4: Kapitel 24 - Ende (Seite 279 - Ende)

  • Nun überschlagen sich die Ereignisse:


    Pauline und Julius verbringen eine Nacht zusammen. Am nächsten Tag ergreift Pauline allerdings die Flucht, da sie nicht daran Schuld sein will, dass Julius seine Firma verliert. Das passt genau zu Pauline: sie liebt ihn und genau deswegen läuft sie weg, um ihn nicht finanziell ins Unglück zu stürzen.


    Von Friedas Reaktion auf Julius´ Ehrlichkeit war ich begeistert! Sie hat den Ehrenkodex, dass der Mann, den eine Freundin von ihr liebt, für sie selbst tabu ist. Klasse Mädel! :) Ich freue mich sehr für sie, dass sie am Ende ihren Apotheker bekommt.


    Oppenheim steckt hinter der Sache mit den Grenzsteinen und Pauline wird von dem ekelhaften Elmar Schnitzler erpresst. Zum Glück kann sie ihn austricksen und gleichzeitig noch erfahren, dass er hinter Julius´ Spekulationsverlusten steckt. Mit Oppenheims und Annette Reuthers Hilfe wird die Pleite des Unternehmens abgewendet. Annette Reuther hat ihr großes Haus verkauft, um ihrem Sohn zu helfen. Toll, so eine Mutter zu haben! Und darauf, dass Oppenheim in seiner Jugend eigentlich Annette Reuther hätte heiraten wollen, wäre ich nie gekommen. Mit der Erklärung für seine Manipulationen macht er es sich etwas einfach, finde ich, allerdings bezeichnet er sein Verhalten mit den Grenzsteinen letztlich selbst als "Dummheit".



    Auch die Romantik kommt nicht zu kurz:


    Pauline: "Ich habe nichts mitgenommen, was dir gehört."
    Julius: "Doch, das hast du.[...] Mein Herz, Pauline!"


    Eine wunderbare Stelle! :flirt:


    Schmunzeln musste ich über Julius´ Anspielungen und Paulines Begriffsstutzigkeit vorher:


    Als er sie fragt, ob die Renovierung seines Hauses ihrer Meinung nach wohl seiner zukünftigen Ehefrau gefallen wird, denkt sie natürlich an Frieda, nicht an sich selbst als Frau Reuther in spe.


    Friedas Brief am Ende des Buches rundet die Geschichte wunderbar ab: Frieda und Ferdinand haben geheiratet und das Ehepaar Reuther hat nun ein gemeinsames Kind. Wieder schmunzeln musste ich über Friedas "Manchmal stellen wir uns wirklich ausgesprochen dumm an, nicht wahr?", das sich zwar in erster Linie auf sie und Ferdinand bezieht, aber ja durchaus auch auf Paulines und Julius´ Irrwege zum Glück passt. ;)


    Petra, danke für dieses Buch, ich bin begeistert! :)

  • Da jetzt die erste Antwort da ist, schreibe ich auch etwas. Ich konnte es ja vorher schon nicht mehr aus der Hand legen ;-)


    Ja, die letzten Seiten waren wirklich spannend. Ich fand das ganz schön knisternd mit den beiden in einem gemeinsamen Bett.
    Das war wirklich schön beschrieben und nicht zu aufgesetzt.


    Das Pauline tatsächlich noch verschwindet, hätte ich nie gedacht. Und Julius hält sich noch an sein Versprechen, sie nicht zu kontaktieren.
    Da war ich ja schon leicht angesäuert...das musste doch was zwischen den beiden werden ;-)


    Endlich erfahren wir auch, wer hinter allem steckte ,bzw welche zwei Herren Ihre Finger im Spiel hatten.


    Des Schluss gefiel mir sehr gut mit dem Brief von Frieda. Das war mal etwas ganz anderes.
    Wobei ich sagen muss, ich hätte so gerne noch mehr über die beiden gelesen...


    Ein wirklich tolles Buch und ich bin so froh, dass ich es durch die LR dann doch gelesen habe.
    Petra, du hast mir mit diesem Buch Viele schone Stunden bereitet ;-)

  • Also ich bin restlos begeistert von dem Buch. Ich musste den 4. Abschnitt gestern Abend noch vor dem Schlafen gehen lesen, das hätte ich sonst nicht ausgehalten. Und dann dieser geniale Showdown. Erst eine Liebesnacht, die so behutsam beschrieben wurde und dennoch so unter die Haut ging. Ganz großes Kompliment an Petra, das ist dir wirklich sehr gut gelungen.


    Dann hätte ich Pauline am liebsten festgehalten. Aber sie hat ja auch einen Sturkopf und „musste“ Köln erstmal verlassen. Die armen Kinder und armer Julius. Frieda habe ich also richtig eingeschätzt und das hat mich sehr gefreut. Ich hatte zwischendurch mal einen Hauch einer Vermutung, dass Oppenheim vielleicht auch hinter der Sache stecken könnte, aber das sofort wieder verworfen. Umso größer war dann die Überraschung über seine Mittäterschaft. Und Schnitzler habe ich nur schlechte Dinge zugetraut, der war mir von Anfang an so unsympathisch. Dann habe ich noch ein bisschen gezittert und mitgefiebert und dann konnte ich das Buch mit einer wohligen Gänsehaut zuklappen. So ein schönes Ende! Ich finde die Idee mit dem Brief toll und irgendwie macht er die Geschichte rund. Das Buch beginnt mit dem Wort „Kalt“ und endet mit einem warmherzigen Brief, besser geht´s nicht ;)


  • Also ich bin restlos begeistert von dem Buch. Ich musste den 4. Abschnitt gestern Abend noch vor dem Schlafen gehen lesen, das hätte ich sonst nicht ausgehalten. Und dann dieser geniale Showdown. Erst eine Liebesnacht, die so behutsam beschrieben wurde und dennoch so unter die Haut ging. Ganz großes Kompliment an Petra, das ist dir wirklich sehr gut gelungen.


    Dankeschön! Ich freue mich, dass ich bisher für diese Szene durchweg positive Reaktionen erhalten habe, auch von Männern, die den Roman an sich übrigens gerne zu lesen scheinen (wenn sie sich erst mal herangetraut haben). Es ist immer eine Gratwanderungen, Sexszenen zu beschreiben. Ich mag es nicht, wenn dabei (wie in erotischen Romanen sicher angebracht) zu viel ins Details gegangen wird. Andererseits soll es doch irgendwie authentisch und prickelnd daherkommen. Da dann das richtige Vokabular zu finden, kann schon mal schwierig werden, denn kitschig soll es ja auch wieder nicht sein. Und es muss hundertprozentig zu den Figuren passen, zu ihren Neigungen und ihrem Temperament. Knifflig, deshalb bin ich begeistert, dass es euch Lesern gefällt. :)



    Das Buch beginnt mit dem Wort „Kalt“ und endet mit einem warmherzigen Brief, besser geht´s nicht ;)


    So war es gedacht. :)

  • Im letzten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse.


    Dass wir es mit zwei verschiedenen "Bösewichtern" zu tun haben, hätte ich nicht gedacht. Ich war ja zuerst fast etwas enttäuscht, dass "nur" Vater Oppenheim hinter Julius Geldschwierigkeiten zu stecken schien, aber als Elmar Schnitzler dann zugab, bei den Spekulationsgeschäften seine Hand im Spiel zu haben, dachte ich mir: na bitte, also doch der Elmar. ;) Wenigstens zum Teil lag ich richtig.


    Ich finde den Schluss sehr gelungen. Ende gut, alles gut, möchte ich sagen - nur Christine hat es schlecht getroffen, aber man kann ja nicht alles haben. Dass Frieda auch noch ihren Apotheker heiraten darf, macht die Sache richtig rund. Und dass Julius und Pauline am Schluss zusammenkommen - naja, das wussten wir natürlich alle lange vor den beiden. ;)


    Elmar Schnitzler versucht es am Ende sogar noch mit Erpressung, um Pauline herumzukriegen - so ein A***. >:(
    Da geschieht es ihm gerade recht, dass Julius gegen ihn rechtliche Schritte einleiten lässt. Ich würde für Christine hoffen, dass er was draus lernt, habe da aber so meine Zweifel.



    Von Friedas Reaktion auf Julius´ Ehrlichkeit war ich begeistert! Sie hat den Ehrenkodex, dass der Mann, den eine Freundin von ihr liebt, für sie selbst tabu ist.


    Frieda ist eine echte Freundin. :daumen:
    Hut ab, dass sie sich gegen ihren Vater zur Wehr setzt und ihm ordentlich die Leviten liest.



    Erst eine Liebesnacht, die so behutsam beschrieben wurde und dennoch so unter die Haut ging.


    Diese Szene war wunderschön geschrieben. :herz:


    Und ich schließe mich an: Danke, Petra, für dieses Buch. :)


    Grüße von Annabas

  • Der letzte Abschnitt war ja nochmal richtig turbulent und von Sturköpfen geprägt.


    Pauline verschwindet nach der romantischen Nacht mit Julius, was ich eine beachtliche Tat fand. Sie schafft es wirklich immer wieder ihr Herz aus und ihren Verstand anzuschalten. Ich bin, glaube ich, viel zu emotional um so rational zu handeln, wie Pauline es in diesem Abschnitt tut. Wie sie dann mit Elmar zurecht kommt und ihn erstmal auf Abstand hält, fand ich auch eine große Leistung. Ich hab schon eine weitere Vergewaltigung von Pauline gesehen ... Elmar ist wirklich das Letzte! Er denkt wirklich, er hätte ein Anrecht auf jede x-beliebige Frau und er könne deswegen Julius zerstören. Manchmal ist man wirklich fassungslos.
    Und Herr Oppenheim hat sich also an die Grenzsteine gemacht. Das war ja nur ein kleines Übel, das Julius recht schnell aus der Welt schaffen konnte, weshalb ich ihm das noch verzeihen kann. Vor allem nach dem er seine unglückliche Liebe zu Julius' Mutter gebeichtet hat. Irgendwie fand ich das doch recht niedlich, auch wenn es natürlich auch vor allem eigennützig und verkehrt war.


    Frieda ist eine echte Freundin. :daumen:
    Hut ab, dass sie sich gegen ihren Vater zur Wehr setzt und ihm ordentlich die Leviten liest.


    Ich hatte am Anfang Frieda gegenüber ein paar Bedenken - aber absolut zu unrecht. Wie hat sich als eine sehr loyale und absolut liebenswürdige Freundin herausgestellt, die hinter ihrer Freundin steht. Aber dafür wird sie ja dann auch belohnt und sie kann ihren Herzbuben, den schmucken Apothker, heiraten. Das hat mich auch sehr für sie gefreut.


    Rund um ein schönes Buch! Mach mich dann die Tage noch an eine abschließende kurze Rezi. :)

  • Da Frieda immer wieder von euch erwähnt wird:
    Ursprünglich sollte sie tatsächlich eineberechnende Person werden, die Pauline benutzt, um an Julius heranzukommen. Doch schon nach den ersten Zeilen, die ich über sie geschrieben hatte, wusste ich, dass das nicht funktionieren kann. Sie hat sich allen Bemühungen widersetzt, sie negativ zu zeichnen. Stattdessen war sie einfach von Beginn an eine unheimlich Nette, also habe ich ihr ihren Willen gelassen. :)

  • Hallo alle Zusammen,


    nun es kommt wie es kommen muss. Pauline gibt sich Julius hin, aber nur für eine Nacht :(. Was leider immer noch zeigt, wie wenig Pauline an die wahre Liebe glaubt, die ja bekanntliche Berge versetzt usw.


    Nein, da ist sie keine gleichberechtigte Person, sondern stellt die persönlichen Bedürfnisse hinten an. Und sieht nur das Wohl des Mannes, was ich eigentlich schon als etwas schade empfinde. Pauline tritt die Flucht nach vor an und geht zurück nach Hause.


    Lässt Julius mit seiner selbstauferlegten Geißelung alleine, Pauline nicht zu bedrängen. Und plötzlich tuen sich lauter kleine dunkle Seiten in den Menschen auf oder?


    Es kommt heraus wer an dem Problem mit den Grenzsteinen seinen Anteil hat. Der gute Herr Oppenheim und interessanterweise sind es genau diese Stolpersteine die letztendlich die beiden, Julius/Pauline wieder zusammenführen werden. Denn es geht nicht immer nur um das Geld damit man glücklich ist/wird.


    Herr Oppenheim hat da etwas von seiner dunklen Seite gezeigt. Verpasse Chance in der Jugend mit der Mutter von Julius, denn etwas an verspäteten Rachegefühlen hat er dann an Julius selber verabreicht. Hätte natürlich alles wohl gebeichtet, wenn Frieda Julius dann hätte geheiratet.


    Nun nach meinen Spekulationen bei Frieda lag ich völlig daneben. Sie war/ist wirklich eine ganz besonders Netten in diesem Roman. Worüber ich letztendlich auch froh bin, denn sie hatte ja auch nur ihre Apotheker im Sinn und den hat sie dann als Schwiegersohn auch gut bei ihrem Vater anbringen konnte. Also war das Interesse an Julius wirklich auch nur sehr bedingt vorhanden, denn Frieda hatte ja jemanden ganz anderen im Sinn und im Herzen.


    Auch bei Elmar Schnitzler kam die dunkle Seite vom Vorschein. Man was für ein Sch..... Gerade erst geheiratet und schon so was :o .Arme Christine, da fällt mir, dass doch sehr wahre Lied der Ärzte ein.. Männer sind Schweine. Also wie kann man nur so was überhaupt in Erwägung ziehen





    Letztendlich war es eine Frage der Ehre und des Vertrauens. Muss man ein gegebenes Versprechen auch wirklich halten, selbst wenn es zum eigenen Schaden gereicht und somit womöglich zur unerfüllten Liebe mutiert.


    Interessant wie auch hier keiner kein Gesicht verloren hat und seiner persönlichen Einstellung im Leben untreu geworden ist. So haben es beide jeder für sich..Julius und Pauline ... und geschafft ihre Liebe/Verständnis aus Augenhöhe zu bringen.


    Was beiden, denke ich mir persönlich sehr viel gebracht hat und somit sind sie beide gleichwertige Personen/Menschen in ihrer Beziehung :).


  • Interessant wie auch hier keiner kein Gesicht verloren hat und seiner persönlichen Einstellung im Leben untreu geworden ist. So haben es beide jeder für sich..Julius und Pauline ... und geschafft ihre Liebe/Verständnis aus Augenhöhe zu bringen.
    Was beiden, denke ich mir persönlich sehr viel gebracht hat und somit sind sie beide gleichwertige Personen/Menschen in ihrer Beziehung :).


    Das war es, was ich unbedingt in diesem Roman transportieren wollte: Beide sind absolut Kinder ihrer Zeit, was ihre Werte und Einstellungen angeht, auch wenn Pauline ewas überdurchschnittlich gebildet ist und Julius eine sehr liberale Einstellung zu frauenrechten hat. Sie sollten zueinander finden, ohne ihren Grundsätzen untreu werden zu müssen.

  • Das war es, was ich unbedingt in diesem Roman transportieren wollte: Beide sind absolut Kinder ihrer Zeit, was ihre Werte und Einstellungen angeht, auch wenn Pauline ewas überdurchschnittlich gebildet ist und Julius eine sehr liberale Einstellung zu frauenrechten hat. Sie sollten zueinander finden, ohne ihren Grundsätzen untreu werden zu müssen.


    Ich glaube, die Zauberworte ist Vertrauen, Ehrlichkeit und seinen eigenen Grundsätzen treu bleiben, denn keiner will in einer Partnerschaft/Ehe der Unterlegene sein. Etwas von seinem eigenen Ich-Sein aufgeben kann auf längere Zeit gesehen keine gute Sache sein/werden.


  • Ich glaube, die Zauberworte ist Vertrauen, Ehrlichkeit und seinen eigenen Grundsätzen treu bleiben, denn keiner will in einer Partnerschaft/Ehe der Unterlegene sein. Etwas von seinem eigenen Ich-Sein aufgeben kann auf längere Zeit gesehen keine gute Sache sein/werden.


    Richtig. Darüber hinaus wollte ich aber nicht zwei "moderne" Menschen ins 19. Jahrhundert katapultieren, sondern zwei Figuren erschaffen, die fest in den damaligen Vorstellungen verwurzelt sind. Das wirklich auf uns heute mögliocherweise dann etwas seltsam, weil wir viele Dinge anders angehen würden. Aber mir ging es um "weitgehende" Authentizität.

  • Ihr Lieben,


    Richtig. Darüber hinaus wollte ich aber nicht zwei "moderne" Menschen ins 19. Jahrhundert katapultieren, sondern zwei Figuren erschaffen, die fest in den damaligen Vorstellungen verwurzelt sind. Das wirklich auf uns heute mögliocherweise dann etwas seltsam, weil wir viele Dinge anders angehen würden. Aber mir ging es um "weitgehende" Authentizität.


    Der Roman war für mich sehr angenehm zu lesen und deine Figuren sind sehr überzeugend in ihrem Verhalten und ihren Vorstellungen für das frühe
    19. Jh. liebe Petra.
    Es passiert mir nicht oft, dass ich mich in einer fiktiven Geschichte so wohl fühle und daher habe ich mir überlegt, woran das liegen könnte.


    Es ist einerseits die Gestaltung der Romancharaktere, die mich überzeugt hat. Sie haben alle - die "Guten" wie die weniger "Guten" - etwas an sich, das über
    sie hinausgeht, sie stehen auch für eine bestimmte epochentypische Haltung, ohne dadurch ihre Persönlichkeit zu verlieren.
    Für mich sind auch Dialoge sehr wichtig, sie treiben das Geschehen voran, in ihnen wird vieles sichtbar und lebendig und der Leser bekommt ein Gefühl
    für die Emotionen, die vermittelt werden in den Gesprächen.
    Die Dialoge in diesem Roman sind großartig gelungen und entwickeln oft eine schöne Dynamik, gerade zwischen Julius und Pauline, aber auch zwischen annderen
    Protagonisten.


    Ihr habt bereits über die feinfühlige Sprache und Stilistik gesprochen, die uns ein Gefühl vermittelt von der Stimmung und der speziellen "Farbe" einer Szene.
    Besonders gut hat mir auch die "Liebesszene" zwischen Julius und Pauline gefallen, solche Szenen sind für mich auch immer ein Gradmesser für das Können eines Autors.


    Vielen Dank für diese schöne und interessante Leserunde und besonders an dich, liebe Petra, für
    die aufmerksame Begleitung.
     :winken:


  • Richtig. Darüber hinaus wollte ich aber nicht zwei "moderne" Menschen ins 19. Jahrhundert katapultieren, sondern zwei Figuren erschaffen, die fest in den damaligen Vorstellungen verwurzelt sind. Das wirklich auf uns heute mögliocherweise dann etwas seltsam, weil wir viele Dinge anders angehen würden. Aber mir ging es um "weitgehende" Authentizität.


    Und das ist dir sehr gut gelungen, liebe Petra. Ein guter historischer Roman muss mich in die damalige Zeit versetzen können und das ist hier passiert. Natürlich verhalten sich die Menschen für mein heutiges Empfinden "komisch", aber es war der Zeit angemessen und deshalb so passend. Ich war 1823 in Köln und das fand ich toll :)

  • Richtig. Darüber hinaus wollte ich aber nicht zwei "moderne" Menschen ins 19. Jahrhundert katapultieren, sondern zwei Figuren erschaffen, die fest in den damaligen Vorstellungen verwurzelt sind. Das wirklich auf uns heute mögliocherweise dann etwas seltsam, weil wir viele Dinge anders angehen würden. Aber mir ging es um "weitgehende" Authentizität.


    Modern liegt immer im Auge des Betrachters und jeder Zeit hat ihre Werte und Vorstellungen ;). Aber ich denke mir, bestimmte Vorstellungen /Werte kommen auch nicht aus der Mode, sollten sie zumindest für meine Begriffe nicht sein/werden.


    Schön anschaulich/plastisch wie Du, in deinem Roman das Sittengemälde gezeichnet hast von der damaligen Zeit :)

  • Da ich noch zwei Bücher parallel lese, hat es einen kleinen Moment gedauert. Aber nun bin ich zum dritten Mal mit dem Buch fertig.


    Mir gefällt das Ende, desto öfter ich das Buch lese immer besser. Auch wenn ich weiß was kommt. Und mittlerweile bin ich ganz mit Pauline und habe ausreichend Vorstellungskraft bei ihr zu sein. So als gehe ich neben her.
    Nun ist es so gekommen wie man sich das als Leser wünscht, Pauline und Julius haben ihr gemeinsames Glück gefunden. Auch wenn es nicht offensichtlich gewesen ist, dass es auch klappen würde. Und ein Baby ist dann auch noch im Glückstaumel dabei, wie schön.
    Die Idee, das Ende des Buches mit einem Brief zu Enden kannte ich so auch noch nicht, und ich finde es ist eine gute Idee von dir Petra.


    Aufgeklärt, wer Julius schaden wollte, hat sich nun auch. Nun kenne ich es ja schon, aber beim ersten mal wäre ich im Leben nicht darauf gekommen. Und dank Paulines Verstandes, hat sie auch die Lösung gefunden. Julius eine Nachricht zukommen zu lassen. Richtig clever von dir Petra :-)
    Auch von Frieda bin ich jedes Mal gerührt. Ich meine damit welches sie für Pauline aufbringt.


    Dieser Elmar ist für mich ein Schuft. Man gut das mich auch bei ihm das Gefühl nicht getäuscht hat.


    Auch wenn ich das Buch nun zum dritten Mal gelesen habe, lässt meine Begeisterung dafür nicht nach. Die Leserunde hier hat mir auch gut gefallen, da man wieder ganz andere Ansichten und Meinungen austauschen konnte. Ich schaue mir nachher noch eure Meinungen an. Ich muss ja sehen wie ihr es fandet ;)

    Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“<br />– Jean Paul


  • Die Idee, das Ende des Buches mit einem Brief zu Enden kannte ich so auch noch nicht, und ich finde es ist eine gute Idee von dir Petra.


    Stimmt, dass war eine geschickte Lösung von Dir, Petra und zeigt auch das man durchaus gesellschaftliche Schranken durchbrechen kann, wenn man will/muss. Denn ohne das Anbandeln mit Julius hätte Frieda wahrscheinlich "Ihren " Apotheker nicht bekommen ;). Über diese Sache und das Julius Frieda wiederum seine wirkliche Liebe zu Pauline verkündet hat/hatte war es doch Frieda wiederum möglich auch ihrerseits offen sich zur Liebe mit ihrem Apotheker zu bekennen. Etwas umständlich, aber sehr effektiv für alle letztendlich oder?


  • Da Frieda immer wieder von euch erwähnt wird:
    Ursprünglich sollte sie tatsächlich eineberechnende Person werden, die Pauline benutzt, um an Julius heranzukommen. Doch schon nach den ersten Zeilen, die ich über sie geschrieben hatte, wusste ich, dass das nicht funktionieren kann. Sie hat sich allen Bemühungen widersetzt, sie negativ zu zeichnen. Stattdessen war sie einfach von Beginn an eine unheimlich Nette, also habe ich ihr ihren Willen gelassen. :)


    Das ist auch gut, das Frieda sich wiedersetzt hat ;) so ist es doch eine wunderbare Geschichte zwischen den beiden Frauen gekommen.



    Das Pauline tatsächlich noch verschwindet, hätte ich nie gedacht. Und Julius hält sich noch an sein Versprechen, sie nicht zu kontaktieren.
    Da war ich ja schon leicht angesäuert...das musste doch was zwischen den beiden werden ;-)



    Ein wirklich tolles Buch und ich bin so froh, dass ich es durch die LR dann doch gelesen habe.
    Petra, du hast mir mit diesem Buch Viele schone Stunden bereitet ;-)


    Damit, dass Pauline weggeht, hatte ich auch nicht gerechnet. Aber so hat es ja nun doch sein gutes Ende genommen. Wer weiß wie es gewesen wäre, wenn sie vor Ort geblieben wär.


    Und das es ein wirklich gutes Buch ist, dem kann ich mich nur anschließen

    Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“<br />– Jean Paul

  • [quote='Anja1979','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=131323#post131323']


    Auch die Romantik kommt nicht zu kurz:


    Pauline: "Ich habe nichts mitgenommen, was dir gehört."
    Julius: "Doch, das hast du.[...] Mein Herz, Pauline!"


    Eine wunderbare Stelle! :flirt:


    Schmunzeln musste ich über Julius´ Anspielungen und Paulines Begriffsstutzigkeit vorher:


    [/quote


    Die stelle hat mir auch, als ich das Buch zum ersten mal las richtig gut gefallen 8) und auch dieses mal wieder. Und auch die von dir genannte Begriffsstutzigkeit. Ist aber auch ein wenig niedlich. Da wirkt sie so völlig unerfahren.

    Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“<br />– Jean Paul

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