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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant. ;)


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen! :)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo liebe Leserunde,


    dann mache ich doch einfach mal den Anfang.
    Alle die noch mit der Geschichte unterwegs sind, sollten sich dadurch aber bitte nicht gehetzt fühlen.



    Zum Buch:
    Eine junge Frau erwacht in einem diffusen Raum aus dem Koma. Glücklich darüber, dass sie doch sonst ganz unversehrt scheint, möchte sie schnellstens nachhause zu Mann und Kind. Nachdem sie aus dem mysteriösen Krankenhaus türmen kann, muss sie zuhause feststellen, dass ihr Mann sie nicht als seine verschwundene Frau erkennt. Schlimmer noch, angeblich hat sie nie einen Sohn gehabt. Verloren, verwirrt und zunächst ziemlich alleine versucht sie hinter das Geheimnis ihrer Existenz zu kommen und muss dabei feststellen, dass sie kaum Jemandem trauen kann.


    Fesselnd, spannend und von großer nachdenklich stimmender Präsenz bin ich gemeinsam mit Sybille Aurich durch diese Geschichte geschlittert. Erschien zunächst alles, als ein großes Missverständnis, welches die Hoffnung der Protagonistin in sich trug, bald aufgeklärt zu sein, entwickelte sich nach und nach alles zu einem regelrechten Albtraum für die Betroffene. Unglaublich geschickt hat es der Autor, Arno Strobel, dabei geschafft meine Gedanken und Spekulationen mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung zu scheuchen. Ähnlich einer Schleudertrommel konnte ich mir während des Lesens niemals ganz sicher sein, wer nun wirklich auf Sybilles Seite steht oder wer ihre Häscher sind. Wie in einem Albtraum strudelte ich mit, auf der Suche nach der Wahrheit. Dabei blieb die Logik niemals auf der Strecke. Auch fügten sich verschiedene Perspektivenwinkel gekonnt nahtlos in die Geschichte ein. Wunderbar kurzweilig und zielgesetzt flog die Story nur so an mir vorbei. Dabei warf sie Fragen auf, die mich nachdenklich stimmen konnten. Nicht auszudenken, wenn es tatsächlich einmal so weit kommen könnte…


    Kurz: Ein mitreißender Psycho-Thriller, der bestach und mir wunderbare Lesestunden beschert hat.


    Zur Leserunde:
    Es war wieder ein Genuss gemeinsam mit euch zu spekulieren. Für viele verschiedene Überlegungen und Betrachtungsweisen ein ganz großes Dankeschön an euch alle.
    Ein besonders liebes Dankeschön möchte ich aber auch dir, lieber Arno, aussprechen. Schön, dass du uns begleitet hast. Ich hoffe ja, dass wir zu gegebener Zeit vielleicht auch „Das Skript“ gemeinsam lesen können.
    Bis dahin, und natürlich auch weit darüber hinaus, wünsche ich dir viel Erfolg für alle zukünftigen Bücher…


    Liebe Grüssle
    Marion :winken:

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • „Der Trakt“ ist mein zweites Buch von Arno Strobel. Nach der Leserunde von „Das Wesen“ war ich schon auf einen spannenden Psychothriller mit vielen Überraschungen vorbereitet und wurde nicht enttäuscht.


    Inhalt:
    Sibylle Aurich wacht in einem fensterlosen Raum auf. Ihr wird erzählt, dass sie nach einem Überfall zwei Monate im Koma gelegen habe. Bei der Frage nach ihrem Mann und Sohn, wird ihr vom Arzt mitgeteilt, dass sie gar keinen Sohn hätte, doch sie erinnert sich deutlich an Lukas und seine Entführung. Sibylle flieht verwirrt aus der Klinik und trifft Rosie, eine hilfsbereite Frau, die sie heim bringt. Doch Ihr Mann erkennt sie nicht und ruft die Polizei. Auch ihre beste Freundin erkennt sie nicht wieder. Wie kann das sein? Und wer ist der geheimnisvolle Mann, der sie beschattet? Im Verlauf ihrer Flucht rätselt man mit Sibylle, was Realität und was Einbildung ist, ob es den Sohn gibt, oder nicht und wem man vertrauen kann.


    „Der Trakt“ ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, die Personen sind gut dargestellt und die Handlung plausibel. Die kurzen Kapitel und ein angenehmer Schreibstil sorgen dafür, dass man zügig lesen kann und erhalten die Spannung. Auch das Cover gefällt mir.
    Ein tolles Buch von Arno Strobel, das über das Lesevergnügen hinaus auch anregt, sich Gedanken über Identität und Realität zu machen.


    Die Leserunde mit dem gemeinsamen Spekulieren hat diesem Buch noch den besonderen Reiz verleihen, nicht schnell alles zu lesen, sondern Abschnitt für Abschnitt und miteinander Theorien zu spinnen.


    Danke an alle, hat Spaß gemacht! :winken:
    Iris

  • Zum Buch:
    Als Sibylle Aurich aufwacht, befindet sie sich in einem Krankenhaus. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Abgesehen davon, dass sie sich nicht erinnern kann, was mit ihr passiert ist, benimmt sich ihr behandelnder Arzt äußerst merkwürdig. Und als Sibylle nach ihrem Sohn Lukas fragt, behauptet er, sie müsse sich irren, sie hätte nie einen Sohn gehabt.
    Sibylle flüchtet aus dem Krankenhaus, doch ihr Alptraum ist damit noch lange nicht zu Ende!


    Nachdem ich zuerst „Das Wesen“ gelesen habe, waren die Erwartungen an den Trakt ziemlich hoch – und wurden nicht enttäuscht. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autor führt den Leser ständig geschickt auf falsche Fährten, bis man kaum noch weiß, wem man nun trauen kann und soll und wem lieber nicht. Ich bin schon total gespannt auf das neue Buch, „Das Skript“.


    Zur Leserunde:
    Das gemeinsame Spekulieren ist natürlich bei einem Thriller wie diesem besonders unterhaltsam. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell manche Leser auf die richtigen Spuren kommen! Ohne die Leserunde hätte ich das Buch wahrscheinlich noch deutlich schneller gelesen, aber es war eigentlich gut, es zwischendurch mal wegzulegen und detaillierter über den Inhalt nachzudenken, anstatt einfach so „durchzurasen“.
    Vielen Dank an Arno für die erneute Begleitung!

  • Sibylle Aurich erwacht in einem Raum voller technischer Geräte, die den Anschein eines Krankhauszimmers erwecken, das sich aber zu ihrem Schrecken als Kellerraum herausstellt.
    Als ein Arzt sie über ihren Gesundheitszustand aufklärt, erklärt er ihr, dass sie vor zwei Monaten überfallen wurde und seitdem im Koma läge.
    Wären diese Nachrichten nicht schon schlimm genug, so geht der Irrsinn weiter – sie sei kinderlos, obwohl sie sich in allen Einzelheiten an ihren Sohn Lukas erinnern kann und ihr Ehemann hält sie für eine Lügnerin, weil sie keinerlei Ähnlichkeit mit seiner geliebten Frau hat.
    Sibylle gelingt die Flucht aus den Händen der Polizei, doch wem kann sie vertrauen, wo sich anscheinend alle gegen sie verschworen haben?


    Ohne lange Einleitungsworte wird der Leser sofort mit der Protagonistin in diese schreckliche Situation geworfen und somit ist die Spannung von der ersten Seite auf einem hohen Niveau.
    Für Sibylle beginnt eine Zeit voller Ungewissheit, die davon geprägt ist, dass sie sich nicht mehr auf sich selbst und ihre Erinnerungen verlassen kann und dadurch hilflos durch die Stadt irrt.
    Auf ihrem Weg trifft sie immer wieder Menschen, die ihr helfen möchten, doch durch ihre Unsicherheit lässt sie sich zu sehr beeinflussen und gerät in einen Strudel zwischen Gut und Böse.
    Arno Strobel erschafft eine beklemmende Atmosphäre, die mit fortlaufender Handlung immer mehr dem Prädikat „Psychothriller“ in aller Grausamkeit gerecht wird und bietet damit keinen Lesestoff für schwache Nerven! :)
    Besonders positiv hervorzuheben ist noch der Schreibstil, denn es ist wirklich selten, dass ich direkt ohne Probleme derart gut in die Geschichte eintauchen konnte und ich den Thriller am liebsten ohne Pause durchgelesen hätte. Die Wortstellung ist sehr natürlich und leicht, ohne dabei an Lesespaß einzubüßen.
    Auf den letzten Seiten haben mich einige Stellen mehr an einen Science-Fiction Roman erinnert, doch die Erklärungen dafür sind in sich schlüssig und im Ganzen ist „Der Trakt“ sehr gut durchdacht.
    Bis zum Schluss kann man sich als Leser nicht sicher sein, die Geschichte durchschaut zu haben - so genießt man am besten die 359 Seiten, lässt sich überraschen und denkt schockiert über die grausamen Machenschaften der Menschen im Trakt nach, die hoffentlich niemals Realität werden!


    Diese Leserunde war wieder super und dank vieler möglicher Szenarien konnte man seiner Fantasie so richtig schön freien Lauf lassen und herrlich drauflos rätseln. Danke an Arno für die nette Begleitung und das schicke Freiexemplar! Bei „Das Skript“ bin ich natürlich wieder dabei. :)


    DIE REZI IST AUCH AUF LITERATURSCHOCK ZU FINDEN! :jakka:

  • Der Trakt war mein erstes Buch von Arno Strobel, so war ich gespannt, aber "ohne Erwartungen aufgrund früherer Bücher".


    Erwartet hatte ich ein spannendes, "unheimliches" Buch - und das hab ich auch bekommen :)
    Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gut mitgenommen... ich wollte an jedem Punkt wissen wie es weitergeht, hätte es durchaus auch in enem Zuge durchlesen können.
    Die Personen haben alle logisch gehandelt, da war keiner dabei, bei dem man dachte, das er "konstruiert" ist.
    Zwischendurch war es an einer Stelle mal so, das ich Sibylle etwas "unlogisch" fand. Aber das war zum einebn nicht schlimm udnzum anderen war es in ihrer Situation ja auch verständlich, nicht "durchdacht und planvoll" zu handeln.


    Es gab viele "Fährten" auf denen man sich verlaufen und über die man spekulieren konnte. Immer wieder wechselten einzelne Personen von "glaubwürdig" zu "fragwürdig" und wieder zurück ;) Das war wirklich eine Achterbahnfahrt...


    Die Leserunde hat mir gut gefallen, das Buch gab ja auch viel Stoff zum spekulieren und das haben wir ausgiebig und abenteuerlich getan. Mir hat auch das Lesen der Kommentare viel Spaß gemacht und mir das Buch noch näher gebracht.

  • Zum Buch:


    Die Geschichte von Sybille Aurich ist von der ersten bis zur letzten Seite packend und spannend, gleichzeitig hat sie auch etwas trauriges an sich, da ihr niemand glaubt und sie - vermutet man - alleine dasteht. Der Roman hat mich von Anfang angefesselt und dementsprechend schnell habe ich ihn auch mal wieder verschlungen und er hat mir mal wieder ausgesprochen gut gefallen. Sybille Aurich kann einem eigentlich nur leid tun, weil sie einfach nicht so recht weiß, was mit ihr passiert ist und vielmehr, was um sie herum passiert. Die ganze Geschichte ist ein einziges Verwirrspiel, was vom Autor perfekt umgesetzt wurde, denn als Leser beginnt man irgendwann selbst zu glauben, dass man ein wenig verrückt ist. Soviel kann ich momentan aber irgendwie nicht dazu schreiben, da ist immernoch von dem Buch gepackt bin und es einfach nur sehr gelungen fand.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde mit euch hat mir sehr viel Spass gemacht, auch wenn ich mal wieder nur so durch das Buch geflogen bin und es dann immer etwas schwierig ist, mit zu diskutieren und zu spekulieren. Vielen Dank an alle für die schöne Leserunde und einen besonderen Dank an dich, Arno! :) Ich freue mich schon auf die nächste Leserunde!!!!

  • Puh, mal wieder viel zu spät dran mit dem Fazit, aber immerhin, hier ist es:


    Zum Buch:
    Da ich schon "Das Wesen" in der Leserunde hier gelesen habe, war ich extrem gespannt auf "Der Trakt". Und meine Erwartungen wurden vollumfänglich erfüllt. Gleich auf den ersten Seiten wird man in die Geschichte hinein gezogen und möchte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus den Händen legen. Beinahe atemlos und genauso verwirrt wie die arme Sibylle Aurich verfolgt man deren Geschichte und weiss plötzlich gar nicht mehr, wem man noch trauen kann und wem nicht. Sibylles (und auch meine) Meinung wurde immer mal wieder kräftig erschüttert von den neuesten Ereignissen. Die allerspannendste Frage für mich war, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Doch Arno hat mich kräftig an der Nase herum geführt und es ist fast unmöglich, ein Muster zu erkennen und seinen Stil zu durchschauen. Was es gerade so toll macht! ;)


    Schritt für Schritt kommt man dann der Lösung näher, das Buch ist wirklich von der ersten bis zur letzten Seite super spannend. Und auch die Auflösung war schlüssig und passte. Manchmal musste ich zwar schmunzeln über die Naivität der Hauptperson, allerdings würden wir wahrscheinlich auch nicht anders reagieren in so einer Situation und uns an jeden Strohhalm klammern. Die Personen waren mir sympathisch und ich konnte ihre Handlungen gut nachvollziehen. Die ganze Geschichte war sehr ausgefeilt und hat mich gut unterhalten. Und ich freue mich schon sehr auf "Das Skript"! ;)


    Zur Leserunde:


    Es war wieder total super mit euch! Das Rätseln und Raten hat dieses Mal besonderen Spass bereitet, ich liebe es, alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen und wenn man das in der Gruppe macht, wird es um ein Vielfaches Interessanter. Besonders bei Thrillern finde ich es immer wieder spannend, auf was für Möglichkeiten und Lösungen die einzelnen Mitglieder kommen. Manchmal hat man eine feste Meinung zu irgendwas, die dann im Austausch mit den anderen wieder in Frage gestellt wird. Ich möchte mich bei euch und Arno ganz herzlich bedanken, es hat riesigen Spass bereitet!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen