Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für die Rezensionen und Meinungen (zur Leserunde allgemein), die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (natürlich auch wieder gerne eines von Markolf) ist immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler in den Rezensionen und verratet nichts Handlungsrelevantes.

  • Zum Buch:
    Ines ist 13, als ihre Großmutter Agnes ihr ein ganz besonderes Geschenk anvertraut. Einen Raum, der Wünsche erfüllen kann! Doch das Refugium hat auch so seine Tücken, vor allem müssen einige wichtige Regeln beantwortet werden: Man darf sich nicht länger als 24 Stunden darin aufhalten, man darf keine Gegenstände über längere Zeit aus dem Zimmer mit hinausnehmen, man darf niemandem davon erzählen und auf gar keinen Fall darf man das Fenster des Zimmers öffnen!


    Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, aber wie man sich denken kann, werden die Regeln gebrochen werden und das wird Konsequenzen haben!


    Meine Meinung:
    Von Markolf Hoffmann hatte ich bereits die Kurzgeschichten „Das Flüstern zwischen den Zweigen“ gelesen und war schon sehr gespannt, wie sich der Autor nun bei diesem Jugendbuch machen wird.


    Ines ist meiner Meinung nach ein sehr gelungener Charakter, ihre Handlungen ließen mich als Erwachsene zwar öfter entsetzt den Kopf schütteln, aber für eine 13jährige fand ich das alles sehr gut beschrieben und nachvollziehbar.


    Die Idee des Refugiums an sich finde ich total spannend. Meine erste Überlegung war, was ich mir denn wünschen würde. Und das entpuppt sich unter den oben aufgeführten Regeln als gar nicht so einfach, denn die meisten Dinge, die wir uns wünschen, wollen wir ja haben und behalten oder es sind immaterielle Wünsche.


    Das Buch ist in sich abgeschlossen, eine Fortsetzung aber durchaus denkbar – und ich würde sie gerne lesen und erfahren, wie es Ines weiter so ergeht!


    Zur Leserunde:
    Schade, dass wir keine Jugendlichen dabei hatten, deren Eindruck vom Buch hätte mich auch interessiert. Ich für meinen Teil habe mich auch als Erwachsene sehr gut unterhalten gefühlt, was neben dem Buch zu einem großen Teil an der sehr aktiven Leserunde und den vielen gemeinsamen Spekulationen hier lag.


    Vielen lieben Dank an Markolf für die Begleitung! :winken:

  • Markolf Hoffmann – Ines öffnet die Tür


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    Im Haus ihrer Großmutter Agnes findet die dreizehnjährige Ines auf einmal eine geheimnisvolle Tür – an einer Stelle, an der zuvor keine Tür gewesen war. Zunächst lässt sie sich nicht öffnen, doch schon bald findet Ines mit Agnes' Hilfe heraus, was es mit der Tür auf sich hat. Und schon steckt sie mitten in eine Geschichte um Träume und Wünsche – was aber zunächst schön und zauberhaft zu sein scheint, zeigt schon bald, dass es auch eine dunkle und unheimliche Seite hat …


    Die Kraft dieser Geschichte liegt getreu dem Sprichwort in ihrer Ruhe – den Leser erwartet hier kein Feuerwerk an Action, sondern eine Geschichte, die dennoch keinen Mangel an Spannung aufkommen lässt. Ines ist eine authentische Protagonistin, ein echter Teenager eben. Manchmal ist man regelrecht schockiert über ihre Naivität, dann wieder muss man sich eins grinsen, weil einen die Erinnerung an die eigene Teenie-Zeit überfällt.


    Die Geschichte um Ines' Erlebnisse hinter und vor der titelgebenden Tür sind logisch, wenn sie auch etliche Fragen offen lässt. Einige der Spannung erzeugenden Elemente kommen nach ein-, zweimaliger Erwähnung nicht mehr vor, das ist mehr als schade, denn sie machten den Leser so neugierig und waren ja ursächlich am Spannungsaufbau beteiligt.


    Noch ein kleiner Makel des Buches: Im Verlauf des Buches kann man es kaum weglegen, man rätselt und spekuliert, liest, liest liest – und dann kommt das Ende, so unaufgeregt und einfach, dass es zumindest mich ein wenig enttäuscht hat.


    Das mag jetzt vielleicht ein wenig widersprüchlich klingen, aber ich finde es sehr schön, dass keine Gewalt zelebriert wird, das ist leider in heutigen Zeiten schon eine kleine Ausnahme im Jugendbuchbereich. Der Autor versteht es, auch ohne Folter und Kampf eine Spannung aufzubauen, die den Leser am Ball bleiben lässt. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Zielgruppe auf das Buch reagieren wird.


    Zur Leserunde:
    Sie ist zwar noch nicht zu Ende, aber ich kann wohl schon sagen dass diese Runde wirklich Spaß macht. Es gibt viel zu spekulieren und es gibt immer noch jede Menge Diskussionsstoff, obgleich schon viele das Buch beendet haben. Mein Dank gilt euch allen, besonders natürlich Markolf, der uns unermüdlich hier begleitet.


    Diese Rezension auf:
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    frau-rosenbusch.de
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    Literaturschock.de
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    Liebe Grüße,<br />Verena<br /><br />&quot;Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben?&quot; Gandalf in &quot;Die Gefährten&quot;, J.R.R. Tolkien

    Einmal editiert, zuletzt von Räubertochter ()

  • So, dann gebe ich mal meinen Senf zum Buch ab :)


    Ein Raum, der jegliche Wünsche erfüllt und ein Mädchen, die so einen Raum von ihrer Großmutter geschenkt bekommt.
    Eine interessante und gut umgesetzte Idee.


    Durch Ines fühlte man sich in die eigene Kindheit zurückversetzt und lässt den Gedanken aufkommen, wie man wohl
    selbst gehandelt hätte, hätte man selbst so ein Refugium bekommen.


    Es werden Fragen aufgeworfen, die zwar nicht so richtig beantwortet werden, aber auf eine Fortsetzung hoffen lassen.


    Zur Leserunde: Es war schön, mit euch über die einzelen Fragen zu spekulieren und vielleicht trifft man sich ja hier zu
    einer Fortzsetzung von diesem Buch

  • Mit "Ines öffnet die Tür" legt der Autor Markolf Hoffmann sein erstes Jugendbuch vor. Bislang trat Hoffmann als Autor von Fantasy für Erwachsene in Erscheinung ("Das Zeitalter der Wandlung", "Das Flüstern zwischen den Zweigen") und machte da bereits eine sehr gute Figur. Interessant also, ob er sein Können auch in einer Geschichte für Jugendliche verpacken kann. Um es schon vorweg zu nehmen: Ja, er kann.


    "Ines öffnet die Tür" ist die Geschichte eines phantastischen Abenteuers das die dreizehnjährige Ines erlebt, so weit bleibt Hoffmann seiner bisherigen Linie treu. Die Story richtet sich an Jugendliche ab etwa 12 Jahren und verzichtet dementsprechend auf übertriebene Gewalt oder allzu harte Sprache, kann aber dennoch auch Erwachsene fesseln. Nie hatte ich das Gefühl, dass die Handlung oder die Sprache zu flach für Erwachsene sind.


    Hoffmann versteht es sehr gut, sich in die jugendlichen Protagonisten hineinzuversetzen und ihre Ängste und Hoffnungen herauszuarbeiten. Die erste Liebe die sich zwischen zwei der Charaktere anbahnt ist sehr schön und glaubhaft geschrieben.


    Ich kann das Buch nur empfehlen, die Sprache ist gut, die Charaktere sind glaubhaft und die Story ist spannend. Jugendliche ab 12 Jahren, aber auch Erwachsene sollten ihren Spaß an diesem Abenteuerroman mit Fantasyelementen haben.


    Vielen Dank an Markolf und alle Leserundenteilnehmer. Es hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht!

  • Markolfs Hoffmanns Jugendbuchdebüt „Ines öffnet die Tür“ ist eine kurzweilige, mitunter auch poetische Geschichte um die 13jährige Ines, die im Hause ihrer Großmutter eine unbekannte Tür entdeckt. Mit Öffnen der Tür und dem Betreten des geheimnisvollen Raumes gerät Ines in ein phantastisches Abenteuer, welches sie neben ihrem „normalen“ Leben mit Schule, bester Freundin, Ärger mit den Eltern und erster Liebe in Atem hält.
    Der Mix zwischen phantastischem Roman und jugendlicher Liebesgeschichte ist gut gelungen und spricht die Zielgruppe der Leser und vor allem Leserinnen zwischen 10-14 Jahren an. Dabei verzichtet Hoffmann auf unnötige Action und übertriebene Spannung und das ist gut so: Der Protagonistin Ines würde man dies nicht abnehmen.
    Erzähltempo und Stimmung der Geschichte passen zu dem Mädchen, das sich gerade mit Riesenschritten dem Niemandsland zwischen nicht-mehr-Kind und noch-nicht-Erwachsene nähert. Mal unsicher, dann wieder überlegt manövriert sie sich durch die Geschehnisse und reift am Ende etwas, ohne dass man das Gefühl hat, ihre Entwicklung wäre abgeschlossen.
    Insgesamt ein schönes gelungenes Buch, das sich mit seiner Gesamtatmosphäre sehr positiv vom aktuellen Trend des „düster, actionreicher, schneller, gewaltiger“ abhebt.


    Mein persönliches Fazit: Mich hat das Buch nicht angesprochen, was ich weder der Geschichte noch der zweifelsohne schönen Atmosphäre anlasten möchte. Ich denke, dass gerade der Mix zwischen Fantasy und Liebesgeschichte vor allem Leserinnen gefällt, die eher weniger phantastische Inhalte mögen. Aber genau das war für mich ein störender Faktor: Ich lese ungern ausgewiesene Liebesgeschichten, schon gar nicht von angehenden Teenagern. So habe ich Ines in gut der Hälfte des Buches verloren und sie konnte mich auch in den phantastischen Anteilen nicht mehr für sich gewinnen. Daher sehe ich den Grund, weshalb mich das Buch nicht überzeugen konnte, ausschließlich darin, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Ich werde „Ines öffnet die Tür“ aber nachdrücklich allen Mädchen im Alter von 10-14 Jahren empfehlen.


    Vielen Dank für diese schöne Leserunde und an Markolf für die intensive Begleitung! :winken:
    Die Worthüterin

  • Danke schon mal für die ersten Rückmeldungen, die dem Buch ja wohlwollend gegenüber stehen. Ich bin gespannt auf die restlichen Kommentare, die ich wahrscheinlich erst nach der Buchmesse (und der dortigen Lesung aus Ines öffnet die Tür) lesen kann.


    Nachtrag noch zur Worthüterin: Interessant, dass du die Liebesgeschichte so prägnant für den Roman empfunden hast ... ich habe sie eigentlich eher als Nebenhandlung angelegt. Wenn man über Teenager schreibt, kann man das wohl nicht ganz außen vor lassen ... aber ich verstehe deine Argumentation. Vor allem hast du wohl in dem Punkt recht, dass das Buch seinen Schwerpunkt nicht unbedingt auf die Phantastik-Komponente legt - es ist mehr ein Abenteuer- und Symbolroman. Deshalb habe ich auch darauf geachtet, dass die Gewichtung zwischen der phantastischen Handlung im Refugium und in der realen Welt (Schule, Elternhaus, Freundschaft etc.) ausgewogen ist, vielleicht sogar mit einem kleinen Ausschlag der Messnadel hin zum Letzeren.

  • zum Buch:


    Im Haus ihrer Großmutter entdeckt Ines eine Tür, die sie nie zuvor gesehen hat. Agnes offenbart ihr dann das Geheimnis um den Raum der Wünsche und macht ihn Ines zum Geschenk. Doch schon bald zeigt sich, dass dieses Refugium nicht nur großartige Dinge vollbringen kann. Es gelten Gesetze und die sollte Ines befolgen. Bricht sie die Regeln, kann es sehr ungemütlich werden. Lange besteht Ines die Bewährungsprobe nicht und muss mit den Konsequenzen leben.


    Markolf Hoffmann legt ein Jugendbuch vor, in dem man direkt ab Beginn eintauchen kann. Ohne große Eingewöhnung spürte ich sofort, dass Großmutter Agnes und ihr Haus einige Geheimnisse verbinden. Die Geschichte des Refugiums überzeugt durch Spannung und unheimliche Geschehnisse ohne dabei actionüberladen zu sein. Ich empfand das als sehr gelungen und fühlte mich auch als Erwachsene gut unterhalten.


    Die Details um das mysteriöse Zimmer laden förmlich zur Spekulation ein. Diesen Teil der Geschichte habe ich am liebsten gelesen. Doch auch typischer Teenie-Alltag gehört dazu. Schule, die beste Freundin, die erste Liebe und Familienleben beschreibt der Autor in flüssigem Schreibstil und integriert sie in das Geschehen. Mit dem Ende war ich nicht gleich einverstanden, konnte mich aber daran gewöhnen.


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    zur Leserunde:


    Die Runde hat mir sehr viel Spaß gemacht.
    Herzlichen Dank für die gemeinsamen Spekulationen und an Markolf für die tolle Begleitung. 8)

  • Und mein Fazit zum Buch:


    Ein Wochenendbesuch auf dem Dorf mit den Eltern und ihrem kleinen Bruder Julian bei Oma Agnes ist für die 13-jährige Ines immer ein schönes Erlebnis. Während Mutter Carmen ihrer gescheiterten Opernkarriere mit Depressionen zu kämpfen hat und Vater Veith mit ihren Launen nicht selten zu einem Nachbarn treibt, ist das urige Haus der Oma voller Wunder und verrückter Dinge. Doch alte Puppen mit Drahtgliedern, traurig schauende Statuen, nostalgische Plakate und gläserne Schatullen ohne Öffnung sind nichts gegen die geheimnisvolle Tür, die plötzlich auftaucht und nur von Ines und Agnes wahrgenommen werden kann. Ines nimmt all' ihren Mut zusammen und öffnet die Tür zu einem Raum voller Wunder. Das Refugium, ein Ort, in dem Wünsche in Erfüllung gehen können. Doch kein Wunsch ohne feste Regeln - die Ines nach und nach bricht und schließlich von den Konsequenzen ihrer Handlungen eingeholt wird.


    "Ines öffnet die Tür" richtet sich vor allem an Mädchen (und Jungen) ab 12 Jahren. So ganz entspreche ich der Zielgruppe also nicht mehr und natürlich: Es ist kein Roman für Erwachsene. Wenn man sich aber auf das Buch einlässt, sich zurückerinnert, wie wir uns mit zwölf Jahren fühlten, wenn wir unser erwachsenes Ich einfach mal ein bisschen vergessen und daran denken, wie es war, als wir uns mit unserer besten Freundin gestritten haben und das für uns fast so was wie ein Weltuntergang war. Oder als wir uns völlig unverstanden fühlten von all' den Erwachsenen? Dann merken wir schnell, dass Markolf Hoffmann hier ein sehr genaues Bild dieser Altersgruppe zeichnet.


    Insgesamt vermisste ich im Buch eigentlich nur die Wortexperimente, die ich bereits aus der Fantasy-Saga "Das Zeitalter der Wandlung" kennen und schätzen gelernt habe. Aber diese wären dann doch auch weniger der Zielgruppe entsprechend. Am aktuellen Trend mit explodierenden Vampiren und blutsaugenden Engeln schrammt der Autor jedoch knapp vorbei, das Buch ist dafür aber um Längen intelligenter aufgebaut. Es ist rätselhaft und geheimnisvoll, zeigt Familienprobleme und lässt auch die Themen Verlust, Trauer, Schwärmereien und beste Freundinnen (die sich auch mal richtig zoffen können und schließlich doch wieder versöhnen) nicht außer Acht. Es findet sich ein Plätzchen für den ersten Kuss, Enttäuschung, Hilfe durch einen Fremden, und nicht zuletzt: Ein wirklich großartiger, sehr würdevoller Fasan tritt auch noch auf. Und Geheimnisse, so viele Geheimnisse. Dies alles in so wenige Seiten verpacken, dabei trotzdem die Handlung logisch vorantreiben und die Spannung aufrecht erhalten - das ist schon eine beachtliche Leistung.


    Die Szenen zwischen Ines und ihrer besten Freundin Sonja waren für mich Dreh- und Angelpunkt. Wie wichtig ist es für jeden von uns, beste Freunde zu haben? Freunde, auf die man sich verlassen kann? Anfangs konnte ich mit Sonja nicht so viel anfangen, aber sie entwickelte sich zu einem wahren "Sonnenschein" im Laufe der Zeit. Und in einer Krisensituation halten die beiden zusammen wie "Pech und Schwefel". Auch die sehr dezente Liebesgeschichte empfand ich als sehr stimmig. Ines' Schwarm Karol entsprach nicht unbedingt auf Anhieb einem "Traumtypen". Optisch zwar ein Mädchenschwarm, hat er doch seine ganz eigenen Seelenqualen zu tragen.


    Das Refugium und die Wünsche gerieten irgendwann für mich eher so ein bisschen in den Hintergrund. Ich habe mir anfangs überlegt, was ich mir in dieser Situation wünschen würde und mir fiel nichts (erfüllbares) ein. Ines' Wünsche waren bodenständig. Sie wollte zuerst Wissen, dann Liebe. Ist das nicht eigentlich wirklich großartig? Ganz besonders, wenn es in einem Jugendbuch transportiert wird?


    Das Ende fand ich wunderbar. Es ist etwas melancholisch und ungewiss. Wie das Leben. Das mag ich sehr gerne. Obwohl das Buch sehr gut für sich alleine stehen kann, bietet es reichlich Potential für eine Fortsetzung.


    Insgesamt also ein ruhiges und intelligentes Jugendbuch, das nicht nur Mädchen anspricht. Für die meisten Erwachsenen ist es aber vermutlich etwas zu zahm geraten.


    4,7 Sternchen auf Literaturschock: Ines öffnet die Tür
    4,5 Rättchen im [url=http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,26396.msg646810.html#msg646810]großen Bücherforum[/url]
    4 Sterne auf Amazon
    4 Sterne bei Goodreads
    4 Sterne bei Lovelybooks
    4 Sterne bei Buch.de (meine Rezension musste ich da aber um den Inhalt wegkürzen, weil sie zu viele Zeichen hatte. Sie wird erst noch freigeschaltet).
    4 Sterne bei BOL (hier musste ich ebenfalls kürzen)


    Auf Facebook habe ich es auch geteilt.


    Mein Fazit zur Leserunde:


    Auch hier entstanden mal wieder sehr interessante Diskussionen mit euch allen. Vielen Dank dafür - und besonders auch an Markolf, dass er sich die Zeit dafür genommen hat :winken:

  • Zur Leserunde:
    Die Leserunde hat mir, wie eigentlich immer, sehr gut gefallen. Es wurde viel diskutiert, spekuliert,... und auch Markolf war fleißig mit dabei. Dank an alle, besonders aber natürlich an Markolf.


    Zum Buch:
    INES ÖFFNET DIE TÜR ist das erste Jugendbuch von Markolf Hoffmann, der bislang vorallem mit seiner anspruchsvollen Fantasy-Saga ZEITALTER DER WANDLUNG und Kurzgeschichten in Erscheinung getreten ist.
    Die Protagonistin des Buchs ist 13 Jahre alt und in diesem Altersbereich würde ich auch die Zielgruppe des Buchs ansetzen. Doch worum geht es eigentlich?
    Die 13-jährige Ines bekommt von ihrer Großmutter ein geheimes Zimmer geschenkt. Die Tür zu dem Zimmer kann nur Ines sehen. Doch das ist noch nicht das spannendste an dem Zimmer, denn das Zimmer erfüllt auch Wünsche! Doch alles Gute hat auch eine Schattenseite und so warnt die Großmutter Ines, dass es Regeln gibt, die sie unbedingt einhalten muss. Was wird Ines sich wünschen? Was wird passieren, wenn sie anfängt Regeln zu brechen? Wie wird sich das Zimmer, dass sie natürlich geheim halten muss, auf ihr Verhältnis zu ihrer besten Freundin auswirken? Wie auf das zu dem Jungen den sie toll findet?
    Alles in allem ein unterhaltsames Jugend-Mystery-Buch, das vorallem mit glaubhaften Charakteren überzeugt. Ein wenig schade fand ich, dass sich Markolf Hoffman bei diesem Buch weniger weit von den bekannten Pfaden weg wagt, als er es bei manch anderer Geschichte getan hat. Nichts desto trotz ein sehr lesenswertes Jugendbuch, das auch einen erwachsenen Leser durchaus noch zu unterhalten weiß.
    In Amazonbegriffen: 4 von 5 Sternen.

  • Zum Buch:


    Ein schönes Jugendbuch, bei dem ich gleich von Anfang an auf einer Wellenlänge mit den Charaktern war. Ines ist nicht in allen Dingen "typisch" für ihr Alter, aber trotzdem glaubwürdig. Ich musste ständig an mich denken, als ich noch so jung war.


    Die ganze Story ist sehr spannend und ich habe ständig gegrübelt, was ich wohl in dieser oder jener Situation tun würde. Besonders über meine Wünsche an das Refugium habe ich noch lange nachgedacht. Natürlich darf ein bißchen Liebe und Schwärmerei nicht fehlen: Ich fand es war in Maßen und nicht überladen. Sehr schön.


    Obwohl ich schon seit langem nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, hat mir das Buch gut gefallen.


    Zur Leserunde:


    Die Leserunde hat mir sehr gut gefallen.
    Es wurde ja wieder fleißig spekuliert - das gefällt mir ja immer besonders gut - und diskutiert.
    Besonders positiv aufgefallen ist mir, dass sich Markolf so sehr reingehangen hat :daumen:


    Übrigens war dies mein erstes Buch von Markolf, aber durch eure tollen Beiträge - auch über seine anderen Bücher - nicht mein letztes.

  • Hallo,


    nun will ich auch endlich mal eine kleine Rezi schreiben, ich bin krankheitsbedingt leider etwas hinterher - Entschuldigung.


    Bei einem Besuch der Großmutter Agnes entdeckt Ines in deren Haus eine geheimnisvolle Tür, die sie vorher noch nicht kannte und das merkwürdigste ist, diese Tür erscheint dann auch in ihrem Zimmer zu Hause. Dahinter verbirgt sich ein Refugium und die Großmutter schenkt ihr diesen Raum der Wünsche erfüllt - es gibt aber auch 4 Regeln an die sich Ines halten soll, doch das ist gar nicht so einfach für einen Teenager, aber auch für Erwachsene. Doch Ines stellt sich der Gefahr, die daraus erwächst...


    Die Geschichte ist spannend und mysteriös - die Charaktere sind schön gezeichnet. Sehr gut fand ich, dass auch Probleme und Schwächen einzelner Personen zum Tragen kommen und es keine heile Welt und die perfekte Familie ist, in der Ines lebt. Ines selbst ist in ihrer Suche zwischen Kind und Erwachsenem interessant und glaubwürdig dargestellt, auch wenn ich als "Erwachsener" manchmal den Kopf schüttelt über Probleme, Fragen und Handlungen. Liebe, Freundschaft und Verrat spielen neben den fantastischen Elementen eine große Rolle - mich selbst haben diese Themen nicht so stark berührt, ich konnte mich schwer in diese "Mädchenprobleme" hinein versetzen, aber ich denke bei der entsprechenden Altersgruppe kommt es gut an. Fasziniert hat mich dagegen das Refugium, sein Aufbau, seine Macht und die Welt, die dahinter steht - hier hätte es auch gern etwas mehr Information sein können, aber andererseits ist es auch schön sich eigene Gedanken und Vorstellungen dazu aufzubauen. Für die Geschichte sind alle notwendigen Infos vorhanden, auch wenn ein paar Handlungsstränge und Personen nur angedeutet werden.
    Für mich ein sehr schöner Roman, der hoffentlich auch in der Altersgruppe entsprechend angenommen wird.


    Für die LR und die vielen Spekulationen, Diskussionen und Anregungen möchte ich mich auch bedanken - es hat mal wieder viel Spaß mit Euch gemacht. Danke auch an Markolf dass Du Dir soviel Zeit dafür genommen hast. Ich freue mich schon auf eine weitere LR (ein kleines bisschen ärgere ich mich ja, dass ich mich fürs "Stirnhinterzimmer" nicht angemeldet hatte, aber mein Tag hat auch nur 24 Std. leider).


    Ach eine kleine Sache ist mir noch eingefallen, wo ich das Buch Revue passieren lassen - die Aufmachung ist toll, schade fand ich, dass es kein Lesebändchen gab, das hätte das Buch perfekt gemacht. Kann man als Autor bei so was mitreden?


    Viele liebe Grüße
    schokotimmi

  • Hallo allesamt,


    erstmal danke für die ersten Fazits. Mir hat diese Leserunde ebenfalls wieder sehr viel Freude bereitet, auch wenn mir durch die Diskussion erst so richtig bewußt geworden ist, wie sehr "Ines öffnet die Tür" doch ein Jugendbuch ist - kein All Age oder Fantasyroman. Dafür, dass niemand von uns der Zielgruppe angehört (Autor inbegriffen), haben wir uns doch ganz gut geschlagen, denke ich. Und ich hoffe wirklich noch auf Eindrücke jüngerer Leser.


    Auf ein paar Punkte will ich noch eingehen:


    - Interessant fand ich, dass viele von euch teilweise richtig schockiert waren über Ines' Verhalten, ihr manchmal irrationales, impulsives Verhalten. Ob jugendliche Leser das anders sehen? Ich bin gespannt ...


    - Zur Worthüterin (in Leipzig dann gleich auch mal live kennengelernt): Im Gespräch mit dir wurde mir auch noch mal ganz klar, dass die "Ines" kein Fantasy- oder Weltenwechselroman ist. Die Gewichtung liegt stärker auf der Realität, das Phantastische reichert sie an oder gewährt einen anderen Blick auf sie.


    - Kati: Bei deinem Kommentar fand ich spannend, dass du mit dem Ende erst unzufrieden, dann aber versöhnt warst ... war es dir zu offen? Zu wenig "Happy end"? Zu irritierend? Je mehr ich im Kopf andere Varianten durchspiele (Ines findet die Tür gar nicht wieder, Ines geht hinein, Ines trifft Agnes im Zimmer), desto deutlicher wird mir, dass der Roman nur so enden konnte wie in der Buchfassung ... aber die Diskussion darüber fand ich aus Sicht des Autors sehr fruchtbar.


    - Nimue: Die Sprachspiele - tja, die sind bei einem Jugendbuch, einem Abenteuerroman zudem, wirklich nicht aufgehoben. Was nicht heißen soll, daß ich sie nicht in Zukunft wieder einsetzen werde ...


    - Schokotimmi: Die Gestaltung eines Buchs obliegt dem Verlag ... als Autor hat man Glück, wenn man nach seiner Meinung gefragt wird. So konnte ich beim Cover ein paar dezente Änderungen durchsetzen ... mich freut aber, dass du das Erscheinungsbild des Buchs so lobst.
    Das mit dem Lesebändchen werde ich an den Verlag weitergeben - als Anregung. :-)


    - Loomis: Die Ines auf dem Cover ist tatsächlich fotografiert. Ich war ganz baff, dass das Mädchen wirklich so aussieht, wie ich mir Ines vorgestellt habe ... perfekt gecastet!


  • - Interessant fand ich, dass viele von euch teilweise richtig schockiert waren über Ines' Verhalten, ihr manchmal irrationales, impulsives Verhalten. Ob jugendliche Leser das anders sehen? Ich bin gespannt ...


    Ich war davon ja gar nicht schockiert, denn ich bin auch oft so impulsiv und weit jenseits von Ines' Alter :-[ Insofern fand ich das alles nachvollziehbar (klar, aufregen kann man sich hinterher immer noch - über sich selbst oder andere).

  • Huhu :)



    - Kati: Bei deinem Kommentar fand ich spannend, dass du mit dem Ende erst unzufrieden, dann aber versöhnt warst ... war es dir zu offen? Zu wenig "Happy end"? Zu irritierend? Je mehr ich im Kopf andere Varianten durchspiele (Ines findet die Tür gar nicht wieder, Ines geht hinein, Ines trifft Agnes im Zimmer), desto deutlicher wird mir, dass der Roman nur so enden konnte wie in der Buchfassung ... aber die Diskussion darüber fand ich aus Sicht des Autors sehr fruchtbar.


    Wie erkläre ich das am besten... also ich war wohl tatsächlich etwas irritiert. Bis zum erneuten Auftauchen des Refugiums wäre es für mich auf den ersten Blick ein perfektes Ende gewesen. Dann kommt dieses "Nachspiel" und die kleinen Details, die auf Agnes hindeuten. Das halbe Buch war ich doch auf der Suche nach einer Erklärung bzgl. Agnes. Darüber nachgedacht leuchtet es mir ja ein, warum sie genau so handelte. Es zeugt von Stärke und Antworten hätte sie nicht gefunden! In dem Moment wo aber Ines die Tür zuschlägt, überwog bei mir als Leser einfach die Neugier statt der Vernunft. Ich hätte am liebsten selbst nachgeschaut. ;D

  • - Zur Worthüterin (in Leipzig dann gleich auch mal live kennengelernt): Im Gespräch mit dir wurde mir auch noch mal ganz klar, dass die "Ines" kein Fantasy- oder Weltenwechselroman ist. Die Gewichtung liegt stärker auf der Realität, das Phantastische reichert sie an oder gewährt einen anderen Blick auf sie.


    - Schokotimmi: Die Gestaltung eines Buchs obliegt dem Verlag ... als Autor hat man Glück, wenn man nach seiner Meinung gefragt wird. So konnte ich beim Cover ein paar dezente Änderungen durchsetzen ... mich freut aber, dass du das Erscheinungsbild des Buchs so lobst.
    Das mit dem Lesebändchen werde ich an den Verlag weitergeben - als Anregung. :-)


    @Worthüterin: Ach du hast es gut, ich lag krank daheim und kann somit kein Treffen in Leipzig verzeichnen - und das obwohl ich doch nen Kaffee auf den ganzen Hickhack mit dem Versand ausgeben wollte. Aber zu Ines - ich finde das fasst das Buch nochmal richtig schön zusammen - die fantastischen Elemente überwiegen nicht so stark, vllt. für mich auch ein Grund, warum ich nicht 100% in das Buch oder besser zu Ines gefunden habe. Ich glaube ich habe mehr Fantasy erwartet.


    Vllt. hilft die Anregung mit den Lesebändchen ja, passiert mir aber ganz oft, dass ich mir denke - warum nicht noch so ein Bändchen. Als BWLer denk ich mir, ist vllt. ne Kostenfrage...


    Grüße
    schokotimmi

  • Nun endlich auch meine Rezension.


    Ich sage zum Inhalt jetzt mal nichts mehr, das habt ihr ja bereits getan...


    Ich habe das Buch durchaus auch mit dem "Mütterblick" gelesen ;) D.h. im Hinblick darauf ob und wie es meinen Kindenr gefallen könnte bzw. ob ich es ihnen zum lesen geben möchte.
    Von daher kann ich zum Thema mit der Zielgruppe udn ob man es auch als Erwachsener gut lesen kann nicht so viel sagen ;) 
    Ich lese immer mal wieder Kinder- und Jugendbücher und lese ja auch oft welche vor. (Meine Kinder lieben das auch heute noch und ich lese gerne vor 8) )


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
    Angefangen beim schönen Äußeren: Cover, Buch (prima handlich) und Titel.


    Ines ist eine eher ruhige und "unspektakuläre" Geschichte, wobei das ja sicherlich das verkehrete Wort ist, für eine Geschichte in der ein Wunschraum im Mittelpunkt steht.


    Da ich aber der Meinung bin, das die "Jugend von heute" dringend "Entschleunigung" braucht (bei allen Medien) empfinde ich das auf keinen Fall als Makel sondern als klaren Vorteil.


    Ines selber war mir durchgehend sympatisch. Und dafür das sie 13 ist, benimmt sie sich durch durchaus vernünftig ;D


    Auch das Ende hat mir gut gefallen: es war in einer sehr schwierigen (und irgendwie ja auch fast aussichtslosen) Situation das beste was Ines erreichen konnte !!
    Eben nichts mit "Ines besiegt das Böse" und nichts mit "sie kann jetzt das Refugium in Ruhe nutzen" und nichts mit "und leben glücklich bis an ihr Ende".
    Sondern: ein Mädchen versucht so gut wie möglich sich zu schützen und schafft das auch.


    So, das war jetzt irgendwie keine "Rezi" sondern meine zusammengesammelte Eindrücke... Ich bin gespannt, ob das noch mal besser wird ::)


    Die Leserunde hat mir sehr gut gefallen, es hat Spaß gemacht mit Euch zusammen zu spekulieren und diskutieren. Auch oder gerade weil die Meinungen (und Diskussionsschwerpunkte ;) ) ja durchaus auseinander gingen.
    Ein herzliches Dankeschön auch an Markolf, der die Runde toll begleitet hat ! :-*

  • Wie man bei der Leserunde wahrscheinlich gemerkt hat, hatte ich - obwohl auch keine Teilnehmerin im Zielgruppenalter ;) - sehr wohl meine Freude an Ines öffnet die Tür. Allerdings denke ich, dass mir das Buch früher noch besser gefallen hätte.


    Den Fantasyteil fand ich sehr stimmungsvoll, mysteriös und zum Mittüfteln einladend. Dass es dabei ziemlich ruhig und weitgehend ohne Action abging, wurde mir eigentlich erst durch die Kommentare meiner Mitleserinnen bewusst. Ich fand die Erzählweise und den Handlungsverlauf sehr angenehm - es hat sich immer etwas getan, wurde aber nie aufdringlich spektakulär.


    Der Real-Life-Teil hat mich eher so lala interessiert. Dass ich da nicht tiefer hineingekippt bin, führe ich einfach darauf zurück, dass es eben tatsächlich kein All-age-Roman ist und ich nun mal schon deutlich älter bin. Dabei halte ich die Beschreibungen für ziemlich realitätsnah und ich bin mir sicher, dass sich viele Mädchen und Burschen hier wiederfinden. Ich habe ja sogar aus meiner eigenen Pubertät einige sehr ähnliche Episoden in Erinnerung, aber seien wir uns mal ehrlich - ein etwas albernes Alter ist das schon :elch: und da ich selber weder in Ines' noch in ihre Elterngeneration falle, hat mich manches eben nur mäßig mitgerissen. Nett halt. ;)


    Gut fand ich die verschiedenen familiären Themen, die zwar eher im Hintergrund laufen, bei denen Markolf aber viel Feingefühl beweist und vor allem zeigt, dass zwischenmenschliche Beziehungen eben sehr komplexe Gebilde sind und man immer mindestens zwei Seiten betrachten sollte, bevor man sich ein Urteil über das Verhalten von anderen bildet.


    Bei einer etwaigen Fortsetzung dürfte sich das Gewicht für meinen Geschmack ruhig etwas mehr in Richtung Mystery verschieben - aber ich sehe schon ein, dass hier eher die Meinung von Teenies gefragt ist ;D ... (die mich übrigens auch sehr interessieren würde).


    Danke an Markolf für die gewohnt freundliche Begleitung und an die anderen Teilnehmer für die muntere Runde und euer Input! :winken:

  • Nun endlich kommt auch von mir ein Fazit, es tut mir leid daß es so lange gedauert hat, aber manchmal wollen die Sätze einfach nicht aus dem Kopf in die Tastatur. :(


    Das Buch:


    Die dreizehnjährige Ines entdeckt eines Tages im Hause ihrer Großmutter Agnes eine geheimnisvolle Tür, die mal da ist und mal nicht. Es ist die Tür zu einem wundersamen Raum, dem Refugium, das ihr überallhin folgt, Wünsche erfüllen kann und von der Großmutter gewissermaßen an Ines vererbt wird. Der Raum gehört Ines allein und nur sie kann die Tür sehen, jedoch gibt es vier Regeln, die Ines beachten muß, wenn sie den Raum benutzt.
    Doch ehe Ines von ihrer Großmutter noch genauere Informationen über das Refugium und den Sinn der Regeln bekommen kann, verschwindet Agnes spurlos. Ein mysteriöser alter Herr scheint Ines nun zu verfolgen und sie muß ohne Agnes mit der Bedrohung durch ihn zurechtkommen und auch mit den Folgen der Regelbrüche, die sie teils zufällig, teils absichtlich begeht.


    Meine Meinung:


    Das Buch richtet sich an Kinder/Jugendliche ab ca. 11-12 Jahren und wird in erster Linie für Mädchen interessant sein, vermag jedoch gewiß auch Jungen anzusprechen. Der Raum, der Wünsche erfüllen kann, ist ein relativ unkonventioneller Ausgangspunkt für diese Geschichte: er sorgt für eine mystische Stimmung, Atmosphäre und Spannung, denn hier sind geheimnisvolle Mächte am Werk.


    Durch die Refugiumsregeln und die unbekannten Folgen ihrer Verletzung wird ein unvorhersehbares Element in die Handlung gebracht. Der Leser kann eifrig mitspekulieren, was wohl nach dieser oder jener Handlung von Ines geschehen wird. Er kann sich überlegen, was er sich selbst wohl vom Refugium wünschen würde. Er kann aber auch darüber nachdenken, wie sinnvoll und möglich es ist, Regeln einzuhalten, deren Gründe man nicht kennt.


    Der Handlungsstrang in der realen Welt (Ines´ Leben in der Schule, in der Familie, mit ihren Freunden) verschränkt sich immer mehr mit dem phantastischen Handlungsteil (Ines´Aufenthalte im Refugium und deren Folgen). Dabei waren die Kapitel über das Refugium für mich genauso spannend und interessant wie die Kapitel in der realen Welt, in der uns eine realistische Ines begegnet, ein ganz normales sympathisches Mädchen mit Stärken und Schwächen. Sie verhält sich wie eine Dreizehnjährige, manchmal unbedacht, manchmal klug, vernünftig und mitfühlend, und manchmal kindlich. Die erste Verliebtheit spielt ebenso eine Rolle wie ihre Freundschaft mit der gleichaltrigen Sonja, und die nicht immer einfachen Verhältnisse in Ines´ Familie, in der es Liebe und Zusammenhalt, aber auch größere und kleinere Probleme gibt wie in vielen Familien. Soweit ich es als Mutter einer Zwölfjährigen beurteilen kann, ist Ines realistisch geschildert und die Handlungsteile in der realen Welt werden Kinder und Jugendliche genauso ansprechen und unterhalten wie die phantastischen Elemente.


    Als Ines nach und nach die Regeln bricht, macht sie wichtige Erfahrungen. Die allerwichtigste davon ist wohl, wie wertvoll Freunde sind, auf die man sich verlassen kann, denen man vertrauen kann. Zusammen mit solchen Freunden kann man vieles erreichen, was auf den ersten Blick unmöglich scheint. Doch es gibt auch Menschen, auf die Ines sich nicht verlassen kann, obwohl es ihnen auf den ersten Blick nicht zuzutrauen war, und am Ende hat Ines wohl gelernt, andere Menschen besser einzuschätzen.


    Das Ende des Buches ist ein wenig unbestimmt, es werden nicht alle Rätsel gelöst, die sich im Lauf des Buches gestellt haben. Doch so ist es ja auch im realen Leben und der Abschluß ist rund genug, um das Buch zufrieden zuzuklappen. Und auch später noch hin und wieder an Ines zurückzudenken. Mir hat das Buch jedenfalls ausgesprochen gut gefallen. Nicht zuletzt ist auch das Cover sehr schön gestaltet und paßt gut zur Geschichte.


    Die Leserunde:


    Es hat mir großen Spaß gemacht, das Buch mit euch zu lesen. Man liest doch einfach genauer in so einer Leserunde. Vielen Dank an euch alle, daß ich dabeisein durfte, und besonders herzlichen Dank an Markolf Hoffmann für die Begleitung! :winken:



    Sobald meine Tochter (12 Jahre alt) das Buch gelesen hat und eine Meinung dazu kundtut, kann ich diese gerne mitteilen. Wahrscheinlich im Bücherforum auf Literaturschock, da vermutlich dieser Thread hier ja bis dahin geschlossen sein wird, nehme ich an.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  2. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

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  3. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    Dani

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