01 - Anfang bis Seite 49 unten

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  • Hallo liebe Leserunde,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Die Last der Türme" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders André Wiesler, der uns hier wieder begleiten wird. Schön, dass Du so kurzfristig mit dabei bist! :-*


    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 49 unten schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!! :winken:


    Liebe Grüße
    Heimfinderin

  • Ich hatte Angst, Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg zu haben, da ich den ersten Teil schon vergangenes Jahr :)gelesen hatte.
    Aber der Anschluss ist so nahtlos und packend, dicht,aktionsreich, dass es für mich fast wie eine Zusammenfassung des ersten Teils war. Klingt komisch, da ja alle Szenen neu sind.
    Lumino ist ein interessanter Mann, aber was hat er mit Zahir vor? Irgendwie klingt das nicht gut, von wegen, einmal muss dieser ihm noch zu Diensten sein. Ich kenne ja Andr? nicht, aber nach dem ersten Band befürchte ich Schlimmes.


    Doloresa, meine Lieblingsfigur. Wie kann Raulo erwarten, dass sie um Gnade bittet? Was soll sie tun, sich verbiegen?
    Wehe, wenn er sie bricht, dann kündige ich ihm die Freundschaft ;D


    Naja, auch bei den Schwestern geht es nahtlos weiter. Es ist aber nicht Daroca, die Intrigantin, es ist vor allem Jazemina, die nervt. Ein wenig mehr Eigeninitiative und Vertrauen würde es interessanter machen, sich mit ihr zu beschäftigen. Wie kann sie auch nur annehmen, der Brief sei von Boromeo? Vielleicht hat Daroca recht, für sie zu agieren. Wenn sie ihr doch wenigstens einen netten Mann besorgt hätte. Die netten sind doch ungefährlich ;D
    Ich war viel zu schnell auf Seite 49.

  • Als ich damals das erstemal angefangen habe die Taladur Reihe zu lesen,dachte ich es handelt sich um eine Reihe unabhängiger Romane/Geschichten die nur in der selben Stadt spielen(ähnlich wir bei Riva mortis und angbar mortis,die zwar in versch. Städten spielen,aber mit der gleichen Hauptfigur..). Als sich dann heraus gestellt,dass die Romane aufeinander aufbauen,war ich erst einmal skeptisch aber auch neugierig,da ich es mir sehr schwierig vorstelle mit einer Vielzahl von Autoren die einzelnen Bände trotzdem nahtlos bzw ohne ' großen stilbruch' ineinander zu fügen. Umso positiver überrascht bin ich gewesen,als ich damals den zweiten Teil ag zu lesen und feststellen müsste,dass sich alles harmonisch ineinander fügt und ich für meinen Teil auch nicht sofort augenscheinlich merke das ein anderer Autor am Werk ist (das ist natürlich als Kompliment gemeint).


    So,jetzt aber zum ersten Leseabschnitt:
    Zum Auftakt lernen wir eine weitere der familias kennen und zwar die xetarros. Dom lumino ist ein durch und durch berechnender und gefühlskalter Dom,wie er mit seinen Ziehsöhnen umgeht geht mir ganz und gar gegen den strich.Er geht mit ihnen um,wie mit Zuchtvieh,dass er abrichtet und nicht wie mit Kindern die er erzieht um...vorallem wie er mit zahir umspringt und wie abfällig er über ihn denkt finde ich unschön.
    Der Kampf zwischen doloresa und zahir fand ich sehr spannend zu lesen und hat uns nochmal eine weitere Seite doloresas gezeigt,die durchaus auch in der Lage ist jemandem Respekt/Achtung zu zollen,die Person muss es sich halt erst ordentlich verdienen,was zahir wohl geshafft hat und doloresa scheint auch zhirs espekt errungen zu haben.
    Zu hesindio muss ich sagen,och finde für sein Alter (er ist zwölf,oder?) ist er schon erschreckend abgebrüht und ist dabei aber trotzdem noch kindlich naiv..ich finde er wirkt irgendwie 'unecht',was aber auch an seiner emotionslosigkeit liegen könnte..zahir ist mir da 'menschlicher'...

  • Lumino handelt doch wie scheinbar alle Soberans/anas in Taladur. Jeder möchte sein Haus Stabil und machtvoll erhalten.
    Er hat alles geschafft, was man mit Verstand schaffen kann, seine Familie ist am Austerben, die Blutlinie beendet. Nun sucht er nach einem starken Nachfolger. Dafür macht er alles. Ich habe Angst, dass er auch über dieLeiche seines Ziiehsohnes geht.Wäre aber schade, denn das würde diesen Mann sehr reduzieren.Er wirkt irgendwie auch weise und ein wenig geheimnisvoll.


  • Lumino handelt doch wie scheinbar alle Soberans/anas in Taladur. Jeder möchte sein Haus Stabil und machtvoll erhalten.
    Er hat alles geschafft, was man mit Verstand schaffen kann, seine Familie ist am Austerben, die Blutlinie beendet. Nun sucht er nach einem starken Nachfolger. Dafür macht er alles. Ich habe Angst, dass er auch über dieLeiche seines Ziiehsohnes geht.Wäre aber schade, denn das würde diesen Mann sehr reduzieren.Er wirkt irgendwie auch weise und ein wenig geheimnisvoll.


    Das stimmt,die anderen Soberans sind nicht besser...allerdings finde ich Lumino besonders berechnend und kalt..als würde er seine beiden Söhne durch eine Lupe inspizieren...es gibt keinen Unterschied zwischen seinem gescheiterten 'Fledermaus Experiment' und dem 'Ziehsohn Experiment', von der Wichtigkeit natürlich schon aber von der Herangehensweise wahrscheinlich nicht,so schätze ich Lumino zumindest ein...

  • Für mich ist das jetzt eine ganz neue Leseerfahrung. Ich hatte sofort nach dem Ende von Band 1, noch bevor überhaupt feststand das wir hier gemeinsam weiterlesen würden, einfach weiter lesen müssen. So das ich jetzt das Buch zu etwa 2/3 gelesen habe und gleichzeitig wieder von vorne anfange.


    Die erste Szene im Streitturm der Xetarro ist sehr interessant. Zum ersten Mal tritt eine Figur auf, die ich vom ersten Moment an nicht mag. Ich finde Lumino sogar abstoßend. Gleichzeitig wirkt er auf mich unendlich gefährlich. Er macht geheime Experimente, behandelt alles und jeden um sich herum wie Schachfiguren. Dieser Mann geht über Leichen.


    Schön finde ich: das Titelbild läßt nicht lange auf sich warten im Text.


    Zahirs Übungskampf ist klasse. Ich habe irgendwie sofort Errol Flynn vor mir gesehen. Sehr cineastisch. Großartig.


    Die erste Szene ist in meinen Augen ein Auftakt nach Maß. Und wir sehen auch gleich wie die Überfälle Amiras und der Ferkinas die Familias in Bedrängnis bringen.


    Zitat

    Umso positiver überrascht bin ich gewesen,als ich damals den zweiten Teil ag zu lesen und feststellen müsste,dass sich alles harmonisch ineinander fügt und ich für meinen Teil auch nicht sofort augenscheinlich merke das ein anderer Autor am Werk ist (das ist natürlich als Kompliment gemeint).


    Da würde ich Dir wiedersprechen Saphira. Und das meine ich auch als Kompliment. Einen Wiesler DSA- Roman erkennt man, meiner Meinung nach, sofort: grandiose Action, Humor und Sex und Erotik. Zwei Elemente hatten wir schon, der Humor kommt bestimmt auch noch.


    Ich muss gestehen, ich fresse dieses Buch beinahe. Wenn ich mir nicht für unsere Leserunde Anstreichungen machen würde, wäre es wahrscheinlich schon ausgelesen. Ein großes Kompliment schon mal an dieser Stelle an den Autor, der mich zuletzt mit der 'Schwarzen Perle' sehr enttäuscht hatte.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Die erste Szene im Streitturm der Xetarro ist sehr interessant. Zum ersten Mal tritt eine Figur auf, die ich vom ersten Moment an nicht mag. Ich finde Lumino sogar abstoßend. Gleichzeitig wirkt er auf mich unendlich gefährlich. Er macht geheime Experimente, behandelt alles und jeden um sich herum wie Schachfiguren. Dieser Mann geht über Leichen.


    Jetzt beginne ich an mir zu zweifeln. Bin ich irgendwie falsch gepolt? Für mich ist dieser Mann am Anfang sympathisch, das mit den Fledermäusen hat da einen break gesetzt und die Aussage, er brauche Zahir nur noch einmal. Er sieht aber auch, dass sein Sohn unglücklich ist und es so wenig braucht, um ihn glücklich zu machen. Er schätzt seine Söhne doch sehr realistisch ein. Dass er überlegt, welche Qualitäten der Führung der Familie besser bekommen, ist doch noch kein Schachfiguren denken. Wie gesagt, ich habe mich diesmal zurückgehalten und nicht weiter gelesen.


    '


    Da würde ich Dir wiedersprechen Saphira. Und das meine ich auch als Kompliment. Einen Wiesler DSA- Roman erkennt man, meiner Meinung nach, sofort: grandiose Action, Humor und Sex und Erotik. Zwei Elemente hatten wir schon, der Humor kommt bestimmt auch


    Was davon bitte fehlt Dir im ersten Teil? ???

  • Wow, ihr lest schnell. Vielen Dank für die vielen lieben Worte. Lumino ist in der Tat eine eher ... ambivalente Figur und das wird noch schlimmer ;-) Und Erol Flynn ist genau das Feeling, das ich bei Zahir angestrebt habe, schön, dass es offenbar funktioniert :) Ich meinte: Taladur ist nun mal Mantel und Degen ...


    Torshavn: Schade, dass dir die Schwarze Perle nicht gefallen hat. Ist hier natürlich OT, aber magst du mir verraten, was dich daran gestört hat? (Wenn es zu OT ist, gerne auch in einer PN)

  • ambivalent ist gut, dann kann er nicht so eindeutig schlecht sein und wenn diese Ambivalenz s hlimmer wir, dann wird er eine sehr interessante Figur, sehe ich das richtig?--

  • Hallo zusammen,


    schön, dass wir uns wieder hier so kurzfristig treffen. Den ersten Abschnitt habe ich gestern auch schnell durch gehabt, so spannend war es gleicht.



    Da würde ich Dir wiedersprechen Saphira. Und das meine ich auch als Kompliment. Einen Wiesler DSA- Roman erkennt man, meiner Meinung nach, sofort: grandiose Action, Humor und Sex und Erotik. Zwei Elemente hatten wir schon, der Humor kommt bestimmt auch noch.


    Ich habe auf jeden Fall auch gleich einen anderen Tonfall gespürt. Ich kenne nun bisher keinen Roman von André, kann also zu seinem typischen Schreibstil nichts sagen, aber trotzdem habe ich gemerkt, dass die Stimmung etwas anders ist. Irgendwie "aktiver", "direkter". Bernards Stil im ersten Teil war dagegen "zurückhaltender", "adliger". Ich kann das nicht besser erklären, auf jeden Fall gefällt mir beides für sich sehr gut. Und das Besondere ist, ich habe trotzdem die ganz besondere Atmosphäre dieser Stadt, der Leute und der bisher aufgebauten Handlung gespürt. Es fügt sich also ineinander, auch wenn es sich unterschiedlich anfühlt. Ergibt das einen Sinn, was ich gerade schreibe ... ??? Nun, ich kann es nicht besser erklären. :-[



    Die erste Szene im Streitturm der Xetarro ist sehr interessant. Zum ersten Mal tritt eine Figur auf, die ich vom ersten Moment an nicht mag. Ich finde Lumino sogar abstoßend. Gleichzeitig wirkt er auf mich unendlich gefährlich.


    Ja, mich stößt er auch ab. Aber total! Interessanterweise empfand ich ihn anfangs, als er sinnierend auf dem Balkon stand, auch erst weise. Später dann streng und hart, als er seinen Sohn beim Kampf beobachtet hatte. Aber spätestens, als er seinen Sohn mit der Magd im Badezuber beobachtet hatte, fand ich ihn einfach widerlich und das hat sich dann auch nicht mehr geändert. Mir gefällt nicht, wie er seine Söhne betrachtet und in ihnen nur eine "Ware" oder sein "Zuchtvieh" sieht und deren Nutzen analysiert. Da fehlt einfach das Menschliche, Machterhaltung seiner Familia hin oder her. ::)


    Zahir dagegen fand ich bisher sehr sympathisch. Er ist ein Kämpfer und vielleicht auch viel von sich überzeugt, aber er kann wenigstens auch anderen Respekt zollen, wenn sie ihn verdienen. Der Kampf hat mir übrigens auch sehr sehr gut gefallen. Der war wirklich toll und filmreif beschrieben. Ich sah die Bewegungen genau vor mir. Doloresa hat hier auch mal einen gleichwertigeren Kampfpartner vor sich und irgendwie hatte ich nach dem Kampf das Gefühl, sie und Zahir könnten so etwas wie Freunde werden, wenn die Familias nicht wieder im Weg stehen.



    Naja, auch bei den Schwestern geht es nahtlos weiter. Es ist aber nicht Daroca, die Intrigantin, es ist vor allem Jazemina, die nervt. Ein wenig mehr Eigeninitiative und Vertrauen würde es interessanter machen, sich mit ihr zu beschäftigen. Wie kann sie auch nur annehmen, der Brief sei von Boromeo? Vielleicht hat Daroca recht, für sie zu agieren.


    Oh ja! Jazemina ging mit mit ihrem Getue ja schon im ersten Buch auf die Nerven, aber hier hat sich das jetzt noch gesteigert. Wie sie sich selbst so in den Mittelpunkt stellt, alles sich um sie und ihr Leid dreht und sie dabei in heulendem Selbstmitleid zerfällt. Soll sie doch mal selbst aktiv werden, selbst etwas herausfinden, sich mal selbst kümmern, wo er verblieben ist, und vor allem Mal ihr Hirn anstrengen und dabei merken, dass dieser Brief nicht von Boromeo kommen kann, wenn sie ein bisschen Menschenkenntnis hätte. Der Brief war ja so krass und überhaupt nicht unauffällig, dabei kann man doch nur merken, dass damit was nicht stimmt. ::) Jazemina kommt mir mehr und mehr vor wie ein dummes kleines Mädchen, das zu viele schlechte Liebesromane gelesen hat. ;D ;) Da ist mir ja echt die Durchtriebenheit Doracas lieber, die wenigstens weiß, was sie will und dafür was tut. Meine Güte, Doraca ist echt garstig! ;D

  • Der Anfang des Buches ließt sich schon mal sehr spannend. Die Vorstellung der Familie Xetarro im Detail fügt sich gut in das Bild der bisher bekannten Familien ein. Interessant ist hier die magische Komponente, die bisher in Taladur ja weitestgehends fehlte. Der Soberan Lumino scheint dann auch zugleich ein knochenharter Familienführer zu sein. Auch mir ist sogleich aufgefallen, dass das sehr stimmungsvolle Cover des Buches die Eröffnungsszene darstellt. Ebenfalls ist mir aufgefallen das Darocas Tagebuch nicht mehr die Einleitung in die Kapitel Darstellt, schade das dies nur eine schöne Eigenheit von Buch eins dann wohl war.


    Bei den Xetarro fragt man sich ja dann auch gleich, was hat es mit den Fledermausexperimenten auf sich? Die Art und Weise wie der Soberan hier seinen Mundino aussucht finde ich ebenfalls erst mal recht hart, anderenfalls ist es auch nicht weniger auf Effektivität getrimmt als bei den anderen Familien. Daroca wird auch auch aufgrund ihrer besserer Führungsfähigkeiten die Mundina.


    Die kurz darauf folgende sehr intensiv beschriebene Sexszene ließ dann fast ein "Shades of Grey" erröten und läßt die Familie noch verdorbener erscheinen. Das der Vater seine Lust als Spanner beim Sohn erlebt, war dann doch etwas verstörend.


    Die Idee das Jazemina die Fledermaus gefunden hat fand ich dann ganz witzig. Mal sehen wie sich der kleine, vielleicht magische Gast, weiter entwickelt.


    Der Kampf zwischen Doloresa und Xetarro war dann auch sehr spannend. Ich hätte ja vorher auf Doloresa gesetzt. Der Ausgang war dann überraschend.


    Die Ankunft Boromeos in der Mine ließ den Ort sehr düster und Ausweglos erscheinen. Die Tatsache das Boromeo seiner Liebe wegen kuschen muss, macht es dann noch schlimmer. Mal sehen wie lange er sich seinen Gefühlen beugen kann und nicht gegen seinen Peitschen schwingenden Aufseher aufbegehrt.


    Jetzt wird erst mal weiter gelesen, ist gerade so spannend...

  • Zitat

    Da würde ich Dir wiedersprechen Saphira. Und das meine ich auch als Kompliment. Einen Wiesler DSA- Roman erkennt man, meiner Meinung nach, sofort: grandiose Action, Humor und Sex und Erotik. Zwei Elemente hatten wir schon, der Humor kommt bestimmt auch noch.



    Das darfst du natürlich auch,torshavn ;D
    Es stimmt schon,der Stil ist schon ein anderer aber ich finde es fügt sich trotzdem harmonisch ineinander,oder seht ihr das anders?




    Kurz noch zu der badezuber-Szene,ich fand sie auch jetzt wo ich das Buch das zweite mal lese auch immernoch verstörend(das ist der treffende Begriff xeledorn)...und ich findre diese Szene ist auch wieder bezeichnend für das 'Vater- Sohn Verhältnis'..was für mich eigentlich nicht vorhanden ist,ich finde lumino sieht vorallem in zahir ein Werkzeug,für hesindio hat er vielleicht immerhin ein wenig übrig..


    Zu daroca läst sich sagen,Sie bleibt sich weiterhin treu und mir gefällt ihre Rolle als durchtriebene intrigantin sehr gut..auch wie sie edelhart mühelos für ihre Interessen einspannt finde ich grandios...
    Jazemina,hmmm ich finde auch das sie sich sehr schnell überzeugen lässt von dem gefälschten Brief,andererseits sie kennt boromeo ja nur von ein zwei flüchtigen treffen...



    edit Heimfinderin: Zitat repariert


  • Das darfst du natürlich auch,torshavn ;D
    Es stimmt schon,der Stil ist schon ein anderer aber ich finde es fügt sich trotzdem harmonisch ineinander,oder seht ihr das anders?


    Der andere Stil ist es auf den ich aufmerksam machen wollte, den ich für unverwechselbar halte. ;) Du hast natürlich recht, es fügt sich gut ineinander. Ich bleibe beim Lesen ungebrochen, harmonisch in der Geschichte, die zuletzt in Band 1 aufgebaut wurde (Gefangennahme und Lagerhaft für Boromeo), was mir auch sehr gut gefällt :).


    Zitat

    Die kurz darauf folgende sehr intensiv beschriebene Sexszene ließ dann fast ein "Shades of Grey" erröten und läßt die Familie noch verdorbener erscheinen. Das der Vater seine Lust als Spanner beim Sohn erlebt, war dann doch etwas verstörend.


    Die Szene empfand ich ähnlich. Ich würde sogar noch weiter gehen, weshalb mich die Szene noch mehr abstößt und befremdet. Lumino will zwar vordergründig seinem Ziehsohn etwas Gutes tun. Aber letztendlich wird die Szene nur für ihn arrangiert. Man merkt es deutlich am Verhalten der Magd, die einzig mit Lumino zu kokettieren scheint und peinlich genau darauf achtet, das der Alte alles sehen und miterleben kann.


    Zitat

    ambivalent ist gut, dann kann er nicht so eindeutig schlecht sein und wenn diese Ambivalenz s hlimmer wir, dann wird er eine sehr interessante Figur, sehe ich das richtig?--


    Für ambivalent halte ich Lumino in seinem Verhalten nicht. Er ist gnaden- und rücksichtslos, was er auch in diesem Kapitel zeigt, in seiner Bewertung des Übungskampfes zwischen Zahir und Doloresa. Was ihm fehlt, das wird dann glaube ich erst im zweiten Leseabschnitt deutlich, ist das Vergnügen an der Gewalt, der Intrige, der Machtausübung. Das unterscheidet ihn von diesem 12 jährigen Bengel, den er seinen Ziehsohn nennt. Ich glaube auch, das ers eine Kinder grundsätzlich falsch einschätzt. Darüber läßt sich aber an anderer Stelle in dieser Runde dann besser reden, wenn wir mehr Beispiele vorliegen haben.
    Interessant bleibt Lumino trotzdem. Denn er besitzt Wissen, das uns mehr zum Hintergrund Taladurs und seiner Familias zeigt. Zum Beispiel, wenn er von den ersten Versuchen den Schmarotzer aus Doloresas Gesicht zu entfernen berichtet. Ausserdem trägt er die Magie in die Geschichte. Und Magier sind immer interessant. Ich muß diesen alten Lumino deshalb ja nicht mögen. Neugierig warte ich darauf, was ihn letzlich zu Fall bringt: seine Selbstherrlichkeit, eines seiner Kinder oder gar ein mißlungenes magisches Experiment.


    Sehr sympathisch finde ich Zahir, diesen jungen Meister der Fechtkunst, mit der richtigen Portion Naivität ausgestattet und durchaus Träger hehrer Ideale. Der Kampf mit Doloresa ist wieder genial. Ich hoffe die beiden treffen noch öfter aufeinander, bitte nicht nur im Kampf. Ich sehe da Potential für eine Beziehung.


    Raul Tandori wurde für mich im ersten Band durchaus zu einem Sympathieträger. Ich mag seine relative Unabhängigkeit als Herr von San Cardasso. Und auch seine prägenden Kriegserfahrungen machen ihn zu einem interessanten Charakter. Nun erfahren wir zum ersten Mal von einem dunklen Fleck in seiner unkriegerischen Vergangenheit: das Verhältnis, vielleicht sogar nur eine Nacht mit einer verheirateten Frau. Hoffentlich erfahren wir hier noch etwas genaueres.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()

  • Ich frage mich, ob meine Unkenntnis des Genre dazu führt, dass ich das erste Kapitel scheinbar falsch lese. Lumino hat doch beide Söhne erzogen und es fällt ihm nicht leicht , die Entscheidung zu treffen. Bei den Intrigen, die in Taladur scheinbar völlig. normal sind, muss er doch hart erziehen. Wenn jemand fair kämpft gegen unfaire Gegner,wird er in der Regel verlieren.
    Der Satz:"... es braucht so wenig, um dich glücklich zu machen, mein Sohn, und doch bist du es so selten."
    Wie interpretiert ihr den?
    Ich habe auch gestutzt bei dem Satz: "Doch zuerst wollte das Vieh belohnt werden" Für mich passte dieser Satz komischer Weise nicht zu Lumino .
    Ihr nehmt ihm übel, dass er zuschaut? Aber er tut es nicht heimlich und seinen Sohn scheint es nicht zu stören. Ich bekenne auch im Erotik Genre nicht zuhause zu sein, keine Pornofilme zu schauen und auch noch nicht im Swingerclub gewesen zu sein. Ichweiß aber, dass es durchaus Menschen gibt, die gern zuschauen und welche, die gern zuschauen lassen.
    Hier geht es um Sex und nicht um Liebe. Solange alle Beteiligten einversta den sind, finde ich nichts verwerfliches daran.


  • Ich frage mich, ob meine Unkenntnis des Genre dazu führt, dass ich das erste Kapitel scheinbar falsch lese. Lumino hat doch beide Söhne erzogen und es fällt ihm nicht leicht , die Entscheidung zu treffen. Bei den Intrigen, die in Taladur scheinbar völlig. normal sind, muss er doch hart erziehen. Wenn jemand fair kämpft gegen unfaire Gegner,wird er in der Regel verlieren.


    Die Spielwelt Aventurien ist als "Helden"welt angelegt. Das bedeutet das die Logik aus unserer Welt nicht immer greifen muss und es sehr oft nicht tut. Die fast allmächtigen Götter greifen häufig in das geschehen der Menschen ein. Manchmal tun sie das offensichtlich, manchmal eher subtil. Wo man sich aber fast sicher sein kann ist, dass böses Handeln immer bestraft wird auf Dauer und gutes handeln fast immer belohnt wird. Viel wichtiger ist dabei noch, dass auch die Menschen in dieser Welt um die Existenz der Götter wissen! Sie glauben nicht das es Götter geben könnte, sie wissen das sie da sind und das sie belohnen oder strafen. Wer in Aussichtsloser Kampfsituation sich als einzelner gläubiger Kämpfer, z.B. Edelhart, gegen 10 Ferkina Kämpfer antritt um einen Bauernhof zu verteidigen, der kann sich sehr sicher sein, dass die Kriegsgöttin Rondra ihm beistehen wird. Von der Logik her würde er verlieren müssen, Wahrscheinlicher ist aber das er innerhalb der Logik der Spielwelt aufgrund seines rechtschaffenden Handelns siegen wird.


    Auf die Intrigen bezogen wäre der Gott der Händler Phex z.B. der richtige göttliche Ansprechpartner. Dieser belohnt zwar listiges Vorgehen, welches auch gerne unfair sein kann, toleriert aber wie alle Götter keine Grausamkeiten oder offensichtlich ethisch falsches Handeln. Insofern kann man sagen das die "listigen" Überfälle auf die Alaun Lieferungen quasi noch okay sind, das quälen von unschuldigen Menschen im Keller um Informationen zu erlangen hingegen nicht.


    So wie oben beschrieben hat unsere Schwarze Auge Spielgruppe jedenfalls die Spielwelt verstanden und interpretiert. Ich würde mich hier auch über Bestätigung oder andere Meinungen zu dem Thema freuen.


    Den Satz mit dem Vieh kann ich nicht finden, auf welcher Seite steht der?

  • Der Satz steht auf Seite 14.
    DSA habe ich nur ei mal gespielt. Wir spielen Mittelerde und man muss es den Göttern nicht so schwer machen zu helfen....
    Mir ging es darum, dass die strenge Erziehung Zahir eigentlich für sein Überleben gedacht ist, denn ein Intrigant hätte eben den Degen vergiftet (siehe Seite ) Es sollte meine doch scheinbar außenseiterische Ansicht begründen, dass Lumino nicht so super schlecht ist.
    Übrigens kenne ich nur ein anderes DSA-Buch und dort war alles bis zur Grausamkeit logisch und genau deswegen lese ich auch hier mit.( ich finde keinen schulterzuckenden Smiley ;) )

  • Und mal wieder bin ich der letzte der etwas zu Abschnitt 1 postet... Naja, dafür werde ich ab jetzt mithalten.


    Die Einführung der Familie Xetarro hat mich sowohl glücklich als auch unglücklich gemacht. Einerseits gefällt mir eine Familia mit einem skrupellosem (Schwarz?)magier an der Spitze sehr gut, weil sie genau das nach Taladur bringt, was mir in Band 1 am meisten gefehlt hat (Fantasy), andererseits ist es natürlich traurig, dass sie im ersten Band, der ja mehr oder weniger "nur" das Setting bereitet hat, noch nicht vorkam. Aber dazu hat Bernd sich ja schon geäußert.


    Auch Bromeos Auftritt hat mich glücklich und unglücklich gemacht. Einerseits ist es schade, dass dieser Name, der mir fast schon sauer aufstößt, nicht in der Versenkung verschwindet, andererseits finde ich es gut, dass dieser Handlungsfaden aus Band 1 - fast möchte ich sagen der einzige Handlungsfaden aus Band 1 - weiter gesponnen wird.


    Mein Highlight auf diesen Seiten war aber der Auftritt Doloresas, die ja für mich eh schon der interessanteste Charakter in Band 1 war. Ihr neues "böses" Ich, dass sie ja gegen Ende des letzten Bandes schon angekündigt hatte, durften wir nun zum ersten Mal erleben. Ich erwarte noch viel unterhaltsames von ihr!


    Und auch die erste große Sexszene gab es schon. Ich habe bislang etwas ein Drittel der DSA-Romane gelesen und in mindesten der Hälfte davon gab es sehr plastische Sexszenen. Wie kommt es eigentlich, dass diese Szenen so oft so plastisch dargestellt werden, wo sich DSA insgesamt doch an eine Zielgruppe ab 12/14 Jahren aufwärts richtet?

  • Luminos Verhältnis zu seinen Söhnen ist schon sehr ... speziell. ;) Er stellt die Macht der Familie über alles und trifft darum auch unliebsame Entscheidungen. Zimperlich und ein Menschenfreund per se ist er auf jeden Fall nicht ;)
    Ich muss gestehen, dass die Erotikszene sogar für meine Bücher recht "exotisch" ist, aber ich fand, dass dadurch das Verhältnis zwischen Lumino und Zahir einfach besser beschrieben wird, als in 100 Dialogen ...


  • Luminos Verhältnis zu seinen Söhnen ist schon sehr ... speziell. ;) Er stellt die Macht der Familie über alles und trifft darum auch unliebsame Entscheidungen. Zimperlich und ein Menschenfreund per se ist er auf jeden Fall nicht ;)


    Ein spezielles Verhältnis zu seinen Söhnen hat er allerdings. Ich frage mich, behandelt er sie so, weil sie lediglich seine Ziehsöhne sind? Bisher ist ja noch nicht viel über seinen leiblichen Sohn gesagt worden. Ich glaube Raulo spricht kurz über seinen Tod., aber auch erst etwas später.
    Wenn Lumino aber doch die Familia über alles geht, wie kann er da den Tod eines Familienmitglieds inszenieren?
    Was ist für ihn Familia? Lediglich die Besitzungen und Machtpositionen? Mir kommt es so vor. Personen sind scheinbar austauschbar. Ein schrecklicher Mann.

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  • Ein spezielles Verhältnis zu seinen Söhnen hat er allerdings. Ich frage mich, behandelt er sie so, weil sie lediglich seine Ziehsöhne sind? Bisher ist ja noch nicht viel über seinen leiblichen Sohn gesagt worden. Ich glaube Raulo spricht kurz über seinen Tod., aber auch erst etwas später.
    Wenn Lumino aber doch die Familia über alles geht, wie kann er da den Tod eines Familienmitglieds inszenieren?
    Was ist für ihn Familia? Lediglich die Besitzungen und Machtpositionen? Mir kommt es so vor. Personen sind scheinbar austauschbar. Ein schrecklicher Mann.



    Ja, ich hab mir auch schon einige Gedanken über Lumino gemacht,was ich mich auch frage ist,nach welchen Kriterien er seine Ziehsöhne ausgesucht hat,also sie könnten ja nicht unterschiedlicher sein,ob er sie bewußt so ausgewählt hat(wahrscheinlich schon, aber sie waren ja noch so jung als er sie aufgenommen hat..dann hat er sie zumindest bewußt so erzogen?),also im Sinne von der eine soll führen und der ander beschützen...und bei Hesindio stellt sich mir auch die Frage,wo er ihn aufgegabelt hat,bei Zahir erfahren wir es ja, aber bei Hesindio ja bisher nicht,ich fginde Hesindio ja fast schon gefährlicher und auch fragwürdiger als Lumino..