2. Abschnitt: Kapitel 8 bis 21

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  • Ich musste auch noch den zweiten Abschnitt lesen, aber keine Angst, ich mach langsam ;)


    Bei dem Überfall ist Amber gerade noch so davongekommen, das hätte noch viel übler ausgehen können. Eine amerikanische Großstadt ist halt doch was anderes, als sie gewohnt ist.
    Für mich als Landei übrigens auch eine sehr erschreckende Vorstellung, dass man 1-2mal falsch abbiegt und sich in irgendeinem Viertel wiederfindet, in dem man lieber nicht sein sollte... das geht offensichtlich recht schnell.
    Ted hatte sie ja sogar noch gewarnt, aber als ihr bei dem Einkaufsbummel die Sicherung durchbrennt, denkt sie da natürlich nicht mehr dran.


    Und dann landet sie zufällig (?) direkt vor diesem Haus, in dem der Junge lebt (wobei das wohl auch nicht der richtige Ausdruck ist). Und er spürt ihre Gefühle und lotst sie herein.
    Ich finde es gut gemacht, dass seine Gedanken kursiv gedruckt sind, so ist immer klar, wenn er gerade "dran" ist.


    Dass Ted im ersten Moment wütend-besorgt reagiert, war auch gut dargestellt. Er gefällt mir immer besser, denn anstatt lange zu lamentieren, setzt er sich hin und arbeitet einen konstruktiven Plan aus, wie Amber die Stadt besser kennenlernt, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Und eine neue Kreditkarte und sogar ein iPhone gibts auch. Amber kann sich echt nicht beschweren über so einen Vater.
    Vor allem nach dem Telefonat mit den Großeltern. Ob sie bei denen wirklich glücklicher wäre? Die scheinen mir ja doch ein bisschen altmodisch-verbohrt zu sein. Klar ist man als Eltern sicher nicht begeistert wenn die Tochter jung schwanger wird, ihr Studium abbricht, etc. Aber diesen Ärger noch 16 Jahre später mit sich herumtragen und den "Schuldigen", den Vater, so konsequent ablehnen... neee, das ist doch auch nix!


    Amber fühlt sich auf jeden Fall zu dem Haus hingezogen und kehrt immer wieder dahin zurück. Aufgrund des Klappentextes wissen wir ja schon etwas mehr, aber sie wird nun erst herausfinden, was es mit seinem Bewohner auf sich hat, bei der ersten Begegnung ist sie natürlich erstmal sehr erschrocken - aber ich bin schon sehr neugierig wie das weitergeht!

  • Ja, der Überfall! Meine Güte, da ringt sich Amber endlich mal dazu durch mit ihren Mitschülerinnen loszuziehen und dann passiert ihr sowas. Zum Glück ist sie diesen Typen doch noch entkommen. Ich kann mir das schon ganz gut vorstellen, obwohl es in meiner Stadt Berlin nicht ganz so krass zugeht - zumindest nicht in meinem Wohnviertel. Passieren kann einem hier sowas aber auch, Jugendbanden usw. sind hier auch unterwegs und da kann eine Situation auch schnell eskalieren.
    Ihr Vater hat wirklich toll reagiert, finde ich. Er hat die Schuld nicht bei Amber gesucht, sondern bei sich selbst. Er ist wirklich sehr verständnisvoll und auch sehr großzügig. Ich freue mich, dass die beiden jetzt am Wochenende zusammen joggen gehen, also findet doch ganz langsam eine Annäherung statt.


    Das leerstehende Haus... vielleicht wurde sie unbewusst von "seiner" Präsenz angezogen, obwohl sie es nicht wirklich wahrnimmt? Es dauert ja doch eine ganze Weile, bis "er" sich traut, sich ihr zu zeigen. Ihren Schock und Schreck kann ich natürlich gut verstehen. Klar, dass sie ihn erstmal für einen Obdachlosen hält mit seinen altmodischen Klamotten. Wie sie ihn beschreibt, da musste ich auch wieder grinsen. ;D


    Ich finde es sehr, sehr schön, dass man auch an Nathaniels Gedanken teilnimmt, das bringt ihn mir viel näher. Und jetzt bin ich wahnsinnig gespannt, wie Amber sich verhält. Geht sie bald wieder in dieses Haus? ;)


    Ich habe das Buch gestern abend unter größter Willensanstrengung nach Kapitel 21 zugeschlagen und jetzt extra gewartet, bis der erste Kommentar zum zweiten Abschnitt hier erschien... aber ich muss gleich weiterlesen, ich kann nicht anders.


  • Ich habe das Buch gestern abend unter größter Willensanstrengung nach Kapitel 21 zugeschlagen und jetzt extra gewartet, bis der erste Kommentar zum zweiten Abschnitt hier erschien... aber ich muss gleich weiterlesen, ich kann nicht anders.


    :stopp: 1 Abschnitt pro Tag ;D

  • Hallo ihr Lieben :winken:,



    Bei dem Überfall ist Amber gerade noch so davongekommen, das hätte noch viel übler ausgehen können. Eine amerikanische Großstadt ist halt doch was anderes, als sie gewohnt ist.
    Für mich als Landei übrigens auch eine sehr erschreckende Vorstellung, dass man 1-2mal falsch abbiegt und sich in irgendeinem Viertel wiederfindet, in dem man lieber nicht sein sollte... das geht offensichtlich recht schnell.
    Ted hatte sie ja sogar noch gewarnt, aber als ihr bei dem Einkaufsbummel die Sicherung durchbrennt, denkt sie da natürlich nicht mehr dran.



    Ja, der Überfall! Meine Güte, da ringt sich Amber endlich mal dazu durch mit ihren Mitschülerinnen loszuziehen und dann passiert ihr sowas. Zum Glück ist sie diesen Typen doch noch entkommen. Ich kann mir das schon ganz gut vorstellen, obwohl es in meiner Stadt Berlin nicht ganz so krass zugeht - zumindest nicht in meinem Wohnviertel. Passieren kann einem hier sowas aber auch, Jugendbanden usw. sind hier auch unterwegs und da kann eine Situation auch schnell eskalieren.


    Ich (= ausgemachtes Kleinstadtmädel) war tatsächlich noch nie in Berlin, aber aus anderen deutschen Großstädten kenne ich das so auch nicht. Weil wir oft immer der Nase nach durch San Francisco gestapft sind, ist uns das öfter mal passiert; übergangslos fanden wir uns plötzlich an einer Ecke wieder, die ziemlich unheimlich war - unter anderem dort, wo Amber überfallen wird, und da standen mal wirklich finstere Typen rum. *schauder* Ich bin eigentlich nicht so ängstlich, der Mister noch weniger, trotzdem war ich froh, dass er dabei war und wir haben gemacht, dass wir schnell wieder Richtung Union Square kamen.


    Bei aller Schönheit hat San Francisco eben doch auch Schattenseiten, gerade auch die sichtbare Armut, die es so in Deutschland einfach nicht gibt, und ich hab in keiner Stadt jemals so viele Obdachlose gesehen, außer vielleicht noch in Las Vegas.
    Sehr viele gibt gerade auch in "unserer" Straße, der Sutter Street, weil da eine Unterkunft für Obdachlose eingerichtet ist. Trotzdem habe ich die Sutter auch nachts nie als gefährlich empfunden, und meine nettesten Begegnungen und Gespräche hatte ich abends auf der Straße vor dem Hotel mit dem einen oder anderen "Homeless". :)




    Und dann landet sie zufällig (?) direkt vor diesem Haus, in dem der Junge lebt (wobei das wohl auch nicht der richtige Ausdruck ist). Und er spürt ihre Gefühle und lotst sie herein.
    Ich finde es gut gemacht, dass seine Gedanken kursiv gedruckt sind, so ist immer klar, wenn er gerade "dran" ist.



    Das leerstehende Haus... vielleicht wurde sie unbewusst von "seiner" Präsenz angezogen, obwohl sie es nicht wirklich wahrnimmt? Es dauert ja doch eine ganze Weile, bis "er" sich traut, sich ihr zu zeigen. Ihren Schock und Schreck kann ich natürlich gut verstehen. Klar, dass sie ihn erstmal für einen Obdachlosen hält mit seinen altmodischen Klamotten. Wie sie ihn beschreibt, da musste ich auch wieder grinsen. ;D


    Spannende Frage, ob das nun Zufall war oder sie von diesem Haus bzw. seinem "Bewohner" angezogen wurde, nicht? :)




    Vor allem nach dem Telefonat mit den Großeltern. Ob sie bei denen wirklich glücklicher wäre? Die scheinen mir ja doch ein bisschen altmodisch-verbohrt zu sein. Klar ist man als Eltern sicher nicht begeistert wenn die Tochter jung schwanger wird, ihr Studium abbricht, etc. Aber diesen Ärger noch 16 Jahre später mit sich herumtragen und den "Schuldigen", den Vater, so konsequent ablehnen... neee, das ist doch auch nix!


    Altmodisch-verbohrt trifft es sehr gut!
    Und ich denke mal, wir werden uns sicher noch ein bisschen über die Großeltern unterhalten ... :winken:

  • In dem Abschnitt gefällt mir besonders, dass es Kursiv geschriebene Abschnitte aus der Sicht von Nathaniel gibt. So was mag ich immer gerne.
    Amber ist bei dem Überfall ja gerade noch mal so weggekommen. Das wäre ja nichts für mich. Ich bin wie sie in einer Kleinstadt aufgewachsen und ich finde die Vorstellung, dass man so extrem aufpassen muss, wo man hinläuft sehr erschreckend.
    Deshalb finde ich es auch gut, dass Ted ihr endlich die Stadt zeigt.
    Übrigens gefällt es mir, wie selbstverständlich Amber z.B. über den Menschen mit dem Tourette-Syndrom spricht, da gerade die Erkrankung doch sehr abschreckend wirken kann.


    Ach und das Telefonat mit den Großeltern fande ich komisch. Ich glaube, dass sie da nicht unbedingt glücklicher wäre, aber dann wäre sie nicht mehr so weit von ihren Freunden weg. Sie hat ja wegen der Zeitverschiebung kaum Zeit mit ihnen zu reden, was ich echt traurig finde.


    Ich bin nun noch sehr gespannt, was es mit dem Haus und der seltsamen Anziehung auf sich hat und ob sie ohne weiteres nun öfters dahin zurückkehrt. Nathaniel wirkt ja eigentlich echt nett.


  • Amber ist bei dem Überfall ja gerade noch mal so weggekommen. Das wäre ja nichts für mich. Ich bin wie sie in einer Kleinstadt aufgewachsen und ich finde die Vorstellung, dass man so extrem aufpassen muss, wo man hinläuft sehr erschreckend.


    Das finde ich auch extrem gewöhnungsbedürftig, immer noch, weil ich finde, man kann das gerade in San Francisco selbst so schwer einschätzen.



    Übrigens gefällt es mir, wie selbstverständlich Amber z.B. über den Menschen mit dem Tourette-Syndrom spricht, da gerade die Erkrankung doch sehr abschreckend wirken kann.


    Ich bin froh, dass das so bei Dir ankommt! :)



    Ach und das Telefonat mit den Großeltern fande ich komisch. Ich glaube, dass sie da nicht unbedingt glücklicher wäre, aber dann wäre sie nicht mehr so weit von ihren Freunden weg. Sie hat ja wegen der Zeitverschiebung kaum Zeit mit ihnen zu reden, was ich echt traurig finde.


    Das ist wirklich schwierig, und ich habe das auch jedes Mal unterschätzt, wie winzig das Zeitfenster ist, in dem man in Echtzeit Kontakt halten kann. Da entfernt man sich unwillkürlich noch mehr von denen zuhause, nicht nur allein durch die immense räumliche Distanz.

  • Hier kommt ja nun auch der Pavillion im Golden Gate Park zur Sprache ;D Und der See mit den Enten....
    Bilder sind toll dazu ;D


    Mir gefällt es auch, dass Nathianel seine eigenen Gedanken in diesem Buch so äußert. Das bringt mir diesen "Geist" oder was er auch immer ist, viel näher ;)
    Ich frage mich, wie er es geschafft hat, in ihr Notizbuch zu schauen ohne das sie es mitbekommen hat?! Liegen gelassen hat sie es ja sicherlich nicht über Nacht in dem Haus.


    Mir gefällt dieses langsame heran tasten und ich bin so gespannt, was sich noch zwischen den beiden entwickeln wird. ;)


    Diese Bahn interessiert mich total... (jetzt ist mir der Name entfallen und das Buch liegt nicht hier), wo alle auf den Trittbrettern zu stehen scheinen und sich durch die Straßen fahren lassen.
    Wie wird da eigentlich bezahlt?! Wie bei uns vorne beim "Schaffner"?! Hält diese Bahn überhaupt oder springt man einfach ab?! ;)

  • In diesem Abschnitt habe ich mich endgültig auf Teds Seite geschlagen! Sympathisch fand ich ihn ja ohnehin schon und seine Rolle als "Neu"-Vater füllt er ja nicht schlecht aus. Doch als nun auch noch Ambers Großeltern auf den Plan traten, konnte ich nicht anders! Schade, dass es denen anscheinend weniger darum geht Amber bei sich zu haben, als Ted eins auszuwischen... Ich bin mal gespannt, was von dieser Seite an Schwierigkeiten noch zu erwarten ist!


    SanFran ist eben doch eine Großstadt - und in diesen ist es nicht immer gut, wenn man ahnungslos durch die Gegend irrt! Das ist in den USA nicht anders als (beinahe) überall auf der Welt. Und das bekommt Amber dann ja bei dem Überfall auch gleich zu spüren! :o
    Aber immerhin findet Amber durch Zufall das alte Haus und begegnet darin - zunächst unwissentlich - Nathaniel. Seltsam, dass Amber sich in dem Haus gleich so geborgen fühlt. Ich glaube an ihrer Stelle hätte ich mich eher gegruselt. :-\
    Aber Amber richtet sich lieber häuslich dort ein (dass sie einen Rückzugsort braucht, verstehe ich nur zu gut) und begegnet dann ja auch schließlich Nathaniel.
    Was ich von diesem halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Bis jetzt finde ich ihn eher bedrohlich, bestenfalls merkwürdig, aber nicht sympathisch.


    Aber ich gehe fest davon aus, dass die beiden sich wiedersehen werden, und muss darum schnell :lesen:!


  • Eine amerikanische Großstadt ist halt doch was anderes, als sie gewohnt ist.
    Für mich als Landei übrigens auch eine sehr erschreckende Vorstellung, dass man 1-2mal falsch abbiegt und sich in irgendeinem Viertel wiederfindet, in dem man lieber nicht sein sollte... das geht offensichtlich recht schnell.


    Das gibt es, ein wenig weniger extrem sicherlich, auch in deutschen Großstädten. Man denke nur an das Bankenviertel in Frankfurt, an das sich ja beinahe direkt das alles andere als feine Bahnhofsviertel anschließt. Allerdings weiß man in Deutschland meistens, dass der Aufenthalt im Bahnhofsviertel einer Großstadt selten zu empfehlen ist. ;)


    :stopp: 1 Abschnitt pro Tag ;D


    Ah, die Moderatoren-Polizei ist auch schon zur Stelle! ;D ;)



    Sehr viele gibt gerade auch in "unserer" Straße, der Sutter Street, weil da eine Unterkunft für Obdachlose eingerichtet ist. Trotzdem habe ich die Sutter auch nachts nie als gefährlich empfunden, und meine nettesten Begegnungen und Gespräche hatte ich abends auf der Straße vor dem Hotel mit dem einen oder anderen "Homeless". :)


    Obdachlosigkeit geht ja auch nicht zwingend mit Kriminalität einher. Ich fühle mich auf der Straße auch eher von Jugendbanden bzw. den Ansammlungen junger Männer bedroht als von Obdachlosen. Die treten meist aber auch nicht in so großer Zahl auf.
    Aber das ist ev. auch von Land zu Land unterschiedlich. Hier in Deutschland würde ich vermutlich eher bei den oben beschriebenen Gegenüber den Rückzug antreten, in einem anderen Land können das durchaus andere Personen sein, um die ich einen Bogen machen würde. In Kapstadt vor einigen Jahren wurde z.B. vor Kinderbanden gewarnt, da hatte ich dann eher darauf ein wachsames "Auge".

  • Langsam lebt sich Amber in SanFran ein, meistert aber eher widerwillig ihren Alltag und zählt die Tage bis sie wieder nach Deutschland zurückkehren kann. Irgendwie kapselt sie sich sehr ab und sucht keinen Kontakt den ihren Mitschülern aus der Highschool! Durch die Ich-Perspektive erleben wir Ambers Gefühls-und Gedankenwelt sehr unmittelbar und eindringlich – wirklich toll geschrieben. :)


    Und dann geschieht der Überfall auf sie, obwohl Ted sie auch noch ausdrücklich davor gewarnt hatte nicht blindlings durch die Straßen zu laufen.
    Wahrscheinlich hat Amber Teds Warnung gar nicht so ernst genommen, da sie ja aus einer deutschen Kleinstadt kommt.
    Das war schon ganz schön heftig für sie, die Angst und dann die Flucht!
    Zum Glück hat Ted ganz wundervoll reagiert, hat ihr keine Vorwürfe gemacht, war verständnisvoll und hat ihr voller Vertrauen Ersatz besorgt! Ted ist einfach klasse – hoffentlich sieht auch Amber das bald und kann auf ihn zugehen! ;D


    So langsam frage ich mich aber auch, ob er wirklich solo ist, oder ob er so taktvoll ist, ihr seine Freundin erst einmal noch nicht vorzustellen!
    Ich bin sehr gespannt, was wir über ihn und seine Familie noch erfahren werden.


    Spannend fand ich auch das verlassene Haus und wie Amber auf so magische Weise dort hineingezogen/gelockt (?) wird.
    Normalerweise sind solche Häuser eher gruselig, doch Amber kommt darin zur Ruhe und fühlt sich dort irgendwie geborgen. Es wird ihr persönlicher Zufluchtsort!
    Kein Wunder, dass sie total geschockt ist, als sie dort jemandem begegnet, und dann ist es auch noch ein so komisch gekleideter Typ!
    Witzig, dass sie ihn gleich für einen Obdachlosen hält! :)


    Toll gemacht fand ich, dass wir uns schon vor der 1. Begegnung der beiden in den kursiv gedruckten Passagen auf die Gedankenwelt Nathaniels einlassen konnten. Auch ohne den Klappentext zu kennen, merkt man, dass hier etwas „Übernatürliches“ ins Spiel kommt.
    Nathaniel spürt die Präsenz von Amber, versucht ihr Handeln zu beeinflussen und fühlt sich sehr zu ihr hingezogen. Sehr fesselnd!
    Auch für ihn ist das 1. Zusammentreffen ein Schock, auf den er nicht gefasst ist – sie kann ihn sehen und scheinbar auch seine Anwesenheit irgendwie spüren!
    Amber scheint also eine „Gabe“ zu haben, die sie selbst bislang noch nicht entdeckt hat. Mal sehen wie lange sie noch braucht . . . ;)


  • Vor allem nach dem Telefonat mit den Großeltern. Ob sie bei denen wirklich glücklicher wäre? Die scheinen mir ja doch ein bisschen altmodisch-verbohrt zu sein. Klar ist man als Eltern sicher nicht begeistert wenn die Tochter jung schwanger wird, ihr Studium abbricht, etc. Aber diesen Ärger noch 16 Jahre später mit sich herumtragen und den "Schuldigen", den Vater, so konsequent ablehnen... neee, das ist doch auch nix!


    Nach dem Telefonat mit den Großeltern, habe ich mich auch gleich gefragt, was da wohl in der Vergangenheit vorgefallen ist und warum Ambers Eltern sich so kurz nach ihrer Geburt getrennt haben.
    Die Großeltern haben ja einen richtigen Hass auf Ted, ihr Bestreben Amber nach Deutschland zurückzuholen, kommt ja wohl eher einer Bestrafungsaktion gleich. Zudem missachten sie den ausdrücklichen Willen ihrer verstorbenen Tochter!
    Außerdem hätten sie sich ja zumindest mal mit Amber absprechen sollen, ehe sie einen Anwalt einschalten. Bei den spießigen Großeltern als Teenager zu leben ist bestimmt auch nicht witzig! ;)
    Sie will zwar immer noch nach Deutschland zurück, aber ich glaube, auch sie spürt schon, dass sie in ihr altes Leben so einfach nicht zurück kann. So hat Lukas zB eine Neue (wie sie über Facebook erfahren muss), teilt es ihr nicht mal mehr mit und ich hatte das Gefühl, ihr macht es auch nicht viel aus.
    Ich bin gespannt, wie die Sorgerechtssache weitergeht . . . Ted bekommt sicher bald unerfreuliche Post!


  • Das gibt es, ein wenig weniger extrem sicherlich, auch in deutschen Großstädten. Man denke nur an das Bankenviertel in Frankfurt, an das sich ja beinahe direkt das alles andere als feine Bahnhofsviertel anschließt. Allerdings weiß man in Deutschland meistens, dass der Aufenthalt im Bahnhofsviertel einer Großstadt selten zu empfehlen ist. ;)
    Hier in Deutschland würde ich vermutlich eher bei den oben beschriebenen Gegenüber den Rückzug antreten, in einem anderen Land können das durchaus andere Personen sein, um die ich einen Bogen machen würde. In Kapstadt vor einigen Jahren wurde z.B. vor Kinderbanden gewarnt, da hatte ich dann eher darauf ein wachsames "Auge".


    Da hast du sicher recht! Ein wachsames "Auge" ist immer hilfreich und nützlich! ;)


    Ich finde es aber schon krass, dass dies scheinbar schon tagsüber schnell riskant werden kann!
    Erschreckend wie schnell man da von einem unbedenklichen Wohn- und Geschäftsviertel unversehens in eine unsichere Gegend gelangen kann, wo man seines Lebens nicht mehr sicher ist!


  • Ich musste auch noch den zweiten Abschnitt lesen, aber keine Angst, ich mach langsam ;)


    Bei dem Überfall ist Amber gerade noch so davongekommen, das hätte noch viel übler ausgehen können. Eine amerikanische Großstadt ist halt doch was anderes, als sie gewohnt ist.
    Für mich als Landei übrigens auch eine sehr erschreckende Vorstellung, dass man 1-2mal falsch abbiegt und sich in irgendeinem Viertel wiederfindet, in dem man lieber nicht sein sollte... das geht offensichtlich recht schnell.
    Ted hatte sie ja sogar noch gewarnt, aber als ihr bei dem Einkaufsbummel die Sicherung durchbrennt, denkt sie da natürlich nicht mehr dran.


    Tja... da hatte Amber wirklich großes Glück.... so was von gefährlich...
    Wir haben uns in New York mal verlaufen - und einmal in London.... und sind dann auch in so einen heißen Viertel gelandet... da waren dunkle Gestalten und gottseidank wars heller Tag.... wir haben auch ganz schnell geschaut daß wir da wieder raus kamen... und wir waren zwei Mädels damals.


    Ambers Vater bemüht sich ja wirklich seiner Tochter auf jedem nur erdenklichen Weg entgegen zu kommen.
    Warum stösst sie ihn denn so zurück? Ich finde es schade daß eine Tochter den Kopf weg dreht wenn der Vater ihr übers Haar streichen will.
    Sie weiss doch gar nicht was damals der Grund für die Trennung von Ted und ihrer Mutter war... und trotzdem gibts ihm jetzt nicht wirklich ein Chance.


    Das mit einem eigenen Telefon, einen neuen Smartphone sowie einer Kreditkarte zu versuchen ist von Ted auch keine so gelungene Aktion.
    Aber ich denke da er allein lebt und nie ein Kind außer Amber hatte muß er sich erst ans Vatersein gewöhnen.

    Bücher entführen mich in fremde Welten ....

  • Das leerstehende Haus... vielleicht wurde sie unbewusst von "seiner" Präsenz angezogen, obwohl sie es nicht wirklich wahrnimmt? Es dauert ja doch eine ganze Weile, bis "er" sich traut, sich ihr zu zeigen. Ihren Schock und Schreck kann ich natürlich gut verstehen. Klar, dass sie ihn erstmal für einen Obdachlosen hält mit seinen altmodischen Klamotten. Wie sie ihn beschreibt, da musste ich auch wieder grinsen. ;D


    Ich finde es sehr, sehr schön, dass man auch an Nathaniels Gedanken teilnimmt, das bringt ihn mir viel näher. Und jetzt bin ich wahnsinnig gespannt, wie Amber sich verhält. Geht sie bald wieder in dieses Haus? ;)


    Ja - diese Haus... das fasziniert mich auch sehr.
    Es war wohl Fügung des Schicksals daß es Amber dorthin verschlägt...
    und es ist für Nathaniel wohl auch eine Überraschung daß sie da plötzlich in seinem? Haus auftaucht.
    Er braucht natürlich ein wenig Zeit sich ihr zu zeigen.... und daß Amber nach dem Überall erst mal Angst hat ist völlig klar.
    Ich denke daß Amber das Haus fesselt... und sie wird auf jeden Fall wieder dorthin gehen! :)

    Bücher entführen mich in fremde Welten ....


  • Das mit einem eigenen Telefon, einen neuen Smartphone sowie einer Kreditkarte zu versuchen ist von Ted auch keine so gelungene Aktion.
    Aber ich denke da er allein lebt und nie ein Kind außer Amber hatte muß er sich erst ans Vatersein gewöhnen.


    Ich hatte nicht das Gefühl, dass er sie damit "kaufen" will - aber soweit ich Amerika kenne, sind Kreditkarte und Handy ja 2 absolut lebensnotwendige Dinge und damit eher normal. Und es ist ja auch ein Zeichen von Vertrauen, einer 16jährigen eine Kreditkarte zu geben (wobei man ja das Limit entsprechend festlegen kann, damit es kein böses Erwachen gibt *g*)

  • Ich hatte nicht das Gefühl, dass er sie damit "kaufen" will - aber soweit ich Amerika kenne, sind Kreditkarte und Handy ja 2 absolut lebensnotwendige Dinge und damit eher normal. Und es ist ja auch ein Zeichen von Vertrauen, einer 16jährigen eine Kreditkarte zu geben (wobei man ja das Limit entsprechend festlegen kann, damit es kein böses Erwachen gibt *g*)


    "kaufen" hatte ich damit nicht gemeint.... aber Ted kommt mir als Vater noch so ein bissle hilflos vor... und anstelle daß er versucht mehr Zeit mit ihr zu verbringen bekommt sie Handy, Telefon und Kreditkarte.

    Bücher entführen mich in fremde Welten ....

  • Hallo zusammen,


    okay, ich gestehe. :-[ Das Buch hat mich gestern abend schon so Fernweh-trunken gemacht, dass mein erster Gedanke heute morgen war: Pancakes, jepp. Also schnell den Teig angerührt, die nach dem Urlaub witzigerweise geschenkt bekommene Pancakes-Pfanne aus dem Schrank geholt und los ging es! ;D Kurze Zeit später saßen Herr dubh und ich fröhlich vor unseren Pancakes mit reichlich Ahornsirup. *mjamm*
    Anschließend musste ich haushaltstechnisch ein bißchen was machen, was ganz praktisch war, sonst lese ich das Buch womöglich in einem Rutsch - denn ich kann hier in der Tat ziemlich schlecht an mich halten.


    Die Szene auf dem Nachhauseweg vom Union Square war total gruselig! Im Grunde eine Lehrbuchszene... Hoffentlich hat Amber jetzt ein für alle mal kapiert, dass sie nicht so leichtsinnig durch die noch unbekannte Stadt laufen sollte. Teds Reaktion fand ich allerdings großartig! Nicht zu schimpfen wie ein Rohrspatz sondern ganz praktisch Abhilfe schaffen, Amber mit der Stadt vertraut machen und ihr die "dunklen" Ecken zeigen. Diese Situation, die Ted beschreibt, dass man wirklich nur über eine Straße geht und dann in einer völlig anderen Welt ist, haben wir auch so erlebt. In Newark, New Jersey, am ersten Tag nach der Landung, haben wir einen Laden gesucht, in dem wir ein Navi für den Mietwagen kaufen wollten (da unseres während des Fluges kaputt gegangen ist). Wir fahren also eine vierspurige Straße land und finden uns nur wenige Querstraßen weiter in einem Viertel, wo wir beide nicht freiwillig aus dem Auto gestiegen wären (und ängstlich sind wir nicht gerade)... :o Das die Schere so dramtisch auseinander geht und das so dicht, quasi Tür an Tür, das kennen wir aus einem Land mit einer solchen sozialen Absicherung wie bei uns, nicht wirklich. Sicher, hier ist das viel gerühmte soziale Netz auch im Schwinden, aber ein Besuch in den USA hat gereicht um mir vor Augen zu führen, wie gut wir es vergleichsweise haben.
    In diesem Abschnitt gefällt mir ganz besonders die Beschreibung des alten Hauses an der Franklin. Die Verzierungen der Fenster, die Eingangshalle, das wechselnde Licht durch das Buntglasfenster... Toll, wie Amber das Haus erkundet, es regelrecht "aufsaugt". Ebenso gefallen mir die kurzen Unterbrechungen, in denen wir die jeweilige Szene aus Nathaniels Blickwinkel betrachten können. Ich mag ihn sofort - seine zurückhaltende, beobachtende Art - sein Schock, als er bemerkt, dass Amber ihn sehen kann.
    _


    Sorry, ich muss abbrechen - gerade hat spontaner Besuch geklingelt. Melde mich später wieder!


    Euch allen einen schönen Sonntag! :winken:


  • "kaufen" hatte ich damit nicht gemeint.... aber Ted kommt mir als Vater noch so ein bissle hilflos vor... und anstelle daß er versucht mehr Zeit mit ihr zu verbringen bekommt sie Handy, Telefon und Kreditkarte.


    Ok, hilflos mag sein. Man bekommt ja nicht jeden Tag eine 16jährige unglückliche Teenager-Tochter in den Haushalt, da ist das ja nachvollziehbar.
    Aber ich habe diese kleinen Geschenke nicht als "anstatt" Zeit mit ihm verstanden, sondern einfach als Aufmerksamkeiten, die ihr das neue Leben erleichtern sollen.


    btw erleichtern: Mach doch bitte ab und an einfach mal einen Punkt... und nicht immer so weiter ;)... ich finde deine Beiträge echt ein bisschen schwer zu lesen, weil ich nie so genau weiß, ob der Satz zu Ende ist.