Abschnitt 6: Kapitel 15 (S.398) bis Ende Kapitel 18 (S.488)

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  • Hier könnt Ihr von Seite 398 bis Seite 488 schreiben. :)


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    Auf dem Bild ist der Halberstädter Dom zu sehen. Allerdings sei hinzugrfügt, dass er so erst später aussah, genauer gesagt ab
    der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • So, ich habe gestern Abend frecherweise schon einmal diesen Abschnitt gelesen. Den letzten schaffe ich wohl vor dem Wochenende nicht mehr und so werde ich ihn mir aufheben, um ihn dann, wenn ich Anfang nächster Woche wiederkomme, in Ruhe zu genießen. Es wird zwar ganz schön schwer, da sich jetzt alles unter Spannung befindet und ich unbedingt wissen möchte, wie das Ganze ausgehen wird, aber daran kann ich wohl nichts ändern ;).


    Hier haben wir also erfahren, wie Abd al-Mansur und Berengar sich kennenlernen konnten. Friedrich hat ihn von einem anderen hohen Herren freigekauft. Wer hätte das gedacht? Warum hat er das nur gemacht?


    Beatrix ist eine ganz schön hinterhältige und eingebildete Frau. Logischerweise mag ich sie gar nicht ;D. Sie scheint auch nur oberflächlich und materiell zu denken. Heiratet einen anderen, nur weil Berengar zu dem Zeitpunkt ohne viel Besitz war ::). Und dann meint sie ja, dass Berengar auf eine solch zierliche Dame wie Adolana gar nicht stehen würde und sie, Beatrix, damit bessere Chancen hätte. Dabei sieht sie wohl nicht, dass Berengar auch noch andere Gründe haben könnte, sich von Adolana angezogen zu fühlen...


    Adolana hat mit ihr und ihrem Bruder ganz schön zu kämpfen. Ich bin froh, dass sie eine Heide und einen Thomas an ihrer Seite hat, die sie unterstützen.


    Ermentraud kann ich überhaupt nicht ausstehen, auch nach ihrem (halbem) Geständnis nicht und ihrer Hilfe bei der Befreiung Waldemars. Ich kann ihr einfach kein Vertrauen entgegenbringen, denn ich denke, wenn sie Vorteile für sich sieht, würde sie Adolana jederzeit wieder verraten.


    Als Berengar in der Burg auftauchte, war ich doch leicht geschockt. Das habe ich nicht erwartet. Ich muss auch ehrllich zugeben, dass mir seine Art von da an nicht gefallen hat. Adolana tat mir dagegen unheimlich leid. Ihre Zweifel, die sie dann entwickelt, kann ich voll und ganz nachvollziehen, denn er verhält sich wirklich so, als würde ihm an Beatrix etwas liegen. Außerdem scheint er gar nicht wirkklich ihre Seite anhören zu wollen, eher vertraut er dieser Beatrix. Ich bin nur froh, dass er dann bei dem Gespräch mit Beatrix auch merkt, was für eine falsche Schlange er vor sich hat. Leider spricht er mit Adolana nicht mehr darüber >:(, was dann zu dieser verzwickten Lage am Ende des Abschnittes führt.


    Die Szene, in der Adolana und Berengar eine weniger liebevolle Nacht verbringen (S. 449/450), war für mich nicht ganz verständlich. So wie sich Berengar Adolana "genommen" hat, mit dieser härteren Art, kann ich mir nicht vorsstellen, dass Adolanas Körper so willig reagiert hätte. Mit der Vergewaltigung, die Adolana erfahren hatte, und den damit einhergehenden anfänglichen Problemen zwischen ihr und Berengar kann ich mir nicht vorstellen, dass nach so kurzer Zeit diese Ängste völlig weg sind und sie ihm schon so sehr vertraut. Dafür sind sie noch nicht lange genug ein Ehepaar. Das wirkte auf mich unglaubwürdig.


    Generell hat sich hier gezeigt, dass ihre Ehe nicht die besten Voraussetzungen mit sich bringt. Zumindest wollte Adolana ihre Pflicht tun, in dem sie Waldemar mit dem Brief losschickt. Erstaunt war ich dann, als sie ankündigt mitzukommen, allerdings konnte ich es verstehen. Und noch erstaunter war ich, als Thomas zu den beiden stieß ;D. Der ist aber auch ein Herzensguter :-*.


    Jetzt hat sie den Brief überbracht, worüber ich froh bin, da ich hoffe, dass darin sich eine weniger kriegerische Lösung findet. Aber es wird leider nach der Übergabe nicht weiter darauf eingegangen. Das kommt dann wohl im letzten Abschnitt.


    Waldemar hat mich hier enttäuscht. Er geht einfach davon aus, dass sie zum einen nichts für Berengar fühlt und zum anderen ihm zugeneigt ist. Sie hat doch in keinster Weise Andeutungen gemacht, um letzteres hervorzurufen *seufz* und er sollte doch wissen, dass Adolana nicht den Erstbesten nimmt.


    Die Geste mit dem Amulett und dem Ring ist so eine Sache. Einerseits hätte ich gerne, dass beide am Ende glücklich zusammenkommen. Andererseits sehe ich, dass Adolana wieder den ersten richtigen Schritt machen muss und nicht Berengar, der dieses Mal einfach mist gebaut hat. Denn die Übergabe der beiden Schmuckstücke sehe ich nicht als ersten Schritt. Schließlich sollte klar sein, dass diese Geste nicht eindeutig ist. Außerdem hat Adolana das Amulett sicher nicht ohne Grund zurückgelassen. Es ihr einfach wieder aufzudrängen scheint mir nicht die richtige Lösung zu sein, auch wenn sie keine Probleme damit zu haben scheint :(.


    Alles in allem ein schöner Abschnitt, so dass ich mich ärgere nicht so bald weiterlesen zu können.


    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und viel Spaß hier in der Leserunde.


    Bis dann :winken:,
    Ahotep

    &quot;Programmieren ist im echten Leben das Gegenstück zu Magie. Man kann sich etwas ausdenken und durch das Schreiben von Buchstaben und Zahlen wahr werden lassen.&quot; (Jeff Winters)<br /><br />Leserundenkalender

  • Hallo ihr Lieben,


    oh bin ich froh, dass mein Leben nicht in solch aufreibenden Bahnen wie jenes von Adolana verläuft. :o Um so schöner natürlich, dass ich in meiner Freizeit all die Intriegen und Ränkelspielchen als Zuschauerin in dieser Geschichte verfolgen kann. Denn emptional bewegen mich all das Gezerre und Gezetere rund um Adolanas Schicksal allemal. >:( wo ich doch unbedingt möchte, dass sie ihr Glück mit Berengar finden wird. Es ist ja manchmal zum Haare raufen, wie es da so manchesmal auf und ab mit ihren Gefühlen geht. Meist steht sie sich aber auch selbst im Weg mit ihren Zweifel und Vermutungen. Da möchte ich sie dann wirklich schütteln.


    Ganz übel war natürlich die Tatsache, dass bei Adolanas "alleiniger" Rückkehr Beatrix und deren Bruder auf der Burg hausten. Oh, ich hatte so etwas ja kommen sehen. Doch ich muss sagen, Adolana hat sich da ja sogar ganz gut geschlagen. Apropos, dem dummen, schmachtenden Waldemar hätte ich dort an der Tafel ja schon eine scheuern können. Schließlich musste ihm doch klar sein, dass er auf diese Weise so gar keine Hilfe für seine Angebetete darstellt. >:(
    Aber er ist und bleibt eben ein Egoist. Dies zeigt ja auch die Schlussszene in diesem Abschnitt. Schnell ist er mit Lügen bei der Hand, wenn sie ihm nur dienen können "seiner" Adolana näher zu kommen. Aber diese ist mittlerweile zum Glück schon wesentlich reifer als zu Beginn des Buches und weiß zurückzuschießen... als sie ihm die Wahrheit über seinen Onkel und den Überfall vor den Latz knallte. Aber der Stachel des Zweifels sitzt trotzdem tief. Hier fühlte ich wieder richtig mit...


    Nun wissen wir auch um die Geschichte des Abd al-Mansur. Er ist eher an Friedrich denn an Berengar "gebunden". Hätte ich im letzen Abschnitt so gar nicht vermutet. Passt aber für mich auch.


    Ermenttaud scheint ja wahrlich ein einfaches Gemüt zu haben. Sie schlägt sich jeweils auf die Seite der vermeintlichen Sieger. ::) Solche Menschen finde ich in Büchern durch ihre Wankelmütigkeit immer sehr bereichernd. Im wahren Leben allerdings muss ich diese nicht in meiner Nähe haben. Da lobe ich mit Heide. :klatschen: Sie habe ich wirklich ins Herz geschlossen.


    Männer wie Rudger sind natürlich widerwärtig. Aber mit dieser Meinung stehe ich ganz sicher nicht alleine da. ;D Ich fand die Szenen um ihn herum stets sehr gut beschrieben. Sie schürten meinen Zorn und lockten mich emotional in eine wütende Richtung. Allerdings war ich auch sehr wütend auf Adolana, als sie meinte Waldemar zur Flucht verhelfen zu müssen. Wie ein kleines, unüberlegt handelndes Kind, dachte ich mir hier und ich schrie innerlich "Nein, tue es nicht".


    Und wieder das Tuch. Beatrix weiß was sie tut. Oh hier hätte ich aus der Haut fahren können. Auch als Adolana das Bildnis ihrer Tante Eila in Berengars Truhe fand und sie die falschen Gedanken hegte, war ich gänzlich aufgewühlt. Um so schöner fand ich, dass Berengar bei seiner überraschenden Rückkehr an der Tafel seines Zuhauses zumindest äußerlich recht gelassen und positiv auf seine Frau zuging. Nunja, es hielt ja leider nicht all zu lange an. Aber Beatrix hat ja auch alles ganz geschickt eingefädelt.


    Auf Seite 459 hatte ich ganz plötzlich für einen Moment lang Angst, Berengar könnte tatsächlich noch gänzlich auf Beatrix Lügen hereinfallen. :o Es war ein kurzer Moment, der mich stocken ließ. Dann aber hatte Marion zum Glück das Ruder wieder herumgeworfen. :schwitzen: Das war wirklich gut gemacht, Marion. Aber als ich gleich auf der nächsten Seite (Ende Kapitel 17) lesen musste, dass Berengar erst nach seiner Rückkehr mit Adolana sprechen wollte, fühlte ich mich nicht minder ohnmächtig bis zornig.


    Ein großer Pluspunkt und meine heimliche Hoffnung ist dieser Ordensbruder Thomas. "Da ich keinen von euch zur Vernunft bringen konnte, werde ich Euch begleiten. Alles andere könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren." S.465. Ich weiß nicht recht, doch habe ich manchmal das Gefühl dieser Thomas ist mit einer gänzlich anderen Bestimmung unterwegs. Könnte es vielleicht sogar sein, dass Richenza ihn als eine Art Beschützer an Adolanas Seite "befehligt" hat? Zuzutrauen wäre es ihr ja. Oder?


    Überrascht war ich auch, als Friedrich Berengar bekannte, dass auch seine Frau der ersten Ehe eine Welfin gewesen war. Hier kam sehr schön die Zerrissenheit und das Einfühlungsvermögen der beiden Männer herüber. Diese Szene, da sie sich aussprachen fand ich sehr gelungen.


    Es gäbe noch so viele Punkte, die ich mir angestrichen habe, doch für mich heißt es nun erst einmal auf zum Endspurt...
    Liebe Grüssle
    Marion :winken:

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi


  • Beatrix ist eine ganz schön hinterhältige und eingebildete Frau. Logischerweise mag ich sie gar nicht ;D.


    Willkommen im Klub. ;D



    Ermentraud kann ich überhaupt nicht ausstehen, auch nach ihrem (halbem) Geständnis nicht und ihrer Hilfe bei der Befreiung Waldemars. Ich kann ihr einfach kein Vertrauen entgegenbringen, denn ich denke, wenn sie Vorteile für sich sieht, würde sie Adolana jederzeit wieder verraten.


    Ganz deiner Meinung. ;)



    Als Berengar in der Burg auftauchte, war ich doch leicht geschockt. Das habe ich nicht erwartet. Ich muss auch ehrllich zugeben, dass mir seine Art von da an nicht gefallen hat. Adolana tat mir dagegen unheimlich leid. Ihre Zweifel, die sie dann entwickelt, kann ich voll und ganz nachvollziehen, denn er verhält sich wirklich so, als würde ihm an Beatrix etwas liegen. Außerdem scheint er gar nicht wirkklich ihre Seite anhören zu wollen, eher vertraut er dieser Beatrix.


    Oh ja, hier hätte ich Berengar auch schütteln können. Obwohl ich ihm zugute halte, dass er nicht gleich garstig gegenüber Adolana geworden ist. Also nach außen hin, als noch alle an der Tafel saßen und es sehen konnten. Da hat er sich doch zum Glück ganz schön zurück genommen. Immerhin muss man dieses Nachhausekommen auch einmal aus seiner Perspektive und mit dem Blick auf die Welfen an seiner Tafel sehen.



    Die Szene, in der Adolana und Berengar eine weniger liebevolle Nacht verbringen (S. 449/450), war für mich nicht ganz verständlich. So wie sich Berengar Adolana "genommen" hat, mit dieser härteren Art, kann ich mir nicht vorsstellen, dass Adolanas Körper so willig reagiert hätte. Mit der Vergewaltigung, die Adolana erfahren hatte, und den damit einhergehenden anfänglichen Problemen zwischen ihr und Berengar kann ich mir nicht vorstellen, dass nach so kurzer Zeit diese Ängste völlig weg sind und sie ihm schon so sehr vertraut. Dafür sind sie noch nicht lange genug ein Ehepaar. Das wirkte auf mich unglaubwürdig.


    Hier habe ich auch kurz gestutzt, da ich dachte es könnten hier eventuell durch das Verhaltensmuster erzeugte böse Erinnerungen an den Grafen von Stade wieder heraufbeschwören. Dem war aber zum Glück nicht so. Ansonsten wäre dann wohl auch alles verloren gewesen. So aber gibt es immerhin noch Hoffnung.



    Waldemar hat mich hier enttäuscht. Er geht einfach davon aus, dass sie zum einen nichts für Berengar fühlt und zum anderen ihm zugeneigt ist. Sie hat doch in keinster Weise Andeutungen gemacht, um letzteres hervorzurufen *seufz* und er sollte doch wissen, dass Adolana nicht den Erstbesten nimmt.


    Für mich ist Waldemar ein dummer, wenn auch verliebter Narr. Aber eben auch noch gefährlich dazu. :o
    Er hat seine wenigen Bonuspunkte bei mir bereits schon wieder längst verspielt. So viel Güte seitens Adolana hat er eigentlich gar nicht verdient... also wenn es nach mir ginge. :P ;D



    Die Geste mit dem Amulett und dem Ring ist so eine Sache. Einerseits hätte ich gerne, dass beide am Ende glücklich zusammenkommen. Andererseits sehe ich, dass Adolana wieder den ersten richtigen Schritt machen muss und nicht Berengar, der dieses Mal einfach mist gebaut hat. Denn die Übergabe der beiden Schmuckstücke sehe ich nicht als ersten Schritt. Schließlich sollte klar sein, dass diese Geste nicht eindeutig ist. Außerdem hat Adolana das Amulett sicher nicht ohne Grund zurückgelassen. Es ihr einfach wieder aufzudrängen scheint mir nicht die richtige Lösung zu sein, auch wenn sie keine Probleme damit zu haben scheint :(.


    Interessant. Für mich ist die Geste Berengars schon eine Art erster Schritt, ein Handreichen. Allerdings steht ihm hier natürlich auch wieder ein wenig seine eigene Unsicherheit und nicht zuletzt sein Stolz im Weg. Männer ::) . Aber was hätte er denn tun sollen? Einfach auf die feindliche Burg zureiten? Denke nicht, dass dies gut gegangen wäre. Zudem ist er sich anscheinend immer noch nicht sicher, was Adolana für diesen Waldemar, mit dem sie ja geflüchtet ist, wirklich empfindet.


    :winken:

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Hallo alle Zusammen und hallo Marion, :winken:


    was habe ich aus diesem Kapitel jetzt gelernt für mich ;). Ich weiß jetzt wieso es zwischen Adolana und ihrem Mann diese große Kluft gibt. Sie ist Welfin und Berengar Staufer oder besser ausgedrückt gehört dem jeweiligen Geschlecht an, dient ihm somit auch und diese beiden Häuser stehen im Krieg zueinander. So einfach ist die Sache.


    Jeder von beiden arbeitet für sein eigenes Haus und sieht somit bedingt durch ihre "Berufe" auch den anderen als Feind an :(. Auch wenn sie beide mittlerweile verheiratet sind. Da kann keiner der beiden wohl diese Tatsache in ihre Beziehung zueinander verdrängen oder gar außen vorlassen. Es steht zwischen ihnen wie eine unsichtbare Mauer oder? Denn wenn sich Adolana zum König Friedrich bekennen würde, würde sie somit ihre eigenen Leute, Freunde Familie usw. verraten und bei Berengar ist es ähnlich oder? Eine schwierige Situation wie ich finde :(.


    Vielleicht ist Waldemar auch deshalb immer noch hinter Adolana her, weil er weiß sie gehören zum gleichen Stamm und stehen auch auf der gleichen Seite. Und er denkt wohl, dass es sich bei der Eheschließung ohnehin nur um eine Zwangsmaßnahme von geschickt eine gefädelten Bruder von diese Beatrix handelt. D
    Aus diesen Gründen macht er sich wohl immer Hoffnung, der Tropf.


    Diese Beatrix ist auch eine mit allen Wassern gewaschene Dame und hat sehr gut ihren Bruder Rudger unter der Fuchtel oder? Da hat es Adolana wirklich nicht leicht, aber sie lässt sich auch nicht unterkriegen trotz allen bösen was von Beatrix so kommt. Wie die sich aufspielt und letztentlich macht Adolana das einzig richtige sie besinnt sich auf ihre Botenauftrag und so verletzt wie Adolana nach den Anschuldigungen Beatrix gelingt ihr die Flucht von ihrer neuen Heimatburg und ihrem Mann zusammen mit Waldemar, klar wem sonst und Thomas, dem Ordensbruder. Das passt klar Benrengar natürlich gar nicht, denn es zeigt auf welcher Seite Adolana steht. Sie ist Welfin :). Auch wenn Adolana jetzt die Frau eines Staufers ist und eigentlich, aber was heißt schon müssen oder?
    Ich finde, diesen Konflikt sehr interessant und bin gespannt wie dieses Problem zwischen den beiden am Ende gelöst wird.


    LG..starone... :winken: :lesen:


  • Die Szene, in der Adolana und Berengar eine weniger liebevolle Nacht verbringen (S. 449/450), war für mich nicht ganz verständlich. So wie sich Berengar Adolana "genommen" hat, mit dieser härteren Art, kann ich mir nicht vorsstellen, dass Adolanas Körper so willig reagiert hätte. Mit der Vergewaltigung, die Adolana erfahren hatte, und den damit einhergehenden anfänglichen Problemen zwischen ihr und Berengar kann ich mir nicht vorstellen, dass nach so kurzer Zeit diese Ängste völlig weg sind und sie ihm schon so sehr vertraut. Dafür sind sie noch nicht lange genug ein Ehepaar. Das wirkte auf mich unglaubwürdig.


    Da ticken Frauen einfach anderster, finde ich ;).Denn sie will ihn ja auch von ganzen Herzen :). Männer so wie hier Berengar wissen im Grunde ihres Herzen schon, dass sie falsch handeln, aber der Stolz und diese "ich kann und ich will und ich muss jetzt " sind in vielen Fällen halt keine gute Ratgeber.

  • Wow, mein Leben ist sooo langweilig ... verglichen mit dem von Adolana. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege - soviel Action bräuchte ich dann glaube ich doch nicht.


    Ermentraud erinnert mich an einen jungen Baum, der sich immer dahin biegt wo der Wind hingeht. Also sich immer auf die Seite schlägt von denen sie das meiste hat, die die vermeidlichen Sieger sind. Solche Menschen gab und gibt es immer wieder.


    Beatrix ist eine falsche Schlange die alles tun und sagen würde, um ihren Traum zu erfüllen. Und ihr Traum ist ein Leben mit Berengar. Sie hat dazu noch eine tatkräftige Hilfe - den Vater von Berengar. Den mochte ich von der ersten Sekunde, der ersten Zeile an schon nicht. Nur schade, das Berengar ihren Lügen zuerst glauben schenkt und daher das Glück von ihm und Adolana selbst gefährdet.


    Das Adolana nach der Befreiung von Waldemar mit ihm mitgeht und sich dann Thomas noch anschließt ist für mich sehr überraschend gewesen aber auch nachvollziehbar.


  • Wow, mein Leben ist sooo langweilig ... verglichen mit dem von Adolana. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege - soviel Action bräuchte ich dann glaube ich doch nicht.


    :D Jaaa... Ich verzichte auch gerne auf einen Tauschwechsel mit Adolanas Schicksal. ;D

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi


  • Hier haben wir also erfahren, wie Abd al-Mansur und Berengar sich kennenlernen konnten. Friedrich hat ihn von einem anderen hohen Herren freigekauft. Wer hätte das gedacht? Warum hat er das nur gemacht?


    Da bin ich nun aus zwei Gründen nicht näher in meiner Geschichte darauf eingegangen. Zum einen wäre das Buch noch länger geworden und ich musste sowieso wieder genug kürzen, da ich immer zu viel schreibe :( und zum anderen wollte ich hier einfach ein wenig die Phantasie der LeserInnen anregen. Was könnte der Grund gewesen sein? Friedrich ist ein integerer Mann, der versucht gerecht zu handeln und nach christlichen Grundsätzen (die natürlich auch schon zu dieser Zeit beliebig ausgelegt wurden) zu leben. Vll. hat der andere Herr Al-Mansur schlecht behandelt? Oder Al-Mansur hatte etwas an sich, was das Interesse Friedrichs geweckt hat? Vll. aber war er auch der Sohn einen mächtigen Fürsten des Volkes der Almohaden und Friedrich empfand daher dessen Sklaverei als unangebracht....



    denn ich denke, wenn sie Vorteile für sich sieht, würde sie Adolana jederzeit wieder verraten.


    Möglich, aber ich glaube fest an das Gute im Menschen und denke daher, dass Ermentraud ihr Handeln bitter bezahlt und daraus gelernt hat.



    Als Berengar in der Burg auftauchte, war ich doch leicht geschockt. Das habe ich nicht erwartet. Ich muss auch ehrllich zugeben, dass mir seine Art von da an nicht gefallen hat. Adolana tat mir dagegen unheimlich leid.


    Ich glaube, bei dieser Szene muss man auf jeden Fall sehr stark die damalige Rolleneinteilung beachten. Der Mann, in diesem Fall ein Adliger und enger Vertrauter des schwäbischen Herzogs, ist in jedem Fall der Herr der Burg und auch seine Frau hatte seine Befehle zu achten und ihm zu gehorchen. Berengar hatte unmissverständlich die Anweisung gegeben, dass die Gefangenen bleiben, wo sie sind. Adolana wusste durchaus, auf welch gefährliches Spiel sie sich eingelassen hatte, als sie diese Anweisung bewusst missachtete und die Welfen an die Tafel holte. Für sie war aber diese Handlung immens wichtig, denn erstens konnte sie dadurch ihre Stellung ggü. Clothar und Beatrix behaupten und zweitens fühlte sie sich ggü. ihren ehemaligen Beschützern und Reisegefährten dazu verpflichtet.
    Letztendlich hat es Berengar wahnsinnig viel Überwindung gekostet, in dem Augenblick, als er in die Halle kam, gute Miene zum Spiel zu machen. Er hätte auch sofort alle rausschmeißen können >:(



    Die Szene, in der Adolana und Berengar eine weniger liebevolle Nacht verbringen (S. 449/450), war für mich nicht ganz verständlich. So wie sich Berengar Adolana "genommen" hat, mit dieser härteren Art, kann ich mir nicht vorsstellen, dass Adolanas Körper so willig reagiert hätte.


    Klar ist es schöner, wenn es liebevoll zugeht. Aber Adolana hat schon immer auf Berengar reagiert und sie weiß ja auch, dass sie ihn ziemlich herausgefordert hat (Welfen an der Tafel). Von Beatrix Lügen konnte sie in dem Moment, als er zu ihr kam, nichts ahnen! Außerdem hat sie ihm damit, dass sie nicht einfach "mit sich machen lassen hat" gezeigt, dass sie durchaus auch will und sich nehmen kann ;)
    Hinzu kommt, dass die beiden sich wirklich noch nicht lange und dadurch gut genug kennen, um in solch einer Situation besser in den anderen hineinsehen zu können. ::)



    Generell hat sich hier gezeigt, dass ihre Ehe nicht die besten Voraussetzungen mit sich bringt. Zumindest wollte Adolana ihre Pflicht tun, in dem sie Waldemar mit dem Brief losschickt. Erstaunt war ich dann, als sie ankündigt mitzukommen, allerdings konnte ich es verstehen. Und noch erstaunter war ich, als Thomas zu den beiden stieß ;D. Der ist aber auch ein Herzensguter :-*.


    Adolana war zu diesem Zeitpunkt unglaublich verletzt und vor allem unsicher, welche Gefühle Berengar wirklich für sie hegt. Da kam ihr die Möglichkeit, endlich ihre Pflicht zu erfüllen, gerade recht. Ihr erschien es besser zu gehen, als dort mit der Unsicherheit zu bleiben.



    Waldemar hat mich hier enttäuscht. Er geht einfach davon aus, dass sie zum einen nichts für Berengar fühlt und zum anderen ihm zugeneigt ist. Sie hat doch in keinster Weise Andeutungen gemacht, um letzteres hervorzurufen *seufz* und er sollte doch wissen, dass Adolana nicht den Erstbesten nimmt.


    Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Außerdem sieht Waldemar natürlich, dass Adolana in der Situation erneut auf sich allein gestellt ist. Er geht davon aus, dass die Hochzeit gegen ihren Willen geschehen ist, schließlich hat sie ihren Ehemann verlassen. Was hat er schon groß zu verlieren? Und nur ihr Freund sein, dass kommt für ihn nicht in Frage, dazu sind seine Gefühle zu tief.



    Die Geste mit dem Amulett und dem Ring ist so eine Sache. Einerseits hätte ich gerne, dass beide am Ende glücklich zusammenkommen. Andererseits sehe ich, dass Adolana wieder den ersten richtigen Schritt machen muss und nicht Berengar, der dieses Mal einfach mist gebaut hat.


    Natürlich wäre es besser gewesen, wenn Berengar vor seiner Abreise das klärende Gespräch mit Adolana gesucht hätte. Er hat sich das ja selbst schon vorgeworfen. Aber für ihn hat das Amulett die verbindende Bedeutung mit seiner Frau, da es für den Anfang ihrer Beziehung steht. Noch mehr, als der Ring. Den hat er mit dagelassen, weil er für die eigentliche Ehe steht. Mehr konnte er in dem Augenblick nicht tun, denn wenn er heroisch die Burg gestürmt hätte und Adolana befreit, dann wäre es echt unglaubwürdig ;)


  • Aber der Stachel des Zweifels sitzt trotzdem tief. Hier fühlte ich wieder richtig mit...


    Hier erkennt man, dass Adolana in den letzten Jahren viel gelernt hat. Sie bewahrt Haltung und schlägt im entscheidenden Moment zurück - dank Richenzas Schule ;)



    Da lobe ich mit Heide. :klatschen: Sie habe ich wirklich ins Herz geschlossen.


    So eine Heide braucht doch jede(r) an seiner Seite 8)



    Männer wie Rudger sind natürlich widerwärtig.


    Rudger ist ein Spieler, der mit einer etwas mangelhaften Intelligenz ausgestattet ist. Was er will, muss er haben. Und wenn er es nickt bekommt, dann schmollt er wie ein kleines verzogenes Kinde. Zudem leidet er unter seiner Schwester, die von eben dieser Intelligenz mehr als genug hat. Ein gutes Herz fehlt leider beiden :(




    Allerdings war ich auch sehr wütend auf Adolana, als sie meinte Waldemar zur Flucht verhelfen zu müssen.


    Hier spielte nicht nur die Welfen-Verbundenheit eine Rolle, sondern auch, dass Waldemar seinerzeit Adolana nicht verraten hat (im Wald) und ihr bei Magnus geholfen hatte. Sie fühlte sich ihm verpflichtet, auch er sie ganz schön oft nervt. Aber ihn dalassen? Nein, das hätte sie nicht übers Herz gebracht.



    Aber Beatrix hat ja auch alles ganz geschickt eingefädelt.


    Oh ja, sie ist eine Meisterin der Intrigen, die aber schließlich selbst in ihrem Netz hängen bleibt. :D



    dass Berengar erst nach seiner Rückkehr mit Adolana sprechen wollte, fühlte ich mich nicht minder ohnmächtig bis zornig.


    Die Quittung dafür hat er ja schon bekommen! Aber man kennt das ja manchmals von sich selbst. Ach, mache ich später, da kommt es jetzt auch nicht darauf an....



    Ein großer Pluspunkt und meine heimliche Hoffnung ist dieser Ordensbruder Thomas.


    Thomas ist in der Geschichte mein "großer Bruder" - jemand, auf den man sich verlassen kann, der zu einem steht, auch wenn er nicht unbedingt der gleichen Ansicht ist. Zudem hat er eine Art von Humor, die ich einfach mag (deshalb hat er diese Art auch ;)



    Überrascht war ich auch, als Friedrich Berengar bekannte, dass auch seine Frau der ersten Ehe eine Welfin gewesen war. Hier kam sehr schön die Zerrissenheit und das Einfühlungsvermögen der beiden Männer herüber. Diese Szene, da sie sich aussprachen fand ich sehr gelungen.


    Dankeschön! Als ich bei meinen Recherchen darauf gestoßen bin, hatte ich spontan den Gedanken, das miteinander zu verbinden. Friedrichs erste Frau soll auch sehr unter den Spannungen zwischen den Welfen und Staufern gelitten haben. Da sind ja noch viele andere unschöne Dinge gelaufen... >:(


  • was habe ich aus diesem Kapitel jetzt gelernt für mich ;). Ich weiß jetzt wieso es zwischen Adolana und ihrem Mann diese große Kluft gibt. Sie ist Welfin und Berengar Staufer oder besser ausgedrückt gehört dem jeweiligen Geschlecht an, dient ihm somit auch und diese beiden Häuser stehen im Krieg zueinander. So einfach ist die Sache.


    Uff! Also ehrlich, hätte ich geahnt, wo es hakt, hätte ich Dir das gleich mitgeteilt - sorry! Ich hatte angenommen, dass es an den anderen Figuren lag, die für Verwirrung gesorgt haben. :verlegen:



    Es steht zwischen ihnen wie eine unsichtbare Mauer oder?


    Schöner Ausdruck, der es genau trifft! 8)



    Vielleicht ist Waldemar auch deshalb immer noch hinter Adolana her, weil er weiß sie gehören zum gleichen Stamm und stehen auch auf der gleichen Seite. Und er denkt wohl, dass es sich bei der Eheschließung ohnehin nur um eine Zwangsmaßnahme von geschickt eine gefädelten Bruder von diese Beatrix handelt.


    So ähnlich habe ich es in einer meiner Antworten auch beschrieben. :)



    Diese Beatrix ist auch eine mit allen Wassern gewaschene Dame und hat sehr gut ihren Bruder Rudger unter der Fuchtel oder? Da hat es Adolana wirklich nicht leicht, aber sie lässt sich auch nicht unterkriegen trotz allen bösen was von Beatrix so kommt.


    Beatrix ist fies und intrigant, aber Adolana hat eine andere Schule durchlaufen und weist sie in ihre SChranken. Sie behält Haltung und bleibt sich treu, das ist in so einer Situation viel schwieriger!


  • Wow, mein Leben ist sooo langweilig ... verglichen mit dem von Adolana.


    Meins doch auch! Aber ehrlich, wen würde es interessieren, wenn ich so ein Leben in einem Buch festhalte ;)



    Ermentraud erinnert mich an einen jungen Baum, der sich immer dahin biegt wo der Wind hingeht.


    Durchaus zutreffend, aber bei ihr besteht die kleine Hoffnung, dass sie sich vll. in Zukunft nicht ganz so tief biegt.



    Nur schade, das Berengar ihren Lügen zuerst glauben schenkt und daher das Glück von ihm und Adolana selbst gefährdet.


    So richtig glaubt er ihr eigentlich nicht, denn schließlich hat er schon vor längerer ZEit (nicht nur durch seinen Bruder) erkannt, was für ein Mensch Beatrix ist. Aber er ist wütend über Adolanas Verhalten, dass ihn in seinen Augen vor den anderen bloß stellt. Er ist verletzt, weil sie ihn hintergangen hat und, ganz wichtig, er ist eifersüchtig. Diese überaus gefährliche Mischung bringt ihn dazu, sich Beatrix Lügen anzuhören und seine Wut an Adolana auszulassen. Obwohl er in seinem tiefsten Innern natürlich weiß, wem er Glauben schenken darf und warum Adolana so gehandelt hat. Das ist in der Szene zu erkennen, als er in die Halle tritt und ihr verändertes Verhalten bemerkt.

  • Hui, wieder Marions Verwöhnprogramm. 8)
    Sooo viele Antworten. :jakka:


    Hier spielte nicht nur die Welfen-Verbundenheit eine Rolle, sondern auch, dass Waldemar seinerzeit Adolana nicht verraten hat (im Wald) und ihr bei Magnus geholfen hatte. Sie fühlte sich ihm verpflichtet, auch er sie ganz schön oft nervt. Aber ihn dalassen? Nein, das hätte sie nicht übers Herz gebracht.


    Da hast du siche rrecht. Und ich habe dies natürlich auch ganz deutlich zwischen den Zeilen gelesen. Aber ich fand es in diesem Augenblick natürlich doch ganz schrecklich. Und sei es nur, weil sie sich dadurch natürlich wieder von Berengar entfernt. ;D

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Uff! Also ehrlich, hätte ich geahnt, wo es hakt, hätte ich Dir das gleich mitgeteilt - sorry! Ich hatte angenommen, dass es an den anderen Figuren lag, die für Verwirrung gesorgt haben. :verlegen


    Nun liebe Marion, :winken:


    das ist nicht weiter schlimm :), wenn ich mir das hier selber hart erarbeitet habe ;). Vielleicht hat sich das Problem jetzt auch erst "richtig" in diesem Kapitel für mich gezeigt. Denn es hat nichts mit der Liebe der Beiden zu tun, sondern mit ihrem Leben, ihrer Geburt, ihrer Heimat und wie die Konstellation ihrer Umwelt/Umfeld sich zur Zeit gestaltet. Wie schnell konnte der "Dienstherr/herrin die Seiten wechseln und dann ???.


    Sie sind Kinder "ihres Schicksales von Geburtswegen ", denn leider ist jeder auf der anderen Gegenseite bzw. Feindbild geboren worden :(. Was sicherlich den Kern sehr gut trifft . Deine anderen Figuren sind schmückendes Beiwerk, wie ich finde auch wenn die vielen Namen klar verwirrend sind, aber wirklich wichtig sind Adolana und ihr Berengar :). Sie müssen die Mauer ihrer Umwelt zum Einsturz bringen und über ihren Schatten springen, dann klappt es auch mit der Liebe :).



    LG..starone... :winken: :lesen:


  • Ermentraud erinnert mich an einen jungen Baum, der sich immer dahin biegt wo der Wind hingeht. Also sich immer auf die Seite schlägt von denen sie das meiste hat, die die vermeidlichen Sieger sind. Solche Menschen gab und gibt es immer wieder.


    Ja so scheint es, aber auch sie versucht nur das Beste aus ihrer Stellung heraus zu holen, denn die beiden Adolana und Ermentraud mögen sich nicht und sieht somit keine Möglichkeit ihre Stellung bei Adolana zu verbessern oder gar zu festigen. So ist sie gerne bereit ihr mögliches Glück bei diese Beatrix zu probieren. Naiv und einfältig wie sie ist, denkt Ermentraud wirklich das der Verrat für sie bei Beatrix etwas gutes bewirken kann/könnte. Aber Beatrix ist klar wiederum nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht und dazu ist ihr jedes Mittel recht. Somit kann es nur dumm für Ermentraud ausgehen, was ja auch so passiert.


  • Sie sind Kinder "ihres Schicksales von Geburtswegen ", denn leider ist jeder auf der anderen Gegenseite bzw. Feindbild geboren worden :(. Was sicherlich den Kern sehr gut trifft . Deine anderen Figuren sind schmückendes Beiwerk, wie ich finde auch wenn die vielen Namen klar verwirrend sind, aber wirklich wichtig sind Adolana und ihr Berengar :).


    Völlig richtig! ;)

  • Die Szene, in der Adolana und Berengar eine weniger liebevolle Nacht verbringen (S. 449/450), war für mich nicht ganz verständlich. So wie sich Berengar Adolana "genommen" hat, mit dieser härteren Art, kann ich mir nicht vorsstellen, dass Adolanas Körper so willig reagiert hätte. Mit der Vergewaltigung, die Adolana erfahren hatte, und den damit einhergehenden anfänglichen Problemen zwischen ihr und Berengar kann ich mir nicht vorstellen, dass nach so kurzer Zeit diese Ängste völlig weg sind und sie ihm schon so sehr vertraut. Dafür sind sie noch nicht lange genug ein Ehepaar. Das wirkte auf mich unglaubwürdig.


    Zu dieser Szene gibt es ja geteilte Meinungen - ich schließe mich dir, Ahotep, an, es wirkte auch auf mich unglaubwürdig! Gerade nach Adolanas Vorerfahrungen!



    Generell hat sich hier gezeigt, dass ihre Ehe nicht die besten Voraussetzungen mit sich bringt. Zumindest wollte Adolana ihre Pflicht tun, in dem sie Waldemar mit dem Brief losschickt. Erstaunt war ich dann, als sie ankündigt mitzukommen, allerdings konnte ich es verstehen. Und noch erstaunter war ich, als Thomas zu den beiden stieß ;D. Der ist aber auch ein Herzensguter :-*.


    Das hat mich sehr gewundert, dass Adolana fortzieht und für ihren Auftrag letzlich ihre Ehe aufs Spiel setzt. Ob ihre Doppelloyalität auf Dauer gut geht?
    Noch mehr gewundert hat mich aber, dass Berengar keine Zeit hat oder sich nimmt, mit Adolana zu reden - für den Fortgang der Handlung vielleicht sinnvoll, für mich aber unglaubwürdig...
    Aber so wird die Story natürlich spannender...

  • Das hat mich sehr gewundert, dass Adolana fortzieht und für ihren Auftrag letzlich ihre Ehe aufs Spiel setzt. Ob ihre Doppelloyalität auf Dauer gut geht?
    Noch mehr gewundert hat mich aber, dass Berengar keine Zeit hat oder sich nimmt, mit Adolana zu reden - für den Fortgang der Handlung vielleicht sinnvoll, für mich aber unglaubwürdig...


    Als Adolana beschließt, ihren Auftrag ggü. Gertrud selbst zu erfüllen, ist sie verletzt von Berengars Verhalten und sehr unsicher in Bezug auf ihre Ehe. Daher geht sie schließlich mit Waldemar, obwohl das sicher für ihre Ehe nicht gerade gut ist. Aber nach den aufgeführten Gründen sieht Adolana das in dem Augenblicklich ganz anders.


    Und was Berengar betrifft, liebe irismaria, so muss man sein Verhalten in Bezug zur damaligen Zeit setzen. Berengar weiß zwar, dass er sich nicht unbedingt richtig ggü. Adolana verhalten hat, aber auch ihr Handeln (z. B. dass sie die Welfen an die Tafel holte, entgegen seiner Anweisung) ließ in seinen Augen einiges zu wünschen übrig. Hätte er sie gemaßregelt, wäre das Recht auf seiner Seite gewesen.
    Außerdem befand sich Berengar bereits in zeitlichem Verzug ggü. seinem Dienstherrn - ein weiteres Argument für ihn, nicht erst das kärende Gespräch mit seiner Frau zu suchen, sondern es auf später zu verschieben. Zudem gab es damals in Bezug auf das Zusammenleben von Eheleuten durchaus andere Gewichtungen. Aus dieser Sicht war Berengars Verhalten sicher nicht unverständlich. Adolana war seine Ehefrau und er konnte später immer noch alles "zurechtrücken". Zum Glück hat sich in dem Verhalten zwischen den beiden Geschlechtern einiges verändert ;)

  • So, jetzt kommen endlich meine Eindrücke 8)


    Es wird ja irgendwie nicht leichter für die arme Adolana. Ich war erst mal erschrocken, dass Welf es von Waldemars Aussage abhängig machen will, ob er Adolana glaubt oder nicht. Da kann man nur hoffen, dass Waldemar sie nicht reinreißt, aus verletzten Gefühlen. Aber das kommt später (zumindest in diesem Abschnitt) gar nicht mehr zur Sprache, oder?


    Der nächste Stein, der Adolana in den Weg geschmissen wird, heißt Beatrix. Das ist ja ein grässliches Weib. Bestimmt hat Clothar den Besuch eingefädelt. Ich war natürlich erst mal ganz neugierig, was Adolana damit bezweckt, Waldemar und Konsorten zum Essen einzuladen. Als Berengar heimkommt, sprechen die Umstände ja erst mal gegen Adolana. Ich fand es so schrecklich, wie Missverständnisse und Unsicherheit den beiden im Wege stehen, und man steht quasi daneben und kann nicht eingreifen - am liebsten hätte ich manchmal in das Buch hineingerufen ;D


    Dass Berengar es nicht mehr schafft, sich bei Adolana zu entschuldigen, tut ein Übriges. Was für ein fataler Fehler. Dass Adolana Berengar allerdings nicht nur Waldemar befreit, sondern ihn auch gleich noch begleitet und Berengar (zunächst) verlässt, hat mich schon umgehauen. Ich kann es allerdings verstehen, er war ja schon ziemlich garstig zu ihr. Das bringt ihn nun in eine böse Zwickmühle, er denkt sich bestimmt auch "Ach hätte ich doch nur ..." Ich hoffe, dass die beiden trotz dräuendem Kampf und Krieg wieder zueinander finden können.


    Waldemar macht mir Spaß - die Ehe annulieren, so dass Adolana ihn heiraten kann :nudelholz: Allerdings mache ich mir ein bisschen Sorgen um ihn, Es heißt ja immer wieder, dass er Schwindelanfälle und Kopfschmerzen hat - hoffentlich liegt da nicht noch was im Argen. Das wäre ihm ja auch nicht zu gönnen. :( Ich habe mich gerade mal schnell informiert, es könnte auch etwas harmloses sein - dann hoffen wir mal das Beste für Waldemar ;)


    Das Ende ist auf jeden Fall schon wieder ein kleiner Cliffhanger - was wird aus unserem Pärchen werden? Misstrauen ist gesät und es besteht Aussicht auf einen Krieg, der Adolana und Berengar für längere Zeit trennt :'(

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

  • Zu dieser Szene gibt es ja geteilte Meinungen - ich schließe mich dir, Ahotep, an, es wirkte auch auf mich unglaubwürdig! Gerade nach Adolanas Vorerfahrungen!


    Über die Szene bin ich auch kurz gestolpert, denn ich hatte auch erwartet, dass Adolanas Körper da eher reagiert als ihr Kopf/Herz. Aber ich kann das für mich unter dichterischer Freiheit verbuchen, im Erzählfluss war ja nicht so viel Zeit, einen großen Vertrauensaufbau einzuflechten, aber eben einen kleinen schon.


    Edit: Ich habe noch was vergessen: Adolanas Schwangerschaft scheint uns alle ja eher weniger zu beeindrucken - bisher ist noch keine darauf eingegangen, oder habe ich das überlesen? ;D

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien