06 - Kapitel 6 (Rausch) bis Ende (Seite 311 bis Ende)

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  • Schön, dass das Kapitel gleich mit Amaria beginnt. Sie ist derzeit meine Lieblingsfigur.
    Am Ende des Buches ist meine Meinung zu Edelhart glasklar: Bah! Wat hat er für 'ne fiese Charakter! Er macht auf mich den Eindruck, als wolle eine schwache Persönlichkeit an Profil gewinnen, indem sie sich an fremde Prinzipien klammert und - wo möglich - Macht ausübt - da bleibt ihm nur die Macht über jemand in schwächerer Position. Kein Sympathieträger.
    Das dramatische Finale hat schon was von Romeo und Julia. Ich konnte den Bühnenvorhang nach dem letzten Satz herabrauschen hören ;)


    Summa summarum: ein spannendes Buch, das ich jederzeit wieder lesen würde. Gut gefallen hat mir die fließende Sprache. Für mich war der Anteil an Beschreibungen goldrichtig: es reichte mir immer, um mich gut einfinden zu können, wurde aber nie zuviel.
    Das Ausrollen des Roten Teppichs für die folgenden Taladur-Geschichten ist Dir gelungen. Ich fühle mich bestens gerüstet, den weiteren Abenteuern in Taladur zu folgen.
    Außerdem hast Du viele Appetithäppchen ausgelegt! Ein Mord, der nach Aufklärung ruft, eine Liebesgeschichte à la Romeo und Julia, Machtgerangel unter den Familias und viele Intrigen, die bisher nur angedeutet wurden (z.B. die Absichten Yeladors, die Rolle der Grauen Eminenz hinter Fabio und die von Nuerta und Avrexel). Dazu eine Vielzahl interessanter Charaktere. Das alles auf 365 Seiten. Chapeau! Nachdem ich mich durch das Anfangstrauma der nicht endenden neuen Personen/Orte mit den komplizierten Namen durchgelesen hatte, ist mir kein einziges Mal langweilig geworden!
    Apropos Anfangstrauma ... Wäre da Edelhart der Ich-Erzähler gewesen, hätte diese Vielfalt an Neuem vielleicht nicht soviel Energie zum Weiterlesen von mir erfordert. Es hätte plastisch seine schwierige Situation miterleben lassen und ich hätte meine kurzzeitige Überforderung so schön auf ihn projizieren können :D . Vielleicht hätte ich ihm dann sogar eine sympathische Seite abgewinnen können. Vielleicht, vielleicht, vielleicht ... ;)

  • Zitat

    Schön, dass das Kapitel gleich mit Amaria beginnt. Sie ist derzeit meine Lieblingsfigur.


    Ja ich hatte mich auch gefreut sie endlich wiederzusehen, wollte ich doch wissen, was nach der Szene im Ballsaal wohl mit ihr geworden ist. Gott sei Dank hat sie noch ihr Pferd. Aber die Wandlung zur 'Banditenführerin' fand ich dann doch eine etwas extreme Reaktion. Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Oder habe ich unterwegs hierher etwas überlesen?


    Zitat

    Am Ende des Buches ist meine Meinung zu Edelhart glasklar: Bah! Wat hat er für 'ne fiese Charakter! Er macht auf mich den Eindruck, als wolle eine schwache Persönlichkeit an Profil gewinnen, indem sie sich an fremde Prinzipien klammert und - wo möglich - Macht ausübt - da bleibt ihm nur die Macht über jemand in schwächerer Position. Kein Sympathieträger.


    Ja ein fieser Kerl. Aber endlich hat er für sich eine Form gefunden, die, in meinen Augen, über eine reine Anpassung an ihm fremde Sitten hinausgeht. Er hat begonnen sich zu verändern. Er spielt nach den Regeln die er vorfindet und beginnt sogar Vergnügen daran zu finden. Das kommt großartig rüber. Edelhart wird mir dadurch zwar nicht sympathisch. Aber ist ist kein 'Mal so mal so'-Typ mehr.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Apropos Anfangstrauma ... Wäre da Edelhart der Ich-Erzähler gewesen, hätte diese Vielfalt an Neuem vielleicht nicht soviel Energie zum Weiterlesen von mir erfordert. Es hätte plastisch seine schwierige Situation miterleben lassen und ich hätte meine kurzzeitige Überforderung so schön auf ihn projizieren können


    Edelhart als Ich-Erzähler hätte bestimmt diesen Effekt gehabt. Die formale Grundstruktur der Geschichte ist allerdings die Multipersonengeschichte; wenn man die als gesetzt annimmt, wären alle anderen Perspektivfiguren ebenfalls Ich-Erzähler geworden, womit man den gleichen Grad an Komplexität gehabt hätte.
    Wenn man einen einzigen Ich-Erzähler hätte haben wollen, der zugleich alle Informationen rüberbringt, die ich in dem Roman positioniert habe, wäre das Naheliegendste wohl der Geist der verstorbenen Giuliana gewesen, der durch Taladur spukt und mal hier, mal dort vorbeischaut. Ähnlich ist ja auch der Ansatz in der Fernsehserie "Desperate Housewives".



    Aber die Wandlung zur 'Banditenführerin' fand ich dann doch eine etwas extreme Reaktion. Für mich nicht ganz nachvollziehbar. Oder habe ich unterwegs hierher etwas überlesen?


    Amaria ist bereits einige Zeit als Räuberin aktiv - am Anfang der Szene, die auf Seite 311 beginnt, diskutiert sie mit Errolio einige frühere Überfälle/ Aktionen, was schließlich zu der Aussage führt:

    Zitat


    ... Ansonsten maskieren wir uns, zeigen ihnen, wie schön unsere Degen sind, und nehmen ihnen den Alaun ab. Wenn sie ihn nicht herausgeben wollen, drohen wir ihnen ein bisschen. Aber es wird keine Toten geben. So wie immer.«


    Bei Amarias erstem Auftauchen gibt es bereits eine kurze Andeutung - das ist einer der Hinweise für die Leute, die die Geschichte bereits kennen und das zweite Mal lesen - damit diese dann auch noch einen "Aha-Effekt" haben. Seite 117f:

    Zitat


    [Raulo:] »Die Tage sind kurz zu dieser Jahreszeit. Ich will nicht im Dunkeln unter die Räuber fallen.«
    Teokretia warf Amaria einen schnellen, aber eindringlichen Blick zu.


    Ihr schreibt ja, Edelhart sei für Euch unter dem Summenstrich am Ende des Buchs ein fieser Kerl, Frischling und Torshavn. Wer hat denn Eure Sympathie gewonnen? Und wer ist am interessantesten - das ist ja nicht unbedingt identisch?

  • So, Zeit für meine erfrischende unangenehme Ehrlichkeit: Ich bin echt enttäuscht vom Ende des Buches. Mich stört sehr, dass keine einzige Storyline zu einem echten Abschluss kommt. Im Endeffekt dient das ganze Buch nur dazu das Setting für den weiteren Verlauf der Story bzw eine Ausgangssituation zu etablieren. Dass das Buch nicht in sich abgeschlossen ist ist klar. Trotzdem finde ich es bei Reihen immer sehr angenehm, wenn am Ende jedes Bandes ein Handlungsstrang abgeschlossen ist, mehrere gerade mittendrin sind und einer (als Cliffhanger) gerade einem Höhepunkt entgegen strebt.


    Und nun noch einpaar Detail:
    Edelhard finde ich nicht besonders unsympathisch am Ende. Ganz abgesehen von Boromeos nicht Travia gefälligen Treiben mit Jazemina, hat er sich mit seinen anderen Taten durchaus eine schwere Strafe verdient. Edelhard ist meines Erachtens weder besonders hart noch besonders gnädig. (Und Boromeo haben wir bestimmt nicht zum Letzen Mal gesehen...)


    Zu deinen Fragen: Besonders ans Herz gewachsen ist mir niemand aber am interessantesten finde ich eindeutig Doloresa.


  • So, Zeit für meine erfrischende unangenehme Ehrlichkeit: Ich bin echt enttäuscht vom Ende des Buches. Mich stört sehr, dass keine einzige Storyline zu einem echten Abschluss kommt. Im Endeffekt dient das ganze Buch nur dazu das Setting für den weiteren Verlauf der Story bzw eine Ausgangssituation zu etablieren.


    Das habe ich genau so empfunden. Schon als im Kapitel 4 die Ferkinas plötzlich auftauchen, war mir klar, das es schwer fallen würde auch nur irgendeinen Handlungsstrang zu Ende zu führen.
    Das 6. Kapitel war das am enttäuschensten. Auf wenigen Seiten sehr viele Szenen. Alle Situationen werden nur ein kleines Stück weitergeführt. Da war mir entgültig klar, das kann in diesem Buch nicht mehr zusammengehen. Hätten sich die letzten drei Szenen nicht um die Verhaftung Boromeos gedreht, wäre im letzten Kapitel gar keine Stimmung mehr aufgekommen.


    Aber Bernard hat, bei mir zumindestens, erreicht, was er wollte. Keinen halben Tag später hatte ich Band 2 in der Hand und ihn nun auch schon zu einem Drittel gelesen. Ich wollte und konnte die Figuren einfach noch nicht loslassen.
    In diesem Sinne Kompliment an den Autor, der Auftakt ist gelungen.



    Zitat

    Wer hat denn Eure Sympathie gewonnen? Und wer ist am interessantesten - das ist ja nicht unbedingt identisch?


    Mich interessieren am Ende von Roman eigentlich nur drei, vielleicht vier Figuren:


    Allen voran: Doloresa. Sie ist mir in ihrer ganzen zerrissenen Art irgendwie ans Herz gewachsen. Sie erinnert mich immer irgendwie an Detektiv Rockford, stets unbeliebt, ständig eins aufs Maul bekommen und trotzdem weitermachen. Ich denke bei ihr liegt noch viel Potential. Ich hoffe ehrlich, das sie die Staffel überlebt.


    Dann Edelhart. Er sitzt zwischen allen Stühlen, jeder benutzt ihn. Egal was er tut, er findet keinen lebbaren Standpunkt für sich.Auf seine Entwicklung bin ich sehr gespannt.


    Boromeo, der einzige 'Gutmensch', geht mir mächtig auf den Keks. Ich bin neugierig, was das Arbeitslager aus ihm macht. Ich hioffe er geht gestärkt daraus hervor und wird sich Edelhart vorknöpfen. Bis dahin ist der hoffentlich ein würdiger Gegner für den Romeo.


    Zuletzt ist da noch Erresto, der Pragmatiker, der allen Schwierigkeiten aus dem Weg geht um seine Stadt zu schützen. Ob ihm das wohl weiterhin gelingt? Ich bin gespannt, wann er das erste Mal Farbe bekennen muss und Partei ergreift.
    Was wohl aus Kallista werden mag?

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  • Keinen halben Tag später hatte ich Band 2 in der Hand und ihn nun auch schon zu einem Drittel gelesen. Ich wollte und konnte die Figuren einfach noch nicht loslassen.


    Das wird auch André Wiesler freuen, den Autor von Die Last der Türme. Er ist übrigens als AWiesler hier bei leserunden.de registriert.
    Da Du bereits das erste Drittel von Die Last der Türme gelesen hast, wirst Du wissen, dass dort der Fokus auf der Familia Xetarro liegt. Das war eine Entscheidung, die sehr spät fiel. Wenn ich mich recht entsinne, lag das Manuskript zu Türme im Nebel bereits im Lektorat und ich habe es zurückgerufen, um während meines Urlaubs in Sevilla eine weitere Überarbeitung zu machen und die Hinweise auf die ursprünglich geplante Handlung des zweiten Bandes wieder herauszunehmen, um stattdessen den Xetarro ein paar vorbereitende Auftritte zu ermöglichen - beispielsweise Zahir in der ersten Tanzszene und Lumino als mögliche Informationsquelle in der Diskussion zwischen Raulo und Erresto.
    Die allerletzte Änderung war das Versetzen des Turms der Tandori. Wir haben irgend etwas bezüglich der Handlungsschauplätze diskutiert, dazu habe ich noch einmal auf den Stadtplan geschaut und festgestellt, dass ich die Türme der Familias Tandori und von Taladur in der Lage am Gongplatz verwechselt hatte. Ich war der felsenfesten Überzeugung, der Tandori-Turm stünde direkt am Gongplatz. Weil ich mir während des Schreibens so sicher war, habe ich das auch nicht mehr nachgeschaut und dann meinen Fehler nur durch diesen Zufall erkannt. Die Änderung in der Umbruchfahne hat mich arg ins Schwitzen gebracht, weil man dort eigentlich nur noch Tippfehler korrigieren soll. Ich konnte also nur noch sehr begrenzt umschreiben - so, dass sich möglichst wenig verschiebt, also möglichst gleiche Textlänge etc.



    In diesem Sinne Kompliment an den Autor, der Auftakt ist gelungen.


    Vielen Dank. :)

  • Vielleicht sind ein paar Gedanken zu Struktur und Ende von Türme im Nebel interessant. Dabei habe ich als Autor das Problem, dass die Darstellung meiner Sichtweise zu einer Eigenschaft des Buches, die offensichtlich bei einigen Leserundenteilnehmern nicht punkten konnte (in diesem Fall: dem Ende) als Versuch einer Rechtfertigung gelesen werden könnte. Eine Rechtfertigung ist aber nicht mein Anliegen - das Buch ist, wie es ist, und wenn es einen bestimmten Leser in einem bestimmten Aspekt nicht überzeugen kann, dann ist das so und Punkt. Es ist die ureigenste Domäne des Lesers, zu entscheiden, was ihm gefällt und was nicht.
    Die folgenden Ausführungen bringe ich daher nicht in der Absicht, die Deutungshoheit über das Buch zu beanspruchen, sondern um Einblick in die Überlegungen zu geben, warum es so strukturiert ist, wie es nun gedruckt wurde.
    Das schwarze Auge ist eine Romanreihe mit weit über 100 Taschenbüchern, in der bereits viel gemacht wurde. Es gibt innerhalb dieser Reihe Thriller und eher beschauliche Romane, Abenteuergeschichten und Krimis, Military Fantasy und Entwicklungsromane. Alle diese Geschichten teilen einen gemeinsamen Hintergrund, nämlich die Welt Dere (bei den meisten auch den Kontinent Aventurien). Auch manches Personal läuft immer wieder gern durch's Bild, sodass der Leser einen Wiedererkennungswert hat. Es gibt auch innerhalb der Romanreihe einige geschlossene Zyklen, wobei mir natürlich als Erstes die Isenborn-Tetralogie in den Sinn kommt. Diese wurden komplett von einem Autor (manchmal einem Autorenduo) geschrieben. Es gibt auch zwei "Novellen"-Reihen, bei denen gemischte Autorenteams innerhalb von je fünf vergleichsweise kurzen Bänden eine gemeinsame Geschichte erzählen - bei der "Novellen"-Reihe Hundstage hat unter anderem auch Dorothea Bergermann mitgemacht, die auch Türme aus Kristall geschrieben hat.
    Wir hatten nun den Anspruch, etwas Neues zu probieren. Eigenständige Romane vor einem gemeinsamen Hintergrund hätten diesen Anspruch nicht erfüllt, denn das trifft auf alle Romane von Das schwarze Auge zu. Das Neue an Die Türme von Taladur sind die übergreifenden Handlungsbögen, die von sechs Autoren bearbeitet werden. Jeder Roman hat auch eine Binnenhandlung, aber Türme im Nebel stellt sich sehr stark in den Dienst der Reihe, indem diese Binnenhandlung stark zurückgenommen wird und die übergreifenden Handlungsbögen betont werden. Zur Binnenhandlung von Türme im Nebel gehören das Thema "Giulianas Tod und die gesellschaftlichen Folgen" (Auffinden der Leiche, Vorbereitung und Durchführung der Trauerfeier) und das Thema "Kampf von Edelhart und Boromeo um Jazemina" (Erste Begegnungen, Duell, neuer Anlauf und schließlich Triumph Edelharts). Diese Binnenhandlung habe ich vergleichsweise dezent gehalten, um das Besondere der Reihe zur Geltung zu bringen - eine komplexe Szenerie mit vielen Ansatzpunkten für die Folgeromane. In diesen ist übrigens die jeweilige Binnenhandlung dann stärker ausgeprägt - viele Schauplätze und Figuren sind nun eingeführt, sodass man sich das in den Folgebänden sparen kann. Türme im Nebel dagegen hat seinen Titel von der Szene, in der Edelhart in San Cardasso ankommt und das erste Mal einen Turm aus dem Nebel auftauchen sieht (auch, wenn es kein Streitturm ist). Wie Edelhart soll auch der Leser in diesen für einen Fantasyroman etwas ungewöhnlichen Schauplatz eingeführt werden, der Nebel soll sich lichten und wenn man das Buch zuklappt, soll man das Gefühl haben: "Ich kenne mich in Taladur aus."
    Ich hätte auch eine stärkere Binnenhandlung bringen können, indem ich zum Beispiel einen Monat vorher angesetzt hätte, um Giuliana in voller Blüte zu zeigen, in Interaktion mit ihrem Umfeld, um dann später die Ermittlungsarbeiten zu betonen. Das hätte aber meines Erachtens notwendigerweise den Beitrag geschwächt, den Türme im Nebel zum Zyklus leistet. Durch diese besondere Funktion unterscheidet sich Türme im Nebel konzeptionell von (vermutlich) allen anderen Romanen der Reihe Das schwarze Auge.
    Zum Abschluss komme ich auf das eingangs Gesagte zurück: Ich habe hier meine Überlegungen dargestellt; Meine Überlegungen sind aber nicht die letztgültige Wahrheit. Es gibt vermutlich niemanden, der ein Buch subjektiver betrachtet als sein Autor. Jeder Leser muss selbst für sich entscheiden, ob ihm dieser Ansatz, eine komplexe Geschichte von sechs Autoren in sechs Bänden erzählen zu lassen, zusagt oder nicht, und auch, ob innerhalb dieses Ansatzes ein Buch wie Türme im Nebel einen gelungenen Beitrag darstellt.

  • Ohne die Reihe komplett gelesen zu haben, möchte ich nicht beurteilen, welchen Beitrag dieser Band zur Reihe leistet. Deine entspannte Art mit Kritik umzugehen liefert aus meiner Sicht jedenfalls einen Beitrag zum gelingen dieser Leserunde.


  • Deine entspannte Art mit Kritik umzugehen liefert aus meiner Sicht jedenfalls einen Beitrag zum gelingen dieser Leserunde.


    Vielen Dank.
    Ich befolge eine Grundregel: Autoren gehen zum Weinen in den Keller.
    Quatsch! - Ihr seid ja sehr nett mit mir umgegangen, und im Gesamtbild kommt auch Türme im Nebel nach meinem Eindruck (ohne jetzt den Beiträgen im Leserundenfazit vorgreifen zu wollen) sehr gut an. Das ist für mich natürlich sehr viel angenehmer, als wenn jetzt alle gesagt hätten: "Das Buch ist ja total öde!" - Aber auch so einem Urteil würde ich mich stellen müssen - das ist eben so, wenn man seine Texte von der Festplatte entkommen lässt. ;D

  • Also meine Sympathie hat alles voran Nuerat und ihre Familie, am Interessantesten fand ich nach dem ersten Band definitiv Doloresa, dicht gefolgt von Amaria und Daroca...
    Doloresa aufgrund des Parasiten und ihrer nebulösen Vergangenheit,Amaria in erster Linie wegen ihres rebellischen und aufrührerischen Verhaltens gegenüber den anderen Familias und Daroca einfach wegen ihrer Ränke Spiele...


    Für mich war der Schluss des ersten Teils auch unbefriedigend,aber in erster Linie weil zu dem Zeitpunkt,als ich den ersten Teil ausgelesen hatte der zweite Teil noch nicht erhältlich war und ich warten musste...ja und jetzt warte ich gerade sehnsüchtig auf Teil 6.. :) Ich finde es schon ein bischen schade das die Reihe dann schon wieder zu Ende ist.....


  • Also meine Sympathie hat alles voran Nuerat und ihre Familie, am Interessantesten fand ich nach dem ersten Band definitiv Doloresa, dicht gefolgt von Amaria und Daroca...
    Doloresa aufgrund des Parasiten und ihrer nebulösen Vergangenheit,Amaria in erster Linie wegen ihres rebellischen und aufrührerischen Verhaltens gegenüber den anderen Familias und Daroca einfach wegen ihrer Ränke Spiele...


    Für mich war der Schluss des ersten Teils auch unbefriedigend,aber in erster Linie weil zu dem Zeitpunkt,als ich den ersten Teil ausgelesen hatte der zweite Teil noch nicht erhältlich war und ich warten musste...ja und jetzt warte ich gerade sehnsüchtig auf Teil 6.. :) Ich finde es schon ein bischen schade das die Reihe dann schon wieder zu Ende ist.....


    Wenn ich das so lese bemerke ich, dass ich immer noch große Probleme mit den Namen habe. Ohne Nachnamen kann ich immer noch nicht alle zuordnen...

  • Hallo zusammen,



    Das dramatische Finale hat schon was von Romeo und Julia. Ich konnte den Bühnenvorhang nach dem letzten Satz herabrauschen hören ;)


    Aber echt! Bernard, da hast du die Zuschauer aber geschickt in die "Pause" geführt. Klar, dass man nun unbedingt wissen will, wie es weitergeht. ;D


    Ich hatte ja schon gehofft, dass sich das ein oder andere noch klärt, was an Geheimnissen aufgeworfen wurde, aber dafür hätte das Buch wirklich noch viel dicker sein müssen. Aber da es der Auftakt einer Reihe ist, die ich sowieso weiterlesen will, kann ich damit gut leben, dass ich noch etwas Geduld haben muss. Eine Reihe ist für mich persönlich sowieso immer nur EIN Buch, das eben mit dem letzten Buch erst die Geschichte wirklich beendet.



    Am Ende des Buches ist meine Meinung zu Edelhart glasklar: Bah! Wat hat er für 'ne fiese Charakter!


    Ja >:( Wie er mit und über Jazemina spricht, das ist wirklich mies. Ich muss sagen, er hat im Laufe der Geschichte ganz schön viele Minuspunkte bei mir gesammelt, nachdem ich ihn anfangs sogar manchmal zum Schmunzeln fand und er mit teilweise sogar leid tat (auch wenn ich ihn nicht leiden konnte), wie er so völlig überfordert in der für ihn fremden Welt ankam. Aber ihn jetzt am Ende zu erleben, lässt mich doch zweifeln, wie ich irgendwann später noch mal Sympathien für ihn aufbringen sollte. Da muss einiges passieren! Besonders armselig fand ich nämlich auch, dass er bei Daroca um Anweisungen bitten musste, er war noch nicht mal selbst stark genug, was ich vielleicht noch hätte bewundern können, nein, er war das "Hündchen" von Daroca. Und jetzt komm mir keiner mit seinem Unwissen über Land und Leute. Ein echter Held, dem es wirklich um die Frau gegangen wäre, hätte sich dem Feind trotzdem entgegengestellt und wenn er dabei gestorben wäre. ;) Aber darum geht es ihm ja nicht. Er will seinen Stand erhalten, seine Trophäe behalten, und wenn er dafür von einer kleinen Intrigantin abhängig ist und sich von außen betrachtet fast lächerlich macht, wenn er hinter verschlossenen Türen wie ein Bub seine Mama fragen muss, wie es nun weitergeht. Aber das scheint ihm das egal zu sein, Hauptsache das Ergebnis stimmt und er nimmt keinen Schaden. >:(


    Ich bin echt gespannt, was wir mit Daroca noch erleben. Die weiß ganz schön schlau die Fäden zu ziehen und das in ihrem Alter! Ich weiß gar nicht, wen ich interessanter finden soll, sie oder Doloresa. Beide Personen bieten für mich bisher das größte Potenzial für noch kommende Überraschungen.


    Besonders sympathisch dagegen finde ich bisher Amaria, Nuerta und Erresto, wobei Nuerta auch in die Kategorie "interessant" fällt, da ich auch von ihr noch einige Überraschungen erwarte, nachdem sie ja einige Geheimnisse und Fähigkeiten angezeigt hat.


    Amarias Raubüberfälle haben mich zwar auch erst überrascht, aber nicht gewundert, da es zu ihrem rebellischen Charakter, wie ich sie bisher kennengelernt habe, passt. Gleichzeitig gefällt mir aber auch ihr moralisches Denken, das sie dazu brachte, den Verletzten zu retten, auch wenn es nur Schwierigkeiten mit sich bringt. So hat sie ja tatsächlich Teokretia, die so vorsichtige und sich zurücknehmende Figur zum Ausrasten gebracht. Ich bin ja fast erschrocken. ;D


    Die Szenen nach der Abschlachtung und Folterei durch die Ferkinas waren echt schlimm und richtig eklig auch der Einblick in die Gruppe, als sie die Frauen missbrauchten und töteten. Boah, die sind wirklich widerlich und beängstigend. :o Hier bin ich natürlich immer noch auf die Herkunft der Sklavin Imeria gespannt...



    Boromeo, der einzige 'Gutmensch', geht mir mächtig auf den Keks.


    :D Ja, ich muss sagen, mich nervt er auch mittlerweile etwas. Er wirkt mehr und mehr wie ein kleiner unreifer Junge. Anfangs wirkte er so erwachsen und ich habe mich da ja noch über ihn und die Streiche gewundert, aber mittlerweile wundert mich nichts mehr. Ich konnte fast nicht glauben, dass er sich auf einen weiteren "Anschlag" einlassen wird, nachdem der letzte an diesem Ort so schlimm geendet hatte und der Streich im Tempel gerade erst mit der Verhaftung eines Kumpels endete. Jeder vernünftige Mensch würde doch keine Wiederholung starten, etwas bei einem anderen noch gut zu haben hin oder her. *kopfschüttel* Nein, ich finde Boromeo einfach nur dumm und kindisch und er passt damit zu Jazemina, die mir ebenfalls mit der Zeit mehr und mehr auf den Wecker ging mit ihrem Getue. ::)



    Türme im Nebel dagegen hat seinen Titel von der Szene, in der Edelhart in San Cardasso ankommt und das erste Mal einen Turm aus dem Nebel auftauchen sieht (auch, wenn es kein Streitturm ist). Wie Edelhart soll auch der Leser in diesen für einen Fantasyroman etwas ungewöhnlichen Schauplatz eingeführt werden, der Nebel soll sich lichten und wenn man das Buch zuklappt, soll man das Gefühl haben: "Ich kenne mich in Taladur aus."


    Bei mir hat das gut geklappt. Im Laufe der Geschichte habe ich mich immer besser in der Welt zurechtgefunden und auch die wichtigsten Personen und Zusammenhänge ganz gut kennengelernt. Ich habe tatsächlich das Gefühl, emotional in die Handlung und die Welt eingeführt und nun bereit für den Rest zu sein. Und bei mir ist es ja wie gesagt so, dass ich Reihen als EINE Geschichte lese und daher keine Einzelabschlüsse von Handlungen zwischendurch unbedingt brauche.


    Allerdings habe ich aus unerfindlichen Gründen auch manchmal noch Probleme mit den Namen.



    Wenn ich das so lese bemerke ich, dass ich immer noch große Probleme mit den Namen habe. Ohne Nachnamen kann ich immer noch nicht alle zuordnen...


    Bei mir ist es umgekehrt, ich brauche den Vornamen, um die Person vor mir zu sehen, muss dann aber manchmal überlegen, in welche Familie sie nochmal gehört. ;D Die Namen sind bei mir teilweise nicht so verinnerlicht beim Lesen, wie ich es von anderen Büchern gewöhnt bin.


  • ..., aber dafür hätte das Buch wirklich noch viel dicker sein müssen.


    Hier eine weitere Episode aus unserer beliebten Reihe "Aus dem Nähkästchen geplaudert":
    Der Verlag Ulisses erlaubt, genauso wie Fanpro zuvor, seinen Autoren eine großzügige Schwankungsbreite beim Umfang der Romane. Die Manuskripte dürfen einen Umfang zwischen 450.000 und 600.000 Anschläge haben, wenn sie ins Lektorat gehen. Dieser Umstand ist umso bemerkenswerter, als die Bücher alle in einer Reihe erscheinen, bei der die Leserschaft das Format, vor allem aber den Preis gewohnt ist. Alle Bücher der Reihe Das schwarze Auge kosten gleich viel, bis der Preis für alle folgenden erhöht wird (was alle paar Jahre mal passiert). Da sind gut 20% erlaubte Schwankung um den Mittelwert von 575.000 Anschlägen erstaunlich, weil der Umfang sowohl auf Lager- als auch auf Druckkosten niederschlägt (je nach Vertrag auch auf Lektorats- und Korrektoratskosten, wenn es zu dick/ schwer wird auch auf Versandkosten), ohne dass die Einnahmen "mitatmen".
    Türme im Nebel hat etwa 605.000 Anschläge, liegt also über der Obergrenze des Umfangs. Ich bin sehr froh, dass der Verlag das mitgemacht hat.



    Aber da es der Auftakt einer Reihe ist, die ich sowieso weiterlesen will, kann ich damit gut leben, dass ich noch etwas Geduld haben muss.


    Frag' mal Saphira alShabra, die kann Dir erzählen, was eine Geduldsprobe ist ... ;)



    Aber [Edelhart] jetzt am Ende zu erleben, lässt mich doch zweifeln, wie ich irgendwann später noch mal Sympathien für ihn aufbringen sollte. Da muss einiges passieren!


    Wart's ab. Der Turm ist hoch, der Krug noch beinahe voll - und Das Spiel der Türme noch nicht gelesen ... :)



    ..., wobei Nuerta auch in die Kategorie "interessant" fällt, da ich auch von ihr noch einige Überraschungen erwarte, nachdem sie ja einige Geheimnisse und Fähigkeiten angezeigt hat.


    Ich sage nur: Tanz der Türme ...



    So hat sie ja tatsächlich Teokretia, die so vorsichtige und sich zurücknehmende Figur zum Ausrasten gebracht.


    Teokretia ... Seufz ... Das vernachlässigte Kind. Aus der hätten wir Autoren noch mehr herausholen können.
    Aber immerhin haben wir Amaria gut in Szene gesetzt, denke ich.


    Bei mir hat das gut geklappt. Im Laufe der Geschichte habe ich mich immer besser in der Welt zurechtgefunden und auch die wichtigsten Personen und Zusammenhänge ganz gut kennengelernt. Ich habe tatsächlich das Gefühl, emotional in die Handlung und die Welt eingeführt und nun bereit für den Rest zu sein.


    :freu: :freu: :freu:

  • Ein Tipp insbesondere für diejenigen, die neu im Forum leserunden.de sind:
    In jeder Leserunde gibt es einen speziellen Diskussionsfaden, der es den Teilnehmern ermöglicht, die Leserunde sozusagen mit almadanisch formvollendeter Höflichkeit abzuschließen. Er heißt "Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)".
    Wenn ich selbst als Leser teilnehme, überfliege ich am Ende noch einmal die Diskussionfäden zu den Leseabschnitten, was auch eine gute Möglichkeit ist, Buch und Leserunde Revue passieren zu lassen. Denn im Fazit kann man nicht nur eine Rezension zum Buch schreiben, sondern auch den Eindruck von der Leserunde schildern - fühlte man sich vom Autor ernstgenommen, hat er die Fragen gut beantwortet, hat es Spaß gemacht, mit den anderen Teilnehmern zu diskutieren, solche Sachen. Auch, ob Euch die Leserunde "etwas gebracht hat" im Vergleich dazu, wenn Ihr das Buch allein gelesen hättet. Zur Orientierung könnt Ihr in den anderen Leserunden schauen, was dort im entsprechenden Diskussionsfaden geschrieben wurde, als Beispiel verlinke ich mal das entsprechende Thema der Leserunde zu meinem ersten Buch "Sanguis B.".
    "Leserundenfazit, Rezensionen, etc." ist insofern besonders, als dieser Diskussionsfaden vergleichsweise häufig von Leuten angeschaut wird, die nicht an der Leserunde teilgenommen haben, sich aber für das Buch interessieren - und da hier alles archiviert wird, kann das auch Jahre später noch geschehen ...


  • Noch eine Frage an diejenigen, für die Türme im Nebel der erste Roman aus der Reihe Das schwarze Auge ist:
    Habt Ihr Euch einen Roman, der vor diesem Hintergrund spielt, so vorgestellt, oder ist er ganz anders als das, was Ihr erwartet habt?


    Genaugenommen ist es mein zweiter Roman, denn ich hatte "Herr der Legionen" schon gelesen, der aber laut der Autorin ja auch schon gut eigenständig gelesen werden konnte. Und den Roman konnte ich gut ohne Vorwissen lesen und ehrlich gesagt, sind dieses und dein Buch zwei eigenständige Geschichten für mich, die auch in unterschiedlichen Welten hätten spielen können.


    Bei "Türme im Nebel" hatte ich jetzt also keine speziellen Erwartungen, außer meiner Neugier, diese besondere Welt kennenzulernen. Aber diese Neugier habe ich auch bei anderen Fantasybüchern, deren Welt ich ja ebenso neu kennenlerne. So gesehen hat sich dein Buch für mich auch nicht anders gelesen als ein Buch, das nicht dieser Reihe angehört. Es war also nur insofern anders, als ich erwartet hatte, weil es eben NICHT anders vom Lesegefühl her war. ;)


    Ich kann mir aber denken, dass die, die schon viele Bücher der Reihe kennen, die Geschichte schon anders lesen, weil für sie die Welt, in die sie beim Lesen abtauchen können, schon "größer" und vielleicht ereignisreicher ist. Aber was ich nicht kenne, kann ich nicht vermissen und für mich passte das so sehr gut. :)


  • Ich kann mir aber denken, dass die, die schon viele Bücher der Reihe kennen, die Geschichte schon anders lesen, weil für sie die Welt, in die sie beim Lesen abtauchen können, schon "größer" und vielleicht ereignisreicher ist. Aber was ich nicht kenne, kann ich nicht vermissen und für mich passte das so sehr gut. :)


    Also ja und nein...dadurch dass ich schon viele Romane aus der DSA Reihe gelesen habe,hab ich natürlich auch ein bestimmtes Bild von der Welt in der die Romane spielen...wobei och immer auch Versuche unvoreingenommen zu sein und mich erstmal auf die Vorstellungen des Autors einzulassen...und ich muss sagen bei der Taladur Reihe ist mir das sehr leicht gefallen..:) Vorallem weil viele meiner Vorstellungen von Almada aufgegriffen worden sind und aber anderer Seite taladur als Stadt an sich völlig unbekannt ist und wiederum auch dadurch überraschen kann ohne vor den Kopf zu stossen..
    Für mich persönlich ist die Taladur Reihe mindestens genauso gelungen wie 'drei Nächte in fasar' von Bernhard Hennen,was meine persönliche Lieblingsgeschichte aus der Dsa Reihe ist..aber das nur mal am Rande..

  • Irgendwie habe ich nach der Lektüre den Eindruck gewonnen, dass man in Taladur nicht glücklich sein kann.
    Alle wichtigen Personen, die uns vorgestellt wurden sind entweder unglücklich verliebt (Jazemina / Boromeo), unglücklich verheiratet (Jazemina / Edelhart), ungebunden und nicht verliebt (Erresto) oder allein in der Ehe (Soberan Ernathesa / Soberana Amazetti). Sogar das Geweihte Traviapaar wird uns als uneins vorgestellt. Gefühle und Eheversprechen werden benutzt um andere gefügig zu machen, an die Familia zu binden oder ein Geschäft zu besiegeln. Einzige Ausnahme scheint der Hesindebund von Nuerta und ihrem Mann zu sein.
    Lieben und Glücklichsein kann man in Taladur offensichtlich nicht, zumindest in bestimmten Kreisen nicht. Wie seht ihr das?

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Anstehende Termine

  1. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  2. Freitag, 9. November 2018, 21:43 - Freitag, 23. November 2018, 22:43

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  3. Montag, 12. November 2018, 16:11 - Montag, 26. November 2018, 17:11

    Editing Expertise

  4. Freitag, 16. November 2018, 21:43 - Samstag, 1. Dezember 2018, 22:43

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