2. Abschnitt: Kapitel 8 bis 21

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  • Als erstes muss ich sagen, dass ich es super finde, dass Nathaniels Sicht kursiv geschrieben ist, denn so weiß man als Leser sofort, dass es er ist, der gerade berichtet. Nichts schlimmer als Bücher, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, und man erst nach einigem Lesen weiß, wer das gerade macht oder denkt.
    Ausserdem habe ich das Gefühl, dass Amber sich, vor allem am Ende des zweiten Abschnitts, und nach dem Telefonat mit ihren verbohrten Großeltern, immer "wohler" in San Fransisco fühlt. Natürlich wäre ihr so ein Überfall in Deutschland höchstwahrscheinlich nicht passiert, aber hier kann man sich dann auch gleich wiederum die Frage stellen, wieso es dazu kam? Vlt. weil das Schicksal es einfach so wollte, und sie sonst nie zu diesem speziellen Haus gekommen wäre? Es hat ja immer alles einen Sinn im Leben heißt es. Auch das Verhalten von Ted, war mal wieder vorbildlich. So als "Neu-Vater" wohl gar nicht so einfach. Er hatte sie ja auch gewarnt, dass sie aufpassen solle in welchen Gegenden sie alleine rumläuft, und dass sie in gewissen Gegenden gar nicht erst hin soll. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, wird den Kids hier auch klar gemacht, dass es als schon Sinn hat was die Eltern einem verbieten. Finde ich toll geschrieben von dir!


    Sehr gespannt bin ich, wie "alt" Nathaniel denn ist, und wieso er gestorben ist. Und wieso sich Amber ausgerechnte in diesem Haus so wohl fühlt? Es ist für sie ja ein richtiger Rückzugsort, an dem sie ihren Gedanken nachhängen kann, an Deutschland und ihre Freunde, ihre Mutter usw. Wahrscheinlich spürt sie die Magie dieses Ortes, ist sich dessen aber noch gar nicht bewusst.
    Ach, hätte ich doch nur grade mehr Zeit, ich könnte die ganze Nacht durchlesen, aber das würde ich am nächsten Tag bitter bereuen. Und hier rennt die Zeit grade so.... :'(


  • Ausserdem habe ich das Gefühl, dass Amber sich, vor allem am Ende des zweiten Abschnitts, und nach dem Telefonat mit ihren verbohrten Großeltern, immer "wohler" in San Fransisco fühlt. Natürlich wäre ihr so ein Überfall in Deutschland höchstwahrscheinlich nicht passiert, aber hier kann man sich dann auch gleich wiederum die Frage stellen, wieso es dazu kam? Vlt. weil das Schicksal es einfach so wollte, und sie sonst nie zu diesem speziellen Haus gekommen wäre? Es hat ja immer alles einen Sinn im Leben heißt es.


    Ja, das Gefühl hatte ich auch. In dem Haus scheint sie sich ja wirklich ganz wohl zu fühlen. Die Gedanken an Deutschland werden mehr und mehr zurück gestellt und sie zählt nicht auf jeder zweiten Seite, wie viele Tage sie noch aushalten muss.


  • Als erstes muss ich sagen, dass ich es super finde, dass Nathaniels Sicht kursiv geschrieben ist, denn so weiß man als Leser sofort, dass es er ist, der gerade berichtet. Nichts schlimmer als Bücher, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, und man erst nach einigem Lesen weiß, wer das gerade macht oder denkt.


    Anders hätte ich mir das auch nicht vorstellen können, auch schon beim Schreiben nicht. :)



    Ausserdem habe ich das Gefühl, dass Amber sich, vor allem am Ende des zweiten Abschnitts, und nach dem Telefonat mit ihren verbohrten Großeltern, immer "wohler" in San Fransisco fühlt. Natürlich wäre ihr so ein Überfall in Deutschland höchstwahrscheinlich nicht passiert, aber hier kann man sich dann auch gleich wiederum die Frage stellen, wieso es dazu kam? Vlt. weil das Schicksal es einfach so wollte, und sie sonst nie zu diesem speziellen Haus gekommen wäre? Es hat ja immer alles einen Sinn im Leben heißt es.


    Finde ich einen sehr schönen Gedanken! Für mich hat das auch etwas Schicksalhaftes - auf jeden Fall, dass sie auf ihrer Flucht nun gerade an dieser Straßenecke wieder rauskommt.



    Ja, das Gefühl hatte ich auch. In dem Haus scheint sie sich ja wirklich ganz wohl zu fühlen. Die Gedanken an Deutschland werden mehr und mehr zurück gestellt und sie zählt nicht auf jeder zweiten Seite, wie viele Tage sie noch aushalten muss.


    Dieses Tage-Zählen hat auch durchaus etwas Zwanghaftes, etwas, das ihr Halt gibt in ihrer Halt-Losigkeit. :)

  • Das Buch gefällt mir nach wie vor, es ist sehr gut geschrieben. :)
    Amber überwindet sich, mit ein paar Klassenkameradinnen loszuziehen. Doch als diese sie nach dem shoppen zu verkuppeln suchen, wird ihr dies zu viel. Sie lässt sie stehen und läuft davon.
    Leider wird sie von mehreren Typen überfallen, die ihr u.a. die Keditkarte und ihr Handy abnehmen. Amber weiß sich aber zu wehren und flüchtet. Puh, gerade nochmal gut gegangen. :)
    Dann landet sie in einem leer stehenden Haus, das sie zukünftig häufiger aufsuchen wird. Dort macht sie dann Bekanntschaft mit Nathaniel. Seine Gedanken sind immer kursiv gesetzt. So weiß man als Leser, dass man es hier mit einer anderern "Realität" bzw. anderen Erfahrungsebene zu tun hat. So verstehe ich es zumindest.
    Das Verhältnis zwischen Amber und Ted wird etwas besser, denn Ted versorgt sie mit allem, was sie braucht (oder auch gar nicht unbedingt braucht) und zeigt ihr die Stadt. Ich finde ihn eigentlich recht sympathisch durch seine unaufdringliche Art und seine Empathiefähigkeit. Einereseits weiß Amber das durchaus zu schätzen, andererseits reagiert sie mitunter gereizt - insbesondere auf den Vorschlag mit der Therapie. Ich kann das aber ganz gut nachempfinden.
    Insgesamt hat man den Eindruck, dass Amber zwar einerseits unbedingt nach Deutschland zurück möchte. Ungeduldig zählt sie die Tage bis zur Volljährigkeit. Andererseits hat sie sich aber auch besser in ihr Schicksal gefügt und bläst nicht mehr nur Trübsal, sondern richtet sich im Alltag ein.
    Überraschend gut hat sie verkraftet, dass ihr Freund nun passé ist und eine neue hat. Aber offensichtlich war die Beziehung ja vorher schon etwas abgekühlt.
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht, besonders mit Nathaniel und Amber. Und ob die Großeltern tatsächlich versuchen, sie zurück bach Deutschland zu holen...

  • [/quote]
    Nach dem Telefonat mit den Großeltern, habe ich mich auch gleich gefragt, was da wohl in der Vergangenheit vorgefallen ist und warum Ambers Eltern sich so kurz nach ihrer Geburt getrennt haben.
    Die Großeltern haben ja einen richtigen Hass auf Ted, ihr Bestreben Amber nach Deutschland zurückzuholen, kommt ja wohl eher einer Bestrafungsaktion gleich. Zudem missachten sie den ausdrücklichen Willen ihrer verstorbenen Tochter!
    Außerdem hätten sie sich ja zumindest mal mit Amber absprechen sollen, ehe sie einen Anwalt einschalten. Bei den spießigen Großeltern als Teenager zu leben ist bestimmt auch nicht witzig! ;)
    Sie will zwar immer noch nach Deutschland zurück, aber ich glaube, auch sie spürt schon, dass sie in ihr altes Leben so einfach nicht zurück kann. So hat Lukas zB eine Neue (wie sie über Facebook erfahren muss), teilt es ihr nicht mal mehr mit und ich hatte das Gefühl, ihr macht es auch nicht viel aus.
    Ich bin gespannt, wie die Sorgerechtssache weitergeht . . . Ted bekommt sicher bald unerfreuliche Post!
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    Ich bin da auch sehr gespannt, was da noch zutage kommt. Ted wirkt schon sehr sympathisch. Nicht dass der Grund für die Trennung ganz anders war als man Amber glauben machen will...


    Ein potentieller Sorgerechtsstreit könnte spannend werden. Klar, im Moment noch würde Amber sich für die Großeltern entscheiden, allein um in die Heimat zurückkehren zu können. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass sie nach einiger Zeit anders denken und empfinden wird...

  • Ja - diese Haus... das fasziniert mich auch sehr.
    Es war wohl Fügung des Schicksals daß es Amber dorthin verschlägt...
    und es ist für Nathaniel wohl auch eine Überraschung daß sie da plötzlich in seinem? Haus auftaucht.
    Er braucht natürlich ein wenig Zeit sich ihr zu zeigen.... und daß Amber nach dem Überall erst mal Angst hat ist völlig klar.
    Ich denke daß Amber das Haus fesselt... und sie wird auf jeden Fall wieder dorthin gehen! :)
    [/quote]


    Das glaube ich aber auch :)

  • Hallo Britta,


    Wenn Du über den Button "Zitat" gehst, dann wird der Text, den Du zitieren möchtest, automatisch in die Funktion verpackt:


    { author=britta70 link=topic=7289.msg137184#msg137184 date=1365717516}
    Irgendwas mache ich falsch >:(
    Warum werden Zitate nicht als solche angezeigt, wenn ich zitiere ? :(
    {/quote}


    Ich habe Dich jetzt zitiert und damit Du sehen kannst, wie das eigentlich aussieht die eckigen Klammern [] durch rote {} ersetzt.


    Du kannst jederzeit auch Textstellen dann herausnehmen, aber wichtig ist, dass die Zitierfunktion mit den Eckklammern erhalten bleibt. Angefangen mit {quote} und beendet mit {/quote}


    Besser kann ich es nicht erklären, sorry.


    Liebe Grüße
    dubh


  • Das Buch gefällt mir nach wie vor, es ist sehr gut geschrieben. :)


    *freu
    Dankeschön! :-*



    Amber überwindet sich, mit ein paar Klassenkameradinnen loszuziehen. Doch als diese sie nach dem shoppen zu verkuppeln suchen, wird ihr dies zu viel. Sie lässt sie stehen und läuft davon.


    Ich fand das so gräßlich, wie die Mädels über Ambers Kopf hinweg "entscheiden", welcher Typ zu ihr passt und sie äußerlich entsprechend ummodeln wollen, uah ...



    Dann landet sie in einem leer stehenden Haus, das sie zukünftig häufiger aufsuchen wird. Dort macht sie dann Bekanntschaft mit Nathaniel. Seine Gedanken sind immer kursiv gesetzt. So weiß man als Leser, dass man es hier mit einer anderern "Realität" bzw. anderen Erfahrungsebene zu tun hat. So verstehe ich es zumindest.


    Ja, das trifft's sehr gut. :)
    Und es sollte zudem noch "sichtbar" machen, dass da zu Ambers Stimme eine zweite, andere, hinzukommt.



    Überraschend gut hat sie verkraftet, dass ihr Freund nun passé ist und eine neue hat. Aber offensichtlich war die Beziehung ja vorher schon etwas abgekühlt.


    Das war sie tatsächlich.
    Einerseits, weil Amber sich in einer Art Gefühlsstarre befunden hat und auch immer noch befindet. Und die Krankheit und der Tod von Ambers Mutter bzw. die seelischen Folgen für Amber haben seiner Verliebtheit ganz schön Abbruch getan und auch seiner Seite der Beziehung zugesetzt.
    Ist sicher nicht schön - aber ich denke, bei einem Sechzehnjährigen doch realistisch.



    Ein potentieller Sorgerechtsstreit könnte spannend werden. Klar, im Moment noch würde Amber sich für die Großeltern entscheiden, allein um in die Heimat zurückkehren zu können. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass sie nach einiger Zeit anders denken und empfinden wird...


    Das stimmt - wenn sie könnte, würde sie sofort zurück, und ihre Großeltern und Deutschland sind da eben eins.

  • Dieses Tage-Zählen hat auch durchaus etwas Zwanghaftes, etwas, das ihr Halt gibt in ihrer Halt-Losigkeit. :)


    Tage-Zählen habe ich auch schon hin und wieder gemacht. Meistens vor einem Urlaub, auf den ich mich sehr gefreut habe. ;) Noch ... Tage bis zur Abreise. :)

  • Tage-Zählen habe ich auch schon hin und wieder gemacht. Meistens vor einem Urlaub, auf den ich mich sehr gefreut habe. ;) Noch ... Tage bis zur Abreise. :)


    Das mache ich ständig wenn ich mich auf etwas ganz besonders freue :-[
    Ich denke daß Amber es gemacht hat weil sie ab dem Tag selbst entscheiden kann wo sie leben will :)

    Bücher entführen mich in fremde Welten ....


  • Ich mache das jeden Montag :D und zähle bis zum Freitag Feierabend ;)


    Wer kennt es nicht, dieses Tage-Zählen? Immer vor besonderen Anlässen oder auch unangenehmen - also ständig ;D



    Zitat repariert, LG dubh

  • Wer kennt es nicht, dieses Tage-Zählen? Immer vor besonderen Anlässen oder auch unangenehmen - also ständig ;D



    Zitat repariert, LG dubh


    Ja, Tage zählen ist schon irgendwo auch nochmal. Aber es ist ja immer ein gutes Zeichen, wenn man es dann "vergisst" und dann festellt: Ui, ist ja schon ganz viel Zeit vergangen! :)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen