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  • Na, wer sagts denn jetzt kommt der wirkliche Fiesling, Hesindio, man sollte ihn mit Daroca in ein Zimmerspren u d sehen wer überlebt. Ich mußte an Shakespearesche Fieslinge, wie Jago denken (überhaupt muss ich oft an Othello denken beim Lesen)
    Vielen Dank an den Autor, dass Lumino Wort hält u d seine Form von Gewalt auf das Ziel Informationen zu erhalten gerichtet ist. Gewalt ist für ihn Mittel zum Zweck, nicht Genuss wie bei seinem Sohn.
    Zahir verliebt sich, auch wieder ganz naiv. Warum paart sich in Taldur ein positiver Charakter so oft mit Naivität? Die Sexszene ist sehr schön beschrieben , offenbart aber auch, dass Novara ziemlich professionell ist. Gut gehen kann das eigentlich nicht. Gut, dass Zahir sich für seine Wurzeln interessiert und zu Nuerta geht. Falsch finde ich den Grund. Er müßte wissen, dass gerade seine jetzige Liebe dann keine Chance mehr hat, glücklich zu enden. Sie ist eine Leibeigene seines Vaters. Naja, vielleicht habe ich auch nur zu wenig Phantasie.
    Daroca spinnt weiter ihre Fäden, diese Kapitel mag ich einfach nicht, denn Intrigen finde ich langweilig, da man als Leser mehr weiß als die handelnden Personen. ( Ich muss auch gestehen, dass dies eigentlich nicht mein Genre ist.)

  • Der zweite Teil des ersten Kapitels hat sich gleich flott weitergelesen.


    Mir hat hier die Romanze zwischen Zahir und der Magd gut gefallen. Die Szenen haben noch einmal schön gezeigt das Zahir ein gutes Herz zu haben scheint und ganz anders ist als der Rest seiner Familie. Insbesondere der Unterschied zu der Szene vorher mit der Hausangestellten war da sehr schön. Das Zahir kein Mundino werden möchte zeigt ebenfalls das er keine Lust auf das Treiben seiner Familie hat, vielleicht müßte er erst mal kennen lernen, dass es auch andere Wege gibt zu herrschen.


    Das weitere Schicksal Boromeos ist hart aber der Mine angemessen. Mal sehen wie lange er sich da rumschubsen läßt?


    Hesindio zeigt jetzt in der Kellerfolterszene sein wahres Gesicht für den Leser. Man darf hier natürlich nicht vergessen, dass er erst 12 Jahre ist und mit recht merkwürdigen Ansichten in Bezug auf Adel und Fellachen erzogen wurde wie ich vermute. Trotzdem scheint er eine natürliche Faszination für Sadismus zu haben.


    Was ich sehr interessant fand war, dass der Junge in den Lehren des Magierphilosophen G.C.E.Galottas unterrrichtet wurde. Interessant finde ich das insbesondere vor dem zeitlichen Hintergrund. Das Buch spielt ja 989 nach Bosparans Fall. Zu einem Zeitpunkt, als Galotta bereits als erster Hofmagier an den Kaiserhof nach Gareth geholt wurde, aber noch für alles stand was gut und ehrenhaft war, immerhin war er Weissmagier. Ca.30 Jahre später wird Galotta als Diener bzw. Teilerbe Borbarads dann ja zum größten Schwarzmagier des Kontinents und viele seiner Lehren werden ihre Schattenseite finden. Hier würde mich interessieren, ob der junge Hesindio zu diesem Zeitpunkt aus den Lehren Galottas bereits teilweise eine gewisse Verderbtheit herausgelesen hat die ihn fasziniert hat oder wieso der Junge als Sohn eines Graumagiers die weissmagischen Thesen auswendig weiss? Kann natürlich auch nur Zufall sein, aber Sätzen mit Galotta messe ich immer eine gewisse Bedeutung bei.


    Daroca tritt am Ende wieder als Intrigantin auf. Das sie Ihre spiel mit dem inhaftierten Peziano weiter spielt gefällt mir. Mals ehen wie weit sie ihr eigennütziges Spiel noch treibt.

  • In der Szene in der Weberei zeigt sich Zahir von einer weiteren Seite,so selbstbewußt,beherrscht und überlegen er im Kampf ist,so unsicher und naiv ist er im gesellschaftlichen Umgang,selbst mit einer 'leibeigenen' der Familie,die er sogar im ersten Moment für eine Domnita hält,aber welche Domnita würde Stoffballen in der Gegend rum schleppen.. -Er scheint schon ein wenig weltfremd zu sein,obwohl er in Taladur aufgewachsen ist und sein Vater alles daran setzt in perfekt auszubilden.Seine Unbeholfenheit,wird auch in den weiteren Szenen deutlich,im Folterkeller,in der Liebesszene und natürlich auch bei dem Besuch bei Nuerta..da scheint sein tatsächlicher Charakter an den Tag zu treten.


    Auch Hesindio läßt tief in seinen Charakter blicken in der Szene im Folterkeller.Erst die Art wie er den Vogel versenkt und zertritt und dann wie er erpicht darauf ist den Gefangenen zu quälen finde ich bezeichnend. Ob es nun seinem eigenen Wesen entspricht,oder der Erziehung seines Vaters zu verdanken ist kann ich jetzt noch nicht ganz sicher sein,aber diese Freude am Quälen,bzw am Überlegen sein scheint schon in ihm zu stecken. Für einen zwölfjährigen finde ich ihn schon sehr unkindlich,was aber natürlich an Lumino liegt denke ich. Oder in was seht ihr das Verhalten von Hesindio begründet?-Bzw hab ich das Gefühl, dass Hesindio am liebsten bereits eigenständig handeln wollen würde und sich nicht als 'Luminos-Marionette' sieht,sondern ihn für sich nutzt und auch versucht zu manipulieren/zu gewinnen (in der Szene im Folterkeller ,als er sich an Lumino schmiegt obwohl im "menschlicher Kontakt zuwider ist" finde ich auch sehr eigenartig für ein Kind..aber gut..)
    Im übrigen finde ich auch das Daroca und Hesindio ein wunderbar diabolisches Paar abgeben würden.


    Die kurze Szene zwischen Nuerta und Zahir mag ich in diesem Abschnitt besonders. Sie wirkt sehr vertraut und ungezwungen und es wird auch noch darauf hin gedeutet,dass es auch bei Nuerta noch die ein oder andere leiche im Keller gibt..es bleibt weiterhin spannend... ;D


  • Mir hat hier die Romanze zwischen Zahir und der Magd gut gefallen. Die Szenen haben noch einmal schön gezeigt das Zahir ein gutes Herz zu haben scheint und ganz anders ist als der Rest seiner Familie. Insbesondere der Unterschied zu der Szene vorher mit der Hausangestellten war da sehr schön.


    Ja, die Szene fand ich auch schön und man konnte den Unterschied zu der vorherigen Szene gut spüren. Hier waren Gefühle im Spiel, wenn sie auch für Zahir offensichtlich recht unbekannt waren. Allerdings fürchte ich jetzt schon, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, zumindest kann ich mir vorstellen, dass Lumino etwas dagegen haben könnte, weil er es nicht gelenkt hat, also nicht unter seiner Kontrolle liegt (denke ich zumindest mal...).



    Auch Hesindio läßt tief in seinen Charakter blicken in der Szene im Folterkeller.Erst die Art wie er den Vogel versenkt und zertritt und dann wie er erpicht darauf ist den Gefangenen zu quälen finde ich bezeichnend.


    Oh ja! :o Nachdem er den Vogel zertreten hatte, war er endgültig unten durch bei mir und sein weiteres Verhalten, sein Vergnügen einem Menschen Schmerz zuzufügen, hat das dann gleich bestätigt. Das ist ein richtig kleines sadistisches und gefährliches Ekel, das mit Sicherheit wirklich von den meisten aufgrund seines Alters unterschätzt wird. Ich glaube sogar, dass Lumino nicht wirklich weiß, was er da für einen Sohn erzogen hat, zumindest vielleicht nicht, wie weit er wirklich ist. Mir macht er jedenfalls Angst ...



    Für einen zwölfjährigen finde ich ihn schon sehr unkindlich,was aber natürlich an Lumino liegt denke ich. Oder in was seht ihr das Verhalten von Hesindio begründet?-Bzw hab ich das Gefühl, dass Hesindio am liebsten bereits eigenständig handeln wollen würde und sich nicht als 'Luminos-Marionette' sieht,sondern ihn für sich nutzt und auch versucht zu manipulieren/zu gewinnen (in der Szene im Folterkeller ,als er sich an Lumino schmiegt obwohl im "menschlicher Kontakt zuwider ist" finde ich auch sehr eigenartig für ein Kind..aber gut..)


    Die Unkindlichkeit finde ich jetzt nicht verwunderlich, denn unter Lumino wird wohl schon lange keine Kindheit mehr gelebt worden sein, wenn er aus seinen Söhnen seinen Nachfolger machen will. Auch sind 12 Jahre, wenn man es mal mit früheren Zeiten vergleicht (und das mache ich bei Fantasyromanen in eher historisch anmutendem Setting meist) dann sind 12 Jahre schon nicht mehr "Kind" im Sinne von Kindern heutzutage, denn in dem Alter musste man ja oft schon arbeiten, etc. und war aus dem Kindesalter längst heraus. Deinen Eindruck von Hesindos Wunsch, schon selbst mehr Macht zu haben und Lumino manipulieren zu wollen, teile ich sofort. Und zur Manipulation gehört natürlich sein Anschmiegen als Mittel zu Zweck. Er ist schlau und weiß, wie er sich zu verhalten hat, um gut anzukommen, um das zu bekommen, was er will. Und das können auch schon Kinder sehr gut ;) , besonders, wenn sie einen Lehrmeister wie Lumino haben, würde ich sagen.


    Interessant fand ich, dass der Gefolterte den Namen "Alrico" nannte. Ich habe mich im ersten Buch schon gefragt, wann wir wieder was von ihm hören.


    Zahir will eigene Entscheidungen treffen und sich frei von seinem Ziehvater machen. Das würde ich ihm sehr gönnen, denn ich mag ihn bisher und würde ihm wünschen, sein Leben in die eigenen Hände nehmen zu können, besonders auch, weil es ihn ja abstößt, wie sein Vater und sein Bruder sich verhalten. Aber ich fürchte, er wird das nicht so einfach machen können. :( Sein Besuch bei Nuerta war aber besonders interessant, weil wieder ein Puzzleteil von Nuertas geheimnisvoller Vergangenheit ans Licht kam. Es ist ihr also verboten, zurückzukommen, bevor sie nicht ... Das klingt spannend. Was wohl vorgefallen ist?



    Was ich sehr interessant fand war, dass der Junge in den Lehren des Magierphilosophen G.C.E.Galottas unterrrichtet wurde. Interessant finde ich das insbesondere vor dem zeitlichen Hintergrund. Das Buch spielt ja 989 nach Bosparans Fall. Zu einem Zeitpunkt, als Galotta bereits als erster Hofmagier an den Kaiserhof nach Gareth geholt wurde, aber noch für alles stand was gut und ehrenhaft war, immerhin war er Weissmagier.


    Hier habe ich jetzt als Nichtkenner der Welt wohl doch mal einen Nachteil. Ich muss sagen, wenn es um irgendwelche Namen geht, die so nebenbei erwähnt werden, wie z. B. auch die Götter, dann lese ich darüber weg, wie bei einer Landschaftsbeschreibung, weil ich eben keine Verbindung, kein besonderes Wissen, über sie habe. Das ist dann natürlich schade.


    Schön finde ich, wenn auch auf Kleinigkeiten aus dem ersten Buch hier nochmals eingegangen wird. So ist es doch sicher Jazeminas Zofe, die Boromeo beobachtet und die alles andere als gut behandelt wird. Die Ärmste. :(

  • Ja, die Szene fand ich auch schön und man konnte den Unterschied zu der vorherigen Szene gut spüren. Hier waren Gefühle im Spiel, wenn sie auch für Zahir offensichtlich recht unbekannt waren. Allerdings fürchte ich jetzt schon, dass diese Beziehung keine Zukunft hat, zumindest kann ich mir vorstellen, dass Lumino etwas dagegen haben könnte, weil er es nicht gelenkt hat, also nicht unter seiner Kontrolle liegt (denke ich zumindest mal...).


    Diese Szene fand ich auch wunderschön. Zahir war mir ja vorher schon sehr sympathisch. Aber diese ehrliche Liebe, macht ihn fast schon zum edlen Helden. Ich hoffe sehr, das die beiden zusammenkommen bzw. zusammenbleiben
    Mittlerweile sind, in meinen Augen, die beiden schwierigen Liebesbeziehungen das einzig Positive in der eher verkommenen Stadt Taladur. Ich bin sehr gespannt, was den vieren noch alles wiederfährt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Na was haben wir denn da? Einen sympathischen Charakter in Taladur? Wie konnte das passieren? ;) Aber Spass bei Seite: Zahir ist ja bislang ein durchweg angenehmer und sympathischer Zeitgenosse. Aber so naiv wie er ist, sehe ich schon großes Leid auf ihn zukommen. Die Frage ist: wird es ihn brechen und er ein weiteres Opfer der tadadurschen Intrigen oder wird er siegreich und stark daraus hervorgehen?


    Ansonsten werden uns Charaktere präsentiert, wie wir sie nach Band 1 erwarten: die intrigante Daroca, der sadistische Hesindio,...

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  • Interessant fand ich, dass der Gefolterte den Namen "Alrico" nannte. Ich habe mich im ersten Buch schon gefragt, wann wir wieder was von ihm hören.


    Diese Stelle fand ich aus einem anderen Grund interessant. Wenn man die Welt kennt, weiß man, dass Alrico die almadaische (almadaner?) Variante von Alrik ist. Alrik ist eine Verballhornung von Ulrich, dem Vornamen des DSA-Erfinders. Der Name ist eine Art Running Gag und wird immer wieder für unbedeutende Randpersonen verwendet. Auf Grund dieser Häufigen Verwendung ist Alrik in Aventurien so etwas wie John Doe oder John Smith in Amerika. Ein bischen ist er sogar vergleichbar mit einem Max Mustermann. Von daher ist es sehr verwunderlich, wenn sich der Verhörende mit diesem Namen zufrieden gibt.

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  • mir auch, aber ich denke es ist ein anderer Lesespaß, wenn man sich in der Welt auskennt. Man muss das wollen. Ich würde mir so was wohl auch kaum merken, wenn ich die Bücher regelmäßig lese, denn da muss man wohl Fan sein. Es hindert aber nicht einzelne Bücher trotzdem spannend zu finden und gern zu lesen. Danke Originaldippler aber für die Aufklärung, damit wir an der Stelle mehr wissen.

  • Ich denke nicht, dass das etwas mit Fan sein zu tun hat. Wenn man genug Bücher aus der gleichen Welt liest (und in diesem Fall genug Abenteuer in dieser Welt im Rollenspiel erlebt), dann bleibt halt einiges hängen, ohne dass man es sich bewusst merken würde. Ich denke, nachdem ihr die Reihe gelesen habt, werdet ihr auf alle Zeiten gewissen Assoziationen bei dem Wort "Taladur" habe. Egal ob ihr es wollt oder nicht. ;)

  • sicher, ich werde wissen, welche Familien dort leben und wie die Türme in meiner Phantasie aussehen.Leider werde ich keinen Stadtplan im Kopf haben. Ich werde nicht merken, wenn eine Turm woanders steht :-[. Ich spiele seit Jahren Mittelerde und ich könnte nicht sagen wie die Städte heißen, in denen wir waren und wie die Landkarte von Mittelerde aussieht. Ich kenne aber noch fast alle Geschichten, die wir erlebt haben und die Streiche, die wir uns gespielt haben.


  • Ich spiele seit Jahren Mittelerde und ich könnte nicht sagen wie die Städte heißen, in denen wir waren und wie die Landkarte von Mittelerde aussieht. Ich kenne aber noch fast alle Geschichten, die wir erlebt haben und die Streiche, die wir uns gespielt haben.


    OT: Das klingt ja spannend. Noch ein Mittelerde RPG Fan. Nach welchen Regeln spielst Du denn? OT Ende

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  • Suse

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