Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für die Rezensionen und Meinungen (zur Leserunde allgemein), die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - auch ein Fazit zur Leserunde (gerne auch von Christiane selbst) ist immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler in den Rezensionen und verratet nichts Handlungsrelevantes.


    Achtung: Bitte veröffentlicht eure Rezension auch auf Literaturschock.de Es ist hierfür keine spezielle Anmeldung notwendig: Love@Miriam

  • Als erstes möchte ich mich noch einmal bedanken, bei allen Mitlesern, beim Verlag und auch bei Christiane. Ich hatte viele Fragen und durch ihre Erläuterungen ist mir einiges klar geworden und habe es von einer anderen Seite aus gesehen. Auch wenn für mich der Verlauf etwas anders wie erwartet war, gefällt mir das Buch sehr gut und bedanke mich daher.


    Ich werde weiterhin die Kommentare verfolgen, da ich echt finde, dieses Buch läßt viel zum diskutieren übrig und freue mich auf die Dinge die da noch kommen werden.


    Meine Rezension:

    Klappentext:
    Harry liebt Miriam, aber die liebt leider Ben, ihren neuen Freund. Doch Harry gibt nicht auf. Er schleicht sich über Facebook in ihr Leben zurück, zum Äußersten entschlossen. Doch so leicht gibt Harry nicht auf, denn wofür gibt es Social-Media-Plattformen? Miriam ist eine junge Frau von heute; sie ist online, sie chattet und trifft ihre Freunde auf Facebook. Bald ist Harry ihr auf den Fersen und schleicht sich in ihr Leben zurück, denn er hat eine Mission: Miriam zurückzuerobern, um jeden Preis. Auch wenn er dafür über Leichen gehen muss ...


    Zum Buch:
    Eine zerbrochene Glasscheibe, die verschiedensten Kontaktmöglichkeiten wie Facebook, email oder per Telefon sind aufgeführt und ein großer Bestandteil des Buches. Die gesprungene Scheibe ist wie ich finde total passend zu diesem Roman und im Nachhinein weiß man auch weshalb. Ganz toll, die Personenbeschreibung am Anfang des Buches, was einem sehr hilfreich ist.


    Erster Satz:
    „Das Jahr rast seinem Ende zu.“


    Meine Meinung:
    Harry kann die Trennung zu Miriam nicht akzeptieren. Er liebt sich und er würde alles für sie tun, nur um sie wieder zurückzuerobern. Harry tritt in das Sozialnetzwerk Facebook ein und immer mehr verfällt er dem Kontrollzwang. Er schaut was Miriam macht, versucht viele Freunde zu bekommen und immer mehr „Gefällt mir“ Angaben zu erhaschen, als wie Ben. Doch das scheint alles nicht so recht zu klappen. Er verfolgt Ben und auch Miriam und er entwickelt ein immer merkwürdigeres Verhalten.
    In seinem Job läuft auch nichts mehr so wie es sein sollte, er kommandiert die Praktikantin herum, streitet sich mit dem Chef und selbst dort spielt das Netzwerk Facebook für ihn eine große Rolle und er kann nicht davon ablassen, er muss immer genau wissen, was die anderen tun oder wo sie sich befinden. Ja Harry ist psychisch total fertig, er wird zu einem Stalker. Doch damit nicht genug …
    Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und in Form eines Tagebuches geführt sowie per emailkontakt oder auch Chatgesprächen.
    Die Gespräche und auch anderen Merkmale über Facebook sind sehr real. Die meisten kennen sowie nutzen Facebook und damit auch seine Tücken. Diese wurde hier auch sehr gut wiedergegeben.


    Dieser Roman ist etwas anders als wie man es erst erwartet. Man erhofft sich hier eine Geschichte, bzw. einer Facebook Unterhaltung mit einem Abschluss. Doch genau dies, wird einem nicht geboten. Es handelt sich um einen interaktiven Roman, wo man sich ein Drittel dazu denken muss. Ein Buch, was Fragen aufwirft, man diskutiert mit Freunden darüber und denkt sich seinen Teil. Es soll den Lesern die Augen öffnen, das nicht alles so erscheint, wie man es sieht oder sich denkt. Man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen, aber nicht dahinter. Es klingt sehr beängstigend und ich war oftmals sehr geschockt über einige Situationen, aber auch wenn man dieses Denken in die Realität hervorholt.


    Die Ermittlungsarbeit in diesem Roman fand ich etwas fragwürdig, jedoch passt dies alles im Gesamtpaket sehr gut zueinander.
    Ein für mich sehr unterhaltsamer Roman für Zwischendurch, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat und mich nun auch einige Dinge anders sehen lässt. Gefällt mir!


    Fazit:
    Ein interaktiver Roman, der uns zeigen soll, dass nicht alles so erscheint, wie man denkt, oder es bildlich zu sehen meint. Ein Roman der schockiert aber man sich auch Gedanken macht, denn dieses wird man sich schlussendlich mit Sicherheit tun.


    Meine Wertung: :lesen: :lesen: :lesen: :lesen:

  • Ich möchte mich auch bei euch bedanken und bin sehr froh darüber dieses Buch nicht einfach für mich gelesen zu haben sondern in einer Gruppe zu diskutieren. Vor allem auch die Denkanstöße von Christiane haben mich sozusagen sehr inspiriert dieses Buch anders zu sehen.


    Rezi:
    Christiane Geldmacher - Love@Miriam


    Unter dem Schutzumschlag befindet sich ein facebook-blaues Buch, welches auf den ersten Seiten die Anfänge eines jeden Facebook-Nutzers wiedererkennen lässt. Auch die Online-Sprache mit seinen Smilies und Icons finden ihren Platz und spiegeln Facebook authentisch wider. Der Aufbau ist in Tagebuchform geschrieben. Die Kapitel sind kurz gehalten und lassen sich schnell lesen und die 218 Seiten sind entsprechend kurzweilig.


    An Witz und surrealen Situationen und Figuren mangelt es nicht. Denn die im Roman vermeintlich erwachsenen Charaktere benehmen sich alles andere als altersentsprechend. Es entsteht ein virtueller Konkurrenzkampf zwischen Harry und dem Neuen seiner Ex. Die Grenze zum Stalking ist schnell dank Facebook überschritten. Die Autorin zeigt hier sehr deutlich, dass Fortschritt auch sehr gefährlich sein kann. Denn viele sind den neuen Medien verfallen. Erkennen wir noch den schmalen Grat oder haben wir ihn bereits überschritten? Harry hat nicht nur diesen überschritten sondern auch seine Selbsteinschätzung hat vollkommen die Verbindung zur Realität verloren.


    So sind auch "Drohungen" in die heutige Umgangsprache als Floskeln übernommen, welche keiner erst nimmt aber vielleicht doch sind? Würden wir einen Gewalttäter oder Mörder in unserem Umfeld vermuten, der diese Drohungen erst meint und umsetzt? Kennen wir unsere Freunde wirklich?


    Auch das offene Ende soll weiterhin zum Nachdenken anregen. Christiane Geldmacher lässt genug Luft über Harry, Miriam, Annie Weingarten und die Kommissare ein eigenes Urteil zu bilden um die Charaktere von positiven und negativen Seiten zu betrachten. Selbst in der Handlung lässt sie genug Spielraum für die eigene Fantasie.

  • Vielen lieben Dank für das Buch, und dass ich an dieser tollen Leserunde teilnehmen durfte. :flirt: Die Diskussionen war klasse und sehr hilfreich.
    Von mir auch ein riesen Lob an dich, Christiane, dass du so fleißig mitgeschrieben hast und auf all die Fragen eingegangen bist. Das nenn´ ich mal eine besondere Leserunde mit Autorenbegleitung. :klatschen:



    Und hier nun meine Rezi:


    Harry hatte eine Beziehung zu Miriam. Die Beziehung geht auseinander. Harry kann Miriam nicht vergessen. Miriam hat einen neuen Freund, Ben. Harry liebt Miriam noch immer. Harry geht zu Facebook. Er wird Freund von Miriam und Ben. Harry, ein Mensch wie du und ich?


    Die Autorin hat mit „Love@Miriam“ einen faszinierenden interaktiven Krimi geschrieben. Der Leser lernt Harry kennen, der für all die unglücklich getrennten, jedoch immer noch verliebten, stehen kann, die sich nicht mit dem Ende einer Beziehung abfinden können / wollen. In die Welt des sozialen Netzwerkes Facebook eingetaucht, vermischt Harry seinen Wunschgedanken, weiterhin mit Miriam zusammen zu sein, mit der realen Welt, dass Miriam eigentlich einen neuen Freund hat und mit ihm glücklich ist. Die Nähe zu Miriam durch Facebook, so weiterhin an ihrem Leben teilnehmend, wird aus Harry ein Stalker, der über die Grenzen schießt und über Leichen geht.
    Der Roman vermittelt, durch kurze Tagebucheinträge und eine angepasste „Internetsprache“, sehr gut das „Leben“ in Facebook. Die Gefahren von sozialen Netzwerken, und wie sie sich auf das private Leben auswirken können, sind treffend und ziemlich gruselig dargestellt (Ich habe kurz überlegt, ob ich alle meine Einstellungen einwandfrei eingerichtet habe!)
    Die Geschichte gewinnt an Tempo, als die beiden Ermittler sich, auf teilweise komische Art und Weise, in das Leben von Harry „drängen“, um gegen ihn zu ermitteln; auch auf Facebook!
    Das Ende gefällt mir, je länger ich darüber nachdanke und rede, mehr und mehr und erscheint (leider) ungewöhnlich schlüssig.
    Dies ist ein etwas anderer und moderner Krimi, der, nachdem er ausgelesen ist, den Blickwinkel für soziale Netzwerke schärft und manch eine Frage im Kopf herumgeistern lässt.


    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen, da ich den Roman erst durch diese Leserunde und die Erklärungen von Christiane, im Gesamten erfasst habe.

  • Rezension: Christiane Geldmacher, Love@Miriam


    Harry liebt Miriam, schon immer, seit der Schulzeit. Miriam aber liebt Harry nicht mehr und hat längst einen neuen Freund, nämlich Ben. Das will Harry nicht hinnehmen. Er meldet sich bei Facebook an, um ein Auge auf die beiden Turteltäubchen zu haben. Er überhäuft Miriam mit Posts, stellt den beiden Verliebten nach, hat ständig Streitereien mit Ben, nicht nur im Net. Als Ben versucht, Harry durch eine Schlägerei zu stoppen, sieht Harry rot. Er schafft den Rivalen ein für allemal beiseite...


    So spannend liest sich der Inhalt dieses Krimis. Ich war wirklich sehr gespannt darauf, zumal er keine einfache Prosaerzählung, sondern in Form eines PC-Tagebuchs geschrieben ist. Wir erleben und sehen die Personen hauptsächlich aus Harrys subjektiver Perspektive. Dennoch gelingt es der Autorin, Harrys Charakter, seine Obsession spürbar zu machen. Christiane Geldmacher beschreibt nicht, sondern zeigt Harrys beängstigende Entwicklung zum Stalker und eiskaltem Mörder. Durch Harrys einseitige, manchmal lakonische Darstellung ist die Fantasie des Lesers gefordert und lässt einen Psychothriller vor seinem geistigen Auge ablaufen.
    So ganz nebenbei ließ sich der Krimi jedoch nicht von mir lesen, da ich anfangs Probleme mit dem Facebook-Jargon hatte. Aber die Spannung trägt zunächst und treibt den Leser vorwärts.... Bis zum 3. Leseviertel.
    Der dritte Lesepart ist sehr langatmig. Die Ermittlungsarbeit der Polizei wirkt eher komödienhaft und lässt das Buch an Glaubwürdigkeit verlieren.
    Das offene Ende hätte mich am Schluss beinah mit diesem Part und diesem Spannungsabfall versöhnt. Zunächst sah es nach einem offenen Ende aus, der dem Leser wiederum Raum für eigene Spekulationen lässt. Leider aber liefert die Autorin einen Epilog hinterher, der dem Leser ihre Sicht der Dinge aufdrängt. Ein Ende, das ich mir gern erspart hätte, das mich in meinen Interpretationsmöglichkeiten eingrenzt.... Wie schade!
    Somit ist "Love@Miriam" für mich ein Krimi, der seine angelegten Möglichkeiten nicht nutzt und dahinter zurückbleibt.
    Meine Wertung: :lesen: :lesen: :lesen:


    Vielen Dank an Christiane Geldmacher für die ausführliche Begleitung, an alle Mit-Leser für die vielen interessanten Beiträge und Denkanstöße und, last but not least, an der Verlag für das Buchgeschenk.

  • Kurzbeschreibung:


    Zitat

    Harry liebt Miriam, aber die liebt leider Ben, ihren neuen Freund. Doch Harry gibt nicht auf. Er schleicht sich über Facebook in ihr Leben zurück, zum Äußersten entschlossen.Harry liebt Miriam, aber die liebt leider Ben, ihren neuen Freund. Doch so leicht gibt Harry nicht auf, denn wofür gibt es Social-Media-Plattformen? Miriam ist eine junge Frau von heute; sie ist online, sie chattet und trifft ihre Freunde auf Facebook. Bald ist Harry ihr auf den Fersen und schleicht sich in ihr Leben zurück, denn er hat eine Mission: Miriam zurückzuerobern, um jeden Preis. Auch wenn er dafür über Leichen gehen muss ...


    Meine Meinung:


    Mit „Love@Miriam“ hatte ich so meine Probleme:


    Zuerst einmal ist da der Stil: die abgehackten, kurzen (Tagebuch-) Postings von Harry, in dem der Großteil der Geschichte geschrieben ist, passen zu dem Thema Facebook - aber leider nicht zu meinen Lesevorlieben. Der Stil machte es mir schwer, in die Geschichte hineinzukommen und hat mich eher genervt als Neugier und Spannung zu erzeugen. Bei den längeren Abschnitten war das anders - aber leider gibt es nur sehr wenige davon in dem Buch.


    Mit den Personen wurde ich nicht richtig warm: Harry und seine Facebook-"Freunde“ benehmen sich, als wären sie Anfang 20 und nicht Anfang 30. Davon abgesehen war Harry zwar überzeugend dargestellt in seinem Wahn, die anderen Personen konnte ich allerdings oftmals in ihrem Verhalten nicht verstehen. Ob es nun die unfähigen Polizisten sind oder Miriam - manchmal fand ich ihre Verhaltensweisen fast surreal.


    Auch das Ende fand ich unbefriedigend (näher darauf kann ich hier nicht eingehen, da ich sonst spoilern würde).


    Mein Fazit:


    In sich mag das Buch stimmig sein, nur war es kein Buch für mich. Ob das wohl daran liegt, dass ich nicht bei Facebook bin? ;)


    Zur Leserunde:


    Trotz meiner Kritik fand ich die Leserunde sehr interessant. Vielen Dank an die Autorin Christiane Geldmacher für ihre ausführlichen Postings! Dadurch habe ich vieles besser verstanden.


    Vielen Dank für das Buch an den Bookspot Verlag.


    Und, wie immer, vielen Dank an meine Mitleserinnen. Das gemeinsame Lesen war wieder klasse! :)


    ---
    Edit: Verlinkungen:


    *[url=http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,29485.msg711176.html#msg711176]http://www.literaturschock.de/….msg711176.html#msg711176[/url]
    *LS-Hauptseite (noch nicht freigeschaltet)

  • Das Buch teilt sich für mich in 2 sehr unterschiedliche Hälften, die auch ungefähr der Hälfte der Seiten entsprechen. Die erste hat mir sehr gut gefallen, die zweite nicht mehr.
    Die kurze Vorstellung der Hauptpersonen samt Altersangabe am Anfang war sehr hilfreich für mich, da ich sonst Harry und Miriam auf höchstens Anfang 20 geschätzt hätte. Der flapsige Jugendjargon, gespickt mit englischen Ausdrücken, ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber temporeich, kurzweilig und amüsant zu lesen. Die Handlung erschließt sich größtenteils durch die Facebook-Aktivitäten der Protagonisten - man ist gleich mitten im Geschehen. Als angenehm empfinde ich nach dieser "Daumen-Action" die kurzen Phasen mit mehr erzählendem Text. Zum Beispiel die Treffen mit seiner Mutter und die Beziehung zum verstorbenen Vater. Schmunzeln kann man auch ab und zu über ironische, eingestreute Gags.


    Ungefähr ab der Mitte des Buches wechselt die Form weg von den Facebookpostings, zu fast nur noch Tagebucheinträgen und E-Mail-Verkehr. Allerdings fand ich diese Kapitel aber eher langweilig. Man hat teil an der immer verdrehteren Wahrnehmung von Harry, die schon an Wahnsinn grenzt und an seiner fortschreitetenden Depression.


    Die Darstellung der ermittelnden Polizisten ist sehr lächerlich. Durch ihre hilflosen und holperigen Ermittlungstaktiken wirken sie nur wie Abziehbilder von Kommissaren. Ich glaube nicht, daß echte Polizisten sich dazu hergeben, mit offensichtlichen Tätern, Fernsehen zu schauen und das FB-Profil der Mordkommission hat auch schon wieder was von Mediensatire.


    Stellenweise dachte ich, daß durch verschiedene Hinweise und "Spuren" die angelegt wurden, noch etwas Bewegung in die Handlung kommt, aber darauf wartet man vergebens. Nebenpersonen werden zwar erwähnt, spielen aber für den Fortgang der Story leider keine weitere Rolle.
    Insgesamt finde ich den Roman/Krimi unbefriedigend.

  • Meine Rezension:


    Harrys Welt dreht sich nur um eines: Um Harry. An zweiter Stelle steht Miriam, die ihn sitzen ließ, obwohl sie doch seit der Schulzeit miteinander gingen. Seit zwei Jahren ist Schluss und nun muss der inzwischen 30-jährige auf Facebook mit verfolgen, wie sich Miriams Leben ohne ihn weiterentwickelt. Sie lernt Ben kennen, die beiden verlieben sich ineinander, planen gemeinsame Urlaubsreisen und verloben sich schließlich. Harry quält sich selbst und beobachtet, kommentiert, klickt auf Miriams Beiträge und hinterlässt ein "Gefällt mir". Immer mehr erinnert er Miriam an einen lästigen Stalker. Bis zu dem Tag, an dem Ben tot aufgefunden wird - doch Harry, der Normalo von nebenan, kann es nicht gewesen sein, oder doch?


    Christiane Geldmacher bewegt sich durch das Buch so sicher wie durch Facebook. Sie hat die Glücksnuss geknackt und Farmville gespielt - und bewegt ihre Figuren damit in einer Homezone. Obwohl das Buch "Love@Miriam" heißt, handelt es einzig und alleine von Harry, einem Egomanen, der mir im Verlauf der Seiten immer unheimlicher wurde. Besonders faszinierte mich deshalb diese authentische Charakterstudie auf so wenigen Seiten und mit so knappen Sätzen. Der Schreibstil erinnert an Tagebuchausschnitte, Kommentare auf Facebook und Mails. Lange Schachtelsätze oder poetische Landschaftsbeschreibungen wären fehl am Platze und wer sich Zeit mit der Lektüre lassen möchte, sollte sich besser nicht auf "Love@Miriam" stürzen.


    Eigentlich ist Harry wie ein Mensch, der täglich im Büro neben mir sitzen könnte. Ein Normalo mit ein paar skurrilen Ticks, die man nicht sonderlich ernst nimmt. Die Realität erfasst er gar nicht mehr richtig, seine Wahrnehmung ist stark verschoben und ich frage mich hin und wieder, was sich nun ausschließlich in seinem wirren Kopf abspielt. Das Buch bietet einen Hauptcharakter, wie er unsympathischer fast nicht sein könnte. Auch seine "Gegner" - alle aus Harrys Sicht geschildert - wirken oft nicht sehr freundlich. Durch die knapp gehaltene Sprache wird das noch weiter untermalt. Doch die anderen Figuren sind mehr oder weniger Statisten und auch die Handlung selbst ist eher vernachlässigbar. Es geht einzig und alleine um einen Egomanen, der nicht weiß, wann eine Liebe zu Ende ist und es geht um den Einblick in seine Welt, die sich - nur um ihn dreht.


    Das Ende lässt den Leser unbefriedigt und frustriert zurück. Spontan wollte ich sagen: Was für ein dämlicher Schluss. Aber einigem Nachdenken kam ich zu dem Fazit: Ganz und gar nicht dämlich. Dafür sehr realistisch. Alles passiert so, wie es meistens passiert. Kein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Epilog nicht gefallen hat, obwohl dieser jede Menge Raum für weitere Spekulationen zulässt. Hier streiten sich dann das Engelchen und das Teufelchen in mir. Einerseits ist mir so ein Ende lieber, als diese extrem konstruierten, an den Haaren herbeigezogenen US-Thriller. Andererseits bin ich auch harmoniesüchtig.


    "Love@Miriam" ist das, als was es von der Autorin konzipiert war: Eine Charakterstudie im Facebookumfeld und damit trotz der abgehackten Sprache gut getroffen.


    4 von 5 Literaturschock-Ratten ;)


    Zur Leserunde:


    Ich mache Leserunden nur noch sehr selten mit, da ich einfach zu langsam lese und immer hinterher hecheln muss. dieses Mal war das aber kein Problem, weil sich das Buch einfach zum sehr schnellen Lesen eignet. Vielen dank an alle Mitleser und vor allem an Christiane! Ich behalte Dich im Auge (aber nicht so, wie Harry das tun würde ;D )


    Hier wurde die Rezension ebenfalls veröffentlicht:


    Literaturschock.de
    [url=http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,29485.msg711399.html#msg711399]Großes Bücherforum[/url]
    Amazon

  • Meine Rezension ist auch fertig. :)


    Zum Buch:


    Harry und Miriam waren ein Paar, doch dann hat Miriam sich von Harry getrennt. Der jedoch kann die Trennung nicht akzeptieren und versucht alles, Miriam zurückzugewinnen. Hilfe bekommt er durchs Internet - Facebook - denn so kann er Miriam immer irgendwie nahe sein und verfolgen, was sie macht.



    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich. Zunächst war ich überrascht, denn ich habe einen Roman in Romanform erwartet. Doch die Geschichte wird aus Sicht von Harry erzählt, und zwar durch seine Tagebucheinträge, Mails und Facebook-Einträge. Der Schreibstil ist "Facebook" sehr angepasst, das heißt zum Teil sehr kurze Sätze und "Computer-Sprache". Das passt aber zur Geschichte und lässt sich zudem sehr schnell und flüssig lesen.
    Da alles aus Harrys Sicht geschrieben ist, muss man sich als Leser vieles dazudenken.
    Mir hat diese außergewöhnliche Buchform gut gefallen. Sehr gefallen hat mir dann auch das Ende - nicht inhaltlich, aber einfach die Überraschung. Denn ich glaube, mit diesem Ende rechnet kaum ein Leser.
    Insgesamt hat mich der Roman sehr gut unterhalten und mich zugleich auch erschreckt, denn so unglaubwürdig ist die Geschichte leider nicht. "Harry" könnte auch mein Nachbar sein - ein schlimmer Gedanke!



    Und dann möchte ich mich herzlich bedanken für die Leserunde, die mir sehr viel Spaß gemacht hat! Ich finde, dieses Buch ist sehr leserundentauglich, da so viel zwischen den Zeilen steckt!
    Herzlichen Dank auch noch mal an Dich,Christiane! Deine Erläuterungen waren für mich sehr informativ und hilfreich! :)
    Ganz liebe Grüße!

  • Erst mal ganz herzlichen Dank für die interessante Leserunde. Ich hab sogar was über Facebook gelernt, dank Euch ;)



    Hier nun endlich meine Rezi:


    zum Inhalt:
    Schon seit der Schulzeit kennen sich Harry und Miriam und sie lieben sich immer noch. Das sieht zumindest Harry so, denn er will nicht wahrhaben, dass Miriam sich bereits vor einiger Zeit von ihm getrennt hat. Miriam hat jetzt Ben, aber Harry will nur Miriam. Via Facebook kann Harry die Beiden gut im Auge behalten und weiß über alles, was sie tun Bescheid. …


    meine Meinung:
    Die kurze Einführung der Personen vorab find ich richtig gut. So hat man sofort einen kleinen Überblick über die Personen und, ihr Alter. Zumal ich mich insbesondere hinsichtlich ihres Alters ohne diese Übersicht mächtig getäuscht hätte. Nur vom Lesen der Handlung her, hätte ich sie doch um einiges jünger geschätzt.


    Total faszinierend fand ich, dass dieses Buch komplett aus Sicht des Täters und nicht aus Opfersicht dargestellt wird.
    Auch die Einblicke die man in das "Mysterium" Facebook bekommt fand ich sehr interessant.
    Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich zu lesen, denn er besteht zum großen Teil aus kurzen abgehackten Sätzen, bzw. Halbsätzen. Die lockere Sprache passt allerdings gut zum Facebook-Thema


    Dennoch konnte ich mich persönlich nicht so hundertprozentig mit diesen nicht ganz vollständigen Sätzen anfreunden, da mich das schon in meinem Alltag immer stört, wenn ich irgendwo jemanden in halben oder unvollständigen Sätzen reden höre.
    Bedingt durch die im Buch geschaffene Situation zog sich diese Art des Schreibens durch das ganze Buch und nach einer Weile hatte ich mich auch einigermaßen daran gewöhnt, auch wenn es immer noch nicht meinen Vorstellungen von gut lesbarem Text entsprach.


    Harry ist insgesamt sehr negativ eingestellt und hat manchmal arg verworrene Gedankengänge.


    Ganz klar, Harry polarisiert. Dieser Mann ist einfach nur total unsympathisch. Er ist dermaßen krank im Kopf, dass einem als Leser ständig im Kopf herum geht, dass den endlich mal jemand wegsperren sollte.


    Miriams Sichtweise bekommt der Leser Zwischendrin auch kurz präsentiert, als sie Harry ihre Einschätzung der Dinge schreibt und ihn bttet, sie endlich in Ruhe zu lassen.


    Es gibt zudem noch einige Nebencharaktere, die alle sehr verschieden, aber dennoch recht klar dargestellt sind. Auch diese werden nur aus Harrys Sicht gekennzeichnet, sind aber im Gegensatz zu Harry selbst ganz sympathisch.


    Hin und wieder gab es Situationen, die mir ein Schmunzeln abrangen.


    Das Ende an sich ist sehr offen, was ich gar nicht verkehrt fand, da es mir viel Raum für Spekulationen über mögliche Szenarien ließ, die ich mir erschaffen konnte. Leider wurde dieser Effekt durch den darauffolgenden Epilog wieder zunichte gemacht, denn dieser suggerierte mir einen Ausgang der Geschichte, den ich als Leserin weder nachvollziehen, noch verstehen kann und den ich mir nicht mal annähernd gewünscht oder als möglich vorgestellt hätte. Von allen möglichen Szenarien, ist gerade das, was mir am aller wenigsten gefällt und das hat mir das Ende dann letztlich doch wieder verhagelt. Schade, denn ohne diesen Epilog wäre das Buch richtig gut gewesen.


    Fazit:
    Ein ungewöhnlicher Facebook-Thriller, der sehr guten Einblick in den Kopf eines Täters gibt. Die Umsetzung konnte mich insbesondere auch aufgrund des für mich unpassenden Epilogs nicht ganz überzeugen.
    3/5

  • Mir fiel es schwer, mich irgendwie in die Geschichte hinein zu versetzen. Was zum einen natürlich an den Figuren lag - da war niemand dabei, mit dem ich mich auch nur annähernd identifizieren könnte oder überhaupt wollte.
    (Ist natürlich klar, das man sich gar nicht identifizieren sollte, aber mir "fehlt" das dann tatsächlich...)


    Zum anderen lag es auch an der Form und der Sprache des Buches. Ich mag gerne "angenehme" Sprache, in Büchern und im Leben.
    Last not least ist mir auch das Setting fremd und eher "unangenehm": Facebook.
    (Auch hier ist das kein "Fehler" des Buches, denn das kam ja schon authentisch rüber, der Stil passt auch gut zum Inhalt... aber gefallen hat es mir eben trotzdem nicht)


    So war das Buch insgesamt sehr "sperrig" für mich.


    Und auch wenn es bestimmt solche "Spinner" gibt, kam es mir zum Teil auch unrealistisch vor. Unter anderem kamen mir die Polizeiermittlungen zT echt absurd vor.


    Love@Miriam ist ein für mich auch ein "Ausflug" in die Facebookwelt gewesen, aber ich stelle fest (nachdem ich vor einiger Zeit auch einen "Computerspiel-Krimi" abgebrochen habe) das das wohl einfach kein Buchthema für mich ist.
     
    Die Leserunde zu diesem Buch war wirklich gut, das Buch bietet viel Spielraum zum diskutieren, da könnten wir sicherlich noch lange weitermachen. Und Christiane hat uns sehr gut und engagiert begleitet. Vielen Dank, dafür :-*

  • So, auch meine Rezension ist endlich fertig! ;)


    Inhalt
    Der 30jährige Harry ist unfähig, die Trennung von seiner großen Liebe Miriam zu akzeptieren. Er hat sich in den Kopf gesetzt, sie um jeden Preis zurückzuerobern, denn er ist überzeugt davon, dass nur er allein sie glücklich machen kann. Seit er bei Facebook ist, hat er die Möglichkeit wieder an Miriams Leben teilzuhaben. Nun muss Harry hautnah miterleben, wie sie sich mit ihrem neuen Freund Ben ein Leben ohne ihn aufbaut und wird immer mehr zu einem besessenen Stalker. Statt sich in der Realität einen Freundeskreis aufzubauen, lebt er in der Facebook-Community und sammelt dort auf der verzweifelten Suche nach mehr Aufmerksamkeit Freunde. Je mehr er versucht sich wieder in Miriams Leben zu drängen, desto mehr verliert er den Bezug zur Realität und seine Obsession treibt ihn schließlich zu einer unglaublichen Tat.


    Meine Meinung
    Wie der Titel „Love@Miriam" schon nahe legt, bewegen wir uns in diesem Roman in der modernen Welt der Social Media.
    Der Roman ist fast durchgängig aus der spannenden Perspektive des Protagonisten Harry in einer Art Tagebuchform geschrieben, der eMails und Facebook-Kommentare eingeschoben sind. Doch die Autorin macht es uns mit Harry nicht leicht, da wir gezwungen sind, uns mit der Erzähl- und Sichtweise eines Stalkers und Täters auseinanderzusetzen.
    Die Figur Harrys, die ich anfangs noch als armselige Existenz etwas belächelt und bemitleidet habe, wurde mir in seiner selbstverliebten, egozentrischen Art schließlich durchweg unsympathisch. Sehr gekonnt hat die Autorin Harrys Entwicklung von einem „Normalo“ zu einem psychischen labilen und gestörten Menschen aufgezeigt. Je länger wir ihn bei seinen Aktivitäten begleiten, die ziemlich kranke Züge annehmen, und an seinen oft gespaltenen, wirren Gedanken teilhaben, desto deutlicher erleben wir seine beängstigende Veränderung und seinen Realitätsverlust mit.
    Gerade die Beschreibung von Harrys Charakterveränderung fand ich sehr faszinierend und besonders gelungen.
    Die Autorin bedient sich in ihrem Buch eines für die Social Media typischen Jargons und einer passenden Ausdrucksweise. Man merkt, dass sie sich bestens in dieser Welt auskennt und lässt ihre Figuren sehr lebensnah agieren.
    Auch die kurzen Tagebucheinträge sind in einem recht simplen, teils abgehackten und sogar gehetzt wirkenden Stil geschrieben. Dieser Schreibstil wirkt sehr authentisch auf mich, ist aber für anspruchsvollere Leser teilweise schon sehr anstrengend zu lesen.
    Auch für die eigentlich liebenswürdig und nett angelegten Nebenfiguren konnte ich leider nicht viele Sympathien aufbringen, da ich sie durch Harrys irgendwie verdrehten Blickwinkel erlebte und wahrnahm. Selbst die ermittelnden Kommissare erscheinen mir als Zerrbilder und wirkten in ihrem Handeln phasenweise unglaubwürdig und unrealistisch.
    Mit ihrem geschickt gewählen Schluss bringt uns die Autorin dazu, viele der letzten Passagen des Romans noch einmal zu analysieren und zu hinterfragen. Letztlich erlaubt uns die Autorin verschiedene Interpretationsmöglichkeiten des offenen Endes, die je nach Leser von verstörendem bis versöhnlichem Ende reichen können.
    Auf alle Fälle regt sie uns zum Nachdenken über viele, auch unbequeme Fragestellungen an, die weit über die Handlung des Romans hinausgehen und sich an unser eigenes Verhalten richten und an das Bild, das wir von unseren Mitmenschen haben.


    Fazit
    Love@Miriam ist ein Roman, der uns für die möglichen Gefahren sensibilisieren möchte, die uns im Umgang mit den Social Media und den darin aktiven Menschen begegnen können.
    Darüber hinaus ist er ein sehr fesselndes Portrait eines psychisch labilen Menschen, der sich zu einem gnadenlosen Online-Stalker entwickelt.
    » Gefällt mir«
    Meine Bewertung: :lesen: :lesen: :lesen: :lesen:


    Zur Leserunde
    Die Leserunde mit den vielen interessanten Diskussionen zu diesem Buch hat mir sehr gut gefallen.
    Und es stimmt wirklich, man könnte sicherlich noch lange weitermachen.
    Herzlichen Dank auch an Christiane, die uns so aktiv, ausführlich und engagiert begleitet hat.
    Dieser Austausch hat mir besonders viel Spass gemacht und natürlich auch die Diskussionen mit Euch MitleserInnen!
     :)

  • Eine Rezi soll anderen Lesern das Buch sozusagen "empfehlen". Also wird deine Rezi eigentlich von Interessenten des Buches gelesen. Wenn du das Ende bereits verrätst wird der Leser enttäuscht sein. Also kannst du das ganze eher Umschreiben oder andeuten aber nicht die Fakten präsentieren. Denke dabei an dich als Leser. Möchtest du vorher schon alles erfahren durch eine Kurzbeschreibung auf dem Buch oder durch die Rezi eines anderen Lesers?

  • So, sorry, dass ich trotz schon alnge beendeter Lektüre für die rezi so lang gebraucht habe...aber hier ist gerade Chaos in family >:( :( :-[


    Hier jedenfalss meine rezi (ist bei Lovelybooks drin und wandert morgen noch zu amazon.)



    Ohne Epilog wäre es extrem gut


    Harry liebt Miriam - immernoch. Doch die ist in einer neuen Beziehung, aber das kann Harry nicht akzeptieren, er möchte Miriam zurück. Dank Facebook hat er alle Aktivitäten von Miriam und der Clique im Blick. Allerdings verliert Harry mehr und mehr den Bezug zur Realität...


    Fazit/Meinung
    Die Art, wie die Geschichte von Harry erzählt wird ist wirklich super...in knappen oder auch längeren Tagebucheinträgen, Chatprotokollen oder Facebook-Status-Meldungen, erhält der Leser tiefe Einblicke in die Gedankenwelt Harrys. Dass er Täter und nicht Opfer ist, macht es um so interessanter. Auch der Schreibstil ist sehr authentisch an Facebook-Realität angelehnt. Durch die Täterrolle des Erzählers entwickelt man als Leser keine Sympathien mit Harry und ich musste wirklich oft schlucken, was so in seinem Kopf vorgeht. Die Handlung ist packend und zum Ende hin wirklich spannend, da sich harrys Situation immer mehr zuspitzt...
    Meine durchaus positive Begeisterung hat sich jedoch mit dem Epilog absolut gewandelt, da es mich verwirrt hat, wie ich den interpretieren soll. Dadurch hat die Buchbewertung leider volle 2 Sterne eingebüßt. Leider. Ohne den Epilog wäre es wirklich ein toller Thriller gewesen, der dem leser viel Raum für Spekulationen gelassen hätte, aber durch den Epilog ist man eher sprachlos schockiert...was aber eher an der Unklarheit liegt ob es eine Vision Harrys ist oder die Realität - der Fortgang der Geschichte...
    Es ist auf alle Fälle ein Buch über das man rege diskutieren kann und welches jede menge Denkanstöße liefert, schon allein, weil die Protagonisten jünger agieren, bzw jünger wirken, als sie eingangs beschrieben sind.
    Es ist durchaus lesenswert, aber über den Epilog lässt sich wohl heftig streiten.
    Daher nur 3 Sterne, da mich der Dialog wirklich irritiert hat. Leider.


    -----------------------------------------------------
    Danke euch allen für die tolle Diskussion und das gemeinsame lesen, es war spannend zu sehen, wie rege man das thema diskutieren kann.... :winken:

  • Ich weiß gar nicht, warum euch das mit dem Epilog so wichtig ist. Es sind nur zwei Seiten am Schluss - wenn ihr bis dahin ein Lesevergnügen hattet, habe ich doch einigermaßen viel geleistet, oder ... ? :)

    (How to write fiction)<br />&quot;Do not place a photograph of your favourite author on your desk, especially if the author is one of the famous ones who committed suicide.&quot;<br />(Roddy Doyle)

  • Klar hast Du viel geleistet :)


    Für mich ist das Buch auf jeden Fall eine echt gute schriftstellerische Leistung, auch wenn es mir aus genannten Gründen eben "zu sperrig" war.
    Aber ich kann da das Authentische und "Passende" trotzdem schätzen !


    Und so ganz allgemein zum "Ende" (also, nicht speziell zu diesem Ende hier )
    Ein Schluß ist ja nun mal was "Elementares" an einem Buch.
    Der kann ein Buch zwar nicht rausreißen, wenn alles vorher "blöd" war, aber für mich kann er mir ein Buch auf jeden Fall verleiden.


    Und ein Ende das so vieles was vorher in dem Buch stattfand noch mal schafft "umzudrehen" ist eben schon kraß ... (Genauer kann ich das hier nicht beschreiben, wegen Spoilergefahr)

  • Ja, unterhalten hat es mich auf alle Fälle, aber auch ich finde, dass ein Ende nochmal alles rumreißen kann bei einem Buch, denn das Ende entscheidet über den finalen Eindruck ;)
    Es polarisiert in diesem Fall und regt Diskussion und Nachdneken an und das schafft auch nicht jedes Buch ;)

  • Mir hat das Ende der Geschichte sogar sehr gut gefallen (nicht inhaltlich - natürlich hätte er seine gerechte Strafe verdient gehabt), aber ich finde es einfach gut, dass es so ein überraschendes Ende ist! Ich glaube, mit diesem Ende rechnet kaum ein Leser, und das macht es für mich hier gerade gut! Es hat mich absolut überrascht und war nicht vorhersehbar wie in so vielen anderen Büchern!

Anstehende Termine

  1. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  2. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 23. Februar 2018 - Sonntag, 11. März 2018

    Dani

  4. Freitag, 2. März 2018 - Sonntag, 18. März 2018

    Dani