Abschnitt 1: Anfang bis Ende Kapitel 2 (S.68)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 11.11. zur Leserunde zu dem Buch "Das Amulett der Wölfin" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Marion Henneberg, die uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Marion, mit dabei bist! :-*


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQs durch. Postet hier bitte erst, wenn Ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder Fragen habt. Die Beiträge „Buch liegt bereit, ich fange heute abend an“ ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 68 schreiben. :)
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim :lesen:
    Die folgenden Bilder sind ein ganz besonderes Bonus-Leckerli von Marion Henneberg. 8)

    Liebe Grüßle
    Marion :winken:


    [Blockierte Grafik: http://www.marion-henneberg.de…lett-liebfrauenkirche.jpg]


    Foto von der 1000jährigen Liebfrauenkirche in Halberstadt

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hallo alle Zusammen und liebe Marion Henneberg, :winken:


    ohne Umschweife bekommt man gleich eine Einblick wie man sich das Jahr 1133 so vorstellen muss. Brutal Kriege waren an der Tagesordnung und jeder ist sich selbst erst mal der Nächste.
    So lernen wir den jungen neunzehnjährigen Berengar der als Knappe bei Graf Siegfried von Bomeneburg in Dienst steht kennen. Desweiteren gibt es als zweiten Handlungsstrang die auch noch recht junge Grafentocher Adolana, die zusammen mit ihren Onkel mehr schlecht als recht auf Burg Wohldenberg lebt und wohnt und zu allem Überfluss auch noch durch ihren Onkel gezwungen wird zu einer Zwangsehe mit Waldemar von Bregenstein. Den sie zwar nicht kennt, aber mutig wie Adolana ist möchte sich ihren zukünftigen Mann gerne an schauen und gerät zusammen mit Johannes einem Bediensteten ihres Onkels, der leider mit einer Behinderung leben muss in eine schwierige Situation , denn sie belauscht ein Mordkomplott auf dem Anwesen des Grafen von Bregenstein. Sie flieht zusammen mit Johannes, nachdem sie entdeckt von des Grafenleute, wobei sich Johannes opfert und es sich herausstellt , dass Waldemar wohl auch in der Sache mit drin streckt.
    Aber das Mädchen verschont, vom dem er denkt das es nur ein Bauernmädchen ist. Adolana hat ihren zukünftigen Ehemann, aber sehr wohl erkannt.


    Wieder zu Hause bei ihren Onkel, rät er ihr kein Sterbenswort über das Geschehene zu verlieren.


    Die Handlungsstränge sind überschaubar und die entsprechenden Personen dazu sehr gut beschrieben, dass gefällt mir sehr gut.


    Ob die mutige Adolana mit diesem Wissen leben kann, welche Verbindung gibt es zu dem Knappen Berengar und was wird mit Waldemar?
    Ich bin gespannt wie es weitergeht.


    Ein paar Sachen sind mir noch so aufgefallen. 1) Seite 9 den baierischen Herzog Heinrich. Wieso wird baierisch mit "bai" statt mit "bay" geschrieben. Oder wurde früher Bayern möglicherweise anderster geschrieben. 2) Seite 62 : vor allem ihre gemeine innere Stimme, was bedeutet das denn , also ich verstehe da den Sinn nicht so recht ::).


    Schöne Geschichte bis jetzt :).



    LG..starone... :winken: :lesen:

  • Zunächst mal hallo liebe Leserunde, hallo Marion. Ich freue mich, mit euch allen Das Amulett der Wölfin zu lesen. Ich habe bisher noch keines der anderen Bücher von dir, Marion gelesen (peinlich, eigentlich :-[), deshalb wurde es nun mal langsam Zeit. Die Lesungen habe ich immer sehr gemocht, auch wenn ich dienstlich dort war ;D


    Ich werde jetzt erst mal meine Eindrücke zum ersten Abschnitt posten und danach erst ansehen, was schon geschrieben wurde :winken:




    Im Prolog lernen wir erstmal Berengar kennen, der seinen Bruder im Krieg/Kampf (ist das schon ein "richtiger" Krieg?) verliert, auf ziemlich grausige Weise. Er wird recht sympathisch beschrieben.


    Danach geht es weiter mit der Hauptperson, Adolana (der Wölfin?). Da habe ich auch gleich eine Frage:
    Ihr Onkel, bezeichnet sie als "Erbtochter", obwohl sie ja seine Nichte ist. Ist "Erbtochter" vielleicht zu der Zeit einfach der Ausdruck für den weiblichen Erben gewesen?
    Ihre Situation ist jedenfalls alles andere als beneidenswert, für mich wäre das ja die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub (Kloster/erzwungene Heirat)


    Ich kann ja verstehen, dass sie sich den unbeliebten Ehemann in spe zuerst mal angucken will ;D
    Was daraus wird, ist allerdings weniger schön, das sind ja schaurige Dinge, die Adolana da in der Kirche mitanhört ... :o
    Ich war ja schon sehr gespannt, was sie jetzt unternehmen will, doch dank Johannes' unbedachter Äußerung kommt alles ganz anders. Ich war richtig geschockt, als Johannes Adolana aus Versehen verraten hat und konnte den Grafen regelrecht vor mir sehen, wie er langsam den Kopf zu Adolana dreht. Und dann wird auch noch während der Flucht unterbrochen - noch so weit am Anfang im Buch und schon so spannend! ;D


    Weiter geht es mit Berengar. Die Bemerkung über seinen Vater fand ich ganz interessant, schon wieder so eine harte Vaterfigur. Ich habe erst kürzlich in einem anderen Buch einen garstigen Vater gehabt, der fiel mir natürlich sofort ein. >:(
    Bei dem Bauernmädchen mit dem Hühnerkarren habe ich natürlich sofort an Adolana inkognito gedacht, aber da lag ich wohl falsch. Schön von Berengar, dass er helfen will, auch auf die Gefahr hin, seinen strengen Herrn zu verärgern.
    Das Treffen mit Burchard von Loccum (Oh Schreck, das ist doch das Opfer des geplanten Anschlages :o) fiel dann ja etwas anders aus, als erwartet. Ich hoffen mal, dass für Berengar das Buch nicht schon gleich wieder vorbei ist ... :o


    Adolana hat ja mehr Glück als Verstand. Ich war ganz gespannt, ob Waldemar sie wirklich übersehen hat, oder ob er vielleicht anders als sein Onkel, doch eher ein weiches Herz hat. Adolana nimmt ihr Schicksal also spontan lieber selbst in die Hand, recht so. ;D Schnell erfährt man, dass Waldemar Adolana nicht nur nicht übersehen hat, er hat sie auch noch anhand des Portraits erkannt. Und entführen will er sie auch noch. Da kann ich nur inständig hoffen, dass er die Rechnung ohne Adolana (und vielleicht Berengar? :herz: Den Burschen habe ich ja schon ins Herz geschlossen) gemacht hat ...


    Insgesamt gefällt mir sehr, dass alles so schön beschrieben wird. Ich kann mir alles richtig bildlich vorstellen. Das ist mir auf den Lesungen auch schon aufgefallen. Und klasse finde ich, dass wir hier auch die Bilder bekommen. 8)

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

    Einmal editiert, zuletzt von Räubertochter ()


  • Seite 62 : vor allem ihre gemeine innere Stimme, was bedeutet das denn , also ich verstehe da den Sinn nicht so recht ::).


    Damit ist sicher gemeint, dass sie sich natürlich schuldig an Johannes' Tod :'( fühlt, und es deshalb umso schlimmer für sie wäre, wenn sie dann auch noch einfach so darüber hinwegginge.

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

  • Damit ist sicher gemeint, dass sie sich natürlich schuldig an Johannes' Tod :'( fühlt, und es deshalb umso schlimmer für sie wäre, wenn sie dann auch noch einfach so darüber hinwegginge.


    Klar eine innere Stimme hat meist eine positive oder negative Wirkung, denn es geht um ein Bauch/oder auch Herzgefühl und Gefühle egal welche Art können vieles bewirken. Ich finde halt diese Wort "gemeine" in dem zitierten Satz einfach unpassend und überflüssig zu.


    LG..starone... :winken:

  • Der Anfang des Buches hat mich ja wirklich sehr beeindruckt. Sofort wurde ich gefangen von der doch so grausigen Szenerie des Gemetzels. Meine Gedanken Ach, wie sauber sind dagegen die heutigen Kriege - kein Angesicht zu Angesicht, sondern aus der Distanz niedermetzeln.


    Ja, dass hat mich auch recht beeindruckt, dass uns Marion gleich ein grausiges Gemetzel vor Augen geführt hat und so mit auch das normale Leben in dieser Zeit nicht ausgeblendet hat ;). Wobei ich jetzt nicht finde, dass es in heutigen Kriegen besser zu geht , wenn man da überhaupt von "sauer" reden sollte, sorry Kalimba, besonders in armen Länder wo z.B. Krieg wegen Land, Unterdrückung und der allgemeinen Not/Hunger geführt wird. Kämpfen die Menschen immer noch von Angesicht zu Angesicht gegen ihre Feinde, nur zum Teil heute mit besseren Waffen/Möglichkeiten als früher, denn auch in unserer Zeit ist die Armee/ sind Söldnertruppen oder ähnliche Gruppierung wirklich kein Fremdwort, welches in unserem Sprachgebrauch/Tuen nicht mehr vorkommt oder?



    LG..starone... :winken: :lesen:

  • Hallo liebe Leserunde.
    Hallo liebe Marion. Toll dass du uns hier begleitest.


    Es ist ja mein erstes Buch aus deiner Feder, und wie auch schon im Thread der allgemeinen Fragen von starone erwähnt, sind mir zuvor noch keine deiner Bücher in den Regalen der Buchhandlungen explizit aufgefallen. Dies wird sich nun wohl in Zukunft etwas ändern, da mir der Einstieg in dieses Buch bisher richtig gut gefallen hat.


    So war zum Beispiel der Prolog, aus der Perspektive des Junkers Berengar, für meinen Geschmack sehr gelungen. Hier kam die düstere und bedrückende Stimmung so richtig bei mir herüber. Der junge Mann hat mir da wirklich sehr leid getan. Aber auch die sechzehnzährige Adolana kann einem ja nun wirklich leid tun. Da hatte sie doch eigentlich ein so gutes Verhältnis zu ihrem Onkel und der verschachert ihre Zukunft einfach beim Würfelspiel. :o Dabei scheint Adolana doch wirklich ein ganz nettes Mädel *hüstel* Fräulein zu sein. Ich finde es richtig herzig, wie sie sich um den verkrüppelten, kleinen Johannes kümmert. Da wird mir gleich das Herzle warm. Aber ich will auch nicht unerwähnt lassen, wie stolz ich beim Lesen auf den armen Johannes war, als er im letzten Augenblick Adolana den entscheidenden Schwupps in die Böschung gegeben hat. Für mich war es rührend, wie er sich hier für Adolana geopfert hat. Ob Waldemar die in den Büschen versteckte Adolana tatsächlich nicht gesehen hat, habe ich mich beim Lesen an dieser Stelle dann gefragt…


    Der achzehnjährige Waldemar ist mir nun doch ein wenig suspekt. Einerseits scheint er ja nun wirklich keine bösartige Ader zu haben. Schließlich ist er in die Geschehnisse rund um das Attentat sowie die Ermordung des kleinen Johannes mehr oder weniger durch seine Verwandten mit hinein gezogen worden. Ja, er hat sich sogar gesträubt mitzumachen. Andererseits stellen sich bei mir natürlich die Nackenhaare, wenn ich höre, wie besessen seine Gedanken von Fräulein Adolana sind. :o Doch der Satz auf Seite 66 lässt dennoch hoffen. „Waldemar würde sich lieber die Zunge herausschneiden, als Adolana zu verraten.“ Hier scheint doch noch sehr viel Potenzial dahinter zu stecken, welches uns noch so einige Überraschung bereiten kann.


    Vor dem bösartigen Grafen von Winzenburg werden wir sicher noch hören. Mich schüttelt es ja immer vor solchen Menschen. Da erscheint mir Berengars Begleiter Graf Siegfried doch gleich eine ganze Ecke angenehmer. Hart aber gerecht, viel mir hier spontan zu ein.


    Alles in Allem für mich ein sehr guter Beginn. Zumal „Das Amulett der Wölfin“ gleichsam gespickt mit historischen Hintergrundwissen zu sein scheint. Hier lasse ich mich gerne noch weiter „unterrichten“. Denn schließlich genieße ich meist eine Horizonterweiterung meinerseits, die so lebendig bereichert wird.


    Liebe Grüssle
    Marion :winken:

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Sodele, nun zu euren Meinungen...



    Desweiteren gibt es als zweiten Handlungsstrang die auch noch recht junge Grafentocher Adolana, die zusammen mit ihren Onkel mehr schlecht als recht auf Burg Wohldenberg lebt und wohnt und zu allem Überfluss auch noch durch ihren Onkel gezwungen wird zu einer Zwangsehe mit Waldemar von Bregenstein. Den sie zwar nicht kennt, aber mutig wie Adolana ist möchte sich ihren zukünftigen Mann gerne an schauen und...


    Diese Anwandlung von Adolana, sich zuvor doch unbedingt ihren Verlobten anzuschauen hat mir dieses Fräulein doch gleich einmal sehr sympathisch gemacht. Sie scheint somit gleich schonmal mutig und tatkräftig zugleich. Dass ihr "Ausflug" natürlich in einer Katastrophe endet, konnte sie natürlich zuvor nicht erahnen.



    Im Prolog lernen wir erstmal Berengar kennen, der seinen Bruder im Krieg/Kampf (ist das schon ein "richtiger" Krieg?) verliert, auf ziemlich grausige Weise.


    Ich glaube nicht, dass es sich hier bereits um einen richtigen Krieg handelt. Eher um eine Fehde oder etwas ähnliches.



    Ich war ja schon sehr gespannt, was sie jetzt unternehmen will, doch dank Johannes' unbedachter Äußerung kommt alles ganz anders. Ich war richtig geschockt, als Johannes Adolana aus Versehen verraten hat und konnte den Grafen regelrecht vor mir sehen, wie er langsam den Kopf zu Adolana dreht.


    Stimmt. Als Johannes diese Bemerkung herausrutschte, fiel mir wie in Zeitlupe die Kinnlade herunter während meine Augen wohl ganz groß wurden. Ich war in diesem Augenblick richtig geschockt. :o


    Damit ist sicher gemeint, dass sie sich natürlich schuldig an Johannes' Tod :'( fühlt, und es deshalb umso schlimmer für sie wäre, wenn sie dann auch noch einfach so darüber hinwegginge.


    Dies hatte ich auch so verstanden, wir Räubertochter. Da nagt wohl eine sehr gemeine, innere Stimme in Adolana, die ihr unterschwellig die Schuld an Johannes Tod geben will.



    Dann der Leichenfund des Bruders - nahezu unverletzt - und dann! Tolle Dramatik in dieser Szene.


    Diese Szene war wirklich sehr eindringlich.



    Klar eine innere Stimme hat meist eine positive oder negative Wirkung, denn es geht um ein Bauch/oder auch Herzgefühl und Gefühle egal welche Art können vieles bewirken. Ich finde halt diese Wort "gemeine" in dem zitierten Satz einfach unpassend und überflüssig zu.


    Kann man sicher auch so empfinden. Für mich ist diese "gemeine" Stimme wirklich sehr gemein. Arbeitet sie doch gegen ihr eigenes Ich.
    Sie redet Adolana etwas ein, was ihr schadet, sie bedrückt und womöglich noch schlimmeres. Sowas empfinde ich schon als gemein. ;)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Kann man sicher auch so empfinden. Für mich ist diese "gemeine" Stimme wirklich sehr gemein. Arbeitet sie doch gegen ihr eigenes Ich.
    Sie redet Adolana etwas ein, was ihr schadet, sie bedrückt und womöglich noch schlimmeres. Sowas empfinde ich schon als gemein. ;)


    Ich glaube, dieser Satz ist ein typischer Fall für reine Empfindungssache ;).Und da ist jeder anderster gepolt :).

    Diese Anwandlung von Adolana, sich zuvor doch unbedingt ihren Verlobten anzuschauen hat mir dieses Fräulein doch gleich einmal sehr sympathisch gemacht. Sie scheint somit gleich schonmal mutig und tatkräftig zugleich.


    Ja, unsympathisch ist mir das junge Fräulein Adolana jetzt auch nicht ;), aber was wäre wenn die "Fleischbeschau" nicht so positiv ausgefallen wäre, möchte ich gerne mal nachhacken? O.K. sie hat jetzt die Sache mit dem Komplott und dem Tod von Johannes am Hals :o. Wäre es dann noch wirklich mutig oder gar nur einfach dumm oder jugendlicher Übermut/Leichtsinn, den man Adolana hier an kreiden müsste? Ich bin mir da nicht so sicher ::).


  • Ja, unsympathisch ist mir das junge Fräulein Adolana jetzt auch nicht ;), aber was wäre wenn die "Fleischbeschau" nicht so positiv ausgefallen wäre, möchte ich gerne mal nachhacken? O.K. sie hat jetzt die Sache mit dem Komplott und dem Tod von Johannes am Hals :o. Wäre es dann noch wirklich mutig oder gar nur einfach dumm oder jugendlicher Übermut/Leichtsinn, den man Adolana hier an kreiden müsste? Ich bin mir da nicht so sicher ::).


    Ob positiv oder nicht. Ich wäre auch vorher kucken gegangen, wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte. ;D
    Und wenn mir mein zwangsläufig Verlobter nicht gefallen hätte oder ich mir eine einigermaßen friedliche Ehe nicht hätte vorstellen können, hätte ich natürlich an Adolanas Stelle alles versucht, um die Beteiligten umzustimmen. Ob dies etwas gebracht hätte sein jetzt nun dahin gestellt. Aber warum soll es dumm sein, wenn man sich nicht einfach nur so verschachern lassen will sondern einfach ein gewisses Mitspracherecht oder zumindest eine eigene Meinung haben möchte?

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Ich sehe das wie apassionata - Adolana hat ja bei ihrem Onkel ein recht selbstbestimmtes Leben geführt. Da ist das "vor der Heirat zumindest mal angucken wollen" eigentlich nur die logische Konsequenz. :winken:

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

  • Hallo alle Zusammen und hallo Marion, :winken:


    ich habe da auch kein Problem "mit dem Schauen" ;), nur was bringt es ihr denn in ihrer persönlichen Situation? Gerne gebe ich mal zu bedanken in welcher Zeit die Geschichte spielt und welchen Stellenwert da eine Frau/Mädchen hatte, auch wenn sie wie hier von höherer Herkunft war/ist ;). Ich glaube nämlich nicht, dass sie viele Wahlmöglichkeiten hatte, wenn man ihr allgemeines Umfeld betrachtet. Keine Eltern mehr, nur den Onkel, er ist auch nicht mit sich und seiner Welt im Reinen ist nach dem Tod seiner geliebten Frau. Ein Heim=Burg...die nur halbfertig ist.


    Am Anfang fand ich ihr Verhalten auch mutig, aber jetzt habe ich halt da so meine persönlichen Zweifel ???.
    :winken:


  • nur was bringt es ihr denn in ihrer persönlichen Situation?


    Die Hoffnung, ihren Onkel bei Nichtgefallen noch umstimmen zu können - schließlich ist er ganz vernarrt in sie und hat ihr bisher anscheinend immer nachgegeben.
    Außerdem ist Adolana wohl eher nicht der Typ Frau, resp. Mädchen, die ohne den Versuch, etwas zu ändern, die Flinte ins Korn schmeißt, nur weil ein Gelingen unwahrscheinlich ist. ;)

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  • ich habe da auch kein Problem "mit dem Schauen" ;), nur was bringt es ihr denn in ihrer persönlichen Situation?


    Wie wäre es mit der einfachsten Sache der Welt... die es übrigens auch in dieser Zeit ganz sicherlich schon gab.
    Nämlich mit der Befriedigung der Neugierde.
    Für mich persönlich ein Urinstinkt, den es schon sicherlich seit Anbeginn der Menschheit gab. ;D


    Die Hoffnung, ihren Onkel bei Nichtgefallen noch umstimmen zu können - schließlich ist er ganz vernarrt in sie und hat ihr bisher anscheinend immer nachgegeben.
    Außerdem ist Adolana wohl eher nicht der Typ Frau, resp. Mädchen, die ohne den Versuch, etwas zu ändern, die Flinte ins Korn schmeißt, nur weil ein Gelingen unwahrscheinlich ist. ;)


    Diese Argumentation unterstreiche ich doch gerne auch für mich. :)
    Zusätzlich, versteht sich. ;)

    &quot;Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.&quot; Mahatma Gandhi

  • Hallo ihr Lieben!


    Supertoll, dass schon so viele Eindrücke von Euch hier stehen! :D


    Ich bin leider noch ziemlich platt von dem Historica-Wochenende, so dass ich mir erst morgen in aller Ruhe Eure Beiträge durchlesen werde.


    Eine Frage habe ich noch, da ich das bisher nicht so erlebt habe: Wird eigentlich hier auch erwartet/gewünscht, dass ich als Autorin auf
    Eure Beiträge eingehe, weil doch apassionata bereits Antworten schreiben. Nur damit ich das auch richtig mache ???


    Ich wünsche Euch weiterhin spannende Lesestunden und grüße herzlich! :winken:


    Marion

  • Ich habe den ersten Teil heute durchgelesen, aber ich fand den Einstieg gar nicht so einfach, wie die meisten hier.
    Ich habe noch ein ziemliches Durcheinander mit den verschiedenen Heinrichs und überhaupt mit dem historischen Hintergrund. Der ist mir leider noch gänzlich unbekannt. ::)


    Ich kann die Personen auch nicht wirklich mit der Stammbaum Darstellung S. 6 zur Deckung bringen, aber ich denke, dazu ist es vermutlich noch zu früh.


    Auf jeden Fall habe ich die Geschichte um Adolana im Wesentlichen schon verstanden, dass ich mit den Beiträgen im Forum bestimmt zurecht komme (wenn ich dann mal Ruhe finde, sie zu lesen. ;) )

  • Hallo Marion,
    ich hoffe die Historica hat dir viel Spaß und Freude bereitet.


    Was deine Frage betrifft. Klar, kannst du gerne auf einzelne Fragen und Eindrücke der Leser in ihren Beiträgen eingehen.
    Nur weil vielleicht jemand vor dir antwortet, solltest du dich jetzt ganz sicher nicht ausgebremst fühlen. Denn nur du weißt ja, wie du was im Buch gemeint hast. ;)


    Nur zu. Wenn dir der Sinn danach steht, kannst du (natürlich ohne zu spoilern) gänzlich mitdisskutieren, klarstellen oder zurechtrücken. ;D
    Oder dich einfach gemütlich zurücklehnen und nur auf direkte Fragen eingehen. Dies wird von den Autoren ganz unterschiedlich gehandhabt.
    Aber nur keine Scheu, hier darf ein Jeder sagen, was er gerade meint. ;)


    Liebe Grüssle
    Marion :winken:

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  • Ich habe den ersten Teil heute durchgelesen, aber ich fand den Einstieg gar nicht so einfach, wie die meisten hier.
    Ich habe noch ein ziemliches Durcheinander mit den verschiedenen Heinrichs und überhaupt mit dem historischen Hintergrund. Der ist mir leider noch gänzlich unbekannt. ::)


    Ab S. 587 ist eine Chronologie der historischen Ereignisse, die hilft mir ein wenig, den Überblick zu behalten. Ich finde die vielen Heinrichs auch recht verwirrend und musste auch schonmal zurückblättern, weil mir ein Fragezeichen im Gesicht stand :err:

    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

  • Ab S. 587 ist eine Chronologie der historischen Ereignisse, die hilft mir ein wenig, den Überblick zu behalten. Ich finde die vielen Heinrichs auch recht verwirrend und musste auch schonmal zurückblättern, weil mir ein Fragezeichen im Gesicht stand :err:


    Vielen Dank für den Hinweis mit der Chronologie - wäre mir bestimmt nicht aufgefallen und kann doch sicher hilfreich sein! Mir gefällt Abschnitt 1 sehr gut, die meisten Personen sind sehr sympathisch dargestellt, vor allem natürlich Adolana (schöner Name, den ich noch nie gehört habe) und Berengar (diesen Namen kenne ich aus "Der Name der Rose", mein erster historischer Roman) - aus ihnen wird sicherlich ein Paar...
    Ich bin auch noch etwas verwirrt über die historischen Zusammenhänge, wer da mit wem und gegen wen intrigiert, aber das wird sich sicher noch aufklären.

  • Schön, hier auf ein Foto der Liebfrauenkirche zu stoßen! Das ist eine tolle Idee. Und bevor ich angefangen habe, zu lesen, habe ich erst einmal die vorkommenden Orte und Burgen gegoogelt, um einen besseren Eindruck zu haben. Dazu passt das Foto natürlich.


    Insgesamt gefällt mir im ersten Abschnitt die Atmosphäre sehr gut, die durch die genauen Beschreibungen entsteht. Man ist als Leser direkt gefangen im Mittelalter und erfährt am Rande der Geschichte noch einige wissenswerte Details.


    Die handelnden Personen sind mir bisher leider noch nicht sehr sympathisch geworden. Aber dies kann ja noch kommen. ;) Übrigens erscheint mir Adolana auch eher tapfer. Schließlich kann man es nachvollziehen, dass sie sich darum Gedanken macht, wer ihr Ehemann wird. Und dafür setzt sie sich eben auch ein.


    Ebenfalls vielen Dank für den Hinweis auf die Chronologie! Dort hinten wäre er mir nie aufgefallen.


    Ich finde es immer spannend, wenn Autoren hier mitkommentieren. Also von mir aus gerne, Frau Henneberg! ;D