02 - Seite 64 bis Seite 141 (ab "Bei Nacht und Nebel")

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  • Was ist los? Ich habe gewartet und gewartet, aber nun habe ich doch weiter gelesen. Hoffentlich hat es Gründe, die außerhalb des Buches liegen, dass es so langsam vorwärts geht.


    Ich bin jedenfalls bisher einfach beigeistert. Naja, ich hatte geahnt, dass der Dom Laurenzio die Unschuld nehmen wird und ihn zwingt zu zaubern. Nun hat er ihn endgültig in der Hand. Wie wird es Laurenzio verändern? Der Zwerg wird wohl alle begeistern. Vielleicht wird er zum Beschützer Laurenzios, ich glaube letzterer ist noch nicht abgestumpft genug, um ohne Probleme mit dem Dienst des Dom auszukommen. Mir gefält er als Zauberer natürlich sehr gut, denn ich liebe gute Magier. Vielleicht merken aber Einige, die Lumino im zweiten Teil so von Anfang an verurteilt haben, dass es nicht so einfach ist, in dieser Umgebung seine Zauberkräfte nur zum Guten einzusetzen, ich glaube sogar es ist unmöglich.
    Im Moment läuft alles in relativ ruhigen Bahnen. Was wird uns da wohl noch erwarten? Irgendwas braut sich zusammen, aber es ist nur erahnbar, lauter kleine Schwelbrände. >:D


    Schade, dass Errestros Ruf in Gefahr ist. Er ist ein Stabilitätsfaktor, wenn der wegbricht.....
    Schade auch, dass es Debona gellingt, ihn auf eine falsche Fährte zu setzen.


    In der Szene mit Esfira, Jazemina und Doloresa habe ich plötzlich gedacht, dass es eine tolle Sache wäre, wenn die drei Frauen sich verbünden würden, könnte es dafür eine Chance geben?


    Wo ist der Puppenspieler?
    Die Tänzer werden wenigstens mal kurz erwähnt :freu: (ich hoffe es kommt noch mehr?)

  • Der zweite Abschnitt hat sich ebenfalls flott gelesen. Mir hat auch gut gefallen, dass Laurenzio seinen ersten Einsatz hatte. Mal sehen ob er jemals Adeptus Minor werden darf und seine Ausbildung beendet. Ansonsten hätte der Soberan einen billigen Auftragsmagier.


    Erresto bekommt für mich auch immer mehr Profil. Ich habe den Eindruck das Marco mehr spass daran hat den Ermittler mit Leben zu erfüllen oder das Erresto ganz einfach in diesem Buch die große Stunde hat und deswegen hier noch plastischer rüber kommt.


    Das Daroca jetzt auch schwanger werden will sieht ihr ähnlich. Mal sehen wer da der Glückliche wird.


    Die Folterszene fand ich auch gut inszeniert. Auch hier durfte Erresto wieder zaubern und seine nützlichen Kräfte unter Beweis stellen.


    Und jetzt noch was nerdiges am Ende für das Lektorat. :) Die Figuren rauchen im Roman "Zigarren", die gibt es aber beim Schwarzen Auge streng genommen nicht. Laut der Spielhilfe "Handelsherr und Kiepenkerl Seite 137" heissen die offiziell "Cigarren" also mit C in Aventurien. Fragt mich jetzt bitte nicht wieso ich so einen Unsinn auswendig weiss aber ist mir beim Lesen aufgefallen. Ich meine sogar, dass die Ursprünglich zu DSA 2.0 Zeiten nur Mohaccas hießen. Das ist durch die Spielhilfe wohl auf Cigarren geändert worden oder ich habe das mit Mohaccas=Zigarren=Cigarren falsch in Erinnerung.


    Jetzt erst mal Schluss mit Haarspaltereien und schnell weiter gelesen. Ist gerade so spannend.

  • Was? Und dass obwohl ich Handelsherr und Kiepenkerl für dieses Buch extra gelesen hatte! :( (Das man ansonsten ja eher "wenig" braucht).
    Ja, ich glaube auch, dass die mal nur Mohaccas hießen. So heißt der Tabak / eine Tabak-Art auch immer noch.


    Ich weiß nicht, ob ich das bewusst mit Z geschrieben habe oder nicht. Ich schreibe sonst gerne alles mit C (Capitale, Cronbeamter). Entweder ist es mir hier einfach durchgerutscht oder ich habe es bewusst gesetzt oder im Lektorat gesetzt bekommen, weil die als einsteigerfreundlich konzipierte Reihe da nicht zu viel verwirren sollte.


    Na ja. Da sieht man wieder: Man kann so fleißig recherchieren / lektorieren wie man will, irgendwas rutscht einem dann doch immer durch.

  • Zitat

    Was ist los? Ich habe gewartet und gewartet, aber nun habe ich doch weiter gelesen. Hoffentlich hat es Gründe, die außerhalb des Buches liegen, dass es so langsam vorwärts geht.


    Ich habe gerade ein bißchen viel um die Ohren. Das Buch ist sehr gut. Wenn es nur danach ginge, wäre ich schon deutlich weiter. Manchmal tut es sogar richtig weh, wenn ich den Roman liegen lassen muss, weil anderes nach mir ruft.



    Na ja. Da sieht man wieder: Man kann so fleißig recherchieren / lektorieren wie man will, irgendwas rutscht einem dann doch immer durch.


    Na da bin ich aber froh, das die Zigarre dem Lektorat nicht aufgefallen ist, sonst hätte ich es wahrscheinlich als Rechtschreibfehler moniert. :)


    Zitat

    Der Zwerg wird wohl alle begeistern


    Tagrasch begeistert mich bisher tatsächlich (ich habe einfach eine Schwäche für das kleine Volk). Doch er scheint ja der Mann fürs Grobe zu sein. Da kann seine Weste eigentlich nicht sauber bleiben, bei den Methoden die der Dom anwendet. Aber im Augenblick ist er mir sehr sympathisch.


    Zitat

    Mir gefält er als Zauberer natürlich sehr gut, denn ich liebe gute Magier. Vielleicht merken aber Einige, die Lumino im zweiten Teil so von Anfang an verurteilt haben, dass es nicht so einfach ist, in dieser Umgebung seine Zauberkräfte nur zum Guten einzusetzen, ich glaube sogar es ist unmöglich.


    Darum ging es ja auch nie, die Magie nur zum Guten einzusetzen. Das funktioniert ja in Taladur nicht mal mit den Kampffähigkeiten. Wenn sogar Erresto seine Hände nicht sauber halten kann.
    Aber beide Charaktere, Lumino und Laurenzio (Beginnen Zauberer eigentlich immer mit einem 'L' und enden mit einem 'O'? ;D) könnten in ihrer Anlage nicht unterschiedlicher sein. Immerhin sind Luminos Bücher jetzt wieder von Nutzen.
    Laurenzio steht ja ganz am Anfang seiner Karriere als Magier, ob er nun seinen Freibrief bekommt oder nicht. Er wird sicher seinen Weg machen. Und ich glaube nicht, das er als Lohnmagier des Dom enden wird.


    Zitat

    In der Szene mit Esfira, Jazemina und Doloresa habe ich plötzlich gedacht, dass es eine tolle Sache wäre, wenn die drei Frauen sich verbünden würden, könnte es dafür eine Chance geben?


    Der Gedanke gefällt mir gut Rhea. Was die drei mit ihrem Wissen und Können alles erreichen würden, wenn sie über ihren familiären Schatten springen würden, ist kaum auszudenken. Esfira und Jazemina waren ja mal nahe dran. Was ist das für eine merkwürdige 'Krankheit' die Esfira so weggetreten sein läßt. Ihr Geist scheint umnebelt. Ist sie in der Traumwelt gefangen? Doch wie kann sie sich dann in Taladur bewegen? Traurig zu sehen, was aus ihr geworden ist. Jazemina ist ja eine begabte Träumerin. Eigentlich könnte sie ja versuchen sie zurückzuholen. Na ja hoffentlich kommt sie noch auf diese Idee.



    Wirklich erstaunlich und beeindruckend fand ich die Zeremonie, mit der Laurenzio in die Familia der Cavazzaro aufgenommen wurde. Ich dachte immer ein Handschlag reicht für dieses 'Lehnsverhältnis'. Aber hier wird ja ein richtiger Treuebund im Angesicht eines Geweihten (welchen Gottes eigentlich? Phex?), sogar mit Blut, geschlossen. Extremer gehts ja kaum. Ist das in Taladur so üblich? Oder nur beim Dom so? Und werden alle Klienten so in die Famila aufgenommen? Oder ist das nur ausgesuchten Klienten vorbehalten?



    Zitat

    Erresto bekommt für mich auch immer mehr Profil. Ich habe den Eindruck das Marco mehr spass daran hat den Ermittler mit Leben zu erfüllen oder das Erresto ganz einfach in diesem Buch die große Stunde hat und deswegen hier noch plastischer rüber kommt.


    Diesen Eindruck habe ich auch. Aber das gefällt mir gut. Es ist längst überfällig diesen erstklassigen Ermittler mehr in den Vordergrund zu stellen. Ist Erresto eigentlich verheiratet? Bisher sieht es für mich nicht danach aus.
    Trotz seines Fehltritts im Falle Boromeo bleibt er zusammen mit Kallista die positivste Figur der Stadt (bisher). Vielleicht bekommt ja auch seine Assistentin nun mehr Aufmerksamkeit. Und wir erfahren endlich noch mehr über ihre Vergangenheit.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

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  • Ha, auf Seite 64 habe ich ihn gleich erwischt - den bellenden Hund. ;D


    Wer nicht weiß, warum mich das so amüsiert: HIER ist es nachzulesen. ;) edit: eigentlich sollte es dieser Thread hier sein Klick


    Das aber nur am Rande, bevor ich es vergesse. Nachher melde ich mich noch inhaltlich zu diesem Abschnitt, der wieder richtig schön spannend war!

  • So, nachdem ich nun den zweiten Abschnitt gelesen habe, kann ich auch sagen, dass mir dieser Teil bisher besonders gut gefällt. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und ich glaube es liegt daran, dass ich die Menschen und ihre Erlebnisse hier besonders emotional empfinde. Vielleicht wird mehr auf ihr Inneres eingegangen oder ich kenne sie mittlerweile besser, das kann ich nicht beurteilen. Mehr habe ich aber das Gefühl, dass Marcos Schreibstil emotionaler, mit mehr Fokus auf die Gedanken und Gefühle der Protagonisten ist. Habe nur ich das Gefühl?


    So konnte ich z. B. Laurenzios widersprüchliche und durch die Geschehnisse hin- und her geworfenen Gefühle richtig gut spüren und miterleben. Seine nervöse und ängstliche Aufregung bei der Aktion mit dem Schlüssel war richtig greifbar. Ebenso seine naive Begeisterung und Freude über die nette Aufnahme in der Familia und die darauf folgende Ernüchterung und der Schrecken, als seine Illusionen so grausam zum Platzen gebracht wurden.


    Auch Jazemina und Edelhardt ließen mich ihre Emotionen mehr spüren, bzw. mit ihnen intensiver mitleiden und auch Erresto kam mir hier viel näher, denn zum ersten Mal konnte ich richtig an seinen persönlichen Ängsten teilhaben, was bisher eher zu ahnen war und mich insgesamt noch nicht so viel um ihn sorgen ließ.


    Was mich betrifft, bin ich hier viel enger an und mit den Figuren und ihrem Schicksal verbunden, als bisher. :)



    Nun hat er ihn endgültig in der Hand. Wie wird es Laurenzio verändern?


    Das hoffe ich nicht! Ich hoffe wirklich sehr, dass er an seinen guten Eigenschaften festhält und sich nicht verderben lässt. Allerdings bräuchte er da sicher Hilfe, denn seine Verpflichtungen dem Dom gegenüber werde ihm kaum viel Spielraum für Gegenwehr bieten. Ein bisschen hoffe ich ja auf das von Vanozza erwähnte gute Herz Tagraschs oder vielleicht Unterstützung von Vanozza selbst, obwohl sie natürlich alle sehr unter dem Bann des Doms stehen. Ob von außerhalb jemand Einfluss oder Hilfe für ihn sein kann? Oder muss er sich tatsächlich eher selbst helfen? Ich bin gespannt.



    Das Daroca jetzt auch schwanger werden will sieht ihr ähnlich. Mal sehen wer da der Glückliche wird.


    Ich glaube, sie hat schon Urrito auserkoren. An ihn hat sie sich ja gleich so fürsorglich bei der Beerdigung seiner Mutter drangehängt. ;D Sicher in der praktischen Überlegung, dass sie besonders viel Einfluss auf ihn haben kann, da seine Mutter ihn ja "im Stich gelassen hat" ;)



    In der Szene mit Esfira, Jazemina und Doloresa habe ich plötzlich gedacht, dass es eine tolle Sache wäre, wenn die drei Frauen sich verbünden würden, könnte es dafür eine Chance geben?


    Ich hatte auch den Gedanken, dass sie gemeinsam viel erreichen könnten, wenn sie ihre anerzogene Antipathie ablegen könnten und sich einfach mal ruhig unterhalten würden und einfach ihr Wissen austauschen würden, anstatt sich nur gegenseitig zu beschuldigen. Sie wären sicher ein gutes Team. ;D Aber da sehe ich schwarz, denn gerade Doloresa ist ja nicht die Ruhe und Überlegung in Person, sondern agiert gleich heftig emotional. Zu einem klärenden Gespräch wird es wohl schwer kommen. Aber ich hoffe auch mal, denn wer weiß, was noch passiert.


    Die Szene auf der Beerdigung, als die beiden Familias sich voller Wut gegenüber standen, gehörte übrigens auch zu den Szenen, die besonders emotional für mich rüberkamen. Die Spannung, der Frust, die Wut, das war eine tolle Szene! Ich hatte echt gedacht, jetzt ist alles zu spät und es fließt Blut!


    Was ist das für eine merkwürdige 'Krankheit' die Esfira so weggetreten sein läßt. Ihr Geist scheint umnebelt. Ist sie in der Traumwelt gefangen? Doch wie kann sie sich dann in Taladur bewegen? Traurig zu sehen, was aus ihr geworden ist. Jazemina ist ja eine begabte Träumerin. Eigentlich könnte sie ja versuchen sie zurückzuholen.


    Esfiras Anblick hat mich echt überrascht, denn ich hatte im letzten Buch das Gefühl, sie sei tot. Nachdem es dort hieß, dass knorrige Äste nach ihr griffen und es sich dabei so anhörte, als würde der Todesrabe sie sich holen (den genauen Wortlaut weiß ich gerade nicht mehr, müsste ich nochmal nachschauen), war mir das eigentlich ziemlich klar. Andererseits erlebt man sie hier ja eher wie eine wandelnde Tote, als noch wirklich am Leben. Ich habe den Eindruck, sie ist noch in dem Traum gefangen, steht quasi direkt auf der Kippe zwischen Leben und Tod, aber mehr schon im Tod. Aber irgendetwas hält sie am Leben, vielleicht eine Verbindung zu Boromeo, die sie damals im Traum aufgenommen hat? Vielleicht ist das das einzige, was sie noch "lebendig" hält, obwohl sie eigentlich schon viel mehr in den Fängen des Todes ist?


    Ich glaube schon, dass Jazemina irgendwie versuchen wird, zu Esfira Kontakt aufzunehmen oder zumindest wieder in die Traumwelt zu gelangen und Boromeo dort wieder aufzuspüren. Bei Nuerta hat sie ja schon die Kräuter entdeckt. Nur ist es sicher ziemlich gefährlich, diese einfach ohne erfahrene Anleitung ganz alleine zu nehmen. Andererseits ist sie verzweifelt genug in ihrer momentanen Situation, um das Risiko einzugehen. Nur an ihr Kind sollte sie dabei denken ... ::)


    Hmmm, insgesamt wird es immer verzwickter. Einige Geheimnisse werden verraten, die andere gerne erfahren würden oder deren Entdeckung andere fürchten. So wäre Jazmina überglücklich, würde der Dom ihr erzählen, wo Boromeo ist, aber es ist ja klar, dass der das erst mal für später für sich behält und keine Ambitionen hat, Boromeo zu helfen. Das Wissen von Errestos Gemauschel mit Edelhardt ist auch gelüftet. Hernandos Leiche ist aufgetaucht ... so langsam muss man aufpassen, den Überblick zu behalten, wer was weiß oder nicht weiß und welche Kreise es noch zieht...


    Ach ja, und zu guter Letzt: Ja, die Zwerge gefallen mir bisher gut. Tagrasch ist eher grob, aber noch glaube ich auch, er könnte das Herz am rechten Fleck haben. Allerdings finde ich das Cover bedenklich, falls dies Tagrasch und Laurenzio abbilden sollte. Bisher hatte ja zumindest das Cover immer einen Bezug zum Inhalt. Ich hoffe, es ist ein anderer Zwerg oder ein anderer Mensch.


  • Und just, als ich den Thread dazu las, bellte in meiner Nachbarschaft ein Hund (kein Witz!)


    ;D



    Ich sehe gerade, eigentlich wollte ich ja diesen THREAD verlinken und nicht den hier erstellten, denn dort wurde das Thema viel intensiver besprochen und auf andere Dinge erweitert und mit Beispielen gefüllt. Mich stört der bellende Hund nicht, aber seit der Diskussion bin ich fast konditioniert auf ihn und knarrende Türen und krähende Hähne.... Ich finde das lustig. ;)

  • Zitat

    Andererseits erlebt man sie hier ja eher wie eine wandelnde Tote, als noch wirklich am Leben. Ich habe den Eindruck, sie ist noch in dem Traum gefangen, steht quasi direkt auf der Kippe zwischen Leben und Tod, aber mehr schon im Tod


    Ist sie denn wirklich im Reich der Toten? Boron ist doch auch der Herr des Schlafes. Ich sehe sie eher zum Teil in der Traumwelt gefangen. Und findet von dort nicht zurück.
    Für mich ist die Traumwelt eher eine Art Verbindungswelt, die zu allen Menschen gehört. Das würde erklären, warum man im Traum reisen kann; anderen begegnen, andere sehen kann. Und natürlich gäbe es dann auch eine Verbindung zur Totenwelt. Wie ist das in der Welt Aventurien? Traum gleich Totenreich? Oder eher Traum als eigene Welt?


    Zitat

    Mehr habe ich aber das Gefühl, dass Marcos Schreibstil emotionaler, mit mehr Fokus auf die Gedanken und Gefühle der Protagonisten ist. Habe nur ich das Gefühl?


    Ich empfinde das ähnlich Heimfinderin. Die Geschichte greift mich viel mehr an, als die beiden Bände zuvor. Ich fühle mich mehr bei den Figuren. Das Buch geht stark in Richtung psychologischer Krimi, was mir sehr gut gefällt.


    Zitat

    Ich glaube, sie hat schon Urrito auserkoren. An ihn hat sie sich ja gleich so fürsorglich bei der Beerdigung seiner Mutter drangehängt.


    Stimmt. Aber Urrito ist ja wohl eine Kopfentscheidung, die Daroca wohl eher als zukünftige Soberana ihres Hauses getroffen hat. Doch da ist doch noch dieser Peziano, den der Dom aus dem Gefängnis holte. Hatte sie für den nicht sogar echte Gefühle, so weit man das Daroca zutrauen kann. Das wäre doch ein interessantes Dilemma: die kühle Kopffrau verliebt in einen Unstandesgemäßen. Mal schauen, ob Marco darauf noch näher eingeht.

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  • Ist sie denn wirklich im Reich der Toten? Boron ist doch auch der Herr des Schlafes. Ich sehe sie eher zum Teil in der Traumwelt gefangen. Und findet von dort nicht zurück.
    Für mich ist die Traumwelt eher eine Art Verbindungswelt, die zu allen Menschen gehört. Das würde erklären, warum man im Traum reisen kann; anderen begegnen, andere sehen kann. Und natürlich gäbe es dann auch eine Verbindung zur Totenwelt. Wie ist das in der Welt Aventurien? Traum gleich Totenreich? Oder eher Traum als eigene Welt?


    Da fehlt mir einfach das Hintergrundwissen, was die Götter, also in dem Fall die Details zu Boron, und ihre Reiche betrifft, bzw. wie diese evtl. zusammenhängen. Sie wirkt auf mich auf jeden Fall auch so, als wäre sie mindestens noch in diesem Traum gefangen. Aber ich habe einfach das Gefühl, es ist mehr als "nur" ein Traum, nämlich tatsächlich schon sehr nah am Tod oder im Totenreich oder wie man es hier nennt. Im vorherigen Buch auf Seite 294 unten habe ich jetzt auch wieder die Stelle gefunden, wo ein "borkiger Arm sich um sie schlingt, es nach fauligem Moos riecht und eine Stimme sagt: Du gehörst mir." Danach zerbricht dann ihr Geist. Bei dem borkigem Arm musste ich gleich an den Baum denken, wo Yelador mit einem der Traumwanderer war (als der Totenrabe kam), der diese Gesichter unter sich gefangen hat. Diese Stelle habe ich jetzt nicht mehr im Buch gefunden, aber ich habe es eben so interpretiert, dass nun auch Esfira von diesem oder bei diesem Baum gefangen ist. Und für mich wäre sie dann mehr tot als lebendig. Aber wie gesagt, das kann ich auch ganz falsch interpretiert haben, da ich die ganzen Göttergeschichten eben nicht kenne und mehr nach meinem Gefühl aufgrund der Erlebnisse gehe. Wie auch immer es ist, ich wäre froh, sie käme wieder zurück in die reale Welt und das möglichst gesund, auch wenn ich mir das fast nicht vorstellen kann.



    Stimmt. Aber Urrito ist ja wohl eine Kopfentscheidung, die Daroca wohl eher als zukünftige Soberana ihres Hauses getroffen hat. Doch da ist doch noch dieser Peziano, den der Dom aus dem Gefängnis holte. Hatte sie für den nicht sogar echte Gefühle, so weit man das Daroca zutrauen kann.


    Ein Kopfentscheidung ist Urrito auf jeden Fall. Gefühle hat sie sicher nicht für ihn, sondern er passt wohl gerade sehr gut in ihre vorherigen Überlegungen und wie man sie bisher kennt, fackelt sie nicht lange, wenn sie einmal einen Plan gefasst hat. ;)
    Gefühle (also echte) für Peziano habe ich allerdings nicht gesehen. Auch hier hatte ich immer das Gefühl, sie benutzt ihn nur und hat ihm dafür eben Gefühle vorgespielt, damit er auch gut manipulierbar ist. Würde sie echt für ihn empfinden, dann hätte sie ihn ja wohl nicht so seinem Schicksal überlassen. Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass sei in ihn verliebt ist. Ich glaube sogar, dass sie noch gar nicht wirklich verliebt war, sondern bei ihr bisher immer alles allein über ihren Kopf gesteuert wurde.

  • Kann Daroca überhaupt lieben? Ich bin schon erstaunt, dass sie bei allem was sie so manipuliert, ihre Schwester scheinbar doch irgendwie liebt. Ich denke, sie ist ein guter Gegner für Hesindio.



    Was Esfira betrifft

    Zitat

    Wie auch immer es ist, ich wäre froh, sie käme wieder zurück in die reale Welt und das möglichst gesund, auch wenn ich mir das fast nicht vorstellen kann.


    geht es mir genauso! Eigentlich wäre das die Möglichkeit, die drei Frauen zusammenzubringen. Doloresa it ja nicht dumm. Wenn sie darüber nachdenkt, könnte sie darauf kommen, dass Esfira den Weg aus der Traumwelt zurück nicht mehr findet. Es gibt nur eine, die sie dort abholen kann - Jazemina. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Jazemina zwingt, dies zu tun, ohne zu wissen, wie sehr sie dieser damit entgegen kommt.


    Habt Ihr schon weiter gelesen? Ich hatte Angst in den zwei Tagen Dortcon zu viel zu verpassen, wollte aber auch nicht weiterlesen, damit ich weiter mit spekulieren kann.


  • Habt Ihr schon weiter gelesen? Ich hatte Angst in den zwei Tagen Dortcon zu viel zu verpassen, wollte aber auch nicht weiterlesen, damit ich weiter mit spekulieren kann.


    Ich bin jetzt mitten im nächsten Abschnitt, aber noch nicht fertig. Da ich momentan leider eher etwas langsam lese und hier auch später als die anderen ankam, sind die anderen sind sicher auch schon weiter. Also nur zu. :winken: und danke, dass du darauf schaust, zusammenzubleiben. :-*

  • Zitat

    Doloresa it ja nicht dumm. Wenn sie darüber nachdenkt, könnte sie darauf kommen, dass Esfira den Weg aus der Traumwelt zurück nicht mehr findet. Es gibt nur eine, die sie dort abholen kann - Jazemina. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Jazemina zwingt, dies zu tun, ohne zu wissen, wie sehr sie dieser damit entgegen kommt.


    Ich bin mir nicht sicher, ob Doloresa wirklich so weit denkt. Sie macht auf mich den Eindruck einer Kämpfernatur. Vielleicht ist ihr das Übernatürliche ja zu fremd.
    Jazemina scheint sich nicht bewußt zu sein, wie gut sie als Träumerin ist. Yelador hatte es ihr zwar gesagt. Denn sie hätte es sicher längst probiert Esfira zu retten, wenn sie glauben würde, das sie es kann.


    Zitat

    Habt Ihr schon weiter gelesen?


    Ich hatte noch nicht weiter gelesen. Da ich nicht so recht wußte, wo ihr alle so steht. Ich mache mich dann jetzt auch ans nächste Kapitel.


    Zitat

    Gefühle (also echte) für Peziano habe ich allerdings nicht gesehen. Auch hier hatte ich immer das Gefühl, sie benutzt ihn nur und hat ihm dafür eben Gefühle vorgespielt, damit er auch gut manipulierbar ist.


    Zitat

    Kann Daroca überhaupt lieben?


    Ich muss mal schauen. Im zweiten Band meine ich zumindestens herausgelesen zu haben, das ihr Peziano nicht völlig gleichgültigi ist. Seine Hartnäckigkeit scheint ihr ja zu schmeicheln. Daroca hält sich selbst da ja eher bedeckt.
    Grundsätzlich glaube ich schon das Daroca lieben kann. Sie ist nur nicht bereit diese Gefühle zuzulassen.

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  • Suse

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