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    Aeternum

  • Ich bedanke mich recht herzlich für die tolle Leserunde (ich werde aber immer mal wieder reinschauen, was noch geschrieben wird).


    Meine Rezension ist auf meinem Blog (http://glutton-for-books.blogs…-bottlinger-aeternum.html), bei Amazon (http://www.amazon.de/review/R3…E62VJL/ref=cm_cr_rdp_perm), im großen Bücherforum und auf Literaturschock.de zu finden.


    Rezension


    Worum geht es?
    Eines Tages gibt es in Berlin ein riesiges Erdbeben bei dem der Alexanderplatz einstürzt. Zurück bleibt ein riesiger Krater. Darauf folgen immer wieder kleinere Erdbeben und es gibt seltsame "Wellenerscheinungen", die sich keiner erklären kann. Auch die Dämonen und Engel, die unter den Menschen unentdeckt leben, können sich das nicht erklären und schicken zwei Menschen runter in den Krater um den Dingen auf den Grund zu gehen. Die Dämonendienerin und Magierin Amanda, die von einem Dämon in seine Dienste gezwungen wurde, und der gefallene Engel Jul begeben sich also zusammen auf die gefährliche Mission und entdecken etwas, was das Ende der Welt ankündigt...


    Meine Meinung
    Generell mache ich eigentlich um Bücher, die das Thema Engel und Dämonen enthalten, eher einen großen Bogen. Insgesamt gehören diese Wesen wirklich nicht zu meinen Favouriten. Doch dieses Buch hat mich direkt angesprochen und ich habe nicht bereut es gelesen zu haben.
    Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt und wurde immer wieder überrascht. "Aeternum" ist nämlich alles andere als vorhersehbar.
    Es beginnt direkt ansprechend, in dem man Amanda kennenlernt. Hier hätte ich mir allerdings mehr Informationen über ihre Vergangenheit und Hintergründe gewünscht, denn zu dem Zeitpunkt begeht sie gerade einen Diebstahl. Sie scheint zusammen mit ihrem Bruder damit ihren Lebensunterhalt zu "verdienen". Leider erfährt man gar nicht, wie es dazu kommt, aber im Laufe der Handlung fällt das nicht weiter ins Gewicht.


    Amanda ist eigentlich eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Sie ist tough und versucht nach außen hin immer stark zu sein, ist aber auch verletzlich und nicht auf den Mund gefallen, für ihren Bruder würde sie alles tun.
    Auch Jul hat mir direkt gut gefallen. Als gefallener Engel muss er zum ersten Mal in seinem Leben mit Gefühlen umgehen, da die Engel in "Aeternum" keine Gefühle haben, sie aber als gefallene Engel bekommen. Das bereitet ihm einige Probleme und seine Konflikte dabei sind außerordentlich gut dargestellt.
    Neben den beiden Hauptprotagonisten, gibt es aber auch sehr interessante Nebenprotagonisten, wie z.B. den Dämon Balthasar, der Amandas Meister ist. Diese Nebenprotagonisten bereichern die Handlung und insgesamt sind alle Protagonisten gut ausgearbeitet und sehr vielschichtig.


    Besonders gut gefallen hat mir der Aspekt, dass die Handlung abwechselnd aus der Perspektive von Jul und Amanda (personaler Erzähler) erzählt wird, da man so die Handlungen der beiden und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen kann.
    Unterstützt wird das Ganze durch einen spannenden und humorvollen Schreibstil, der einen die Zeit beim Lesen vergessen lässt. Andrea Bottlinger schreibt dabei sehr bildhaft, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann.


    Dazu sind die Fantasyelemente des Buches sehr gut umgesetzt. Andrea Bottlinger schafft es die altbekannten Mythen über Engel und Dämonen, Gott und den Teufel mit völlig neuen Ideen zu kombinieren, so dass es ein stimmiges Ganzes erbgibt und durchweg interessant ist. Vor allem kann man hier nicht einfach in "Gut" und "Böse" einteilen. Die Grenzen verschwimmen und bieten viel Stoff zum Nachdenken.
    Auch das Setting hat mir gut gefallen, da ich immer wieder gerne Bücher, die in Deutschland spielen, lese und gerade Berlin gehört da zu meinen Lieblingsstädten.
    Dabei ist die Handlung durchweg sehr gut ausgearbeitet und verschiedene Handlungsstränge führen zum Schluss passend zusammen und gipfeln in einem atemberaubenden Finale.
    Die Liebesgeschichte von Jul und Amanda integriert sich passend in die eigentliche Haupthandlung, ohne Überhand zu nehmen, so dass mich das Buch insgesamt wirklich begeistert hat.


    Mein Fazit
    Wer nach einem wirklich guten deutschen Urban-Fantasyroman sucht, sollte sich "Aeternum" auf keinen Fall entgehen lassen. Auch sollte man sich nicht von der Engel-Thematik abschrecken lassen, da Andrea Bottlinger hier etwas völlig Eigenes und Gutes geschaffen hat.
    Mich konnte das Buch von der ersten bis zu letzten Seite überzeugen und ich würde es als fast perfekt bezeichnen.

  • Hallo alle Zusammen, :winken:


    dann will ich mal.


    Zum Inhalt:


    Mitten in Berlin am Alexanderplatz gibt es plötzlich ein Erdbeben und zurückbleibt ein riesiger Krater, der ungeahnte Ausmasse hat. Desweiteren gibt seltsame Wellenerscheinungen und kleine Nachbeben. Wer mag dafür zuständig sein, fragt sich jeder? Leider ist die Menschheit nicht mehr alleine als Macht auf dieser unserer Welt, denn unentdeckt von uns Menschen gibt es Dämonen und Engel. Die wachgerüttelt durch diese Ereignisse treten beide Gruppen jetzt öffentlich in Erscheinung treten. Denn jeder denkt von anderen er ist für diesen Krater und die Erdbeben verantwortlich.


    Verdächtigungen und Beschuldigungen nützen nichts, also stellt man von beiden Gruppen eine Person zu Verfügung zur Untersuchung. Was es mit dem Krater und allem anderen auf sich hat. Für die Dämonen ist es die Menschenfrau Amanda, die sich und ihren Bruder durch einen eher unglücklichen Umstand in die Gewalt des Dämons Balthasar gebracht hat und um Amanda weiterhin unter seinen Bann zu halten hat der Dämon ihren Bruder gefangen genommen. Und so wird Amanda alles tun, was der Dämon will.


    Jul, ist das was man einen gefallenen Engel nennt, hat sich etwas zu schulden kommen lassen und so seine Flügel verloren. Gerne würde er sie wieder bekommen und so tritt er auch in den Dienst für die Engel ein. Zwei sehr verschiedene Personen , ein Ex-Engel und die Dienerin eines Dämons und beide müssen sich zusammenraufen und die durchaus gefährliche Mission bestehen. Ob das gut geht? Welche Geheimnisse lauern in der Tiefe.....



    Meine Meinung:


    Ich bin ganz ehrlich, ist mein erstes Buch wo Dämonen und Engel aufeinander treffen. Angesprochen hat mich schon mal das schön gestaltet Cover, dunkel und hell wie man auch Dämonen und Engel einteilen würde. Aber hier gibt es nicht einfach nur "das Böse und das Gute " . Interessanterweise spielt auch Gott eine Rolle und damit nimmt die Geschichte einen ganzen anderen verlauft als möglicherweise jeder gedacht oder angenommen hätte. Die beiden Helden, jeder für sich haben mit Vorurteilen und sich selber ganz schön zu kämpfen und hier zeigt die Autorin Andrea Bottlinger wie gefühlsbetont ihre Figuren sind.
    Sodas man gerne mit dem ein oder anderen mitfiebert. Es gibt immer wieder neue Handlungsverläufe und man kommt so aus dem Staunen gar nicht heraus.


    Interessant und gut gestaltet Geschichte mit überraschendem Ende, dass wiederum zum Nachdenken über Gott und die Welt einlädt.


    Gibt klar eine Empfehlung von mir 5/5



    Leserunde:


    Herzlichen Dank an den Verlag für mein kostenloses Exemplar und an Andrea, die uns wirklich toll mitbegleitet hat in dieser LR. Ja und meine netten Mitleser/innen möchte ich auch nicht vergessen :)

  • Vielen Dank! Jetzt habe ich auf Amazon genauso viele fünf-Sterne-Rezensionen wie vier-Sterne-Rezensionen. Das sieht fast so aus, als hätte ich es so geplant *g*

  • Zum Buch


    Ein Erdbeben erschüttert Berlin. Mitten in der Stadt, am Alexanderplatz, öffnet sich ein gewaltiger Krater. Rettungsmannschaften verschwinden spurlos in der Tiefe. Niemand weiß, was es mit diesem Phänomen auf sich hat, eine natürliche Ursache kann nicht festgestellt werden. Auch die Engel und Dämonen sind ratlos. Deshalb schicken sie ein ganz besonderes Team hinunter in den Krater, um die Ursache herauszufinden. Jul ist ein gefallener Engel, dem es nicht mehr genug war, nur Befehle entgegenzunehmen und Aufträge auszuführen, er wollte mehr und wurde dafür hart bestraft. Amanda hingegen war eine Einbrecherin und hatte sich gemeinsam mit ihrem Bruder dummerweise im Haus eines Dämonen erwischen lassen und ist seither dessen unfreiwillige Dienerin, denn sie verfügt über eine bei Menschen äußerst seltene magische Begabung. Zuerst begegnen sich Jul und Amanda sehr misstrauisch, schließlich stehen Engel und Dämonen seit Jahrtausenden auf verschiedenen Seiten. Doch nach und nach erkennen sie, dass sie bei ihrer Aufgabe aufeinander angewiesen sind und auch darüber hinaus einiges übereinander lernen und erfahren können.


    Wie die Handlung sich dann weiter entwickelt, möchte ich hier gar nicht näher ausführen, das würde zu viel vorwegnehmen. Der Autorin ist es auf jeden Fall gelungen, hier ein höchst spannendes Szenario zu entwerfen. Viele Dinge, die den Glauben der Menschen an Gott betreffen, werden hier in Frage gestellt. Die Figuren sind detailliert und glaubwürdig gezeichnet. Durch die wechselnde Perspektive ist man als Leser sowohl bei Amanda als auch bei Jul hautnah mit dabei und erlebt ihre Gedanken und Gefühle so mit. Dabei wirkt Amanda über weite Strecken hinweg ziemlich spröde und schwierig, in ihrer Situation aber völlig nachvollziehbar. Die Figur des Jul hat mir noch besser gefallen, aber er macht es dem Leser auch leichter, ihn zu mögen. Aber auch die Nebenfiguren wie Dämon Balthasar waren spannend und spielten wichtige Rollen.


    Insbesondere hat mir gut gefallen, dass hier mit der klassischen Einteilung in Gut (Engel) und Böse (Dämonen) gebrochen wird und die Ambivalenz beider Parteien sehr gut rüberkommt.


    Das Buch überzeugt sowohl durch spannende Action-Szenen als auch durch ruhigere Abschnitte, in denen auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen darf, diese wird schön unaufdringlich in die Handlung eingebettet und passt sich somit gut ein, spielt aber nicht die Hauptrolle und lenkt damit nicht zu sehr von der eigentlichen Story ab.


    Dass es sich bei „Aeternum“ um einen Debutroman handelt, wäre mir beim Lesen absolut nicht aufgefallen, die Geschichte ist sprachlich ausdrucksstark und vor allem inhaltlich absolut überzeugend!



    zur Leserunde

    Die Runde hat sich ja leider mal wieder ein bisschen auseinandergezogen, dennoch kamen einige spannende Spekulationen und Diskussionen auf und es hat Spaß gemacht, das Buch gemeinsam zu lesen. Vielen Dank besonders an Andrea für die Begleitung!

  • Zum Buch:


    Kurzbeschreibung Amazon:

    Zitat

    Berlin, Alexanderplatz: Ohne jegliche Vorwarnung stürzt der große Platz eines Tages ein – zurück bleibt ein riesiger Krater, der bis in die tiefsten Katakomben der Hauptstadt reicht. Nicht nur die Stadtoberen stehen vor einem Rätsel – auch die seit langem verfeindeten Parteien der Dämonen und Engel können sich nicht erklären, wer für den Einsturz verantwortlich sein könnte. Um das herauszufinden, werden die junge Magierin Amanda, die im Dienst eines Dämons steht, und der gefallene Engel Jul in die Katakomben geschickt. Dabei kommen die beiden sich nicht nur näher, sie entdecken auch ein Geheimnis, das die Existenz unserer Welt bedroht …


    Meine Meinung:
    Wer sich traut, sich auf eine neue Vorstellung von Engeln, Dämonen, Göttern und dem Teufel einzulassen, ist bei diesem Buch genau richtig! Der Autorin ist eine angenehme Vermischung von Gegenwart, Fantasie und Religiosität gelungen, wie ich es bisher noch in keinem Buch gelesen habe. Unaufdringlich werden in die Geschichte Fragen zum Glauben, den verschiedenen Religionen, den Vorstellungen über Gott / Götter sowie Engeln und Dämonen eingeflochten, die mitunter das Geschehen der Geschichte tragen. Was ist richtig, was ist falsch, welches Handeln wird erwartet? Mit diesen und noch weiteren Fragen werden die Protagonisten belastet, und versuchen ein Rätsel zu lösen, das auf alle Lebensformen Auswirkungen hat.


    Die Hauptcharaktere, Amanda und Jul, sind sehr schön ausgearbeitet. Sie haben Stärken und Schwächen, die ihr Handeln glaubwürdig machen. Mit großer Spannung verfolgte ich ihre Entwicklung, litt mit ihnen und freute mich über Erfolge. Aber auch die Nebencharaktere sollten erwähnt werden, da diese ebenso außergewöhnlich gut gelungen sind, auch wenn man nicht jeden gleich sympathisch findet. Aber gerade das zeichnet sie für mich wiederum sehr aus.


    Was ist in Berlin passiert? Beim Aufdecken des Geschehens weiteten sich mir die Augen! Wie konnte so etwas bloß geschehen? Aber die wichtigste Frage war, ist eine Lösung, ein gutes (tragbares) Ende überhaupt möglich? Auf dem Weg zum Ende spielte ich mehrere Möglichkeiten durch und war mit keiner so richtig zufrieden. Umso mehr erstaunte mich der gelungene Abschluss der Autorin. Dieses schlichte, dennoch pompöse und ehrliche Ende der Geschichte überzeugte mich schließlich, da erkennbar war, wie sehr die Autorin sich mit dem Thema beschäftigt und sich, m. M. n., für die eleganteste Art und Weise des Abschlusses entschieden hat.


    Das Buch hat mich mitgerissen, und wenn ich das nächste Mal nach Berlin komme, werde ich mich versichern müssen, dass wirklich alles in Ordnung ist. ;)


    Von mir gibt es :lesen: :lesen: :lesen: :lesen: .




    Zur Leserunden:
    Herzlichen Dank für das Freiexemplar und für die tolle Begleitung von dir, Andrea! Auch war es richtig interessant zu lesen, wie die unterschiedlichen Charaktere (vorallem die Männer der Geschichte) ;) bei uns allen ankamen. So ein Austausch macht mir immer wieder großen Spaß.
    Ich danke euch allen auch für das Verständnis, dass ich aus privaten Gründen eine zeitlang die Leserunde unterbrechen musste. :-*


    (Ach so, meine Streuung der Rezi ist bei meinen üblichen wie Amazon, LB, Literaturschock, Großes Forum, buch.de, buecher.de und thalia.)

    Ein Tag ohne Bücher ist kein erfolgreicher Tag!

    Einmal editiert, zuletzt von monerl ()

  • Vielen Dank für die schöne Rezension!


    Ich möchte übrigens mal sagen, dass mir die Leserunde auch sehr viel Spaß gemacht hat. Ich fand es total faszinierend, eure Reaktionen beim Lesen und die Diskussion zu verfolgen.

  • Zum Inhalt:
    Bei einem Erdbeben stürzt in Berlin der Alexanderplatz ein, zurück bleibt ein rätselhafter Krater. Nicht nur die Stadtoberen machen sich Sorgen sondern auch die Engel und Dämonen die längst unter uns Leben. Um diesen zu erforschen und um herauszufinden wer der Verantwortliche für diesen Einsturz ist, schicken die beiden verfeindeten Parteien jeweils eine Person um diesen zu suchen. Die Dämonen schicken die Magierin Amanda und die Engel den verstoßenen Engel Jul hinab in die Tiefe. Gemeinsam machen sie eine schreckliche Entdeckung.


    Meine Meinung:
    Aeternum ist eine faszinierende neue Darstellung von Engel und Dämonen. Einerseits nah an den altbekannten Vorstellungen aber auch ganz neue Aspekte bis hin zu komplett durchdachten Verhaltensweisen. Es gibt kein klares schwarz und weiß, gut und böse. Andrea Bottlinger webt aus Realität, Fiktion und Religion ein neues Band. Sie orientiert sich dabei an Fragen zum Glauben und interpretiert Engel und Dämonen neu. Die Protagonisten müssen immer wieder entscheiden ob ihr handeln nun richtig oder falsch ist, welche Konsequenzen es sich dabei ergeben können und wie sie damit umzugehen haben.


    Die beiden Protagonisten, Amanda und Jul, sind sehr schön ausgearbeitet. Sie haben sowohl Stärken und Schwächen und ihre Handlungen sind durchaus nachvollziehbar. Dazu kommt, dass die Kapitel immer abwechselnd aus Amandas und Juls Perspektive geschrieben sind. Dadurch lernt der Leser die Ängste und Zweifel des jeweiligen kennen. Beide erkennen, das nicht alles so ist, wie sie es dachten und müssen lernen sich gegenseitig zu vertrauen um etwas beinahe unmögliches zu tun.
    Auch die Nebencharakter sind lobend zu erwähnen. Karin, das Computergenie, welche den beiden unheimlich viel hilft. Balthasar, Amandas Herr oder auch Muriel, einer der Engel. Zu viel möchte ich hier nicht erwähnen.


    Aeternum nimmt den Leser schnell mit auf die Reise in die tiefsten Regionen von Berlin und eröffnet dem Leser ein unglaubliches Schauspiel.


    Andrea Bottlingers Schreibstil fesselt den Leser schnell und durch ihren bildhaften Stil schafft sie es, dass man das Gefühl hat mitten im Geschehen zu sein.


    Zur Leserunde:
    Es hat mal wieder sehr viel Spass gemacht und vielen Dank an Andrea für die Begleitung der Leserunde.
    Passenderweise war ich ein paar Tage in Berlin und dadurch das ich die Schauplätze direkt vor Augen hatte, war das ganze Leseerlebnis nocheinmal um ein ganzes Stück toller!

  • Gern geschehen. Ich war zum Sightseeing im Spreepark und auf dem Teufelsberg, zum futtern in Friedrichshein und ansonsten zu Fuß oder mit den Öffis kreuz und quer durch Berlin unterwegs. Am Alex und Berliner Dom und Museumsinsel sind wir "nur" vorbeigeschlendert. Aber war schon cool irgendwo, so vonwegen, da müsste jetzt der Krater sein, dort haben sie sich mit Balthasar getroffen etc.

  • Wir sind zwar noch nicht komplett, aber da ich mich ab morgen in einen kleinen Urlaub verabschiede, kommt hier mein abschließendes Fazit. Die Rezension erscheint auch auf Amazon, Goodreads (jetzt hätte ich fast Godreads geschrieben ;D ), Literaturschock und im großen Bücherforum.


    ***


    In Berlin stürzt durch ein Erdbeben der Alexanderplatz ein und ein riesiger Krater entsteht an dessen Stelle. Parallel dazu gibt seltsame Wellenphänomene, die für Verzerrungen im Zeitgefüge sorgen. Die Menschen sind ratlos und verunsichert zugleich. Denn erstmals treten auch Engel und Dämonen öffentlich auf, die bis dahin unerkannt in der Hauptstadt lebten. Alle Parteien wollen die Ursache des Kraters ergründen und senden Kundschafter in die Schlucht. Ein Team aus einem gefallenen Engel und einer ehemaligen Diebin machen sich auf den Weg in den Abgrund. Anfangs skeptisch und voller Vorurteile erkennen Jul und Amanda aber bald, dass sie sich gegenseitig unterstützen können.


    "Die gesamte Belegschaft von Himmel und Hölle schien aus Arschlöchern zu bestehen."


    Aufgrund der Spannung gleich zu Beginn bin ich sehr gut in der Geschichte angekommen. Andrea Bottlinger sorgt außerdem mit interessanten Charakteren für erste Fragen und Spekulationen. Ich würde jetzt gern behaupten, dass die Figuren unheimlich realistisch wirken, aber das wird mir bei Dämonen und Engeln wohl niemand abnehmen. Trotzdem hatte ich direkt einen gewissen Draht zu den handelnden Personen. Es gibt kein Gut und Böse und man konnte schwer einschätzen, wer mehr Dreck am Stecken hat.


    Normalerweise halte ich mich von zu actionreichen Büchern fern, da mir die leisen und langsamen Geschichten einfach mehr liegen. Aeternum ist aber so mitreißend erzählt, dass mich das ordentliche Tempo überhaupt nicht störte. Die Spannung steigt stetig und steuert auf ein Finale zu, dass biblischen Figuren eine neue Wahrheit entlockt. Mir gefiel das Spiel mit den Mächtigen und die Dehnung ins fantastische sehr gut. Da gab es öfter ein Lächeln auf den Lippen oder ein zustimmendes Kopfnicken.


    Fazit: Himmlisch, dämonische Action zum Wohlfühlen!


    Zur Leserunde:
    Sie zog bzw. zieht sich leider etwas auseinander, was Diskussionen für mich immer erschwert. Ich kann schlecht auf Postings eingehen, wenn ich beim Lesen schon weiter bin. Dann habe ich etwas Panik, mich beim Inhalt zu verplappern. :-[
    Die Runde hat trotzdem Spaß gemacht und das Buch war wirklich toll. Herzlichen Dank an alle Mitleser und besonders an Andrea für die nette Begleitung.


    LG Kati :winken:

  • So, nachdem ich dieses Buch nun auch langer Zeit beendet habe, gibt es jetzt auch von mir einen abschließenden Kommentar.


    Zum Inhalt:
    Nachdem der Berliner Alexanderplatz plötzlich, wie aus dem Nichts, einstürzt, fragen sich die Leute natürlich, wie das passieren konnte. Genau das fragen sich auch die Anführer der Engel und Dämonen, und schicken zwei Vertreter in den Krater um der Sache nachzugehen, und was sie entdecken, könnte das Ende der Welt bedeuten.


    Meine Meinung:
    Es ist mein erster Roman, seit langem, in denen Engel und Dämonen die Hauptrolle spielen und ich wurde nicht enttäuscht, das Buch wimmelt vor Überraschungen und bis zum Ende bleibt alles offen und man weiß nie, was als nächstes passiert. Zwar hätte man die Vergangenheit der beiden Hauptfiguren Amanda und Jul näher beleuchten können, aber so blieb für die Handlung mehr Raum. Aber trotzdem waren die Figuren gut gezeichnet und sie entwickeln sich auch während des Romans, treten also nicht auf einer Stelle und die Entwicklungen waren nachvollziehbar beschrieben.


    Gelungen fand ich auch die Perspektivenwechsel, mal kann der Leser die Handlung aus den Augen Amandas verfolgen und im nächsten Abschnitt aus der Sicht Juls, das brachte einerseits Abwechslung in die Handlung und andererseits konnte man die Ereignisse aus mehreren Blickwinkeln betrachten.


    Interessant fand ich auch, dass Andrea Bottlinger versucht hat (und das gut umgesetzt), nicht nur in Schwarz und Weiß einzuteilen, sondern auch die Grautöne zu beleuchten, also dass die Bösen manchmal nicht ganz gewissenlos sind und die Guten nicht immer ganz so gut sind, wie sie sein sollten.


    Der Schreibstil ist auch sehr flüssig, spannend und es zieht einen bis zum Schluss mit, ich bin begeistert!!!


    Zur Leserunde:
    Es war wieder schön, mit euch in die Welt der Engel und Dämonen einzutauchen und mit den Helden zu fiebern und zu trauen und ein großes Dankeschön gilt natürlich auch der Autorin Andrea Bottlinger, dass sie uns begleitet hat.


    Und ich hoffe, ihr entschuldigt, dass ich so lange gebraucht habe, aber in letzter Zeit war meine Freizeit etwas verplant.


    Meine Meinung steht noch auf folgenden Seiten:
    - Literaturschock und Großes Bücherforum
    - Lovelybooks
    - buechereule.de
    - Amazon

  • Dann noch einmal einen letzten Dank an alle für die schönen Rezensionen und eure Begeisterung. Es hat mich sehr gefreut, bei dieser Leserunde dabei zu sein.

  • Inhalt:
    Berlin: Nach einem Erdbeben hat sich anstelle des Alexanderplatzes ein Krater aufgetan. Jeder der in das Loch geht, kommt nicht mehr zurück. Die Welt steht vor einem Rätsel. Ebenso die übernatürlichen Wesen. Sowohl die „gute“, als auch die „böse“ Seite schickt eine Person, die der Sache auf den Grund gehen und das Rätsel lösen soll.


    Jul ist ein gefallener Engel und erhält von dem Erzengel die Chance, seine Flügel zurückzubekommen, wenn er in das Loch steigt. Amanda ist eine Diebin, Magierin und Dämonendienerin. Sie wird von Balthasar geschickt, der ihren Bruder Roman gefangen hält. Die beiden steigen in das Loch und helfen sich gegenseitig. Doch was sie da unten erfahren, könnte das Ende der Welt bedeuten.


    Meine Meinung:
    Die Autorin hat ein sehr interessantes Werk geschaffen. Engel und Dämonen leben unerkannt unter den Menschen in Berlin. Das ist natürlich nichts Neues. Doch sie hat auch noch viele religiöse Aspekte und Mythen eingebaut, was die Geschichte vollends faszinierend macht.


    Amanda hat mir sehr gut gefallen. Sie tut alles um ihren Bruder Roman zu helfen und zu befreien und nimmt sämtliche Schmerzen widerstandslos hin. Sie ist eine sehr starke Person. Auch Jul ist toll. Er ist kein typischer Engel, der perfekt ist und nur Gutes tut. Auch er hat seine Macken und Fehler und vor allem hält er nicht stur an seinem Glauben fest. Wer mich noch sehr fasziniert hat ist Balthasar, der Dämon. Er ist der Fiesling in Person. Er mordet, quält und lügt mit Leichtigkeit und ohne mit der Wimper zu zucken. Und trotzdem gibt es oft Handlungen von ihm, die einfach gar nicht zu ihm passen, die „gut“ sind.


    Bei diesen Charakteren kann man sich nicht auf nur gut oder böse einigen, denn jeder von ihnen hat ein menschliches Verhalten. Und genau das hat mir super gefallen. Ich dachte mir anfangs, die Geschichte sei vielleicht unrealistisch oder eben ganz genau in Gut und Böse eingeteilt, doch so ist sie ganz und gar nicht.


    Wer ein Fan von Spannung ist, wird hier genau richtig sein. Es wurde nie langweilig, denn die Protagonisten kamen nie zur Ruhe. Es fällt dem Leser schwer, sich endlich von dem Buch losreißen zu können um noch ein bisschen Schlaf zu finden :D


    Fazit:
    Diese Rezi mag für den Leser etwas verwirrend und unverständlich sein, denn man kann es nicht richtig erklären, ohne zu viel zu verraten. Mein Tipp ist deshalb: Lesen! Unbedingt! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

    Einmal editiert, zuletzt von Sinkana ()

  • Anbei noch das Fazit von Poligonion :winken:


    [quote author=Poligonion link=action=profile;u=2396 date=1376237936]
    Liebe Andrea, liebe MitleserInnen,


    es hat mir sehr viel Spass gemacht hier in der Leserunde mitzulesen.
    Ich habe vorher noch kein Buch dieses Genres gelesen und letztendlich ist es wohl auch nicht die richtige Richtung für mich. Dennoch sollte man auch immer wieder offen für Neues sein. Das war der Grund, warum ich mich für diese Leserunde entschieden hatte. Und ich bereue es nicht. Es war interessant und spannend. Das Rätselraten um Gott und was noch werden wird mit der Welt war toll.
    Ich konnte erst etwas später mit in die Diskussionen einsteigen, weil ich wirklich ernsthafte Schwierigkeiten hatte, in die Handlung einzusteigen.
    Mir kam der Anfang einfach schwerfällig vor.
    Dennoch kann ich mich über die Entwicklung nicht beschweren. Wenn mich Aeternum letztendlich nicht vollständig überzeugen konnte, bin ich froh zu Ende gelesen zu haben.
    Liebe Dank für die Geduld am Anfang und für die schöne Zeit des Spekulierens.


    Rezension


    Aeternum ist ein Urban Fantasyroman, der im April 2013 beim Knaur Verlag erschienen ist.
    Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend. Die erhabene Schrift mit den beiden Figuren passend zum Thema. Smaragdgrünes „Licht“ ergänzt diesen Eindruck wunderbar.


    In Berlin klafft plötzlich ein riesiger Krater dort, wo vorher der Alexanderplatz war. Nicht nur die Menschen - sondern auch Engel und Dämonen wurden aufgeschreckt und wissen nicht, was geschehen ist.
    Die junge Magierin Amanda auf der Seite der Dämonen und der gefallene Engel Jul werden hinab geschickt, um nach der Ursache der Katastrophe zu suchen.
    Der Kampf um Gut und Böse entflammt erneut und die Frage nach der Apokalypse soll geklärt werden.
    Die Autorin versteht es, dem Leser eine gekonnte Mischung von bestehender Religion und Fantasy zu präsentieren.
    Die Geschichte ist gut durchdacht und mündet in einem schlüssigen Ende.


    Die Charaktere der einzelnen Protagonisten sind durchaus glaubwürdig gezeichnet. So wird etwa der Zwiespalt, mit dem die Dämonendienerin Amanda innerlich kämpft emotional nachvollziehbar.
    Einzelnen Szenen des Romans sind bildgewaltig und besonders faszinierend beschrieben.
    Leider kommt die Geschichte dennoch nur langsam in Fahrt und weißt Längen auf, welche die Spannung unnötig mildern.


    Das Debüt von Andrea Bottlinger ist ausdrucksstark und definitiv lesenswert.


    [/quote]

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen