01 - Prolog + Kapitel 1 (Der Weg nach Taladur) - (Anfang bis Seite 82)

Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

  • Ich habe nun auch die letzten Kapitel 'Der Weg nach Taladur' gelesen. Nun fühle ich mich angekommen in der Stadt.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ich bereits erwähnte, dass ich es liebe, wenn ein Plan funktioniert ... ;)



    Ein wirklich wunderbares Kapitel, das mit shakespearscher Wucht daher kommt, mitten unter die Montagues und Capulets, oh pardon ich meinte die Amazettis und Taresca.


    Vielen Dank. :)



    Aber mal schauen, wie sich die Zwerge im Laufe der Geschichte entwickeln.


    Auch in Türme im Nebel spielen die Zwerge eine wichtige Rolle, zumal der zwergische Graf in Taladur residiert und sein Vogt einen Sitz im Erzenen Rat hat, der die Stadt regiert. Als "Appetitanreger" möchte ich hier zudem noch verraten, dass im vierten Band Tanz der Türme zwergenmäßig so richtig die Schwarte kracht.


  • (Bernards Sprache gefällt mir)


    Ja, ich finde sie auch sehr passend zum Geschehen und zur Umgebung. Sie klingt so "adlig" und "degenreich" ;D



    Das ist ja spannend! Wie geht es den anderen Leserundenteilnehmern mit dieser Szene?


    Mir gefiel diese Szene auch am wenigsten. Der Tanzlehrer hat mich gleich irgendwie genervt und insgesamt war alles so hektisch und "anstrengend" von einer eher miesepetrigen Stimmung. Ich kann es gar nicht so gut erklären, aber ich habe mich dort auch nicht so "wohl gefühlt".

  • Mir gefiel diese Szene auch am wenigsten. Der Tanzlehrer hat mich gleich irgendwie genervt und insgesamt war alles so hektisch und "anstrengend" von einer eher miesepetrigen Stimmung. Ich kann es gar nicht so gut erklären, aber ich habe mich dort auch nicht so "wohl gefühlt".


    Für mich war die Szene weder besonders spannend noch langweilig. Mir hat aber der Einblick in die Gesellschaft Taladurs dort gefallen. Ausserdem wußte das "Zickengehabe" der reichen Frauen zu unterhalten.

  • Für mich war die Szene weder besonders spannend noch langweilig. Mir hat aber der Einblick in die Gesellschaft Taladurs dort gefallen. Ausserdem wußte das "Zickengehabe" der reichen Frauen zu unterhalten.


    Unerträglich würde ich nicht sagen, eher langweilig... genau wie mein Tanzkurs an den mich diese Szene erinnerte. Allerdings finde ich auch, wie Heimfinderin schon geschrieben hat, dass es ein guter Einblick in die Gesellschaft Taladurs war. Es gab aber bisher sicherlich spannendere Szenen...


  • Das hätte ich nicht mal im Traum vermutet. Ich gehe davon aus, dass ein Tanzlehrer, der solche Charakterzüge auslebt, hier und heute keine Blumentopf
    gewinnen wird, geschweige denn Schüler :).
    Ich hatte einfach Spaß daran, wie dieser eher asketische, stets nörgelnde Mensch, dem keine Leistung gut genug zu sein scheint, beim Lesen auf meiner inneren Bildfläche Gestalt annahm.
    Freude am Tanzen zu vermitteln, sieht er offensichtlich nicht als seine Aufgabe an. Mich erinnert er viel eher an einen meiner ehemaligen Fechttrainer ;).

  • Zitat

    Ich hatte einfach Spaß daran, wie dieser eher asketische, stets nörgelnde Mensch, dem keine Leistung gut genug zu sein scheint, beim Lesen auf meiner inneren Bildfläche Gestalt annahm.
    Freude am Tanzen zu vermitteln, sieht er offensichtlich nicht als seine Aufgabe an. Mich erinnert er viel eher an einen meiner ehemaligen Fechttrainer ;).


    Der Vergleich gefällt mir, Frischling. Und ist sehr passend. Wenn ich mich recht erinnere, ist Spaß nicht seine Sache. Er bereitet die Damen und Herren lediglich auf eine Aufgabe vor, die auch rein gar nichts mit Freude am Tanzen zu tun hat. Da ist er wahrscheinlich sogar sehr effektiv.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Am besten gefällt mir am ersten Kapitel,der schön und vor allem eindeutig herausgearbeitet Unterschied zwischen darpatischen und almadanischen Adel. Wie die Vorstellungen Edelharts mit der Realität Almadas kollidiert ist einfach herrlich. Bei mir hatte Edelhart von Anfang an schlechte Karten,aber er ist auch ein dankbarer Unsympath,wobei ich schon auch (ein wenig) mit ihm mitleid hatte,da er in eine Welt abgeschoben wird,deren Spielregeln er noch gar nicht kennt.


    Die Begegnung in der Taberna mit Dom Lerico fand ich auch sehr unterhaltsam,zumal man auch schon einen Einblick auf die bestehenden Rivalitäten bekommt.
    Zu Doloresa kann ich nur sagen,dass ich bis heute nicht weiß,ob ich Sie mag oder eben nicht(und ich hab bereits den 5.Teil gelesen.).Auch den Parasiten finde ich sehr dubios und hab mir auch schon mehrfach den Kopf zerbrochen,was es mit ihm auf sich haben könnte,allerdings ohne Erfolg.


    Mit den vielen verschiedenen Namen hatte ich weniger Schwierigkeiten,was zum einen daran liegt,dass ich auch finde das die einzelnen Charaktere sehr klar und voneinander abgrenzbar dargestellt sind und zum anderen das ich mir mit Namen im generellen auch leicht tue. Ausserdem finde ich die Namen auch sehr passend gewählt.


    Zuletzt gefallen mir auch die verschiedenen Erzählerperspektiven,die es einem ermöglichen einen Zugang zu den verschiedenen Charakteren und ihrer (Gefühls-)Welt zu finden.


  • Zu Doloresa kann ich nur sagen,dass ich bis heute nicht weiß,ob ich Sie mag oder eben nicht


    Doloresa macht es einem sicher auch nicht leicht. Auf der einen Seite hat sie ein Schicksal, das die meisten Menschen ihrem schlimmsten Feinde nicht wünschen würden, auf der anderen Seite ist sie selbst ein hartes Schicksal für die Mehrzahl derjenigen, die ihr begegnen.
    Ich habe mal jemanden gefragt, ob er eine schwere Jugend hatte. Er hat geantwortet: "Meine Klassenkameraden hatten eine schwere Jugend ..." ;D



    Auch den Parasiten finde ich sehr dubios und hab mir auch schon mehrfach den Kopf zerbrochen,was es mit ihm auf sich haben könnte,allerdings ohne Erfolg.


    Es gibt da einige Hinweise, auch bereits in Türme im Nebel. Ich denke, je weiter die Reihe fortschreitet, desto besser kann man eingrenzen, was es mit Doloresa, ihrer Vergangenheit und speziell dem Parasiten auf sich hat. Ich verspreche, dass die Auflösung nicht "vom Himmel fällt", sondern man sagen wird: "Ja, jetzt fügt sich alles zusammen ..." - Vielleicht sogar: "Wie konnte ich diese Hinweise übersehen? Das war doch ganz klar!" :D



    Zuletzt gefallen mir auch die verschiedenen Erzählerperspektiven,die es einem ermöglichen einen Zugang zu den verschiedenen Charakteren und ihrer (Gefühls-)Welt zu finden.


    Das ist für einen Autor immer eine Abwägungsgeschichte. Wenn ich einen Roman von gut 350 Seiten komplett mit einer einzigen Perspektivfigur schreibe, kennt der Leser diese Figur am Ende besser als deren eigene Mutter. Er guckt allen anderen Figuren aber nur vor den Kopf, niemals hinein.
    Bei einem Ansatz wie in Türme im Nebel lernt er das Innenleben mehrerer Figuren kennen - aber keine davon wird so herausgehoben wie im anderen Erzählmodus. Das Risiko bei meinem Ansatz liegt darin, dass der Leser eventuell recht lange braucht, um sich überhaupt in irgend eine der verwendeten Perspektivfiguren einzufühlen - dann muss er viele Seiten lesen, um mit der Geschichte warm zu werden. Im schlimmsten Fall gelingt das überhaupt nicht, weil bis zum Ende keine einzige Figur genug preisgibt. Wenn es bei Dir gut klappt, bedeutet das für mich, dass diese Art des Erzählens Dir liegt - und in aller Bescheidenheit vielleicht auch, dass ich meine Aufgabe als Schriftsteller nicht gerade grottenschlecht gemacht habe.
    Eigentliche Hauptfigur ist für mich allerdings die Stadt Taladur in ihrer Gesamtheit - wenn man beim Lesen deren Flair spüren kann, habe ich ein wesentliches Anliegen des Romans erreicht.

  • Zitat

    Bei einem Ansatz wie in Türme im Nebel lernt er das Innenleben mehrerer Figuren kennen - aber keine davon wird so herausgehoben wie im anderen Erzählmodus


    Ich komme mit diesem Ansatz sehr gut klar, weil er mir einen guten Einblick in das Gesamtszenario gibt.
    Hast Du diesen Ansatz gewählt, Bernard, weil 'Türme im Nebel' ein Einführungsband ist? Und Du dich als Autor ja auch gar nicht auf eine Position zurückziehen darfst?


    Zitat

    Die Begegnung in der Taberna mit Dom Lerico fand ich auch sehr unterhaltsam,zumal man auch schon einen Einblick auf die bestehenden Rivalitäten bekommt.


    Dieses Gespräch fand ich sehr beeindruckend, Saphira. In meinen Augen hat es gut deutlich gemacht, wie einflussreich der Familia- Adel ist. Ich hoffe Dom Lerico begegnet mir noch öfter. Wie er sich wohl auf der Bühne unter seinesgleichen macht? Ob ihm dort auch dieser große Respekt gezollt wird?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Hast Du diesen Ansatz gewählt, Bernard, weil 'Türme im Nebel' ein Einführungsband ist? Und Du dich als Autor ja auch gar nicht auf eine Position zurückziehen darfst?


    Ich neige bei Abenteuergeschichten generell zu multiplen personalen Erzählern, weil diese Erzählweise ermöglicht, mit den Protagonisten alles anzustellen - man kann sogar jederzeit eine Hauptfigur umbringen, ohne dass die Handlung abbricht. Das exerziere ich in der Regel auch, um dem Leser deutlich zu machen, dass er um jeden seiner Lieblinge bangen muss - das erhöht die Spannung. Türme im Nebel ist übrigens derjenige unter meinen Das schwarze Auge-Romanen mit dem geringsten Headcount. Alle meine Das schwarze Auge-Romane sind mit multiplen personalen Erzählern geschrieben, und wer Todesstille gelesen hat, weiß, dass es eine gefährliche Sache ist, in einer meiner Geschichten ein Protagonist zu sein. ;D
    Ich habe auch einen Entwicklungsroman mit dem Arbeitstitel Raubtiere auf der Festplatte, der mit einem einzigen Ich-Erzähler auskommt. Es kommt immer auf die Geschichte an, die man erzählen möchte, dem ordnet sich alles unter.
    Auf Deine Frage bezogen bedeutet das, dass ich diese Geschichte nicht mit einem einzelnen Erzähler hätte umsetzen können, ohne sie schlechter zu machen. Das heißt aber nicht, dass ich den ersten Roman von Die Türme von Taladur nicht auf diese Weise hätte realisieren dürfen. Ich hätte dann eben eine ganz andere Geschichte erzählt, die aber die übergreifenden Handlungsstränge ebenso von A nach B gebracht hätte. Vielleicht wäre dann ein Ermittler in den Mittelpunkt gestellt worden, eine Figur wie Erresto, und ich hätte die Handlung so komponiert, dass dieser überall dabei ist, wo es "Hard Facts" gibt, die für die Folgebände benötigt werden. Oder ich hätte eine Fantasy-mäßigere Lösung mit einem Geist gewählt, der in Taladur umgeht und Zeuge verschiedener Ereignisse wird, ohne selbst bemerkt zu werden.
    Falls Du die weiteren Bände der Reihe liest, wirst Du feststellen, dass einige Autoren auch in diese Richtung gegangen sind, wenn auch nicht extrem - Die Last der Türme von André Wiesler ist zum Beispiel sehr viel konzentrierter als Türme im Nebel, setzt den Fokus eindeutig auf eine Familia und beschreibt sehr rasant, was dort geschieht. Und genau das wollen wir den Lesern ja auch bieten: unterschiedliche Arten, auf das gleiche Thema zu schauen.

  • Tja, der Weihnachts- und zwischen den Jahren-Stress war doch mehr als erwartet und so habe ich erst heute den ersten Abschnitt fertig. Hoffentlich schaffe ich jetzt einen Abschnitt pro Tag so dass ich bei den letzten noch vernünftig mitdiskutieren kann...


    Vorweg möchte ich sagen, dass ich mich mit über 20 Jahren DSA Erfahrung durchaus auch zu den alten Hasen zählen würde. Das Königreich Almada habe ich in all den Jahren allerdings ziemlich gemieden, so dass mir hier auch vieles neu ist. Die Präsentation eben dieser fremden Kultur durch Edelharts Augen hat mir sehr gut gefallen. Dabei fand ich ihn selbst nicht übermäßig sympathisch aber auch nicht unsympathisch.


    Ein weiteres Highlight neben den Edelhart-lernt-Almada-kennen-Szenen war die "CSI Taladur"-Szene. ;) Die Ermittlungen der beiden und ihre logischen Schlussfolgerungen haben mir sehr gut gefallen. Ich vermute, du hattest beim Schreiben mit der selben Frage zu kämpfen, die man sich auch als Spieler in einer solchen Situation stellt: Worauf kann man mit dem "damaligen" technisch-medizinischen Verständnis achten ohne unrealistisch zu werden?


    Der Parasit war ein Punkt den ich ebenfalls sehr interessant fand. Immerhin stellt er in Aussicht, dass die Handlung doch noch über Intrigen und Beziehungsfragen hinausgehen könnte.


    Aber ich fand nicht alles positiv. Zum einen fand ich die Vielzahl an Namen, die möglicherweise wichtig sind, deren Träger aber kaum beschrieben werden zu hoch. Ein bischen mehr Beschreibung, die die Namen mit Leben erfüllt hätte, hätte mir geholfen. Außerdem bin ich noch nicht richtig in der Geschichte drin. Edelhart lernt Almada kennen ist nett aber an sich ja noch keine Geschichte. Außerdem gibt es noch einen Mord an einer dem Leser unbekannten Person und dem Leser - noch mehr oder weniger unbekannte Personen - die um die Macht streiten. Das ist mir bislang noch ein bischen wenig... Schauen wir mal wie es weiter geht.


  • Ein weiteres Highlight neben den Edelhart-lernt-Almada-kennen-Szenen war die "CSI Taladur"-Szene. ;) Die Ermittlungen der beiden und ihre logischen Schlussfolgerungen haben mir sehr gut gefallen. Ich vermute, du hattest beim Schreiben mit der selben Frage zu kämpfen, die man sich auch als Spieler in einer solchen Situation stellt: Worauf kann man mit dem "damaligen" technisch-medizinischen Verständnis achten ohne unrealistisch zu werden?


    "CSI Taladur" ist gut! :D
    Die Frage nach den Ermittlungsmethoden war in der Tat bedeutsam. Das ist eine Thematik, in der die Unterschiede zwischen üblichen Fantasy-Welten und dem echten Mittelalter deutlich werden. Vor der Gründung von Scotland Yard gab es, so hat mir ein befreundeter Krimi-Autor erklärt, in der echten Historie mehr oder minder nur ein Mittel, das zur Überführung eines Täters angewandt wurde: die Zeugenaussage. Mit methodischem Beweise-Sammeln war nicht viel.
    Aber Fantasy funktioniert in der Regel eben nicht wie das irdische Mittelalter - dort ist nur das Technologieniveau entlehnt. Theologisch bewegt man sich in der Regel auf dem Stand der Antike, psychologisch und philosophisch dagegen mindestens in der Renaissance, wenn nicht in der Neuzeit. Die Ratio, die Deduktion, die Überzeugung, dass Ketten von Ursachen und Wirkungen die Welt erklären, spielt bei Fantasy-Protagonisten eine viel größere Rolle, als das in der irdischen Historie der Fall war.
    Giulianas Todesfall ist so inszeniert, dass er in dieser Fantasy-Logik aufgeklärt werden kann. Das ermöglicht auch dem Leser das Mitknobeln. Tatsächlich war es anspruchsvoll, die verschiedenen Hinweise zu erfinden, die nachher eine Aufklärung ermöglichen (und sie dann gleich wieder unter einem Berg von Details und nebenläufigen Ereignissen zu verbergen, damit der Leser nicht direkt mit der Nase draufgestoßen wird). Es gab Faktoren im Hintergrund von Das schwarze Auge, die uns die Sache erleichtert haben. Das betrifft vor allem die Magie. Die Hellsichtmagie ist bei Das schwarze Auge im Vergleich zu anderen Fantasyhintergründen recht schwach, sodass es auch einem Hellsichtmagier wie Lumino Xetarro unmöglich ist, mit einem Fingerschnippen herauszufinden, was in jener Nacht geschah. Dadurch erhalten methodische Ermittler wie Erresto und Kallista ihre Daseinsberechtigung.



    Der Parasit war ein Punkt den ich ebenfalls sehr interessant fand. Immerhin stellt er in Aussicht, dass die Handlung doch noch über Intrigen und Beziehungsfragen hinausgehen könnte.


    Oh, das wird sie. ;)
    Wobei das Typische von Taladur natürlich die Familienfehde mit Intrige ist.



    Außerdem gibt es noch einen Mord an einer dem Leser unbekannten Person ...


    Ich bin in dieser Hinsicht "geschädigt" durch Paul Kearnys Zyklus Die Königreiche Gottes. Eine der wesentlichen Figuren in diesem Zyklus, der Feldherr John Mogen, der seine Heimat stark geprägt hat, ist zu Beginn der Handlung bereits tot. Immer wieder wird aber über ihn gesprochen und man bekommt als Leser die Auswirkungen seines Handelns präsentiert, erfährt, wie er sein Land geprägt hat. Das hat für mich als Leser sehr zur Authentizität der Geschichte beigetragen; ich hatte das Gefühl, dass da nicht einfach ein Hintergrund zusammengeschustert wurde, der gerade mal so eben die Story trägt, sondern dass da hinter der erzählten Geschichte noch mehr ist - eine ganze Welt mit ihrer Historie. Das hat mir so sehr gefallen, dass ich einen Einstieg in dieser Art gern wähle - nicht nur bei Türme im Nebel.


  • Ich bin in dieser Hinsicht "geschädigt" durch Paul Kearnys Zyklus Die Königreiche Gottes. Eine der wesentlichen Figuren in diesem Zyklus, der Feldherr John Mogen, der seine Heimat stark geprägt hat, ist zu Beginn der Handlung bereits tot. Immer wieder wird aber über ihn gesprochen und man bekommt als Leser die Auswirkungen seines Handelns präsentiert, erfährt, wie er sein Land geprägt hat. Das hat für mich als Leser sehr zur Authentizität der Geschichte beigetragen; ich hatte das Gefühl, dass da nicht einfach ein Hintergrund zusammengeschustert wurde, der gerade mal so eben die Story trägt, sondern dass da hinter der erzählten Geschichte noch mehr ist - eine ganze Welt mit ihrer Historie. Das hat mir so sehr gefallen, dass ich einen Einstieg in dieser Art gern wähle - nicht nur bei Türme im Nebel.


    Das verstehe ich. Trotzdem fehlt mir als Leser noch ein wenig die Motivation zum Lesen. Gibt das Gesamtbild schon etwas her? Aus meiner Sicht noch nicht. Es Intrigen um die Macht sind für sich genommen - wenn es nicht um etwas größeres dabei geht - nicht unbedingt interessant. Gibt es einen Charakter mit dem man mitfiebert? Für manche ist es sicherlich Edelhart, für mich noch nicht. Bleibt also erstmal nur die Faszination des Fremden (sense of wonder). Aranien ist fremdartig genug für ein Buch dieser Dicke aber nicht für mehrere. Ich lasse mich also erstmal durch Aranien motivieren und werde dann ja sehen, was sich im Laufe des Buches noch findet, das mich motiviert das nächste zu lesen. ;)

  • Na, dann bin ich mal gespannt, ob es dem Rest des Buches gelingt, Dein Interesse zu verfestigen, Originaldibbler. Ich bin durchaus optimistisch, da Du ja ein Anfangsinteresse für den "CSI-Taladur"-Strang und für den Parasiten bei Doloresa Amazetti geäußert hast - und beides wird auch im weiteren Verlauf eine Rolle spielen, während das Thema "Ankommen in Almada" mit dem Ende des ersten Leseabschnitts weitgehend abgeschlossen ist.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

Anstehende Termine

  1. Freitag, 5. Oktober 2018 - Freitag, 19. Oktober 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 12. Oktober 2018 - Freitag, 26. Oktober 2018

    odenwaldcollies

  3. Mittwoch, 17. Oktober 2018, 21:43 - Mittwoch, 31. Oktober 2018, 22:43

    odenwaldcollies

  4. Freitag, 19. Oktober 2018 - Freitag, 2. November 2018

    odenwaldcollies