Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler!)

  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

    :lesen:   [size=2]"Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero[/size]

  • Dann leg ich mal los:


    Siegfried Langer – Vater, Mutter, Tod


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    Inhaltsangabe:


    Jacqueline hat mit ihrer Mutter einen schönen Nachmittag in Berlin verbracht. Glaubt sie jedenfalls. Doch eine geheimnisvolle, rothaarige Frau scheint sie zu verfolgen – und am gleichen Nachmittag noch behauptet ihr Mann, dass ihre Mutter schon vor zwei Jahren gestorben sei. Welche Erinnerung ist wahr? Und besteht ein Zusammenhang mit der Familientragödie, die einen Jungen das Leben gekostet hat? Dann wird auch noch der kleine Lukas entführt, und die Polizei muss Klarheit in die undurchsichtigen Angelegenheiten bringen ...


    Der erste Satz:


    „Die Frau hatte große Angst davon, in die Wohnung zurückzukehren.“


    Meine Meinung zum Buch:


    :buchtipp:


    Ich habe selten eine so verzwickte Geschichte gelesen – und bin auch lange Zeit so im Dunkeln getappt, wie sie ausgehen wird. Als Leserin wurde ich immer wieder in die Irre geführt und jedes Mal, wenn ich dachte: jetzt hab ich’s!, stand ich auf dem Glatteis. Ich fand es toll gemacht, wie nur ganz langsam und bröckchenweise die Wahrheit aufgedeckt wurde – und am Ende sich alles schlüssig und logisch auflöst.


    Die Geschichte wird in relativ kurzen Kapiteln erzählt, und mit dem Kapitelwechsel ändert sich auch der Blickpunkt. Manchmal erzählt Jacqueline direkt, manchmal eine unbenannte Frau, manchmal auch der Polizist Kommissar Manthey und manchmal der Anwalt René. Man erfährt als Leser damit sehr viel, kann das Wissen aber erst spät richtig zusammensetzen. Aber dann ergibt sich ein stimmiges Bild.


    Das macht natürlich auch einen großen Teil der Spannung aus. Als Leser erkennt man die tragischen Ereignisse und auch die Tatsache, dass noch gar nicht alles passiert ist und man auf einen vielleicht noch tragischeren Höhepunkt in der Geschichte zusteuert, und man kann nichts aufhalten, weil man einfach zu wenig weiß. Das kann schon an die Nerven gehen. ;)


    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Die Leserunde hat mir (wie immer) sehr viel Spaß gemacht und natürlich auch das Spekulieren mit den anderen Teilnehmerinnen. Wobei ich immer wieder staune, wie nah manche der Wahrheit gekommen sind – ich wäre nie so weit gekommen.


    Vielen Dank auch an Siegfried Langer für die nette Begleitung der Runde! :winken:


    Viele Grüße von Annabas

    :lesen:   [size=2]"Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero[/size]

  • Ganz ehrlich, ich weiß nicht was ich schreiben soll, ohne zu viel vom Inhalt des Buches zu verraten.


    Kurze, knackige Kapitel, verschiedene Erzählebenen, eine spannende Handlung, eine verwirrende Handlung. Der Leser weiß erst mal nicht, woran er ist, obwohl er genau weiß, was passiert ist.
    Aber: weiß er es wirklich?
    Oder ist alles doch ganz anders?
    Oder nur ein bisschen anderes?
    Oder doch so, wie zu Anfang gedacht?


    Die Geschichte vom Anfang bis zum Ende spannend und fesselnd, ein Garant für schlaflose Nächte, für Lesenächte. Oder für ein regnerisches Lesewochenende.


    Wer stringent erzählte Krimis mag, wird an diesem Buch nicht viel Freude haben.
    Allen anderen empfehle ich: ZUGREIFEN!!

     :buchtipp:


    Ich hätte das Buch auch ohne Leserunde gelesen, da es mir bereits wärmstens empfohlen worden war, aber in der Leserunde macht es doppelt so viel Spaß! Vielen Dank an euch alle und vor allem auch an dich, lieber Siegfried, für die Begleitung der Leserunde. Ich freue mich schon auf dein nächstes Buch!

  • „Du kannst vor dem davonlaufen, was hinter dir her ist, aber was in dir ist, das holt dich ein.“


    Diese afrikanische Weisheit über die Psyche des Menschen hat Siegfried Langer in seinem Thriller-Debüt auf sehr hohem Niveau umgesetzt und mir dadurch beinahe den Schlaf geraubt!


    In dem Prolog werden wir Zeuge einer Familientragödie, denn im Streit verletzt der alkoholisierte Vater mit einem Brotmesser seinen Sohn, der sich schützend vor seine Mutter stellen will und stirbt. Diese drei Menschen, die vorerst noch namenlos bleiben, stehen stellvertretend für viele Hartz 4 – Familien, die in der Anonymität der Neuköllner Plattenbausiedlung kaum Chancen haben aus ihrer Situation auszubrechen und hier einen traurigen Tiefpunkt erreicht.


    Dem gegenüber steht die erfolgreiche Architektin Jacqueline Adam, die ein Leben wie aus dem Bilderbuch führt. Zusammen mit ihrem Sohn Lukas und Anwalt René lebt sie in einer idyllischen Neubausiedlung in Kleinmachnow und hat gerade den Zuschlag für ein großes Projekt ergattert. Nach einem Einkaufsbummel mit ihrer Mutter entdeckt sie plötzlich auf der anderen Straßenseite eine Frau mit leuchtend roten Haaren, die sie penetrant anstarrt und immer wieder verfolgt.
    Heftige Kopfschmerzen in Verbindung mit Gedankenaussetzern beunruhigen ihren Ehemann zusehends, als er dann aber auch noch erfährt, dass Jacqueline sich mit ihrer Mutter getroffen haben will, obwohl diese bereits vor zwei Jahren gestorben ist, überzeugt er sie davon, einen Arzt aufzusuchen. Kurz darauf wird Lukas entführt und die heile Welt der Adams droht zusammenzustürzen – steckt die ominöse Rothaarige dahinter?


    Viel mehr darf man gar nicht zu dem Inhalt sagen, da sonst das perfekt aufgebaute Konstrukt des Autors zerbricht, was ich mir als begeisterter Thriller-Leser selbst nicht verzeihen könnte und bei diesem genialen Verwirrspiel auch schlichtweg eine Schande wäre. ;-)


    Der Aufbau der Handlung ist wirklich brillant, denn die Kapitel wechseln nicht nur von „Jacquelines Berichterstattung“, in der sie ihre Sicht der Dinge einem Psychologen schildert, zu den verheißungsvollen Passagen mit der Überschrift „x (1,2..) Tage vor der Katharsis“ (dem Showdown), die sich mit der Suche nach Lukas und der objektiven Rekonstruktion der Ereignisse befassen, sondern diese werden ebenfalls in einer scheinbar wahllosen, zeitlichen Reihenfolge angeordnet.
    Wir werden also in eine Handlung geworfen, die wir unter keinem Umständen zu diesem Zeitpunkt durchschauen können und müssen, wie die verzweifelte Protagonistin, um ein klares Bild kämpfen. Dabei beweist Siegfried Langer ein sehr gutes Gespür, um den Leser aus dem Konzept zu bringen. Immer wenn ich eine Ahnung aufgebaut hatte, wie das Geschehen mit dem Prolog in Verbindung stehen könnte, musste ich kurz darauf feststellen, dass meine Theorie eine Schwachstelle hat.
    So ahnungslos habe ich mich schon lange nicht mehr bei einem Thriller gefühlt, was vor allem an dem unglaublichen Einblick in die menschliche Psyche liegt, die hier auf eine spezielle Weise zeigt, zu was wir Menschen fähig sind und wie uns das eigene Denken bzw. die Erinnerungen einen Streich spielen können, die ich aber in diesem Ausmaß nicht für möglich gehalten hätte.
    Es ist sehr schwer, sich aus dem Teufelskreis zu befreien, da die innere Phantasie-Welt immer weitere Kreise zieht und eine lange (vielleicht auch erfolglose) Behandlung braucht.
    Selbst der ermittelnde Beamte hat schon Erfahrungen mit den Tücken von Nervenkrankheiten im persönlichen Bereich gemacht und sein Schicksal gliedert sich lückenlos in jenes der Adams ein.


    Die Dringlichkeit des Falls, an dem ein Kinderleben hängt, wird durch die gehetzte, aber zugleich kühle Wirkung von kurzen Kapitel noch verstärkt und „Vater, Mutter, Tod“ ist ein Thriller, den man am besten in einem Stück verschlingt, denn dank eines sehr flüssigen Schreibstils war es ein sehr intensives, wenn auch nicht sehr langes Lesevergnügen.


    Im Juli 2012 erscheint das nächste Werk „Sterbenswort“ von dem Autor und ich habe es voller Vorfreude auf meine Wunschliste gesetzt.


    :)


    So viel haben wir uns in der Leserunde zwar nicht ausgetauscht, was daran liegt, dass wir unbedingt wissen wollten wie es weitergeht. Aber mir hat es trotzdem großen Spaß gemacht und vielleicht sehen wir uns bei "Sterbenswort" wieder? Danke für die nette Begleitung von Siegfried Langer und das Freiexemplar! Ich habe meine Rezension überall verstreut und vielleicht findet sich so noch der ein oder andere Fan. ;D

  • Ich muss zugeben, dass seit der Lektüre dieses Buches schon einige Zeit vergangen ist. Ich hatte richtig Mühe, für mich eine Struktur in das Buch zu bringen, damit ich ein paar Sätze darüber schreiben kann, ohne dass mein Text einen völlig verwirrten Eindruck macht.


    Vom Inhalt möchte ich nicht mehr verraten, als man ohnehin dem Cover entnehmen kann. Ein Kind wird tot in einer Wohnung gefunden, ein anderes Kind schwebt in großer Gefahr. Der ermittelnde Kommissar Manthey versucht, Licht in den Zusammenhang dieser zwei Verbrechen zu bringen. Hauptfigur ist Jacqueline, eine Frau, die sozusagen zwischen den Welten wandelt. Die Einschübe aus ihrer Perspektive erzählt, bringen die Handlung zwar voran, als Leser ist man aber nie wirklich sicher, woran man ist, weil sie vorerst zusammenhangslos erscheinen.


    Die Kapitel im Buch orientieren sich zeitlich an einer „Katharsis“: Es wird in der Kapitelüberschrift jeweils angegeben, wie viele Tag vor der Katharsis die erzählte Handlung stattfindet. Die „Katharsis“ ist ein Begriff aus dem klassischen griechischen Drama und bezieht sich auf den Reinigungsvorgang, den das Publikum durch das Mitleiden mit den Figuren erlebt. Entlang dem Schema eines Dramas ist der Thriller eigentlich auch aufgebaut - nur chronologisch durcheinander gewirbelt.


    Der Prolog setzt gleich mit dem Höhepunkt beziehungsweise dem Wendpunkt ein. Die darauf folgenden Kapitel bringen dem Leser die beteiligten Figuren näher und erzählen ihre Geschichte (Exposition). Die zeitlich nach dem Prolog einzuordnenden Erzählstränge führen letztendlich zur „Katharsis“ – der Reinigung. Eine Reinigung entfaltet immer auch einen heilenden oder befreienden Effekt. In diesem Fall bezieht sich dieser auch noch auf eine interessante Nebenfigur, was dem Buch ein sehr versöhnliches und positives Ende verleiht.


    Ich hatte in der ersten Hälfte gewisse Verständnisprobleme, da die einzelnen Handlungsstränge nicht chronologisch erzählt werden. Als Leser muss man mit recht schwer nachvollziehbaren Zeitsprüngen zurecht kommen. Nach einiger Zeit weiß man aber die Kapitelüberschriften zu beachten, dann fällt es wesentlich leichter, dem Plot zu folgen.


    Sprachlich ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Siegfried Langer schreibt sehr routiniert. Die Sätze sind eher kurz gehalten, aber ohne dass der Text dadurch ins „Stakkatohafte“ abdriftet. Die angenehme Kapitellänge motiviert durch die wechselnden Perspektiven zum schnellen Weiterlesen. Meine Empfehlung ist, sich genügend Lesezeit einzuplanen, damit man das Buch in einer Woche ausgelesen hat. Dann hat man durchgehend spannende Unterhaltung und kann die Geschichte auf sich wirken lassen. Bei größeren Leseunterbrechungen könnte es schwierig sein, den Faden wieder zu finden.


    Was mir etwas gefehlt hat, ist ein bleibender Inhalt. Es ist nicht so, dass ich ein Buch nicht genießen kann, bei dem es „nur“ um spannende Unterhaltung geht. Aber ich mag es, wenn ein thematischer Aufhänger dafür sorgt, dass ich ein bestimmtes Thema gedanklich vertiefen kann. Dann erinnere ich mich einfach länger an das Buch und es wirkt nachhaltiger.
    Dieser Thriller wirft durchaus Fragen auf, wie beispielsweise häusliche Gewalt oder seelische Erkrankungen. Aber für mich fehlt etwas die Vertiefung und Auflösung. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich für mich aus diesem Buch mitnehmen werde. - Vermutlich einfach glücklich zu sein, dass ich mich auf meine Sinne verlassen kann.


    Ich vergebe diesem Buch 4 Sterne mit einer Leseempfehlung.



    Ganz lieben Dank für die Organisation und Begleitung dieser Leserunge. "Sterbenswort" wird auf jeden Fall Einzug in meine Wunschliste haben, sobald es erschienen ist. 8) 8)


    lg,
    allegra



    Meine Rezi werde ich auch noch auf anderen Seiten posten und das dann hier gelegentlich vermerken. ;)



    http://www.amazon.de/review/R1…&linkCode=#wasThisHelpful


    http://www.buecher.de/shop/ber…/detail/prod_id/32475615/


    http://www.literaturschock.de/….msg646455.html#msg646455


    http://www.vorablesen.de/node/…ns?page=0#rezension-39889


    http://www.bol.de/shop/home/su…6132.html?jumpId=29411542


    http://www.buch.de/shop/home/s…6132.html?jumpId=20136566


    u.a.

  • Siegfried Langer: Vater, Mutter, Tod


    Zum Inhalt:
    In einer Wohnung wird ein totes Kind gefunden, ein weiteres scheint in Gefahr zu sein. Die erfolgreiche Architektin Jacqueline verbringt einen schönen Nachmittag mit ihrer Mutter in Berlin - oder doch nicht?
    Mehr kann man zum Inhalt nicht sagen, ohne gleich etwas von der Handlung zu verraten.
    Eines ist sicher: Eigentlich ist nicht sicher.


    Meine Meinung:
    Das Buch ist in viele kurze Kapitel eingeteilt, die spannend geschrieben sind und sich schnell lesen lassen. Mit jedem Kapitel wechselt auch die Perspektive oder der Zeitpunkt der Handlung - dadurch wird das Tempo im Buch noch rasanter.


    Zu Beginn bekommt der Leser viele einzelne Eindrücke, die nicht recht zusammenpassen zu scheinen. Während des Lesens war ich mir aber immer sicher, dass die verschiedenen Ebenen irgendwie zusammengehören.
    Nach und nach fügt sich das Bild zusammen, ein schreckliches Ende ist zu erahnen, aber nicht greifbar.
    Dem Autor ist es gelungen, mich immer wieder auf eine falsche Fährte zu bringen. Selten war ich bei einem Buch so lange ahnungslos wie hier. Wie durch ein Wunder fügt sich am Ende alles zusammen und erscheint auch noch logisch und nachvollziehbar. Dramaturgisch ist das ein wirkliches Kunststück.


    Dieses Buch kann ich allen empfehlen, die Lust auf einen Thriller haben, der nicht nach „Schema F“ verläuft und sich auf ein Gedankenexperiment einlassen möchten.
    Das im Juli erscheinende Werk „Sterbenswort“ steht bereits auf meiner Liste und wird mich in den Urlaub begleiten.


    Zur Leserunde:
    Vielen Dank allen Mitlesern, auch wenn ich nicht immer so mitlesen konnte, wie ich gerne gewollt hätte.



    Siegfried, dir auch vielen Dank für die Begleitung der Leserunde und die Hintergrundinformationen!


    LG, Nilpferd
     :buchtipp:
    Rezension bei Amazon:
    http://www.amazon.de/product-r…ySubmissionDateDescending


    Rezension im großen Bücherforum:
    [url=http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,24027.msg646897.html#msg646897] http://www.literaturschock.de/….msg646897.html#msg646897[/url]

  • Inhalt:
    Man begegnet einer sozialschwachen Familie, schon die Beschreibung des Treppenhauses lässt nichts gutes ahnen. Der Ehemann ist alkoholabhängig und kennt nur einen harten Ton, befiehlt und kommentiert. Es kommt zum Streit zwischen den Eheleuten und das Kind stellt sich dazwischen und ist tot. Plott
    Parallel dazu wird die Geschichte von Jacqueline, einer erfolgreichen Architektin erzählt, sie ist glücklich verheiratet und das große Glück ist der Sohn Lukas. Doch die junge Frau leitet an fürchterlichen Kopfschmerzen und es kommt zu Gedächtnisausfällen und einiges scheint sich mit der Frau vom Anfang zu gleichen. Die Fragenzeichen türmen sich auf.


    Fazit:


    Das Buch ist in verschiedenen Zeitebenen aufgebaut, zunächst leicht verwirrend, doch der gute Erzählfluss schafft es, den Leser in seinen Bahn zu ziehen und man ist vom Buch gefangen. Siegfried Langer schafft es gekonnt, die Charaktere der handelnden Protagonisten so darzustellen, wie sie einem täglich über den Weglaufen könnten. Die verschiedenen Sozialenschichten werden so widergespiegelt, wie es sich zutragen wird. Da ich selbst im sozialen Bereich arbeite, habe ich mich oft in berufliche Situationen zurückversetzen können.
    Es ist kein typischer Krimi und man merkt, dass man auch ohne viel Blut und Innereien auskommt, die Erzählweise und beabsichtige Verwirrung des Lesers ist hier entscheidend.
    Das Buch habe ich schon wärmstens weiterempfohlen. 5 von 5 Sternen.


    Leserunde:


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit Euch gemeinsam das Buch zu lesen und wie immer ist der vorteil daran, dass man so auf Sachen gestoßen wird, die man selbst einfach überliest. Auch die Diskussionen und Ahnungen sind doch immer wieder gewinnbringend. Danke auch an Dich, lieber Siegfried, für Deine regen Antworten und die Begleitung. Bis bald.

  • Hallo miteinander,


    es sind nun drei Wochen seit dem Start der Leserunde vergangen und ich denke, dass wir die Runde nun schließen können.
    Wir wollen Siegfried ja nicht weiter vom Schreiben abhalten, sonst müssen wir noch länger auf seine nächsten Bücher warten. ;)


    Vielen Dank an alle Teilnehmer und noch einmal ganz herzlichen Dank an Siegfried, dass du uns hier durch die Runde begleitet hast. :winken:


    Wir hoffen, wir treffen uns bald wieder in einer neuen Runde. :)


    Grüße von Annabas :winken:

    :lesen:   [size=2]"Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero[/size]

  • Von mir auch ein herzliches Dankeschön an Siegfried Langer und das Leserunden Team! Ich bin auf jeden Fall zu haben für eine neue Leserunde. Ich habe bei meiner Rezi einige Verlinkungen noch ergänzt.


    lg,


    allegra

  • Aber gerne doch.
    Ich hoffe nur, ich habe das richtig gemacht. Bei dieser Plattform bin ich immer etwas unsicher. Vor allem finde ich sie nie selbständig. :-[


  • Vielleicht mag Hanni ja auch noch ein Fazit schreiben?


    Ups, geschrieben hab ich es vor einer Weile, allerdings hab ich es wohl noch nicht eingestellt. :-[


    Inhaltsangabe:


    Ein totes Kind in einer Berliner Wohnung, ein zweites Kind wird vermisst. Eine Frau mit Gedächtnislücken und Erinnerungen, die trügerisch sind. Und mittendrin Kommissar Manthey, der versucht, den Fall möglichst schnell zu lösen. Denn die Zeit drängt, das verschwundene Kind muss gefunden werden. Dennoch muss er behutsam vorgehen, denn sonst könnte der Junge für immer verloren sein.


    Meine Meinung:


    Was für ein Thriller, was für ein Aufbau! Sehr geschickt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dabei wechselt von Kapitel zu Kapitel nicht nur die Erzählperspektive, sondern auch die Zeit. So befindet man sich immer mal ein paar Tage näher oder weiter weg von Tag X, dem Tag, an dem sich der Fall lösen wird. Das geschieht aber so geschickt, dass man keine Angst haben muss, den Überblick zu verlieren. Spätestens nach den ersten paar Kapiteln merkt man, dass dieses hin und her die Spannung der Geschichte wesentlich erhöht und das Buch zu einem wahren Pageturner werden lässt.


    Die Protagonisten lernt man eigentlich nur so weit kennen, wie es für die Geschichte notwendig ist. Daher bleiben die meisten von ihnen ziemlich unpersönlich und man baut nicht unbedingt einen grossen Bezug zu ihnen auf. Aber das ist bei dem Tempo der Geschichte auch gar nicht nötig. Allerdings hat das Buch ein Thema, das von sich aus für Tiefgang sorgt und einen zum Nachdenken anregt. Auch findet keine Nebenhandlung statt, was dem Buch eine gewisse Direktheit gibt und die Handlung natürlich vorantreibt. Mich persönlich hat das nicht gestört, denn ein Thriller darf ruhig auch mal einfach auf Action ausgelegt sein und muss nicht unnötig in die Länge gezogen werden.


    Das einzige Negative war, dass eine Person für mich nicht sehr nachvollziehbar gehandelt hat, was aber nicht unbedingt mit der Geschichte zu tun haben muss, sondern vielleicht einfach nur auf mein persönliches Empfinden und meine Erwartungen zurückzuführen ist. Ansonsten war alles schlüssig, stimmig und perfekt! Dafür gibt es von mir den :buchtipp:


    Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf das nächste Buch von Siegfried Langer und bin gespannt darauf, ob er es wieder schaffen wird, mich so zu fesseln!


    Zur Leserunde:


    Es hat mir viel Spass gemacht mit euch zu lesen und ich bin froh, dass sich der Termin um zwei Wochen verschoben hat, denn sonst hätte ich eine sehr spannende Geschichte verpasst! Vielen lieben Dank an euch alle und auch an Siegfried Langer! Falls es zum neuen Buch eine Leserunde gäbe, wäre ich sehr gerne mit dabei! :)


  • Das ist natürlich schon erledigt! ;) Auf amazon, buecher.de, lovelybooks und weltbild kann man meine auch finden. :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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