06 - Seite 341 bis Ende ( ab "Satisfaktion")

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  • Oh nein, jetzt war Jazemina so nah an Boromeo dran und dann haben sie ihn kurz vorher verschleppt. :'( Das war bestimmt der Auftrag, den Edelhart zuvor erteilt hatte. :( Dieses fensterlose Verlies, in dem Boromeo nun sitzt, ist ja der reinste Horror. Wenn er da einige Zeit drin sitzt, wird er ja wahnsinnig! :o Ach je, ob das ein gutes Ende nimmt. Wie soll Jazemina ihn nun noch auftreiben? Hier liegen meine Hoffnungen jetzt tatsächlich sehr auf der kleinen Fledermaus. Vielleicht findet sie einen Weg zu ihm und kann dies Jazemina mitteilen. Das würde mir gefallen. :)


    Aber auch eine andere "Baustelle" ist wohl hier gelegt worden: Hesindio ist tatsächlich in den Rat berufen worden und die Zelonsos wüten. Das gibt doch Stoff für weitere Konflikte und Spannungen für die nächsten drei Bücher.


    Das Coverbild wurde nun auch geklärt. Puhh, dieser Rache-Durchmarsch von Tagrasch und Laurenzio war gruselig zu lesen. Der Zauberer hat seine Fähigkeiten nun leider eingesetzt, um andere Menschen zu töten, allein aus persönlicher Rache. Einerseits verständlich, aber andererseits auch traurig anzusehen, wie der talentierte junge Mensch vom Anfang sich verändert hat. Und auch wenn er sagt, es sei für ihn nun hiermit erledigt, bleibt sicher ein dunkler Fleck in seinem Herzen zurück. Ob er je von seiner Verhärtung geheilt wird und wieder liebevoll mit sich und anderen umgehen kann?


    Tagrasch jedenfalls ist bei mir nun an dieser Stelle völlig unten durch, nachdem er so grausam Amarias Pferd getötet hat. Nein, das reicht jetzt!!! >:( Ich fand ihn anfangs, in der Kneipe, ganz sympathisch, aber seine Freude am Töten und die fehlende Empathie seinen Opfern gegenüber, hat mit der Zeit derart Überhand genommen, dass ich keine Sympathie mehr für ihn habe! Krieger und Loyalität zum Dom hin oder her, ich mag ihn nicht mehr!


    Amaria tut mir furchtbar leid. :'( Was sie jetzt wohl tun wird? Ich schätze sie ja so ein, dass sie sich auf keinen Fall unterkriegen und sich für den Tod ihres Tieres rächen wird. Wer dafür verantwortlich ist, weiß sie ja ....


    Peziano ist wie erwartet vor Edelhart erschienen, um ihn zu töten. Sein eigener Tod war damit besiegelt, anders konnte ich mir das Ende des Duells nicht vorstellen. Armer Peziano. Er ist ganz umsonst gestorben und für etwas, das es nicht zu verteidigen gab, weil es nur eine Lüge war. :( Daroca ist ja hier auch zum ersten Mal mit einer harten Konsequenz ihrer Lügerei bestraft worden. Bisher hat sie da ja nicht besonders weit an die Folgen gedacht, wenn sie Märchen in die Welt gesetzt hat. Hier kam prompt die Quittung. Vielleicht überlegt sie nun vorher erst mal, was passieren kann, wenn man Unwahrheiten erzählt...


    Und Erresto hat den Fall gelöst. Das war clever gemacht, die Tandori-Brüder gleich vor Ort und verdeckt dabei zu haben. Ich dachte mir gleich, sie stehen im anderen Zimmer, nachdem Erresto immer wieder mal zu der Tür geblickt hatte. Das Verhör war schön zu lesen und erinnerte mich an die Verhöre, die man in Krimis immer mal wieder zu sehen bekommt. Erresto ist auf jeden Fall ein schlauer Fuchs und ich bin gespannt, was nun weiter mit ihm passiert. Ob er einen neuen Fall bekommt? Oder vielleicht noch eigene Familienprobleme? Ich hoffe jedenfalls, wir lesen weiterhin von ihm und Kallista.


    Marco, wolltest du gerne die Geschichte um die Lösung des Mordfalles schreiben oder hat sich das so ergeben innerhalb der Gesamtplanung?


    Deine Geschichte, Marco, hat mir jedenfalls sehr gut gefallen in ihrer Emotionalität. Du hast mir die Figuren hier ein ganz großes Stück näher gebracht! :)

  • Danke Heimfinderin für Deine Zusammenfassung des letzten Teils.
    Wie schon vorher gesagt, wundere ich mich, dass man von dem Zwerg was anderes erwartet hat.


    Bei dem Intrigenspiel des Dom, Hesindio in den Rat zu berufen hoffe ich, dass dies ganz böse auf den Dom zurückschlägt.
    Ansonsten hatte ich das Gefühl, einer großen Säuberungsaktion beizuwohnen, die wohl auch alle unnötigen Figuren beseitigen sollte ;)


    Jazemina gefällt mir immer besser. Ich denke ihre Suche nach Boromeo wird wohl eine der durchgehenden Geschichten sein und deshalb musste er nun wieder weg. Mich wundert nur, dass ihr Vater da noch nicht hart durchgreift. In der Gesellschaft hat sie eigentlich keine große Chance. Ich hoffe wie Du, Heimfinderin auf die Fledermaus. Ich bin immernoch neugierig, welche Experimente Lumino eigentlich gemacht hat und was also die besonderen Fähigkeiten sind. Das spüren der Emotionen allein würde ja nicht viel helfen bei der Suche nach Boromeo.


    War es Tagrasch, der das Pferd umgebracht hat? Da muss ich was überlesen haben ??? Das wiederum traue ich ihm eigentlich nicht zu. Wenn es allerdings der Auftrag des Dom ist, dann wird er es tun. Das kann man schlecht finden, aber nicht, wenn man auf der anderen Seite immer verteidigt, dass er ja dem Dom etwas schuldig ist und "freiwillig" bei ihm bleibt.
    Der Schluss war ein Showdown wie in einem Aktionfilm. Eigentlich ist nichts überraschend.


    Man sollte nicht Tagrasch verurteilen, sondern den Dom, den Beschützer der Familie. Für mich war er von Anfang an ein Mafiaboss und ich konnte ihn nicht leiden. Während der Magier Lumino nach Wissen strebte und versucht hat seine Familie zu erhalten, macht der Dom alles was ihm beliebt. Das ist für mich ein gewaltiger Unterschied und ich würde dann lieber den Magier als Person haben. (Entschuldigung, aber ich kanns nicht lassen ....)


    Toll fand ich die Entwicklung Darocas. Ja, sie hat tatsächlich ein Herz und hier kommt die Rache, die beste, die es gibt. Schade für Pezziano. Aber seien wir doch mal ehrlich, all seine schöne Romantik, intellektuell war er seinem Schwarm doch weit unterlegen. Wielange hätte das gehalten. Er mußte sterben und hat mit seinem Tod noch war Gutes für uns getan ;D
    .
    Somit sehe ich seinen Tod also nicht umsonst an. Er ist aus einem falschen Grund gestorben, aber das ist eher unwichtig. Er hat es nicht mehr mitbekommen, nett von Marco. Don Quichotte ist für seine Dulcinea gestorben. er wußte doch, dass er keine Chance hat.


    Erresto ist für mich ein sehr interessanter Mann und auch ich hoffe, dass er noch einen Fall bekommt. Leider hat der den Schmutzfleck, den der Dom ausnutzen kann. Was das bedeutet sehen wir an Laurenzio. Ich hatte gleich zu Anfang gesagt, dass er nicht sauber bleiben kann, wenn er in den Händen des Doms ist.


    Ich wiederhole mein Kompliment für Marco, was die Darstellung der Ermittlungen betrifft außerdem hat er die Mafiaszenerie sehr gut gezeigt und das in dieser mittelalterlichen Welt. Marco hat uns alle Figuren sehr nahe gebracht. Wir haben mit ihnen gelitten und uns gefreut. Viele Figuren haben ganz neue Seiten erhalten. Danke für diese konsequente und liebevolle Gestaltung der Charaktere.


    Er wurde auch sehr politisch, obwohl wir das weniger diskutiert haben. Danke aber auch dafür.

  • Zitat

    Er wurde auch sehr politisch, obwohl wir das weniger diskutiert haben. Danke aber auch dafür.


    Wie meinst Du das Rhea? Politisch inneraventurisch? Dafür fehlen mir die Kenntnisse. Oder meinst Du realpolitisch?


    Zitat

    Peziano ist wie erwartet vor Edelhart erschienen, um ihn zu töten. Sein eigener Tod war damit besiegelt, anders konnte ich mir das Ende des Duells nicht vorstellen. Armer Peziano.


    Zitat

    Don Quichotte ist für seine Dulcinea gestorben. er wußte doch, dass er keine Chance hat.


    Als Peziano die Forderung zum Duell ausgesprochen hatte, war mir der Ausgang nicht unbedingt klar. Wir haben Erresto als schlechten Fechter, z.B. im Kampf mit Boromeo und auch nach eigener Aussage, kennengelernt. Peziano dagegen, als Freund Boromeos, hatte ich als guten Fechter eingeschätzt. Ich hatte also wirklich Angst um Edelhart. Das Einzige was für einen Sieg Edelharts sprach, war die Tatsache, das er für die Romanreihe noch wichtig ist, während Peziano seinen Auftritt hatte und seine Aufgabe erfüllt war. Doch würde das glaubwürdig von Marco dargestellt werden?
    Ich kann nur sagen: Ja. Peziano ist sehr emotional in den Kampf gegangen, Edelhart sehr ruhig und nüchtern, da er ja wußte, das seine ganze Existenz und die seiner Familia vom Ausgang des Duells abhängig war. Edelhart hat auch selbst einiges einstecken müßen. Und letztendlich war sein Sieg auch ein bißchen Glückssache, da er nur einen Hauch schneller als Peziano am Ende war.
    Das war ein guter, sehr überzeugender Kampf. Wunderbar gemacht Marco.


    Zitat

    Toll fand ich die Entwicklung Darocas. Ja, sie hat tatsächlich ein Herz und hier kommt die Rache, die beste, die es gibt. Schade für Pezziano. Aber seien wir doch mal ehrlich, all seine schöne Romantik, intellektuell war er seinem Schwarm doch weit unterlegen. Wielange hätte das gehalten. Er mußte sterben und hat mit seinem Tod noch war Gutes für uns getan ;D


    Daroca hat mich in dieser Szene wirklich auch beeindruckt. Da war während des Duells kein Verstellen mehr. Da war nur noch Gefühl. Gefühle für Peziano, aber auch Eitelkeit und Selbstzufriedenheit ('der kämpft ja um meine Ehre'). Aber am Ende hat sie sich dann wieder im Griff: eine Soberana zeigt keine Gefühle. Ich bin gespannt, ob ihr dieses Duell noch innerlich nachhängt, in den nächsten Bänden.
    Was meinst Du denn mit dem Guten das Pezianos Tod bewirkt hat Rhea? Darocas Veränderung?


    Zitat

    Und Erresto hat den Fall gelöst. Das war clever gemacht. Das Verhör war schön zu lesen und erinnerte mich an die Verhöre, die man in Krimis immer mal wieder zu sehen bekommt. Erresto ist auf jeden Fall ein schlauer Fuchs und ich bin gespannt, was nun weiter mit ihm passiert. Ob er einen neuen Fall bekommt? Ich hoffe jedenfalls, wir lesen weiterhin von ihm und Kallista.


    Zitat

    Leider hat der den Schmutzfleck, den der Dom ausnutzen kann. Was das bedeutet sehen wir an Laurenzio.


    Ja Erresto hat hier eine wunderbare Szene. Das Verhör ist extrem spannend, und war noch fesselnder als das Duell auf Leben und Tod. Und Hut ab vor Marco und auch den bisherigen Autoren. Der Fall ist durch und durch logisch und nachvollziehbar gemacht. Die ganze Zeit wurden uns immer mehr Puzzleteile gezeigt, die hier nun ein komplettes Bild ergeben. Auch wenn ich denke, wir als Leser hätten die Details so nicht erkennen können, da mir z.B. die alchimistischen Kenntnisse ganz real, aber auch inneraventurisch fehlen.
    Erresto ist wahrlich die interessanteste Person in Taladur. Ich glaube auch, das er einen Weg finden wird mit dem Schmutzfleck auf seiner Weste umzugehen. Er wird es schaffen, dem Dom ein Schnippchen zu schlagen. Er hat nämlich all die Erfahrung mit den taladurer Familias, die Laurenzio fehlen. Wenn es einer schafft dem Dom zu wiederstehen, dann Erresto. Und da ist ja auch noch Kallista, die ihm garantiert helfen würde.


    Zitat

    Der Schluss war ein Showdown wie in einem Aktionfilm. Eigentlich ist nichts überraschend.


    Stimmt der Showdown ist wirklich ein ganz hartes Stück, das wir so bisher noch nicht hatten. Und es kam für mich schon überraschend. Diesen Rachefeldzug gegen die Handlanger seines Gegners hätte ich dem Dom nicht zugetraut. Das er einen Plan fasst, um Fabio über die Klinge springen zulassen, möglichst unauffällig, das hätte ich schon erwartet. Immerhin waren zu diesem Zeitpunkt die Menschen (sein Bruder, der Bierbrauer und der Elf), die für den Tod seiner Tochter verantwortlich waren, schon Tod. Die anderen zu töten, wäre nicht nötig gewesen. Zum bisherigen Stil des Dom hätte die Beseitigung Fabios und die Übernahme seiner Klienten besser gepasst. Schade eigentlich. Aber ich denke, hier war das Gespräch mit diesem Alrico ausschlaggebend, der Fabio sicher noch braucht. Und er muß dem Dom klargemacht haben, das es auch zu seinem Vorteil ist, den Cavazzaro am Leben zu lassen.
    Und das ausgerechnet Fabio Cavazzaro davon kommt, der nach relativ kurzen Bedenken seine Klienten opfert, sogar seine rechte Hand, für die er ja sogar Gefühle hat, ist ein starkes Stück. Ich bin gespannt, welche Rolle er noch spielt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

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  • politisch meine ich mit den Parrallelen zum realen Leben. Der Dom war für mich von Anfang an ein Mafiaboss und der handelt so, dass die Gegner sich nicht anmaßen, sich mit ihm anzulegen. Dazu gehören auch Bandenkriege, die eben nicht nur fein gesponnen werden. Wer sich mit ihm anlegt muss mit der Rache rechnen. Diesmal hat es ihn doppelt hart getroffen und da gibt es keine andere Wahl. Ein Mafiaboss, der zu weich ist, lebt nicht lange. (Ich erinnere mich immer an die Sache mit Lumino, da war ich es, die gesagt hat, der hätte es auch viel leichter mit seinem Verstand lösen können. Er war kein Bandenchef, entschuldige bitte aber so sehe ich den Dom, alles andere hieße ihn zu verharmlosen.)
    Es ist seine Art alle zu bestrafen, die mit dabei waren. Damit muss er nicht hingehen und sagen: Ich weiß wer dabei war und fordere Bestrafung. Nein, er zeigt damit, dass ihm nichts verborgen bleibt, ohne seine Quelle zu nennen. Eine Visitenkarte so etwa.


    Zitat

    Und das ausgerechnet Fabio Cavazzaro davon kommt, der nach relativ kurzen Bedenken seine Klienten opfert, sogar seine rechte Hand, für die er ja sogar Gefühle hat, ist ein starkes Stück


    Es ist einfach im Interesse des Doms. Wenn er auf Fabio verzichten könnte und ihn ohne Schaden beseitigen, dann hätte er es getan. So hat er aber jemanden in der Hand, den er in das Spiel einbringen kann und der ihm lebendig mehr nutzt. Damit hat er auch seine Rache, denn wer ist Fabiano noch? Eine Marionette des Dom. (Ich meine eigentlich war er nie jemand, er hatte keinen Charakter, keine Ahnung vom Geschäft und den Dom anzugreifen war die größte Dummheit.)


    Soweit für mich politisch. Ein Mafiaboss beschützt auch seine "Familie" aber wehe ein Familienmitglied macht etwas, was er nicht will und Brutalität gehört dazu, natürlich immer von Handlangern gemacht. Manche denken auch im realen Leben, dass die Mafia doch "gut" sei. Ich kenne Menschen in der Urkraine, die gehen zur Mafia, wenn sie einen Kredit brauchen oder wenn ein Schuldner nicht bezahlt, weil sie der staatlichen Executive nicht trauen (können). Sie erhalten Schutz. Gehören dazu. Ist die Mafia deshalb gut?


    Für mich war eben auch klar, dass Pezziano sterben wird. Er ist kein Partner für Daroca. Mit ihm wäre sie nicht Soberana. Gut war sein Tod aus dem Grund, dass wir nun einiges mehr über Daroca wissen und sie auch gelernt hat Konsequenzen ihrer Intrigen zu tragen. Das macht sie vielleicht etwas bereiter andere Gefühle zu respektieren. Ich denke da z.B. an Jazemina.


    Was Erresto betrifft, kann ich nur hoffen, dass Du Recht hast. Seine Familia scheint ihn nicht immer zu unterstützen und der Dom findet eigentlich immer Wege, die Leute für seine Zwecke einzuspannen. Gut ist, dass er Erresto vorgewarnt hat und er sich also schon darauf einstellen kann. Vielleicht hilft auch das Boromeo.


  • War es Tagrasch, der das Pferd umgebracht hat? Da muss ich was überlesen haben ??? Das wiederum traue ich ihm eigentlich nicht zu. Wenn es allerdings der Auftrag des Dom ist, dann wird er es tun.


    Er sagt zu Laurenzio, als sie sich treffen, dass er gerade aus dem Ort kommt, wo Amarias Pferd im Stall ermordet wurde (ich weiß den Namen gerade nicht auswendig und habe das Buch nicht vorliegen) und Laurenzio blickt in dem Moment auf Tagraschs Axt und entdeckt dort getrocknete Blutflecken. Für mich ziemlich eindeutig.



    Man sollte nicht Tagrasch verurteilen, sondern den Dom, den Beschützer der Familie.


    Natürlich ist für mich der Dom der Hauptschuldige, er hat das ja beauftragt. Was mir an Tagrasch einfach immer mehr negativ aufgestoßen ist, ist der Spaß, den er mir dabei mehr und mehr gezeigt hat. Man kann auch eine Schuld abtragen, indem man die Aufträge mit Widerwillen ausführt, aus eben dem verpflichtenden Zwang heraus und dann froh sein, wenn das endlich erledigt ist und man damit aufhören kann. Dies scheint Tagrasch nicht zu fühlen und das stört mich an ihm. Und ob er nun ein Zwerg und Kämpfer ist oder sonst jemand, ist mir da egal. Wenn aber alle Zwerge so eine Einstellung haben, dann mag ich eben ab jetzt keine Zwerge ;) (ich habe bisher kaum Bücher mit Zwergen gelesen und habe da kein Klischee vor Augen gehabt)



    Somit sehe ich seinen Tod also nicht umsonst an.


    Mit umsonst meinte ich eigentlich nur für ihn persönlich. Er kämpfte im guten Glauben, dass sein Duell einen wichtigen Hintergrund hat. Da dies aber nur eine Lüge war, ist sein Tod so gesehen für ihn umsonst gewesen. Er hat für nichts gekämpft. Gut, dass er selbst das nicht mehr erfahren hat. Für die Geschichte, bzw. die Entwicklung Darocas war es natürlich nicht umsonst.



    Als Peziano die Forderung zum Duell ausgesprochen hatte, war mir der Ausgang nicht unbedingt klar. Wir haben Erresto als schlechten Fechter, z.B. im Kampf mit Boromeo und auch nach eigener Aussage, kennengelernt. Peziano dagegen, als Freund Boromeos, hatte ich als guten Fechter eingeschätzt. Ich hatte also wirklich Angst um Edelhart. Das Einzige was für einen Sieg Edelharts sprach, war die Tatsache, das er für die Romanreihe noch wichtig ist, während Peziano seinen Auftritt hatte und seine Aufgabe erfüllt war.


    Bei mir war das einfach ein Gefühl, dass mir sein Ende klar war. Klar, Edelhart wird sicher noch für die nächsten Bücher gebraucht, aber auch wenn dies ein Einzelbuch wäre, hätte ich mit Pezianos Ende gerechnet. So emotional wie er in den Kampf gegangen ist und dabei einem viel "cooleren" Gegner gegenübersteht, konnte mich mir einfach sehr gut vorstellen, dass er dabei unaufmerksam oder zu unvorsichtig vorgeht, um zu gewinnen. Allerdings habe ich nicht an Edelharts Arroganz und Selbstherrlichkeit gedacht, die diesem ja doch fast zum Verhängnis wurde. Daran hätte ich noch denken können, dann wäre ich mir vielleicht auch nicht so sicher über den Ausgang gewesen, das stimmt schon.

  • Zitat

    Und ob er nun ein Zwerg und Kämpfer ist oder sonst jemand, ist mir da egal. Wenn aber alle Zwerge so eine Einstellung haben, dann mag ich eben ab jetzt keine Zwerge (ich habe bisher kaum Bücher mit Zwergen gelesen und habe da kein Klischee vor Augen gehabt)


    ich bin der Meinung, dass man versucht, das zu werden was einem Spaß macht. Wenn also einer ein Krieger wird, dann hat er auch am Kämpfen Spaß. Wir haben immer ein Klischee vor Augen, dass die Kämpfer edel sind und nur im Notfall töten. Das ist aber nicht so. Ein Kämpfer, der nicht tötet ist eine Märchenfigur. Sogesehen kann man dann Krieger beschreiben, die den Tod der Gegner bedauern. Im Allgemeinen aber wächst der Ruhm mit der Anzahl der getöteten und die Ehre mit der Ausführung des Berufes so gut wie möglich.
    Ein gutes Beispiel ist Obelix er tötet die Römer doch auch gern(natürlich ist es Trickfilm und die stehen immer wieder auf, auch wenn es gar nicht möglich ist, aber da lachen wir ;D) Die Ritter, die nur im edlen Zweikampf töten sind gut mit Heldenliedern zu besingen, aber der Zweikampf ist nur eine Ausnahmesituation. Tagrasch ist kein Denker oder Handwerker, der seine tägliche friedliche Arbeit hat. Er ist dafür da zu kämpfen und dazu gehört das Töten. Ja, das mit dem Pferd wäre mir auch lieb, er wäre es nicht gewesen, aber er hat eine Aufgabe und das ist besser als in der Kneipe vor Langeweile umzukommen.


    Und bitte keine Rassenverfolgung. Tagrasch ist ein Zwerg. Ich kenne Adventurien nicht, aber ich nehme an, dass auch Zwerge unterschiedliche Berufe haben und nicht alle Krieger sind.


  • Wir haben immer ein Klischee vor Augen, dass die Kämpfer edel sind und nur im Notfall töten.


    Also ich nicht. ???


    Es gibt ja genug, die freiwilig und mit Begeisterung in Kämpfe ziehen (was ich absolut nicht nachvollziehen kann, aber die Ernüchterung kommt bei einigen dann ja von alleine), genauso gibt es aber auch viele, die aus Notwendigkeit kämpfen müssen, sich aber eine schönere Beschäftigung vorstellen können, von denen, die in den Kampfdienst gezwungen werden ganz zu schweigen. Und Kämpfer, bzw. Killer, die Spaß am Töten und Quälen haben, sind mir eben von allen die unsympathischsten. Und nachdem ich Tagrasch anfangs sogar noch sympathisch fand, so hat sich das, was mich betrifft, aus eben diesem Grund leider im Laufe der Zeit geändert. Das ist ja nur mein Empfinden. Jeder Leser "springt" ja gerne mal auf die ein oder andere Figur mehr als ein anderer. Mich z. B. hat weder der Dom noch vorher Lumino besonders berührt und beschäftigt. ;)


    Zitat


    Und bitte keine Rassenverfolgung. Tagrasch ist ein Zwerg. Ich kenne Adventurien nicht, aber ich nehme an, dass auch Zwerge unterschiedliche Berufe haben und nicht alle Krieger sind.


    Du hast meinen Zwinkersmiley aber gesehen, oder? Ich habe hier auf allgemeine Klischees angespielt. Es ist mir schon klar, dass nicht alle Zwerge gleich und nicht alle von ihnen Kämpfer sind. Wenn das Klischee der Zwergen-Kämpfer aber in der Regel so aussehen sollte, dann würden sie nicht zu meinen Lieblingsfiguren werden. Mir ist aber klar, dass sogar Elfen nicht alle gut und edel sind. ;).

  • Es ist einfach im Interesse des Doms. Wenn er auf Fabio verzichten könnte und ihn ohne Schaden beseitigen, dann hätte er es getan. So hat er aber jemanden in der Hand, den er in das Spiel einbringen kann und der ihm lebendig mehr nutzt. Damit hat er auch seine Rache, denn wer ist Fabiano noch? Eine Marionette des Dom. (Ich meine eigentlich war er nie jemand, er hatte keinen Charakter, keine Ahnung vom Geschäft und den Dom anzugreifen war die größte Dummheit.)


    Genau das glaube ich nämlich nicht. Der Dom wird sicherlich das Beste für sich daraus machen. Aber ich denke hier war und ist dieser Alrico der ausschlaggebene Faktor. Er hat Fabio bisher stets für seine Zwecke benutzt, und ich glaube, das Fabio seine Aufgabe für Alrico noch nich erledigt hat. Da ist immer noch die Geschichte um die Ferkinas, die er ja aus dem Gefängnis geholt hat.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Genau das glaube ich nämlich nicht. Der Dom wird sicherlich das Beste für sich daraus machen. Aber ich denke hier war und ist dieser Alrico der ausschlaggebene Faktor. Er hat Fabio bisher stets für seine Zwecke benutzt, und ich glaube, das Fabio seine Aufgabe für Alrico noch nich erledigt hat. Da ist immer noch die Geschichte um die Ferkinas, die er ja aus dem Gefängnis geholt hat.
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    Das weiß doch der Dom aber nicht oder?


  • Das weiß doch der Dom aber nicht oder?


    Von dem Gespräch in der dunklen Gasse bekommen wir ja nicht viel mehr als den Anfang mit. Was genau besprochen wurde, ist ja noch Spekulation. Aber einen Hinweis gibt der Dom ja selbst, als er sich mit Fabio unterhält und ihn dazu zwingt seine Mitarbeiter zu verraten. Er solle sich mal mit seinem Freund Alrico unterhalten, der sein unzufrieden mit ihm. Einiges wird der Dom nun schon wissen, und sich anderes zusammenreimen. Vielleicht hat er sich auch mit Alrico verbündet. Aber konkret gesagt, wurde es bisher nicht.

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  • Ich verstehe nicht, was die Aufgabe Fabios für Alrico mit der Entscheidungsfreiheit des Dom zu tun hat. Ich denke nach wie vor, dass er Fabio nur am Leben läßt, weil er ihn benutzen kann (wie und über wen auch immer) und er lebend mehr Wert hat für ihn als tot. Fabios Schicksal ist damit nicht wirklich besser als das seiner Kumpane, die nur schneller sterben.


    Ich diskutiere hier eigentlich nur, um meine Meinung zu einer unterschiedlichen Figurenführung zu sagen. Der Dom war von Anfang an die Spinne im Netz ( Entschuldigung an die Spinne, die tötet ja nur um zu leben), während Lumino eigentlich ein Magier, ein Wissenssucher war, der in dieser Gesellschaft seine Magie einsetzt um einerseits sein Wissen zu vermehren und andererseits eine geachtete Stellung für seine Familie zu finden. Daraus hätte man eine sehr interessante Figur machen können, die weder eindeutig böse noch eindeutig gut ist und damit für mich interessant. So wie z.B. Faust. Er wurde aber von den meisten Mitlesern von Anfang an als Böse entlarvt und von André dann auch (für mich unnötiger Weise) so geführt.
    Der Dom widerspiegelt einen Mafiaboss und ich habe ihn somit von Anfang an als diesen eingestuft, damit war er für mich sofort ein intelligenter grausamer Bösewicht. Während er von anderen als der väterliche Typ angesehen wurde. Für mich ist seine Entwicklung folgerichtig. So ist es auch mit Tagrasch, der nicht erst am Ende als der Vollstrecker auftritt und den Spaß am Töten auch ziemlich früh zeigt, als Laurenzio darüber noch erschrocken ist.

  • Ich finde diesen Alrico ja sehr geheimnisvoll und er wirkt auf mich bisher eigentlich als der Mächtigste im Hintergrund. Wie das Oberhaupt, bzw. jemand, der alles und jeden lenkt oder lenken kann und somit also auch jeder vor ihm und seinem Einfluss Respekt hat.


    Aber mich irritiert dabei etwas, dass irgendjemand in einer anderen Runde (in der ersten glaube ich) erklärt hat, dieser Alrico sei eine Art Running Gag, der immer mal wieder erwähnt wird in der aventurischen Welt?

  • Tja, da bin ich genauso aufgeschmissen, denn ich kenne mich in der Welt auch (noch) nicht aus. (das noch bezieht sich darauf, dass ich meinem Sohn nun das Meisterbuch zu DSA geschenkt habe und wir eventuell eine Spielrunde DSA anfangen werden. außerdem will ich mehr von Marko lesen!)


    Aber er kann nicht mächtiger sein als der Dom, denn sonst hätte er keinen Grund alle an ihn zu verraten, oder?


    Wer nun der Mächtigste ist? Wir sind in der Hälfte. Ich finde der Dom ist der, der die Fäden zieht. Aber warten wirs ab.



    Übrigens habe ich Dein Smiley natürlich gesehen und wir reden hier ja über Bücher. Ich setze vielleicht zuwenig Smileys, bin aber dabei, mich daran zu gewöhnen. ;)


  • Aber er kann nicht mächtiger sein als der Dom, denn sonst hätte er keinen Grund alle an ihn zu verraten, oder?


    Da bin ich mir eben nicht sicher. Vielleicht manipuliert er ja auch den Dom. Was genau er mit ihm besprochen und zu ihm gesagt hat, wissen wir ja nicht. Ist halt echt die Frage, wer hier wirklich die meisten Fäden zieht und die Figuren nach eigenen Wünschen vorantreibt ...


    Ich bin echt gespannt, was in den nächsten drei Bänden noch passieren wird!

  • Ich auch.



    Sag mal haben wir Marco mit unserer Langsamkeit vertrieben? Ich hoffe nicht, denn sein Teil hat mir sehr gut gefallen! Am Ende habe ich allerdings kurz den Eindruck gehabt, als ob Bernd ihm die Anzahl der Toten vorgeschrieben hätte ;D

  • Nein, ihr habt mich nicht vertrieben, ich lese noch mit und war im Gegenteil sehr überrascht, wie viel hier in den letzten Stunden geschrieben wurde.


    Zu Alrico: Der Running Gag daran ist, dass der Name Alrik, von dem Alrico eine Ableitung ist, der beliebteste Name für kleine Jungen in Aventurien ist. Das ist auch keine Festlegung, sondern eher eine überraschte Feststellung, weil viele Autoren in der Anfangsphase diesen Namen offensichtlich sehr oft gebraucht haben. Warum auch immer. Vielleicht weil der Erfinder des Schwarzen Auges Ulrich Kiesow war und Alrik der englischen Aussprache von Ulrich entspricht ...?
    Daraus entstand dann jedenfalls irgendwie die Mutmaßung (also eine innerweltliche Erklärung dieses Phänomens), dass der Name bei Aventuriern wohl sehr beliebt sein müsse (Der Norbade hieß bei mir ja auch Alriksej). Und heute spielen Autoren damit, indem sie z.B. unbedeutende Nebenpersonen, die praktisch für Jedermann stehen, Alrik nennen. Deswegen wird von Alrico ja auch gesagt, er habe ein Allerweltsgesicht ;)
    Natürlich kann man damit auch spielen. Unter der Voraussetzung, dass man den Running Gag kennt, ließe sich mit so etwas auch die Aufmerksamkeit von Lesern lenken. (Ach der heißt Alrik? Dann kann er ja nicht wichtig sein)



    Der Bodycount wurde mir nicht vorgeschrieben, aber Bernd hatte auch nix dagegen ;) - Ich hatte leider erheblich kürzen müssen, weil meine Story zu umfangreich für das eine Buch geworden war. Ich hatte ursprünglich noch einen ganzen Strang zu Fabio Quillana eingeplant, den ich gerne mehr in den Fokus gerückt hätte und dem ich eine Liebesbeziehung zu seiner Assistentin angedichtet hatte. Das wäre im Prinzip die Gegenseite zum Dom geworden. Dazu hätte auch das Anwerben der Schergen gehört, die dann etwas präsenter gewesen wären, als nur in der Sterbeszene am Schluss (so eine "Säuberungsaktion" ist ein klassisches Mafia-Gerne-Element).
    Das war leider alles viel zu viel - wenn man noch nicht so viele Bücher geschrieben hat, muss man für so etwas erst mal ein Gefühl entwickeln. Und deswegen musste ich mich am Ende leider von Inhalten trennen. Auch von Boromeo, der ursprünglich für mich gar nicht vorgegeben war. Aber ich fand, dass eine so wichtige Person, nicht vergessen werden darf. Deshalb hatte ich ihm 3 Szenen spendiert, die ich dann nach erscheinen auch nachbearbeitet und eben als Zusatzmaterial zur Verfügung gestellt habe. Es ist nicht schlimm, wenn man die Szenen nicht kennt. Aber es macht bestimmt mehr Spaß :)


    Alles in allem ist das Buch aber dadurch auch straffer geworden und manche Informationen finden sich nun eben eher im Subtext als in expliziter Darstellung. Aber das finde ich alles andere als schlecht. Das erhöht die Aufmerksamkeit glaube ich. Und der Leser fühlt sich vielleicht auch gefordert und nicht wie ein Depp behandelt, weil man ihm alles auf dem Silbertablett unter die Nase reibt. Das war für mich auch eine Erfahrung, zuküftig vielleicht öfter die Aussparung zu suchen.

  • Danke für die Erklärung.


    Ich denke das Anwerben der Schergen hätte dazugeführt, dass man schneller die Säuberungsaktion als solche begreift. Bei mir hat es erst eine Weile gedauert, bis ich die Strafe zuordnen konnte. Vielleicht hätte es die Aktion auch weniger eindeutig böse gemacht, wenn man gewußt hätte, was die einzelnen noch auf dem Kerbholz hatten. Man kann es sich aber zusammenreimen. Ich bringe ja dem Dom keine Sympathien entgegen, aber wenn der Gegenspieler genauso brutal und böse gezeigt wird ist es schwieriger das Böse zu erkennen. Schließlich wirkt dann die "Schutzfunktion" stärker.


    Danke für die Bonusgeschichten. Wir wissen dadurch wo Boromeo ist und warum. Nun können die anderen sehen, wie sie ihn da wieder weg bekommen ;D

  • Vielen Dank, Marco, für deine ausführlichen Erklärungen. Na, dann bin ich ja mal gespannt, als was sich Alrico am Ende entpuppt. Bei Krimis fragt man sich ja auch immer wieder gerne, ist es eine richtige Fährte oder eine falsche oder ist es deshalb eine falsche, weil man denken soll, es ist eine richtige, oder ist sie gerade deshalb doch richtig, weil der Leser denkt, es ist nur eine extra falsch gelegte, obwohl sie doch richtig ist .... :verrueckt: ;D


    Mein Fazit zum Buch kommt bald, Marco. Für das Wochenende habe ich mir das fest vorgenommen. Es fällt auf jeden Fall sehr gut aus, das kann ich dir schon mal verraten. :winken:

  • Zitat

    Ich hatte leider erheblich kürzen müssen, weil meine Story zu umfangreich für das eine Buch geworden war. Ich hatte ursprünglich noch einen ganzen Strang zu Fabio Quillana eingeplant, den ich gerne mehr in den Fokus gerückt hätte und dem ich eine Liebesbeziehung zu seiner Assistentin angedichtet hatte.


    Das ist eigentlich sehr schade für Fabio Quillana. Denn diese Facette hätte der Figur sicher gut getan und sie, meiner Meinung nach, auch in ein anderes Licht gerückt. Bisher ist er mir ja eher negativ im Kopf: als rechte Hand des unheimlichen Alrico, der es offensichtlich auf eine Querella unter den Familias abgesehen hat. Er hat auch die Ferkinas geholt, die Flusspiraterie betrieben usw. Nun tritt er in die zweite vielleicht sogar dritte Reihe ab.


    Aber ich kann auch verstehen, das einige Schreibarbeit nötig war um den Dom so facettenreich darzustellen (wie ich finde).


    Das letzte Kapitel vor dem Epilog gefällt mir sehr gut. Mir zeigt es deutlich wie sehr sich Laurenzio verändert hat, wie seine Mutter meint ja durchaus zum Guten. Immerhin hat er ja das 'wirkliche' Leben ausserhalb seiner Studierstube kennengelernt.
    Was mich sehr freut ist, das sich zwischen den so unterschiedlichen Charakteren Tagrasch und Laurenzio eine Art Freundschaft entwickelt hat. Mal schauen, wohin das noch führt.

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