05 - Seite 247 bis Seite 307

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  • Rhea das stammt nicht von mir sondern von Kati ;)



    Ich denke die Menschen versuchen sich nur zu wehren.
    Die Schattenherren bedrohen ja die Existenz der Menschen. Und wenn sie sich nicht wehren würden sie bald einfach nur Schlachtvieh sein. Und natürlich wollen sie dann die Schattenherren kontrollieren, solange die Schattenherren unkontrolliert sind, sind sie immer eine Bedrohung für die Menschen. Es ist doch natürlich dass man eine Bedrohung "vermeiden" möchte.


  • Ich lasse mich zu einer mystischen Vorausdeutung hinreißen: Das Buch wird dramatisch ausgehen, aber ob es ein happy oder ein bad end sein wird, wird sich vermutlich in der Beurteilung der Leserinnen und Leser unterscheiden - es kommt darauf an, welches Gewicht man den verschiedenen Ergebnissen zumisst.


    Meine Kristallkugel sagt mir folgendes: Helion ist der Titelheld. Im Moment ist er ein FEIND der Schattenherren. Durch seine kurz bevorstehende zweite Niederlage gegen die Schattenherzogin wird er zum KNECHT der Schattenherren. Doch genau wie Liola vor ihm wird er in den Kult hineingezogen und schließlich selbst zum SchattenHERRen.


    Mein Kaffeesatz zeigt allerdings einde defekte Kristallkugel an...


    ;)


    So, was gab es noch in dem Abschnitt: Die Tatsache, dass unsere "Helden" so leicht bereit waren den Faye in ihre Gruppe aufzunehmen hat mich überrascht und nicht so ganz überzeugt. Ich würde an ihrer Stelle erwarten ei der ersten Gelegenheit vom Faye hintergangen zu werden. Ein wenig hat mich das an eine Stelle aus dem Film GAMERS erinnert. Die Gruppe hat ihren Magier verloren. Kurz darauf treffen sie auf einen Magier, der sich mit den Worten "Your group seems to have no mage." einführt und mit dem Kommentar "You seem trustworthy." sofort aufgenommen wird.


    Ansonsten hat mir gut gefallen, dass die Stimmung noch düsterer wird. Keine strahlenden Helden mehr, sondern fragwürdige Charaktere (Helion, Limoras) die sich mit noch böseren anlegen. Also mir gefällt das.


    Von Mondranels Ableben hätte ich mir irgendwie mehr versprochen. Dafür das er als der große, ambivalente Charakter aufgebaut wurde, desen Ziele man nicht kennt, war es doch alles ziemlich gerade aus...


  • Von Mondranels Ableben hätte ich mir irgendwie mehr versprochen. Dafür das er als der große, ambivalente Charakter aufgebaut wurde, desen Ziele man nicht kennt, war es doch alles ziemlich gerade aus...


    Das finde ich halt sehr gelungen, ein so großer Magier dem eigentlich kaum ein Mensch etwas anhaben konnte wird einfach niedergestochen und fertig.
    Wobei es durchaus brutal zuging dabei.


    Ich finde aber das zeigt, dass egal wie groß und mächtig jemand erscheinen kann er nicht vor seiner eigenen Dummheit geschützt ist. Modranel war sehr unvorsichtig und hat sich von seinen Gefühlen mitreißen lassen, das war sein Fehler.


    Vielleicht hätte er tatsächlich siegen können wenn er sich nicht hätte ablenken lassen.

  • Ach man, ihr wißt aber auch nicht was ihr wollt. :(
    Modranel war nicht dumm, er war nicht der Paladin, der sich verliebt hat obwohl er wußte, dass er sich keine Gefühle leisten darf. Er war ein Vater, der seine Töchter wirklich geliebt hat. Ich denke, er hätte Lióla nicht bekämpfen können, einfach weil er ihr Vater war und sie diejenige, die ihm im Denken von beiden Töchtern am nächsten stand. Die Szene fand ich absolut gelungen!



    Zitat

    Ich denke die Menschen versuchen sich nur zu wehren.
    Die Schattenherren bedrohen ja die Existenz der Menschen. Und wenn sie sich nicht wehren würden sie bald einfach nur Schlachtvieh sein. Und natürlich wollen sie dann die Schattenherren kontrollieren, solange die Schattenherren unkontrolliert sind, sind sie immer eine Bedrohung für die Menschen. Es ist doch natürlich dass man eine Bedrohung "vermeiden" möchte.


    Warum geben sie dann nicht den Fayé den Wald, ein relativ kleines Gebiet und verbünden sich mit diesen gegen die Schattnherren. Ich habe die Frage schon mal gestellt. Warum können die Menschen sich mit den schattenherren verbünden, aber nicht mit den Fayé?


  • Warum geben sie dann nicht den Fayé den Wald, ein relativ kleines Gebiet und verbünden sich mit diesen gegen die Schattnherren. Ich habe die Frage schon mal gestellt. Warum können die Menschen sich mit den schattenherren verbünden, aber nicht mit den Fayé?


    Ich denke, das liegt unter anderem daran, dass die freien Reiche kein monolithischer Block sind. Es gibt Bron, Milir, Eskad, Ublid, Ilyjia ... In Guardaja treffen sich diejenigen, die gegen die Schatten kämpfen wollen, aber auch dort muss sich die Heerführung aus diversen Fraktionen zusammensetzen, damit alle einigermaßen repräsentiert sind. Wenn man die "Gesamtfläche" der freien Reiche sieht, ist der Nachtschattenwald ein kleines Gebiet. Aber für Eskad oder gar für Baron Truber wäre es ein herber Verlust, dieses Gebiet aufzugeben, in dem seit Generationen Menschen leben.
    Ein sicherlich hinkender Vergleich, der aber als Illustration taugen mag: Nordkorea verlangt von der EU, dass man ihm das Bundesland Sachsen überlässt, dafür gibt es dann eine Garantie, niemals Atomraketen auf die EU zu schießen. Für die EU vielleicht ein guter Deal, für Deutschland schon weniger und in Sachsen wird sich die Euphorie in Grenzen halten. Und die EU hätte wenigstens annähernd so etwas wie eine Zentralregierung, die einen solchen Deal schließen könnte - das haben die freien Reiche in Eloy nicht ...

  • Der Vergleich hinkt, da die Koreaner noch nie hier gelebt haben und wir sehen, was entsteht, wenn man Völkern ihr Land vorenthält. Da muss man nicht nach Deutschland gehen. Wie war das denn mit der Gründung Israels, sollte da nicht auch ein Staat Palästina gegründet werden? Das wäre gerecht gewesen, denn es ist die Heimat beider Völker. Wenn ich es richtig verstehe waren die Fayé schon viel länger in dieser Welt angesiedelt als die Menschen.


  • Ach man, ihr wißt aber auch nicht was ihr wollt. :(
    Modranel war nicht dumm, er war nicht der Paladin, der sich verliebt hat obwohl er wußte, dass er sich keine Gefühle leisten darf. Er war ein Vater, der seine Töchter wirklich geliebt hat. Ich denke, er hätte Lióla nicht bekämpfen können, einfach weil er ihr Vater war und sie diejenige, die ihm im Denken von beiden Töchtern am nächsten stand. Die Szene fand ich absolut gelungen!


    Ja, in dieser Hinsicht war die Szene sehr gelungen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass er irgendwelche eigenen Pläne verfolgt.

  • Ich hab nie behauptet, dass ich die Szene nicht gut fand.
    Im Gegenteil ich habe geschrieben dass ich es gut fand, weil er so töricht war.


    Er kämpft in dem Moment gegen die Person die seine Tochter am meisten verehrt und glaubt ernsthaft dass sie das gut findet?
    Er hätte damit rechnen können dass sie ihm gefährlich wird. Das meine ich. Und ich denke, wenn er bei seinem Standpunkt geblieben wäre und nicht weich geworden wäre wegen Lióla hätte er Lisanne in dem Moment besiegen können.


  • Du wolltest, dass er einfach nur böse ist, stimmts? :P


    Nein, einfach nur überlaufen hätte ich auch sehr langweilig gefunden. Überlaufen und Schattenherren Bekämpfen sind halt die offensichtlichen Extreme. ich hatte mit irgendeinem eigensinnigen Plan gerechnet.

  • Zitat

    Er kämpft in dem Moment gegen die Person die seine Tochter am meisten verehrt und glaubt ernsthaft dass sie das gut findet?


    Ich denke, nicht nur seine Tochter verehrt diese Person, sondern eben auch er. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass er etwas zerstört, was er selbst verehrt. Er wußte, dass seine Tochter das auch tut, aber er hatte wohl gehofft, dass sie nicht dabei ist. Das wäre sie ja auch nicht, wenn Helion nicht gepatzt hätte.

  • Nein, einfach nur überlaufen hätte ich auch sehr langweilig gefunden. Überlaufen und Schattenherren Bekämpfen sind halt die offensichtlichen Extreme. ich hatte mit irgendeinem eigensinnigen Plan gerechnet.


    Ich hatte eigentlich auch damit gerechnet,dass er auch noch eigene,ganz andere Pläne verfolgt,die sich halt zeitweise mit denen der 'Menschen' decken..Einerseits schade das er schon Tod ist,aber andererseits habe ich es auch wie schon erwähnt mit einer gewissen Genugtuung gelesen,das er durch die Hand seiner Tochter gestorben ist...Und die Situation in der er stirbt ist meiner Meinung nach fast gleich zu der,in der er am Anfang liola weg gibt und die Mutter tötet,also das Motiv von liola und modranel in der jeweiligen Situation ist ähnlich,da erkennt man schon was er meint wenn er sagt '...meine einzig wahre Tochter..'

  • Ich glaube irgendwo hat er "seine" Pläne verfolgt. Denn einerseits hat er das Wissen begehrt und andererseits wollte er sicherlich auch irgendwie gegen die Schattenherren kämpfen, sonst hätte er das nicht getan vermute ich.


    Ich denke für ihn war der Schattenkult ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wollte er um ihre Magie wissen, fand aber nicht unbedingt gut, wie sie mit den Mensch umgehen.


  • Ich glaube irgendwo hat er "seine" Pläne verfolgt. Denn einerseits hat er das Wissen begehrt und andererseits wollte er sicherlich auch irgendwie gegen die Schattenherren kämpfen, sonst hätte er das nicht getan vermute ich.


    Ich denke für ihn war der Schattenkult ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wollte er um ihre Magie wissen, fand aber nicht unbedingt gut, wie sie mit den Mensch umgehen.


    Da magst du durchaus recht haben,aber dennoch hat er selbst auch eine Grenze überschritten,als er seine Tochter hergegeben und seine Frau getötet hat..also das passt in meinen Augen nicht zusammen,etwas nicht gut zu heißen aber selbst ähnlich berechnend und kalt zu handeln,oder waren das eben.einfach Opfer die gebracht werden mussten?

  • Für ihn vermutlich schon. Für uns ist da natürlich kein Unterschied zwischen dem was er da getan hat und was manche Schattenherren machen.
    Aber aus seinem Blickwinkel konnte er sich das gut reden.


    Man findet immer schnell was böses bei den anderen und redet sich dei eigenen Schandtaten gut :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen