01 - Prolog bis Kapitel 2 (Anfang - Seite 64)

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  • Erstaunlich, dass Dein Eindruck so anders ist. Warum fandest Du ihn seltsam?


    Naja, als Freund hätte er Wolf ja ein wenig vorwarnen können, dass er wohl nicht direkt mit dem König sprechen kann. Und auch, dass er mit der Schilderung des Alkoholgenusses jenes Abends etwas vorsichtig sein könnte. So sieht es für mich danach aus, dass Rówan sich das Problem dieser Meldung vom Hals geschafft hat, indem er Wolf weitergeschickt und quasi dazu gezwungen hat, General Várun alles mitzuteilen, wenn er als freier Streuner gehen wollte.
    Außerdem fand ich den plötzlichen Aufstieg von Rówan seltsam - sollte Wolf das als Freund und früherer Untergebener nicht irgendwie mitbekommen haben?



    Ich muss gestehen, ich bin kein Freund von Karten in Büchern.
    Entweder der Autor versteht es Gegenden, Entfernungen, Bewohner etc so zu beschreiben, dass der Leser es sich vorstellen kann oder er kann es nicht und muss sein Buch mit Landkarten und Zeichnungen bestücken.


    Für mich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Das eine beschwört Bilder von einzelnen Gegenden in meinem Kopf, und das andere ist ein Überblick über die Anordnung und die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten. Und gerade bei Fantasybüchern mag ich Karten sehr gerne, weil oft ja doch viel gereist wird - und ich den Weg auf der Karte dann auch nachverfolgen kann.


  • Naja, als Freund hätte er Wolf ja ein wenig vorwarnen können, dass er wohl nicht direkt mit dem König sprechen kann. Und auch, dass er mit der Schilderung des Alkoholgenusses jenes Abends etwas vorsichtig sein könnte. So sieht es für mich danach aus, dass Rówan sich das Problem dieser Meldung vom Hals geschafft hat, indem er Wolf weitergeschickt und quasi dazu gezwungen hat, General Várun alles mitzuteilen, wenn er als freier Streuner gehen wollte.
    Außerdem fand ich den plötzlichen Aufstieg von Rówan seltsam - sollte Wolf das als Freund und früherer Untergebener nicht irgendwie mitbekommen haben?


    Ich glaube nicht, daß sie unbedingt Freunde waren, dafür war der eine schließlich Hauptmann und der andere nur Gefreiter, und Wolf ist nicht mal mehr in der Armee. Daher wundert mich auch nicht, daß Wolf Rówans Beförderung nicht mitbekommen hat, das wird schließlich kaum per öffentlichem Aushang in der Stadt bekanntgemacht worden sein. Ich gebe Dir recht, daß Rówan vermutlich gewußt hat, daß Wolf nicht direkt mit dem König würde sprechen können, das hätte er ihm sicher sagen können. Und das mit dem Alkohol ... nun, das konnte Wolf sich wohl auch selbst sagen. Es ist auch fraglich, ob Wolf Rówan das alles in gleichem Umfang erzählt hat. Wenn Wolf da zum Beispiel die Kneipen nicht erwähnt hat, konnte Rówan ihn diesbezüglich auch nicht warnen. Das wissen wir alles nicht genau ...


  • Übrigens können wir Streuner nicht klagen, Frau Breña.
    Hier in Tanár behandelt man uns Streuner fast genauso wie zu Hause in Orilac.


    Ich hoffe, wir werden noch etwas mehr über Deine Heimat erfahren, Fischkopf!



    Was die Scherenschrecke anbelangt - Eure Skepsis ist berechtigt; vielleicht hilft es ein wenig, wenn Ihr sie eher als Beiwerk, als Zuckerguß auf der Torte anseht, die das phantastische Umfeld in etwa genauso konstituiert und bereichert wie eine fremdartige Blüte, die eigene Währung oder ein spezielles Konzept von Magie. Abgesehen von ihrer Rolle als Figur in der Geschichte natürlich. ;)


    Du darfst Dich nicht wundern, dass wir uns auf solch fantastische Figuren stürzen, wenn Du sie uns unter die Nase hälst. Nur Zuckerguß, tz! ;)


    Ja, eben, dieser Kapuzenmann ist mir auch gleich aufgefallen. Nun könnte er sich erst in diese Sperrzone hineinbewegt haben, als die Aufmerksamkeit der Wachen durch Wolf abgelenkt war, aber daran mag ich nicht glauben.


    Jetzt habe ich zur Sicherheit nochmal nachgeblättert: der Kapuzenmann steht am Torbogen zum Palastgarten. Wenn ich den Platz richtig vor Augen habe, kam er also eher aus dem Palast als aus der Stadt.



    Aber wenn Rikkulin wirklich mit dem Schnitter und seinen Leuten in Verbindung steht: Warum hätte er Wolf dann noch bei Lúpa abliefern sollen? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich hatte aber während der Szene in der Goldenen Scheune ein bißchen den Eindruck, daß der Branntwein sehr schnell wirkt. Hat Wolf einfach nur so schnell getrunken? Oder steckt da mehr hinter?


    Falls Rikkulin wirklich zu den Verschwörern gehört: ein Wolf, der am nächsten Morgen verkatert aufwacht, das belauschte Gespräch auf den Alkoholkonsum schiebt (so er sich denn noch daran erinnern kann) und zum Tagesgeschäft übergeht als sei nichts geschehen, ist unauffälliger als ein toter Wolf. Wer kann denn damit rechnen, dass er gleich in den Palast stürmt? ;)
    Und was die Wirkung des Branntweins angeht, dürfen wir nicht vergessen, dass Wolf schon ordentlich etwas intus hatte. Auch ein Streuner gelangt bestimmt irgendwann an die Grenzen seiner Trinkfestigkeit ...


    Damit man's nicht vergißt, meinst Du? :D


    Daran dachte ich eher nicht, nein. :D Ich hatte eher Schlagworte wie Tradition, Geschichtsbewusstsein und Zugehörigkeit im Hinterkopf.


    Schade, meinethalben darfst Du gerne noch ein bißchen zitieren! ;D


    Dito. Ich fand es schon schade, beim flüchtigen Durchblättern des Buches keine weiteren Zitate gefunden zu haben.



    Naja, als Freund hätte er Wolf ja ein wenig vorwarnen können, dass er wohl nicht direkt mit dem König sprechen kann. Und auch, dass er mit der Schilderung des Alkoholgenusses jenes Abends etwas vorsichtig sein könnte. So sieht es für mich danach aus, dass Rówan sich das Problem dieser Meldung vom Hals geschafft hat, indem er Wolf weitergeschickt und quasi dazu gezwungen hat, General Várun alles mitzuteilen, wenn er als freier Streuner gehen wollte.
    Außerdem fand ich den plötzlichen Aufstieg von Rówan seltsam - sollte Wolf das als Freund und früherer Untergebener nicht irgendwie mitbekommen haben?


    Ich sehe es ähnlich wie Aldawen, was er tun konnte hat er getan. Offenbar haben die beiden sich längere Zeit nicht gesehen, daher verwundert es mich nicht, dass Wolf von der Beförderung nichts wissen konnte. Und wer weiß, wie üblich solche Audienzen sind, vielleicht war Rówan selbst nicht klar, dass der König sämtliche Angelegenheiten an Várun delegiert. Vielleicht bin ich auch einfach zu gutgläubig. ;)


    Viele Grüße
    Breña

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

  • Heho, Fischkopf hier!


    Frau Murkxsi, von Dilalekt versteh ich nicht sonderlich viel.
    Glaube nicht, dass der Königsmörder wie ich aus Orilac kam.
    Eher irgendwo aus dem Süden, da hat's viele Söldner und Tagelöhner.
    So genau weiß das aber niemand.
    Deshalb hat er ja einen Decknamen benutzt.
    Hat der Chronist Manuel jedenfalls festgestellt.


    Frau Aldawen, zu Hause ist für mich zu Hause.
    Also Orilac.
    Ob alle Streuner daher kommen?
    Beim Großen Fang, nie und nimmer!
    Obwohl Orilac ja eine der ältesten Städte in Lesh-Tanár ist.
    Wurde aber, so heißt es bei uns, von Elbenmagiern gegründet.
    Wir Streuner haben uns erst später dazugesellt.


    Das Heer in Tanár hat schon länger keine Schlacht mehr geschlagen.
    Der Chronist Manuel weiß das aber besser als ich.

  • Ein Soldat, der kaum aus seiner Heimatstadt kommt? Das muß ja wirklich ein sehr friedliches Leben in Lesh-Tanár sein, oder fungiert das Heer da nur als Stadtwache? ;)


    Tatsächlich hat man als Soldat in Tanár einen sehr überschaubaren Wirkungskreis - es gibt die Palastwache, die Stadtpatrouille und natürlich das reguläre Heer, das sich in Friedenszeiten mit Übungseinsätzen "fit" hält. Du hast ja schon weitergelesen, daher verweise ich ganz frech auf S. 125/126, wo Balderdachs kurz anreißt, wie lange die letzten Kriege zurückliegen und welche Bedeutung sie - im Vergleich zu einem Konflikt, den die Ermordung aller Könige heraufbeschwören würde - haben bzw. hatten.




    In dem Zusammenhang irritiert mich auch die Namensgebung etwas. Oder ist es im Gegensatz besonders naheliegend, seinen Ursprungsort im Namen zu tragen, wenn man eh nur unterwegs ist? *grübel*


    Meinst Du z. B. Wolf von Tanár? Namen wie dieser kommen zustande, weil Nach-/Familiennamen in Lesh-Tanár zu Wolfs Zeit noch (eher) unüblich sind. Daher folgt auf den Rufnamen einfach "von + Geburtsort". Oft wird auch noch das Volk ergänzt, zu dem der Namensträger zählt, also z. B. Fischkopf Streuner von Orilac oder Vulkhan Menschensohn von Tanár.


    In aller Kürze zu den Elegien - dem Mythos zufolge erlangten die Elben irgendwann das Wissen einerseits um die Unsterblichkeit, andererseits um die Magie (die ursprünglich nur von ihnen beherrscht wurde). Demgegenüber galten die Menschen in grauer Vorzeit als eine Art Tierwesen ohne Verstand geschweige denn Seele, die erst mit der Zeit - aus Mitgefühl entweder der Elben oder einer mythischen Gottheit, da gibt es zwei widersprüchliche Quellen - Vernunft erlangten (= "Erwachten").

  • Manuel,
    danke für die Antwort bezüglich der Namen. Interessant, dass es nicht nur unter den Streunern üblich ist, sondern alle Völker es so handhaben. Das war's also mit meiner schönen Theorie. ;)

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

  • So, also ich fand den Abschnitt durchaus interessant...


    Nur, bisher kann ich mich mit den Gestalten nicht ganz anfreunden.
    Was ist Wolf für ein Typ? Einfach, mit einem durchaus goldenem Herzen?


    Unter diesen ominösen Scherenschrecken kann ich mir kaum etwas vorstellen - überdimensionale Heupferde vielleicht?


    und Streuner - tja... ich stell sie mir als übergroße Hunde vor, die reden können und den aufrechten Gang bevorzugen .. allerdings gibt es auch "normale" Hunde ... das ist irgendwie seltsam ... Sind Streuner und Hunde überhaupt genetisch verwandt `?


    Großes Interesse hat die Frage nach dem Schnitter allerdings entfacht. Wer ist er ? Und Wer ist in diesem Komplott alles verstrickt? Auch politisch wichtige Personen?

    Einmal editiert, zuletzt von ColetteDuranger ()

  • Suse

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