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  • Hallo nach Stockholm!


    Ganz gespannt bin ich darauf, wie genau sich Gefühle als Schwäche gegenüber den Osadroi erweisen und ob (und wie) Helion seine Gefühlsausbrüche in den Griff bekommt.


    Da kann ich Dir vesprechen, dass das noch ausführlich dargestellt wird ... ;)



    Helions Beweggründe zum Kämpfen finde ich aber schön. Dass er unbedingt gegen die Schattenherren kämpfen will, egal wie es ausgeht, hat was unglaublich heroisches, aber es wirkt in keinem Moment der Schilderung kitschig.


    Ich habe gehofft, dass man zu dieser Einschätzung Helions kommt. Je mächtiger der Gegner, desto entschlossener muss der Held sein ...



    Ajina ... Kann sie überhaupt kämpfen? Und wenn ja, wo hat sie das gelernt?


    Jeder kämpft mit seinen Waffen ... ;)



    Bei der Beschreibung der Oberpriesterin musste ich lachen, der Hut muss ziemlich witzig aussehen. :D


    Da habe ich beim Schreiben auch geschmunzelt.
    Im Kunstunterricht habe ich gelernt, dass es in jedem Bild irgendwo einen, wenn auch manchmal nur sehr kleinen, weißen Fleck gibt. Wenn der fehlt, geht bei dem Bild "das Licht aus". Manchmal ist diese Weißfläche so klein, dass man sie richtig suchen muss.
    Bei Geschichten ist das auch so, glaube ich. Ab und zu braucht auch eine sehr düstere Geschichte Elemente, bei denen man schmunzelt, sonst nimmt man auch die Finsternis nicht mehr wahr, weil der Kontrast fehlt.



    Und noch eine Anmerkung zum Aufbau: Wenn ich es richtig gesehen habe beginnt das Dramatis Personae genauf auf der Doppelseite wo links dann das Ende vom Buch steht... find ich gefährlich und anstrengend dann nicht dort hin zu sehen. Ein Blatt dazwischen hätte nicht geschadet...


    Danke für den Hinweis. Ich werde darauf achten, wenn die Druckfahne für den zweiten Teil kommt.



    ... So ein Buch, indem Informationen stehen kann auch hilfreich sein. In den richtigen Händen versteht sich. ... Ich musste etwas an die Atombombe/Atomkraft denken


    Ein sehr interessanter Vergleich, finde ich.
    Ich habe einmal eine stillgelegte Titan II-Abschussbasis im Süden der USA besichtigt. Uns wurde vorgeführt, wie die Atomraketen abgeschossen worden wären und auch die technischen Details wurden erläutert. Das war unheimlich, aber auch unter dem Aspekt interessant, den Du ansprichst. Egal, ob man dem zustimmt oder nicht: Die Fremdenführer waren der Meinung, die Atomraketen hätten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Millionen Menschenleben gerettet. Zwei Machtblöcke mit so unterschiedlichen Ideologien wie USA und UdSSR wären in früheren Zeiten sehr wahrscheinlich in den Krieg gezogen, aber wegen der Atomwaffen sei ihnen das unmöglich gewesen, und nur deswegen sei es nicht zum Dritten Weltkrieg gekommen.
    Ich sage nicht, dass ich diesen Ausführungen zustimme, aber sie erinnern mich an die Richtung, in der Du einige Überlegungen Modranels vermutest.

  • so,jetzt hab ich mir auch den Rest des ersten teils zu Gemüte gezogen und wäre beim lesen auch fast über das Ziel hinaus geschossen,ich musste mich zwingen das Buch auf die Seite zu legen um meine Gedanken dazu zusammen zu fassen..hätte ohne Probleme jetzt einfach weiterlesen können,man taucht sehr schnell sehr tief in die Geschichte ein und mir fällt es bisher auch sehr leicht mich mit Helion und Vorallem Ajina zu identifizieren.


    Allerdings ging es mir ähnlich wie Katie,nach dem Prolog schien mir die die 'Suppenszene' auch etwas deplatziert,bzw hab ich ein wenig gebraucht von den tragischen Szenen in der Ruine in die Gegenwart zu finden.


    Ajina ist also Adepta im Mondtempel geworden,ich frage mich wie sie dazu gekommen ist?Ihr Vater schien ja eher an 'der dunklen Seite der Macht' interessiert zu sein und er hat sie ja mit sich genommen..später wird ja noch erwähnt,dass sie nach Norden will um an der Seite ihres Vaters zu kämpfen,da bin ich schon neugierig wie das zusammen paßt...
    Die Gedanken Ajinas die sie bzgl der Gefühlskälte des Paladin Keratrons hat teile ich,auch wenn ich (noch) nicht weiß inwiefern Gefühle von den Schattenherren genutzt werden können.
    In der Szene zuvor hab ich mir auch schon gedacht,dass ich Helion aufgrund seiner 'Gefühlsausbrüche' sehr sympathisch finde und sein Lehrmeister sagt ja auch selbst zu ihm das in seiner 'Kindhaftigkeit',der Schlüssel zu dem liegt was den Paladinen verloren gegangen ist..und wer ist emotionaler als ein Kind?-Also kann Helions 'Emotionalität' ja gar nicht so verkehrt sein,auch wenn der Lehrmeister wahrscheinlich in erster Linie die Unschuld eines Kindes meinte,aber die begründet sich ja auch in der Ehrlichkeit und oft auch Kompromislosigkeit von Kindern in Bezug auf ihre Gefühle. Ich bin sehr gespannt was Helions Gefühle noch für eine Rolle spielen werden.


    Das Zusammentreffen von Ajina und Helion finde ich auch sehr schön geschildert,unschuldig,keck und ein wenig spitzbübisch. Ich schließe mich gerne meinen 'Vorschreiberinnen' an,ich hätte auch nichts dagegen wenn die beiden sich im weiteren Verlauf näher kommen würden.. ;D


  • Allerdings ging es mir ähnlich wie Katie,nach dem Prolog schien mir die die 'Suppenszene' auch etwas deplatziert,bzw hab ich ein wenig gebraucht von den tragischen Szenen in der Ruine in die Gegenwart zu finden.


    Ich habe die Szene ganz anders empfunden. Sie hat der Bedrohung aus dem Prolog ein detailierteres Gesicht gegeben. Und mir zum ersten Mal die Stärken und Schwächen der Mondschwerter gezeigt. Schade finde ich, das Meister Treaton nur diese beiden Szenen hat. Ich mag den Alten sehr.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Die Gedanken Ajinas die sie bzgl der Gefühlskälte des Paladin Keratrons hat teile ich,auch wenn ich (noch) nicht weiß inwiefern Gefühle von den Schattenherren genutzt werden können.


    Ich bin gespannt, ob Du diese Gedanken noch teilst, wenn Du erst weißt, was Gefühle bei der Begegnung mit Osadroi bedeuten. Ich habe da gerade eine spezielle Szene im Auge, ziemlich in der Mitte des Buchs, und kann mir vorstellen, dass Du Ajinas Einstellung dann etwas anders sehen wirst. Als Appetithappen so viel: In der Welt der Schattenherren braucht man eine Menge Mut, um Emotionen zuzulassen. Manche würden auch sagen: eine Menge Leichtsinn ...



    Also kann Helions 'Emotionalität' ja gar nicht so verkehrt sein, ...


    Auf diese Aussage möchte ich gern am Ende des Buchs nochmal zurückkommen. ;D



    Schade finde ich, das Meister Treaton nur diese beiden Szenen hat. Ich mag den Alten sehr.


    Treaton ist aus Autorenperspektive ein Backstory-Element: Der Leser soll sich durchaus ein wenig mit ihm beschäftigen und dabei das Gefühl entwickeln, dass die Welt größer ist als die Geschichte, in der sie spielt. Also nicht nur eine Filmkulisse und wenn man dahinterschaut, ist da nichts mehr, sondern etwas, das auch dort weitergeht, wo man nicht hinsehen kann.

  • So, ich habe den ersten Abschnitt nun auch beendet - erstmal gut, Bernard, daß du das Personen- und Stichwortverzeichnis am Ende des Buches erwähnt hattest, das hat es mir und meinem miserablen Personengedächtnis etwas leichter gemacht, die vielen Personen zu sortieren ;D Bisher habe ich mal keine Probleme, die Personen auseinander zu halten, das ist schon mal positiv.


    Zum Prolog:
    Ich habe hier mit allem gerechnet, aber nicht damit, daß Modranel seine Tochter Lióla für ein Zauberbuch verschachert. Was für ein Mistkerl ... und dann bringt er noch kaltblütig seine Frau um :o Modranel kam bei mir hier innerlich sehr zerrissen vor, einerseits tut es ihm leid, daß er sein früheres Leben so ganz und gar hinter sich lassen muß, auf der anderen Seite findet er alles verabscheuungswürdig, was mit seinem bisherigen leben zusammenhängt. Dann "verkauft" er leichthin seine Tochter, hat dann aber doch auch klitzekleine Gewissensbisse - immerhin will er nicht, daß sie getötet wird; wobei das wohl deswegen geschieht, weil sie für ihn als Handelspfand zu wertvoll ist. Im Moment erscheint er mir einfach machtbessessen zu sein, und um über das Mittelmaß in seinen Augen hinauszukommen, geht er über Leichen. Daß er Ajina mitnimmt, damit hatte ich auch nicht mehr gerechnet, ich hätte ihm zugetraut, daß er sie auch noch alleine zurückläßt.
    Wobei es mich dann auch verwundert, daß er nun in den Kampf gegen die Schattenherren ziehen will, wenn ich das richtig verstanden habe? Hat er inzwischen Gewissensbisse bekommen, oder was?


    Diese Schattenherrren scheinen keine sehr angenehmen Zeitgenossen zu sein: dieses Einatmen der Essenz von Lióla war ja gruselig. Und dann er erzählt er ihr noch, daß ihr Vater sie nicht mehr haben wolle, daß er mit ihr nun machen könne, was er will und daß niemand ihre Schreie würde hören können. Na toll ::)


    Ich bin gespannt, was aus Lióla zwischenzeitlich geworden ist, wie ihre Gefühle ihrem Vater gegenüber aussehen; und über welche besonderen Fähigkeiten sie aufgrund ihres Geburtszeitpunktes verfügt. Und auch, ob sich Ajina an die Geschehnisse von damals erinnern kann und wie ihr Verhältnis zu ihrem Vater wirklich aussieht bzw. warum sie mit in den Silberkrieg will, um zu töten, vorallem, an wen sie da genau denkt. Rache an den Schattenherren, weil sie damals irgendwie mitschuldig waren an dem Verschwinden ihrer Schwester bzw. am Tod ihrer Mutter?


    Und dann noch diese Ghoule und Endorn mit seinem sibirischen Atem ... also, in dem Prolog läßt du schon mal eine ganze Menge äußerst unsympathischer Kreaturen auflaufen, Bernard ;D


    Ich war ehrlich gesagt dann nicht böse, daß es im nächsten Kapitel etwas ruhiger zugeht ;D Sehr gut fand ich, daß wir durch Treaton erfahren, was damals in dieser Ruine tatsächlich alles passiert ist und was es mit diesem blauen Leuchten auf sich hatte.


    Helion ist mir recht sympathisch und ich hoffe, seine Gefühlsausbrüche werden ihn nicht noch in Teufels Küche bringen - aber wahrscheinlich schon ;D Aber ausgerechnet gegen Narron muß er sich nun bewähren, seufz. Wo Narron doch auch eher den traditionellen Werten der Paladin anhängt und die ganze Angelegenheit wichtig nimmt. Habe ich das richtig verstanden, daß der Verlierer noch 5 Jahre in Ausbildung muß und nur die Gewinner als Paladine geweiht werden? Und damit dann auch in den Silberkrieg ziehen dürfen? Deswegen finde ich das reichlich unpraktisch, daß die Beiden gegeneinander kämpfen müssen. Evtl. sind sie gleich stark und schaffen irgendwie ein Unentschieden, damit beide in den Silberkrieg ziehen können. Im Moment könnte ich mir auch vorstellen, daß sich zwischen den Beiden eine Freundschaft anbahnen könnte.


    Wobei ich persönlich nun nicht so scharf darauf wäre, so schnell nach Guardaja und in den Silberkrieg zu kommen, bei all den Gruselgestalten, die die Schattenherren aufzubieten haben.


  • Ja, die Idee finde ich auch sehr schön.
    Diese Erinnerungen enthalten ja auch das Wissen derjeningen, die schon einmal gegen die Schatten gekämpft haben und können den noch Lebenden vielleicht auch eine Hilfe in ihrem Kampf sein.


    Die Idee mit den Rubinen finde ich auch sehr schön.


    Und wieder was vergessen: Sehr gut finde ich auch die Karten am Anfang des Buches, so hat man einfach eine bessere räumliche Vorstellung von der Welt im Buch.


    Und: ja, das Buch gefällt mir bisher ganz gut, auch wenn ich bisher recht viel im Glossar nachschlagen mußte, aber das wird im Laufe des Buches ja besser, je mehr man im Geschehen drin ist ... und mich überzieht ein leichter erwartungsvoller Grusel, wenn ich an Guardaja und den Silberkrieg denke ;D


  • Wobei es mich dann auch verwundert, daß er nun in den Kampf gegen die Schattenherren ziehen will, wenn ich das richtig verstanden habe? Hat er inzwischen Gewissensbisse bekommen, oder was?


    Eine legitime Frage, die passende Antwort wird später in der Geschichte geliefert. Sie wird logisch sein - aber logisch in der Welt der Schattenherren, die wir ja gerade erst beginnen zu erkunden ... ;)



    Und dann noch diese Ghoule und Endorn mit seinem sibirischen Atem ... also, in dem Prolog läßt du schon mal eine ganze Menge äußerst unsympathischer Kreaturen auflaufen, Bernard ;D


    Die wirklich üblen Typen kommen erst noch. Ich könnte mir vorstellen, dass alles, was im Prolog vorkommt, nach Beendigung der Lektüre auf der Skala von 0 (netter Kaffeeklatsch) bis 10 (üble Schurkerei) nicht mehr über eine 2 hinauskommen wird. Das wird Euch dann als "sanfter Einstieg" erscheinen ...
    >:D



    Helion ist mir recht sympathisch und ich hoffe, seine Gefühlsausbrüche werden ihn nicht noch in Teufels Küche bringen - aber wahrscheinlich schon ;D


    Dazu schweige ich aus dramaturgischen Gründen. ;)



    Habe ich das richtig verstanden, daß der Verlierer noch 5 Jahre in Ausbildung muß und nur die Gewinner als Paladine geweiht werden? Und damit dann auch in den Silberkrieg ziehen dürfen?


    Die Ausbildung insgesamt dauert 5 Jahre. Narron ist fertig ausgebildet und dürfte deswegen zur nächsten Prüfung antreten. Die müsste aber erst angesetzt werden, und dafür kommen nur spezielle Termine in Betracht - die Roten Nächte, in denen der Mond Stygron voll am Himmel steht und das Geschehen dominiert.
    Wie das mit dem Heerzug aussieht, wird in Bälde geschildert.



    Wobei ich persönlich nun nicht so scharf darauf wäre, so schnell nach Guardaja und in den Silberkrieg zu kommen, bei all den Gruselgestalten, die die Schattenherren aufzubieten haben.


    Die wirklich üblen Typen sind noch gar nicht auf dem Spielfeld, die laufen sich gerade erst hinter den Kulissen warm. ;D



    Und: ja, das Buch gefällt mir bisher ganz gut ... und mich überzieht ein leichter erwartungsvoller Grusel, wenn ich an Guardaja und den Silberkrieg denke


    :freu:


  • Die wirklich üblen Typen kommen erst noch. Ich könnte mir vorstellen, dass alles, was im Prolog vorkommt, nach Beendigung der Lektüre auf der Skala von 0 (netter Kaffeeklatsch) bis 10 (üble Schurkerei) nicht mehr über eine 2 hinauskommen wird. Das wird Euch dann als "sanfter Einstieg" erscheinen ...
    >:D


    :ohnmacht:


  • Und: ja, das Buch gefällt mir bisher ganz gut, auch wenn ich bisher recht viel im Glossar nachschlagen mußte, aber das wird im Laufe des Buches ja besser, je mehr man im Geschehen drin ist ...


    Warum mußt Du eigentlich so oft im Glossar nachschlagen?
    Ehrlich gesagt habe ich mir schon seit geraumer Zeit abgewöhnt, das Glossar zu rate zu ziehen, denn ich finde, es verrät immer mehr, als ich zu dem Zeitpunkt wissen will.
    Für mich erfüllt es seinen Zweck, wenn der nächste Teil dann ein halbes Jahr später erscheint. So hole ich mich dann in die Welt zurück.

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  • Huch, ihr habt ja schon ganz schön vorgelegt, bin ich die Letzte, die hier einsteigt? Na dann mal schnell!


    Der Prolog hat mich gleich richtig geschockt, fängt ganz harmlos-gruselig mit einem Vater und seiner Tochter auf irgendeinem geheimen Ausflug an und dann stellt sich heraus, dass der Vater einen miesen Handel geschlossen hat und seine Tochter gegen ein Buch tauscht bzw. opfert. Ich war echt entsetzt über Modranel, wie kommt man nur auf so eine Idee?! Und dann tötet er auch noch seine Frau...


    Der Zeitsprung danach hat mich dann erstmal kurz verwirrt und ich musste mich wieder zurechtfinden. Aber aus Sicht des alten Ritters auf seinem Totenbett erfahren wir Leser so noch, was damals weiter passiert ist.


    Ajina ist in der Zwischenzeit zu einer jungen Frau und Heilerin herangewachsen. Bisher wissen wir noch nicht viel über ihre Erinnerungen an die Nacht damals und ihr Verhältnis zu ihrem Vater heute.


    Sie und auch Helion sind mir auf Anhieb sympathisch und ich denke, sie werden den bequem gewordenen Mondschwertern ordentlich Feuer unterm Hintern machen, vor allem natürlich Helion mit seiner aufbrausenden Art >:D

  • Puhh, habt ihr in der Zwischenzeit viel geschrieben, da habe ich gar nicht mehr viel hinzuzufügen. Und da es mir beim Durchlesen der vielen Beiträge so hintereinander gerade aufgefallen ist, gleich eine Bitte: vermeidet doch bitte längere reine Wiedergeben des Inhalts und beschränkt euch auf eure Gedanken und Spekulationen zu den Geschehnissen. Wir lesen doch alle das gleiche Buch und es ist ein bisschen mühsam, das gerade schon selbst Gelesene wieder zu lesen. ;):winken:


    Mit etwas Abstand habe ich nun auch die Szenen um Helion und Teatron gelesen und mir hat es auch gut gefallen, darüber noch mehr über die damaligen Geschehnisse zu erfahren. Besonders interessant finde ich dabei, dass dieser Endorn, der ja wohl auch mal einen Handel mit den Schattenherren gemacht hatte, nun offensichtlich dessen Sklave ist. Es sieht ja so aus, als hätte es sich für ihn anders und qualvoller entwickelt, als er es sich damals vorgestellt hatte. Es sein denn der Handel bestand daraus, sich den Schattenherren gefügig zu machen. Mein erster Eindruck zu den geschilderten Szenen und Informationen zu ihm sieht aber eher so aus, als wäre da aus Endorns Sicht etwas schief gelaufen. Die Szenen waren auf jeden Fall sehr bildlich und wieder gruselig, wie er als Geistergestalt aus dem Stein kam und die Leute zu Eis erstarren ließ. Tolle Szenen!


    Helion ist mir gleich sympathisch und mein erster Eindruck des Ordens ist auch der gleiche wie Teatrons, nämlich dass dieser ein paar "richtige" Kämpfer braucht, die das Ganze nicht als Statussymbol nutzen oder als "Faschingsparty" betrachten, sondern noch ernst meinen. Und dabei auch die Kämpfer, deren Rubine ständig zurückkommen, entsprechend vorbereiten. Zumindest habe ich ein bisschen das Gefühl, dass die armen Paladine, die regelmäßig zu Tode kommen, vielleicht nicht richtig auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden...


    Narron hat mir daher eigentlich gut gefallen, bei ihm hatte ich zumindest den Eindruck, dass er weiß, warum er in den Orden eingetreten ist und dies auch ernst nimmt. Von daher finde ich es auch ein bisschen ungünstig, dass er und Helion aufeinandertreffen, zumindest dann, wenn es immer eine Entscheidung ZWISCHEN den jeweils Kämpfenden geben sollte, da ich mir beide für den Kampfeszug wünsche. Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass Helion im folgenden Wettstreit besiegt werden könnte. Er hat zwar Wille und Kampfkraft, ist aber nicht mit den anderen geschult worden, d. h. es fehlt ihm die direkte Kampferfahrung mit diesen und er könnte überrumpelt werden (gerade wenn seine sonstigen Gegner außer Teatron nur irgendwelche Nebenbuhler junger Frauen waren. ;) ) Nun, wir werden es ja gleich im nächsten Abschnitt erleben.


    Ajina gefällt mir auch gleich sehr gut und JA, ich habe sie und Helion natürlich auch gleich im (romantischen) Blick und hoffe auf erfreuliche Entwicklungen diesbezüglich ;D Ich bin, wie ihr, auch sehr neugierig darauf, was sie alles noch weiß von dem schrecklichen Geschehen und ob dies ihre Motivation ist, zu kämpfen, wie auch immer ihr Kampf aussehen mag. Als Heilerin hat sie vielleicht auch gegenteilige Kräfte und kann andere schwächen oder sogar töten, wer weiß? Auch im Verborgenen wird es Möglichkeiten geben, besonders, wenn man spezielle Kräfte oder spezielles Wissen hat und darauf bin ich jetzt schon gespannt, was sie wohl an Fähigkeiten offenbaren könnte.


    Es ist wirklich alles sehr spannend und intensiv beschrieben und ich freue mich auf den nächsten Abschnitt!


  • Besonders interessant finde ich dabei, dass dieser Endorn, der ja wohl auch mal einen Handel mit den Schattenherren gemacht hatte, nun offensichtlich dessen Sklave ist. Es sieht ja so aus, als hätte es sich für ihn anders und qualvoller entwickelt, als er es sich damals vorgestellt hatte. Es sein denn der Handel bestand daraus, sich den Schattenherren gefügig zu machen.


    Das interessiert mich auch, wie das mit Endorn gelaufen ist.

  • Warum mußt Du eigentlich so oft im Glossar nachschlagen?
    Ehrlich gesagt habe ich mir schon seit geraumer Zeit abgewöhnt, das Glossar zu rate zu ziehen, denn ich finde, es verrät immer mehr, als ich zu dem Zeitpunkt wissen will.
    Für mich erfüllt es seinen Zweck, wenn der nächste Teil dann ein halbes Jahr später erscheint. So hole ich mich dann in die Welt zurück.


    Mehr verraten hat es eigentlich nicht, aber zum Beispiel war mir das dann mit den 3 Monden direkt klar, was die Mondschwerter sind usw. Hier in dem ersten Abschnitt kamen viele neue Begrifflichkeiten, die Eloy-typisch sind, und unter denen ich mir deswegen erstmal nicht viel vorstellen konnte - und das mag ich nicht so gern, wenn ich von Sachen lese, deren Bedeutung ich nicht kenne ;)


  • Mehr verraten hat es eigentlich nicht, aber zum Beispiel war mir das dann mit den 3 Monden direkt klar, was die Mondschwerter sind usw.


    Ich habe das gleiche Problem wie Torshavn und blättere deswegen immer mit spitzen Fingern in Anhängen. Als Autor achte ich darauf, dass im Dramatis Personae nur Sachen stehen, die nach der ersten Szene klar sind, in der die Figur auftaucht (wobei der Prolog als erste Szene nicht zählt). Beim Glossar geht das natürlich nicht im gleichen Maße, aber es freut mich, dass es bei odenwaldcollies seinen Zweck erfüllt hat, ohne etwas zu verderben.
    Für diejenigen, die etwas mehr enzyklopädischen Background zu der Welt haben möchten, kann ich die entsprechenden Artikel auf meiner Internetpräsenz empfehlen. Sie sind aus der Perspektive einer Person geschrieben, die in dieser Welt lebt. Sie weiß also gut Bescheid - kann aber in Einzelfällen auch einmal falsch liegen ... Diese Fakten werden in Feind erst nach und nach klar, also bitte diejenigen, die diese Artikel nicht lesen möchten, nicht spoilern.


  • Mit etwas Abstand habe ich nun auch die Szenen um Helion und Teatron gelesen und mir hat es auch gut gefallen, darüber noch mehr über die damaligen Geschehnisse zu erfahren.


    Ich glaube, ich hatte zu dieser Erzählweise bereits in der Türme im Nebel-Leserunde eine philosophische Einlassung. Ich würde dafür von vielen Kollegen Dresche kriegen, weil sie gegen die heilige Kuh "Show, don't tell" verstößt - der Leser soll immer unmittelbar bei den Ereignissen dabei sein und sie nicht nur berichtet kriegen. Ich finde mich durch die bisherigen Reaktionen darin bestätigt, dass das Berichten durchaus auch interessant sein kann, wenn man es mit Pepp macht. :)



    Besonders interessant finde ich dabei, dass dieser Endorn, der ja wohl auch mal einen Handel mit den Schattenherren gemacht hatte, nun offensichtlich dessen Sklave ist. Es sieht ja so aus, als hätte es sich für ihn anders und qualvoller entwickelt, als er es sich damals vorgestellt hatte. Es sein denn der Handel bestand daraus, sich den Schattenherren gefügig zu machen. Mein erster Eindruck zu den geschilderten Szenen und Informationen zu ihm sieht aber eher so aus, als wäre da aus Endorns Sicht etwas schief gelaufen.


    Losgolöst von diesem "konkreten Fall" möchte ich auf die Überlegung zur verschiedenen Wertigkeit von Dingen zurückkommen, je nachdem, ob man unsterblich ist oder nicht. Darüber haben wir hier ja bereits diskutiert.
    Wenn ein Unsterblicher einem vielleicht zwanzigjährigen Sterblichen anbietet: "Du bekommst, was du dir sehnlich wünscht - den Mann, die Frau, den Palast, das Wissen, den Tod deines Feindes ... -, wirst ein tolles Leben führen und wenn du dann stirbst, dann dienst du mir als Geist", dann ist das für ihn vielleicht ein guter Handel. Er muss jetzt, im Augenblick, investieren, bekommt es dann aber mit Zins und Zinseszins zurück. Der Sterbliche wird vielleicht denken: "Wenn ich 70 Jahre alt werde, liegen noch 50 dufte Jahre vor mir, ein halbes Jahrhundert. Was interessiert mich, was in einem halben Jahrhundert passiert?" und schlägt ein. Für ihn sind 50 Jahre eine Ewigkeit, für die Ewigkeit des Unsterblichen sind 50 Jahre ein Augenzwinkern ...



    Zumindest habe ich ein bisschen das Gefühl, dass die armen Paladine, die regelmäßig zu Tode kommen, vielleicht nicht richtig auf ihre Aufgabe vorbereitet wurden...


    Warte ab, bis Du die Gegner siehst ... ;)



    Es ist wirklich alles sehr spannend und intensiv beschrieben und ich freue mich auf den nächsten Abschnitt!


    ... was wiederum mich freut. :)


  • Ich habe das gleiche Problem wie Torshavn und blättere deswegen immer mit spitzen Fingern in Anhängen. Als Autor achte ich darauf, dass im Dramatis Personae nur Sachen stehen, die nach der ersten Szene klar sind, in der die Figur auftaucht (wobei der Prolog als erste Szene nicht zählt). Beim Glossar geht das natürlich nicht im gleichen Maße, aber es freut mich, dass es bei odenwaldcollies seinen Zweck erfüllt hat, ohne etwas zu verderben.


    Mir ist es leider so gegangen dass ich die Sache mit den drei Monden und noch etwas nachgeschlagen habe und dabei auch die Beschreibung zu Ajina, was im Prolog ja leider noch nicht klar war.
    Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es schwer ist einen Weg zu finden der alle glücklich macht, wenn alles im Text steht wird das Buch wahnsinnig dick und manche stören lange Beschreibungen - andere mögen nicht nachschlagen müssen.
    Ich lese im moment einfach und gucke hinten kaum bis garnicht mehr nach ;)

  • Eine Frage, die vermutlich am besten in diesen Leseabschnitt passt, weil es auch zum ersten Eindruck gehört:


    Wie gefällt Euch die Aufmachung/ Präsentation des Buchs? Also Titelbild, Haptik, Format, Zeichensatz, Klappentext, Karten, Anhänge, "Zu diesem Buch"-Texte, ...?
    Die erste Rückmeldung dazu gab es ja bereits:


    Danke für den Hinweis. Ich werde darauf achten, wenn die Druckfahne für den zweiten Teil kommt.


    Habt Ihr Lust, weitere Eindrücke zur Aufmachung zu teilen?

  • Ich hab zwar schon den zweiten Abschnitt gelesen, aber zu deiner Frage:


    Titelbild finde ich schonmal gut ;)


    Ansonsten ist das Buch größer als manche anderen Taschenbücher, das ist aber noch ok.
    Gut ist auch dass es keine 1000 Seiten hat und somit nicht zu schwer wird beim Lesen. Ich lese gerne in der Badewanne, da wird es gefährlich für schwere Bücher... Vorallem bei den Zeitspannen die ich in der Badewanne verbringe :D (Das Lied der Dunkelheit und Das Flüstern der Nacht sind zwei solcher gefährlich lebenden Exemplare gewesen - sie haben es aber unbeschadet überstanden).


    Die Karten finde ich ganz gut, auch wenn die zweite Karte bereits vermuten lässt, welche Region wichtig sein könnte. Es könnten mehr Details sein, muss aber auch nicht. Ich finde es gut wenn eine grobe Hilfe hat wo was liegt. (War für mich in Abschnitt zwei wieder ganz gut)


    Dass kein Werbeblabla hinten drin ist finde ich super (ich hab zumindest bisher nichts gesehen ^^) - man findet auch so schon genug neue Bücher und ich finde es immer schön wenn ein Buch nur als es selbst da steht... ist vermutlich Geschmackssache und ich kann auch verstehen warum man für andere Bücher Werbung macht als Verlag (der Leser soll ja kaufen ^^)
    (Jetzt fällt mir auch ein warum - die Werbung lag ja als Flyer drin und ist mir direkt rausgefallen ;D also die Variante finde ich besser, als auf den letzten Seiten Werbung zu drucken)


    Und wie gesagt würde ich das Glossar sicher vom eigentlichen Text trennen. Also einfach eine leere Seite dazwischen.
    Oder es Vorne reindrucken, am Anfang muss man eh häufiger nachschlagen. Dann hat man aber Vorne soviel Zeug bis man zum eigentlichen Text kommt und eigentlich gehört so was ja auch an das Ende. Oooooder: Man macht es als so ein einlege Teil. Das man es neben sich liegen haben kann. (Das wäre für meinen Geschmack aber nur als zusätzliche Variante gut, weil ich so etwas auch gerne mal verlieren würde)

    Einmal editiert, zuletzt von Phy ()