04 - S. 345 - S. 418

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Die Zweifel werden stärker, auch allen Seiten. An Gott will kaum mehr einer glauben - zu Recht.


    Toll fand ich, dass Ermengarda sich mit Arnauts Familie so gut versteht, das wird eine Versöhnung leichter machen. Verziehen hat sie ihm ja schon.


    Die Schlachtszenen sind nach wie vor heftig. Auch der Gedanke jemanden in der Ungewissheit zurücklassen zu müssen finde ich schlimm. Dass Arnaut da inzwischen gar keinen Sinn mehr in diesem Abenteuer sieht, ist klar. Ob es aber viele gab, die ihren Männern so deutlich die Möglichkeit der Rückkehr eröffnet haben?


    Die Rache des Templers war zu erwarten, dass so ein Mann das nicht einfach hinnehmen kann, ist klar. Gut, dass es so ausgegangen ist.


    Interessant die Rolle der Ayla. Das zeigt auch das, was man heute noch erleben kann: im direkten Kontakt gibt es Xeniophobie eigentlich nicht, nur in dieser verallgemeinernden, verwaschenen Form ohne konkreten Bezugspunkt.


    Gespannt bin ich auch die Entwicklung von Alienor. Sie scheint langsam ihre Meinung zu ändern. Die Frage ist, wie stark und einflussreich sie ist.

  • Interessant die Rolle der Ayla. Das zeigt auch das, was man heute noch erleben kann: im direkten Kontakt gibt es Xeniophobie eigentlich nicht, nur in dieser verallgemeinernden, verwaschenen Form ohne konkreten Bezugspunkt.


    Nur zu wahr!

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Arnauts Begegnung mit Ayla war für mich auch ein Highlight in diesem Abschnitt, der mir generell gut gefallen hat. Mit der Rache des Templers und seinem Ende ist die ständige Angst von Constanza abgefallen und es kehrt ein bißchen Ruhe ein.
    Gut fand ich auch beschrieben, wie nach und nach alle merken, dass es beim Kreuzzug letztlich nur um Macht und Geld geht - das wäre doch die Gelegenheit, umzukehren...


  • Gut fand ich auch beschrieben, wie nach und nach alle merken, dass es beim Kreuzzug letztlich nur um Macht und Geld geht - das wäre doch die Gelegenheit, umzukehren...


    Ich glaube mit leeren Händen nach Hause zu kommen wäre nicht wirklich möglich.


  • Arnauts Begegnung mit Ayla war für mich auch ein Highlight in diesem Abschnitt, der mir generell gut gefallen hat. Mit der Rache des Templers und seinem Ende ist die ständige Angst von Constanza abgefallen und es kehrt ein bißchen Ruhe ein.
    Gut fand ich auch beschrieben, wie nach und nach alle merken, dass es beim Kreuzzug letztlich nur um Macht und Geld geht - das wäre doch die Gelegenheit, umzukehren...


    Richtig. Das ist ja auch, was Arnaut seinen Gefährten anbietet. Aber im Krieg entwickelt sich meist eine so enge Gemeinschaft unter den Gefährten, dass sie weiter zu einander halten. Niemand will die Truppe verlassen, man schlägt sich weiter durch. Das ist eben der Gegensatz zwischen der Gemeinschaft der Mannschaften und der abgehobenen Einstellung der Oberen, für die die Fußtruppen nur Kanonenfutter sind.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • In diesem Abschnitt kommen wir ein bisschen zum Durchatmen. Zumindest nach dem Angriff auf die Verbliebenen vor Attalia. Die Szene, als den Frauen und Kindern die Flucht hinter die Stadtmauer verwehrt wird, hat mich ja richtig wütend gemacht.


    Arnaut und seine restlichen Leute erwischen dan aber auch endlich ein Schiff und sind nun in Antiochia angekommen.
    Die Königin erkennt ihn wieder und hält weiterhin große Stücke auf ihn. Ich bin gespannt, ob sich das für ihn als Vorteil herausstellen wird oder eher nicht.


    Mit dem Befehlshaber Thierry hätte ich wirklich nicht tauschen mögen. Mehrere tausend Menschen zurücklassen, im sicheren Bewusstsein, dass das wahrscheinlich ihr Todesurteil ist... schrecklich!!


    Ayla ist wirklich eine interessante Figur und ihr gegenüber herrscht offensichtlich am Hof des Fürsten keine Feindseligkeit, sie wird gut behandelt, darf beten, wie es ihr ihre Religion vorschreibt, man unterhält sich gerne mit ihr... wie absurd, dass man gleichzeitig einen Krieg gegen die "Ungläubigen" führt und das Töten derselben im Krieg als etwas Großartiges ansieht *kopfschüttel*
    (und umso absurder, dass wir Menschen hunderte von Jahren später immer noch nicht schlauer geworden sind!)


    Dass dieser elende de Bernay nun endlich tot ist, tut mir ja wirklich nicht leid. Da kamen Arnaut und die anderen aber gerade noch rechtzeitig.
    Ein bisschen mit den Templern versöhnt hat mich Hugues de Bouillon, der seinen Fehler anerkennt und quasi zugibt, dass er schon früher hätte eingreifen müssen. Ich hatte im ersten Moment schon Angst, dass Arnaut und seine Männer nun sogar noch Ärger bekommen, weil sie einen Templer umgebracht haben. Aber immerhin das bleibt erspart.


    Der Ermengarda Abschnitt am Anfang war auch wieder interessant, mir gefällt das wirklich, einerseits die Entwicklung der Stimmung zuhause und zum anderen die der Männer (und Frauen) unterwegs.


  • Dass dieser elende de Bernay nun endlich tot ist, tut mir ja wirklich nicht leid. Da kamen Arnaut und die anderen aber gerade noch rechtzeitig.
    Ein bisschen mit den Templern versöhnt hat mich Hugues de Bouillon, der seinen Fehler anerkennt und quasi zugibt, dass er schon früher hätte eingreifen müssen. Ich hatte im ersten Moment schon Angst, dass Arnaut und seine Männer nun sogar noch Ärger bekommen, weil sie einen Templer umgebracht haben. Aber immerhin das bleibt erspart.


    Ist auch wieder so ein typisches Beispiel für die Kirche, ja man hat das schon gewusst/geahnt, aber.....ist doch ein Mann der Kirche. Immer dieses Schutzmäntelchen >:(.


    Gut , Ulf hat uns ja schon hingewiesen auf einen guten Templer, den Hugues de Bouillon. Was dann wirklich auch weiteres Unheil verhindert hat ;).
    Aber ohne das Eingreifen dieses Templers hätte es für Arnaut und seine Freunde wirklich schlecht ausgehen können.

  • Der Anfang in diesem Teil mit Ermengarda und dem Trobador, ich würde lieber sagen "Master of Love" fand ich total poetisch und toll geschrieben über die Liebe. Ja, unerreichbare Liebe ala Romeo und Julia mit Drama, dass mögen die Leute.


    Die alltägliche Liebe hat meist jeder zu Hause und da liegt auch das Problem und auch die Gefahr in der Liebe und dem Geliebt werden, wie schnell hört das Kribbeln auf und es macht sich die Routine breit.


    Schön auch dazu das Gedicht auf Seite 350 :).


    So zum Luftholen, finde ich kommt man in diesem Teil eigentlich auch nicht, denn Ermengarda bekommt Besuch von ihrer Schwiegermutter in spe und was sie von ihr erfährt sind auch keine schönen Neuigkeiten. Zumindest hat sie in Domna Adela endlich jemanden zum reden, was ihr sicherlich auch gut tuen wird.


  • Ayla ist wirklich eine interessante Figur und ihr gegenüber herrscht offensichtlich am Hof des Fürsten keine Feindseligkeit, sie wird gut behandelt, darf beten, wie es ihr ihre Religion vorschreibt, man unterhält sich gerne mit ihr... wie absurd, dass man gleichzeitig einen Krieg gegen die "Ungläubigen" führt und das Töten derselben im Krieg als etwas Großartiges ansieht *kopfschüttel*
    (und umso absurder, dass wir Menschen hunderte von Jahren später immer noch nicht schlauer geworden sind!)


    Das war tatsächlich so. Im Krieg ging es mit der größten Grausamkeit zu. Aber unter den Adeligen beider Seiten gab man sich ritterlich höflich, fast freundschaftlich. Es wurden sogar Geschenke ausgetauscht.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de


  • Das ist ja auch, was Arnaut seinen Gefährten anbietet. Aber im Krieg entwickelt sich meist eine so enge Gemeinschaft unter den Gefährten, dass sie weiter zu einander halten. Niemand will die Truppe verlassen, man schlägt sich weiter durch. Das ist eben der Gegensatz zwischen der Gemeinschaft der Mannschaften und der abgehobenen Einstellung der Oberen, für die die Fußtruppen nur Kanonenfutter sind.


    Das Kapitel habe ich gestern Abend gelesen. Die Vorstellung, dass es Menschen gab (und mit Sicherheit auch noch gibt), die freiwillig in den Krieg ziehen weil sie ganz einfach nichts anderes haben, bzw. nicht wissen was sie sonst machen können, ist schon sehr traurig.


    Seoman

  • Das Kapitel habe ich gestern Abend gelesen. Die Vorstellung, dass es Menschen gab (und mit Sicherheit auch noch gibt), die freiwillig in den Krieg ziehen weil sie ganz einfach nichts anderes haben, bzw. nicht wissen was sie sonst machen können, ist schon sehr traurig.


    Seoman


    Es gibt doch auch immer noch Söldner und die Fremdenlegion und so lange es keinen wirklichen Frieden auf unserer Welt gibt, wird es auch sicherlich Kriege geben, dass finde ich eher das wirklich traurige dabei. Das man Streitigkeiten egal welche Art nicht mal ohne Gewalt/Folter usw. bereinigen kann.

  • Ich finde es prima, dass Ermengarda sich mit Arnauts Familie so gut versteht! Sie hat ja sonst auch kaum jemanden; viele ihrer Freunde sind mit in den Krieg gezogen. Sie muss sehr einsam sein. :(


    Arnaut wird auch so langsam bekehrt. Er vermisst Ermangarda und sieht ein, wie sinnlos dieser Krieg ist! Er kann nicht mehr beten, was ich angesichts dessen, was er alles erlebt und gesehen hat, gut nachvollziehen kann.
    Toll fand ich auch die Gespräche zwischen ihm und Ayla. Er erkennt, dass es so große Unterschiede zwischen den beiden Religionen eigentlich gar nicht gibt...
    Und dass er seine Männer vom Treueschwur "befreien" will, finde ich auch sehr gut von ihm! Ich mag ihn immer mehr. :)


    Alienor will sich von Louis scheiden lassen. Die beiden haben gänzlich andere Auffassungen und sich wohl auch auseinander gelebt.
    Dass die beiden sogar verwandt sind, war mir gar nicht mehr so bewusst. Bestimmt hatten wir das in der Schule, aber das habe ich schon vergessen gehabt. :-[ Interessant!


  • Ich hatte im ersten Moment schon Angst, dass Arnaut und seine Männer nun sogar noch Ärger bekommen, weil sie einen Templer umgebracht haben.


    Daran habe ich zuerst auch gedacht. Es wäre wohl auch gar nicht so unwahrscheinlich gewesen, könnte ich mir denken.
    Aber zum Glück ist alles soweit gut gegangen.
    Schön fand ich auch, dass Constansa und Severin nun tatsächlich ein Paar sind. Ich glaube, er tut ihr gut. :)


  • Alienor will sich von Louis scheiden lassen. Die beiden haben gänzlich andere Auffassungen und sich wohl auch auseinander gelebt.
    Dass die beiden sogar verwandt sind, war mir gar nicht mehr so bewusst. Bestimmt hatten wir das in der Schule, aber das habe ich schon vergessen gehabt. :-[ Interessant!



    Es gab das sehr strenge Kirchengesetz, das man keinen heiraten durfte, mit dem man verwandt war ... und zwar bis zum siebten Grad, was sehr streng war. Natürlich hielt man sich selten daran, denn es wurde unter Fürstenfamilien geheiratet und irgendwie war man immer um fünf Ecken verwandt. Normalerweise sah man darüber hinweg, aber wenn ein Fürst seine Frau loswerden wollte, kam das sehr gelegen. Hier dreht Alienor den Spieß um und verlangt das gleiche Recht für sich. Und am Ende ist sie auch damit durchgekommen. :)

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Dieses unter einander Geheirate war sicherlich im Bezug auf Machterhaltung/Erweiterung für alle Beteiligten ein gutes Argument. Aber genetisch sicherlich keine so tolle Idee, befürchte ich mal oder?


  • Das ist ja bekannt, dass in den Herrscherfamilien wild untereinander geheiratet wurde.
    Genetik war halt da noch nicht so ein Thema.


    Na ja, deshalb gab es ja das Kirchengesetz, wenn auch oft missachtet. ;D

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de