05 - Kapitel 38 bis Ende

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hier könnt Ihr von Seite 277 bis zum Ende schreiben. :)


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Ich habe fertig und wieeee? Ich bin die Erste? 8)


    Also, irgendwie bin ich da aber irgendwie noch etwas platt von der Geschichte. Mir hat sie sehr sehr gut gefallen und ich fand sie wirklich interessant, ebenso wie die Leserunde. Also, vielen Dank, Arno und alle Mitleserinnen für mal wieder eine coole Leserunde! ;)


    Sodele, aber nun genug geschleimt. Das war ja am Ende nochmal richtig spannend, unsere "Sybille" heißt also in Wirklichkeit Daniela und hat einen Sohn, der Lukas heißt und Hans, Rob, der Doktor sind die Bösen und Rosie, sowie die Polizisten (beide!!!) die Guten. Hihi...gefällt mir. Allerdings fand ich die Erklärung, was mit Sybille und Daniela geschehen ist, wirklich schlimm, wenn ich mir vorstelle, man "saugt" einem seine Erinnerungen raus und pflanzt sie jemand anderem ein. Zum Glück wird Daniela dies immer weiter und weiter vergessen, da sie nicht aufgefrischt werden. Hmmm...trotzdem hätte mich doch noch interessant, was aus Sybille geworden ist, also der echten.
    Ansonsten war natürlich Dr. Kuss irgendwie in die Sache verwickelt, wie bereits von uns vermutet und sonst...hmmm...irgendwie fällt mir gerade nicht mehr ein. Ich muss das erstmal verarbeiten! ;)


    Liebe Grüße


    bella*

  • Ich hab es gestern abend auch noch beendet, musste aber erstmal ein bisschen sacken lassen.


    Also tatsächlich Experimente zu Gedankenübertragung. Allerdings bisher nur möglich, wenn man einen Spender hat, dem man das alles quasi "abzieht" - von der echten Sibylle ist damit nur noch eine leere Hülle übrig, eine gruselige Vorstellung.
    Die übertragenen Erinnerungen sollen aber beim Empfänger nach einer Weile wieder verblassen, also hat Jane, die eigentlich Daniela heißt, ja noch Glück gehabt, ihre eigenen Erinnerungen werden mittelfristig wieder durchkommen und sie wird somit ihr eigenes Leben wieder aufnehmen können. Was aus der echten Sibylle hingegen wird? Das sieht ja eher düster aus...
    Lukas existiert tatsächlich, die Muttergefühle konnten wohl einfach nicht "überschrieben" werden.


    Rob hat sich als echter Widerling entpuppt und erhält postwendend seine Strafe durch Hans. Der allerdings wird daraufhin von den Polizisten, die nun doch beide zu den Guten gehören, erschossen. Er war eigentlich auch eine tragische Figur, Daniela hat ja noch erkannt, dass er ihr eigentlich gar nichts tun wollte.


    Rosies Geheimnis um ihren Mann wurde auch gelüftet, nun verstehen wir natürlich, dass sie keine Bilder von ihm rumstehen hatte. Und auch ihre spontane Hilfsbereitschaft wird verständlich, wenn ihr jemand als junger Frau beigestanden hätte, wäre ihr Leben sicher anders verlaufen.

  • Hallo zusammen,
    Mensch, war dass noch einmal ein spannender Schluss. 8)


    Für mich war die größte und äußerst positive Überraschung, dass sowohl Grohe als auch Wittschorek zu den Guten gehörten. Logisch und gut aufgebaut und vor allem für mein Empfinden nicht enttäuschend, da ich Wittschorek immer ein wenig mit Sympathie und Hoffnung betrachtet habe. Am Schluss, als er an Danielas Bett saß, erfasste mich sogar eine gewisse Rührung, die haarscharf an den Tränchen vorbeigeschlüpft ist. Natürlich mutet es etwas klischeehaft an, wenn ich mir nun vorstelle, dass vielleicht aus Wittschorek und Daniela, gemeinsam mit Lukas etwas werden könnte. Doch es fühlt sich für mich trotzdem sehr gut an und so hoffe ich doch gemeinsam mit den beiden auf eine friedvollere Zukunft.


    Apropo Lukas. Ich hatte hier ja nie gezweifelt, dass es ihn wirklich gibt. Trotzdem war es dann schön, es bestätigt zu sehen. Auch hier hat mir die Auflösung sehr gut gefallen. Letztendlich schlüssig und unkompliziert. Na wenigstens, was ihn angeht. ;D


    Ganz prima fand ich auch, den Perspektivenwechsel, als Hans eingriff und dann erschossen wurde. So etwas gefällt mir immer wenn es gut gemacht ist. Irgendwie empfand ich es auch als heilsam und schön, dass Hans so glücklich gestorben ist. Selbst Daniela hat trotz des abstoßenden Äußeren erkannt beziehungsweise gespürt, dass Hans ihr nichts angetan hätte.


    Dieser arrogante Rob hat ja wohl seine gerechte Strafe bekommen. Hoffe doch sehr, dass auch sein Vater für seine Untaten erstmal eine ganze Weile schmoren muss. Auch wieder überraschend, dass er nicht nur ein kleiner Handlanger war, sondern der Sohn vom Doktor.


    Oma Rosie ist natürlich die Wucht. Es war einfach stets erfrischend sie an Danielas Seite zu wissen. Selbst das „Geheimnis“ um die fotofreie Wohnung hat sich sehr erklärbar aufgelöst. Ihre Schicksalsjahre erklären vieles…


    Grohe punktete bei mir spätetstens, als er zum Doktor meinte: „Das ist pervers!“ „Sie sollten als Erstes ihr eigenes krankes Hirn überschreiben lassen.“ S. 318


    Als sie da alle vor der „Synapsia“ standen, dass war dann doch schon sehr bedrückend in seiner Stimmung. Vor allem als dann auch noch die echte Sibylle Aurich hereingebracht wurde. :o


    Alles in Allem war dieser Schluss für mich ein sehr gelungener und richtig passend zum Rest.
    Spannend, knackig, zum Nachdenken anregend und doch auch einfühlsam. Danke Arno für fesselnde Lesestunden. :-*


    Ah, da fällt mir gerade noch etwas ein. Auf Seite 338 unten endet die Geschichte. Da ich gerade laut vorlas flogen meine Augen gleichsam nach oben auf die nächste Seite zum Weiterlesen. Gerade da ich gefühlt noch einige Textseiten vor mir hatte. Dort (auf Seite 389) erwartete mich dann aber ohne Vorwarnung der Danksagungstext. Den las ich dann doch glatt in einem Schwupps mit und ich brauchte ein paar verwirrende Sekunden bis ich blickte, dass die Geschichte eigentlich schon fertig war. Hier hätte eine Leerseite oder eine andere Gestaltung nicht geschadet, finde ich. ;)


    Grüssle
    Marion :winken:

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Na dieses Ende hatte tatsächlich noch Überraschungen parat und erinnert mich fast ein bisschen an einen Science-Fiction Roman – vor allem als die echte Sibylle als Zombie aus dem Trakt trat. Die arme Frau, man möchte sich fast wünschen, dass sie nicht überlebt und so die Erlebnisse nicht aufarbeiten muss. Ob die Spender überhaupt noch irgendetwas aus ihrer Umwelt wahrnehmen? Da möchte ich aber auch nicht der Überbringer dieser schlimmen Nachricht sein, ob die Polizei die ungeschminkte Wahrheit an Hannes und Elke weitergibt?

    Um Hans tut es mir Leid, denn in seiner harten Schale steckte tatsächlich ein weiches Herz – in dem Falle schlug es für Jane. Wenigstens ist er als Retter aus der Welt gegangen und mit einem glücklichen Gefühl.


    Robert als Sohn vom Doktor hätte ich nie im Leben vermutet. Es klang aber nicht so, als ob Dr. Haas lebenslänglich ins Gefängnis muss für seine Versuche.. wenigstens kann er Synapsia nun nicht mehr an korrupte Menschen verkaufen, die damit noch mehr Unheil verbreitet hätten.


    Oma Rosie ist also tatsächlich eine treue Seele und wurde von ihrem Ehemann geschlagen, weswegen sie keine Bilder von ihm in der Wohnung haben möchte - verständlich! >:(


    Das romantisch angehauchte Ende mit Wittschorek und Sibylle wäre gar nicht nötig gewesen! Mir hat der Thriller jedenfalls sehr gut gefallen, obwohl ich das Thema der Gehirnmanipulation für mich fast ein bisschen zu abstrakt finde, aber Arno hat das toll umgesetzt!


  • Hmmm...trotzdem hätte mich doch noch interessant, was aus Sybille geworden ist, also der echten.


    Für mich ist die echte Sibylle ein wohl leider inreperables Opfer. Ich glaube nicht, dass sie sich von den Schockstromtherapien jemals wieder erholen wird.
    Wäre eigentlich nur logisch, alles andere für mich Hokuspokus. Aber ich finde es eigentlich gut, dass Arno es hier jedem Leser selbst offen lässt, was er in dieser Hinsicht denken möchte.



    Rob hat sich als echter Widerling entpuppt und erhält postwendend seine Strafe durch Hans. Der allerdings wird daraufhin von den Polizisten, die nun doch beide zu den Guten gehören, erschossen. Er war eigentlich auch eine tragische Figur, Daniela hat ja noch erkannt, dass er ihr eigentlich gar nichts tun wollte.


    Stimmt. So ein bisschen hat mir Hans dann am Schluss auch leid getan. Er wurde jahrelang darauf getrimmt blind zu gehorchen, doch bei Daniela hat sein Herz sich gerührt. Schade eigentlich. Andererseits hätte er vielleicht selbst noch ein Blutbad unter den Unschuldigen anrichten können, wenn er diesen Befehlszwang nicht hätte widerstehen können. Am Schluss wäre da vielleicht nur noch Daniela selbst heile herausgekommen, was auch keine schöne Vorstellung gewesen wäre.



    Die arme Frau, man möchte sich fast wünschen, dass sie nicht überlebt und so die Erlebnisse nicht aufarbeiten muss.


    So habe ich es für mich auch gedacht. Johannes und Elke gehen wohl sowieso schon davon aus, dass Sibylle tot ist, da würde ich sie beinahe in diesem Glauben lassen. Obwohl dies natürlich nicht rechtens wäre. Klar.



    Robert als Sohn vom Doktor hätte ich nie im Leben vermutet. Es klang aber nicht so, als ob Dr. Haas lebenslänglich ins Gefängnis muss für seine Versuche...


    Ausdrücklich ausgesprochen wurde es wohl nicht. Ich denke, sie werden ihn doch vielleicht noch für die „Rückführungs-Versuche“ der Spender brauchen. Ansonsten wird ihm hier aber wohl auch der Polizeipräsident nicht mehr helfen können.



    Das romantisch angehauchte Ende mit Wittschorek und Sibylle wäre gar nicht nötig gewesen!


    Stimmt. Trotzdem hatte es mich dann doch noch angerührt. Hach… ich glaube nach all der Grausamkeit brauchte ich das wohl.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Also, irgendwie bin ich da aber irgendwie noch etwas platt von der Geschichte. Mir hat sie sehr sehr gut gefallen und ich fand sie wirklich interessant, ebenso wie die Leserunde. Also, vielen Dank, Arno und alle Mitleserinnen für mal wieder eine coole Leserunde! ;)


    Bella, ich kann mich dir nur anschließen: eine klasse Geschichte, superspannend, schlüssig und doch mehr als ein Pageturner - ich denke, mich wird die Thematik noch länger innerlich beschäftigen.


    Danke an die Leserunde und natürlich den Autor!

  • Ah, da fällt mir gerade noch etwas ein. Auf Seite 338 unten endet die Geschichte. Da ich gerade laut vorlas flogen meine Augen gleichsam nach oben auf die nächste Seite zum Weiterlesen. Gerade da ich gefühlt noch einige Textseiten vor mir hatte. Dort (auf Seite 389) erwartete mich dann aber ohne Vorwarnung der Danksagungstext. Den las ich dann doch glatt in einem Schwupps mit und ich brauchte ein paar verwirrende Sekunden bis ich blickte, dass die Geschichte eigentlich schon fertig war. Hier hätte eine Leerseite oder eine andere Gestaltung nicht geschadet, finde ich. ;)


    Grüssle
    Marion :winken:


    das mit dem Dankeswort ohne deutlicheren Abschnitt ist mir auch aufgefallen - kann man vielleicht bei der nächsten Auflage ändern

  • Ich habe eben gerade zuende gelesen und bin nun auch erst mal platt ...


    Mir hat das Ende sehr gut gefallen... das war alles logisch und schlüssig !! :daumen:
    Insgesamt eine tolle Story, in der ich echt hin und her geschleudert wurde mit meinen Vermutungen... schon gar nicht mehr glauben konnte, das sich das alles noch irgendwie aufdröselt... und auch immer ein bißchen Angst hatte, das eine so irre Geschichte am Ende fast schon abflachen "muß" ;) - tat sie aber nicht !


    Soweit erstmal auf die Schnelle.

  • Holla die Waldfee, da hab ich doch tatsächlich bis zuletzt geglaubt, Wittschorek sei einer der Bösen und dann so was... Was für eine atemberaubende Achterbahnfahrt die Geschichte doch war! Ich verneige mich in Ehrfurcht vor dem Meister der verwirrenden Taktik! :anbet:


    Hihi, Robbie hat ganz schön sein Fett abbekommen, um den tut es mir gar nicht Leid. Um Hans schon, obwohl er ja auch ganz schön eine Macke hatte von seiner Dienstzeit her... Jetzt mal im Ernst, als Daniela im Krankenhaus aufgewacht ist, mit Grohe und Wittschorek im Zimmer, dachte ich erst, die beiden hätten doch gemeinsame Sache gemacht. So paranoid kann das Lesen solcher Bücher machen... :spinnen: ;D


    Was aus der armen Sibylle geworden ist, tut mir echt Leid. Die Vorstellung, das sie so bleiben würde und ihr Mann nun einen, sorry die Ausdrucksweise, Zombie zurückbekommt, ist echt hart. Wobei man mit der Maschine ja vielleicht doch noch was gutes vollbringen könnte und ihr ihre alten Erinnerungen wieder zurückgeben könnte... Vielleicht bleiben die dann auch, wenn man es öfters macht und es sich dabei um das eigene Leben handelt, das man aufschabloniert bekommt...


    Daniela hat ja gute Chancen, irgendwann wieder die alte zu werden. Trotzdem stelle ich mir das sehr hart vor, wenn man immer wieder irgendwelche Gedankengänge bekämpfen muss, weil einem plötzlich einfällt, dass sie ja gar nicht zum eigenen Leben gehören. Oder sie ihre eigenen engen Freunde nicht mehr erkennt, zumindest in der ersten Zeit.


    Dieser Dr. Haas ist ja ganz schön verrückt! Wie begeistert er von seiner Apparatur gesprochen hat! Da packt einem das kalte Grausen! So als wären die Probanden nur eine Ware. Das erinnert mich ein bisschen an Tierversuche...


    Jetzt ist auch klar, warum die gute Rosie keine Lust hatte, über ihren Mann zu sprechen, geschweige denn Fotos aufgestellt hatte. Ich verstehe nur nicht ganz, wie so eine stark wirkende Frau sich das so lange gefallen lassen hat. Sie macht doch eher den Eindruck als würde sie sich von nichts und niemandem was sagen lassen. Aber vielleicht wurde sie ja auch erst so, nachdem sie von ihrem Mann befreit war.


    Ich liebe es wenn man nach dem Beenden des Buches immer noch ein bisschen über die Protagonisten nachdenken kann. Ich kanns nicht haben, wenn alles bis ins klitzekleinste Detail erzählt wird und man nach der eigentlichen Geschichte noch dreissig Seiten darüber lesen muss, wie toll nun alles geworden ist und wie es mit den Hauptpersonen weiterging. Nach der Auflösung des Falls sollte es kurz und bündig zum Schluss kommen, sonst langweile ich mich gerne. Natürlich gilt das nur für Thriller oder Krimis, bei anderen Geschichten mag das ja passend sein. Und somit ist für mich alles super und passend gewesen! :daumen:


  • Dieser Dr. Haas ist ja ganz schön verrückt! Wie begeistert er von seiner Apparatur gesprochen hat! Da packt einem das kalte Grausen! So als wären die Probanden nur eine Ware. Das erinnert mich ein bisschen an Tierversuche...


    Ja, das war schon hart. Denke mal, solche Menschen haben einen ganz anderen Fokus. Die Blenden wohl alles aus, was nicht ihr Ego unterstützt. Zum Schütteln...



    Jetzt ist auch klar, warum die gute Rosie keine Lust hatte, über ihren Mann zu sprechen, geschweige denn Fotos aufgestellt hatte. Ich verstehe nur nicht ganz, wie so eine stark wirkende Frau sich das so lange gefallen lassen hat. Sie macht doch eher den Eindruck als würde sie sich von nichts und niemandem was sagen lassen. Aber vielleicht wurde sie ja auch erst so, nachdem sie von ihrem Mann befreit war.


    Ich denke Rosie ist erst im Nachhinein so stark und taff geworden. Bei ihrem Mann zu bleiben hatte sie sich ja sozusagen als Strafe selbst auferlegt und nachdem er dann gestorben ist hat sie wohl unter ihre Buse einfach einen dicken Schlussstrich gezogen und ganz neu und befreit angefangen.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi


  • Ich denke Rosie ist erst im Nachhinein so stark und taff geworden. Bei ihrem Mann zu bleiben hatte sie sich ja sozusagen als Strafe selbst auferlegt und nachdem er dann gestorben ist hat sie wohl unter ihre Buse einfach einen dicken Schlussstrich gezogen und ganz neu und befreit angefangen.


    Stimmt. Aber das war wirklich eine lange Bussezeit, die sie sich da auferlegt hat.



    Ganz prima fand ich auch, den Perspektivenwechsel, als Hans eingriff und dann erschossen wurde. So etwas gefällt mir immer wenn es gut gemacht ist. Irgendwie empfand ich es auch als heilsam und schön, dass Hans so glücklich gestorben ist. Selbst Daniela hat trotz des abstoßenden Äußeren erkannt beziehungsweise gespürt, dass Hans ihr nichts angetan hätte.


    Der Teil hat mir auch gut gefallen. Erstens kam es so überraschend und zweitens ist mir die ganze Szene irgendwie wie in Zeitlupe vorgekommen. Zumindest ist er glücklich gestorben und konnte "seine" Daniela anschauen dabei. :)




    Ah, da fällt mir gerade noch etwas ein. Auf Seite 338 unten endet die Geschichte. Da ich gerade laut vorlas flogen meine Augen gleichsam nach oben auf die nächste Seite zum Weiterlesen. Gerade da ich gefühlt noch einige Textseiten vor mir hatte. Dort (auf Seite 389) erwartete mich dann aber ohne Vorwarnung der Danksagungstext. Den las ich dann doch glatt in einem Schwupps mit und ich brauchte ein paar verwirrende Sekunden bis ich blickte, dass die Geschichte eigentlich schon fertig war. Hier hätte eine Leerseite oder eine andere Gestaltung nicht geschadet, finde ich. ;)


    Das ging mir ähnlich. Weil hinten noch eine Vorschau auf "Das Wesen" ist und ich das gar nicht bemerkt hatte, dachte ich, ich hätte noch einige Seiten vor mir. Und plötzlich ist man mitten in der Danksagung... ;D


    Stimmt. Trotzdem hatte es mich dann doch noch angerührt. Hach… ich glaube nach all der Grausamkeit brauchte ich das wohl.


    Ich finde es auch irgendwie schön. Man weiss ja so wenig aus Danielas Leben, so dass man damit ein wenig Hoffnung für ihre Zukunft bekommt und denken kann, dass ein Mensch an ihrer Seite steht, der versteht, wie es ihr geht.


    Ich möchte mich auch noch bei Arno und der Leserunde für die spannenden Stunden bedanken! :)

  • Stimmt. Aber das war wirklich eine lange Bussezeit, die sie sich da auferlegt hat.


    Mit Danny gewinnt sie jetzt so eine Art Ersatzfamilie und dann kann sie das Erlebte bestimmt ganz gut verarbeiten! Ihre Buse hat mich aber auch gerührt und es gibt immer Frauen, die die Schuld für gewalttätige Ehemänner bei sich selbst suchen. :tststs:



    Dieser Dr. Haas ist ja ganz schön verrückt! Wie begeistert er von seiner Apparatur gesprochen hat! Da packt einem das kalte Grausen! So als wären die Probanden nur eine Ware. Das erinnert mich ein bisschen an Tierversuche...


    Bei mir drängte sich auch der Gedanke an Tierversuche auf und die sind ja schon furchtbar. >:( Nur werden die meisten danach wenigstens erlöst und nicht wieder in die Natur entlassen, um die Reaktion genüsslich anzuschauen. :( Bei manchen sinkt die Hemmschwelle für Geld und Macht eben, bis der Wahnsinn erreicht ist.

  • Ich habe das Buch wirklich verschlungen, weil ich so gespannt war, wie es ausgeht. Jetzt habe ich also die "Auflösung" gelesen. Allerdings bleiben für mich viele Fragen offen:
    1. Welche Rolle spielt Hans? Ist er wirklich ein Böser? Oder ein Guter? (etwas schade, dass er aus dem Weg geräumt wurde, ohne sich im Nachhinein noch zu dem Ganzen äußern zu können)
    2. Aus welchem Grund haben der Doktor und sein Sohn Lukas nichts angetan? Ich halte die beiden für so skrupllos, dass es eigentlich nicht zu ihnen passt, dsa Kind zu schonen. Wurde hier auf die moralische Befindlichkeit des Lesers Rücksicht genommen? Logisch erscheint es mir nicht!
    3. Daran anschließend: Was hat Lukas die ganze Woche in dem Firmengebäude gemacht? Wer hat sich dort um ihn gekümmert? Und wie lange sollte er dort noch versteckt werden? Auch das erscheint wenig logisch...
    4. Was passiert mit den "Spendern"?
    5. Welche Rolle spielte Rosie in dem Ganze? Ist sie wirklich rein zufällig in die Geschichte geraten?
    Etwas schade fand ich auch den abrupten Wechsel zwischen der spannenden Situation im Keller und dem plötzlichen Aufwachen von Daniela aus der Ohnmacht und alles ist plötzlich vorbei und wird aus der Rückschau erzählt. Da hätten ein paar zusätzliche Seiten der Geschichte durchaus gut getan.

  • Also ich fand Hans und Rosies Rolle eigentlich ziemlich klar definiert. Beide jeweils über ihre Vorgeschichte, die ja doch fast alle Fragen von selbst beantworten. Lukas haben sie sicher irgendwo dort unten eingesperrt gehalten. Schon um ihn nochmals als Druckmittel für seine Mutter einsetzen zu können, hätte ich ihn anstelle der Übeltäter auch nicht gleich aus dem Weg geschafft. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Arno nun doch auch aus einem Gefühl heraus den Kleinen nicht einfach nur sterben lassen wollte.
    Bleibt einzig die Frage nach dem Verbleib der "Spender". Nunja, da der Doktor bereits im Geiste immer weiter forschen will (vielleicht sogar an einer Umkehrung) wird er diese kaputten Menschen auch erst einmal behalten haben. Groß genug schienen diese Labors im Keller ja dazu. In seiner Position, wird es sicher auch Mittel und Wege geben, später ein paar Leichen zu entsorgen.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen