05 - S. 419 - S. 484 (Ende Buch IV)

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  • Robin Hood ist eine Legende und keine historische Figur. Außerdem war Richard Löwenherz Normanne (Franzose) und hat sich selten in England aufgehalten. Die "Plantagenet" Königsfamilie stammt aus Anjou in Nordfrankreich. Deshalb ist es immer ein bisschen witzig zu sehen, wie die Engländer ihn als nationales Symbol betrachten. Das war er nicht wirklich.

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de


  • Robin Hood ist eine Legende und keine historische Figur. Außerdem war Richard Löwenherz Normanne (Franzose) und hat sich selten in England aufgehalten. Die "Plantagenet" Königsfamilie stammt aus Anjou in Nordfrankreich. Deshalb ist es immer ein bisschen witzig zu sehen, wie die Engländer ihn als nationales Symbol betrachten. Das war er nicht wirklich.


    O.K. schade, aber gut wieder was gelernt ;).


  • Robin Hood ist eine Legende und keine historische Figur. Außerdem war Richard Löwenherz Normanne (Franzose) und hat sich selten in England aufgehalten. Die "Plantagenet" Königsfamilie stammt aus Anjou in Nordfrankreich. Deshalb ist es immer ein bisschen witzig zu sehen, wie die Engländer ihn als nationales Symbol betrachten. Das war er nicht wirklich.


    Ich finde es auch immer sehr amysanth, wie Richard hoch gelobt wird und der beste König Englands aller Zeiten ist, dabei sprach er nicht mal die Sprach richtig ;D Aber diese Zeit ist so unglaublich spannend, dass ich immer wieder davon lesen kann.


  • Ich finde es auch immer sehr amysanth, wie Richard hoch gelobt wird und der beste König Englands aller Zeiten ist, dabei sprach er nicht mal die Sprach richtig ;D Aber diese Zeit ist so unglaublich spannend, dass ich immer wieder davon lesen kann.


    Naja, das ALtenglische hatte zwar seine Hochphase, blieb aber trotz aller Bemühungen immer noch eine Sprache des niederen Volkes. Nach 1066 war ganz eindeutig Französisch in Großbritannien die Sprache der Wahl.


    Aber um bei den Mythen zu bleiben: für mich war als Kind auch klar, dass Artus ein Franzose ist und seine Tafelrunde selbstverständlich in der Bretagne tagte. So wird man eben von den Einflüssen um einen rum geprägt :-) Dass die Engländer den auch für sie beanspruchen habe ich erst sehr sehr spät gehört (und ich schiebe das heute noch darauf zurück, dass die einfach nicht verstanden haben, wo das "richtige" Britannien ist :-P)

  • Mein Sohn war leider eine ganze Woche krank, deswegen verspätet mein Eindruck zum 4. Teil.


    Nachdem der König schon einen beachtlichen Teil seines Heeres zurückgelassen hat, wird in diesem Teil doch umso mehr deutlich, dass es nicht nur um die heilige Sache geht, sondern in Ränkespiele auch die Macht durch Landgewinn erweitert werden soll. Die Kirche ist daran beteiligt, denn auch so steigen ihre Einnahmen.
    Der Templer de Bernay sinnt auf Rache und seine Wut gegenüber Frauen ist unbeschreiblich. Wie er Constansa wieder bloßstellt und sie erniedrigt und sich an ihrer Angst ergötzt, ist einfach unbegreiflich. Für einen Mann Gottes.
    Er wird gerichtet und dann spricht Hughes, dass es bereits öfters Gerüchte gegeben hat, hätte man dem nicht nachgehen können?


    Louis ist ein schwacher König und hat keine eigenen Meinung, er verlässt sich auf seine Vasallen oder die Bischöfe. Er spricht auch nciht an, dass es ihm nicht gefällt wie Alienor auf ihren Oheim reagiert. Er stürzt sich ins Gebet und als sie sich von ihm scheiden lassen will, da setzt er sie unter Arrest und macht sich den Oheim zum Feind bzw. er erhält keine Unterstütung mehr.


    Gut gefallen hat mir, dass das Heer sich erst einmal ausruhen konnte und Kraft getankt hat. Doch genützt hat es niemanden.


    Arnault ist weiterhin treu zur Seite von Bertran und möchte ihm beim Siegeszug auf Triopolis helfen und dort geraden alle in eine Falle und der Vater Alfons wird hinterrücks durch Josselin im Auftrag von Melisende vergiftet. Melisende hat gemerkt, dass Alfons Recht hat und dies auch beim König hätte durch bekommen. Und sein Sohn als Bastard hätte keinerlei Ansprüch.


    Das sich Aimar und Arnault trennen, finde ich sehr traurig, weil man nicht weiß, wie es weitergehen wird.


    Diesen Teil finde ich sehr gefühlvoll - die Begegnung am Grab von Großmutter und die Gespräche zwischen Arnault und Aimar.


  • Das sich Aimar und Arnault trennen, finde ich sehr traurig, weil man nicht weiß, wie es weitergehen wird.


    Nun beide leben in verschiedenen Welten und sind eigentlich Feinde, aber durch diese Begegnung hat auch Arnaut jetzt mal etwas von der Welt der sogenannten Ungläubigen mitbekommen. Und seine Sichtweise verändert ;).


    Arnaut hat doch ohnehin nur seine Ermengarda im Herzen/im Kopf und da kommt doch keine wirklich dran ;). Also empfand ich, dass auch nicht als traurig, Menschen begegnen sich, Menschen trennen sich auch wieder so ist das Leben.


    Ja, wenn Kinder krank sind, ist man als Mama wirklich sehr gefordert, kenne ich auch :).

  • Nun beide leben in verschiedenen Welten und sind eigentlich Feinde, aber durch diese Begegnung hat auch Arnaut jetzt mal etwas von der Welt der sogenannten Ungläubigen mitbekommen. Und seine Sichtweise verändert ;).


    Warum sind Aimar und Arnaut Feinde? Aimar war doch der Mönch aus Rocafort. Er wollte wieder nach Hause und den Lieben daheim mitteilen, dass alle wohlauf sind.

  • Warum sind Aimar und Arnaut Feinde? Aimar war doch der Mönch aus Rocafort. Er wollte wieder nach Hause und den Lieben daheim mitteilen, dass alle wohlauf sind.


    Ich habe mich auch gewundert. Ich kann mir vorstellen, dass starone Ayla (oder wie hieß sie noch gleich?) meint.

  • Ich habe mich auch gewundert. Ich kann mir vorstellen, dass starone Ayla (oder wie hieß sie noch gleich?) meint.


    Ich glaube auch, sie meinte Ayla. Und Feinde sind sie natürlich auch nicht, gehören jeweils nur zu verfeindeten Seiten. :)

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de

  • Ich glaube auch, sie meinte Ayla. Und Feinde sind sie natürlich auch nicht, gehören jeweils nur zu verfeindeten Seiten. :)rnaut



    So Leute, Ihr habt mich erwischt, denn ich habe einfach nur die Zeile von Mamasein2009 übernommen :-[ und dann die falsche Verbindung zu den einzelnen Personen hergestellt. Klar meinte ich die Dame Ayla , die Arnaut im Herrscherhaus kennen gelernt hat und so viel über die Kultur der " Ungläubigen" mitbekommen/gelernt hat.


    Wobei sich jetzt bei mir die Frage aufwirft, wie hat das Mamasein2009 eigentlich gemeint hat ???. Hat sie wie ich jetzt auch einfach nur die Namen verwechselt.


    Weil als traurig würde ich diese Situation eigentlich nicht einstufen. Denn Aimar geht zurück in die Heimat und verkündet dann das es allen soweit gut geht, dass kann einem doch nicht traurig stimmen oder? Jeder hat seine Aufgabe.



    Ja, Ulf...Ayla, Arnaut, Airmar alles mit Anfang "A" und alles recht kurze Namen, dass hat mich verwirrt ::).


  • Ja, Ulf...Ayla, Arnaut, Airmar alles mit Anfang "A" und alles recht kurze Namen, dass hat mich verwirrt ::).


    Es gibt sogar nochmehr die mit A beginnen: Alienor,Alfons und Aimery, der Patriarch von Antiochia. Und nicht zu vergessen das Pferd von Arnaut auch der Name begann mit einem A ;D da soll man ja wohl durcheinander kommen ;)

  • Hallo Ihr Lieben,


    bitte entschuldigt. Ich hänge diesmal komplett hinterher. Was definitiv nicht am Buch, sondern zum einen an der Arbeit und jetzt auch noch gesundheitlich! Tut mir leid! Aber hier noch meine Eindrücke von diesem Abschnitt.


    Der Besuch am Grab von Arnaudt's Großmutter fand ich sehr bewegend und ich bin jetzt immer neugieriger auf die anderen Bände! ;D


    Dass Louis Alienor gefangen setzen lässt und sie damit zwingt mitzukommen, fand ich schon ein starkes Stück. Aber noch härter, dass sie tatsächlich zu ihm gesagt haben soll, dass er eher ein Mönch, denn ein Ehemann ist! Respekt, die Frau hat Mut und ihre Geschichte zeigt, dass sie sich ja schließlich doch noch duchgesetzt hat. Aber vom eigenen Ehemann quasi eingesperrt und zum Mitgehen gezwungen zu werden, fand ich schon heftig! :o


    Ich finde es von Arnaudt wirklich sehr löblich, dass er weiterhin so treu zu Bertran hält. Hinterhältig ist das, wie sein Vater ermordert wird und dann auch noch Mitleid geheuchelt wird! >:( Ich hatte schon so ein ganz schlechtes Gefühl, als sie dieses Fest da veranstalten und leider hat sich dieses Gefühl auch noch bewahrheitet. Ich hoffe ja jetzt nur, dass die Guerilla-Taktik aufgeht und Bertran wirklich noch zu seinem Erbe kommt!


    Gut ist, dass sie sich nicht mehr weiter an dem Kreuzzug beteiligt haben, denn der lief ja alles andere nur nicht erfolgreich! :o Furchtbar, wie viele Leben da vernichtet worden sind, für nichts und wieder nichts. Einfach erschreckend!


    Liebe Grüße
    Tammy - die sich jetzt mal zum Endspurt begibt! :lesen:

  • Dass Louis Alienor gefangen setzen lässt und sie damit zwingt mitzukommen, fand ich schon ein starkes Stück. Aber noch härter, dass sie tatsächlich zu ihm gesagt haben soll, dass er eher ein Mönch, denn ein Ehemann ist! Respekt, die Frau hat Mut und ihre Geschichte zeigt, dass sie sich ja schließlich doch noch duchgesetzt hat. Aber vom eigenen Ehemann quasi eingesperrt und zum Mitgehen gezwungen zu werden, fand ich schon heftig! :o


    Nun es zeigt, aber klar wie begrenzt doch eigentlich Alienors Machtbereich war/ist. Als Mann hätte sie wohl keine Probleme gehabt den unliebsamen Ehepartner auf diese Weise los zu werden :(. Jetzt muss sie erst einmal abwarten und schauen, wie sie das Recht welches ihr auch zu steht durchsetzten kann ;)

  • Nun es zeigt, aber klar wie begrenzt doch eigentlich Alienors Machtbereich war/ist. Als Mann hätte sie wohl keine Probleme gehabt den unliebsamen Ehepartner auf diese Weise los zu werden :(. Jetzt muss sie erst einmal abwarten und schauen, wie sie das Recht welches ihr auch zu steht durchsetzten kann ;)



    Es ist ihr ja tatsächlich gelungen, allerdings erst später, die Ungültigkeit dieser Ehe (Scheidung gab es ja nicht) durchzusetzen. Das war noch ein hartes Stück Arbeit, da der König sich nicht von ihr trennen wollte. Und die "zu nahe Verwandschaft" wollte der Papst auf Drängen des Königs dispensieren. Aber was ihr zuletzt geholfen hat, war die Tatsache, dass sie dem König nur zwei Töchter geschenkt hat. Und die Staatsräson verlangte einen männlichen Erben. Früher machte man ja die Frauen für so etwas verantwortlich. Und so drängten die Ratgeber den König, sie doch endlich gehen zu lassen. :)


    Und kaum war sie frei, da hat sie sich den jungen Henri d'Anjou geangelt, der wenig später König von England wurde. Dem hat sie dann jede Menge Söhne geschenkt. ;D

    Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)<br />www.ulfschiewe.de


  • Es ist ihr ja tatsächlich gelungen, allerdings erst später, die Ungültigkeit dieser Ehe (Scheidung gab es ja nicht) durchzusetzen. Das war noch ein hartes Stück Arbeit, da der König sich nicht von ihr trennen wollte. Und die "zu nahe Verwandschaft" wollte der Papst auf Drängen des Königs dispensieren. Aber was ihr zuletzt geholfen hat, war die Tatsache, dass sie dem König nur zwei Töchter geschenkt hat. Und die Staatsräson verlangte einen männlichen Erben. Früher machte man ja die Frauen für so etwas verantwortlich. Und so drängten die Ratgeber den König, sie doch endlich gehen zu lassen. :)


    Und kaum war sie frei, da hat sie sich den jungen Henri d'Anjou geangelt, der wenig später König von England wurde. Dem hat sie dann jede Menge Söhne geschenkt. ;D


    Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, was die Geschichte so schreibt! Das ist manchmal interessanter als jedes Buch ;) bzw. es liefert tolle Geschichten für richtig gute Bücher! ;D

  • Es ist ihr ja tatsächlich gelungen, allerdings erst später, die Ungültigkeit dieser Ehe (Scheidung gab es ja nicht) durchzusetzen. Das war noch ein hartes Stück Arbeit, da der König sich nicht von ihr trennen wollte. Und die "zu nahe Verwandschaft" wollte der Papst auf Drängen des Königs dispensieren. Aber was ihr zuletzt geholfen hat, war die Tatsache, dass sie dem König nur zwei Töchter geschenkt hat. Und die Staatsräson verlangte einen männlichen Erben. Früher machte man ja die Frauen für so etwas verantwortlich. Und so drängten die Ratgeber den König, sie doch endlich gehen zu lassen. :)


    Und kaum war sie frei, da hat sie sich den jungen Henri d'Anjou geangelt, der wenig später König von England wurde. Dem hat sie dann jede Menge Söhne geschenkt. ;D


    Ja, diese Frau hat wirklich mal etwas gemacht/aus ihrem Leben :). Und hat sich auch durch nichts beirren lassen ein schönes , wenn auch sicherlich seltenes Beispiel für diese Zeit :).

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen