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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines von der Autorin) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


    Es wäre schön, wenn Ihr die Rezension auch auf andere Internetseiten stellt. Aber das ist natürlich nicht Bedingung. :)

  • Meine Rezi ist fertig. Es war richtig schön, dieses tolle Buch gemeinsam mit Euch zu lesen! Danke!
    Ich bin ein bisschen traurig, dass es nun dem Ende zugeht :'(


    18. Jahrhundert: Christoph Hufeland studiert in Jena Medizin. Eines Tages wird er Zeuge, wie seine Kommilitonen Carl und Albert sich auf offener Straße duellieren. Der Kampf endet damit, dass Carl Albert schließlich hinterrücks ermordet. Christoph macht sich Gedanken; irgendetwas an diesem Duell kommt ihm seltsam vor. Als Christoph und sein Freund Johann schließlich Alberts Grab öffnen um sich zu vergewissern, dass Albert wirklich tot und nicht nur scheintot ist, erleben die beiden eine Überraschung.
    Zur gleichen Zeit soll Alberts Schwester Helene mit dem Medizinalrat Meschkat verheiratet werden. Sie aber ekelt sich vor diesem Mann und beschliesst, nach Jena zu ihrem Bruder zu fliehen und so der Heirat zu entgehen. Sie hat keine Ahnung, dass Albert tot ist.
    Und dann ist da noch Samuel Hahnemann, ebenfalls ein Mediziner, der verzweifelt gegen Krankheiten und gegen manche Uneinsicht der Menschen um ihn herum kämpft.
    ** Meine Meinung **
    Mit diesem Buch ist der Autorin Heike Koschyk ein einzigartiges Werk gelungen! Sie versteht es wirklich, historische Fakten mit fiktiven Begebenheiten meisterhaft zu verbinden! Das Buch ist für mich eine gute Mischung aus Historischem Roman, Krimi und Geschichtsbuch.
    Die Figuren sind sehr schön herausgearbeitet, so dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Auch entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte weiter, da die Handlung sich über mehrere Jahre hinzieht.
    Durch die verschiedenen Handlungsstränge, die sich später alle miteinander verbinden, bleibt das Buch immer spannend und ist an keiner Stelle langweilig. Es tauchen immer wieder neue interessante Daten und Begebenheiten auf.
    Für mich waren besonders die Beschreibungen der damaligen Lebensumstände äußerst spannend zu lesen. Auch die Aufklärung und Umstände rund um den „Mord“ an Albert waren fesselnd und interessant.
    Sehr gut gefallen hat mir dann noch der ausführliche Anhang, der das Buch auf wunderbare Weise abrundet!
    Für mich ein glattes „Fünf-Sterne-Buch“, das ich mit Freude gelesen habe und auch jederzeit weiterempfehlen kann!

  • Auch ich habe nun meine Rezi fertig. Aber zu aller erst muss ich sagen, dass mir die LR gut gefallen hat und ich mich auch gefreut habe, dass Heike immer schnelle Antworten auf unsere Fragen gegeben hat.


    Die Handlung dieses Romanes findet in Deutschland im 18. Jahrhundert statt.
    Alle Protagonisten stellen Persönlichkeiten dar, wo man sich freut, diese kennen zu lernen.
    Christoph Hufeland ist ein Student in Jena, mit dem Ziel Arzt zu werden. Er lässt sich ein wenig von seinem Ziel abbringen und muss so eines Tages einen Mord an seinem Kommilitonen Albert Steinhäuser miterleben. Dieser geriet in einen Streit mit Carl.
    Durch eine Vorlesung, bei der es um Scheintot geht, überkommt Christoph eine ungute Ahnung und Johann Vogt scheint es nicht anders zu gehen. Beide begeben sich zu dem Grab. Mit dem Gedanken der Grabschändung machen sie sich trotz alledem ans Werk und öffnen dieses.
    Alberts Schwester hat ein schweres Los, ihr Vater will sie aus einem ganz bestimmten Grund mit dem Medizinalrat Meschkat verheiraten Helene ist darüber unglücklich und flieht zu ihrem Bruder. Sie ist völlig unwissend, was mit diesem in der Zwischenzeit geschehen ist.
    Ein weiterer Protagonist ist Samuel Hahnemann der schon Arzt ist und sein Leben der Forschung widmet und verzweifelt versuch die Menschen von Hygiene - -bedingungen zu überzeugen.
    Im weiterem Verlauf kommen noch Johann Vogt, Professor Loder, Professor Gruner, Dürbaum-Hausvogt mit in das Geschehen. Nun gilt es einem Mysterium auf der Spur zu kommen, wer trägt welches Geheimnis und wie wird sich alles auflösen?
    *** Meine Meinung***
    Ab nun an gehört Heike Koschyk mit zu meiner Favoriten liste der Autoren. Ihr ist ein wunderbares Werk gelungen in dem der Leser viele Fakten aus der damaligen Zeit geboten werden. Es ist sehr gut recherchiert und lässt einem nicht im Unklaren.
    Der Schreibstil ist genial und durch die wechselnden Handlungsstränge ist es immer wieder spannend und so wird das Gefühl geweckt weiter lesen zu wollen.
    Mir persönlich hat sehr gut gefallen soviel von den Lebensumständen und dem Aufbruch der Medizin darüber hinaus welche Experimenten am Menschen verübt wurden um dem Wissen näher zu kommen.
    Ebenfalls gut finde ich den Glossar, einen kurzen Hinweis über die Anfänge der Homöopathie sowie ein Quellenhinweis.
    Von mir bekommt dieses Buch volle verdiente fünf Sterne. Ich war ein wenig traurig als ich am Ende angekommen bin.

  • "Die Alchemie der Nacht" ist der erste Roman, den ich von Heike Koschyk gelesen habe, aber sicher nicht mein letzter. Die Geschichte spielt um 1800 in Deutschland, es geht um die Entstehung der Homöopathie. Zwei der drei Hauptpersonen, Christoph Wilhelm Hufeland und Samuel Hahnemann haben tatsächlich gelebt und die Medizin der Zeit mit beeinflusst.
    Die Geschichte beginnt in Jena um 1780. Hier studiert Christoph Wilhelm Hufeland Medizin und schwankt zwischen ernsthaftem Studium und lustigem Studentenleben. Er beobachtet ein Duell, bei dem der Student Albert Steinhäuser erstochen wird. Da ihm dabei einiges merkwürdig vorkommt, stellt er Nachforschungen an und gerät ins Visier einer geheimen Verbindung. Helene, die Schwester des toten Studenten, lebt in Königsberg. Dort will sie ihr Vater gegen ihren Willen mit einem älteren Mann verheiraten, sie flieht nach Jena zu ihrem Bruder und begegnet dort Hufeland. Der dritte Protagonist ist Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, er versucht als junger Arzt gegen die überkommenen Heilmethoden neue Ideen in der Medizin zu entwickeln, immer auf der Suche nach einem universellen Heilmittel. Ein Stadtplan Jenas, ein gutes Glossar und ein ausführliches Nachwort zum historischen Hintergrund verstärken meinen positiven Eindruck noch.
    Mir hat "Die Alchemie der Nacht" sehr gefallen und die interessante Leserunde hat das Lesevergnügen noch erhöht – danke an alle für die klasse Leserunde, danke vor allem an Heike für die schöne Geschichte, die ich gerne weiter empfehlen werde.

  • Heike Koschyk – Die Alchemie der Nacht


    Inhaltsangabe:


    Jena 1780: Christoph Wilhelm Hufeland ist Student der Medizin und muss miterleben, wie sein Kommilitone Albert Steinhäuser in einem Duell getötet wird. Hufeland kommen die Umstände des Duells merkwürdig vor und er beginnt nachzuforschen. Dabei kommt er einer geheimen Verbindung auf die Spur, die verbotene, medizinische Experimente durchführt und im Besitz eines Geheimrezeptes sein soll, das die Medizin revolutionieren könnte. Hufeland ist nicht der Einzige, der sich für Albert und das geheime Rezept interessiert. Helene, Alberts Schwester, will Genaueres über den Tod ihres Bruders erfahren und dann ist da auch noch Samuel Hahnemann, dessen wissenschaftliche Neugier ihn den Weg Helenes und Christophs kreuzen lässt, und der aufgrund der von ihm entwickelten, neuen medizinischen Behandlungsart, der Homöopathie, von der Kirche und der Schulmedizin angefeindet wird ...


    Der erste Satz:


    „Leiser Gesang drang an ihr Ohr, eine sich wiederholende Melodie, die anschwoll, sich verdichtete.“


    Meine Meinung zum Buch:


    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen – es ist spannend, man möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet und die Figuren sind so lebendig, dass sie einem richtig ans Herz wachsen und man mit ihnen mitfühlen kann.


    Hufeland und Hahnemann sind historische Personen und hier in eine Geschichte eingebettet, die sich auch so zugetragen haben könnte. Welche Teile Fiktion sind, kann man in einem interessanten und informativen Nachwort lesen – das hat mir sehr gut gefallen, denn mit Hilfe dieser Informationen kann man die Historie und die Personen besser einordnen.


    Ebenso interessant war für mich zu lesen, wie Hahnemann langsam aber sicher seine medizinische Therapie, die Homöopathie, entwickelt. Heike Koschyk beschreibt das sehr schlüssig und logisch, so dass auch Medizinlaien wie ich diese Szenen mit Interesse und Spannung lesen können.


    Ich finde es auch eine tolle Idee, die Handlung in einen „Mordfall“ einzubetten – das erzeugt doppelte Spannung und natürlich wollte ich unbedingt wissen, was hinter dem Duell, hinter der geheimen Verbindung und hinter den medizinischen Experimenten steckt. Die Fäden werden alle am Ende des Buches zu einem runden Schluss verknüpft.


    Die Hauptpersonen sind sehr lebendig gezeichnet. Die Handlung des Buches erstreckt sich über mehrere Jahre, so dass man als Leser die Personen auch über einen längeren Lebensabschnitt begleiten kann und auch erfährt, welche Konsequenzen ihren früheren Handlungen gefolgt sind.


    Interessant war es auch, „nebenher“ mehr über das Leben in einer Universitätsstadt der damaligen Zeit zu erfahren, über die Zeit der Aufklärung und über den Stand der damaligen Medizin. Hier standen mir ein paar Mal die Haare zu Berge und ich bin wieder einmal froh, heute und hier leben zu dürfen.


    Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung. :buchtipp:


    Danke an Heike Koschyk, die uns hier so nett durch die Runde begleitet hat und sich von uns mit Fragen löchern ließ. :-*
    Und danke auch an die Mitleserinnen - es war wie immer spannend und interessant, eure Meinungen zu lesen. :winken:


    Viele Grüße von Annabas


    Die Rezension habe ich auch eingestellt:
    auf literaturschock.de
    auf Amazon

  • Natürlich möchte ich auch noch abschliessend meine Meinung zu dieser tollen Geschichte abgeben.


    Mir, als Kriminudel :), haben natürlich in erster Instanz die mysteriösen Dinge in der Geschichte und der Mord ganz besonders gefallen. Die Spannung und die Verstrickungen wurden von Seite zu Seite ordentlich aufgebaut, ohne das man sich letztlich verhedderte. Diese Spannung hat dafür gesorgt, das es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Am Ende eines jeden Abschnittes wollte ich immer unbedingt wissen, wie es weiterging. Der Autorin ist es prima gelungen, den Leser so bei der Stange zu halten !
    Am erfrischensten fand ich übrigens die Auflösung des Mordfalls ;D Ich hab mit allem gerechnet und ein oder zwei Theorien gehabt, aber auf diejenige welche, wäre ich nicht gekommen - super !
    Viele verschiedene Charaktere haben die Geschichte, durch ihre Art und auch Unart bereichert. Die Hauptpersonen wurden ganz gut durchleuchtet und so war dem Leser die Möglichkeit gegeben, sie kennen zu lernen, mit ihnen zu leiden, sich zu fürchten und zu freuen.


    Die Geschichte wurde in mehrere Handlungsstränge unterteilt und jeweils mit Datum versehen, so konnte man sie gut auseinanderhalten oder zuordnen, auch wenn mal ein größerer Zeitsprung eingebaut war. Dies ist 2 x der Fall, der Leser bekam so die Möglichkeit, die Charaktere über einen langen Zeitraum zu begleiten, ohne viele Nebensächlichkeiten, die der Geschichte nicht zweckdienlich sind, durchleben zu müssen.
    Da ich eh kein Fan von seitenlangen, nichts sagenden Beschreibung bin, kam mir das sehr recht.
    Besonders gefallen hat mir, das Jena als Universitätsstadt von damals kennen zu lernen - und auch erschreckt ! Ich hätte nicht gedacht, das es so zugegangen ist :o
    Das Ende hat mich sehr zufriedengestellt und ich habe das Buch, ohne ein Bündel offener Fragen, oder zumindest ein zwei Fragezeichen, schliessen können.


    Fazit : Eine von Anfang bis Ende spannende Geschichte, die plausibel erklärt und prima geschrieben ist. Sehr unterhaltsam und für mich ebenfalls ein :buchtipp:


    Vielen Dank an Heike, für ihre Geduld uns alles zu erklären und zu beantworten. Es hat viel Spaß gemacht mit dir :winken:
    Euch ebenfalls vielen Dank, liebe Mitleserinnen :winken: Es hat viel Spaß gemacht in dieser Runde zu diskutieren und zu spekulieren.

  • Hallo,


    wurde sofort erledigt 8) ich finde, dass sind wir Heike schuldig. Hab gestern mein bestelltes Buch "Pergamentum" bekommen :D freu
    bin schon ganz gespannt.

  • So, besser spät als nie auch noch ein Beitrag von mir hier in diesem Forum. Ich kann mich der positiven Meinung über die Leserunde nur anschließen, das Buch zu lesen hat sich definitiv gelohnt.
    An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für das signierte Bucgeschenk.


    Jetzt auch meine Rezension.


    Aufmerksam wurde ich auf Heike Koschyks Roman „Die Alchemie der Nacht“ zunächst durch den Titel. Die Themenbereiche Chemie und Alchemie interessieren mich sehr, und so habe ich mich natürlich sofort über das Buch informiert.
    Dabei stellte sich heraus, dass es in „Die Alchemie der Nacht“ um die Entwicklung der Heilkunde im Deutschland des späten 18.Jahrhunderts sowie um einen damit in Verbindung stehenden Kriminalfall geht. Die männlichen Protagonisten sind zwei historische Persönlichkeiten, die Ärzte Christoph Hufeland und Samuel Hahnemann, letzterer berühmt durch die Entwicklung der Homöopathie. Die Einzelheiten über das Leben und Wirken dieser Männer sind genau wie weitere historische Gegebenheiten sehr sorgfältig recherchiert worden.


    Der Roman beginnt sehr packend mit der Sicht des jungen Hufeland, der sich noch relativ ungeübt durch das sehr wilde Studentenleben im Jena dieser Zeit bewegt und dabei Zeuge eines Mordes wird. Im Anschluss daran bringt ihn seine wissenschaftliche Neugierde schnell in große Gefahr. Insbesondere der Prolog, der sich um ein junges Mädchen dreht, das im wahrsten Sinne des Wortes für wissenschaftliche Experimente missbraucht wird, ist nichts für schwache Nerven.


    Nach diesem sehr actionreichen Einstieg beginnt die Geschichte, sich auf mehrere Erzähler und Handlungsstränge zu verteilen. Samuel Hahnemann tritt als mehr oder weniger erfolglos gegen den Aberglauben der einfachen Bevölkerung ankämpfender Landarzt auf, als weibliche Protagonistin kommt die Schwester des Getöteten ins Spiel. Sie soll gegen ihren Willen verheiratet werden und setzt sich gegen diesen Beschluss entschieden zur Wehr.
    Im weiteren Verlauf der Geschichte finden diese Personen und Handlungsstränge in vielerlei Hinsicht zueinander. Erst viele Jahre später klärt sich endlich auf, wer für das Verbrechen am Anfang und die darauf folgenden eigentlich verantwortlich war, und welche Absichten diese Personen verfolgten. Neben den privaten und beruflichen Entwicklungen im Leben der Protagonisten rückt diese Erkenntnis jedoch etwas in den Hintergrund.
    Genau hier liegt für mich die größte Schwäche des Romans. Der Kriminalfall trägt zum Aufbau von Spannung bei und die okkulten und frühwissenschaftlichen Hintergründe könnten Teil einer faszinierenden Geschichte sein. Die Tatsache, dass zwischen Anfang und Ende Jahrzehnte vergehen, nimmt allerdings etwas die Dichte aus diesem Handlungsstrang.
    An dieser Stelle kommen sich die realen Ereignisse und die für den Roman erdachten ein wenig in die Quere. Heike Koschyk entscheidet sich völlig zurecht dafür, die historischen Fakten beizubehalten, doch leider ist dies der Spannung etwas abträglich.


    Trotz allem ist dies Jammern auf hohem Niveau. „Die Alchemie der Nacht“ ist ein faszinierender historischer Roman, der durch sorgfältige Recherche und überzeugt ausgearbeitete Figuren überzeugen kann. Dabei verzichtet die Autorin auch darauf, Schwarzweißmalerei in Bezug auf reale Gruppierungen zu betreiben.
    Für alle, die historische Romane mögen, und sich insbesondere für die Medizingeschichte des späten 18.Jahrhunderts interessieren, ist dieser Roman auf jeden Fall wärmstens zu empfehlen.

  • Leider etwas verspätet, mein Kind hat abends nicht mehr so einschlafen wollen, wie normal für einen 2,5 Jährigen!


    Alchemie der Nacht


    Inhalt:


    Jena im Jahre 1780. Der Leser lernt den jungen Medizinstudenten Hufeland kennen. Zunächst kann auch er nicht den Verlockungen des Studentenlebens widerstehen und vertieft sich nicht so sehr in seine Studien. Doch nach und nach wird ihm der Sinn bewusst und er will sich nur noch seinen Studien widmen. An einem Abend wird er Zeuge bei einem Duell und dabei wird der junge Albert Steinhäuser hinterücks erstochen. Nach und nach deckt Hufeland eine Verschwörung auf, die unvorstellbare Dinge betreibt.
    Parallel dazu wird die Geschichte von Hahnemann und seine Forschungsarbeit mit den Anfängen der Homöopathie erläutert, auch hier muss Hahnemann durch Tiefen gehen, denn er wird oft verrufen.
    Die Geschichte spielt über mehrere Jahrhunderte und somit reifen auch die Protagonisten.


    Fazit:


    Das Buch liest sich sehr flüssig, selbst die mitunter vielen medizinischen Begriffe stören nicht. Als Leser hat man immer Bezug zur Geschichte und kann sehr gut folgen und befindet sich mitten im Geschehen der Jena wilden Zeit. Die handelten Personen sind mit viel Gefühl ausgestattet worden und durch die "Zeitreise" reifen die Figuren und man merkt neben dem Fortschritt in der Medizin, auch den Fortschritt der Person. Das Werk ist sehr gut recherchiert und die detailgetreue Beschreibungen der verschiedenen Städte wie Königsberg und Hermannstadt lade zum Träumen ein.
    Die Verbindung der Fortschritte der Wissenschaft/Medizin mit Verschwörungsgruppierungen und Freimaurern ist für mich gelungen dargestellt und ich besonders gefallen hat mir, dass alle Handlungsstränge zum Ziel geführt haben. Für mich ein gelungenes Werk!


    Leserunde.


    Es ist immer wieder schön, gemeinsam ein Buch zu lesen und hinter die Geheimnisse zu gelangen. Auf so einige Sachen wäre ich mal wieder nicht gekommen, so dass es doch gut ist, wenn andere Leser gewisse Buchstellen anders verstehen ;-).
    Mein Dank gilt auch Heike Koschyk, die liebevoll die LR begleitet hat und immer eine Antwort parat hatte.

  • Mit etwas Verspätung (in Hamburg sind Sommerferien und da bin nicht immer am Platz), einen ganz herzlichen Dank für die weiteren Rückmeldungen! :)


    Ich liebe Leserunden, weil alle Anmerkungen (auch die kritischen) einem helfen, sich stetig zu verbessern. Pergamentum war zum Beispiel mein erster Historischer Roman (ich hatte vorher hauptsächlich Krimis geschrieben), und erst durch die Rückmeldungen habe ich bemerkt, dass trotz historischer Hintergrundinfos etc. etwas ganz wesentliches fehlte: Das Glossar! In der Taschenbuchausgabe ist es dann vorhanden. ;D
    Sollte eine von Euch sich die Hardcoverausgabe gekauft haben, bitte per P.N. mit Angabe der Mailadresse bei mir melden. Ich schicke das Glossar gerne zu.


    kessi69 , mamasein2009, Rosenprinzessin, Annabas und alle anderen, die sich "Pergamentum" gekauft oder "Die vierte Zeugin" vorbestellt haben: Gaaaanz viel Spaß beim Lesen!

  • Sollte eine von Euch sich die Hardcoverausgabe gekauft haben, bitte per P.N. mit Angabe der Mailadresse bei mir melden. Ich schicke das Glossar gerne zu.


    kessi69 , mamasein2009, Rosenprinzessin, Annabas und alle anderen, die sich "Pergamentum" gekauft oder "Die vierte Zeugin" vorbestellt haben: Gaaaanz viel Spaß beim Lesen!


    Da ich die HC-Ausgabe habe, schicke ich gleich mal eine PN - vielen Dank schon mal.
    Bis bald mal wieder :-)

  • Hallo ihr Lieben,


    es ist hier ruhig geworden und ich denke, wir können die Runde nun auch schließen.


    Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Heike Koschyk für die großzügigen Freiexemplare und die nette, geduldige Begleitung der Runde. :-* Ich würde mich freuen, wenn du bei Gelegenheit noch einmal Zeit für eine weitere Runde zu einem anderen deiner Bücher hast.


    Danke auch an die Mitleserinnen - es war wie immer spannend und interessant mit euch! :winken:


    Viele Grüße von Annabas :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen