Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für die Rezensionen und Meinungen (zur Leserunde allgemein), die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - auch ein Fazit zur Leserunde (gerne auch von der Autorin selbst) ist immer interessant.


    Bitte vermeidet Spoiler in den Rezensionen und verratet nichts Handlungsrelevantes.

  • In den ersten drei Kapiteln des Buches lernen wir die Protagonisten kennen. Da sind einmal Sophia und Moritz Rothe, die mit ihren Eltern in Düsseldorf leben. Moritz, ein echter Überflieger, will wie sein Vater Medizin studieren. Sophia fühlt sich ihm oft unterlegen und hat Hemmungen wegen ihrer Gewichtsprobleme.


    Dann lernen wir Julie kennen. Sie baut sich gerade ihr eigenes Leben auf, ist in eine eigene Wohnung gezogen und fängt demnächst ihr Schauspielstudium an. In die Wohnung unter ihr zieht gerade Christian ein, ein junger Erzieher. Die beiden lernen sich kennen und nach kurzer Zeit entwickelt sich mehr als nur Freundschaft.


    Und dann ist da noch Philipp. Philipp ist ein junger Unternehmer, der gerade einige Probleme hat. In seiner Beziehung läuft es nicht so wirklich rund, obwohl er seiner Freundin eigentlich einen Heiratsantrag machen will. Die Renovierung seiner neuen Wohnung stockt auch an allen Ecken und Enden. Zum Glück ist sein bester Freund Marcel immer für ihn da.


    Auf den ersten Blick fragt man sich nun was diese Personen wohl gemeinsam haben. Zuerst mal eigentlich gar nichts, außer, das sie alle die gleichen Mails bekommen. Droh-Mails!


    Meine Meinung:


    Diese Geschichte hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es Rückblicke auf das Leben eines Kindes. Erst nach und nach erfährt man mehr über dieses Kind, weiß zunächst nicht mal, ob es sich um ein Mädchen oder einen Jungen handelt. Das hat mich total gefesselt. Ich habe so richtig schön spekulieren können, was hier wohl letztendlich des Rätsels Lösung sein wird.


    Die einzelnen Personen sind sehr glaubwürdig dargestellt. Es fällt einem nicht schwer, sie sich im richtigen Leben vorzustellen. Vor allem Sophia Rothe war sehr sympathisch dargestellt. Sie war mir von den Protagonisten die Liebste.


    Das war der erste Thriller der Autorin und ich hoffe wirklich auf weiter spannende Bücher von ihr.


    Zur Leserunde:


    Für diese Geschichte war eine Leserunde mal wieder so richtig optimal. Das spekulieren und nachdenken geht bei Thrillern immer weit besser als bei anderen Genres. Ein dickes Dankeschön an alle anderen Leser. Es hat wieder viel Spaß gemacht mit Euch gemeinsam zu lesen.

  • Herzlichen Dank für diese schöne Leserunde. Es hat viel Spaß gemacht, gemeinsam mit Euch zu rätseln!


    Inhalt:
    Die 16-jährige Sophia fühlt sich als hässliches Entlein. Ihre Mitschülerinnen sind alle viel hübscher und schlanker als sie. Auch zu Hause fühlt sie sich im Schatten ihres Bruders stehend, denn Moritz ist ein Überflieger. Er steht kurz vor dem Abitur und wird danach Medizin studieren.
    Als Moritz´ Freund Felix sich plötzlich für Sophie zu interessieren beginnt, kann Sophie es kaum glauben.
    Und dann wird ihre Aufmerksamkeit sowieso abgelenkt, denn sie bekommt plötzlich seltsame Mails und SMS.
    Auch Moritz scheint auf einmal nicht mehr er selbst zu sein. Was ist mit ihm passiert?


    Meine Meinung
    Dieser Jugendthriller von Gina Mayer hat mich von Anfang bis Ende fesseln können! Sie schreibt sehr mitreissend; ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, sondern wollte immer nur wissen, wie es weitergeht!
    Die Figuren wirken alle sehr echt und authentisch. Ich konnte mir von jedem Charakter ein gutes Bild machen.
    Auch ist die Handlung schlüssig und nachvollziehbar. Dabei war für mich bis zum Ende hin unklar, wie alles zusammenhängt.
    Ich konnte prima rätseln, was ich bei Krimis und Thrillern sehr gerne mag, und das Buch hatte immer wieder überraschende Wendungen.
    Hier muss ich wirklich nicht lange überlegen; das Buch bekommt fünf Sterne von mir: Ein absolutes Lese-Highlight!

  • Oh, hier stehen ja schon zwei tolle Rezensionen! Vielen Dank dafür - auch fürs Verbreiten auf Amazon :)) Ich freu mich über euer Lob!

    Der Roman über verbotene Musik:<br />Gina Mayer, &quot;Das Lied meiner Schwester&quot;<br />Rütten &amp; Loening, 448 Seiten, € 19,95

  • Guten Abend Ihr Lieben,


    meine Rezi ist nun auch fertig. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Leserunde, ohne euch hätte ich niemals so viel spekuliert und so tolle Ideen gehabt. Mir hat es wieder einmal sehr gefallen, mit euch gemeinsam zu lesen. Mein besonderer Dank geht an Gina. So ein tolles Buch und ich glaube, ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden ;)


    Grandioser Thriller nicht nur für junge Leser


    Nachdem mir das Maikäfermädchen so gut gefallen hat, war ich so gespannt, wie Gina Mayer einen Jugendthriller schreibt. Ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, schon lange habe ich kein so spannendes Buch mehr gelesen. Ich liebe spannende Bücher, aber ich mag es nicht so gerne „blutig“. Da war ich bei diesem Buch genau richtig.


    Vier junge Menschen, die bis auf die Geschwister Sophia und Moritz nichts gemeinsam haben und in unterschiedlichen Orten in Deutschland wohnen, bekommen eine furchteinflößende Nachricht. Am 2. Juli sollen sie sterben. Das ist die Ausgangssituation für diesen grandiosen Thriller. Das Buch ist in mehrere Stränge unterteilt, ich lerne die jungen Leute und deren Geschichte kennen. Dazwischen gibt es immer wieder Kapitel, in denen ein Kind erzählt und die fand ich richtig gruselig. Anfangs konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, worauf das alles hinaus laufen wird. Drastisch fand ich, dass jeder der Vier nach der beängstigenden Nachricht ein schlechtes Gewissen bekam wegen eines Vorfalls und auch sofort einen Verdächtigen in Kopf hatte.


    Gina Mayer hat die einzelnen Stränge virtuos zusammen geführt. Die Auflösung am Ende ist genial, sie ist schlüssig und ich habe bis zum Schluss gerätselt.


    Sprachlich hat sich Gina Mayer zwar der Zielgruppe entsprechend etwas zurück genommen, aber das ist ok. Für einen Thriller ist das Buch sprachlich immer noch sehr gut. Gina Mayer hat eine besondere Art zu schreiben … leicht distanziert und genau das macht für mich den Sog aus. Der Spannungsbogen war konstant hoch, obwohl die Spannung sich oft im Hintergrund hielt und trotzdem die ganze Zeit präsent war. Ich habe so viel spekuliert und mitgerätselt. Kein Blut, keine Toten und dennoch hatte ich zwischendurch Gänsehaut und Herzklopfen. Die Geschichte ist überragend aufgebaut, man fragt sich die ganze Zeit, wie das wohl alles zusammen hängt. Eine absolute Leseempfehlung von mir!


    Fazit: Sehr interessante Charaktere, ein perfekt konstruierter Plot und Hochspannung ohne Ende, das war einfach erstklassig.


    Hier habe ich die Rezension veröffentlicht, weitere Buchhändlerseiten werden noch folgen:
    http://www.eseloehrchen.de/bue…-von-gina-mayer-1053.html
    http://www.amazon.de/review/R2…12&linkCode=&nodeID=&tag=
    http://www.lovelybooks.de/auto…6-w/rezension/1036010813/

  • Guten Morgen ihr Lieben,


    Gina, der Verlag und natürlich ich würden uns sehr freuen, wenn ihr eure Rezensionen auch direkt auf Literaturschock.de veröffentlicht.


    Morgen wirst du sterben


    Vielen Dank für eure Unterstützung - damit tut ihr euch selbst auch was gutes, denn so sehen die Verlage, dass es sich lohnt, hier Verlosungsexemplare zu spendieren ;)


    Liebe Grüße
    nimue

  • Vielen Dank für den Link, ich habe die Rezi gerade eingetragen ... und noch ein paar andere nachgetragen ;)


    Im großen Forum gibt es aber noch keinen Thread?

  • Liebe Nina,
    was für eine großartige Rezension! Vielen, vielen Dank fürs Mitlesen, Bewerten und Verbreiten. Und für dein Lob! Die neue Arbeitwoche fängt ja großartig an!

    Der Roman über verbotene Musik:<br />Gina Mayer, &quot;Das Lied meiner Schwester&quot;<br />Rütten &amp; Loening, 448 Seiten, € 19,95

  • Hallo zusammen,


    mir hat die Runde richtig Spaß gemacht. Man konnte schön zusammen spekulieren. Vielen Dank dafür an diese Runde.


    Hier nun meine Meinung zum Buch:


    Kann ein Thriller ohne Blutgemetzel und ohne Leiche spannend sein? Ja, kann er.


    Auch, wenn es sich um einen Jugendthriller handelt? Ja, auch dann.
    Gina Mayer kommt in ihrem Jugendthriller ohne Blut und Tote aus und trotzdem wird es spannend. Die Spannung ist subtiler, sie baut sich auf durch unbekannte E-Mails und SMS die die vier Hauptprotagonisten, alles junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren, erhalten. Ein Unbekannter scheint den dunklen Fleck auf der Seele jedes einzelnen zu kennen. Und er nennt ein Datum. Ein Datum an dem er mit ihnen abrechnen will.


    In einzelnen Kapiteln lernen wir die vier Hauptfiguren näher kennen, wobei sich die Sympathien recht unterschiedlich verteilen lassen.
    Unterbrochen werden diese Kapitel von der Geschichte eines Kindes, eindringlich erzählt in der Ich-Form, so dass der Leser schaurige Einblicke in diese Kindheit erhält.
    Wie hängt alles zusammen, was haben die vier bedrohten Personen gemeinsam?
    Kapitel um Kapitel spinnt die Autorin eine stimmige Geschichte, die einen in ihren Bann zieht und spannend zu unterhalten weiß.


    Sprachlich ist der Stil sicherlich der jugendlichen Zielgruppe angepasst, manche eine Figur würde in einem reinen Thriller für Erwachsene wohl etwas mehr ausgearbeitet sein, aber das ist für den Aufbau dieser Geschichte nicht hinderlich. Im Gegenteil, ein in sich logisch aufgebauter Thriller, ohne viel Schnick und Schnack drumherum, macht auch mir als erwachsener Leserin (zumindest vom Alter her) Freude.


    Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Leserunde mit Gina und euch :lesen:

    Lesende Grüße Papyrus

    :):lesen:

    Einmal editiert, zuletzt von Papyrus ()

  • Ich glaube, man sollte in einer Rezension nicht zu viel vom Inhalt verraten, oder verstehe ich da was falsch? Wenn ich sage, "ohne Leiche" ist das ziemlich viel verraten. Ich verstehe, dass man das schreiben möchte. Auch mir ist dies am besten aufgefallen, aber sollte man das machen?
    Ich persönlich mag keine Rezensionen, die mir zu viel verraten. Ich warte mal noch mit meiner Rez8i, bis ich da eine Antwort habe.

  • Jein... ich habe mir die Frage auch gestellt und für mich beschlossen, in meiner Rezi drumherum zu schreiben.
    Ich werde papyrus darauf hinweisen, dass da vielleicht schon zu viel vorweggenommen wird.


    Dessen ungeachtet kannst du deine Rezi aber ja erstellen, wie du es für richtig hälst - natürlich möglichst spoilerfrei ;)

  • Dann verteile ich meine Meinung auch mal etwas ;)



    Zum Inhalt:
    Die Geschwister Sophia und MOritz wachsen wohlbehütet in einer Arztfamilie in Düsseldorf, in sogenannten besseren Kreisen auf.
    Julie ist gerade bei der Mutter ausgezogen, mit der sie sich nicht versteht. In ihrer ersten eigenen Wohnung in Hamburg bereitet sie sich auf das kommende Schauspielstudium vor.
    Philipp ist trotz seiner jungen Jahre bereits ein erfolgreicher selbstständiger Unternehmer in München.
    Auf den ersten Blick haben die vier nichts gemeinsam.
    Trotzdem erhalten sie eine sinngemäß gleiche Drohmail, dass sie am 02. Juli für etwas bezahlen sollen.


    Meine Meinung:
    Anfangs lernen wir die vier Protagonisten kennen. Ganz anders als bei den meisten Thrillern wird hier noch keine Spannung aufgebaut. Trotzdem schafft es Gina Mayer, die Neugierde des Lesers von Beginn an zu wecken.
    Und je schlüssiger die Handlung wird, umso spannender wird der Thriller. Bis zum Schluss fiebert der Leser mit, findet immer wieder neue Verdächtige, bevor es dann zu einem doch noch überraschenden Ende kommt.


    Gina Mayer hat es geschafft, einen Jugendthriller zu schreiben, der alle Alterstufen gleichermaßen begeistern wird. Obwohl auf blutige Details bewusst verzichtet wird, steigt die Spannung von Kapitel zu Kapitel immer mehr an. Für mich ist "Morgen wirst du sterben" ein toller Beweis dafür, dass Spannung nicht unbedingt mit blutigen Morden gleichzusetzen ist.



    Zur Leserunde:
    Ich danke allen Mitlesern, die mich durch ihre Spekulationen auf immer neue Ideen und Vermutungen gebracht haben. Es hat mir richtig Spass mit euch gemacht.

    Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen<br />müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken

  • Hallo Zusammen,


    ich lasse meine Rezi wie sie ist, denn zum einen finde ich es für die Geschichte nicht wichtig ob man nun weiß ob jemand stirbt oder nicht. Zum anderen bin ich nicht die erste die auf ein Buch ohne Leiche verwiesen hat.


    Auszug der Rezi von Nina:


    Kein Blut, keine Toten und dennoch hatte ich zwischendurch Gänsehaut und Herzklopfen.

  • Bei den tollen Rezis würde es mich auch nicht vom Kauf den Buches abhalten, wenn ich vorher schon weiss, dass es keine Leiche gibt.

    Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen<br />müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken

  • Ich finde das mit der Leiche (bzw. der fehlenden Leiche) in der Rezi auch vollkommen in Ordnung. Hab mir beim Lesen gar keine Gedanken darüber gemacht. Eine blöde Bloggerin hat in ihrer Besprechung (die auch noch ein Verriss war) das Ende verraten – das alle drei Männer der gleiche sind. Das fand ich wirklich gemein. Aber auch dagegen kann ich nichts machen.
    Ich freu mich total über eure positiven Rezensionen!



    edit: Spoiler geweißt, Spatzi79

    Der Roman über verbotene Musik:<br />Gina Mayer, &quot;Das Lied meiner Schwester&quot;<br />Rütten &amp; Loening, 448 Seiten, € 19,95

    Einmal editiert, zuletzt von Spatzi79 ()

  • Naja, ihr schreibt auch alle so tolle Rezis. Ich bin ja noch Anfänger und ich hatte das Empfinden, dass bis zum Schuß auf Sophia Die Spannung noch da ist, ob er es schafft, seine Rache auszuüben. Es wird auch nicht sofort geschrieben, dass er daneben geschossen hat, aber mitlerweile haben wir hier so viel gespoilert.....
    Ich persönlich mag es als Leser nicht, wenn zu viel über den Inhalt erzählt wird.

  • aaah, Gina, das ist jetzt aber ein dicker Spoiler!
    In den Thread schauen auch Leser rein, die das Buch vielleicht noch nicht gelesen haben - ich färb das mal kurz weiß ein, ja?

  • Oh Schreck, ja bitte! Schnell! Oh Gott, gut dass ich nicht meine eigenen Rezensionen schreibe.

    Der Roman über verbotene Musik:<br />Gina Mayer, &quot;Das Lied meiner Schwester&quot;<br />Rütten &amp; Loening, 448 Seiten, € 19,95

  • Guten Morgen,


    darüber habe ich ehrlich gesagt auch nicht nachgedacht. Ich versuche in meinen Rezis nicht zu viel vom Inhalt zu verraten und ich fand es gerade gut, dass es keine Leichen gibt und trotzdem so spannend ist. Deshalb habe ich darauf hingewiesen.