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  • Es gefällt mir, dass diese, mich von Anfang an begeisternde Hingabe ans Kochen und die Erkenntnis der Kräuter sich weiter durch die Geschichte zieht. Die Art, den Streit zu schlichten fand ich toll und auch den Kampf mit den beiden Jungs, so ernst und doch lustig.


    Ich hatte auch angenommen, dass Helions Abstand zu Ajina nicht allein von deren Geschichte herstammt. Sein Misstrauen gegen Magie sitzt eben sehr tief und Ajina ist nicht so gradlinig wie er. Sie lebt eigentlich eine große Lüge (nach seiner Meinung) und damit scheint er nicht klar zu kommen. So sehe ich das. Aber nichts bringt Menschen so zusammen wir eine gemeinsam gemeisterte Gefahr. Was mich aber etwas stutzig macht ist die Tatsache, dass Ajina sich von der Magie abgewandt hat. Ich hatte gehofft, dass dieses Paar eine Einigung zwischen Schwert und Magie herstellt, hmmmm


    Schön ist das philosophische Gespräch zwischen Helion und Modranel, ich hoffe, davon gibt es noch mehr. Liebe und Gier in eine verwandtschaftliche Beziehung zu setzen ist zumindest diskussionswürdig und Modranel hat ja recht, wenn er sagt, dass es unverständlich ist, dass seine Tochter ihm verziehen hat. Aber hat sie das? Oder geht es ihr nicht eher wie ihrer Schwester, dass sie daran glaubt, ihr Vater habe Opfer für Größeres gebracht? Denn kann man verzeihen, wenn die Mutter vom Vater umgebracht wird? Hat sie ihn nicht gezeichnet? Ist der Preis für ihre Verzeihung die Hilfe im Kampf gegen die Schattenherren? Oder ist es wirklich so, dass sie glaubt, ihr Vater könne sich reinwaschen! Ich weiß, dass Christen diese Art Verzeihung predigen, aber sie zu leben empfinde ich auch als ziemlich unmenschlich. Und am Ende dieses Abschnittes wissen wir, dass ihre schlimmste Angst ist, sich in ihrem Vater getäuscht zu haben und seine Reue unzureichend ist.


    Soll uns Truber leid tun? So voll Sorge um sein Volk und in der schlimmen Situation sich dem Teufel oder dem Beelzebub zu verkaufen, oh, pardon, nicht sich, seine Untertanen natürlich. Ja, so ein Fürst hat es nicht leicht..

    Komisch, wie schnell sich Helion auf einmal mit dem politischen Geplänkel auskennt. Woher kommt seine weltmännische Art auf einmal. Er ist für mich zwischen dem Ritual und dem Heereszug wieder um Jahre gealtert.


    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der göttlichen Heilung (spezielle Gebete, die für mich wie Beschwörungen klingen) und Magie? Hier ist eine Heilungsszene geschrieben wie eine Kampfszene. Ein Ritter wird aus der Rüstung gesägt. Wer ist schneller, die Säge oder der Tod?
    Ja, es ist nachvollziehbar, dass Ajina einfach losstürmt. Tapfer und dumm, aber diese Form von Dummheit ist oft lebensrettend. Ohne die Disziplin einer Adeptin wäre der Rettungsversuch vermutlich nicht so gut ausgegangen.


    Nun muss ich wieder ein wenig warten. Eine Atempause, nach der es vermutlich sehr aktionsreich weitergehen wird.


  • Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der göttlichen Heilung (spezielle Gebete, die für mich wie Beschwörungen klingen) und Magie?


    Die Frage, wie Magie und Wunder funktionieren, ist laut Orson Scott Card die wichtigste überhaupt beim Bau einer Fantasywelt. Bei den Schattenherren funktioniert das so:


    Die Götter haben die Welt geschaffen. Dieser schöpferische, aufbauende Impuls entspricht dem Wesen des Göttlichen. Dinge wachsen, entfalten sich, Leben sprießt. Ein Priester kann nun die Gottheiten anrufen und sie bitten, ihre göttliche Macht einzusetzen. Das werden sie dann eventuell tun, und wenn sie es tun, dann ihrem Wesen entsprechend. Die Mondmutter zum Beispiel schützt und heilt, der Stiergott Terron verleiht Stärke, etc. Dabei wirkt die göttliche Macht immer in der Logik der Schöpfung. Ein menschlicher Körper sollte im Idealbild nach bestimmten Mechanismen funktionieren - von außen betrachtet, sagt man dann: "Er ist gesund". Wenn diese Mechanismen gestört sind, können göttliche Kräfte die Störung korrigieren und so die Gesundung herbeiführen. Sie würden aber zum Beispiel nicht die Alterung komplett aufhalten, denn auch das Älterwerden ist Teil der von den Göttern gewollten Naturgesetze.
    Magie wirkt nicht im Sinne der Naturgesetze, sondern gegen sie. Harmloses Beispiel: der Silbestaub in den Behältnissen, die Modranel verzaubert hat, trotzt der Schwerkraft. Die heftigeren Beispiele folgen in den späteren Leseabschnitten.
    Die Osadroi trotzen ganz massiv den Naturgesetzen - sie altern nicht, sind kaum verwundbar, etc.
    Damit ein Magier so etwas tun kann, braucht er eine der göttlichen ähnliche Kraft - das (menschliche) Leben selbst. Er kann sein eigenes Leben einsetzen - das schwächt ihn, er altert schneller, etc. Oder er kann das Leben von anderen Leuten einsetzen. Wir werden in diesem Buch noch verschiedene Möglichkeiten vorgeführt bekommen, wie das geschehen kann.
    Magie wirkt gegen die Naturgesetze und ist deswegen meistens zerstörerisch in ihrer Wirkung - man kann damit einen Knochen zermalmen, aber nicht wieder zusammenwachsen lassen.
    Auch die Quelle, aus der sich das übernatürlich Eingreifen speist, ist jeweils unterschiedlich. Göttliche Wunder beziehen ihre "Energie" von außerhalb der greifbaren Welt, nämlich den Göttern selbst, während Magie eine "Energie" nutzt, die schon in der Welt vorhanden ist - die Lebenskraft.

  • Danke, das macht aber Magie wirklich zu etwas Schlimmem. Ist das nicht einseitig? Die Götter können ja dann eigentlich nicht gegen die Schattenherren bestehen und das Blut, welches sich mit dem Silber vermischt ist doch auch lebensenergie?


  • Die Götter können ja dann eigentlich nicht gegen die Schattenherren bestehen


    Na ja, zerstörerische Kraft muss ja nicht notwendigerweise stärker sein als schöpferische/ erhaltende Kraft. Aber leichte Gegner sind die Schattenherren natürlich nicht ... Und es gibt auch noch andere, die sich von den Göttern ab- und der Magie zugewandt haben. Die werden wir später noch treffen. ;)



    und das Blut, welches sich mit dem Silber vermischt ist doch auch lebensenergie?


    Ja, ist es. Der Paladin gibt etwas von der "götterähnlichen" Kraft dazu, die in ihm selbst wohnt (seiner eigenen Lebenskraft), damit das Wunder gelingt. Den weitaus größeren Anteil hat aber die göttliche Kraft der Mondmutter, die als Segen "von außen" (oder "von oben" oder "durch Stygrons rotes Mondlicht") dazukommt.

  • Yay, nachdem ich heute Nachmittag beim lesen eingeschlafen bin :-[ (ich war wohl doch etwas zu müde) hab ich nun den Abschnitt auch fertig:


    Zunächst einmal zu Ajina. Hier gefällt mir dass man Einblick in ihre Gefühle bezüglich Helion erhält, durchaus nachvollziehbare Gefühle. Sie scheint außerdem eine ziemliche aufregende Vergangenheit zu haben, vielleicht erfährt man darüber noch mehr. Stark finde ich die Erklärung was sie an Heilung so sehr reizt. Hier erscheint sie mir als wirklich guter Mensch und ja ich glaube dass sie wirklich stark hofft, dass ihr Vater Vergebung findet und ich habe auch den Eindruck dass sie einen Abschluss bezüglich der Sache mit ihrer Schwester und Mutter gefunden hat. Sie muss ihm nicht unbedingt verziehen haben, aber sie hat die Sache anscheinen für sich beendet und achtet mehr auf das was Modranel nun tut. Das finde ich gut. Man kann jemandem nicht ewig böse sein wenn sich die Lebenswege weiter überschneiden. Auch wenn man sich nie wieder sieht macht es einen Menschen nur kaputt eine Sache nicht abzuschließen.
    Interessant finde ich auch, dass sie wohl doch ein wenig Kenntnis über die Magie hat. Sie war ja auch lang genug mit ihrem Vater unterwegs... bisher stufe ich sie eigentlich als durch und durch gut ein, aber damit ergeben sich auch andere Möglichkeiten. Insbesondere auch weil sie ja nicht nur Heilen, sondern auch Kämpfen wollte an der Front.


    Helions Gedanken fand ich auch spannend. Ich lag wohl etwas falsch, wobei ich glaube beide Aspekte spielen eine Rolle. Zum einen dass er nun die Wahrheit kennt und sich belogen fühlt, zum anderen dass er den Auftrag hat ihren Vater zu töten wenn es sein muss. Ich hoffe allerdings, dass die letzte Szene aus dem Abschnitt ein Ausblick darauf ist, dass er sich auf seine wahren Gefühle besinnt (ich mag so ewiges hin und her mit Herzschmerz nicht...).


    Den Teil mit Truber erschien mir bisher nur als Zwischenspiel um zu zeigen dass es noch andere Gefahren (die Fayé) gibt und wie leicht Menschen sich zu Bösem verleiten lassen und glauben das Richtige zu tun. Die Schattenherren scheinen auch Krieg auf ganz anderen Ebenen zu führen, denn hier haben sie sich leicht etwas erkauft: Ein paar Kinder und einen Baron der nicht mit in den Krieg zieht. Auch für die Schattenherren ist so etwas ja nicht schlecht, es bedeutet vorerst weniger Krieger.
    Und da sie ja eh in größeren Zeiträumen denken ist das von Graf Jidon angemerkte Problem offensichtlich Teil des Plans: Sobald der König wechselt können sie wieder Krieg führen und bis dahin wird die andere Front geklärt sein. Taktisch klug.


    Ach ja: Sehr schöne Erklärung was göttliche Kraft und Magie angeht. Da blickt man dann etwas besser durch. Bisher kam das im Buch nicht ganz so raus. Vielleicht liegt das aber auch daran dass wir Menschen verweichlicht sind was solche genauen Differenzierungen angeht und haben viel zu oft nur Gutes von Magie gehört?! Ich finde es aber gut welchen Unterschied du da machst und hoffe, dass dieser auch im Buch noch deutlicher wird.


  • Auch wenn man sich nie wieder sieht macht es einen Menschen nur kaputt eine Sache nicht abzuschließen.


    Ich denke, sie hat nicht abgeschlossen, sie hat Angst um die Seele ihres Vater, das zumindest . Wir wissen nicht, was passiert, wenn sie die Folgen seines damaligen Handelns voll zu spüren bekommt in der Begegnung mit ihrer Schwester.



    bisher stufe ich sie eigentlich als durch und durch gut ein, aber damit ergeben sich auch andere Möglichkeiten. Insbesondere auch weil sie ja nicht nur Heilen, sondern auch Kämpfen wollte an der Front.


    Aber sie hatte keine Ahnung, was Krieg bedeutet. Und sie wird nicht so bleiben können. Nicht auf dem Schlachtfeld. Der Krieg verändert die Menschen. Das ist aber vielleicht auch gut, denn ein nur guter Mensch würde nicht überleben. Sie hat auf ihrem Feld den ersten Kampf verloren - Der Tod war schneller. Etwas überrascht bin ich über ihre Unerfahrenheit im Heilen, dass Sie andere zu Hilfe rufen muss. Ich dachte nach so vielen Jahren an der Seite ihres Vaters hat sie so viel Leid gesehen und so viel Zeit gehabt zu lernen, dass sie auf ihre Weise dort so gut ist wie Helion im Kampf. Eigentlich dachte ich, sie sei den anderen Heilerinnen überlegen.


    zum anderen dass er den Auftrag hat ihren Vater zu töten wenn es sein muss. .


    Dabei muss er sich doch eigentlich beherrschen, ihn nicht zu töten. Er ist mit ihm als Feindbild aufgewachsen.



    Ich hoffe allerdings, dass die letzte Szene aus dem Abschnitt ein Ausblick darauf ist, dass er sich auf seine wahren Gefühle besinnt (ich mag so ewiges hin und her mit Herzschmerz nicht...).


    das mit den wahren Gefühlen ist so eine Sache. Er kennt sie doch kaum. Die Szene war ein wenig Ritterroman. Ich hoffe ja, dass die beiden zusammenarbeiten aber auf der anderen Seite hoffe ich auch von Liebeszenen verschont zu bleiben. Die Szene fand ich sehr gut dargestellt, sowohl ihr als auch sein Kampf gegen den Seelenspiegel und den Einblick in die Abgründe ihrer Seele (ich finde, wer sich solche Qualen vorstellen kann hat zu viel gesehen) Der Kuss am Ende war mir persönlich ein wenig zu rosig ;)


    Auch für die Schattenherren ist so etwas ja nicht schlecht, es bedeutet vorerst weniger Krieger.
    Und da sie ja eh in größeren Zeiträumen denken ist das von Graf Jidon angemerkte Problem offensichtlich Teil des Plans: Sobald der König wechselt können sie wieder Krieg führen und bis dahin wird die andere Front geklärt sein. Taktisch klug.


    Hmm, wenn ich das richtig verstanden habe sind die Krieger ihnen völlig egal. Die Kinder sind das Wichtige, die Lebensenergie.
    Ich denke, es ist für die Menschen (und damit auch für uns als Leser) schwer zu verstehen, welche Taktik die Schattenherren verfolgen. Das Einzige, was wir sicher wissen ist, dass Silber für sie gefährlich ist und sie also diese Gefahr abwenden wollen und, dass sie sich von den Gefühlen der Menschen ernähren. Sie können also die menschliche Gesellschaft nicht vernichten und müssen einen Weg finden, sie in ihrem Machtbereich bereit zu halten. Ein wenig erinnert mich das an die Frage, wie Vampire überleben.....


    [/quote]


  • Etwas überrascht bin ich über ihre Unerfahrenheit im Heilen, dass Sie andere zu Hilfe rufen muss. Ich dachte nach so vielen Jahren an der Seite ihres Vaters hat sie so viel Leid gesehen und so viel Zeit gehabt zu lernen, dass sie auf ihre Weise dort so gut ist wie Helion im Kampf. Eigentlich dachte ich, sie sei den anderen Heilerinnen überlegen.


    Ich glaube, ein wesentlicher Unterschied zwischen Lióla und Ajina liegt darin, wann sie ihre jeweiligen "Karrieren" begonnen haben.
    Lióla war direkt in der Hand des Schattenbarons, der sie eventuell recht bald dem Kult zuführte. Damit hat sie viele Jahre der Ausbildung hinter sich und es zur Dunkelruferin gebracht.
    Ajina ist zwar, wie Du schreibst, lange mit ihrem Vater unterwegs gewesen - aber war sie da auch schon als Heilerin tätig? Die Mondmutter ist eine ilyjische Göttin - und wo war Ajina vorher mit Modranel unterwegs? Immerhin ist sie jünger als Lióla, und sie scheint sich zeitweise mit Magie beschäftigt zu haben, sodass sie vermutlich noch nicht so lange der Mondmutter dient, wie Lióla dem Kult. Sie ist erst eine Adepta, eine Anwärterin auf das Priesterinnen-Amt.

  • Ajina ist zwar, wie Du schreibst, lange mit ihrem Vater unterwegs gewesen - aber war sie da auch schon als Heilerin tätig? Die Mondmutter ist eine ilyjische Göttin - und wo war Ajina vorher mit Modranel unterwegs? Immerhin ist sie jünger als Lióla, und sie scheint sich zeitweise mit Magie beschäftigt zu haben, sodass sie vermutlich noch nicht so lange der Mondmutter dient, wie Lióla dem Kult. Sie ist erst eine Adepta, eine Anwärterin auf das Priesterinnen-Amt.


    Ja, aber ich dachte, dass sie sich ihren Lebensunterhalt auch bereits mit dem Vater durch heilen verdient hat. Ich bin ja als fan der Magie der MEinung, dass diese auch heilen kann :)
    Somit hätte sie eventuell die Möglichkeit gehabt ihre Kräfte schon zeitiger zu erkennen und bestimmte Voraussetzungen, wie Konzentration und heraufbeschwören der inneren Kräfte schon eher lernen können.


  • Ich bin ja als fan der Magie der MEinung, dass diese auch heilen kann :)


    Ihre Götter können große Dinge tun.
    Sie machen Felder fruchtbar, die zuvor öde waren.
    Sie heilen Kranke und schützen die Geburt.
    Aber in dieser Welt misst man Macht nicht daran,
    ob es einem gegeben ist,
    zu erschaffen,
    sondern daran,
    ob man zu zerstören vermag.

    - Elien Vitan, Schattenkönig von Ondrien -


    ;D

  • Ich denke, sie hat nicht abgeschlossen, sie hat Angst um die Seele ihres Vater, das zumindest . Wir wissen nicht, was passiert, wenn sie die Folgen seines damaligen Handelns voll zu spüren bekommt in der Begegnung mit ihrer Schwester.



    Aber sie hatte keine Ahnung, was Krieg bedeutet. Und sie wird nicht so bleiben können. Nicht auf dem Schlachtfeld. Der Krieg verändert die Menschen. Das ist aber vielleicht auch gut, denn ein nur guter Mensch würde nicht überleben. Sie hat auf ihrem Feld den ersten Kampf verloren - Der Tod war schneller. Etwas überrascht bin ich über ihre Unerfahrenheit im Heilen, dass Sie andere zu Hilfe rufen muss. Ich dachte nach so vielen Jahren an der Seite ihres Vaters hat sie so viel Leid gesehen und so viel Zeit gehabt zu lernen, dass sie auf ihre Weise dort so gut ist wie Helion im Kampf. Eigentlich dachte ich, sie sei den anderen Heilerinnen überlegen.


    Abgeschlossen meinte ich in dem Sinne die Geschichte von vor 15 (?) Jahren. Die Sorge um ihren Vater wird sie sicher noch in einige unpassende Situationen bringen.


    Allein das mit dem Seelenspiegel. Das "Ding" ist doch entkommen - hat es gehört was Ajina gerufen hat? Ist damit der Plan vielleicht verraten?


    Und ihre möglichen Fähigkeiten bezüglich Magie find ich auch spannend, was genau sie da wirklich kann ist ja noch nicht klar. Und wer weiß ob sie nicht doch zu ihrem Vater steht wenn es hart auf hart kommt.


    Dabei muss er sich doch eigentlich beherrschen, ihn nicht zu töten. Er ist mit ihm als Feindbild aufgewachsen.


    Bezüglich seiner persönlichen Rache, ja. Aber wenn es um die Beziehung zwischen ihm und Ajina geht ist es eher unvorteilhaft. Ein Kerl der meinen Vater ermorden würde, würde für mich nicht unbedingt sympathischer werden ;)


    das mit den wahren Gefühlen ist so eine Sache. Er kennt sie doch kaum. Die Szene war ein wenig Ritterroman. Ich hoffe ja, dass die beiden zusammenarbeiten aber auf der anderen Seite hoffe ich auch von Liebeszenen verschont zu bleiben. Die Szene fand ich sehr gut dargestellt, sowohl ihr als auch sein Kampf gegen den Seelenspiegel und den Einblick in die Abgründe ihrer Seele (ich finde, wer sich solche Qualen vorstellen kann hat zu viel gesehen) Der Kuss am Ende war mir persönlich ein wenig zu rosig ;)


    Ich fand den Kuss eher weniger romantisch. Er wirkte auf mich eher beschützend. Ich bin auch kein riesen Fan von rosigen Liebesgeschichten. Aber wenn sie vorkommen hab ich wenig Lust auf viel hin und her. Da werd ich aggressiv bei und will die Figuren einfach nur schnappen und denen mal gehörig meine Meinung sagen >:( wenn man was für einenader empfindet soll man das auch einfach sagen und dann zusehen das es läuft und nicht wie Narron in Abschnitt eins Nalaji behandelt, weil er sie nicht zur Witwe machen will. Was bringt ihr das denn? Nichts. SIe will ihn egal ob sie verheiratet sind oder nicht. (das meinte ich mit hin und her und Herzschmerz :) )


    Er kennt sie kaum, aber fühlt sich doch stark zu ihr hingezogen, das erzählt er uns ja selbst durch seine Gedanken. Ich bin also gespannt.


    Ich hoffe auch stark, dass die beiden zusammenarbeiten und sich nicht selbst im Weg stehen.


    Hmm, wenn ich das richtig verstanden habe sind die Krieger ihnen völlig egal. Die Kinder sind das Wichtige, die Lebensenergie.
    Ich denke, es ist für die Menschen (und damit auch für uns als Leser) schwer zu verstehen, welche Taktik die Schattenherren verfolgen. Das Einzige, was wir sicher wissen ist, dass Silber für sie gefährlich ist und sie also diese Gefahr abwenden wollen und, dass sie sich von den Gefühlen der Menschen ernähren. Sie können also die menschliche Gesellschaft nicht vernichten und müssen einen Weg finden, sie in ihrem Machtbereich bereit zu halten. Ein wenig erinnert mich das an die Frage, wie Vampire überleben.....


    Ja ich hab das auch so verstanden dass ihnen die Krieger völlig egal sind und sie die Kinder wollen. Deswegen wollte ich auch andeuten dass sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen ahben: Sie haben die Kinder bekommen und ein Friedensabkommen.


    Truber hat sich zwar auch Frieden erkauft, aber das heißt ja auch, dass er nichts gegen die Schattenherren unternehmen wird.
    Es ist doch dann so, dass die Schattenherren weniger Widerstand vor Guardaja erwartet.


    Wie sie überleben wollen sobald sie die Menschheit unterworfen haben? Nun, wir züchten doch auch Schweine.


  • von Schweinen allein müssen wir gottseidank aber nicht leben.


    Das war auch etwas überspitzt ;D Ich meinte nur, dass es durchaus die Möglichkeit gäbe auch Menschen zu prodzuieren, wenn man es denn müsste.
    Und wenn die Schattenherren die Welt unterworfen hätten und noch genug Menschen da wären, würden diese wohl trotzdem Nachwuchs zur Welt bringen. Solange nicht alle Kinder (/Menschen) den Schattenherren zum Opfer fallen hätten die Menschen ja die Hoffnung dass der eigene Nachwuchs davon kommt.


  • Natürlich ist alles was die Götter tun wohlgetan und da heißt es dann nicht Magie, da ist es göttliches Licht oder irgendsowas, phh!


    Hier wechseln wir die Betrachtungsebene. ;)
    Die Figuren, die wie bislang kennengelernt haben, stehen auf Seiten der Götter oder auf Seiten der Schatten. Das ist das Koordinatensystem, das sie kennen und in dem sie leben. An diesem verorten sie Gut und Böse, das ist ihre kulturelle Prägung.
    Wir als Leser können natürlich von außen urteilen - über das Koordinatensystem als solches. Dann ist die Aussage nicht mehr: "Ajina handelt gut oder böse", sondern: "Ajina handelt konsistent zu ihrem Wertesystem - und die sich aus diesem Wertesystem ergebenden Ziele adaptiere ich als Leser oder ich lehne es ab (oder werte sie auf einer differenzierteren Skala)."
    Vermutlich wird die Moral der Götter den Lesern näher stehen als die der Schatten, nehme ich an ... Falls nicht, hätte ich Angst, Euch nachts allein in einer einsamen Straße zu begegnen.
    :D

  • Zitat

    Ich fand den Kuss eher weniger romantisch. Er wirkte auf mich eher beschützend


    Für mich lag auch eine große Erleichterung und Freude darüber Ajina noch retten zu können in dem Kuß. Er hat zum ersten Mal seit der Hauptstadt die Distanz zu ihr wieder überwunden. Helion liebt sie und ich glaube, das macht ihm Angst.


    Für mich hat Ajinas Kampf mit dem Seelenspiegel eine Frage wieder aufgeworfen: Sie will ja in den Norden um zu töten, ihr Schicksal zu finden, wie sie sagt. Aber wie will sie das anstellen, wenn sie nicht mal mit einer Waffe umgehen kann?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Für mich hat Ajinas Kampf mit dem Seelenspiegel eine Frage wieder aufgeworfen: Sie will ja in den Norden um zu töten, ihr Schicksal zu finden, wie sie sagt. Aber wie will sie das anstellen, wenn sie nicht mal mit einer Waffe umgehen kann?


    Ich glaube, darauf kann man nach diesem Leseabschnitt bereits kommen. Man muss aber in der Logik dieser Fantasywelt denken - und zudem in der Logik einer Frau. ;)


    Und: Nein, damit meine ich nicht die sprichwörtlichen "Waffen einer Frau" ... Aber das weibliche Hirn funktioniert manchmal anders als das männliche.

  • Ich war eigentlich der Meinung, dass Ajina mit dem Vater mitgeht, damit dieser den Feind besiegt und sie sieht sich als die Kraft, die ihm bei dieser Entscheidung hilft. Ich denke, sie hätte Angst, ihn allein zu lassen. Wir haben ja gelesen, dass ihre größte Angst ist, seine Seele den ewigen Qualen überlassen zu müssen. Also ist es vor allem der Kampf um ihren Vater, oder?


    Außerdem ist sie, wie schon gesagt, etwas naiv in den Krieg gezogen.