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  • Hallo an alle ! :)
    Endlich kann auch ich mich zu den ersten Seiten äussern, leider war mir das bisher zeitlich nicht möglich. Ist im Übrigen meine erste Leserunde !


    Also, von vorne: Ich empfinde das Cover als wirklich sehr, sehr gelungen ! Der vergoldete Schriftzug und die dazu passende Farbwahl springen direkt ins Auge, und sprechen mich insofern an, dass sie aussagen, dass es sich um einen schönen Fantasyroman handeln könnte- Auch wenn ich natürlich frei nach dem Motto "Beurteile ein Buch nicht nach seinem Cover" lese.


    Auch die zierenden Ranke, die immer wieder das Buch in Sinnabschnitte gliedern finde ich sehr schön- Sie verleihen dem Buch einen schönen mysthischen Touch !


    Ich denke, ich muss den Inhalt nicht nochmal wiedergeben- Wir lesen ja alle das gleiche Buch und es gibt ja schon einige Zusammenfassungen !


    Sehr positiv ist mir die Wortwahl aufgefallen. Mit vielen Adjektiven werden die Handlungen von Mina beschrieben, und gerade dies lässt die Handlung so unmittelbar, lebendig und echt wirken, dass man sich nahezu in die Geschichte mit einbezogen fühlt.
    Meine absolute Lieblingsstelle ist in diesem Zusammenhang auf S. 51 "Ich höre dich, ich spüre jede einzelne Note in mir, aber was, was ist es, das du mir sagen willst ? Die dunklen Augen hielten ihre fest. Die Melodie sang zu ihr, sprach zu ihr, schrie und flehte zu ihr in einer fremden und doch so quälend vertrauten Sprache. Alle Schrecken der vergangenen Stunden, Alle Fragen, alle Furcht- Sie schienen alle darin zu liegen, in dieser schlichten Melodie, dieser Tonfolge, die sich in ihren Kopf bohrte. Wenn sie sie nur verstehen könnte ! "
    Einfach eine wundervolle Wortwahl und ein herrliches Satzgefüge !


    Auch die Spannung in diesen ersten Seiten gefällt mir sehr, vor allem, weil man praktisch keinerlei Hinweis auf das erhält, was wirklich mit Mina los ist ! Ist sie vielleicht wirklich verrückt ? Oder steht etwas mysthisches dahinter ? Inwiefern stehen Spieluhr und Medallion dahinter ? Wer sind die dortdrin abgebildeten Personen ? Wie stehen sie zu Mina ? Und warum kann Mina mit Tausendschön sprechen ? Wer hat sie wirklich verfolgt und warum ? Von wem sprach ihre Mutter, als sie von der Vergangenheit sprach ? Und was hat die Großmutter mit all dem zu tun ?


    Ich hoffe, ich werde es auf den nächsten Seiten erfahren !
    Für die ersten Seiten jedoch: Daumen hoch, ich genoß das Lesen sehr !


    Liebe Grüße, PinkMuffin :)

  • Hallo :winken:
    Noch ein Nachzügler - ich bin bisher auch nicht dazu gekommen etwas zum ersten Abschnitt zu schreiben...


    Ich bin vom Cover und vor allem dem geprägten Titel mit den Ranken auch begeistert - das schafft von außen schon die richtige Stimmung für das Buch.


    Zum Prolog hatte ich mich erst von der Idee überzeugt, dass Mina an der Stelle die Enkelin ist und dies gleich weitergesponnen: In meiner Vorstellung war auch die Mutter als Jugendliche für Fantastisches offener, wurde aber vom Doktor unter Drogen gesetzt und bald verheiratet. Es wird ja beschrieben, dass sie viel Zeit auf dem Sofa verbringt weil ihr oft schwindelt und dass ihre Augen meist matt und vage sind...


    Jetzt möchte ich auch sehen ob auf den nächsten Seiten einige der vielen offenen Fragen beantwortet werden.


    Liebe Grüße, UlrikeW

  • UlrikeW: Die Idee mit den Drogen könnte natürlich wirklich was wahres enthalten ! Vor allem mit dem Prolog in Verbíndung gebracht, erschint das sehr plausibel ! Aber warum soll dann Mina in eine "Institution", wenn doch Drogen auch reichen könnten ? ???

  • PinkMuffin: Es könnte ja sein, dass versucht wurde Zwillinge so unter Kontrolle zu halten und es bei ihnen schon nicht gereicht hat.
    Aber es stimmt schon, dass die "Institution" dafür viel zu schnell ins Spiel kommt...

  • @Ulrike W: Mhm, naja, aber wenn die Mutter das Gleiche haben sollte, wie Mina, dann müsste auch sie einst in einer derartigen Instutition gewesen sein.. Würde jedenfalls Sinn machen, oder ? :)

  • Huhu ihr Lieben! :winken:


    Auch ich hinke noch hinterher, habe ganz vergessen zu posten.... :-[ :-[


    Daher hole ich das mal schnell nach....


    Das Cover gefällt mir sehr gut! Dieses geheimnisvolle Licht bringt mich immer direkt in die Richtige Stimmung zum Buch!


    In der Geschichte bin ich direkt gut angekommen, auch wenn ich etwas verwirrt war, als der Schwenk dan zu Mina ging. Ist sie die Enkelin vom Anfang?? Von der Erzählweise her dachte ich es spierlt im späten Mittelelater, doch als dann die rede von Autos und Institutionen war, war ich dann abermals verwirrt. Kommt Anfang 1900 Jahrundert in Frage??


    Mina gefällt mir sehr gut als Hauptperson, gerade diese vertraämte Art! Ich bin ja mal gespannt, ob sie wirklich vom Doktor in eine Istituition gesteckt wird....


    So heute Mittag mehr von mir..



    grüßle Die Nachzüglerin

    Hier - dort - und doch niergendwo....


  • Huhu!


    Ja, es scheint wirklich alles sehr Märchenhaft, aber gerade dies finde ich so interessant! =)


    Welche Spate Fantasy ist das Schwänchen eigentlich? Ich muss gestehen, dass ich für mein Leben gern Fantasy lese, mich da aber mit den Genres überhaupt nicht auskenne.... *rotwerd*

    Hier - dort - und doch niergendwo....


  • Hallo ihr Lieben,



    Ich denke auch, dass die Großmutter Mina ist. Am Anfang war ich mir nicht sicher, wie ich diesen Prolog einordnen soll, aber allein wegen des Autos muss es ja nach der Geschichte mit Mina spielen. Und da die Großmutter im Besitz einer Spieluhr ist...



    Die Theorie mit der Großmutter gefällt mir, allerdings stört mich ein wenig die Tatsache, dass im Prolog die Spieluhr noch deutlich intakter war, was die Beschreibung des äußeren Zustandes betrifft, daher denke ich eher das Mina die Enkelin ist. Allerdings kommt da im nächsten Abschnitt etwas, was meine Theorie in Stücke haut... =)


    Den Übergang mit der Spieluhr fand ich übrigens großartig, auch wenn dies im nächsten Moment für kurze Verwirrung sorgte, durch den Zeitsprung. Aber nur Kurz ;)



    @ Fräulein Berger: Die Schwäne wurden im Prolog erwähnt und als Höckerschwäne identifiziert. =)
    Bei der Gans schließe ich mich eurer Theorie an.



    Was die Katzen betrifft: Feliway ist das Zauberwort, zumindest bei manchen Katzen. Meine Zwei haben sich zum Glück direkt verstanden. Denke das wäre auch ohne Feliway gegangen aber ich bin auf Nummer sicher gegeangen. :fluestern: Bilder gibt’s in der Elfen LR :fluestern:



    Tausendschön und sein Tropfengehüpfe, einfach zu herrlich die Vorstellung! Und damit wären wir wieder bei den Katzenverrückte, den Katzen verfallenen Leseratten!



    Wie kommt ihr auf das Jahr 1913?




    @ Bücherdiebin, ah, verstehe! Auf diesen perfiden Gedanken bin ich selbst gar nicht gekommen. Das frühe Heiraten ist in der "guten Gesellschaft" damals nicht mehr so üblich gewesen (glücklicherweise!), ich glaube, der Schnitt für Frauen war Anfang/Mitte 20. Aber je mehr ich darüber nachdenke ... Ich würd's ihm glatt zutrauen, dem alten Schurken, dass er sich heimlich doch entsprechende Gedanken macht. Grrr ! Der kriegt meine Mina NICHT, und wenn er noch so nett tut.



    Na dann war die Hochzeitstheorie ja doch nicht so weit hergeholt... Und nun will der Doktor sie in die Institution holen um sie für sich zu haben. *rumspekulier*



    @ Literaturjunkie: Was ist eine Lobotomie?



    Was die Aussage ''kühler männlicher Verstand'' betrifft, habe ich diesen scheinbar überlesen



    Den Teil im Prolog als die Großmutter ihre Tochter rief, auch gedanklich, fand ich sehr interessant. Wir werden sicherlich noch mehr darüber erfahren... Und ich bin ja schon auf das Pendant des Prologes gespannt.





    Zum Prolog hatte ich mich erst von der Idee überzeugt, dass Mina an der Stelle die Enkelin ist und dies gleich weitergesponnen: In meiner Vorstellung war auch die Mutter als Jugendliche für Fantastisches offener, wurde aber vom Doktor unter Drogen gesetzt und bald verheiratet. Es wird ja beschrieben, dass sie viel Zeit auf dem Sofa verbringt weil ihr oft schwindelt und dass ihre Augen meist matt und vage sind...



    Auch eine Interessante Theorie!



    Das die Mutter übrigens das Gleiche hatte, davon gehe ich aus, wird doch schon im Prolog so etwas angedeutet...



    So bin dann mal weiter :lesen:

    Hier - dort - und doch niergendwo....

    Einmal editiert, zuletzt von Tagtraumelfe ()

  • @ Literaturjunkie: Was ist eine Lobotomie?


    Laut google:
    Lobotomie: Tiefe Schnitte ins Gehirn
    Ob Depressionen, Angstzustände oder Alkoholismus: Der Neurologe Walter Freeman glaubte um 1950, psychische Erkrankungen mit Hilfe einer Lobotomie - mit Schnitten ins Gehirn - heilen zu können. Tausenden Patienten trieb er dazu Stahlnadeln in den Kopf.
    IGITT.
    So langsam erkenne ich diese "Institution": Eventuell Versuche am menschlichen Gehirn?????
    Vielleicht braucht der herr Doktor Nachschub für eventuelle Versuche......

    Nur zwei Dinge sind unendlich,das Weltall und die menschliche Dummheit.<br />Beim Weltall bin ich mir aber nicht ganz sicher<br />(Albert Einstein)


  • Welche Spate Fantasy ist das Schwänchen eigentlich? Ich muss gestehen, dass ich für mein Leben gern Fantasy lese, mich da aber mit den Genres überhaupt nicht auskenne.... *rotwerd*


    Phantastik, würde ich sagen. Oder in diesem Fall wahrscheinlich treffender historische Phantastik. Gibt es zwar glaube ich so nicht, aber ist ganz treffend ... ;)
    Phantastik ist als Genrebegriff allerdings etwas schwierig; die Literaturwissenschaftler streiten sich ziemlich um seine Definition. Phantastik im weiteren Sinne dient als Genrebezeichnung in Abgrenzung zu "realistischer" Literatur, Phantastik im engeren Sinne ist ein Genre, in dem in unsere Welt etwas Anderes, Fremdes, Unnatürliches eindringt. Auf jeden Fall muss der "Einbruch" des Anderen in unsere Welt gewichtig sein und unsere Welt (oder zumindest die, die diesen Einbruch erleben,) auf den Kopf stellen.
    "Tintenherz" ist beispielsweise Phantastik, "Tintenblut" und "Tintentod" nicht.




    Wie kommt ihr auf das Jahr 1913?


    GAnz einfach: Es steht auf dem Klappentext. ;)



    @ Literaturjunkie: Was ist eine Lobotomie?


    Yoda hat es ja schon beschrieben. Es ist eine ganz grauenvolle Operation, die im Prinzip nur noch willenlose Zombies übrig lässt. In From Hell beispielsweise wird es auch praktiziert - in der Realität ist es allerdings erst in den 1930er Jahren das erste Mal durchgeführt worden.
    Ganz großen Buahhaaa!



  • Danke für die Aufklärung über das Genre! :daumen: Nun bin ich wieder etwas schlauer! :nachdenk:
    Mhhh, den KLappentext sollte ich wohl nochmal etwas genauer lesen.... :-[
    Und was die Lobotomie betrifft: Wie gut dass wir NICHT in den 1930 Jahren leben.... :schwitzen:

    Hier - dort - und doch niergendwo....

  • Hiho, was die Lobotomie angeht: Die hat man in der Tat nach meinen Recherchen erst in den 1930er Jahren wirklich entwickelt. Leider hat man aber schon vorher, so ab Ende 19. / Anfang 20. JH angefangen, auf andere Weise an den Schädeln von Menschen herumzusägen; mit anderen Techniken. Psychochirurgie, wie man das nennt, gibt es also in Frühformen schon etwas länger. Man kann das auch nachlesen, wenn man etwas tiefer gräbt, aber - naja, ich würde nicht unbedingt dazu raten. Ist keine schöne Lektüre.
    (Ich versuche schon die ganze Zeit, mich zu erinnern: Diese früheren Methoden hatten auch einen bestimmten Namen, aber ich komm einfach nicht mehr drauf. Na, vielleicht fällt es mir noch wieder ein.)


    Noch ein bissl Hintergrund zu dem Thema: Der liebe Doktor aus dem Schwänchen, Dr. Rädin, ist übrigens u.a. vom Namen her angelehnt an eine real existierende Person, Dr. Rüdin, der im Dritten Reich zu einer der führenden Kapazitäten auf dem Gebiet "Umgang mit Geisteskranken" wurde. Und was dabei herausgekommen ist ... das weiß man ja.


    Na, lasst es Euch nicht zu sehr grausen!


    Zum Genre: Ich selber würde es eher "magischen Realismus" nennen - oder vielleicht "neue Romantik" ;-)


  • Noch ein bissl Hintergrund zu dem Thema: Der liebe Doktor aus dem Schwänchen, Dr. Rädin, ist übrigens u.a. vom Namen her angelehnt an eine real existierende Person, Dr. Rüdin, der im Dritten Reich zu einer der führenden Kapazitäten auf dem Gebiet "Umgang mit Geisteskranken" wurde. Und was dabei herausgekommen ist ... das weiß man ja.


    Okay, jetzt mag ich ihn noch weniger!




    Zum Genre: Ich selber würde es eher "magischen Realismus" nennen - oder vielleicht "neue Romantik" ;-)


    Auch schön!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen