02 - Kapitel 9 bis einschl. Kapitel 15 (Seite 83 - 161)

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  • An der Stelle mal die Frage: denken Jungs in dem Alter wirklich immer nur an Sex? Ich weiß, bei den Mädchen war es so ein Statussymbol. Die mit Sex fühlten sich "erwachsener" und vor allem schöner, dabei war es viel einfacher Sex zu haben, als einen wirklichen Freund. Ich habe mich schon oft gefragt, ob die Autoren nur sich selbst meinen, ob es das Klischee ist (so wie der längste sei der beste) oder ob alle Jungs so einseitig orientiert sind. Er trauert so um seinen Freund, ist voller Wut und Hass, läßt niemanden an sich ran und trotzdem muss er dem Mädchen auf den Busen schauen? Für mich als Frau passt das nicht so recht zusammen.

  • Hallo Rhea,


    ich gehe mal davon aus, dass die Frage an mich ging :) (Bin ich hier wirklich der einzige "Junge" ...?)
    Ich glaube nicht, dass ALLE Jungs IMMER an Sex denken, und schon gar nicht, dass sie nur daran denken. Jan fallen in dem Moment einfach Lenas Brüste ins Auge, an einem anderen Tag hätte er in einer ähnlichen Situation vielleicht anders reagiert. Auf der Party zuvor waren ihm die Mädchen egal, bei der Einladung an den Baggersee ebenso, aber jetzt - im denkbar unpassenden Moment - muss er plötzlich hingucken.


    Ob Autoren nur sich selbst meinen? Ähm, nein, wenn ich üblicherweise tote Freunde ausgrabe, dann starre ich niemandem auf die Brüste ;D
    Nein, im Ernst: Ich kann hier zwar nur für mich sprechen, denke aber, dass es den meisten Autoren ähnlich geht: Ich bin nicht mit meinen Figuren identisch. Niemals. Es mag immer wieder Parallelen geben, und irgendwie spiegeln sich meine Erfahrungen, Beobachtungen und Ansichten in der gesamten Geschichte, aber ich habe noch nie einen Molli gebaut und habe noch nie die Asche eines Toten ausgegraben, auch ist mein bester Freund zu Teenagerzeiten nicht gestorben. Allerdings gestehe ich, in unpassenden Momenten schon an Sex gedacht zu haben ... Und ich kenne Jungs, die erzählt haben, wann sie unpassend an Sex gedacht haben. Oder sonst irgendwas Unpassendes gesagt, gefühlt, gedacht haben. Ich glaube nicht, dass sich Menschen immer "korrekt" verhalten, und schon gar nicht, dass sie nur "korrekte" Gedanken haben. Wichtig ist doch, dass man sich trotzdem grundsätzlich anständig verhält.


    Und noch etwas anderes, was mir in dem Zusammenhang auffällt: Meine Figuren sollen eigentlich nie exemplarisch für ihr Geschlecht oder ihre Herkunft oder ihr Alter stehen, sondern immer nur für sich selbst. Ich versuche nicht, an Jan zu zeigen, wie sich ein "typischer Junge" verhält, sondern erzähle die Geschichte eines bestimmten Jungen in einer bestimmten Situation.

  • danke für die Antwort,


    Jan ist nicht der einzige, der ständig an Sex denkt. Die Freunde auf der Party doch auch und auf der weiteren Reise hört das ja nicht auf. Da denkt er öfter an Sex als an seinen Freund. Ich wollte damit auch nicht meinen, dass Du Deine Figur exemplarisch machst. Es fällt mir halt auf, dass (in Gegenwartsromanen und entsprechenden Filmen) Jungs immer so geschildert werden. Meine Frage habe ich hier nur so gestellt, weil sie wieder einmal Nahrung bekommen hat.
    Übrigens finde ich die Idee gut, die Asche mit in den "Abendkreis" zu nehmen. Das ist eigentlich eine logische Aktion. Schade, dass bisher noch nicht viel mit Christoph geredet wurde. Ich hätte angenommen, dass Maik ihn sofort fragt, warum er verdammt noch mal gestorben ist. Naja, dies ist ja die erste Hälfte des Buches. Ich offe noch auf einige solcher Gespräche.

  • Ui, wie gruselig! Mitternacht auf einem Friedhof, eine zufällige "Versammlung", und dann wird die Urne des Freundes ausgegraben, nachdem einer sich fast selbst erschossen hätte... :o
    Maik hat ein Riesenglück, dass Jan aufgetaucht ist! Oder wäre er doch zu "feige" gewesen, um abzudrücken? Auf jeden Fall muss er mächtig verzweifelt gewesen sein und voller Schuldgefühle! Zuerst dachte ich ja noch, der Fahrer des Wagens würde dort vor dem Grab knien...
    Bei Lena bin ich mir nicht sicher, warum sie dort ist. Ich gehe aber mal davon aus, dass sie Christoph geliebt hat - wenn vielleicht auch nur heimlich.
    Die ganze Aktion ist schon ziemlich verrückt, aber sie scheint den vieren zu helfen. Was aber mögen wohl die Eltern von Christoph dazu sagen (wenn sie es mal herausfinden sollten)?
    Und was passiert wohl gerade mit Jans Elternhaus? Das hört sich auf jeden Fall nicht gut an, und ich könnte mir vorstellen, dass ziemlich viel ramponiert wird auf der wilden Party!

  • Maik hat ziemliches Glück, dass Jan im rechten Moment auftaucht. Ob er nun wirklich geschossen hätte, oder ob er es auch abgebrochen hätte wie seine vorhergehenden Versuche, ist ja in dem Moment egal.
    Bei Lena denke ich, dass sie in Christoph verliebt gewesen war. Welchen Grund sollte sie sonst haben, auf der Beerdigung gewesen zu sein und nun eine Grabblume zu holen?
    Selina ist auch gleich eifersüchtig auf sie, auch wenn da nichts gewesen zu sein scheint. Jedenfalls hat Christoph Lena nie erwähnt gehabt.
    Es war interessant zu lesen, wie die vier sich über das Testament unterhalten und diskutieren ob sie den Wunsch Christophs einer Seebestattung erfüllen sollen. Schön ist, dass jeder einen Beutel Asche bekommt und damit jeder wirklich ihn in Richtung des Meeres bringt.
    Ich bin mal gespannt, ob sie es bis Morlaix schaffen, ist ja doch eine ziemlich weite Strecke und 500€ sind da nicht unbedingt viel Geld. Ich weiß jetzt nicht wieviel Sprit die Fahrzeuge brauchen, aber das summiert sich doch sicher auch?
    Jetzt bin ich mal gespannt wie diese ungleiche Gruppe es zu ihrem Ziel schafft. Immerhin sind sie jetzt zu viert die um Christoph trauern und können nun ihre trauer auch leben ohne zur Normalität gezwungen zu werden.

  • Maik scheint irgendwie etwas arg extrem zu sein: zum einen springt er von einer Brücke, um Mädchen zu imponieren, zum anderen will er sich an Christophs Grab erschiessen, weil er ihm sein Fahrrad geliehen hat. Gut, ob er es wirklich durchgezogen hätte, steht auf einem anderen Blatt.


    Lena könnte wirklich heimlich in Christoph verliebt gewesen sein, bin mal gespannt, ob das schlußendlich auch zutrifft oder ob es da noch etwas anderes gibt. Außerdem bin ich gespannt, wie sich das zwischen Lena und Selina entwickelt, ob sie sich zusammenraufen oder ob sie sich doch noch in die Haare kriegen.



    Es war interessant zu lesen, wie die vier sich über das Testament unterhalten und diskutieren ob sie den Wunsch Christophs einer Seebestattung erfüllen sollen. Schön ist, dass jeder einen Beutel Asche bekommt und damit jeder wirklich ihn in Richtung des Meeres bringt.


    Das hat mir auch gut gefallen.



    Ich bin mal gespannt, ob sie es bis Morlaix schaffen, ist ja doch eine ziemlich weite Strecke und 500€ sind da nicht unbedingt viel Geld. Ich weiß jetzt nicht wieviel Sprit die Fahrzeuge brauchen, aber das summiert sich doch sicher auch?


    Die Gedanken kamen mir auch, das ist schon eine ganz schöne Strecke mit Morlaix und ich denke auch nicht, daß die 500€ für Sprit und Lebensmittel reichen werden.



    Und was passiert wohl gerade mit Jans Elternhaus? Das hört sich auf jeden Fall nicht gut an, und ich könnte mir vorstellen, dass ziemlich viel ramponiert wird auf der wilden Party!


    Ich dachte auch beim Lesen, daß ich das Haus im Moment lieber nicht sehen möchte ;D

  • Lena könnte wirklich heimlich in Christoph verliebt gewesen sein, bin mal gespannt, ob das schlußendlich auch zutrifft oder ob es da noch etwas anderes gibt. Außerdem bin ich gespannt, wie sich das zwischen Lena und Selina entwickelt, ob sie sich zusammenraufen oder ob sie sich doch noch in die Haare kriegen.


    Ja, da bin ich auch gespannt. Aber ich glaube, das Verhältnis hat sich schon leicht entspannt, oder? Zu Anfang am Grab konnte man es ja knistern hören! ;) Das ist schon besser geworden, finde ich.

  • Also gruslig fand ich es nicht und ich fand es bezeichnend, dass Jan sich dann sowenig um den Zustand des Hauses kümmert.


    Schließlich hatte er vorher sogar den Teppich zusammengerollt. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, dass zwischen ihm und seinen Eltern ein ziemlich vertrauensvolles Verhältnis existiert.
    Warum hat keiner der vier ein so gutes Verhältnis, dass er seine Eltern einweihen kann? Irgendwie denke ich, wenn die Eltern von Jan da gewesen wären, hätte eres ihnen erzählen können.Es ist doch Trauerarbeit.
    Die Eltern von Christoph verstehe ich überhaupt nicht. Wenn schon ein letzter Wunsch vorhanden ist, wieso ihn dann ignorieren?
    Die Denkweise, die hinter diesem Testament steht finde ich sehr interessant.
    Die Beutel aufzuteilen fand ich nicht so toll, reflektiert aber dazu, dass hier jeder seinen eigenen Grund hat sich um Christoph zu kümmern. Hier gehen eben nicht Freunde los, sondern völlig verschiedene, sich teilweise überhaupt ni ht kennende.. Jeder will Christoph eigentlich für sich haben.

  • Irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, das irgendein Elternpaar Verständnis dafür zeigen würde, die Urne eines Toten auszubuddeln und die Asche im Meer verstreuen zu wollen. Das mag für die Jugendlichen Trauerarbeit sein, aber die Eltern würden bestimmt dagegen sein. Auch Jans Eltern.

  • Ich hätte dafür Verständnis. Warum haben Christophs Eltern seinen Wunsch nicht akzeptiert? Es war doch das letzte was sie für ihr Kind tun konnten. Ich finde dx richtig was die vier tun.

  • Gute Frage, warum die Eltern den letzten Wunsch nicht akzeptiert haben. Vielleicht war es ihnen zu teuer, oder sie wollten einfach das Grab bei sich im Ort, oder der Bestatter hat keinen Kontakt zu einem Seebestatter und es war schlicht und ergreifend zu Aufwendig in der Situation?
    Ich weiß nicht ob die Eltern Verständnis aufbringen könnten für das was die vier tun. Da kommts drauf an wie die ticken. Von Grabschändung bis Verständnis könnte da alles dabei sein.
    Und die vier Beutel: Jeder kann für sich Abschied von Christoph nehmen. Jeder trauert anders, stand anders zu Christoph und so hat jeder das Gefühl das richtige für ihn zu tun und ihm seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Noch sind sie als Gruppe unterwegs aber wer weiß ob sich das vielleicht noch ändert. Wenn es nur einen Beutel gäbe, dann würde es vielleicht zu Reibereien kommen können, Eifersucht, verschiedene reisewege etc. Die vier sind zu verschieden und kennen sich zu wenig, als dass es so funktionieren könnte. Da denke ich, war es weiser, die Asche aufzuteilen.

  • Es steht im Buch, der Song 'passt nicht , das Testament "ist ein Witz' ,wie anmaßend!
    Ja, es hat Symbolwert, dass sie die Asche aufteilen, aber sie können keine getrennten Wege gehen, denn sie haben vielmehr Pietät als Christophs Eltern. Es wäre als würden sie ihn für immer zerreißen.

  • Ich habe auch meine Zweifel, daß die Eltern, auch die von Jan, wirklich Verständnis dafür aufbringen würden, wenn sie erfahren, daß die Vier Christophs Asche ausgegraben haben. Und warum Christophs Eltern nicht dessen letzten Willen umgesetzt haben? Evtl. sahen sie das als spinnige Idee eines Jugendlichen an, evtl. war es ihnen tatsächlich zu teuer oder zu umständlich, evtl. könnten sie es aber auch nicht ertragen, daß sie dann kein Grab hätten, zu dem sie gehen könnten, um ihren Sohn zu besuchen, sie es also einfach psychisch nicht geschafft haben, Christophs Asche im Meer zu verstreuen. Wenn das letztere der Fall ist, dann hat sicherlich keiner der anderen Elternteile Verständnis für das Tun der Vier.
    Ebenso halten aber Selina, Jan, Maik und Lena es richtig ist, daß sie die Asche ausgegraben haben und zum Meer bringen wollen.


    Ich finde es nicht schlecht, daß sie die Asche auf 4 Beutel verteilt haben, so hat jeder ein Stück Christoph, auf das er acht geben kann - und außerdem müssen die Vier dann wirklich gemeinsam an einem Strang ziehen und sich gemeinsam auf die Reise machen.

  • So, endlich bin ich auch wieder dabei.
    Im ersten Abschnitt hatte mich das Buch noch nicht so recht gepackt, aber das Aufeinandertreffen der Vier auf dem Friedhof und der Fortgang der Geschichte gefallen mir nun doch sehr.


    Über Maik bin ich echt erschrocken. Sich umbringen, weil es sein Fahrrad war - was für eine Reaktion! Mein erster Gedanke war, völlig überzogen, er konnte doch nichts weiter dafür, auch wenn er wusste, dass das Licht kaputt war, es war Christoph der es genommen und der Typ mit dem Auto, der ihn übersehen und angefahren hat. Andererseits, wenn man selber drinsteckt, neigen ja viele Menschen dazu, sich Schuldgefühle einzureden.
    Ich war wirklich froh, dass Jan rechtzeitig auftaucht und ihm da spontan dazwischenfährt!
    Wobei ich mich auch gefragt habe, ob Maik es durchgezogen hätte.
    Aber schon schlimm genug, dass Jugendliche immer wieder so einfach an Waffen kommen!


    Dann kommen noch die beiden Mädels dazu. Die Exfreundin Selina ist ja nachvollziehbar, aber was es mit Lena auf sich hat, da bin ich auch schon sehr neugierig. Dass Selina die andere kritisch beäugt, wundert mich gar nicht!




    An der Stelle mal die Frage: denken Jungs in dem Alter wirklich immer nur an Sex?


    Ehrlich gesagt, ist mir das beim Lesen gar nicht wirklich aufgefallen. Gut, mal auf den Busen gucken, aber viel mehr war doch da gar nicht? Zumindest hatte ich nicht den Eindruck, dass da ständig nur an Sex gedacht wird.
    Andererseits sind Jungs in dem Alter halt schon ein wenig hormongesteuert. ;)



    Und was passiert wohl gerade mit Jans Elternhaus? Das hört sich auf jeden Fall nicht gut an, und ich könnte mir vorstellen, dass ziemlich viel ramponiert wird auf der wilden Party!


    Ohja, ich glaube, da wartet eine unschöne Überraschung auf Jan, wenn er zurückkommt.
    Wobei ich es cool fände, wenn die Jungs nach dem Ausschlafen ihres unausweichlichen Katers auf die Idee kommen würden, das Chaos selbst zu beseitigen! Aber ob damit zu rechnen kann? Ich glaubs ja eher nicht.



    Gute Frage, warum die Eltern den letzten Wunsch nicht akzeptiert haben. Vielleicht war es ihnen zu teuer, oder sie wollten einfach das Grab bei sich im Ort, oder der Bestatter hat keinen Kontakt zu einem Seebestatter und es war schlicht und ergreifend zu Aufwendig in der Situation?


    Ich denke auch, die Reaktion der Eltern auf das "Testament", den gewünschten Song, etc zeigt, dass sie eher in den Konventionen verhaftet sind. Solche Abweichungen von regulären Abläufen "gehören sich nicht". Was sollen denn die Leute denken.
    Das wäre die negative Auslegung.
    Positiv formuliert könnte man es aber auch so deuten, dass sie einfach zu tief in ihrer Trauer stecken, um sich um solche besonderen Wünsche zu kümmern. Vielleicht sind sie einfach nur froh, dass es "normale" Abläufe für so einen Fall gibt, die man anstoßen kann und die dann mehr oder weniger von selbst laufen.
    Es ist eben nicht jedem gegeben, sich nicht um Konventionen zu scheren und ich finde, dafür sollte man niemanden verurteilen.


    Ich weiß bei uns in der engeren Familie relativ genau, wer welche Vorstellungen hat, wie das nach seinem Tod abzulaufen hat. Da will der eine unbedingt ins Grab der Vorfahren, der andere auf keinen Fall, etc. Was für ein "Theater" - denn ganz ehrlich, glaube ich nicht daran, dass es denjenigen dann noch interessiert, wie und wo seine sterblichen Überreste liegen. Das ist aber meine persönliche Einstellung. Ich hoffe, wenn es bei mir mal so weit ist, wissen meine Angehörigen, dass sie machen können, was sie wollen und was am wenigsten Aufwand macht oder sie am meisten tröstet.


  • Ich habe auch meine Zweifel, daß die Eltern, auch die von Jan, wirklich Verständnis dafür aufbringen würden, wenn sie erfahren, daß die Vier Christophs Asche ausgegraben haben. Und warum Christophs Eltern nicht dessen letzten Willen umgesetzt haben? Evtl. sahen sie das als spinnige Idee eines Jugendlichen an, evtl. war es ihnen tatsächlich zu teuer oder zu umständlich, evtl. könnten sie es aber auch nicht ertragen, daß sie dann kein Grab hätten, zu dem sie gehen könnten, um ihren Sohn zu besuchen, sie es also einfach psychisch nicht geschafft haben, Christophs Asche im Meer zu verstreuen. Wenn das letztere der Fall ist, dann hat sicherlich keiner der anderen Elternteile Verständnis für das Tun der Vier.


    Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Das waren auch meine Gedanken. :winken:

  • Hallo Ihr Lieben,


    habe den Abschnitt schon länger beendet, aber bin einfach nicht zum posten gekommen.


    Dass Maik sich umbringen möchte, da er sich eine Mitschuld am Tod von Christoph gibt, hat mich auch ganz schön fertig gemacht. Aber ich stelle mir das auch selber ganz schön schlimm vor, wenn man weiß, dass man ihm sein Rad mit dem kaputten Licht geliehen hat und er vielleicht genau wegen diesem kaputten Licht sterben musste! Übel, da weiß ich auch nicht, wie ich damit umgehen würde. Aber ich war auch sehr froh, dass Jan zum Glück genau im richtigen Moment auftaucht!



    Dann kommen noch die beiden Mädels dazu. Die Exfreundin Selina ist ja nachvollziehbar, aber was es mit Lena auf sich hat, da bin ich auch schon sehr neugierig. Dass Selina die andere kritisch beäugt, wundert mich gar nicht!


    Lena hat mich ja schon im ersten Abschnitt so neugierig gemacht und jetzt interessiert es mich ja mittlerweile brennend in welcher Beziehung sie zu Christoph gestanden hat. Obwohl ich aber eigentlich davon ausgehe, dass sie nichts am Laufen hatten, sondern sie irgendetwas anderes miteinander verbunden hat. Vielleicht auch einfach nur der Wunsch auszubrechen? Wenn man sich jetzt mal so diese 4 Jugendlichen ansieht, sind ja Maik und Lena wohl eindeutig diejenigen, die ausbrechen wollen aus dem ländlichen Idyll und der Enge und Selina und Jan eher doch die Angepassten und Vorsichtigen. Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass diese Splittung schon sehr gut den Charakter von Christoph wiederspiegelt? Vielleicht war er auch so hin- und hergerissen zwischen Idylle und Dorf und der weiten Welt und einfach mal abhauen... Da bin ich echt neugierig.


    Dass Selena und Lena sich erst mal nicht grün sind, kann ich mir gut vorstellen. Bin ja gespannt, wie die Reise noch so verlaufen wird! ;D



    Ehrlich gesagt, ist mir das beim Lesen gar nicht wirklich aufgefallen. Gut, mal auf den Busen gucken, aber viel mehr war doch da gar nicht? Zumindest hatte ich nicht den Eindruck, dass da ständig nur an Sex gedacht wird.
    Andererseits sind Jungs in dem Alter halt schon ein wenig hormongesteuert. ;)


    Also ich hatte diesen Eindruck ja irgendwie gar nicht. Das Einzige wo überhaupt für meine Begriffe Jan unpassend gedacht hat, war, als er Lena auf die Brüste starren musste. Jedoch muss ich da sagen, dass ich auch selber mal starren muss (und das obwohl ich eine Frau bin), wenn der Ausschnitt tief blicken lässt! :P :-[ Von daher fand ich das überhaupt nicht komisch oder sonderbar, sondern eher normal. Außerdem hat Jan sich ja dabei auch total unwohl gefühlt und das konnte ich super nachvollziehen: Eigentlich bist du gerade am Grab deines besten Freundes und gräbst seine Asche aus und anstatt entsprechend zu agieren, muss er auf Brüste starren. Mir hat er da eher leid getan! :-[



    Ich finde es nicht schlecht, daß sie die Asche auf 4 Beutel verteilt haben, so hat jeder ein Stück Christoph, auf das er acht geben kann - und außerdem müssen die Vier dann wirklich gemeinsam an einem Strang ziehen und sich gemeinsam auf die Reise machen.


    Ich finde es auch sehr gut, dass sie die Asche auf vier Beutel verteilt haben und auch noch danach getrachtet haben, dass sie fair verteilt wird. Alles andere würde ja doch nur wieder zu Unfrieden führen.


    Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Das waren auch meine Gedanken. :winken:


    Ja, dem kann ich auch nur zustimmen. Ich fand es auch sehr schade, dass Christoph's Eltern sein Testament nicht erfüllen wollen oder vielleicht auch können. Aber andererseits habe ich mir auch die Frage gestellt, ob ich das könnte. Ich gehe auch eher davon aus, dass sie sehr tief in ihrer Trauer stecken und das einfach nicht schaffen. Es gehört ja auch sehr viel Kraft dazu, wenn du dann anfängst nach den Wünschen deines toten Sohnes die Sachen zu verteilen. Ich glaube auch nicht, dass sie erfreut sein werden, sollten sie jemals erfahren, was die vier da gemacht haben... :o


    Über das Haus von Jan's Eltern habe ich mir lustigerweise auch schon Gedanken gemacht. Ist irgendwie auch unpassen: In dem Buch geht es um die Trauer um einen verstorbenen Freund und mich packt das Entsetzen, wenn ich höre, was Jan's Freunde in dem Haus anstellen, aber da kann ich auch nicht anders. Die Eltern möchte ich nicht sein, die nach ihrem Urlaub in das verwüstete Haus kommen... :o Höchstens die Jungs räumen wirklich nach ihrem Rausch auf, aber da bin ich mir noch nicht so sicher...


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Über das Haus von Jan's Eltern habe ich mir lustigerweise auch schon Gedanken gemacht. Ist irgendwie auch unpassen: In dem Buch geht es um die Trauer um einen verstorbenen Freund und mich packt das Entsetzen, wenn ich höre, was Jan's Freunde in dem Haus anstellen, aber da kann ich auch nicht anders. Die Eltern möchte ich nicht sein, die nach ihrem Urlaub in das verwüstete Haus kommen... :o Höchstens die Jungs räumen wirklich nach ihrem Rausch auf, aber da bin ich mir noch nicht so sicher...


    Da geht es mir aber auch so. Ich habe die schlimmsten Befürchtungen, was den Zustand des Hauses angeht!
    Und daran, dass die Jungs später aufräumen, glaube ich auch nicht wirklich. Die werden zusehen, dass sie Land gewinnen und Jan mit der Bescherung alleine lassen, glaube ich. :(


  • Ich bin mir sicher, dass Jan aufräumt :)


    Ja, wenn er vor seinen Eltern wieder daheim ist.
    Aber eigentlich müssten die anderen aufräumen! Kev und Co! Immerhin haben sie gefeiert und das Haus auf den Kopf gestellt! Und wer weiß, was alles kaputt gegangen ist!? Wenn ich nur an das "geflutete" Badezimmer denke! :o