04 - S. 268 - S. 346

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  • Aymaho/Ruben nimmt Amely mit zu seinem Stamm. Zunächst wird sie wie eine Gefangene behandelt. Die Arme hat einiges zu erleiden. Für ihre züchtige Herkunst ist es sehr schwierig unter den halb nackten Stammesmitglieder zurechtzukommen. Auch die Nahrung ist ja soooooo eklig, zumindest für unsere Gewohnheiten. Käfer und Würmer, brrrrrr. :totlach:


    Aymaho/Ruben erinnert sich immer mehr an seine Muttersprache und schließlich auch an seine Geschichte. Er hat seinen Vater gehasst und fühlt sich bei seinem Stamm, seiner "Heimat", wohl. Er will auf keinen Fall zurück und seinen Vater von seinem Stamm fernhalten. Hoffentlich gelingt ihm das!


    Es ist sooooo schön, dass die beiden schließlich zusammenfinden. Endlich lernt Amely die Liebe und die Leidenschaft kennen. Ich bin soooo gespannt wie es weitergeht. ;)

  • Amely lebt jetzt im Dschungel, bei Ruben und seinem Stamm. Besonders gut hat mir hier die Beschreibung gefallen, wie schwierig es sowohl für Amely als auch für Ruben ist, sich den neuen Dingen zu stellen. Amely muss sich an die ganz andere Lebensweise gewöhnen und das können wir uns wohl besonders gut vorstellen, denn für uns wäre es ja genau wie für sie. Die Körperlichkeit, das Essen, die Rituale sind doch genau das Gegenteil von dem, was sie bis jetzt gelebt hat.
    Ruben fällt immer mehr zu seiner Vergangenheit ein, vor allem über die Sprache, da Amely ja mit ihm deutsch spricht. Aber auch für ihn ist das nicht leicht, denn er wollte ja wohl tatsächlich seine Vergangenheit hinter sich lassen und vergessen.
    Die Liebesgeschichte die sich jetzt zwischen den zwein entwickelt finde ich sehr schön, romantisch und leidenschaftlich ;D


    Ps.
    Man merkt hier, dass Isabel auch in der Erotik Literatur bewandert ist ;)

    Gruß Jutta

    Einmal editiert, zuletzt von Mascha ()

  • Hallo zusammen,


    hui, wieder ein sehr imposanter Abschnitt. Ich konnte mir Amely so richtig toll inmitten all der ungewohnten und auf sie sicher fürchterlich wirkenden Dorfgemeinschaft vorstellen. Auch die Annäherung zwischen ihr und Ruben, sowie seine Wandelung hat mir sehr gut gefallen. Tiacca ist natürlich eifersüchtig hoch drei, ganz klar. Hoffe sie reizt die Grenzen zur Gefährlichkeit nicht aus.


    Nun wissen wir auch schon einiges mehr über Ruben und seine Vergangenheit. Vielleicht ist es ja tatsächlich besser, wenn Vater Kilian und sein Sohn sich nicht mehr wieder sehen. Zumal Kilian ja die Indios hasst. Andererseits kann ich mir jetzt nicht vorstellen, dass Amely mit Ruben bei den Yayasacus bleibt. Momentan scheint vieles möglich.


    Auf Seite 290 dann auch wieder ein Verweis auf Anschar und Grazia. „Sturkopf“. Sorry an alle, die Sabines Zeiteiler noch nicht kennen. Doch es ist gerade dieses Hin und Her-Gezetere zwischen den beiden Protagonisten, welches mir auch hier wieder ausgesprochen gut gefällt. Schöne Szene dazu auch an den Quellen (Seite 282). ;D


    Der Vergleich auf Seite 276 hat mir auch gut gefallen. Als Amely erkennen musste, das es nun (von den Einbäumen aus) etwas ganz anderes war, die Krokodile zu beobachten, als von der Amalie aus, mit dem Opernglas in der Hand und Limonade schlürfend. ;D


    Ein sehr wichtiger und aussagekräftiger Satz war dann auch folgender: „Es gibt viele Wittstocks unter den Ambue’y.“ Ja, leider, dachte ich dann da.
    Alles in Allem wieder ganz tolles Kopfkino, mit Schmunzeleffekt. Und ja, Sabines Schreiblust zur erotischen Literatur konnte man durchaus nachspüren. ;)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Und ich hatte gedacht, zur Abwechslung mal wieder nur so viel bzw. wenig Sex zu verarbeiten, wie es in einem historischen Roman üblich ist ...


    Hat Anschar nicht Sturhorn gesagt? Aber bekannt kam mir das vor, ja. *g*


  • Und ich hatte gedacht, zur Abwechslung mal wieder nur so viel bzw. wenig Sex zu verarbeiten, wie es in einem historischen Roman üblich ist ...


    War ja auch nicht zuviel, Sabine. Aber man konnte beinahe deinen Stil erkennen. ;D



    Hat Anschar nicht Sturhorn gesagt? Aber bekannt kam mir das vor, ja. *g*


    "Sturhorn", "Sturköpfchen" oder "Feuerköpfchen"... Ich hatte da einfach ganz spontan wieder unsere beiden vor Augen. ;)
    In ihrer gegenseitigen Sturheit waren sie ja schon ein ganz spezielles Pärchen.

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Hach, ich bin noch ganz verzaubert von diesem Abschnitt.....


    Der brasilianische Dschungel muss aber auch überwältigend sein - und natürlich sehr gefährlich, keine Frage, aber das lasse ich jetzt mal weg :)
    Die bunten Vögel, Käfer, Schlangen etc. , für Amely gibt es bestimmt unglaublich viel zu entdecken. Und wenn man jetzt mal die Angst, Ungewissheit und das alles weglässt, ist es doch unglaublich spannend ! Auch wie sie sich allmählich an die Menschen und ans Leben im Lager gewöhnt, wie sie sich anpasst und ganz allmählich zu einer der Indios wird, ist unheimlich spannend zu lesen ! Ich bin richtig abgetaucht in diesen Abschnitt....
    Man erfährt endlich die Geschichte von Ruben und seine Beweggründe von zuhause abzuhauen. Das Kilian erst durch den Tod seiner Söhne so geworden ist, kann ich allerdings überhaupt nicht finden, Sabine. Er war schon immer ein Schwein und auch noch ein gewalttätiges !!!
    Ich kann den armen Ruben so gut verstehen....


    Besonders freue ich mich für Amely, die rausfindet, das Sex nicht weh tun muss und auch noch Spaß macht ! Gut gefallen hat mir auch, das sie immer unbeschwerter mit ihrer Sexualität umgeht und sich selber auch mal belächelt. Sie musste ja eine Menge durchstehen und viele merkwürdige Erfahrungen machen....


    Sehr lustig fand ich die Stelle auf S. 279 : Die Frauen deuteten auf ihren Mund und erheiterten sich, dass sie Goldschmuck über den Zähnen trug. Als gäbe es hier niemanden, der sich die Nase mit Knochennadeln verschandelt hätte ! :D


    Weniger lustig finde ich die Stellen, wo dann irgendwelche großen Vogelspinnen gekocht o.ä. wird - da schüttelt es mich regelmäßig :o


  • Das Kilian erst durch den Tod seiner Söhne so geworden ist, kann ich allerdings überhaupt nicht finden, Sabine. Er war schon immer ein Schwein und auch noch ein gewalttätiges !!!
    Ich kann den armen Ruben so gut verstehen....


    Da kann ich dir nur zustimmen. Dies empfinde ich genau so. Schließlich hat er vor Jahren auch schon seinen eigenen Sohn, Ruben, schikaniert.



    Sehr lustig fand ich die Stelle auf S. 279 : Die Frauen deuteten auf ihren Mund und erheiterten sich, dass sie Goldschmuck über den Zähnen trug. Als gäbe es hier niemanden, der sich die Nase mit Knochennadeln verschandelt hätte ! :D


    Diese Stelle entlockte mir auch ein Schmunzeln.
    Irgendwie alles eine gute Mischung aus Nachdenklichkeit, Selbstfindung, Exotischem und viele humorvoller Details. 8)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi


  • Auf Seite 290 dann auch wieder ein Verweis auf Anschar und Grazia. „Sturkopf“. Sorry an alle, die Sabines Zeiteiler noch nicht kennen.


    Ja, da musste ich natürlich auch sofort wieder dran denken und schmunzeln :)



    Tiacca ist natürlich eifersüchtig hoch drei, ganz klar. Hoffe sie reizt die Grenzen zur Gefährlichkeit nicht aus.


    Bei dieser Zicke bin ich mir auch noch nicht so ganz sicher. Könnte mir schon vorstellen, das sie Amely vielleicht herausforden würde...
    Vielleicht fügt sie sich aber auch und hält die Klappe ;D Schliesslich hat sie ihre Chance mehr als einmal abgelehnt....



    Besonders gut hat mir hier die Beschreibung gefallen, wie schwierig es sowohl für Amely als auch für Ruben ist, sich den neuen Dingen zu stellen.


    Stimmt, es ist bestimmt nicht nur für Amely schwer. Bei Ruben kommt bestimmt der ganze jahrelang unterdrückte Kram wieder hoch....Viele Dinge, die er verdrängt hatte !


  • Irgendwie alles eine gute Mischung aus Nachdenklichkeit, Selbstfindung, Exotischem und viele humorvoller Details. 8)


    Finde ich auch ! Dieses Buch liest sich extrem gut und unterhält mindestens genau so gut - von allem ist etwas dabei, das gefällt !

  • Amely wird zum Stamm gebracht. Als Gefangene hat sie einiges zu erleiden.
    Nicht zuletzt die ungewohnten Gebräuche auch die Ernährung stellt für sie ein Problem dar.
    Waschen vor anderen? Unmöglich!
    Dann hat sie ja nur das dünne Nachthemdchen dabei. Lange wird da nicht halten, also was anziehen? So rumzulaufen wie die Frauen des Stammes kommt natürlich für sie nicht in Frage.


    Ruben erinnert sich immer mehr an seine Muttersprache und kann sich schon bald flüssig mit Amely unterhalten. Aber auch sie lernt die Sprache des Stammes...


    Es entwicklet sich eine Liebesgeschichte und wie ich hier gelesen habe, ist die Autorin wohl bewandert auf dem Gebiet der erotischen Literatur? - Jedenfalls merkt man das ;D

  • Klar, bei der gleichen Autorin ;D ;D ;D


    Sabine ist eben ein vielseitiges Mädel. 8)
    Da ist es egal ob historisch, fantastisch oder eher erotisch. ;)

    "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  • Huch, die Jugendsünden kommen auf den Tisch :-[ ;D



    Das Kilian erst durch den Tod seiner Söhne so geworden ist, kann ich allerdings überhaupt nicht finden, Sabine. Er war schon immer ein Schwein und auch noch ein gewalttätiges !!!


    Klar, wir sehen das heute so. Damals hat man das anders gesehen. Seinem Kind eine zu schallern, war ja normal. Vielleicht nicht unbedingt, es bei einer Festlichkeit vor allen Leuten zu machen. Kilian ist ja auch nur das Produkt preußischer Erziehung und Drills, gepaart mit seinem Erfolg, der ihm keine Grenzen mehr setzt, was dazu führt, dass er sich gehen lässt, auch wenn das Hauspersonal zusieht ...


    Zitat

    Weniger lustig finde ich die Stellen, wo dann irgendwelche großen Vogelspinnen gekocht o.ä. wird - da schüttelt es mich regelmäßig :o


    Das mit der Spinne hab ich aus einer Terra-x-Doku oder sowas *g*


  • Damals hat man das anders gesehen. Seinem Kind eine zu schallern, war ja normal. Vielleicht nicht unbedingt, es bei einer Festlichkeit vor allen Leuten zu machen. Kilian ist ja auch nur das Produkt preußischer Erziehung und Drills, gepaart mit seinem Erfolg, der ihm keine Grenzen mehr setzt, was dazu führt, dass er sich gehen lässt, auch wenn das Hauspersonal zusieht ...


    Ja, übel ist das....Da kann man doch froh sein, das man damals nicht da war ::)


    Terra - X Dokus sind total informativ. Die mag ich auch sehr gerne sehen - nur wenn es um Spinnen geht, muss ich leider passen. Mit meiner Spinnenphobie ist das nichts für mich :o

  • Hallo Ihr Lieben,


    ein schöner Abschnitt! Zum einen habe ich den Dschungel von Brasilien besser kennengelernt und zum anderen die Bräuche und Rituale des Stammes! Gefällt mir sehr gut! Ich finde das vor allem total spannend, was es alles für Rituale gibt, was die bedeuten und auch die Umkehrung, dass es bei ihnen unanständig ist, bekleidet zu sein, finde ich total interessant! Total faszinierend, wie die Ava mit der Natur und ihren Geschöpfen im Einklang leben und sich entsprechend anpassen. Umso trauriger, wenn man bedenkt, dass alle Ureinwohnern immer mehr von ihrem Raum genommen wurde und sie oft versklavt worden sind. Auch schön, die Gedanken von Amely dazu, dass sie zwar vieles barbarisch findet, es aber wohl noch schlimmer ist, wenn ein Sklave ausgepeitscht wird... :o


    Ja, übel ist das....Da kann man doch froh sein, das man damals nicht da war ::)


    Ja, da bin ich auch nur froh! Umso mutiger, aber auch verzweifelt ist die Tat von Ruben, dass er einfach weggelaufen ist und so zu den Indianern gekommen ist. Armes kleines Kerlchen! Passend ist aber irgendwie der Umstand, dass sowohl Ruben, als auch Amely vor Kilian davon gelaufen sind und sich jetzt gefunden haben. :P ;D


    Finde ich auch ! Dieses Buch liest sich extrem gut und unterhält mindestens genau so gut - von allem ist etwas dabei, das gefällt !


    Ja, dem kann ich auch nur zustimmen. Sehr gut gefällt mir auch, wie Amely anfängt über sich selber zu reflektieren, sich selbst auch teilweise nicht mehr so ernst nimmt und über sich selber lachen kann. Davon abgesehen, dass sie auch über ihre eigene Erziehung hinweg sieht und sich voll auf das Leben im Dschungel einlässt. Das finde ich wirklich schön. Ich muss sagen, dass ich hier auch sehr froh bin, dass die beiden nach anfänglichen Käppeleien jetzt doch sehr harmonisch miteinander umgehen und sich nicht andauern zanken. ;)


    Da kann ich dir nur zustimmen. Dies empfinde ich genau so. Schließlich hat er vor Jahren auch schon seinen eigenen Sohn, Ruben, schikaniert.


    Das sehe ich genauso und ich bin auch sehr froh, dass Amely endlich aufgehört hat, andauernd Ruben davon überzeugen zu wollen, dass er zurück zu seinem Vater muss. Sie ist doch selber vor Kilian geflohen und weiß doch noch selber ganz gut, wie dieser mit seinem Sohn als kleines Kind umgegangen ist. Was denkt sie denn, was passiert, wenn Kilian nach so langer Zeit seinem tot geglaubten Sohn gegenüber steht und erkennen muss, dass er ein Indio geworden ist? Glaubt sie allen Ernstes, dann ist das Leben wieder schön und sie bleiben glücklich bis zum Ende ihrer Tage? ::) Da muss ich sagen, habe ich sie nicht so ganz verstanden. Klar, hat sie Angst in dem Dorf, alles neu etc, dass sie aber die ganze Zeit an Ruben herum krakeelt, hat mich schon fast etwas genervt. Fand dann ihren Tränenausbruch sehr gut und auch mal dringend notwendig!


    Neugierig bin ich ja jetzt schon, wie das mit Amely und Ruben weitergeht. Sie wird ja voraussichtlich nicht einfach im Dschungel bleiben können, aber ich wage auch zu bezweifeln, dass Ruben zurück zu seinem Vater geht...


    Liebe Grüße
    Tammy :winken: