1. Teil - Prolog, Wortspielereien und Zusatzkapitel Laryons Kindheit (S. 7-87)

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  • Das ist irgendwie lustig: ich mag ihn, finde ihn aber trotzdem arrogant und großkotzig und etwas selbstverliebt. Und ich bin trotzdem gleich mittendrin gewesen beim lesen.


    Das ist ja interessant!
    Ich bin ja bisher nur bis Seite 58 gekommen, aber bis dahin kommt mir Tom eigentlich gar nicht arrogant vor. ??? Ich mag ihn eigentlich...

  • Ich habe den ersten Abschnitt auch beendet und habe ganz gut in das Buch reingefunden - teilweise war mir nicht so ganz klar, wie alles zusammenhängen wird, aber langsam kristallisiert sich da bisschen was raus.


    Was sind Worthüter und was tun sie? Warum dürfen Worthüter die Geschichten nicht groß veröffentlichen, oder besser gesagt, warum sollten sie das nicht tun? Da bin ich gespannt, was dahintersteckt.



    Für die weitere Handlung ist die Frage, die mich zur Zeit am meisten bewegt: Schreibt Tom über eine Welt, die irgendwo existiert oder schreibt er die Welt ins Dasein?


    Genau die Frage stelle ich mir auch die ganze Zeit: existiert die Welt und "schaffte" es irgendwie in Toms Kopf (weil er ein Worthüter ist, was er aber noch nicht weiß) oder existiert Willerin erst, als Tom über sie geschrieben hat? Und welche Rolle spielt hier Mellie? Ich denke auch, daß sie die Frau aus dem Prolog ist, die eine Pause braucht - und im Moment vermutet ich fast, daß sie so eine Art Vermittlerin zwischen der realen (Münster) und fiktiven (Willerin) Welt ist.


    Gut, bei Laryon passiert momentan noch nicht viel, die Kapitel fand ich jetzt aber nicht weiter störend, sondern eher als Einführung - und sein schönes friedliches (und bequemes ;D) Leben ist nach der Begegnung mit Kary nun nicht mehr ganz so friedlich. Und warum sucht Mellie auch nach Kary?


    Ich bin wirklich gespannt, wie das weitergeht ...


  • Etwas irritiert war ich, als Tom sich nicht an die Details seiner ersten Begegnung mit Mellie erinnerte. Ich hatte sogar kurzzeitig Panik, dass das immer passieren wird, wenn er schläft. Vielleicht erzeugt Mellie automatisch ein Vergessen, weil sie nicht in diese Welt gehört. Das wäre dann wie "täglich grüßt das Murmeltier". Aber zum Glück ist es ja nicht so!? :schwitzen:


    Die Befürchtung hatte ich zuerst auch, daß er jedesmal alles vergisst - aber warum er beim ersten Mal so viel vergessen hat, würde mich auch noch interessieren.



    Das ist irgendwie lustig: ich mag ihn, finde ihn aber trotzdem arrogant und großkotzig und etwas selbstverliebt. Und ich bin trotzdem gleich mittendrin gewesen beim lesen.


    Mir geht es wie Austernfischer: ich mag Tom eigentlich schon, aber manchmal ist er schon ein Depp, aber im Großen und Ganzen o.k.

  • Das ist ja interessant!
    Ich bin ja bisher nur bis Seite 58 gekommen, aber bis dahin kommt mir Tom eigentlich gar nicht arrogant vor. ??? Ich mag ihn eigentlich...


    hmm, ich hatte eben etwas Wortfindungsschwierigkeiten - arrogant ist beinah ein bissl zu viel, selbstverliebt trifft es etwas besser. Er ist schon ein bisschen nach-mir-die-Sintflut, oder?


  • Du bist bei weitem nicht die einzige, aber was mich daran interessiert: Magst du Tom? Oder eher gar nicht?
    Gerade läuft ja auch eine Leserunde bei Lovelybooks und es scheint einen Zusammenhang zu geben: Wer Tom nicht mag (oder ihn Zitat "arrogant, hirnlos, großkotzig, wie ein Kleinkind" empfindet) kommt schwerer ins Buch.


    Ich finde ihn nicht unsympathisch. Vielleicht ein wenig ich-bezogen und streckenweise wirkt er auf mich ein bisschen gedankenlos, aber bisher nicht so schlimm, dass ich sagen würde: ich mag ihn nicht.

  • Ich finde ihn nicht unsympathisch. Vielleicht ein wenig ich-bezogen und streckenweise wirkt er auf mich ein bisschen gedankenlos, aber bisher nicht so schlimm, dass ich sagen würde: ich mag ihn nicht.


    Sehe ich genauso. Tom erscheint hier recht selbst bezogen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich ihn unsymphatisch finde aber zu meinen liebsten zählt er bisher auch nicht.


  • Danke, für die zusätzlichen Informationen. Das werde ich mir gleich mal durchlesen. Angegeben war diese Seite aber bisher hier nirgends,oder?


  • Und der Teil mit "Und wenn Münster Teil einer Geschichte ist, existiert es dann wirklich? Oder sind wir alle Teil einer Geschichte?" - Ups, da sollte so einer hin ;D
    Und PS: es gibt auch Tage, an denen ich nicht solche albernen Kommentare mache - ich meine, Tom wohnt ja schließlich nicht in Bielefeld ;)


    Mach dir keine Gedanken. Nein, Tom lebt "echt" in Münster. More or less...

  • So stelle ich mir das auch vor. Und dann gibt es noch die Grenzwächter, die ein Besuchen der jeweils anderen Welt unterbinden, oder? Trakan kennt ja auch beide Seiten. Was war übrigens mit dem Satz gemeint, dass er zur Wortgestalt geworden ist? Könnte Tom sich auch selbst in seinen Roman schreiben und dort bleiben? Hat Trakan das irgendwann auch so gemacht? *meine Phantasie überschlägt sich gerade* ;D


    die Richtung stimmt, aber das ist noch viel zu einfach gedacht. :o Es ist echt ein mörderisch komplexes Ding, mit dem ich meine Lektorin fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Im Ernst: Ich hatte auch einen Testleser, der ausschließlich auf Logik-Bugs gelesen hat.


    Zu den Grenzwächtern: Die gibt es sogar indirekt. Aber mit Laryons Job hat das nichts zu tun.



    Danke, für die zusätzlichen Informationen. Das werde ich mir gleich mal durchlesen. Angegeben war diese Seite aber bisher hier nirgends,oder?


    Nein, ich hatte es - wie gesagt - vergessen. Das Blog ist zwar vorne im Buch irgendwo genannt, aber wenn ihr solche Leser seid wie ich, überlest ihr das.


    In meinem Fall ist das ein wenig schade, da das Blog ein Stück weit eine Fortführung über das Buch hinaus ist.
    Ich existiere im Blog fast gar nicht, sondern der Protagonist Tom bloggt dort als "realer" (virtueller) Autor. Ich bin nur der Name auf dem Cover und darf die "Öffentlichkeitsarbeit" machen.
    Tom tritt dort anders auf und grenzt sich seinerseits von der Fiktion ab. Aber die Grenzziehung ist (mit Absicht) immer ein wenig wischiwaschi.


    Und mein Plan ist, dass ich im Blog noch viele weitere Infos über das Buch und einzelne Figuren platzieren kann. Aber an der genauen Umsetzung arbeite ich noch.
    Ich bin eben Rollenspielerin mit Leib und Seele, daher ist die Idee mit meinem bloggenden Protagonisten einfach nur konsequent :-[
    In den Anfängen habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, diese virtuelle Identität viel weiter zu nutzen. Falls nimue sich noch daran erinnert, hat sich mein Alias hier von Tom Schäfer zu Worthüterin geändert. Sich mit einer fiktiven Figur zu unterhalten ist aber nicht jedermanns Sache. Wer so etwas mag, kann das auf dem Blog hemmungslos machen, aber in allen anderen "virtuellen Räumen" (amazon, Foren...) muss ich euch nicht mein Hobby aufzwingen...



    Als Tom die richtige Worte auf die Abschiedsformel gab, hatte ich etwas Gänsehaut. Tief in seinem Inneren kennt er sie, wie schön!


    Hier möchte ich mal spitzfindig verwirren: Nein, ER kannte sie nicht. Auch nicht tief im Inneren :P


    Zu Tom Blackout: Es ist Bestandteil eines "Schutzsystems", aber nicht sehr wichtig. Es wird aber erklärt.


    Ansonsten freut mich, wenn ihr in bezug auf Tom nicht ganz so stark eingenommen seid. In jedem Fall entwickelt er sich, aber Mellie hat einen anderen Anteil daran, als man vielleicht denkt... :-*


    :winken:


  • Kommt Mellie aus der "anderen" Welt und soll zugunsten dieser eine oder besser gesagt, DIE Geschichte geändert werden? (Oder denke ich hier zusehr an Die unendliche Geschichte???)


    Ach so, ja das noch: Die Anlehnung an die Unendliche Geschichte ist da und auf die bestehe ich auch.
    Die Anlehnung an Tintenherz stört mich dagegen eher. Nicht, weil ich es nicht mag, sondern einfach nur, weil ich es nicht kenne und nicht beurteilen kann.


  • Da hast du nicht ganz unrecht :-[ Die Stelle mit der Homepage habe ich überlesen, wobei ich mir gerne die Sätze "Über den Autor" durchlese. Meist findet sich ja auf der Homepage nicht viel mehr zu dem Buch aber bei dir ist das ja ganz anders. Mit einem Hinweis, dass hier noch viel mehr Information verbogen sind, hätte ich mir das wohl nicht entgehen lassen nachzusehen ;)


    Ich habe mir deinen Blog in der Zwischenzeit angesehen und mir ging auch der Gedanke, durch den Kopf, dass hier noch viele Informationen verborgen liegen. Auch eine Begriffserklärung für Wortgestalten und Worthüter. Und wir rätseln hier herum ;D


    Und die Idee, als "Tom Schäfer" hier aufzutreten, ist wirklich mal etwas ganz anderes. Mit einer fiktiven Personen zu sprechen und über das Buch zu erzählen. Klingt befremdlich, ist aber in meinen Augen auch etwas ganz anderes zu allen anderen Lesungen, die ich bisher erlebt habe.


  • Ja, Mist, den Link zum Zusatzkapitel hatte ich vergessen: Auf Seite 66 beginnt ja eine kursiv gedruckte Passage, die ca. 3 Seiten lang ist.
    Das ist sozusagen ein Teil, den Tom geschrieben hat und den er jetzt Mellie vorliest.
    Weil dieser Teil aber jetzt in "ganz echt", also in meinem Buch bei Knaur gekürzt werden musste und ich mich so schwer getan haben, haben wir ihn 1. als Bonusmaterial ins eBook gepackt und 2. zum Runterladen auf das Blog. Er ist genau hier: http://www.worthueter.de/tom/b…gestalten_laryon.int.html


    Das habe ich jetzt gelesen. Nun macht dieser kleine Abschnitt im Buch gleich viel mehr Sinn.
    Und es hat auch dazu beigetragen, dass ich Laryon etwas besser verstehen kann. :)

  • So, nun habe ich auch den Rest vom ersten Abschnitt gelesen! :)


    Jetzt ist wohl wirklich klar, dass Mellie irgendwie aus der "anderen" Welt kommt, auch wenn ich mir noch keinen Reim darauf machen kann, wie...?! :-\


    Tom ist wirklich sehr selbstbewusst und von sich überzeugt. Ich habe jetzt extra mal darauf geachtet. Aber als arrogant würde ich ihn trotzdem noch nicht bezeichnen. Er hat halt ein sehr gesundes Selbstwertgefühl. ;)


    Dieser verschwundere Junge, den Mellie sucht, ist doch der gleiche Junge, der auch in Toms Buch vorkommt, oder!? Hhm, wie mag das wohl zusammenhängen?

  • die Richtung stimmt, aber das ist noch viel zu einfach gedacht. :o Es ist echt ein mörderisch komplexes Ding, mit dem ich meine Lektorin fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Im Ernst: Ich hatte auch einen Testleser, der ausschließlich auf Logik-Bugs gelesen hat.


    Zu den Grenzwächtern: Die gibt es sogar indirekt. Aber mit Laryons Job hat das nichts zu tun.


    super, mehr Input zum rumrätseln *freu* wobei ich glaub, ich rätsel im nächsten Thread weiter, nicht, dass ich hier schon zu viel verrate :-[


    Danke noch für das Zusatzkapitel, das erklärt gut, warum Laryon fürs Einreiten der neuen Pferde und fürs Sammeln von Kräutern zuständig ist. Und in Willerin hat man scheinbar schwer dran zu knabbern, wenn man ein wenig von der Norm abweicht, zumindest was das Lernen können angeht


  • Ich habe mir deinen Blog in der Zwischenzeit angesehen und mir ging auch der Gedanke, durch den Kopf, dass hier noch viele Informationen verborgen liegen. Auch eine Begriffserklärung für Wortgestalten und Worthüter. Und wir rätseln hier herum ;D


    Eine eindeutige Erklärung gibt es noch nicht. Ich erwäge aber so eine Art kleines "Lexikon", das (Spoiler-markiert) die wichtigsten Begriffe erklärt. :jakka:


  • Tom ist wirklich sehr selbstbewusst und von sich überzeugt. Ich habe jetzt extra mal darauf geachtet. Aber als arrogant würde ich ihn trotzdem noch nicht bezeichnen. Er hat halt ein sehr gesundes Selbstwertgefühl. ;)


    Ich "beneide" ihn ein wenig darum. Es ist nicht verkehrt, wenn man als Autor mit breiter Brust hinter seinem Werk steht. Aber ich bin auch froh, wenn er bei euch nicht ganz so schlecht weg kommt, denn letzten Endes liegt er mir genauso am Herzen, wie alle anderen (Wobei ich natürlich eine erklärte Lieblingsfigur habe, die aber bisher noch wenig Anteil an der Geschichte hatte. Daher ist raten im ersten Abschnitt noch zwecklos)



    Dieser verschwundere Junge, den Mellie sucht, ist doch der gleiche Junge, der auch in Toms Buch vorkommt, oder!? Hhm, wie mag das wohl zusammenhängen?


    Naja, aus Toms Perspektive ist es nicht der gleiche Junge, denn: Mellie sucht einen echten Jungen aus Fleisch und Blut. Aber die Figuren in Toms Buch sind ja nur Ergebnisse seiner Fantasie. Also ist es nur ein Charakterentwurf mit einem aus der Realität ausgeliehenen Namen.
    Diese Sichtweise wird später ein ziemlich moralisches Problem für ihn.

  • Ok, das ist jetzt fies! >:(;)


    :P


    Aber vielen Dank, dass du das Zusatzkapitel verlinkt hast :-*


    Ich wollte auch nochmal darauf hinweisen, dass ihr das nicht aus den Augen verlieren solltet:



    Und natürlich die Frage, wer oder was Worthüter sind? Anscheinend trifft das ja sowohl auf Mellie als auch auf Tom zu...


    Also WER ein Worthüter ist. Und WER eine Wortgestalt...

  • mir fällt grad noch ein, genau diese Szene, wo Tom das erste Mal bei Mellie übernachtet - warum gehts da um "Gefährtin" und nicht um "Freundin"???
    Das passt ja sprachlich besser nach Willerin und nicht nach Münster. Zumindest nicht in Toms Bereich von Münster. Das Mellie eventuell von einem Gefährten spricht, würde ich verstehen


  • mir fällt grad noch ein, genau diese Szene, wo Tom das erste Mal bei Mellie übernachtet - warum gehts da um "Gefährtin" und nicht um "Freundin"???
    Das passt ja sprachlich besser nach Willerin und nicht nach Münster. Zumindest nicht in Toms Bereich von Münster. Das Mellie eventuell von einem Gefährten spricht, würde ich verstehen


    Wo meinst du genau? Aber wenn ich das richtig zuordne, hat das keine tiefere Bedeutung und ist nur Toms überdrehtem Charakter zuzuschreiben.