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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Zum Inhalt:
    Arienne ist Reporterin und verfolgt schon seit längerem eine Serie mysteröser Morde an Obdachlosen, bei denen ihr ein gemeinsames Muster aufgefallen ist. Beim jüngsten Mord erhält sie nun Unterstützung in Form des erfahrenen Polizeireporters Tom. Obwohl Ari erst skeptisch ist, tun die beiden sich für die Ermittlungen zusammen.


    In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir eine geheimnisvolle Gruppe kennen. Eigentlich möchte ich hier gar nicht mehr schreiben, um nicht zu viel zu verraten. Durch einen Neuling in dieser Gruppe wird dem Leser alles wunderbar erklärt, wobei sich von Anfang an eine ganze Reihe Fragen auftun.


    Meine Meinung:
    Für mich waren „Die Wächter Edens“ das erste Buch, das ich von Stephan R. Bellem gelesen habe. Obwohl mich dieses Buch inhaltlich nicht gänzlich überzeugt hat, wird es nicht das letzte gewesen sein, denn der Schreibstil und die Ideen haben mir gut gefallen.


    Mein größter Kritikpunkt ist die Länge des Buches – ich fand es nämlich einfach zu kurz und daher blieben für mich die Charaktere zu oberflächlich. Gerade bei den skurrilen Nebenfiguren wurde so einfach viel Potential verschenkt, diese tauchen meist nur einmal kurz auf und das war es dann. Bei den Hauptcharakteren war es besser, aber auch hier hätten die Konflikte und Entscheidungen detaillierter geschildert werden können.


    Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und freue mich darauf, es mit einem anderen Buch von Stephan noch einmal zu probieren!


    Zur Leserunde:
    Durch Stephans Erläuterungen konnte ich einiges besser verstehen, was mir im Buch einfach zu kurz kam – vielen Dank hierfür! Auch Deine Art, mit unserer Kritik umzugehen, fand ich super! Auf diese Art sind Leserunden, gerade bei Büchern, die mich nicht so ganz überzeugen können, immer wieder ein tolles und spannendes Erlebnis!

  • Meine Rezension zu "Die Wächter Edens"


    Nach den Büchern um den Kontinent Kanduras und "Portal des Vergessens" ist "Die Wächter Edens der nunmehr fünfte Roman aus der Feder von Stephan R. Bellem. Positiv zu vermerken ist der sehr flüssige Schreibstil, indem man wieder Steigerungen zu früheren Werken Bellems erkennen kann und ebenso das die Spannung für mich beim Lesen so gut wie immer gegenwärtig war.
    Die zwei Hauptprotaginisten Arienne, die Reporterin und Antonio, ein Schweizergardist kommen sehr sympathisch und glaubwürdig an, nur im Finale wirkten einige Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehbar, doch dazu später.
    Die Geschichte beginnt mit einer Jagd durch eine verlassene U-Bahnstation. Am nächsten Morgen ist der Verfolgte nur noch ein verbrannter Leichnam. Arienne, die bereits zuvor in zwei ähnlichen Fällen recherchiert hat geht der Sache nach. Begleitet wird sie dabei von ihrem erfahrenem Kollegen Tom, der als Journalistenveteran noch den einen oder anderen Kniff auf Lager hat. Die Suche nach dem Täter wird bald gefährlich...denn es scheinen nicht nur Menschen die Stadt zu bevölkern.
    Antonio, ein Mitglied der Schweizergarde wird nach Deutschland gesendet um sich der Organisation der "Paladine" anzuschließen, die von dem mysteriösen Vincent angeführt wird. Doch was hat es mit ihm und seinem verhassten Erzgegner Nathanael wirklich auf sich? Und Antonio muss erfahren, dass Dracula persönlich nur wenige Blocks entfernt haust.
    Alles in allem ist "Die Wächter Edens" ein sehr spannender und gut unterhaltender Roman. Nur im letzten Drittel beginnt das Buch zu schwächeln. Einge Entscheidungen wirken unnachvollziehbar, das Ende geht viel zu schnell vorüber und auch ein paar fragen bleiben offen.
    Ich hatte das Glück in der Leserunde ständigen Kontakt mit dem Autor zu haben, so das vieles von dem was ich eben aufgezählt hatte, für mich zufriedenstellend erklärt wurde. auch die Hintergründe waren sehr interessant. Schade, dass Stephan R. Bellem hier Potenzial verschenkt hat, das das Buch zweifelsohne gehabt hätte. Auch die Fantasygestalten (unter denen auch meine Lieblingsfigur ist) kommen viel zu kurz.
    Trotzdem, auch wenn "Die Wächter Edens" gegen Ende Schwächen zeigt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen. es hat Spaß gemacht, Theorien aufzustellen was es mit Nathanael und Vincent auf sich hat und natürlich gab es auch Diskussionen über die biblischen Aspekte. insgesamt ein spannendes Buch, dessen Möglichkeiten aber leider nicht vollständig genutzt wurden.


    LG,
    fisherman

  • So, dann kommt nun auch mal mein Fazit. Ich würde mich freuen, wenn noch das ein oder andere von euch folgen würde.


    Klappentext
    Die junge Reporterin Arienne verfolgt eine grauenerregende Mordserie an Obdachlosen. Die Opfer sind stets bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Doch die Polizei will der Sache nicht nachgehen. Je mehr Nachforschungen Arienne anstellt, desto mehr wird ihr bewusst, dass die Morde Teil einer uralten Fehde sind. Und plötzlich gerät sie zwischen die Fronten eines Krieges, der schon seit Ewigkeiten tobt.??
    Als der Schweizergardist Antonio plötzlich in eine kleine Kirche mitten in Deutschland geschickt wird, ahnt er nicht, dass sich dahinter das größte Abenteuer seines Lebens verbirgt. Doch schon bald nagt die Frage an ihm, ob er dem charismatischen Vincent wirklich vertrauen kann oder ob der Mann nicht einer eigenen dunklen Agenda folgt.


    Meine Meinung
    Die Geschichte wirft den Leser gleich mitten ins Geschehen und lässt ihn eine Hinrichtung mitverfolgen, die gleich eine etwas dunkle und unheimliche Atmosphäre entstehen lässt. Der Beginn war also äußerst vielversprechend und auch der weitere Verlauf der Handlung war spannend und temporeich zu lesen. Leider zog das Tempo dann im letzten Drittel etwas zu viel an und und es ging mir am Ende alles ein bisschen zu schnell und ich hätte mir einige Seiten mehr gewünscht, um die Vorgänge noch mehr zu erklären und zu vertiefen. So blieben einige Dinge am Schluss etwas unverständlich und es wurde die Chance vertan, bei dem ein oder anderen Charakter dessen Motivation bzw. dessen Entwicklung noch deutlicher zu machen.


    Insgesamt blieben auch leider die Figuren etwas blass, was auch ein Grund ist, warum ich mir mehr Seiten für die Geschichte gewünscht hätte. Ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen über die Paladine und ihre Arbeit/Gründung gewünscht und gerne mehr über die beiden Engel und ihre Gedanken und ihre gemeinsame Vergangenheit erfahren. Zudem gab es einige überraschende Nebencharaktere, die so einen starken Eindruck auf mich machten, dass ich gerne noch mehr von ihnen gelesen hätte, die aber leider nicht mehr weiter ausgebaut wurden. So war Arienne die einzige, von der man etwas mehr erfahren durfte und ein bisschen auch Toni, denn aus der Sicht dieser beiden Charaktere wurde die Geschichte erzählt.


    Trotzdem hat mir der Roman und die Idee dahinter sehr viel Spaß gemacht und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Der klare und temporeiche Schreibstil gefiel mir sehr gut. Unterschiedliche und z. T. überraschende Figuren und unheimliche Geschehnisse sorgten für Spannung und einen leichten Gruseleffekt, aber auch der Humor kam nicht zu kurz. Ein paar Momente, die zum Nachdenken anregten, haben mir auch gut gefallen. So kann ich nur bedauern, dass den Figuren und der Handlung nicht etwas mehr Zeit gegeben wurde, denn das ist das einzige, was mir hier ein bisschen gefehlt hat.


    Zur Leserunde
    Mir hat die Runde sehr viel Spaß gemacht, denn es ist immer wieder spannend, gemeinsam zu spekulieren. Ganz besonders danke ich dir, Stephan, dass du uns so engagiert und sympathisch begleitet hast. :-* Ich hoffe, du hattest auch wieder Spaß hier bei uns. Aber davon gehe ich fast aus, denn die nächste Runde mit dir kommt ja schon bald. ;D

  • zum Buch:


    Arienne steht noch ganz am Anfang ihrer Laufbahn zur Journalistin. Sie lebt in einfachen Verhältnissen und hat eine bewegte Vergangenheit. Um sich nicht ständig den Kopf über persönliche Dinge zerbrechen zu müssen, steckt sie ihre ganze Energie in Recherchen zu einer grausamen Mordserie an Obdachlosen. Obwohl nicht gänzlich von ihrer Spürnase überzeugt, kommt ihr der Reporter Tom mit seiner jahrelangen Erfahrung zu Hilfe. Tatsächlich erreichen sie zusammen erste Ermittlungserfolge und kommen Ereignissen auf die Spur, die schon ewig im Verborgenen geschehen. Ein uralter Kampf übernatürlicher Mächte und eine Gruppe Wächter, die die Menschheit schützt und ein biblisches Ziel verfolgt. Aber ist dieser Weg auch der Richtige?


    Arienne habe ich sofort gemocht. Das lag vorallem an der Spannung um sie herum. Sie ist der Mittelpunkt des Geschehens, ermittelt in den Mordfällen und hat doch selbst viele Geheimnisse. Stephan R. Bellem beherrscht es, mich als Leser neugierig zu machen und baut die Geschichte um Arienne weiter auf. Ein Hightlight waren für mich die Nebencharaktere. Sie waren anders, hatten Charme und Witz. Gern hätte ich mehr von ihnen gelesen. Im ganzen Roman haben sie leider nur kleine Rollen, aber waren dafür am einprägsamsten. Mit etwas mehr Raum für die Geschichte hätte man weitaus mehr rausholen können.


    Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen, aber es ging alles sehr schnell. Einige Details konnte ich aufgrund des Tempos nicht gleich erfassen. Der Autor setzt Akzente und regt zum Nachdenken an. Das Thema Glaube spielt natürlich auch eine Rolle. Ich persönlich bin mit den Hintergründen nicht so vertraut und konnte nicht all das begreifen, auf das angespielt wird. Dadurch fehlen mir ein paar Denkansätze. Ich habe "Die Wächter Edens" eher als düsteren Fantasy-Krimi gesehen. Ohne ein typisches Happy End sorgte der Roman für nette Unterhaltung.


    zur Leserunde:
    Natürlich hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Das Buch eignete sich super zum Spekulieren. Ein ganz besonderes Danke an Stephan. Du hast die Runde souverän begleitet, mir mit deinen Erläuterungen geholfen und bist super mit unserer Kritik umgegangen. Ich freue mich schon auf die nächste Runde. :winken:

  • Ich habe es endlich auch geschafft, meine Meinung in Worte zu packen:


    Neuartig ist nicht das Adjektiv, dass mir anhand der Inhaltsangabe einfallen würde. Die Idee, dass unbemerkt von den Menschen auch andere Wesen auf Erden wandeln, wurde schon von vielen Autoren aufgegriffen. Um zu unterhalten muss man das Rad aber auch nicht jedes Mal neu erfinden.


    Was aber Ungewöhnlich ist: es handelt sich bei diesem Urban Fantasy-Roman um ein abgeschlossenes Werk und es umfasst auch nicht 800+ Seiten, sondern nur wenig über 300. Darin unterscheidet es sich in meinen Augen angenehm von der Masse der Fantasybücher, die derzeit in den Buchläden zu finden sind. Allerdings birgt gerade der geringe Seitenumfang auch eine Gefahr, der das Buch leider zum Teil tatsächlich zum Opfer gefallen ist.


    Gerade in der ersten Hälfte des Romans habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Die Charaktere und das Setting – eine Stadt irgendwo in Deutschland – wurden vorgestellt und man konnte anhand der beiden eingeführten Handlungsstränge um die Journalistin Arienne und die Paladine um Vincent wunderbar über den Fortgang der Handlung spekulieren und sich zum Teil auch hervorragend über manche Charaktere aufregen.


    In der zweiten Hälfte jedoch, insbesondere aber auf den letzten 50 Seiten überstürzten sich die Ereignisse und so manches, über das ich gern mehr erfahren hätte, blieb leider im Dunkeln. Auch muss ich als Atheistin zugeben, dass das biblische Thema um den Garten Eden mir nur in groben Zügen bekannt war und mir dadurch vielleicht eine zusätzliche Ebene bei den religiösen Diskussionen zwischen den Engeln entgangen ist.


    Wer jetzt befürchtet, dass sich hinter der Fantasy-Fassade ein hochgestochenes religionsphilosophisches Buch verbirgt, den kann ich beruhigen. Obwohl die angesprochenen Fragen durchaus eine Rolle spielen, stehen sie nicht im Vordergrund, sondern in erster Linie erwartet den Leser ein spannender deutscher Urban Fantasy-Roman mit glaubwürdigen Charakteren und einem leider etwas überhastetem Ende.



    zur Leserunde:


    Trotz meines verspäteten Einstiegs konnte ich noch schön mit euch diskutieren - danke an alle Mitleser dafür. :danke:
    Vielen Dank auch an Stephan für die Begleitung der Leserunde, die Beantwortung unserer Fragen und vor allem für deinen souveränen Umgang mit unseren Anmerkungen. :-*
    Ich freue mich schon auf die nächste Runde im März. :winken:

  • Tut mir leid, ich bin etwas spät dran... :-[


    Die junge Journalistin Arienne ist fest davon überzeugt, einer Mordserie an Obdachlosen auf der Spur zu sein, sie glaubt nicht daran, dass die Opfer sich alle selbst angezündet haben. Mit der Unterstützung durch ihren Kollegen Tom kommt sie einer Verschwörung von Engeln und Dämonen auf die Spur, die ganz besonders sie nicht unberührt lassen wird...
    Der Schweizergardist Antonio wird zu einer speziellen Einheit versetzt, den Paladinen, die im Dienste Gottest und der Kirche die Menschen vor Dämonen schützen. Doch er kann nicht umhin, sich Gedanken darüber zu machen, ob er Vincent so bedingungslos folgen kann, wie andere es tun...


    Die beiden Hauptfiguren Arienne und Antonio zeigen sich von Anfang an von einer grundsympathischen Seite. Besonders bei Arienne interessiert man sich sehr bald für die Hintergründe ihrer Vergangenheit und welche Auswirkungen das noch auf die weitere Geschichte haben wird. Es ist auch einmal eine erfrischende Abwechslung, dass eine journalistische Hauptperson ausnahmsweise mal noch nicht super erfahren und Star ihrer Abteilung ist.
    Während Arienne von dieser Seite versucht, Licht in die Sache zu bringen, wird der Leser auf der anderen Seite von Antonio eingeführt, wird zusammen mit ihm in eine neue Welt voller Geheimnisse eingeweiht. Gerade durch diese zwei unterschiedlichen Seiten kommt durchaus Spannung auf. Vor allem, weil recht bald die Frage im Raum steht, wann sie aufeinandertreffen werden.
    Der Konflikt zwischen den beiden Engeln Vincent und Nathan wird sehr schön stückweise aufgebaut, allerdings war es zumindest für mich sehr schnell klar, auf welcher Seite meine Sympathien lagen.


    Der Handlung gelingt es, ohne allzu große Konzentration auf Religiosität einige grundlegende Fragen aufzuwerfen: Über den Glauben an sich, das Gewissen. Welches Handeln im Dienste einer guten Sache ist gerechtfertigt? Wer darf geopfert werden, um andere zu beschützen? Auch die Frage nach dem Paradies wird zur Sprache gebracht. Allerdings komme ich dann gerade hier zu meinem großen Kritikpunkt: Dem "Showdown", der Auflösung am Ende. Hier wären durchaus noch einige Seiten mehr nötig gewesen, um es mit glaubwürdig rüber zu bringen. Zwar kann ich zwischen den Zeilen zum Teil erkennen, worauf der Autor hinauswollte (und es wurde ja auch ein Großteil davon auch bestätigt), aber in dieser Kürze und Abruptheit ist es für mich nicht schlüssig nachvollziehbar.


    Dennoch würde ich das Buch durchaus empfehlen. Dank interessanter, sympathischer Charaktere, einer flüssigen, angenehmen Sprache, guten Ideen, einer spannenden Handlung hat es sich wunderbar lesen lassen und besonders die gemeinsame Leserunde mit dem Autor hat auch noch viel zum tieferen Verständnis an einige Stellen beigetragen. Eine gute Spontanentscheidung in jedem Fall!
    Und ich finde es klasse, wie gut auch mit der Kritik umgegangen wurde! ;)

    Even when reading is impossible, the presence of books acquired produces such an ecstasy that the buying of more books than one can read is nothing less than the soul reaching towards infinity... We cherish books even if unread, their mere presence exudes comfort, their ready access reassurance.

  • Dann auch mal mein Fazit, ich fehle ja noch in der Reihe. Hab ich ganz verschwitzt.


    Mir hat es diesmal wieder sehr großen Spaß gemacht.
    Die letzten beiden Leserunden zu den Chroniken waren ja eher in einem sehr kleinen Rahmen von mir und echten Fans der Serie. Das ist natürlich von der Kritikseite her sehr viel schmeichelnder für mich ;)


    Aber wer will's schon leicht haben?
    Ich wurde hier ja immer für meinen Umgang mit der Kritik gelobt, dafür vielen Dank. Ich gebe mir wirklich, wirklich Mühe, sie immer objektiv zu betrachten und mich nicht subjektiv angegriffen zu fühlen. Aber da muss man auch sagen: Der Ton macht die Musik. Und ihr wart im Äußern eurer Kritik sehr sachlich und neutral. Und das hat es mir natürlich leichter gemacht.
    Dass ich mittlerweile einige Punkte teile, ist bekannt. Nur ändern kann ich sie leider nicht mehr.
    Ich selbst habe das Gefühl, dass ich durch meine Weiterentwicklung als Autor in Welt aus Staub Vieles besser gemacht habe. Ob die Geschichte jetzt jedem auch besser gefällt, weiß ich natürlich nicht.
    Ich denke einfach, dass sie handwerklich besser ist.
    Aber das wird die Leserunde im März zeigen, auf die ich mich jetzt schon wahnsinnig freue.


    Oh, ich wäre natürlich nicht böse, wenn ihr euer Fazit vielleicht auch bei Amazon einstellen könntet. Falls das erlaubt ist. Mehr Rezensionen sind nie verkehrt ... also positive ;D

  • Hallo zusammen,


    nun möchte ich - ziemlich verspätet, ich gestehe :-[ - meine abschließende Meinung zu unserer Leserunde und natürlich auch dem Buch loswerden.


    Die Wächter Edens besteht aus zwei Erzählsträngen, die zeitlich parallel laufen. Einerseits geht es um eine kleine, im geheimen agierende Gruppe, die aus den Reihen der Schweizer Garde einen Neuzugang erhält, Toni. Dank Toni erfahren wir mehr über die "Arbeit" der Gruppe und deren Mission... Auf der anderen Seite lernen wir Arienne kennen, eine junge Reporterin einer Tageszeitung, die mit ihrem älteren Kollegen Tom einer rätselhaften Mordserie nachgeht, was von ihrem Chef nicht gerne gesehen wird. aber wer weiß, vielleicht verhilft ihr diese Story zum Durchbruch?


    Mit einer ausführlichen Rezension tue ich mich dieses Mal schwer, da ich das Gefühl habe, egal was ich schreibe, ich verrate zu viel... Mit Die Wächter Edens habe ich mein erstes Buch von Stephan R. Bellem gelesen und muss nun gestehen, dass ich mit dem Fazit etwas zwiegespalten bin. Einerseits haben mir die Grundidee des Buches, die Figuren (vor allem die Nebencharaktere) und das Tempo zu Beginn des Buches sehr gut gefallen, aber dann hat sich das Blatt ein bißchen gewendet: von einigen Figuren hätte ich mir einfach mehr "Futter" gewünscht, weil sie es meiner Meinung nach einfach hergegeben hätten - stattdessen hat sich die Geschichte immer mehr Richtung religiöse Grundfragen entwickelt. Auch wenn ich die Kernfrage, die des Glaubens an sich, nicht unspektakulär finde, so hat mir dies zu viel Platz gegenüber den Charakteren und vor allen Dingen auch dem Ende eingenommen. Vielleicht fehlen dem Buch einfach ein paar Seiten? Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass Stephan R. Bellem toll schreiben kann und mit diesem Buch bewiesen hat, dass er auch einfach die richtigen Ideen und Figuren im Kopf hat, und deshalb werde ich definitiv sein nächstes Buch lesen!


    Fazit: Klasse Grundidee, die mich neugierig auf weitere Bücher des Autoren macht.


    Zur Leserunde:


    Mir hat es wieder mal Spaß gemacht, mit Euch gemeinsam zu lesen, auch wenn ich gegen Ende ein bißchen hinter Euch hergewinkt bin... Manchmal passieren unvorhergesehenen Dinge, leider. Herzlichen Dank auf jeden Fall an Euch alle!
    Und an Dich, Stephan, ebenfalls ein dickes Dankeschön - dafür dass Du uns so ausführlich und sympathisch begleitet hast!

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()

  • Zur Leserunde:
    Die Leserunde hat mir sehr gut gefallen. Es wurde viel diskutiert und Stephans Kritikfähigkeit ist mir sehr positiv aufgefallen. Vielen Dank an alle, besonders an Stephan!


    Zum Buch:
    DIE WÄCHTER EDENS spielt in unserer Welt und in der Gegenwart. Allerdings ist die Welt nicht ganz so wie wir sie kennen, denn außer normalen Menschen gibt es auch noch einige andere aus der Phantastik bekannte Kreaturen, wie zum Beispiel Hexen, Vampire und andere. Diese leben jedoch alle im Verborgenen, so dass die Welt genau wie unsere wirkt.
    Eines Tages kommt die junge Reporterin Arienne mit dieser verborgenen Welt in Kontakt als sie über einen Mordfall recherchiert. Von da an wird sie immer weiter in diese verborgene Welt hineingezogen.
    Auch Antonio, der zweite Protagonist, lernt diese Welt gerade erst kennen, jedoch unter ganz anderen Umständen als Arienne.
    Sehr positiv fand ich, dass die Story nicht den üblichen Klischees folgt, sondern vieles neu interpretiert. Grundsätzlich hat mir das Buch über weite Strecken gut gefallen. Am Ende scheinen dem Autor jedoch die Seiten ausgegangen zu sein. Alles kommt sehr schnell zu einem Ende, das dadurch in vielen Details nicht unbedingt nachvollziehbar ist.

  • Nachtrag: Bei Amazon war es mir §/5 Sternen wert. Sorry, falls du dir mehr erhofft hast.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen