Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Ich habe das Buch inzwsichen beendet und hier meine abschließende Rezension:


    1147, Südfrankreich. Ermengarda, Herrscherin über Narbona führt ihr Reich auf ungestüme und unkonventionelle Weise. Dazu gehört die Kirche und ihre weltlichen Vertreter nicht ganz so ernst zu nehmen und bevorzugt zu behandeln, wie diese es gerne hätten, und genauso lebt sie ihre Liebe zu dem jungen Arnaut aus, obwohl sie anderweitig verheiratet ist - doch der Ehemann ist fern und sie ist ihm eh egal. Ihr Volk liebt sie, doch der Druck seitens der Kirche und herrschsüchtiger Nachbarn wächst. Es kommt eins zum anderen und die Liebe zerbricht und Arnaut schließt sich den Kreuzzügen an.


    Beschwerliche Zeiten voller Entbehrungen erwarten die Ritter, Kämpfer, Geistliche und Frauen. Die Euphorie verfliegt schon bald und die Zeiten der Märsche und Kämpfe hinterlassen ihre Spuren. Die Verluste sind groß, doch zugleich erwachsen auch neue Bündnisse, Freundschaften und auch die Liebe hat ihren Platz in schweren Zeiten. An der Seite des tüchtigen Arnaut erlebt der Leser, wie der Glaube an Gott, an die Kirche und die Richtigkeit der Kreuzzüge auf eine schwere Probe gestellt wird. Was im Namen Gottes begann, erweist sich schon bald als nur allzu weltliche Herrschsucht und Gier. Im Land des Feindes muss auch der letzte Kreuzzügler einsehen, dass hier der Name des Herrn und viele Leben missbraucht wurden.


    Das Buch erzählt eine dunkle Geschichte der Christenheit. Beschönigt wird nichts, das Grauen wird nicht nur beim Namen genannt, sondern in plastischer Sprache vorgeführt, die manchmal fast zu viel ist - was jedoch in diesem Fall kein negatives Urteil ist. Neben des historischen Figuren und Fakten, die die Geschichte Arnauts einrahmen, wird auch eine psychologisch interessante Entwicklung eines jungen Menschen geschildert, der vieles in Frage stellt, an den Herausvorderungen des Kampfes wächst, Verantwortung übernimmt und am Ende eine gewachsene Persönlichkeit darstellt, die nichts im weltlichen Leben mehr erschüttern kann.


    Ein unterhaltsamer historischer Roman, der gut recherchiert ist und viel Wissen und Verständnis des Autors zeigt, die Verbindung von historischen Tatsachen mit einer fiktiven Geschichte ist auf jeden Fall gelungen.


    Zur Leserunde:


    vielen Dank an Uwe Schiewe jetzt schon für die ausführlichen Erläuterungen zu den Nachfragen und die prompten Antworten. Ich denke die Diskussion wird hier noch einige Zeit andauern und ich bin gespannt auf die Aspekte, die hier noch zu Sprache kommen.

  • Hallo! :winken:


    Meine Rezension ist auch fertig, und ich möchte mich noch ganz herzlich bedanken für diese schöne Leserunde und die tolle Begleitung durch Dich, Ulf!
    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich weiß nun, dass ich ganz sicher noch weitere Bücher von Dir lesen werde! ;)
    Auch an alle anderen Leserunden-Teilnehmer ein Herzliches Dankeschön; es war wieder toll mit Euch! :winken:



    Das Buch:
    Frankreich im 12. Jahrhundert: Die Fürstin Ermengarda und der Edelmann Arnaut lieben sich und sind ein Paar. Doch die Beziehung der beiden ist verboten, denn Ermengarda ist bereits verheiratet. Als sie schwanger ist und das Kind verliert, sieht Arnaut dieses als Aufforderung an, Buße zu tun. Er schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an.


    Meine Meinung:
    Ich bin immer noch ganz gefangen in dieser Geschichte, die mich sehr bewegt hat!
    Ulf Schiewe schafft es wirklich, die Vergangenheit noch einmal lebendig werden zu lassen. Die Figuren haben so viel Tiefe, dass ich immer mitgefiebert, gebangt und gehofft habe. Auch wirkt die ganze Geschichte so authentisch, was sicherlich auch daran liegt, dass hier sehr gut recherchiert wurde!
    Bei den Beschreibungen der Foltermethoden und der Kampfszenen war ich mittendrin, was mir jedesmal eine Gänsehaut beschert hat.
    Aber auch bei den schönen Szenen, die es natürlich auch gab, konnte ich genau so mitfühlen.
    Somit hat mich der Roman insgesamt sehr bewegt und wird mich sicherlich noch lange beschäftigen!
    Ganz besonders gut hat mir auch am Ende noch der Anhang gefallen! Hier werden die letzten offenen Fragen geklärt und die Personen alle noch einmal aufgeführt und beschrieben.
    Ich muss hier nicht lange überlegen und gebe dem Buch fünf Sterne; es ist ausgezeichnet!


    :buchtipp:

  • Ganz herzlichen Dank für die Teilnahme, Rosenprinzessin, und für die schönen zusammenfassenden Worte. Ich freue mich natürlich sehr, dass dir das Buch gefallen und Stoff zum Nachdenken gegeben hat. :winken:

  • "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe ist der Nachfolgeband von „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“, lässt sich aber auch gut als Einzelband lesen.


    Die Geschichte spielt in Südfrankreich im 12. Jahrhundert. Bernhard von Clairvaux predigt und ruft zum Kreuzzug auf. Ermengarda, die Herrscherin von Narbona ist eine der Hauptpersonen. Sie führt eine Scheinehe, hat eine Beziehung zu Arnault de Montalban und regiert ihr Land sehr umsichtig. Doch Arnaut wird zu einem Duell gefordert, unterliegt und in der Aufregung verliert Ermengarda ihr Kind. Arnaut deutet beides als die Strafe Gottes und schließt sich mit seinen Leuten dem Kreuzzug an, um Edessa zurückzuerobern und den Christen in Qutremer beizustehen.


    Die Handlung wechselt von da an zwischen Narbona und dem Kreuzzug, wobei auf letzterem der Schwerpunkt legt. Schonungslos erzählt Schiewe von der entbehrungsreichen Reise ins Heilige Land, den Schlachten und politischen Ränkespielen, denen vor allem die einfachen Soldaten zum Opfer fallen.


    Immer mehr wird klar, dass es den hohen Herren weniger um den Glauben als um die eigene Macht geht. Durch die gut gestalteten Charaktere und die Einbindung historischer Personen bekommt die erzählte Geschichte ein Gesicht, der Stil ist bildhaft und spannend.
    Mir hat "Die Hure Babylon" sehr gut gefallen und ich kann sie jedem, der historische Romane mag, sehr empfehlen.


    Das Glossar und das Personenverzeichnis, in dem er die wichtigsten historischen Personen, die im Buch eine Rolle spielen, aufgeführt sind, sowie ein schön gestaltetes Cover und eine Karte tragen zum sehr guten Gesamteindruck des Buches bei.


    Ganz herzlichen Dank an die Leserunde und vor allem den Autor für die tolle Begleitung!


  • Ich bin mir sicher, Ulf würde sich freuen, wenn ihr die Rezensionen auch auf Literaturschock.de veröffentlicht. Dafür ist keine gesonderte Anmeldung nötig :winken:


    Die Hure Babylon



    Auf jeden Fall. Und bei Amazon wäre auch toll. Armer Autor braucht Werbung. :-[


  • Ganz herzlichen Dank für die Teilnahme, Rosenprinzessin, und für die schönen zusammenfassenden Worte. Ich freue mich natürlich sehr, dass dir das Buch gefallen und Stoff zum Nachdenken gegeben hat. :winken:


    Nicht zu danken! Ich bin froh, dass ich das Buch hier in der Leserunde lesen konnte; es hat mir sehr viel Spaß gemacht! Und das trotz meiner Startschwierigkeiten :-[ ;)



    Ich bin mir sicher, Ulf würde sich freuen, wenn ihr die Rezensionen auch auf Literaturschock.de veröffentlicht. Dafür ist keine gesonderte Anmeldung nötig :winken:


    Schon erledigt :winken:

  • Zum Buch:


    Anno Domini 1147, Narbonne in Südfrankreich.
    Die Vizegräfin Ermengarda herrscht über ihr kleines Reich. Sie hat zwar einen Ehemann, aber die Ehe existiert nur auf dem Papier, dafür hat sie eine innige Liebesbeziehung zu Arnaut de Montalban, einem jungen Edelmann, von dem sie nun sogar ein Kind erwartet. Eigentlich geht es ihnen gut, doch Ermengarda macht sich große Sorgen, aufgrund der Aufrufe der Priester zur Teilnahme am Kreuzzug.
    Als sie ihr Kind verliert, sieht Arnaut dies als Strafe für ihr ehebrecherisches Verhalten und will Buße tun, indem er sich dem Heer der beiden Könige Lois VII. und Konrad III. anschließt, die losziehen, um die Stadt Edessa von den Ungläubigen zu befreien.


    Zumindest wird diese Befreiung Edessas als Ziel genannt. Doch nachdem sich der unglaubliche Tross aus zigtausenden Menschen in Richtung Osten in Bewegung gesetzt hat und furchtbare, verlustreiche Schlachten geschlagen werden müssen, beginnt Arnaut nach und nach, die Motive hinter dem ganzen Unternehmen kritisch zu hinterfragen.


    Krieg im Namen der Religion ist ein leider auch heute immer noch aktuelles Thema. Dem Autor gelingt es großartig, den Wahnsinn eines derartigen Unterfangens wie der Kreuzzüge zu schildern. Bei vielen Äußerungen schüttelt man ungläubig den Kopf, nur um nach kurzem Nachdenken festzustellen, dass die Menschheit heute nicht wesentlich schlauer geworden ist.


    Durch eine hervorragende Kombination von historischen Fakten und fiktiven Schicksalen liest sich das Buch sehr spannend. Dies liegt auch an den sehr gut gezeichneten Nebenfiguren, die als Einzelschicksale die schier unfassbare Menge an Teilnehmern des Kreuzzuges spannend repräsentieren. Obwohl der Großteil des Buches Arnaut auf seiner Reise begleitet, kommt zu Beginn jedes Abschnittes auch die daheimgebliebene Ermengarda zu Wort. Eine äußerst interessante Frauengestalt, die die politischen Ereignisse ihrer Zeit mit bemerkenswerter Intelligenz durchschaut hat. Die Verknüpfung mit der fiktiven Handlung um Arnaut ist wunderbar in den historischen Rahmen der Geschichte eingepasst worden. Erst das Namensverzeichnis und die Anmerkungen des Autors am Schluss zeigen auf, welche Teile des Romans fiktiv und welche historisch belegt sind. Sehr gelungen ist meiner Meinung nach auch die Darstellung der historischen Figuren, wie zum Beispiel die von Louis Gemahlin Alienor, der späteren Eleonore von Aquitanien, oder die des Herzogs Raymond von Antiochia.
    Insgesamt eine wortgewaltige und farbenprächtige Darstellung einer äußerst finsteren Episode des Christentums!


    Die Handlung nimmt immer wieder kurz Bezug auf frühere Ereignisse, die in „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ beschrieben wurden. Dennoch ist „Die Hure von Babylon“ problemlos ohne Vorkenntnisse zu lesen, die Hinweise machen höchstens neugierig auf die anderen Bücher!



    Zur Leserunde:
    Ich hab schon ewig keinen historischen Roman mehr gelesen, nach dieser Runde frage ich mich, warum eigentlich? Ein tolles Buch, dessen Lektüre durch die intensive Begleitung des Autors nochmal spannender und eindrucksvoller wurde. Vielen Dank dafür, einfach klasse!
    Ich hoffe, wir lesen uns bei deinem nächsten Werk wieder - ich bin dabei, egal wann und wo es spielt ;)


  • Zur Leserunde:
    Ich hab schon ewig keinen historischen Roman mehr gelesen, nach dieser Runde frage ich mich, warum eigentlich? Ein tolles Buch, dessen Lektüre durch die intensive Begleitung des Autors nochmal spannender und eindrucksvoller wurde. Vielen Dank dafür, einfach klasse!
    Ich hoffe, wir lesen uns bei deinem nächsten Werk wieder - ich bin dabei, egal wann und wo es spielt ;)



    Hallo Spatzi, danke, dass du teilgenommen und die Runde belebt hast. Und vielen Dank für die tolle Rezension. Wenn ihr mich in Zukunft wieder bei einer LR haben wollte, bin ich sehr gerne dabei. :)

  • Hallo Ulf,


    Sag unbedingt Bescheid, wenn du Näheres über dein neues Projekt sagen darfst!


    Rezi ist auch schon bei amazon, lovelybooks und natürlich auf literaturschock und dort im Forum!


  • Hallo Ulf,


    Sag unbedingt Bescheid, wenn du Näheres über dein neues Projekt sagen darfst!


    Rezi ist auch schon bei amazon, lovelybooks und natürlich auf literaturschock und dort im Forum!


    Toll! Vielen Dank.
    Und klar, ich melde mich, wenn es soweit ist. :)

  • Hallo liebe Leute,
    O.K. nachdem es in der LR etwas ruhiger wird so langsam kommt jetzt auch meine Rezi.


    Zum Inhalt:
    Narbonne in Südfrankreich im Jahre 1149 herrscht die junge Ermengarda geschickt über ihr Reich. Denn nur auf dem Papier hat sie einen Ehemann und kann wie sie denkt selber ihr Liebesglück bestimmen. So fällt ihre Wahl auf den ebenfalls jungen Edelmann Arnaut. Beide sind zusammen sehr glücklich und Ermengarda erwartet sogar ein Kind von Arnaut, wenn nur nicht die Reden des Abtes Bernard in ihrer Stadt wären, er versucht mit allen Mittel die Leute für den Kreuzzug mobil zu machen. Wie ebenso der Erzbischof und auch die Ritter des Templerordens, die im Auftrag der Königin unterwegs im Lande sind, um Menschen für den diesen Krieg gegen die Ungläubigen im heiligen Land an zu werben, damit soll zum Beispiel Edessa wieder befreit werden. dieses alles setzt Ermengarda sehr. Denn sie sieht diesen Krieg als sinnlos und gefährlich an. Durch einen unglücklichen Umstand verliert sie, dann auch noch ihr Kind und Arnaut sieht das als Omen, dass sie in Sühne leben und es so nicht weitergehen kann und wie kann man sich besser von der Sühne rein waschen als durch einen Kreuzzug, das sagen zumindest die Männer der Kirche, man kann nur sein Seelenheil wieder bekommen durch die Teilnahme an einem Kreuzzug.


    Also schließen sich Arnaut und ein Trupp seiner Freunde sich diese Feldzuges an. Schon bald zeigen sich die Schattenseiten soll eines großen Unternehmens/Operation und auch die vorgegebenen Ziele sind plötzlich ganz andere. So das sich bei Arnaut langsam, aber sicher erste Zweifel über Sinn und Zweck diese doch eigentlich heiligen Sache einstellen.




    Meine Meinung dazu:


    Ein historischer Roman bei dem mal die Liebe nicht so ganz im Vordergrund steht, gespickt mit zum Teil brutalen Kampf und Folterszene, die aber vom Autor hier netterweise nicht extra ausgeschmückt werden, weil jeder sich den Ablauf ohnehin gut vorstellen kann, was mir sehr gut gefallen hat so.
    Ja, die Kirche, die Macht im Allgemeinen und was der Krieg mit und aus Menschen macht ist hier wirklich beeindruckend beschrieben worden. Ein stimmiger Roman der mit realen und fiktiven Personen agiert. Hier bekommt wirklich Lust auf sich mit bestimmen Personen aus dieser Zeit mal näher zu beschäftigen.


    Es gibt zwei Handlungsstränge, die immer wieder geschickt mit einanderer verbunden werden, Ermengarda auf der einen Seite als Fürstin und Geliebte von Arnaut in der Heimat Südfrankreich mit all ihren Nöten und Sorgen und auf der anderen Seite Arnaut und das Kriegsgeschehen. Also auch keine einseitige Geschichte, die nur vom Krieg und dessen Auswirkungen auf die Menschen lebt.


    Schöne, mit unter auch brutale, aber real und somit auch stimmiger Roman. Volle Punktzahl gebe ich hier gerne.



    Leserunde:


    Wie immer gute Leitung, nette Teilnehmer und ein Autor, der einfach toll begleitet hat und mir jetzt so auch Lust auf seine anderen Bücher gemacht hat.


  • Meine Rezi kommt dann noch eingestellt auf LB und klar wie meistens auch auf Amazon.


    Schönes Wochenende..LG..starone... :winken:


    Hab sie gerade gelesen, Starone. Ganz herzlichen Dank. Und für deinen vielen Kommentare. Du warst ja wirklich sehr aktiv. Wie auch andere.


    Ich will euch etwas verraten. Wenn so ein neues Buch auf den Markt kommt, ist man als Autor natürlich nervös, wie die Leser es aufnehmen werden. Hat mir sogar Rückenschmerzen bereitet. Ich konnte mich eine Woche lang kaum bewegen. Deshalb bin ich so erleichtert, dass das Buch gut ankommt. Es ist ja durchaus auch etwas sperrig, aber man kann ja nicht nur leichte Literatur schreiben.


    Rückenschmerzen sind jedenfalls weg. :winken:

  • Hab sie gerade gelesen, Starone. Ganz herzlichen Dank. Und für deinen vielen Kommentare. Du warst ja wirklich sehr aktiv. Wie auch andere.


    Ich will euch etwas verraten. Wenn so ein neues Buch auf den Markt kommt, ist man als Autor natürlich nervös, wie die Leser es aufnehmen werden. Hat mir sogar Rückenschmerzen bereitet. Ich konnte mich eine Woche lang kaum bewegen. Deshalb bin ich so erleichtert, dass das Buch gut ankommt. Es ist ja durchaus auch etwas sperrig, aber man kann ja nicht nur leichte Literatur schreiben.


    Rückenschmerzen sind jedenfalls weg. :winken:


    Ja, so eine Veröffentlichung kann "einem schon an die Nieren gehen" wie es so schön heißt :(. Und es stimmt, man weiß nie als Autor wie es beim Leser/in ankommt.
    Aber jetzt bist Du diese Sorge/Angst ja los ;)


    LG..starone.. :winken:

  • Hallo :winken:


    Hier kommt dann auch meine Rezension:


    Inhalt:
    Erzählt wird die Geschichte von Arnaut de Montalban. Er ist ein junger Edelmann aus Südfrankreich im 12 Jahrhundert. Seine Geliebte ist die Gräfin Ermengarda von Narbonne. Diese Liebe muss ein Geheimnis bleiben da die Gräfin offiziell verheiratet ist. Doch dann erlebt sie eine Fehlgeburt. Für Arnaut ist es das Zeichen sich dem Kreuzzug ins heilige Land anzuschließen. So macht er sich mit dem fränkischen Herr auf den Weg nach Osten.


    Meine Meinung:
    Für mich war „die Hure Babylon“ der erste Roman den ich von Ulf Schiewe gelesen hatte. Ein wenig skeptisch ging ich dann auch an das Buch heran. Der Klappentext klang sehr viel versprechend und so war ich dann auch gespannt. Tatsächlich fiel mir der Einstieg in die Geschichte dann sehr leicht. Der Erzählstil des Autors ist bildhaft und mein Kopfkino wurde schnell in Gang gesetzt. Leider gab es auch Szenen die ich mir lieber nicht vorstellen wollte. Der Autor hat auch die Greueltaten die diese Kreuzzüge begleiteten eindrucksvoll geschildert. So entstand ein lebhaftes Bild des Kreuzzuges vor mir. Die Strapazen die ein solcher Ritt mit sich brachte waren gut und glaubwürdig dargestellt. Einzelne Szenen spannend geschrieben und der Wechsel zu den einzelnen Kapitel sorgte dafür, dass dieser Spannungsbogen auch hoch gehalten wurde.


    Zwischendurch wurde dann aus Sicht von Ermengarda erzählt. So dass ich als Leser auch wusste wie es in Narbonne stand. Welche Gefühle die Gräfin hatte und was sie durchmachen musste. Gerade diese Wechsel zwischen Arnaut im heiligen Land und Ermengarda haben mir gut gefallen.
    Interessant fand ich wie der Autor die Gedanken der Menschen darstellte. Von ihren Gefühlen was die Richtigkeit dieser Kreuzzüge anbelangte und wie sie damit umgegangen sind. Vor allem wie es Herrn Schiewe gelungen ist hier seine fiktiven Protagonisten mit den historischen belegten Personen der Zeit zu vermischen hat mir gefallen. Zwischendurch könnte man glatt vergessen, dass es sich hier um einen fiktiven Roman handelt. Die Geschichte um Arnaut hätte auch durchaus so geschehen sein können.


    Die Protagonisten selbst sind facettenreich gestaltet, sie haben Ecken und Kanten und ihre eigenen Macken, die sie schnell liebenswürdig machen. Nicht nur Arnaut sondern gerade die Menschen in seiner Nähe haben mir gut gefallen. Sie haben dafür gesorgt, dass diese Geschichte authentisch und glaubhaft auf mich wirkte.
    Die Aufmachung dieses Buches hat mir zudem auch noch gut gefallen. Das Cover ist eine bildhafte Darstellung einiger Ritter die in einen Kampf ziehen und passt gut zur Geschichte. Gleich im Innern des Covers gibt es eine Karte die den Weg zeigt den Arnaut und seine Gefährten gegangen sind. Am Ende gibt es ein Personenregister, ein Glossar und ein ausführliches Nachwort des Autors. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch in einzelne Bücher unterteilt ist, die einzelnen Kapiteln Überschriften haben, so wusste ich gleich um wen es wo geht. Es gibt sogar ein Inhaltsverzeichnis. Um die gute Aufmachung des Buches noch abzurunden ist auch ein Lesebändchen vorhanden, toll. Ich mag so was immer sehr gern und hat mir auch hier gut gefallen.


    Mein Fazit: „Die Hure Babylon“ ist ein historischer Roman, dem die gute Recherchearbeit im Vorfeld anzumerken ist. Er ist stimmig und glaubwürdig in sich und auch wenn es sich hier eigentlich um den dritten Band einer Trilogie handelt kann man ihn wunderbar für sich allein lesen. Ich kenne die beiden Vorgänger „Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011)“ selbst nicht, sie stehen aber fest auf meiner Wunschliste, trotzdem hatte ich nicht das Gefühl etwas Wichtiges verpasst zu haben oder irgendwelche Zusammenhänge nicht zu verstehen. Jeder der gern etwas über die Kreuzzüge lesen möchte kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Mir hat es gut gefallen und ich freue mich darauf mehr von Ulf Schiewe zu lesen.


    Zur Leserunde:
    Vielen Dank das ich teilnehmen durfte. Mir hat diese Runde sehr viel Spaß gemacht.
    Danke Ulf für deine Kommentare und die interessanten Einblicke. Meine Rezi werde ich auch noch ein wenig durchs Netz streuen und hoffe es ist in Ordnung wenn es in einigen anderen Foren erscheint. (Bei Amazon bin ich leider nicht gelistet) Sollte es wieder eine LR hier geben wäre ich gern wieder dabei :)


    lg
    nirak

  • Hallo,


    in der Anmeldung zur Leserunde hatte ich noch geschrieben, dass ich momentan so viel Zeit wie lange nicht zum Lesen habe, das hat sich leider schon wieder geändert. Es liegt aber definitiv nicht am Buch, dass ich gerade nicht richtig vorwärts komme, ich schreibe dann noch eine abschließende Meinung wenn ich es zu Ende gelesen habe - entweder hier oder "drüben" auf literaturschock.de :winken:


    Seoman

Anstehende Termine

  1. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  2. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    Dani

  4. Freitag, 2. März 2018 - Sonntag, 18. März 2018

    Dani