1. Abschnitt: Anfang – Seite 90 (Teil I: Der Wald)

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  • Hallo liebe Leserunde, liebe Claudia,


    ich wusste beim Anmelden zu dieser Leserunde nicht so richtig, was mich erwartet, von daher konnte ich sehr unvoreingenommen an das Buch heran gehen.
    Und was soll ich sagen? Ich unterhalte mich prächtig. Die Geschichte macht umso mehr Spaß, da sie wirklich in keine Schublade passt ;D
    Ich lese gerne Fantasy und gerne auch mal einen Frauenroman für "Ältere". D.h. Ich mag Frauenbücher in denen die weibliche Hauptperson nicht mit Mitte zwanzig bereits Besitzerin einer Eigentumswohnung ist, einen phantastischen Körper hat und noch weitere Klischees erfüllt. Genauer gesagt, ich mag Bücher von z.B. Dora Heldt, Christine Vogeley und ich mochte Bridget Jones.


    Ich glaube ich mag auch Olivia Kenning. :) Zumindest ihren Humor finde ich toll.


    Mit dem ersten Kapitel konnte ich die Geschichte noch nicht so recht einsortieren, so langsam findet sich aber ein roter Faden.
    Sehr unterhaltsam finde ich die Kleidung unserer Heldin im Wald: Stöckelschuhe, kleines Abendtäschchen usw. Ich gehe davon aus, dieser Aufenthalt war nicht geplant. Auch wenn Olivia vor den Leuten im Dorf in den Wald geflohen ist, ich würde ja gar nicht erst mit Stöckelschuhen in so ein Kaff fahren.
    Nun bin ich gespannt was es mit dem Phänomen der toten Kleinkinder und Uraltleute auf sich hat.
    Ob Olivia das Rätsel alleine löst, oder sich doch mit Herrn Alt zusammenfindet.

  • Na, das scheint ja auch bei uns hier so zu sein, das keinen die Olivia "kalt lässt". ;)


    Und ich stelle fest das ich mit der "modernen Großstadtfrau" nix gemein habe... und sie mir eher suspekt als alles andere ist ;)
    Wobei es natürlich in der Tat so ist, das wir Menschen bestimmt unflexibler sind als die meisten Romanhelden. Und wir ja nur von dem ausgehen können was wir kennen und gewohnt sind.
    Aber (ja, ich weiß, ich reite drauf rum ;) ) Handy wegwerfen ist auch (oder erst recht) für Großstädter keine "gewohnte Handlung" würde ich mal sagen.


    Übrigens, auch wenn ich ein Landei bin, würde ich es im Dunkeln im Wald nicht wirklich heimelig finden ;)
    Und natürlich hätte ich genau wie Olivia im Abendtäschchen keine Survivalausrüstung.


    Ich bin übrigens jetzt sehr gespannt auf die erste Begegnung mit dem Lehrer. Den Kerl möchte ich jetzt bitte endlich kennenlernen. ;D

  • Zitat

    Aber (ja, ich weiß, ich reite drauf rum ) Handy wegwerfen ist auch (oder erst recht) für Großstädter keine "gewohnte Handlung" würde ich mal sagen.



    ;D Nein. Es kommt vielleicht daher, dass ich als Kind schon oft jähzornig war und etwas, wenn es nicht so wollte wie ich, auch mal gegen die Wand gepfeffert habe. Man bereut das, Sekunden später, aber in der Sekunde kann man nichts denken außer: >:(

    ;) lg Claudia

    Widerspruch ist fast immer der Beginn einer Fährte. (Jagdzeit)

  • Hallo liebe Mitleser und liebe Claudia ,


    nun ich denke mir ,die Sache mit dem Handy hat auch eine einfach Ursache ;).Wer hat heute kein Handy mit allen möglichem Schnickschnack , möchte ich gerne mal in die Runde fragen ?? ;)


    Selbst Kinder unter 10 Jahren werden doch heute schon ab mit "ausgerüstet " für die Schule ;D.Mama anrufen ,Mama abholen oder so :(
    Man hat es ja immer dabei und in diesem Fall ist es halt so ...das Handy geht einfach nicht ... :oKeine modere Technik und schon weiß Olivia nicht mehr was sie tuen soll.... :(


    Finde ich schon sehr abhängig davon oder ??


    LG..starone...

  • Starone, ich finde ja ein Handy mit dem man nciht telefonieren kann auch SEHR ÄRGERLICH, Technik "hat zu funktionieren"... mehr erwarte ich gar nicht von den doofen Dingern...
    Die Wut das das nicht geht, kann ich durchaus nachvollziehen...
    Und ohne Handy aus dem Haus gehen ist ja fast schon so seltsam wie in Unterwäsche losmarschieren :o

  • Zitat

    Und ohne Handy aus dem Haus gehen ist ja fast schon so seltsam wie in Unterwäsche losmarschieren


    Das unterschreib ich sofort, wenn auch mit dem Zusatz: Zuerst ist es unangenehm, aber nach und nach auch sehr befreiend, fast als wäre man von einem anderen Planeten angereist und beobachte die Erdlinge aus einer gewissen Distanz, weil man weiß, dass man mehr weiß als sie. :D


    lg Claudia

    Widerspruch ist fast immer der Beginn einer Fährte. (Jagdzeit)


  • Und ohne Handy aus dem Haus gehen ist ja fast schon so seltsam wie in Unterwäsche losmarschieren :o


    O.k. dann probiere ich das mal aus ohne Unterwäsche :D


    Ohne Handy funktioniert eigentlich Prima - ich hatte 10 Jahre lang KEINES! Und ich bin doch "erst" 36 Jahre alt.
    Erst jetzt habe ich mir ein Notfallhandy zugelegt, falls was mit den Kindern in der Schule oder Kiga ist damit ich erreichbar bin, es sind nur genau 4 Nummern drin und genauso viele Personen haben diese Nummer!


    Diese ständige Erreichbarkeit fand ich irgendwann unerträglich, und ich wollte auch nicht immer und jederzeit jemanden anrufen oder wie gesagt angerufen werden.


    Mein Notfallhandy kann auch nix außer telefonieren und sms.. 8)

  • Ich tippe mal vorsichtshalber das Du mal das Handy zuhause läßt ;D


    Passiert mir auch ... gaaaanz selten, aber immerhin. Aber dann fühle ich mich auch ehrlich "nackig", vor allem aber auch weil ich gerne möchte das meine Kinder mich im Notfall erreichen können !
    Mein Handy wurde auch als Notfallhandy angeschafft und es hat wirklich eine Weile gedauert bis ich damit "normal telefoniert" habe ;)



    Das unterschreib ich sofort, wenn auch mit dem Zusatz: Zuerst ist es unangenehm, aber nach und nach auch sehr befreiend, fast als wäre man von einem anderen Planeten angereist und beobachte die Erdlinge aus einer gewissen Distanz, weil man weiß, dass man mehr weiß als sie.


    Und auch bei Claudia tippe ich jetzt mal das sie von "ohne Handy" redet :P

  • Hallo liebe Mitleser und liebe Claudia ,


    nun durch einige Aussagen hier von meinen Mitleser , werde ich in meiner These unterstützt ...es gibt schon eine gewisse Abhängigkeit von Handy als solches ;)


    Die Aussage dazu von smyrill ist mir , aber persönlich etwas abgehoben ..Vergleich Handy = Unterwäsche , na ja ;D.
    Man muß nicht immer erreichbar sein und auch Kinder sollten sich nicht immer nur auf Mama und Papa verlassen , ist meine Meinung dazu .


    Ich bin auch eher der Notfallhandytyp.. wie zweierlei ... :)Nett das du da auch meiner Meinung bist :)


    Aber gut, das Handy ist wahrscheinlich genauso wichtig wie z.B. Taschentücher bei sich zu haben in dieser unserer Zeit .....


    LG..starone... :winken:

  • Wie man/frau zu seinem/ihrem Handy steht und welche Bedeutung man diesem kleinen Gerät bemisst, sollte jedem/r selbst überlassen sein.


    Wesentlich für das Verständnis des Roman finde ich aber, dass eben dieser eigene Standpunkt, also die Bedeutung, den das Handy für einen selbst hat, ein wesentliches Verständnis für Olivia und ihre Verhalten schafft - oder auch eben nicht.


    Aber ich denke, dass ich mit Romanfiguren grundsätzlich so: Entweder sie haben Eigenheiten, mit den sich der Leser identifizieren kann, oder eben auch nicht. Und das hängt wiederum sehr vom Leser selbst ab.
    Ich bin nach diesem ersten Abschnitt mit Olivia noch nicht so recht warm (was aber nicht heißt, dass ich deshalb die Geschichte nicht gern lese!). Aber vielleicht finde ich den nächsten Abschnitten ja noch Identifikationsmomente? Ich bin gespannt! :winken:

  • Hm, ich finde ja nicht das es in dem Falle so wichtig ist wie man zum Handy steht, sondern eher ob man zu den Jähzornigen gehört :)


    Und auch dann hat man ja noch mehrere Möglichkeiten:


    - man mag Olivia weil man sich in ihr wiedererkennt
    - man mag Olivia nicht weil man sich in ihr wiedererkennt
    - man mag Olivia weil sie so ist wie man gerne sein möchte
    - man mag Olivia obwohl sie ganz anders ist...
    - man mag Olivia nicht, weil sie ganz anders ist




    Die Aussage dazu von smyrill ist mir , aber persönlich etwas abgehoben ..Vergleich Handy = Unterwäsche , na ja ;D.


    Hat da der Smilie gefehlt -> ;)


    Aber ich glaube schon das in unserer Gesellschaft das Handy ziemlich wichtig ist und bei den "Drei Dingen die man mit auf eine einsame Insel nimmt" oft vertreten ist.



    Man muß nicht immer erreichbar sein und auch Kinder sollten sich nicht immer nur auf Mama und Papa verlassen , ist meine Meinung dazu .


    Nee, man muß nicht zwingend immer erreichbar sein...
    Aber ich finde es schon beruhigend zu wissen das die Schule mich jederzeit erreichen kann wenn eines meiner Kinder krank ist oder das die mich anrufen können wenn sie den letzten Bus verpasst haben.
    Ist ja nicht so das sie mich anrufen weil sie ihre zweite Socke nicht finden oder wissen wollen ob noch Nutella im Vorratsraum ist... ;D


    Okay, aber das ist jetzt schon OT, würde ich sagen. :-[ Ich mußte bloß mal das (mein) Handy verteidigen

  • Moin, moin alle zusammen! :winken:
    Bin dann nun auch endlich so weit, das ich posten kann, komme doch weniger als geplant zum Lesen... (Einfach viel zu viele Kisten zum auspacken und wegräumen! ::))


    Ich muss gestehen: Ich war sehr überrascht, als ich die ersten Seiten las, denn ich hatte Fantasy im Mittelalter erwartet. (Warum kann ich gar nicht so genau sagen, vielleicht wegen dem Cover? Don'T know...) Aber als ich dann von Bushaltestellen und Fernsehfilmen las und allmählich eine Bridget Jones ähnliche Olivia vor Augen hatte, musste ich mich doch erstmal am Kopf Kratzen. Und als dann plötzlich wieder die Rede von Fackeln und Pistolen die Rede war, war die Verwirrung perfekt! :-\ Aber Dann kam ja auch schon bald die Auflösung und ich hatte wieder den Durchblick! :freu:
    Aber obwohl ich mit was anderem gerechnet hatte und so überrascht wurde, gefällt mir das Buch sehr. Besonders die frische, lebendige Schreibweise und die vielen lustigen Wörter (Angstlangohr habe ich dann einfach mal dreisterweise in mein Sprachrepertoir aufgenommen, so genial finde ich das Wort! :D).


    Das Interview am Anfang fand ich übrigens sehr interessant. Auch die Rotkäppchenstory am Anfang. Aber was soll die Zeigen? Ich meine jetzt die Anordnung der Wörter. Sollen die Rotkäppchen mit wehendem Mantel darstellen?


    Olivia habe ich sehr gut vor Augen und kann mir sie bis ins Detail vorstellen, wie sie mit Stöckelschuhen und hoch erhobenem Handy durch den Wald und fast gegen Bäume - bzw dann in die Grube - rennt!


    Den Schnüffler wusste ich noch nicht so recht einzuordnen, doch die Szene am Friedhof war schon irgendwie gruselig. Aber dann wurde ja auch sein Rätsel gelüftet und ich hatte auch dort wieder Durchblick ;) Aber was es mit den Gräbern auf sich und bei Oliva mit dieser Botschaft, da bin ich sehr gespannt und auch! :popcorn:


    Als dann Oliva auf den besoffenen Waldkautz Sibby trifft, musste ich doch schmunzeln. Vor allem als er Sibby dann begann, nach der Kamera des Handys zu fragen.... Nur nach was soll Olivia nicht fragen? Wahrscheinlich fragt sie genau nach dem Verbotenen, bei ihrem Pech....


    Was ich am Anfang etwas schwierig fand, sind die Zeitensprünge, doch finde ich diese gut gewählt, da sie Rätsel und Stoff zum Grübeln aufgeben und diese schön dosiert lüften.


    Ich bin sehr begeistert bis jetzt, obwohl ich ja eigentlich ziemlich ''überrumpelt'' war! ;)


    Und nun verkrümle ich mich wieder ins Buch..... :winken:

    Hier - dort - und doch niergendwo....

  • PS: Ich finde es übrigends sehr gut, das mit Olivia, der typischen Großstadtfrau, im ''Fantasydschungel'' mal was neues gewagt wurde. Es ist so erfrischend anders! 8)

    Hier - dort - und doch niergendwo....


  • Auch die Rotkäppchenstory am Anfang. Aber was soll die Zeigen? Ich meine jetzt die Anordnung der Wörter. Sollen die Rotkäppchen mit wehendem Mantel darstellen?


    Eine interessante Frage, die mir selbst gestellt habe, aber im Zuge der Handlung wieder verdrängt hatte. Vielleicht kann Claudia hier eine Auflösung anbieten? :winken: