03 - S. 241 - S. 343 (Ende Buch III)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Im ersten Abschnitt erleben wir erneut Ermengarda, die aus der Ich-Perspektive berichtet. Dieses mal von einem Wanderprediger, der die Meinung Clairvaux so gar nicht teilt und die Bereicherung der Kirche anprangert. Wassre auf ihre Mühlen.


    Unterdessen geht der Tross gen Jerusalem weiter. Ermüdende Märsche wechseln sich mit verheerenden Kämpfen ab. Aber dazwischen werden trotz - oder wegen - der Grausamkeiten zarte Bande der Liebe geknüpft.


    Was mich erstaunt hat, war der Weg, der scheinbar von Südfrankreich über den Rhein - also Süddeutschland - und Donau über Ungarn Richtung Griechenland führten. War das nicht extrem uneffektiv? Warum nicht den Weg über Norditalien?


    Erschreckend die Verrohung. Das Abschlachten von Gefangenen ist schon unerträglich. Und das alles im Namen Gottes. Aber auch der König zweifelt - und doch stärkt er den Templern noch den Rücken. Aber gut, die Geschichte zeigt ja, dass das Band zwischen dem Franzosenkönig und den Templern nicht ewig hält.


    Mutig am Ende Constansa. Aber ich vermute, dass das noch Folgen haben wird.

  • Wären sie über Italien marschiert, hätten sie von Brindisi nach Griechenland per Schiff übersetzen müssen. König Roger von Sizilien hatte zwar Schiffe angeboten, aber da er mit Byzanz verfeindet war, hat man den anderen Weg gewählt, über Metz, Regensburg, usw.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Hallo alle Zusammen :winken:,


    nun im dritten Teil merkt auch der letzte der Kämpfer, dass wird kein Sieg (wenn überhaupt !)nach dem Motto sie kamen, sahen und siegten. Dafür ist die ganze Situation zu unsicher und unüberlegt. Jeder Adelige hat seine eigene Streitmacht und will so auch keine Macht/Verantwortung an andere abgeben.
    Klar macht ja auch keinen guten Eindruck gegenüber den Leuten, die man befehligen will/muss. Diese Feldzug kommt eher daher mit Spielregeln wie zu Hause, aber die Leute sind in einem fremden Land.


    Da ist Zusammenhalt und Einigkeit von sehr wichtiger Bedeutung, finde ich.


    Gutes Beispiel für diese jeder für Sichaktion war doch , dass die Vorhut unter der Leitung von Geoffroy de Rancon schon ewig weg war ohne Kontakt zum Rest und so auch nicht mitbekommen hat , dass sie wieder einmal überfallen worden sind.


    Versorungsmäßig sind zwar viele Vereinbarungen im Vorfeld getroffen worden, aber in der jetzigen Realität nicht unbedingt umsetzbar. Denn wer will es den Byzantinern verübeln , wenn die den Durchreisenden keine Vorräte aushändigen. Mittlerweile ist es Mitte Januar und die Einheimischen haben selber Probleme mit ihrer eigenen Versorgung. Und auch sie werden von den Türken bedrängt.


    Schön, dass Arnaut jetzt Verantwortung übernimmt und schon fast wie ein Vater für seine Leute wird. Denn sie fragen ihn, um Erlaubnis für eine Eheschließung. Trotz aller Kriegsgefahren, Hunger, Krankheiten, Tod usw. manche Menschen kommen sich näher :) . Jori und Joana, Servin und Constansa. Auch beginnt Arnaut langsam an der Rechtmäßigkeit und den Mittel für diesen Krieg zu zweifeln. Und ihm fehlt seine Ermengarda, klar :).


    Constansa nimmt Rache an dem Templer Etienne de Barnay und wie toll sie das macht 8). Nur der Tod wäre auch zu leicht für diese Tat gewesen, finde ich. Das war richtige gute Rache, ja 8).


    Es könnte noch Folgen für Constansa haben, klar aber durch diese Tat ist erst einmal Ruhe angesagt.


    In diesem Teil gab es viel Kampf, Folter, Mord, Tod, Hunger und Entbehrungen für alle beteiligten und sicherlich ist das in den Erzählungen des Großvater von Arnaut kein Thema gewesen, wieso auch? Der Sieg schmeckt süß und tut den Menschen gut, wer mag da schon an die Schattenseiten des Krieges denken?


    Interessanterweise will man jetzt erst die Kämpfer in die Schiffe bringen um weiter zu kommen. Aber auch da gibt es schon wieder Streit und Ärger, weil es wohl zu wenig Schiffe gibt für alle.


    Diese Josselin ist auch eine ganz fiese Type, erst schwängert er Manira, hilft ihr keinen Deut bei der Geburt und lässt sie dann auch noch mit dem Baby alleine zurück, gut das Arnaut und seine Familie, so möchte ich sie gerne mal nennen, da schon eingesprungen sind und sie jetzt auch bei sich aufnehmen.


    Der letzte Abschnitt ist so vieler Zuversicht auf der einen Seite durch die Kinder, aber auch voller Unsicherheit wie es weitergehen wird auf der anderen Seite, denn alle für die kein Platz in den Schiffen mehr zu Verfügung stand müssen sich den Seldschuken stellen :o.


    Was für eine Vorstellung?


    LG..starone... :winken:

  • Die Sinnlosigkeit und Brutalität des Kreuzzugs kam auch in diesem Abschnitt wieder deutlich rüber. Und am Ende ist es wieder so, dass sich die "Oberen" retten und absetzen und die kleinen Leute geopfert werden. Denn Schiffe werden sie wohl keine bekommen und auch sonst haben sie wenig Chancen... das macht mich wütend, wenn ich so was lese - da es ja leider typisch für Kriege ist.
    Daher freue ich mich immer, wenn ein Kapitel über Ermengarda kommt und es nicht nur um den Kreuzzug geht.


  • Die Sinnlosigkeit und Brutalität des Kreuzzugs kam auch in diesem Abschnitt wieder deutlich rüber. Und am Ende ist es wieder so, dass sich die "Oberen" retten und absetzen und die kleinen Leute geopfert werden. Denn Schiffe werden sie wohl keine bekommen und auch sonst haben sie wenig Chancen... das macht mich wütend, wenn ich so was lese - da es ja leider typisch für Kriege ist.
    Daher freue ich mich immer, wenn ein Kapitel über Ermengarda kommt und es nicht nur um den Kreuzzug geht.


    Nun, dass ist aber auch ein allgemeines Problem in jeder Gesellschaft, die Oberen können sich meistens aus gefährlichen Situationen retten, weil sie Geld, Macht und Einfluss auf andere haben und sie diese dann auch zu nutze machen , wie in den Roman gut beschrieben;).


  • Und am Ende ist es wieder so, dass sich die "Oberen" retten und absetzen und die kleinen Leute geopfert werden. Denn Schiffe werden sie wohl keine bekommen und auch sonst haben sie wenig Chancen... das macht mich wütend, wenn ich so was lese - da es ja leider typisch für Kriege ist.


    Das zog sich aj aber auch schon durch viele Kampfhandlungen - das "Kleinvieh" als Kanonen- (oder hier besser: Pfeil-) Futter. Von der Ehre dachte ja auch nur der König zu profitieren.


  • Die Sinnlosigkeit und Brutalität des Kreuzzugs kam auch in diesem Abschnitt wieder deutlich rüber. Und am Ende ist es wieder so, dass sich die "Oberen" retten und absetzen und die kleinen Leute geopfert werden. Denn Schiffe werden sie wohl keine bekommen und auch sonst haben sie wenig Chancen... das macht mich wütend, wenn ich so was lese - da es ja leider typisch für Kriege ist.
    Daher freue ich mich immer, wenn ein Kapitel über Ermengarda kommt und es nicht nur um den Kreuzzug geht.


    Mich hat es bei der Recherche ziemlich schockiert, dass der König und seine Ritter sich per Schiff abgesetzt und den Rest des Heeres zurückgelassen haben. Allerdings muss man sagen, sie steckten wirklich in einem Dilemma. Ich empfehle euch, die Diskussion noch einmal durchzulesen. Sowohl die anfänglich heroische Rede des Königs, wie auch die Antwort des Großmeisters sind sinngemäß nach alten Chroniken im Roman wiedergegeben. Im Grunde hatten sie sich verlaufen, die ganze Sache massiv unterschätzt. Wären sie mit dem ganzen Heer weiter durch wildes Gebiet marschiert, immer den Überfällen der Seldschuken ausgesetzt, dann wäre vielleicht ohnehin das ganze Heer draufgegangen. So haben sie versucht, die kampfstärksten Elemente zu erhalten. Jedenfalls keine leichte Entscheidung, obwohl ich persönlich meine, man lässt seine Kameraden nicht im Stich, egal wie.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de


  • Im ersten Abschnitt erleben wir erneut Ermengarda, die aus der Ich-Perspektive berichtet. Dieses mal von einem Wanderprediger, der die Meinung Clairvaux so gar nicht teilt und die Bereicherung der Kirche anprangert. Wassre auf ihre Mühlen.


    Stimmt, jeder Abschnitt beginnt mit einem Absatz, was zuhause bei Ermengarda vor sich geht. Auch wenn das Hauptaugenmerk nun auf Arnaut und dem Kreuzzug liegt, finde ich es schön, dass wir sie nicht aus den Augen verlieren.


    Wieviele waren das eigentlich zu Beginn, als sie losgezogen sind? Das steht bestimmt irgendwo, aber ich finde es jetzt nicht mehr.
    Aber gerade beim Lesen dieses Abschnittes habe ich mir die Frage gestellt, da haben wir mal ein paar Tote hier, tausend da und in Attalia kommen dann immer noch 12.000 an!


    Mir gefällt wirklich sehr gut, wie hier die großen geschichtlichen Dinge mit den kleinen Einzelschicksalen vermischt werden. Ich hab mir inzwischen tatsächlich schon den "Bastard von Tolosa" besorgt, da mir der Schreibstil so gefällt.


    Dass Constanca Rache genommen hat, geht hoffentlich nicht nach hinten los. Aber schön, dass Severin und sie sich nun näher kommen.
    Immer wieder sind es so kleine Lichtschimmer, die Geburt des Kindes mitten in der fürchterlichen Schlacht, die Heirat von Joana, die sich von ihrem Leben als Hure abwendet...


    Und dann politische Entscheidungen, wie sie der König am Ende trifft bzw. treffen muss. Sein Dilemma kommt ganz gut rüber, aber es macht auch fassungslos.
    Hätte man von vornherein nicht Kind und Kegel mit auf die "Reise" genommen, müsste man jetzt nicht so eine Entscheidung treffen.
    Schrecklich. Dabei hatte sich mein Bild von Louis schon verbessert, als er im Kampf (gerade noch so) seinen Mann gestanden hat und später sich nicht zu schade war, die Befehlsgewalt zumindest vorübergehend abzugeben.
    Aber das nun? Die Königin und die Frauen der Heerführer bleiben bestimmt nicht zurück, trotz der Devise "keine Weiber". Aber andere werden einfach "aussortiert". Mich wundert, dass es da keinen größeren Aufstand gibt.

  • Und dann politische Entscheidungen, wie sie der König am Ende trifft bzw. treffen muss. Sein Dilemma kommt ganz gut rüber, aber es macht auch fassungslos.
    Hätte man von vornherein nicht Kind und Kegel mit auf die "Reise" genommen, müsste man jetzt nicht so eine Entscheidung treffen.
    Schrecklich. Dabei hatte sich mein Bild von Louis schon verbessert, als er im Kampf (gerade noch so) seinen Mann gestanden hat und später sich nicht zu schade war, die Befehlsgewalt zumindest vorübergehend abzugeben.
    Aber das nun? Die Königin und die Frauen der Heerführer bleiben bestimmt nicht zurück, trotz der Devise "keine Weiber". Aber andere werden einfach "aussortiert". Mich wundert, dass es da keinen größeren Aufstand gibt.


    Nun es zeigt, aber auch ganz klar die Blauäugigkeit und den grenzenloses Hochmut der hier seitens der Christen/Heerführer an den Tag gelegt sind oder? Diese kam, sah und siegten, kann noch gar Realität werden, wenn man wie Spatzi , es hier so schön ausgedrückt hat mit Kind und Kegel anreist ;)



    Für einen Krieg braucht man keine Narren, Gaukler usw. Das Hofleben der Königin und ihres Hofstaates hat sich eigentlich doch nur verlagert, ist einfach so weiter gegangen mit Gesang/Spiel und gutem Essen an jetzt halt exotische , unbekannte Orte ::).


    Keinem im Hofstaat geht es schlecht und muss leiden , so wie die Soldaten :(. Denn für die Menschen im Speckgürtel der Königin ist gesorgt.

  • So, zunächst muss ich sagen, dass ich noch nicht den kompletten Abschnitt gelesen habe, aber ich möchte trotzdem schon mal meine ersten Eindrücke aufschreiben.


    Zunächst hat mich erschrocken, dass die arme Manira mit Wehen aufs Pferd muss. Das muss ja ganz schlimm gewesen sein! Klar, ich kann schon verstehen, dass ein so riesiges Heer nicht auf eine schwangere bzw. gebärende Frau Rücksicht nehmen kann, aber trotzdem tat sie mir sehr leid!


    Und dann wird mitten im Kampfgetümmel das kleine Mädchen geboren. So viel Tod - und eine Geburt. Wie nah es beieinander liegt!
    Traurig, dass der Vater des Kindes nicht mal einen Blick dafür übrig hat. Es ist ja nur ein Mädchen! :'(


    Und dann wieder diese ganzen Schlachten, Kämpfe, Folter,... Die Haut abgezogen, an den Geschlechtsteilen ersticken lassen,... Da sträuben sich mir die Haare! :o
    Aber so langsam wird wohl einigen bewusst, dass dieser "heilige" Krieg eben das nicht ist! Alles andere - aber ganz sicher nicht heilig!
    Was für Greueltaten! :o


    Puh, dieses Buch ist so intensiv - ich finde es hochinteressant, und es beschäftigt mich noch lange nach dem Zuklappen! Ich werde gleich noch ein paar Seiten lesen, auch wenn mir fast die Augen zufallen ;):abinsbett:

  • Guten Morgen :winken:


    Ich fand diesen Abschnitt sehr interessant. Das Leben im Heerlager ist sehr gut und bildhaft beschrieben und es wird nun auch dem Letzten deutlich klar, dies ist kein simpler Ausflug oder Pilgerreise sondern lebensgefährlicher Krieg. Nicht nur durch die Selschuken droht Gefahr, vor allem Hunger und Entbehrungen sind ihr Feind.


    Etwas spät hat Louis erkannt, dass man ein so großes Heer nicht einfach so laufen lassen kann. Es muß einen anständigen Führer haben. Er übergibt diese Verantwortung dem Großmeister der Templer. Diese Einsicht kam für viele Menschen leider zu spät. Rancon hatte ja unglaubliches Glück, dass er seinen Fehler nicht mit dem Leben bezahlen mußte sondern nur verschwinden sollte. Wäre der Onkel des Königs nicht auch an diesem Debakel auf dem Schicksalsberg beteiligt gewesen hätte es doch sehr übel für ihn ausgesehen. Nicht das es mich jetzt großartig gestört hätte. Ist die Szene eigentlich geschichtlich belegt?


    Sehr übel fand ich dann die Szene mit Munira, sie muß während dieses Überfalls ihr Kind zu Welt bringen. Im letzten Moment haben sie es zwar Josselin zu verdanken, dass sie diesen Überfall überhaupt überleben aber er verhält sich so was von übel. Allein die Frage nach dem Geschlecht des Kindes und dann dieses pah, nur ein Mädchen >:( Am Ende läßt er sie auch noch ganz im Stich und rät Arnaut sie zu nehmen und anschließend zu verkaufen >:(


    Nun bleiben die einfachen Leute zurück, da ja das streitfähige Heer gerettet werden muß. Weiber, Kinder und Kranke bleiben zurück. Dies gilt selbstverständlich nicht für die Königin und ihre Damen. Es ist wie immer wer Geld und Einfluß hat kann sich retten und der Rest ist Pfeilfutter. >:( Auch Arnaut und seine Freunde bleiben zurück und müßen sich nun für den nächsten Angriff wappnen. Da war die Hochzeit zwischen Jori und Joana doch mal eine Echte wohltat. Schön das auch solche Szenen beschrieben wurden.


    Mir gefällt übrigens auch, dass das erste Kapitel in jedem Abschnitt von Ermengarda handelt. Ich finde es interessant auch zu lesen, wie es den Menschen daheim geht und was sie bewegt. Der Wanderprediger erzählt genau das Gegenteil von dem was die Kirche predigt. Er predigt aber genau das was viele, viele Jahre später auch Luther sagen wird. Gott braucht keine Mauern und kein Latein um gehört zu werden.


    lg
    nirak


  • Schön, dass Arnaut jetzt Verantwortung übernimmt und schon fast wie ein Vater für seine Leute wird. Denn sie fragen ihn, um Erlaubnis für eine Eheschließung. Trotz aller Kriegsgefahren, Hunger, Krankheiten, Tod usw. manche Menschen kommen sich näher :) . Jori und Joana, Servin und Constansa. Auch beginnt Arnaut langsam an der Rechtmäßigkeit und den Mittel für diesen Krieg zu zweifeln. Und ihm fehlt seine Ermengarda, klar :).


    Ich finde auch, dass Arnaut so langsam mit seiner Verantwortung wächst und auch als Führer ihrer Truppe anerkannt ist. Die vermeindliche Gute Tat dieses Kreuzuges hat er wohl auch inzwischen durchschaut und gemerkt, es ist die Hölle die sich durch machen.



    Constansa nimmt Rache an dem Templer Etienne de Barnay und wie toll sie das macht 8). Nur der Tod wäre auch zu leicht für diese Tat gewesen, finde ich. Das war richtige gute Rache, ja 8).


    Es könnte noch Folgen für Constansa haben, klar aber durch diese Tat ist erst einmal Ruhe angesagt.


    Ja, diese Rache hat mir auch richtig gut gefallen. Und wie sie schon sagte er wird jetzt ewig an sie denken und kann diesen Mal noch nicht mal jemandem zeigen ohne sich erklären zu müßen. Es wird mit Sicherheit noch folgen für Constansa haben aber ich hoffe Severin ist dann an ihrer Seite und hilft ihr.


  • Zunächst hat mich erschrocken, dass die arme Manira mit Wehen aufs Pferd muss. Das muss ja ganz schlimm gewesen sein! Klar, ich kann schon verstehen, dass ein so riesiges Heer nicht auf eine schwangere bzw. gebärende Frau Rücksicht nehmen kann, aber trotzdem tat sie mir sehr leid!


    Und dann wird mitten im Kampfgetümmel das kleine Mädchen geboren. So viel Tod - und eine Geburt. Wie nah es beieinander liegt!


    Nun was hätte sie auch sonst machen sollen, ihr Herr dieser Josselin de Paylaurens hätte Manira gerne qualvoll verrecken lassen oder? Jemanden ein Kind machen und dann sich einfach aus der Verantwortung ziehen. Und auch jegliche Hilfe dem anderen versagt, dass finde ich wirklich schlimm :(. Auch heute steigen gebärende in Autos/müssen zu Fuß gehen usw. ein um zur Klinik zu fahren. Alles kann schmerzhaft in dieser Situationen sein ;). Aber bei alle dem ist es doch schön zu lesen , dass es auch neues Leben gibt.


    Und das es Manira und dem kleinen Mädchen den Umständen entsprechend gut geht :) Das Leben geht weiter auch wenn um einem herum schlimme Dinge passieren :).

  • Nun was hätte sie auch sonst machen sollen, ihr Herr dieser Josselin de Paylaurens hätte Manira gerne qualvoll verrecken lassen oder? Jemanden ein Kind machen und dann sich einfach aus der Verantwortung ziehen. Und auch jegliche Hilfe dem anderen versagt, dass finde ich wirklich schlimm :(. Auch heute steigen gebärende in Autos/müssen zu Fuß gehen usw. ein um zur Klinik zu fahren. Alles kann schmerzhaft in dieser Situationen sein ;). Aber bei alle dem ist es doch schön zu lesen , dass es auch neues Leben gibt.


    Und das es Manira und dem kleinen Mädchen den Umständen entsprechend gut geht :) Das Leben geht weiter auch wenn um einem herum schlimme Dinge passieren :).


    Munira und ihr baby sind zwar nur eine Nebenhandlung, aber für mich war es auch ein Hoffnungszeichen, dass neben dem vielen Tod das Leben auch weitergeht.


  • Etwas spät hat Louis erkannt, dass man ein so großes Heer nicht einfach so laufen lassen kann. Es muß einen anständigen Führer haben. Er übergibt diese Verantwortung dem Großmeister der Templer. Diese Einsicht kam für viele Menschen leider zu spät. Rancon hatte ja unglaubliches Glück, dass er seinen Fehler nicht mit dem Leben bezahlen mußte sondern nur verschwinden sollte. Wäre der Onkel des Königs nicht auch an diesem Debakel auf dem Schicksalsberg beteiligt gewesen hätte es doch sehr übel für ihn ausgesehen. Nicht das es mich jetzt großartig gestört hätte. Ist die Szene eigentlich geschichtlich belegt?



    Ja. All das ist genau so geschehen. Wegen diesem Rancon wäre beinahe das ganze Heer vernichtet worden. Nur der beherzte Einsatz des Königs hat das Schlimmste verhindert. Auch die Szene mit dem König auf dem Felsen ist belegt. Viele wollten Rancon nachher auf der Stelle hängen sehen, aber der König ließ ihn gehen, weil sein eigener Onkel beteiligt gewesen war. Dann die Befehlsübergabe an den Großmeister und sogar die Reden, die sowohl der König wie der Großmeister hielten, sind so belegt. Das ist, wenn ihr wollt, pure, lebende Geschichte. :)


    Zitat

    Sehr übel fand ich dann die Szene mit Munira, sie muß während dieses Überfalls ihr Kind zu Welt bringen. Im letzten Moment haben sie es zwar Josselin zu verdanken, dass sie diesen Überfall überhaupt überleben aber er verhält sich so was von übel. Allein die Frage nach dem Geschlecht des Kindes und dann dieses pah, nur ein Mädchen >:( Am Ende läßt er sie auch noch ganz im Stich und rät Arnaut sie zu nehmen und anschließend zu verkaufen >:(


    Sie ist eben in seiner Sicht nur eine Sklavin und daher wertlos. Vielleicht ist er froh, sie loszuwerden.


    Zitat

    Mir gefällt übrigens auch, dass das erste Kapitel in jedem Abschnitt von Ermengarda handelt. Ich finde es interessant auch zu lesen, wie es den Menschen daheim geht und was sie bewegt. Der Wanderprediger erzählt genau das Gegenteil von dem was die Kirche predigt. Er predigt aber genau das was viele, viele Jahre später auch Luther sagen wird. Gott braucht keine Mauern und kein Latein um gehört zu werden.



    Auch hier habe ich nichts erfunden. Die Predigt des Ketzers entspricht den überlieferten Überzeugungen dieser "Petrobrusianer", unter denen dieser Henri de Lausanne eine herausragende Figur war. Über mehrere Jahrhunderte hinweg hat es immer wieder Bewegungen gegeben, die die Rückkehr zur reinen Lehre Jesu gefordert haben. Deshalb ähneln sie sich in ihrer Kritik an der Kirche und ihren Forderungen.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de


  • Auch heute steigen gebärende in Autos/müssen zu Fuß gehen usw. ein um zur Klinik zu fahren. Alles kann schmerzhaft in dieser Situationen sein ;).


    Natürlich ist es immer schmerzhaft, aber wir haben es doch heutzutage wesentlich leichter, meinst Du nicht?
    Mit Wehen auf einem Pferd zu sitzen, und um Dich herum tobt ein Krieg - das ist mit unseren heutigen Bedingungen nicht zu vergleichen, denke ich.


  • Mir gefällt übrigens auch, dass das erste Kapitel in jedem Abschnitt von Ermengarda handelt. Ich finde es interessant auch zu lesen, wie es den Menschen daheim geht und was sie bewegt.


    Das gefällt mir auch sehr gut! So bleibt sie auch immer irgendwie in Erinnerung bei den Lesern; das ist gut!


    Jetzt habe ich auch den kompletten Abschnitt gelesen. Also, Constansa hat ihre Rache bekommen, und ich kann sehr gut verstehen, dass es sie befriedigt hat. Aber ob das klug war?! Ich glaube nicht...
    Er wird nun wissen, wem er diese Verletzung zu verdanken hat und sich bestimmt seinerseits rächen wollen! Ob das gut geht!? :(???


    Schön finde ich aber, dass Constansa und Severin sich langsam annähern. Sie wird bestimmt reichlich Zeit brauchen, um jemals wieder einem Mann vertrauen zu können, aber Severin scheint ja geduldig zu sein und sie ehrlich zu mögen; das freut mich.


  • Schön finde ich aber, dass Constansa und Severin sich langsam annähern. Sie wird bestimmt reichlich Zeit brauchen, um jemals wieder einem Mann vertrauen zu können, aber Severin scheint ja geduldig zu sein und sie ehrlich zu mögen; das freut mich.


    Diesen Handlungsstrang fand ich auch sehr schön, so etwas Positives bei all dem Grauen.