04 - Seite 187 bis Seite 245

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  • Zitat

    Glaubt jemand, dass Pepp in einer Fantasywelt wie der von Feind, mit Richtern wie den Feldherren, denen Helion später gegenübersteht, ein milderes Urteil als die Todesstrafe erwartet hätte?


    So, da nun schenbar alle nachgekommen sind habe ich auch weitergelesen, aber zu dieser Sache wolte ich noch was sagen.so gut ich hier Helion verstehe und sein Handeln nicht verurteile, diese Fragestellung steht doch gar nicht.So weit ich verstanden habe, sieht Pepp einen gesuchten gefährlichen Feind in einem zelt der Mondschwerter. Das kann sehr verschieden ausgelegt werden. Er meint, es sei mutmachend, wenn alle wüßten, dass er auf ihrer Seite steht. Was soll er davon halten, wenn er es nicht verraten soll? Könnte es nicht auch sein, dass der Paladin ein Verräter ist?
    Ich habe in keinste Weise angenommen, dass Pepp zum Verräter werden wollte. Eigentlich ging ich davon aus, dass ein Kopfgeld auf Modranel von den Menschen ausgesetzt ist.


  • Ich habe in keinste Weise angenommen, dass Pepp zum Verräter werden wollte.


    Ich denke, doch. Pepp versucht ja, die Festung zu verlassen, und dann heißt es:

  • Ich glaube, meine Gesichtsausdrücke behalte ich lieber für mich. Ist schon schlimm genug, wenn man mich im Zug so beobachten kann *g*


    Ahh, so ergibt das sogar Sinn, dass die Heerführer nichts wissen. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Wie gesagt, ich wäre eine fuchtbare Kriegsstrategin. :D


    Du kannst dem Verlag ja ausrichten, dass zumindest ein Fan ausdrücklich Übersetzungen wünscht. ;D

  • naja Bernd, Du bis der Schöpfe, aber für mich gb es nie die Frage, dass Pepp zum Feind gelaufen wäre, nie! Ich denke, dass er nicht mehr sicher war, ob der Feind nicht im eigenen Lager ist.
    Er sah es ja als Mut machend an, wenn alle wüßten, dass Modranel auf ihrer Seite seht. Wie sollte er begreifen, warum eine solche Waffe geheimgehalten wird. Du willst mir doch nicht erzählen, dass die Schattenheren ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hatten? Ich bin beim Lesen automatisch davon ausgegangen, dass die Menschen dies taten. Bin auch nur ein Leser ;)


  • naja Bernd, Du bis der Schöpfe, aber für mich gb es nie die Frage, dass Pepp zum Feind gelaufen wäre, nie! Ich denke, dass er nicht mehr sicher war, ob der Feind nicht im eigenen Lager ist.


    Wir sehen die Szene aus Helions Perspektive, nicht aus der von Pepp. Von daher werden wir nie erfahren, was Pepp wirklich gedacht hat, und beide Interpretationen dazu sind valide. Ich vermute nur, dass er tatsächlich zu den Schattenherren wollte, um sein Wissen dort zu Gold zu machen, und er deswegen nicht zu einem Anführer der Menschen gerannt ist, sondern zu dem Weg, von dem er wusste, dass er ihn aus der Festung herausführen würde. Seine Äußerungen in Richtung "bald wird jeder wissen ..." wären dann eine Drohung gewesen, um das erhoffte Gold von Helion zu erpressen.

  • Das Ritual hast Du gut und spannend geschildert. Die kalte Zweckmäßigkeit mit der hier Menschen zerstört und zu Ghoulen gemacht werden, war beängstigend.


    Was Liola angeht. Sie ist eine der wenigen Figuren, die mich komplett kalt läßt. Ich empfinde sie als uninteressant, vielleicht weil sie bisher so gar keinerlei Entwicklung durchmacht. Sie ist böse und arbeitet unaufhörlich an ihrem weiteren Aufstieg. Da ist kein Bruch in ihrer Persönlichkeit; sie ist zu eindeutig; mir fehlt da etwas bei ihr. Besser kann ich es im Augenblick nicht ausdrücken.


    Keine Entwicklung? Hast du nicht mehr ihren ersten Auftritt als kleines, unschuldiges Mädchen, dass sich darum drücken will den Tisch zu decken, in Erinnerung? Seit dem ist einiges passiert! In der Zwischenzeit ist sie zur fanatischen Kultistin geworden und das muss ja noch nicht das Ende ihrer Reise sein. Aus meiner Sicht gibt es an ihrer Entwicklung nichts auszusetzen.


    Allerdings habe ich mich gewundert, dass sie noch keine höhere Position erreicht hat. Offenbar hat sie ja durch ihre Geburt besondere Vorteile und an Enthusiasmus scheint es ihr auch nicht zu mangeln.


  • Ich denke, doch. Pepp versucht ja, die Festung zu verlassen, und dann heißt es:


    Ich tue mich zwar schwer damit Helions Mord an Pepp gut zu heißen aber ich kann ihn gut verstehen. Er hat die Chance dem Feind einen schweren Schlag zu versetzen. Sollte er diese Chance wirklich auf's Spiel setzen, um sich selbst ein gutes Gewissen zu bewahren oder ist es an der Stelle OK ein Menschenleben und sein eigenes gutes Gewissen zu opfern um die Chance zu bewahren vielen Menschen zu helfen?


    Ich möchte die Frage nicht beantworten.


    Allerdings: Dass Helion sein gutes Gewissen opfert merkt man ihm nicht an. Ihn scheint das ganze doch eher kalt zu lassen und dass - finde ich - kann man ihm durchaus vorwerfen.

  • Zitat

    Allerdings: Dass Helion sein gutes Gewissen opfert merkt man ihm nicht an. Ihn scheint das ganze doch eher kalt zu lassen und dass - finde ich - kann man ihm durchaus vorwerfen.



    Ja, das finde ich auch. Sein Gewissen funktioniert sehr selektiv. Manchmal frage ich mich, ob er überhaupt eines hat. Soweit zum guten Paladin.

  • Ja, das finde ich auch. Sein Gewissen funktioniert sehr selektiv. Manchmal frage ich mich, ob er überhaupt eines hat. Soweit um Guten Paladin.


    Es lebe die Verdrängung!


    Was wäre denn, wenn Helion sich das ganze ewig vorwerfen würde? Wäre er dann noch in der Lage seinen Auftrag auszuführen?
    Ich glaube eher nicht. Er muss halt mit der Entscheidung die er getroffen hat leben. Er hat sie in dem Moment für gut befunden und kann sie nicht rückgängig machen. Er ist halt ein Kämpfer und versucht sich hier nicht von seinen Gefühlen beeinflussen zu lassen (wobei sein alter Meister ja meinte Gefühle wären sein größtes Problem).


    Es passt also nicht ganz zu Helion, der Probleme mit Gefühlsausbrüchen hat.


    Aber es passt zu einem Kämpfer der sein Ziel verfolgt. Dann in so eine Situation sich darüber Gedanken zu machen ist nicht zweckmäßig.


    (Ich finde es immernoch nicht gut was Helion getan hat, aber ich denke auch immernoch dass er zu wenig Erfahrung hatte um eine schnelle bessere Lösung zu finden)

  • Vielleicht muss man auch die konkreten Umstände sehen. Helion handelt dort aus einem Impuls heraus - wie Phy sagt: als Krieger, jemand, der Probleme mit dem Schwert löst. Das kann man durchaus als emotionale Reaktion sehen.
    Direkt nach der Tat ist er in Bedrängnis, muss die Situation retten und wird eine Menge Adrenalin im Blut haben.
    Nach einiger Reflektion mögen andere Empfindungen durchkommen - siehe Seite 232 unten.


  • Ich sehe das wie Phy: außerdem hat er gar nicht die Zeit, sich über die Tötung Pepps Gedanken zu machen, durch die bevorstehende Schlacht und den Auftrag, auf Modranel aufzupassen hat er genügend andere Sorgen. Evtl. denkt er zu einem späteren und ruhigeren Zeitpunkt über Pepps Tod nochmal nach.

  • Ich glaub die Diskussion sollten wir im Teil 7 nochmal aufgreifen, hier wird das zu gefährlich.


    Bezüglich Pepp bleib ich bisher bei meinen Vermutungen.


    Und was hier auch noch passt: Der Tod von seinem Meister, obwohl er völlig unschuldig war, tut ihm auch Leid. Zumindest fällt es ihm nicht so leicht damit umzugehen und er leidet darunter, also tut es ihm Leid.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen