenmann vor dem Palast, aber ich würde auch für Várun nicht meine Hand ins Feuer legen. Immerhin hätte er wohl hinreichend Möglichkeiten, kurz ein paar Leute bei Wolf vorbeizuschicken. Und ihm hat Wolf auch gesagt, wo er wohnt, das ist doch schon sehr verdächtig. Ob Lúpa jetzt wohl auch schon in Gefahr ist, weil man sie als Mitwisserin vermutet? Ich nehme doch an, daß Wolf sich jetzt auf die Suche nach Rikkulin machen wird, an den dürfte er ein paar Fragen haben ...


    Hm, was mir noch aufgefallen ist: Bei dem Mord am König des Nordens war von einem Streunerboten die Rede und Wolf meint ja auch, der Mörder, den er da sprechen höre, sei ein Streuner, aber der Satzbau sei merkwürdig. Leben Streuner eigentlich überall in Lesh-Tanár? Und wo könnte dieser merkwürdig sprechende Mörder dann wohl herkommen? Wolf ist als Soldat doch sicher ein bißchen herumgekommen, wenn es ein gängiger Dialekt oder so wäre, dann hätte er ihn doch bestimmt schon mal gehört. Also vielleicht ein richtiger Fremdling, Einzelgänger, was auch immer?


    Um auch noch mal auf die Zeilen vor dem Prolog zurückzukommen: So?urd, der Autor ist also auch ein Streuner, soweit kein Problem. Ob man aus der Formulierung unbedingt ableiten kann, daß die Streuner vor den Menschen da waren – das sehe ich nicht so. Aber warum sind ausgerechnet Erwachten und Wussten großgeschrieben? Hat das etwas zu bedeuten? Richtig ist es jedenfalls nicht ;)


    Nun, wir werden sehen, was weiter geschieht, für den Anfang bin ich jedenfalls schon recht angetan von der Geschichte :)


    Schönen Gruß
    Aldawen

  • Vor dem Lesen habe ich mich erstmal ein wenig in die Karte vertieft, die gefällt mir sehr! Und dann hat mich das Zitat vor dem Prolog ein wenig beschäftigt. Zuerst ist mir aufgefallen, dass dort Elben erwähnt werden ;D - und ich habe mich gefragt, was für verschiedenen Wesen diese Welt wohl bevölkern. Und später habe ich mich dann gefragt, ob dieser Sonurd (oder ist das ein Ort?) irgendetwas mit dem Schnitter zu tun hat...


    In diesem ersten Abschnitt erfährt man schon einiges über die Streuner - sie scheinen ja wirklich ein sehr trinkfestes Volk zu sein, zumindest verträgt Wolf ja so einiges. Allerdings macht es mich schon traurig, dass sie bei den anderen nicht besonders angesehen sind. Daran merkt man dann wohl auch, dass sie mir bisher schon gut gefallen. Abenteuerlustig, bodenständig, geruchsorientiert und -empfindlich. Und die Begrüßung finde ich wunderschön! Kein Wunder, dass daneben die der Menschen eher nichtssagend wirkt.


    Lúpa mag ich ebenfalls, hoffentlich erfährt man noch mehr über sie. Scheinbar hat sie Wolf ja dazu überredet, seinen gefährlichen Job als Soldat aufzugeben. Wie lange das zwischen den beiden wohl schon geht? Und wie ist das generell bei Streunern, leben sie normalerweise als Paar zusammen - oder eher getrennt, wegen der größeren Freiheit?
    Der Stil und die Atmosphäre der Geschichte gefallen mir gut, daher bin ich schon gespannt wie es weiter geht.


    Einigen Figuren stehe ich jedoch auch sehr skeptisch gegenüber. Rikkulin, der Wolf so zugelabert und mit Alkohol versorgt hat. General Várun, der nur nach einer Möglichkeit gesucht hat, die Warnung unglaubwürdig zu machen. Und auch General Rówan fand ich irgendwie seltsam...

  • Ich hab ja eher Bedenken, dass es Lupa nicht gut ergehen wird, weil dieser Rikkulin ja weiss, wo sie wohnt. :o
    Allerdings bekomme ich beim Gedanken an Lupa noch nicht das klassische Bild vom Wolf im Bett mit Großmutters Nachtgewand aus dem Kopf... :-[

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Ich glaube nicht, das das Rikkulin was mit dem Schnitter zu tun hat - Wenn er Wolf ausgehorcht hat, hätte er ihn sofort erledigen können und es wäre nie etwas an die Öffentlichkeit geraten. Ansonsten verstehe ich auch nicht wie das mit den umgedrehten Scheren an den Nasen der Scherenschrecken aussehen soll - Dürr, insektuid, schwarz behaart ,überdimensionale Augen mit Brille und Schnauzer ist ja ok , aber die Schere :)
    Freu mich aber auf mehr.

    -----------------------------------------------------------------<br />All I ever wanted is here in my arms ...

  • Ich dachte die Brille und der Schnauzbart ergeben nur die Optik einer Schere. ABer jetzt komm mal weiter lesen! ;D

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Hallo zusammen,
    besonders an Manuel und Fischkopf!


    Einmal begonnen, war der erste Leseabschnitt schneller beendet als erwartet. ;D
    Aber zuerst etwas zur Aufmachung des Buches, die gefällt mir nämlich gut. Mit Details wie den Schattenrissen an den Kapitelanfängen oder der Karte hat man es bei mir immer leicht. Ich bin gespannt, welche der eingezeichneten Orte wir besuchen werden. Auf den ersten Blick wirkt es, als seien die Sieben Königreiche in ihrer Größe eher überschaubar, so dass wir nicht ganz arg viele Meilen laufen müssen, aber vielleicht täusche ich mich auch gewaltig. Schön finde ich auch den Rahmen - Schwerter, eine Krone, eine Spinne und eine Heuschrecke (?), sind das schon Hinweise auf die Geschichte oder "nur" Zierrat?


    Die Zeilen aus den Elegien So?urds geben direkt einen Hinweis darauf, dass wir die folgenden Ereignisse in einem größeren Zusammenhang sehen müssen. Diese Art der Zeitangabe gefällt mir auf jeden Fall, "als das Land noch ein Meer und die Bergspitzen Inseln waren" ist ein schönes Bild. Stutzig gemacht hat mich nur die "unvordenkliche Zeit" und die Groß-/ Kleinschreibung.
    Nach dem blutigen Prolog erstmal einer Ratte zu folgen war interessant (auch wenn es für die Ratte nicht gut ausgegangen ist). Die Art, wie Wolf eingeführt wird, gefällt mir, er ist mir direkt sympathisch. Ich bin nur gespannt, ob er weiterhin soviel Branntwein konsumieren wird, das ist schließlich weder seiner Glaubwürdigkeit noch seinem Gedächtnis besonders förderlich. ;) Seine Methode, in den Palast zu gelangen, ist eher ungewöhnlich, und ich bin gespannt, mit welchen Einfällen er noch auftrumpfen wird.
    Auch sonst sind die Sympathien schnell verteilt: Lúpa, Graubart und General Rówan mochte ich auf Anhieb, General Várun hingegen gar nicht. Und Rikkulin erschien mir direkt suspekt, was ich zuerst - zugegeben, sehr oberflächlich - auf seine Erscheinung geschoben habe. Überhaupt, das Aussehen der Scherenschrecken ist ja sehr ungewöhnlich, und dennoch leben einige in Axthill, einem besseren Stadtviertel, wenn ich es richtig verstanden habe. Anscheinend nehmen sie also wichtigere Positionen in der Gesellschaft ein oder verfügen zumindest über ausreichend Besitztümer, um trotz ihres Äußeren zu Ansehen unter den Menschen zu gelangen. Streuner hingegen scheinen ein schlechteres Ansehen zu haben, zumindest scheinen Menschen eine gewisse Überheblichkeit an den Tag zu legen. Stimmt das, Fischkopf? Wie auch immer, ich für meinen Teil freue mich schon darauf, mehr über euch Streuner zu erfahren. (Und ich merke gerade, dass ich von einer menschlich dominierten Welt ausgehe, zumindest stelle ich mir Tanár als Stadt der Menschen vor.)


    Gespannt bin ich auch darauf, was Wolf herausfinden wird, bestimmt wird er sich direkt auf die Suche nach Rikkulin machen. Hängt dieser tatsächlich mit den Verschwörern zusammen, die vielleicht sogar Verbindungen bis in den Palast haben? Schließlich stand der Kapuzenmann, der Wolf aufgefallen ist, in der sogenannten Sperrzone. Hat Wolf überhaupt seinen Namen genannt, als Rikkulin ihn danach fragte? Und was hat er gesagt? Und hoffentlich ist Lúpa nicht auch ins Blickfeld der Mörder geraten.


    Apropos Lúpa, offenbar haben sie und Wolf eine Beziehung, ich hoffe, wir erfahren noch mehr über die Gesellschaft der Streuner. Die Bezeichnung Streuner steht für mich zumindest im Gegensatz dazu, sich niederzulassen, wie Wolf, Lúpa und Graubart es zum Beispiel getan haben. In dem Zusammenhang irritiert mich auch die Namensgebung etwas. Oder ist es im Gegensatz besonders naheliegend, seinen Ursprungsort im Namen zu tragen, wenn man eh nur unterwegs ist? *grübel*


    So, und gleich werde ich mich auf's Sofa verziehen und weiterlesen, vielleicht bekomme ich dann schon die ein oder andere Antwort ...


    Viele Grüße
    Breña

    &quot;It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish.&quot;&nbsp; S.I. Hayakawa

  • Hui, da ist ja schon einiges zusammengekommen an Rückmeldungen. Cool! :winken:


    Freut mich, daß Euch die Karte so gut gefällt. Ich finde sie auch großartig. Übrigens hat Frau Daub sie 1:1 nach einer Skizze von mir angefertigt, d. h. die Abstände und Verläufe von Flüssen, Straßen, Küstenlinien etc. stimmen wirklich bis ins Detail! Der Rahmen entstand nach ihrer Phantasie, darin eventuelle Bezüge zur Geschichte zu erkennen, ist durchaus erlaubt und willkommen. ;) Was die Entfernungen angeht, so liegen (wie wir eventuell noch werden nachvollziehen dürfen) zwischen Tanár und Téan Hu mindestens 15 Tagesmärsche (zu Pferde wären es weniger), was einer Entfernung von mehreren Hundert Meilen entspricht. Lesh-Tanár ist ein großes Land! ;D


    Schön auch, daß das "Motto" ein wenig Beachtung gefunden hat! Hierzu ist vielleicht interessant zu wissen, daß das Mythen-Epos, das in Lesh-Tanár als Elegien So?urds bekannt ist, wohl entweder von einem Streuner oder - was wahrscheinlicher, aber eben nicht überliefert ist - von einem Menschen stammt; denn genau wie in unserer Welt verbargen sich die wahren Urheber von Texten von Anbeginn des Schrifttums an gelegentlich hinter - sogar real existierenden - Pseudonymen (so bei uns etwa in den mittelalterlichen Artuslegenden; z. B. weisen Teile des Prosa-Lanzelot einen gewissen Walter Map als Schreiber aus, was er aber der literaturwissenschaftlich Forschung zufolge nicht gewesen sein kann).
    Gleichwohl ist die mythische Figur des So?urd in der Tat ein Streuner - und beschreibt als solcher den Anbeginn der Zeit natürlich aus streunerhafter Perspektive (selbst wenn der Dichter in Wahrheit ein Mensch gewesen sein sollte!). Für die Streuner (!) waren demnach tatsächlich die Streuner zuerst da - und zwar als unsterbliche Wesen -, während die Elben noch als "unwissende" und die Menschen als "unerwachte" Völker galten. Was das bedeutet und wie sich diese Völker (aus Streunersicht!) ihrerseits entwickelten, sind in den Elegien jeweils eigene, Hunderte von Versen umfassende Geschichten, auf die die großgeschriebenen Verben quasi verweisen, die nachzuzeichnen hier jetzt allerdings zu weit führen würde. ;)
    Warum ich ausgerechnet diese Stelle als "Motto" ausgewählt habe, hat übrigens einerseits mit einer späteren Passage im Roman zu tun - bis dahin müßt Ihr Euch noch ein bißchen gedulden -, andererseits erschien sie mir besonders passend, um auf eine archaische, mittelalterlich angehauchte und von einem uralten Mythos durchwehte Fantasy-Welt einzustimmen. :winken:


    Nun noch ein paar Worte zu Leben und Gewohnheiten der Streuner. Ja, sie leben fast überall in Lesh-Tanár, seit der Entwicklung von Städten und der damit verbundenen "sicheren" Lebensweise sind sie jedoch sehr viel weniger nomadisch eingestellt als noch, sagen wir, tausend Jahre vor der Handlung des Romans (das Stichwort Ewige Wanderung wird noch eine Rolle spielen). Dadurch bedingt hat auch Wolf seine Heimatstadt noch kaum je verlassen und kennt sich mit Dialekten, fremden Städten und Kulturen nicht allzu gut aus.
    Streunerpaare leben oftmals zusammen, gerade wenn sie Familie haben oder im Rahmen der Gilden leben (auch hierzu gibt es später im Buch noch ein paar Hintergrundinfos). Es gibt aber auch genug Beispiele, wo die jeweiligen Partner in unterschiedlichen Bereichen arbeiten und dadurch bedingt nicht zusammenleben können oder wollen. Bei Wolf und Lúpa ist es praktisch ein Extremfall, da er weder von seiner ersten eigenen Hütte noch von seinem gewohnten Umfeld unter anderen Streunern weg will und da sie schon so lange unter Menschen wohnt, was ihm irgendwie suspekt ist, obwohl sie als Heilerin in Axthill ein großes Ansehen genießt - und natürlich nicht schlecht Geld verdient.
    Zur Körperphysik der Streuner sag ich jetzt mal nicht allzu viel ;D, bis auf daß sie tatsächlich (auch) über das Fell schwitzen können - im Gegensatz zu Hunden und Wölfen, denen die Wärmeabfuhr i. d. R. nur über Zunge (Hecheln) und Pfoten möglich ist.


  • Und auch General Rówan fand ich irgendwie seltsam...


    Erstaunlich, dass Dein Eindruck so anders ist. Warum fandest Du ihn seltsam?

    &quot;It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish.&quot;&nbsp; S.I. Hayakawa

  • Heho, Fischkopf hier!


    Das mit den Tagesreisen fragt ihr besser den Chronisten Manuel.
    Kenne mich nämlich nicht so gut aus mit der Gegoraffie, oder wie das heißt. (Tintenklecks)
    Unsere Staffel hat von Orilac ein Dutzend Tagesreisen bis nach Tanár gebraucht.
    War aber auch ein Gewaltmarsch!


    Übrigens können wir Streuner nicht klagen, Frau Breña.
    Hier in Tanár behandelt man uns Streuner fast genauso wie zu Hause in Orilac.
    Und Arbeit gibt es auch genug.
    Da hab ich schon von ganz anderen Orten gehört.
    Hauraro zum Beispiel.
    Das ist ein übles Pflaster.
    Und auch in Téan Hu ist man seines Pelzes nicht sicher.
    Kann also ganz zufrieden sein!

  • Hallo Ihr Lieben,


    an dieser Stelle erstmal ein herzliches "Hallo" von mir in die Runde und natürlich an dich, lieber Manuel und dich, lieber Fischkopf! :winken: Finde es super, dass ihr uns bei dieser Leserunde begleitet.



    Schön auch, daß das "Motto" ein wenig Beachtung gefunden hat! Hierzu ist vielleicht interessant zu wissen, daß das Mythen-Epos, das in Lesh-Tanár als Elegien So?urds bekannt ist, wohl entweder von einem Streuner oder - was wahrscheinlicher, aber eben nicht überliefert ist - von einem Menschen stammt; denn genau wie in unserer Welt verbargen sich die wahren Urheber von Texten von Anbeginn des Schrifttums an gelegentlich hinter - sogar real existierenden - Pseudonymen


    Das Motto gleich zu Beginn hat mir auch sehr gut gefallen und mich schon ganz neugierig auf die weitere Lektüre gestimmt. Alleine vom Wortlaut her, hätte ich jetzt auch vermutet, dass der Verfasser ein Streuner war. Sehr spannend, wenn sich tatsächlich ein Mensch als Autor dahinter verstecken sollte.


    Die Karte gefällt mir auch sehr gut und ich habe sie auch bereits intensiv studiert. Die Angaben zu den Entfernungen finde ich hier jetzt auch sehr interessant, weil mein erster Eindruck auch war, dass die Königreiche doch erstmal sehr überschaubar anmuten, aber das ist wohl eher nicht so!


    Der Prolog beginnt gleich mal blutig: Der König des Nordens wird ermordet und der Barbier des Mordes beschuldigt und getötet. :o Puh, fängt ja schon mal spannend an.



    Die Streuner scheinen ein sympathisches Völkchen zu sein, mit Euch würde ich auch gerne mal ein Bier trinken (oder zwei oder drei ...), auch wenn die Kneipe nicht gerade Heulendes Elend heißen müßte, da hätte ich immer Angst, der Name sei Programm ;D


    Ja, die Streuner sind mir auch als sehr sympathisches Völkchen erstmal eingeführt worden. Gerade Wolf mag ich schon sehr gerne, auch Lúpa finde ich klasse und Graubart mochte ich auch gleich. Sehr traurig, dass er schon nicht mehr da ist! :'(
    Der Name des Gasthauses ist mir auch gleich aufgefallen! ;D Wenn man bedenkt, wie Wolf die erste Wirtschaft verlässt, dann passt der Name doch schon ganz gut! ;D ;)


    Dass Lúpa als Heilerin arbeitet und von den Menschenfrauen sehr hoch angesehen wird, fand ich schon sehr faszinierend. Ich fürchte, dass Wolf die Heilkünste seiner Freundin noch gut wird gebrauchen können. Er scheint ja doch sehr interessante Ideen zu haben, wie er sich Aufmerksamkeit verschaffen kann... ;)
    Seine Idee, wie er es schaffen kann mit seinem ehemaligen Vorgesetzten zu reden, fand ich ja schon sehr abenteuerlich. Zum Glück hat er Rówan dann auch wirklich getroffen. Er hätte auch gut nur im Kerker landen können. Schade, dass er dann bei General Várun landet, der ihm nicht glaubt bzw. zumindest so tut, als würde er ihm nicht glauben...


    Ich vermute ja im Moment, dass nicht Rikkulin der Verräter ist, sondern nur eine furchtbar geschwätzige Scherrenschrecke, sondern eher General Várun oder ein anderer im Palast!


    Bei der Szene, als Rikkulin Wolf zu zugelabert hat, musste ich wirklich teilweise fast laut auflachen. Das war einfach zu köstlich. :D ;)
    Scherenschrecken insgesamt kann ich mir bis jetzt auch noch nicht so richtig vorstellen, finde aber die Idee für solche Wesen sehr spannend.


    Bis jetzt muss ich sagen, ein sehr gelungener Einstieg! Da muss ich gleich :lesen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Von mir auch erstmal ein "Hallo" an alle in meiner ersten Leserunde und einen freundlichen "Nasenschnüffler" an Fischkopf.


    Ich muss gestehen, ich bin kein Freund von Karten in Büchern.
    Entweder der Autor versteht es Gegenden, Entfernungen, Bewohner etc so zu beschreiben, dass der Leser es sich vorstellen kann oder er kann es nicht und muss sein Buch mit Landkarten und Zeichnungen bestücken.


    In diesem Buch braucht es zum Glück keine Karte, da fast alles sehr gut beschrieben ist. Einzig mit den Scherenschrecken habe auch ich so meine Probleme - so ein richtiges Bild kann ich mir von ihnen noch nicht machen. Vielleicht ist das aber auch so gewünscht!?


    Für mich sind im Moment einige verdächtig Wolf an den Schnitter verraten zu haben incl. seinem früheren Vorgesetzten.


    Ein Frage an Fischkopf:
    Gibt es eigentlich Beziehungen zwischen Streunern und Menschen oder ist das ein Tabu?
    Ich bin im Prolog über die Stelle gestolpert wo der König des Nordens über den "Wurf" seiner Hofdame nachdachte. Heisst das seine Hofdame ist ein Streuner ... !?


    Bin gespannt wie es weitergeht:
    Werden wir noch mehr über Wolfs früheres Leben erfahren, welche Form der Herrschaft strebt der Schnitter eigentlich an, welche Rolle wird Rikkulin noch spielen etc.


    Dann mal bis später
    Grüßle
    Tina

  • So, ich bin auch soweit:O)
    Ganz schön heftiger Einstig-was ich aber sehr sehr gerne mag. Blutig und spannend!
    Die Karte hat mir, wie meinen Vorgängern auch besonders gut gefallen. Ich habe desöfteren Karten in Büchern gesehen, aber meist haben sie mich nur angesprochen, oder verwirrt. Diese nicht 8)


    Die Streuner sind mir schon ans Herz gewachsen-sagt man das so? Freuen sich Streuner darüber?
    Und zu den Scherenschrecken? Wie ? Was? Ich muss sagen, auch ich steh noch ein wenig auf dem Schlauch.
    Bis hier hin aber alles eher Top wie Flop!


  • Ein Frage an Fischkopf:
    Gibt es eigentlich Beziehungen zwischen Streunern und Menschen oder ist das ein Tabu?
    Ich bin im Prolog über die Stelle gestolpert wo der König des Nordens über den "Wurf" seiner Hofdame nachdachte. Heisst das seine Hofdame ist ein Streuner ... !?


    Nee. :D Das heißt nur, daß der König relativ unverschämt über seine Hofdamen denkt. Ich hoffe, Du bist mir nicht böse, daß ich anstelle von Fischkopf antworte, aber das Thema "Beziehungen zwischen Streunern und Menschen" spielt im Roman noch eine wichtige Rolle, so daß wir es uns vielleicht bis dahin aufsparen, okay? Wollen ja nicht allzu viel vorwegnehmen ... :winken:


    Was die Scherenschrecke anbelangt - Eure Skepsis ist berechtigt; vielleicht hilft es ein wenig, wenn Ihr sie eher als Beiwerk, als Zuckerguß auf der Torte anseht, die das phantastische Umfeld in etwa genauso konstituiert und bereichert wie eine fremdartige Blüte, die eigene Währung oder ein spezielles Konzept von Magie. Abgesehen von ihrer Rolle als Figur in der Geschichte natürlich. ;)


    Alle, die General Várun verdächtigen, kann ich nur zu gut verstehen, Ihr solltet dabei nur nicht vergessen, daß Wolf bereits vor dem Gespräch mit selbigem eine vermummte Gestalt an der Palastmauer aufgefallen ist ...

  • Hallo lieber Manuel, Heho Fischkopf, hallo an alle MitleserINNEN!


    Hier ist ja schon eine ganze Menge los! Das finde ich richtig super. Und es scheint auch eine lustige Leserunde zu werden, wenn ich so teilweise Eure Bemerkungen lese :D


    Die Karte gefällt mir auch so richtig gut. Ich brauche sie zwar nicht unbedingt, finde sie aber als Beigabe immer sehr hübsch. Ein Personenverzeichnis hätte mir auch gut gefallen, besonders wenn es sich um außergewöhnliche Namen und Figuren handelt. Aber man kann nicht alles haben.


    Die Streuner mag ich auf Anhieb, vielleicht auch, weil ich Wölfe sehr faszinierend finde. Besonders Wolf ist mir auf Anhieb sympathisch, weil der Kerl Ecken und Kanten hat und wohl eher zu den Charakteren gehört, die handeln, ohne die Konsequenzen gut durchdacht zu haben. Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn sein alter Hauptmann nicht vor Ort gewesen wäre. Eine sehr liebenswerte Figur.


    Als Wolf das Gespräch belauscht hat und ich den Mörder "gehört" (gelesen) habe, dachte ich im ersten Monat, dass er den gleichen Dialekt hat wie Fischkopf. Lieber Fischkopf, kommt Ihr vielleicht aus der gleichen Ecke?


    Mit den Scherenschrecken habe ich keine Probleme, ich habe aber auch Bücher von Walter Moers gelesen, da muss man sich so einiges vorstellen können ;)


    Die Beziehung zwischen Wolf und Lúna finde ich irgendwie süß. Da gibt es bestimmt noch eine interessante Szenen.


    Um Graubart tut es mir sehr leid. :'( Ich mochte diesen alten Streuner auf Anhieb und bin ganz traurig, dass er nur so einen kurzen Auftritt hatte. Ich hoffe, Du gehörst nicht zu den Autoren wie manch ein anderer deutscher Autor, die gerne nette Figuren sterben lassen >:(



    Die Streuner scheinen ein sympathisches Völkchen zu sein, mit Euch würde ich auch gerne mal ein Bier trinken (oder zwei oder drei ...), auch wenn die Kneipe nicht gerade Heulendes Elend heißen müßte, da hätte ich immer Angst, der Name sei Programm ;D


    Na ja, immerhin weiß man dann direkt, was einem bevorsteht. Und der Kneipenname lügt ja auch nicht, oder? Immerhin ging es Wolf danach nicht so gut. :D


    Wer sagt denn, daß die überall zugenäht sind? ;D


    :D Genau. Es gibt ja auch den Eingriff in Herren-Feinripp-Unterhosen...



    Einigen Figuren stehe ich jedoch auch sehr skeptisch gegenüber. Rikkulin, der Wolf so zugelabert und mit Alkohol versorgt hat. General Várun, der nur nach einer Möglichkeit gesucht hat, die Warnung unglaubwürdig zu machen. Und auch General Rówan fand ich irgendwie seltsam...


    Ich glaube, Rikkulin ist nur ein Schwätzer, der Wolf noch im Laufe der Geschichte auf den "Sack" gehen wird.
    Várun wäre mir zu offensichtlich, da würde ich eher auf Rówan tippen. Die vermummte Person gibt mir zu denken. Ich hasse es, wenn ich Personen nicht eindeutig identifizieren kann und nicht weiß, wo der Feind ist.


    Ich freue mich schon auf den nächsten Abschnitt und ganz besonders auf Eure Kommentare.


    LG Murkxsi

    Lieben Gruß Pat



    Motto: Leben und leben lassen


  • Diese Art der Zeitangabe gefällt mir auf jeden Fall, "als das Land noch ein Meer und die Bergspitzen Inseln waren" ist ein schönes Bild.


    Das hat mir auch gut gefallen. Es klingt vor allem nach wirklich viel, viel Zeit, die seitdem verstrichen sein muß ...



    Ich bin nur gespannt, ob er weiterhin soviel Branntwein konsumieren wird, das ist schließlich weder seiner Glaubwürdigkeit noch seinem Gedächtnis besonders förderlich. ;)


    Und wenn, was ja nicht ausgeschlossen ist, auch Kämpfe noch eine Rolle spielen, vielleicht auch nicht der allgemeinen Motorik und der Reaktionsgeschwindigkeit ;D



    Gespannt bin ich auch darauf, was Wolf herausfinden wird, bestimmt wird er sich direkt auf die Suche nach Rikkulin machen. Hängt dieser tatsächlich mit den Verschwörern zusammen, die vielleicht sogar Verbindungen bis in den Palast haben? Schließlich stand der Kapuzenmann, der Wolf aufgefallen ist, in der sogenannten Sperrzone.


    Ja, eben, dieser Kapuzenmann ist mir auch gleich aufgefallen. Nun könnte er sich erst in diese Sperrzone hineinbewegt haben, als die Aufmerksamkeit der Wachen durch Wolf abgelenkt war, aber daran mag ich nicht glauben. Ob allerdings Rikkulin nun wirklich da mit drin hängt oder einfach nur eine Labertasche und Nervensäge ist, vermag ich nicht zu beurteilen, dafür wissen wir wohl alle zu wenig über Scherenschrecken. Aber das kann sich ja noch ändern ...



    Hat Wolf überhaupt seinen Namen genannt, als Rikkulin ihn danach fragte? Und was hat er gesagt?


    Gute Frage, wissen wir nicht. Aber wenn Rikkulin wirklich mit dem Schnitter und seinen Leuten in Verbindung steht: Warum hätte er Wolf dann noch bei Lúpa abliefern sollen? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich hatte aber während der Szene in der Goldenen Scheune ein bißchen den Eindruck, daß der Branntwein sehr schnell wirkt. Hat Wolf einfach nur so schnell getrunken? Oder steckt da mehr hinter?



    In dem Zusammenhang irritiert mich auch die Namensgebung etwas. Oder ist es im Gegensatz besonders naheliegend, seinen Ursprungsort im Namen zu tragen, wenn man eh nur unterwegs ist? *grübel*


    Damit man's nicht vergißt, meinst Du? :D



    Was die Entfernungen angeht, so liegen (wie wir eventuell noch werden nachvollziehen dürfen) zwischen Tanár und Téan Hu mindestens 15 Tagesmärsche (zu Pferde wären es weniger), was einer Entfernung von mehreren Hundert Meilen entspricht. Lesh-Tanár ist ein großes Land! ;D


    Ja, das hört sich tatsächlich so an, als könnte man sich da gut Füße und Pfoten plattlaufen ...



    Für die Streuner (!) waren demnach tatsächlich die Streuner zuerst da - und zwar als unsterbliche Wesen -, während die Elben noch als "unwissende" und die Menschen als "unerwachte" Völker galten.


    Interessant. Sich für die ersten zu halten, ist ja nicht so ungewöhnlich, wenn man überlegt, welche Selbstbezeichnungen von Inuit bis Bantu allesamt nur „Menschen“ bedeuten. Der Unterschied zwischen unwissend und unerwacht scheint wichtig zu sein, auch wenn ich natürlich keine Ahnung habe, warum und welche Konsequenzen sich daraus ergeben ;)



    jeweils eigene, Hunderte von Versen umfassende Geschichten, auf die die großgeschriebenen Verben quasi verweisen, die nachzuzeichnen hier jetzt allerdings zu weit führen würde. ;)


    Schade, meinethalben darfst Du gerne noch ein bißchen zitieren! ;D



    Nun noch ein paar Worte zu Leben und Gewohnheiten der Streuner. Ja, sie leben fast überall in Lesh-Tanár, seit der Entwicklung von Städten und der damit verbundenen "sicheren" Lebensweise sind sie jedoch sehr viel weniger nomadisch eingestellt als noch, sagen wir, tausend Jahre vor der Handlung des Romans (das Stichwort Ewige Wanderung wird noch eine Rolle spielen). Dadurch bedingt hat auch Wolf seine Heimatstadt noch kaum je verlassen und kennt sich mit Dialekten, fremden Städten und Kulturen nicht allzu gut aus.


    Ewige Wanderung klingt jedenfalls geheimnisvoll, jetzt bin ich gespannt, was wir dazu noch erfahren werden. Ein Soldat, der kaum aus seiner Heimatstadt kommt? Das muß ja wirklich ein sehr friedliches Leben in Lesh-Tanár sein, oder fungiert das Heer da nur als Stadtwache? ;)



    Hier in Tanár behandelt man uns Streuner fast genauso wie zu Hause in Orilac.


    Zu Hause? Bezieht sich das „nur“ auf Deine eigene Herkunft, Fischkopf, oder ist in früheren Zeiten Orilac der Hauptwohnsitz der Streuner gewesen und sie haben sich von dort – so wie andere Völker von ihren Wohngebieten – über ganz Lesh-Tanár verbreitet?



    Alle, die General Várun verdächtigen, kann ich nur zu gut verstehen, Ihr solltet dabei nur nicht vergessen, daß Wolf bereits vor dem Gespräch mit selbigem eine vermummte Gestalt an der Palastmauer aufgefallen ist ...


    Ja, schon klar, daß der Kapuzenmann damit zu tun haben wird. Aber das heißt ja nicht, daß es von diesen nicht auch Beziehungen zu Várun geben kann. Ein Verräter im Königspalast wäre jetzt nicht soooo ungewöhnlich ...



    Besonders Wolf ist mir auf Anhieb sympathisch, weil der Kerl Ecken und Kanten hat und wohl eher zu den Charakteren gehört, die handeln, ohne die Konsequenzen gut durchdacht zu haben.


    So kann man das vielleicht auch nennen :D


    Schönen Gruß
    Aldawen