Abschnitt 3: Kapitel 5 (S.127) bis Ende Kapitel 8 (S.229)

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  • Hier könnt Ihr von Seite 127 bis Seite 229 schreiben. :)


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    [Blockierte Grafik: http://www.marion-henneberg.de/foto-amulett-koenigslutter.jpg]


    Kaiserdom in Königslutter (damals Lutter).

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

    Einmal editiert, zuletzt von apassionata ()

  • Hallo liebe Leserunde,


    es wird immer dichter und spannender… 8)


    Zum Glück festigt sich hier in diesem Abschnitt auch Adolanas Stellung am Hofe Richenzas. Sie ist nun ein Mündel des Kaisers und damit versorgt. Trotzdem kann ich ihre Einsamkeit, ihre Verlorenheit und ihre Sehnsucht nach Geborgenheit zwischen all diesen Intrigen spinnenden Menschen sehr gut nachempfinden. Sie tut mir schon arg leid. Andererseits hätte sie es auch schlimmer treffen können. Immerhin scheint Herzogin Gertrud doch auch für sie einzustehen. Doch auch auf Richenza hat sie Eindruck gemacht, was sicherlich nicht eben leicht ist.


    Ihre Aufgaben für diese sind natürlich allerhand. Doch ich kann nachempfinden, dass es sich tatsächlich so am Pool der Macht mit all seinen Ränkespielen zugetragen hat. Diese Gesamtstimmung der so höfischen Gesellschaft kommt beim Lesen richtig gut bei mir herüber. Ich bin auch stets neugierig, wie es weiter geht. So habe ich mir gestern Abend mehrere Male vorgenommen, nun endlich das Licht auszuknipsen, es dann aber immer wieder aufgeschoben. ;D Es waren aber auch immer wieder brisante wie auch amüsante Szenen mit dabei. So habe ich Graf Siegfried von Bomenburg richtig gut vor mir gesehen, als er auf Seite 136 seine Überraschung über Adolanas jetzige Erscheinung und das gelungene Verstellschauspiel im Kloster zum Ausdruck brachte.


    Auch bei der Episode um den dänischen Mitkönig Magnus hing ich an den Zeilen. Adolanas Gefühl sich hier für die Kaiserin zu verschachern konnte ich sehr gut nachempfinden.
    Während sie bei dem dänischen Magnus nochmals richtig viel Glück hatte und davon kam. Solche Aktionen können aber auf Dauer nun nicht immer nur glimpflich ausgehen. Hier mache ich mir dann schon auch Sorgen um die junge Frau. Allerdings war die Szenerie, als die Stute Nebula durchging und Magnus versuchte sein Ziel zu erreichen dann wirklich auch sehr fesselnd geschrieben. Wie gut, dass Waldemar hier in Habt-Acht-Stellung war. :schwitzen:


    Der Trick, mit dem Adolana dann später nochmals versuchte, ihren Auftrag gegenüber Richenza nun doch noch bei Magnus durchzuboxen war natürlich mehr als wagemutig. Hier empfand ich den Satz „Nun, Majestät, vielleicht achtet Ihr zukünftig wirklich mehr auf Euren Verstand als auf die Gefühle zwischen Euren Beinen“
    (S.171) nun doch schon überzogen dreist von der jungen Hofdame. Schließlich begegnet man sich immer „zweimal“ im Leben. Auch passte dieser ausgesprochene Satz nun irgendwie so gar nicht zu Adolana für mich. Obwohl ich es ihr natürlich von Herzen gönnte.


    Dann versuchte Waldemar abermals seine erlogene Beschreibung des angeblichen Mörders von Andolanas Onkel an sie heranzutragen. Aber zum Glück kam ja bisher immer etwas dazwischen. :schwitzen:
    Was ich nicht ganz verstanden habe, ist, warum Richenza Waldemar unterstützt und dann auch noch zuredet, sich seiner Gefühle für Adolana zu bekennen und auf sie zuzugehen? Habe ich hier vielleicht eine hinterschwellige List übersehen? Will Rechenza tatsächlich nur sehen, wie die Hofdame mit dem Mühlstein ihrer Vergangenheit umgeht, wie es auf Seite 187 dargestellt wird?


    Oh, und Gesine, dieses Luder. Ich glaube ihr kein Wort. Wie auch immer sie an dieses Tuch gekommen ist, durchschaute ich ihre böse Lüge Adolana gegenüber gleich. Es musste ja so kommen. Und Adolana ist natürlich viel zu „unschuldig“ um sich nicht täuschen zu lassen. :( Hier wäre ich ja am liebsten zwischen die Zeilen geschlüpft und hätte unser Mädel mal ordentlich geschüttelt. Um so beeindruckter war ich dann, als sich Gesine zum Abschied tatsächlich (wenn auch widerwillig ;D ) entschied, ihrer Konkurrentin die Wahrheit über Berengars Tuch zu offerieren. :klatschen:


    Dann aber die entscheidende Szene um Klein-Heinrich und seinem Halsbrecherischen Ritt. Die vorangegangene Darstellung der beiden buhlenden Kindermädchen, fand ich richtig gut. Gerade als Mutter konnte ich hier um Freizügigkeit und Verantwortung mitfühlen. Immerhin hat sich Waldemar auch hier für Adolanas „Freispruch“ eingesetzt. Der Arme kam ja nun nicht gerade glimpflich davon. Umso schlimmer traf ihn dann auch sicherlich die eindeutige Abfuhr seiner Angebeteten.


    Die Szene, da Richenza bei der Anhörung Adolanas applaudierte passte richtig gut zu dieser harten, machtvollen Frau. Überhaupt gefällt mir die Beschreibung dieser Charaktere außerordentlich gut. Von ihr kann ich mir ein richtig eindeutiges Bild machen. Ihre Rolle ist Kopfkino pur für mich.


    Eigentlich gut, dass auch ich in der Schule nicht wirklich etwas über diese Zeit gelernt habe. Denn so habe ich tatsächlich keine Ahnung in welche Richtung sich diese Geschichte noch drehen kann…


    Ich freue mich bereits auf den nächsten Abschnitt. :)


    Grüssle
    Marion :winken:

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo alle Zusammen und hallo Marion, :winken:


    wow, was für ein Abschnitt! Gefühlsmäßig ging es auf und runter und zu dem auch noch sehr spannend. Was mir am Ende des letzten Teil schon aufgefallen ist, die Kaiserin hat Adolana im Fokus, denn ich fand Ihre Ansprache gegenüber ihr schon sehr extrem ,als das da nicht noch etwas folgen sollte/kann. Jetzt hat sich meine Vermutung auch bewahrheitet. Sie muss im Auftrag vom Richenza spionieren beim Mitkönig Magnus.


    Auch bei der Episode um den dänischen Mitkönig Magnus hing ich an den Zeilen. Adolanas Gefühl sich hier für die Kaiserin zu verschachern konnte ich sehr gut nachempfinden.


    Fand ich auch ganz klasse :). Nur mit dem Verschachern bin ich nicht so ganz einverstanden, denn da zeigt Adolana sich einfach von ihrer impulsiven Seite. Handeln ohne nach zu denken. Und das die Kaiserin ihr diese Stellung bei ihrer Tochter so einfach gibt trotz andere Hofdamen, die sicherlich schon länger ihre Dienste versehen. Da halte ich sie einfach für sehr naiv, wenn man das Drumherum mit Intrigen und Eifersüchteleien betrachtet. Und unter den Hofdamen gibt es sicherlich keine Freundschaften, denn jeder will den Platz an/neben/hinter der Seite der Königin oder gar Kaiserin.


    Eine Hand wäscht die Andere! Und ich denke mir, die Kaiserin versucht und tut alles im Sinne ihrer Familie. Hauptsache die Familie hat davon einen Nutzen.
    Deshalb versucht sie auch weiterhin die Sache mit Waldemar am Laufen zu halten ;). Wobei der Mann manchmal gar "nicht so unnütz" ist oder ;)?


    LG..starone... :winken: :lesen:

  • Was ich nicht ganz verstanden habe, ist, warum Richenza Waldemar unterstützt und dann auch noch zuredet, sich seiner Gefühle für Adolana zu bekennen und auf sie zuzugehen? Habe ich hier vielleicht eine hinterschwellige List übersehen? Will Rechenza tatsächlich nur sehen, wie die Hofdame mit dem Mühlstein ihrer Vergangenheit umgeht, wie es auf Seite 187 dargestellt wird?


    Richenza testet die Menschen, die sie sich für ihre Aufgaben ausgesucht hat. Sie möchte sehen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren, oder wie sie mit bestimmten Personen umgehen. Sagen wir mal, so eine Art Eignungstest ;)
    Erst, wenn sie ihren Überprüfungen standgehalten haben, dann kann Richenza es wagen, ihnen ihre kniffligen Aufgaben anzuvertrauen. SChließlich geht es hier um Wissen, das nicht in falsche Hände geraten darf. Die von ihr ausgesuchten Personen müssen einen klaren Kopf behalten - egal, wie brenzlig die Situation wird.




    Um so beeindruckter war ich dann, als sich Gesine zum Abschied tatsächlich (wenn auch widerwillig ;D ) entschied, ihrer Konkurrentin die Wahrheit über Berengars Tuch zu offerieren. :klatschen:


    Ja, hier ist Gesine wirklich über ihren SChatten gesprungen. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass auch sie durch die Ereignisse in ihrem jungen Leben dazu geformt wurde. Sie ist allein auf sich gestellt, hat schlimmes erlebt und will nun ihr Stück vom Kuchen. Natürlich würde nicht jeder so egoistisch handeln, aber die Menschen sind (zum Glück) unterschiedlich. ::)




    Ich freue mich bereits auf den nächsten Abschnitt. :)


    So soll es sein - dann bin ich glücklich und zufrieden 8)


  • Da halte ich sie einfach für sehr naiv, wenn man das Drumherum mit Intrigen und Eifersüchteleien betrachtet.


    Sicher ist Adolana hier gewissermaßen naiv, liebe Starone. Das liegt natürlich auch daran, dass sie in ihrem bisherigen Leben kaum Kontakte zum höfischen Leben genossen hat. Aber Adolana lernt ja glücklicherweise schnell, so dass sie auch hier versucht, das beste aus der Situation zu machen, nachdem sie sich vom ersten Schock :o erholt hat.




    Und ich denke mir, die Kaiserin versucht und tut alles im Sinne ihrer Familie. Hauptsache die Familie hat davon einen Nutzen.


    Oh ja!! Richenza ist ein Machtmensch. Ihr Interesse gilt ausschließlich der Familie und wie sie ihre Position im Reich festigen bzw. ausweiten kann. Sicher grundsätzlich schon mal keine leichte Aufgabe und zu dieser Zeit war das als Frau ganz bestimmt kein Zuckerschlecken. Bei ist ist es überliefert, dass ihr Mann sich mit ihr beraten hat. Richenza stammte aus einem alten sächsischen Geschlecht und hatte bestimmt mehr im Sinn, als die Beschäftigungen, die Frauen angedacht waren. Andererseits muss man bei solchen Menschen natürlich aufpassen - und sie sich nicht zum Feind machen! :angst:




    Wobei der Mann manchmal gar "nicht so unnütz" ist oder ;)?


    Stimmt! :jakka:
    In dieser Situation war er wirklich zur rechten Zeit am rechten Ort! Seine Kombinationsgabe war für Adolana wirklich lebensnotwendig! Wie gesagt, im Grunde seines Herzens ist er ein netter Kerl, der leider unter mangelndem Selbstvertrauen leidet und sich auf seine Herzensdame eingeschossen hat.

  • Richenza testet die Menschen, die sie sich für ihre Aufgaben ausgesucht hat. Sie möchte sehen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren, oder wie sie mit bestimmten Personen umgehen. Sagen wir mal, so eine Art Eignungstest ;)
    Erst, wenn sie ihren Überprüfungen standgehalten haben, dann kann Richenza es wagen, ihnen ihre kniffligen Aufgaben anzuvertrauen. SChließlich geht es hier um Wissen, das nicht in falsche Hände geraten darf. Die von ihr ausgesuchten Personen müssen einen klaren Kopf behalten - egal, wie brenzlig die Situation wird.


    Danke, liebe Marion, für dieseErörterung. Und ja, so ein bisschen in diese Richtung habe ich auch schon gedacht. Richenza manipuliert gerne die Menschen für ihre Zwecke. Oder besser gesagt zum Zwecke ihrer Familie. Da ist es ganz sicher wichtig genau zu wissen, wem man in wie weit wirklich trauen kann. Sich Menschen hier und da "warm zu halten" beziehungsweise "auch mal an sich zu ketten" ist da sicher auch ganz wichtig. Ich sehe Richenza beinahe wie vor einem schönen, großen Schachbrett sitzen. Einem Schachbrett der Macht, da sie wohlüberlegt so manche Figur für ihre Zwecke mitbraucht und auch opfert. Trotzdem habe ich auch ein wenig das Gefühl, dass sie den wirklich loyalen in ihrem Umfeld dann auch ihren Respekt zollt.



    Nur mit dem Verschachern bin ich nicht so ganz einverstanden, denn da zeigt Adolana sich einfach von ihrer impulsiven Seite. Handeln ohne nach zu denken. Und das die Kaiserin ihr diese Stellung bei ihrer Tochter so einfach gibt trotz andere Hofdamen, die sicherlich schon länger ihre Dienste versehen. Da halte ich sie einfach für sehr naiv, wenn man das Drumherum mit Intrigen und Eifersüchteleien betrachtet.


    Ja, ich denke auch dass Adolana da etwas blauäugig und naiv hinein gerät. Aber ganz klar, woher soll sie den Umgang mit diesen Machspielchen zuvor denn auch gelernt haben. Schließlich wuchs sie nun doch zuvor stets wohl behütet auf und nicht am Hofe. Mit Verschachern meinete ich eigentlich eher, dass sie sich für die Belange der Kaiserin hergibt um ihre Stellung dort zu festigen und zu halten. Sie "verkauft" sich somit auf eine gewisse Art und Weise. Sie versteht vielleicht noch gar nicht, dass dies zum Teil sehr gefährliche, ja zum Teil vielleicht tödliche Spielchen sein können. Erst nach der Sache mit Magnus denkt sie vielleicht mal ein wenig näher drüber nach. Dies wäre ihr eigentlich zu wünschen. Denn irgendwie habe ich nun doch ein wenig Angst um sie. Sollte sie tatsächlich eines Tages versagen, zögert jemand wie Richenza sicher nicht, sie einfach fallen zu lassen.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Ich habe gestern auch noch bis spät in die Nacht hinein an den Zeilen gehangen.
    Richenza ist eine sehr interessante Figur. Sie taktiert und manipuliert, scheint aber doch bis zu einem gewissen Punkt Verantwortung für die Menschen in ihrer Umgebung zu tragen. Zumindest bisher, schwer zu sagen, wie sich das noch entwickeln wird. Es ist sicher schwierig, wenn man von so jemandem abhängig ist, wie es Adolana ist. Mir kommt sie auch naiv und bisweilen unüberlegt impulsiv vor. Aber was hatte sie für andere Möglichkeiten?


    Meine Lieblingsfigur in diesem Teil ist der kleine Heinrich. Und ich finde es irgendwie auch süß, wie die mächtige Richenza unter Ausreden bei ihrer Tochter Gertrud bleibt, um auf seine Erziehung einzuwirken. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. :);)

  • Das eine gefühlsmäßige Achterbahn hoch drei dieser Abschnitt und es kam echt alles vor was einen richtig guten Roman in meinen Augen ausmachen.


    Figuren, die spalten - die man entweder mag oder verabscheut und die dennoch das gewisse etwas haben. Aber auch Figuren, bei denen man nicht weiß woran man ist und die einen dann doch wieder überraschen können.


    Eine Figur die meine Gefühle für sie richtig gehend spaltet ist Richenza - die kann ich einfach nicht einordnen. Einmal mag ich sie in ihrer Art, dann kommt mir wieder das Grausen wenn ich sehe wie sie Menschen manipuliert.


    Gesine kann ich auch absolut nicht leiden, allerdings hat sie mich überrascht als sie über ihren Schatten gesprungen ist und Adolana noch mal aufgesucht hat um ihr die Wahrheit zu erzählen.


    Die Szene mit dem Mitkönig Magnus war schon heftig obwohl sie hier noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Immer können solche Aktionen nicht gut gehen.


    Der halsbrecherische Ritt und die Rettung von Heinrich war eine der Szenen, die mir Schauer über den Rücken jagden und mich ganz fesseln konnten. Auch als Heinrichs Vater dann Adolana die Schuld gab und später dann alles ans Licht kam - hier war ich von Waldemar und Gesine doch positiv überrascht


  • Dann aber die entscheidende Szene um Klein-Heinrich und seinem Halsbrecherischen Ritt. Die vorangegangene Darstellung der beiden buhlenden Kindermädchen, fand ich richtig gut. Immerhin hat sich Waldemar auch hier für Adolanas „Freispruch“ eingesetzt. Der Arme kam ja nun nicht gerade glimpflich davon. Umso schlimmer traf ihn dann auch sicherlich die eindeutige Abfuhr seiner Angebeteten.


    Ja, die fand ich auch sehr spannend und dramatisch :). Aber er zeigt auch die verschrobene Einstellung des Königs, denn auf der einen Seite wird doch vollkommener Gehorsam erwartet egal was auch immer getan wird von den Herrschenden Erwachsender oder nur Kind. Und plötzlich wird Adolana der Vorwurf
    gemacht, sie hätte selber eine Entscheidung gegen den Willen des kleinen Heinrich treffen sollen. Befehlsverweigerung also im eigentlichen Sinne oder?
    Da komme ich nicht so ganz mit, aber gut letztendlich konnte Adolana sich doch noch als Retterin outen und somit alles zum Guten wenden.


    Aber ein Widerspruch streckt trotzdem in solch einer bedingungslosen Unterordnung wie man an diesem Beispiel gut erkennen kann oder?
    Das Waldemar sich für Adolana eingesetzt hat mir schon auch gut gefallen, aber bei Adolana wird er nie auch nur eine Chance bekommen, dazu spukt der Junker Berengar viel zu sehr im Kopf/Herzen von Adolana herum ;).



    Interessant wie Gesine, ihren Frieden mit Adolana gefunden hat, denn für so eine doch von Männer umschwärmte/bevorzugte Frau muss es ein herber Schlag gewesen sein, dass da plötzlich jemand=Berengar ist, dem es egal ist was Gesine anstellt um ihn zu bezirtzen. Ob sie ein Luder ist stelle ich mal dahin, aber dieser dauerte Kampf um persönliche Stellung bzw. Wohlergehen ist sicherlich sehr hart. Denn wie schnell konnte man unten durch sein und dann....
    So versucht jeder so gut es geht über die Runden zu kommen oder? Möglicherweise mit manchmal eher unfairen Mitteln ;).

  • Hallo zusammen, na dann reiche ich uns allen doch gleich mal einen virtuellen Kaffee... :kaffee: ;D



    Ja, die fand ich auch sehr spannend und dramatisch :). Aber er zeigt auch die verschrobene Einstellung des Königs, denn auf der einen Seite wird doch vollkommener Gehorsam erwartet egal was auch immer getan wird von den Herrschenden Erwachsender oder nur Kind. Und plötzlich wird Adolana der Vorwurf
    gemacht, sie hätte selber eine Entscheidung gegen den Willen des kleinen Heinrich treffen sollen. Befehlsverweigerung also im eigentlichen Sinne oder?
    Da komme ich nicht so ganz mit, aber gut letztendlich konnte Adolana sich doch noch als Retterin outen und somit alles zum Guten wenden.


    Ich denke dies ist immer ein Dilemma wenn es um das Thema Schutzbefohlene innerhalb Machthirarchien geht.
    Da ist es immer sehr schwer zu entscheiden. Nur gut, dass ich wohl nie in solche Situationen geraden werde. ;D



    Richenza ist eine sehr interessante Figur. Sie taktiert und manipuliert, scheint aber doch bis zu einem gewissen Punkt Verantwortung für die Menschen in ihrer Umgebung zu tragen. Zumindest bisher, schwer zu sagen, wie sich das noch entwickeln wird.


    Stimmt. Für mich ist Richenza eine der interessantesten Figuren in diesem Roman. Noch dazu, da Marion mit ihr ganz sicher nicht völlig freizügig verfahren konnte, da sie ja eine historisch belegte Person der Geschichte darstellt.
    Marion. Es ist sicher sehr schwierig für eine Autorin hier eine Gratwanderung zwischen realer und fiktiver Geschichte zu ziehen? Oder mach dies vielleicht gerade den gewissen Reiz für dich aus?



    Das eine gefühlsmäßige Achterbahn hoch drei dieser Abschnitt und es kam echt alles vor was einen richtig guten Roman in meinen Augen ausmachen.
    Figuren, die spalten - die man entweder mag oder verabscheut und die dennoch das gewisse etwas haben. Aber auch Figuren, bei denen man nicht weiß woran man ist und die einen dann doch wieder überraschen können. .


    Jepp. So empfinde ich es auch. Und in Anbetracht der noch vor uns liegenden Seiten, kommt da wohl auch noch so einiges auf uns zu. :o 8)



    Eine Figur die meine Gefühle für sie richtig gehend spaltet ist Richenza - die kann ich einfach nicht einordnen. Einmal mag ich sie in ihrer Art, dann kommt mir wieder das Grausen wenn ich sehe wie sie Menschen manipuliert.


    Dies geht mir auch so, weshalb ich deine Aussage hier noch einmal für mich unterstreichen kann.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo alle Zusammen und hallo Marion, :winken:


    ich habe mit der Kaiserin Richenza eigentlich keine Probleme, denn wie ich schon mal geschrieben habe. Sie setzt ihr ganzes Tun und Wirken immer für ihre Familie ein. Klar manipuliert, aber sie ist sich ihrer Rolle durchaus auch bewusst ;).


    Im übertragenen Sinne ist sie auch eine Wölfin, die ein Rudel leitet oder? Was möglicherweise durch das Amulett auch mal Adolana bevor steht könnte. Ich stelle diese Vermutung mal hier einfach auf, denn dieses Amulett muss doch eine tiefliegende Bedeutung haben oder? Ich bin da die ganze Zeit immer noch am rumrätseln ???.


    LG..starone... :winken: :lesen:


  • Im übertragenen Sinne ist sie auch eine Wölfin, die ein Rudel leitet oder? Was möglicherweise durch das Amulett auch mal Adolana bevor steht könnte. Ich stelle diese Vermutung mal hier einfach auf, denn dieses Amulett muss doch eine tiefliegende Bedeutung haben oder? Ich bin da die ganze Zeit immer noch am rumrätseln ???.


    LG..starone... :winken: :lesen:


    Ich denke mal, das Amulett hat eher was mit Berengar zu tun - mit ihm, seiner Familie, seinen Vorfahren. Denn sie hat es ja von ihm bekommen

  • Ich denke mal, das Amulett hat eher was mit Berengar zu tun - mit ihm, seiner Familie, seinen Vorfahren. Denn sie hat es ja von ihm bekommen


    Ja, könnte sein ;). Hoffe, mal das es da keine verwandschaftlichen Verbindungen gibt zwischen den Beiden. Ich glaube, dass wäre dann keine gute Wendung :( oder?


    LG..starone... :winken: :lesen:

  • Ja, könnte sein ;). Hoffe, mal das es da keine verwandschaftlichen Verbindungen gibt zwischen den Beiden. Ich glaube, dass wäre dann keine gute Wendung :( oder?


    Spekulationen in alle Himmelsrichtungen finde ich ja immer gut. 8)
    Allerdings sehe ich es auch so, dass das Amulett eher ein Symbol aus Berengars Familie darstellt. Hatte er so etwas nicht sogar ganz vorne irgendwo erwähnt?
    Richenza oder Adolana habe ich bisher noch nicht damit in Verbindung bringen können. Also Adolana darf es natürlich tragen, ganz klar. ;) Aber es wurde ihr geschenkt. Und Richenza hatte es doch auch irgendwie erkannt. Zumindest kam es mir im vorangegangenen Abschnitt so vor.
    Ich warte ja momentan noch auf den Moment, da dieses Amulett noch eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen wird. ;D

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi


  • Ich habe gestern auch noch bis spät in die Nacht hinein an den Zeilen gehangen.
    Richenza ist eine sehr interessante Figur. Sie taktiert und manipuliert, scheint aber doch bis zu einem gewissen Punkt Verantwortung für die Menschen in ihrer Umgebung zu tragen. Zumindest bisher, schwer zu sagen, wie sich das noch entwickeln wird.


    Richenza finde ich auch eine der interessantesten Figuren in diesem Abschnitt - wie du sagst, Allegra, zwischen Machtmensch und verantwortungsvoller Herrin. Sie wägt ab und setzt die anderen ein, wie es ihr sinnvoll erscheint - und zeigt dabei große Menschenkenntnis.

  • Richenza finde ich auch eine der interessantesten Figuren in diesem Abschnitt - wie du sagst, Allegra, zwischen Machtmensch und verantwortungsvoller Herrin. Sie wägt ab und setzt die anderen ein, wie es ihr sinnvoll erscheint - und zeigt dabei große Menschenkenntnis.


    Ist sicherlich auch altersbedingt zu erklären, die Menschenkenntnis ;). Aber ich mag sie auch sehr gerne, so wie sie ist :). Ein echter Familienmensch eben....erst kommt die Familie, dann erst die Anderen.


  • Trotzdem habe ich auch ein wenig das Gefühl, dass sie den wirklich loyalen in ihrem Umfeld dann auch ihren Respekt zollt.


    Ich denke, dass Du bald in manchen Zeilen Dein Gefühl bestätigt siehst, auch wenn sich vll. Richenzas offensichtliche Gefühlsbekundungen in Grenzen halten ;)



    Denn irgendwie habe ich nun doch ein wenig Angst um sie. Sollte sie tatsächlich eines Tages versagen, zögert jemand wie Richenza sicher nicht, sie einfach fallen zu lassen.


    Ich bin sicher, dass Du hier nach den nächsten Kapiteln sicherer in Deiner Überzeugung sein wirst. Vorab zum Trost: Adolana ist stark und lässt sich nicht so leicht unterkriegen, das habt ihr ja bereits festgestellt. Von daher muss man sich um sie nicht ganz so große Sorgen machen :five:


  • Ich habe gestern auch noch bis spät in die Nacht hinein an den Zeilen gehangen.


    So habe ich das gerne ;D auch wenn es mir um Deinen mangelnden Schlaf leid tut! :schnarch:




    Aber was hatte sie für andere Möglichkeiten?


    Eigentlich keine weiteren... Adolana will sich durchbeißen und nicht aufgeben, denn gerade das Verhalten hat sie an ihrem Onkel verabscheut. Sie weiß aus eigener Erfahrung, das derjenige, der im Selbstmitleid zerfließt, keine großen Chancen mehr hat. :'(