Allgemeine Fragen an Manuel Charisius

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  • Hallo Manuel,


    mich würde ja interessieren, wie du zum Schreiben gekommen bist und v. a., wie du auf die Idee mit den Figuren der Streuner gekommen bist? Magst du ein bisschen etwas dazu schreiben?


    Und wie habt denn du und "Fischkopf" euch kennengelernt? ;)


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Hallo, Tammy!


    Gerne erzähl ich ein bißchen mehr zum Schreiben und zu der Idee der Streuner an sich.


    Wie viele hier bin ich seit jeher, also seit frühester Jugend, eine echte Leseratte. Irgendwann als Teenager hatte ich die Idee zu einer phantastischen Geschichte, die ich anfing, in Textform auszuarbeiten. So entstand im Laufe von anderthalb Jahren mein allererster Roman. Ich wußte natürlich nicht, daß er nicht perfekt ist, hielt mich aber (zum Glück) trotzdem nicht allzu lange damit auf, sondern schrieb weiter. Zwei Romane sind danach für die Schublade entstanden - wo sie auch besser bleiben. :-[ ;) Relativ früh machte ich mir auch Gedanken zum Thema Veröffentlichen. Doch erst nach jahrelanger weiterer (Schreib-)Übung, Tausenden von unveröffentlichten Seiten, Hunderten von Kontaktversuchen zu Verlagen und fast ebenso vielen, mitunter sehr bitteren Rückschlägen schaffte ich es, mit STREUNER bei Heyne Fuß zu fassen.


    Heute sind für mich Lesen und Schreiben Teile eines einzigen, größeren Prozesses, ohne den ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen könnte. Ich bin gespannt, wohin er mich führt - und was das Ende dieser "Suche" verheißen mag, wenn sie denn überhaupt ein Ende hat.


    Die Idee zu STREUNER umfaßte übrigens zunächst nur die Verschwörungsthematik: Jemand sollte zufällig Wind von einem großangelegten Komplott bekommen und sich dazu entscheiden, den Verschwörern Einhalt zu gebieten. Außerdem wußte ich, daß der Mitwisser eine Art Mischwesen zwischen Mensch und Werwolf sein sollte. Alles weitere ist dann erst während der Entstehung des Manuskripts hinzugekommen.


    Was Fischkopf angeht, so traf ich ihn, als ich gerade mit Wolf (und jemandem, den Ihr, Du und die anderen Leserundenteilnehmer, noch kennenlernen werdet) in Orilac in einer Kneipe saß und bei einem Krug schäumenden Starkbiers überlegte, was nun weiter zu tun sei. ;) Fischkopf, seine Neugier und Aufgeschlossenheit waren es schließlich, die uns die Richtung wiesen.
    So, aber mehr wird nicht verraten, sonst verdonnert mich Seychella wegen Spoilerei zu mindestens zwei Stunden Foren-Abstauben. :D

  • Hallo Manuel,


    vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort! :-* Nein, zuviel verraten auf keine Fall, das Foren-Abstauben wollen wir dann doch lieber vermeiden! ;D ;)


    Arbeitest du denn schon an einem neuen Roman? Und wenn ja, darfst du ein bisschen verraten, worum es da gehen wird?


    Liebe Grüße
    Tammy *die-überhaupt-gar-nicht-neugierig-ist* :-[

  • Hey, Tammy,


    gern geschehen. :) Ja, zur Zeit arbeite ich an einem neuen Fantasyroman, der ebenfalls in Lesh-Tanár spielt, allerdings einige Jahre nach STREUNER. Auch ist das Setting ein anderes, es geht weniger humorvoll und insgesamt um einiges düsterer zu. Ansonsten beschäftigt mich auch eine direkte Fortsetzung von STREUNER. Beides sehr faszinierende Projekte. Mal schauen, was der Verlag dazu meinen wird. Ich hoffe natürlich, alle Fans der Streuner baldmöglichst mit guten Neuigkeiten überraschen zu dürfen! :winken:


    Gruß,
    Manuel

  • Hallo Manuel,


    von mir kommen auch noch ein paar neugierige Fragen. :)


    Wie hast du denn den Schreibwettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller!“ des Heyne Verlags erlebt?
    Hast du eine besondere Beziehung zu Wölfen?
    Und was liest du selbst gerne?



    Ja, zur Zeit arbeite ich an einem neuen Fantasyroman, der ebenfalls in Lesh-Tanár spielt, allerdings einige Jahre nach STREUNER. Auch ist das Setting ein anderes, es geht weniger humorvoll und insgesamt um einiges düsterer zu. Ansonsten beschäftigt mich auch eine direkte Fortsetzung von STREUNER.


    Dann hat Lesh-Tanár wohl noch einige Geschichten zu bieten. :) Mal sehen, ob die "andere" Geschichte nicht zu düster für mich wird. Wünsche dir auf jeden Fall schon mal viel Erfolg mit den beiden Projekten!

  • Hallo Manuel,



    Heute sind für mich Lesen und Schreiben Teile eines einzigen, größeren Prozesses, ohne den ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen könnte.


    Was liest Du denn gerade? ;) Bist Du lesetechnisch auch eher in fantastischen Welten unterwegs und gibt es Schriftsteller, die Dein Schreiben besonders beeinflusst haben?


    Hast Du beim Schreiben bestimmt "Rituale"?



    Ja, zur Zeit arbeite ich an einem neuen Fantasyroman, der ebenfalls in Lesh-Tanár spielt, allerdings einige Jahre nach STREUNER. Auch ist das Setting ein anderes, es geht weniger humorvoll und insgesamt um einiges düsterer zu. Ansonsten beschäftigt mich auch eine direkte Fortsetzung von STREUNER.


    Das klingt gut. :) War Streuner direkt auf eine Fortsetzung ausgelegt?


    Viele Grüße
    Breña

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

  • Hallo zusammen,


    oh, das sind ja einige Fragen in so kurzer Zeit! Danke für Euer Interesse und all die guten Wünsche. :winken:


    Also, vielleicht erst zum Thema Lesen: Prinzipiell lese ich alles gerne, was mich gut unterhält und wo die Sprache (für mich) stimmt. Dazu zählt sehr vieles - von der epischen Fantasy über die klassische Literatur bis hin zum zeitgenössischen Gegenwartsroman. Ansonsten lese ich auch Erzählungen, Lyrik oder was mich sonst irgendwie anspricht.
    Die phantastische Literatur hat dabei natürlich seit jeher einen besonderen Stellenwert - früher wahrscheinlich, weil sie mich einfach am meisten fasziniert hat, heute wohl (auch) weil ich in "meinem" Genre natürlich den bestmöglichen Überblick haben möchte. :)


    Meine aktuelle Lektüre (neben STREUNER ... ;)) umfaßt Susanne Gerdoms Nebelkönig (jüngst beendet - ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen! :)), Donna Leons Erstling Venezianisches Finale (wollte einfach mal wissen, was das Faszinosum der Brunetti-Krimis ausmacht, so ganz dahintergestiegen bin ich leider noch nicht), Der Löwe von Uruk von Harald Braem (eine Art historisch-phantastische Version des Gilgamesh-Epos, inhaltlich natürlich opulent und auch sprachlich ein Fest!) sowie einen aktuellen, episch breiten Fantasyroman, den ich aus verschiedenen Gründen wohl abbrechen werde.


    Autoren, die mein Schreiben beeinflußt haben, geschweige denn "Vorbilder" gibt es eigentlich nicht. Da ich schon recht lange schreibe (seit 1996), mögen zu Anfang noch die großen Autoren wie Tolkien oder Michael Ende auf die eine oder andere Weise inspirativ gewirkt haben; spätestens nach dem zweiten fertigen Romanmanuskript kristallisierte sich jedoch für mich heraus, wo ich selber hin will. Seither versuche ich, in meinen Texten meine ganz eigene "Handschrift" zu verwirklichen, sowohl auf sprachlicher wie auch auf inhaltlicher Ebene. Das ist, wie ich betonen möchte, ein Prozeß, der nach wie vor andauert, weshalb ich nicht ausschließe, daß sich meine aktuellen Manuskripte anders lesen als noch STREUNER. Hoffen wir, daß es dereinst Rezensenten gibt, die im Vergleich werden sagen können: "Charisius ist besser geworden." :D


    Bestimmte "Rituale" beim Schreiben habe ich übrigens nicht - vielleicht, weil mir Rituale in jeglicher Form suspekt sind. Aber es gibt natürlich manche Gewohnheiten. So brauche ich immer einen Schluck Wasser in Reichweite, meistens (aber nicht immer!) läuft beim Schreiben Musik, und meine Aufzeichnungen (Karten, Skizzen, Ideen, wichtige Festlegungen) liegen stets auf Papier neben dem Bildschirm bereit. Ganz ohne Papier und Stift geht's trotz Computer nämlich nicht!



    Wie hast du denn den Schreibwettbewerb „Schreiben Sie einen magischen Bestseller!“ des Heyne Verlags erlebt?


    Das ist ne lange Geschichte. ;) Als ich das Manuskript hinschickte, war ich vom Buch- und Verlagsbetrieb schon ziemlich desillusioniert, so daß ich mir eigentlich keine großen Hoffnungen machte. Trotzdem stieg bis zur Ankündigung der Finalisten natürlich die Aufregung ins schier Unermeßliche. Als dann der Anruf kam, ich sei im Finale, war ich natürlich erfreut, aber nicht wirklich überrascht, eher verwundert. Die folgenden Tage standen ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf die öffentliche Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse, die ich sehr aufgeregt, aber doch mit Spaß an der Sache und ohne allzu große Pannen absolvierte. Daß es dann "nur" für einen der dritten Plätze reichte, ernüchterte mich zunächst. Spätestens als Heyne für die Streuner trotzdem ein Angebot machte, war dieses Gefühl aber wieder wettgemacht. :)



    Hast du eine besondere Beziehung zu Wölfen?


    Mit Wölfen und Raubkatzen, besonders Löwen, beschäftige ich mich schon seit langem. Aufgewachsen sind meine Schwester und ich mit einem großen roten Kater; daher vielleicht die Prägung. Danach hatte ich fast zehn Jahre lang eine Husky-Hündin, die leider erst letzten August gestorben ist. Kurzum - die Faszination für Fellwesen mit einem spannenden Fantasy-Plot zu verbinden, lag bei der Planung von STREUNER nur nahe.
    Übrigens hat mich mal jemand gefragt, ob ich ein Furry sei. Nachdem ich mich kundig gemacht hatte, was das überhaupt ist, fühlte ich mich durch die Frage irgendwie geschmeichelt, obwohl ich sie nicht definitiv beantworten kann. Im Furry-Fandom bin ich jedenfalls nicht aktiv, da mir dafür u. a. die Zeit fehlt. Muß aber ne lustige Community sein, nach allem, was man so hört. ;)



    War Streuner direkt auf eine Fortsetzung ausgelegt?


    Nein, das Projekt war sogar explizit als abgeschlossener Roman geplant. Erst während des Schreibprozesses hab ich daran gedacht, daß es nicht schaden kann, hier und da in der Geschichte gewisse Dinge zu "säen", die ich in einer Fortsetzung möglicherweise würde "ernten" können. Dies jedoch ohne jeden Zwang und vor allem ohne am Ende wichtige Fragen offen zu lassen. Daher ist STREUNER nach wie vor ein in sich geschlossener Roman, an den eine Fortsetzung allerdings nahtlos - und auf dankbare Weise - andocken könnte.


    So, ich hoffe, ich hab keine Eurer Fragen übersehen. Vielen Dank für Eure Geduld, ist ja doch ein längerer Beitrag geworden ... :winken:


  • Der Löwe von Uruk von Harald Braem (eine Art historisch-phantastische Version des Gilgamesh-Epos, inhaltlich natürlich opulent und auch sprachlich ein Fest!)


    Von Braem habe ich nur mal eine Schamanenstory gelesen, die mich nicht sonderlich überzeugt hat, aber vielleicht werfe ich dann mal einen Blick auf das hier. Neu- und Nacherzählungen mythischer Stoffe haben es mir nämlich irgendwie angetan ...



    sowie einen aktuellen, episch breiten Fantasyroman, den ich aus verschiedenen Gründen wohl abbrechen werde.


    Wie, und da willst Du uns jetzt eine Warnung vorenthalten? ;D



    Das ist, wie ich betonen möchte, ein Prozeß, der nach wie vor andauert, weshalb ich nicht ausschließe, daß sich meine aktuellen Manuskripte anders lesen als noch STREUNER. Hoffen wir, daß es dereinst Rezensenten gibt, die im Vergleich werden sagen können: "Charisius ist besser geworden." :D


    Es wäre auch verblüffend, wenn Du jetzt schon sozusagen die „Endstufe“ erreicht hättest. Es gibt zwar immer mal geniale Erstlinge, denen dann aber oft nichts nachfolgt. In allen anderen Fällen sollte eine Weiterentwicklung aber schon sichtbar sein, sonst machst Du etwas falsch ;) Ich werde es jedenfalls interessiert verfolgen, das kann ich schon sagen.



    Ganz ohne Papier und Stift geht's trotz Computer nämlich nicht!


    Wem sagst Du das, ich arbeite ja schließlich in der Branche und werde trotzdem von Papier erschlagen. Und es gibt nach wie vor Dinge, die auch ich lieber mit Papier und Bleistift erledige, auch in meinem Job und sehr zur Verblüffung meiner Kollegen, die meine vollgekritzelten Zettel überall finden ;D



    Nein, das Projekt war sogar explizit als abgeschlossener Roman geplant.


    Löblich! Ich lese nämlich gerne auch mal einen Fantasy-Roman ohne damit gleich eine unendliche Reihe zu beginnen ...

  • Hallo, Aldawen!


    Es wäre auch verblüffend, wenn Du jetzt schon sozusagen die „Endstufe“ erreicht hättest. Es gibt zwar immer mal geniale Erstlinge, denen dann aber oft nichts nachfolgt. In allen anderen Fällen sollte eine Weiterentwicklung aber schon sichtbar sein, sonst machst Du etwas falsch ;)


    Ja und nein. Zum einen fallen mir durchaus nicht wenige Beispiele - gerade unter immens erfolgreichen Autoren, deren Werke Tausende, wenn nicht Millionen Leser als "genial" bezeichnen würden - ein, bei denen von Einzeltitel zu Einzeltitel bzw. innerhalb deren Buchreihen keinerlei Entwicklung erkennbar wäre; die aber trotzdem irgend etwas allzu "richtig" machen, was zumindest ihr grandioser Verkaufserfolg belegen dürfte. ;)


    Zum anderen verstehe ich den Prozeß, den ich mit der Findung und Verwirklichung der eigenen "Handschrift" zu umschreiben versuchte, nicht notwendigerweise als Entwicklung vom roh behauenen Erstling hin zum meisterhaften Roman, in dem jeder Satz wie ein Glanzstück der Genialität erscheint. Einfacher ausgedrückt, verläuft diese Entwicklung meines Erachtens nach nicht von, sagen wir, "okay" hin zu "perfekt" oder gar "genial". Eher sehe ich sie als einen von Bewertungs- und Erfolgskriterien unabhängigen Prozeß, der sich vor allem in den - mithin von Buch zu Buch durchaus feststell- und formulierbaren - Veränderungen handwerklicher Merkmale (wie Stil, dramaturgische Kniffe, Aufbau von Szenen usw.) manifestiert; weshalb ich in meinem obigen Beitrag im Zusammenhang von meinen aktuellen Manuskripten bewußt von anders sprach, und nicht etwa von besser.


    Wenn es aber Leser geben wird, die meine zukünftigen Werke "besser" finden als die jetzigen, werde ich mich natürlich trotzdem darüber freuen ... :D


  • Ja und nein. Zum einen fallen mir durchaus nicht wenige Beispiele - gerade unter immens erfolgreichen Autoren, deren Werke Tausende, wenn nicht Millionen Leser als "genial" bezeichnen würden - ein, bei denen von Einzeltitel zu Einzeltitel bzw. innerhalb deren Buchreihen keinerlei Entwicklung erkennbar wäre; die aber trotzdem irgend etwas allzu "richtig" machen, was zumindest ihr grandioser Verkaufserfolg belegen dürfte. ;)


    Dazu fällt mir ein Lied von Liederjan ein, in dem es u. a. heißt:


    Der beliebte Dieter von Bohlen und Hall
    ist im Schlagergeschäft ein tierischer Knall.
    Seine Lieder, die haben Millionen betört
    und ihm nebenbei eben solche beschert.
    Er bleibt sich beim Schreiben unheimlich treu,
    oft denken die Hörer: War das nun wirklich neu?
    Der Mann ist genial, der weiß, wie es geht,
    ein Stück wie's andere, das ist Qualität!

    Der Kartoffelwalzer; Musik und Text: Jörg Ermisch


    Muß ich hinzufügen, daß das im Vortrag vor Ironie trieft? ;) Ob das dann „richtig“ oder „falsch“ ist, hängt vor allem von den Ansprüchen ab, die Du an Dich selber hast, aber ich habe nicht den Eindruck, daß Dir so etwas reichen würde ... Und ich schätze es im übrigen durchaus, wenn ich einem Autor anmerke, daß er sich weiterentwickelt, oder vielleicht besser: er an sich und seinem Werk arbeitet, und nicht den immer gleichen Brei abliefert, nur weil er sich vielleicht gut verkauft.



    Eher sehe ich sie als einen von Bewertungs- und Erfolgskriterien unabhängigen Prozeß, der sich vor allem in den - mithin von Buch zu Buch durchaus feststell- und formulierbaren - Veränderungen handwerklicher Merkmale (wie Stil, dramaturgische Kniffe, Aufbau von Szenen usw.) manifestiert;


    Da sind wir uns eigentlich völlig einig. Ich denke nur, daß diese Veränderungen handwerklicher Merkmale, wie Du sie nennst, nicht ohne Rückwirkung auf einen Roman als ganzes bleiben. Schließlich sind diese Dinge wesentliche Basisbausteine eines Romans. Wo das Handwerk nicht stimmt, kann eigentlich auch kein geniales Ergebnis herauskommen. Umgekehrt macht gutes Handwerk allein aber noch keinen genialen Roman, dazu gehört dann wohl schon noch etwas mehr.


  • meistens (aber nicht immer!) läuft beim Schreiben Musik


    Und welche? ;)



    Mit Wölfen und Raubkatzen, besonders Löwen, beschäftige ich mich schon seit langem. Aufgewachsen sind meine Schwester und ich mit einem großen roten Kater; daher vielleicht die Prägung. Danach hatte ich fast zehn Jahre lang eine Husky-Hündin, die leider erst letzten August gestorben ist.


    Man merkt dem Geschriebenen Deine Nähe zu Hunden an. Falls also die ein oder andere Beobachtung Deiner Husky-Hündin zu verdanken ist, konntest Du ihr mit Streuner ein schönes Andenken schaffen.



    Nein, das Projekt war sogar explizit als abgeschlossener Roman geplant. Erst während des Schreibprozesses hab ich daran gedacht, daß es nicht schaden kann, hier und da in der Geschichte gewisse Dinge zu "säen", die ich in einer Fortsetzung möglicherweise würde "ernten" können. Dies jedoch ohne jeden Zwang und vor allem ohne am Ende wichtige Fragen offen zu lassen. Daher ist STREUNER nach wie vor ein in sich geschlossener Roman, an den eine Fortsetzung allerdings nahtlos - und auf dankbare Weise - andocken könnte.


    Geschickt! ;) Ich mag solche offenen Verbindungen auch sehr gerne. Wenn man einfach in eine Welt zurückkehren kann, die man bereits kennt, ohne aber im Gedächtnis nach vorherigen Ereignisen kramen zu müssen, von denen man unter Umständen bereits vor Jahren gelesen hat. Über zufällige Berührungspunkte zwischen solchen Büchern, also zum Beispiel bei den Figuren, freue ich mich hingegen auch sehr.

    "It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

  • Und welche? ;)


    Ganz unterschiedlich - allermeistens klassische Musik oder Soundtracks (z. B. von Fantasy-Filmen oder Natur-Dokus), manchmal auch Ambient. Alles mit Perkussion/Schlagzeug oder gar vokale Sachen dagegen stören mich beim Schreiben eher. Na ja, nicht immer. Gerade läuft zum Beispiel die ziemlich rockige "Ouverture" aus Friedrich Guldas Cellokonzert. ;)

  • Suse

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