Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Zum Buch


    Flannery Gardner soll in der Toskana die Privatbibliothek des Grafen Alessandro della Gherardesca sichten und ihren Wert schätzen. Eigentlich ein ganz normaler Auftrag, doch der Empfang gestaltet sich frostig, hatte der Hausherr doch einen männlichen Gutachter erwartet und ganz offensichtlich ein Problem mit Frauen. Da auf die Schnelle kein Ersatz zu finden ist, muss Flannery den Auftrag dennoch durchführen. Die Beziehung zu Alessandro gestaltet sich dabei äußerst schwierig und wechselhaft, erst will er ihr komplett aus dem Weg gehen, dann scheint er sich doch wieder von ihr angezogen zu fühlen – Flannery weiß kaum, wie ihr geschieht, zumal ihre eigenen Gefühle ebenfalls Achterbahn fahren, was die junge Frau an sich eigentlich gar nicht kennt.


    Hinter dem Pseudonym Franziska Hille steckt die Autorin Susanne Gerdom, was für mich der Hauptgrund war, dieses Buch zu lesen. Normalerweise bin ich kein Fan von Liebesromanen und schon gar nicht von erotischen Erzählungen. Der Titel „Toskanische Verführung“ ist hier allerdings ein wenig irreführend, denn so viel Verführung gibt es im Laufe der Geschichte gar nicht, es handelt sich nicht um eine Aneinanderreihung von Bettszenen, sondern um eine kriminalistisch angehauchte Liebesgeschichte. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und die Wortgefechte zwischen Flannery und Alessandro habe ich immer mit einem Schmunzeln gelesen.


    Obwohl natürlich von Anfang an klar ist, wer hier am Ende mit wem zusammen sein wird, gestaltet sich der Weg dahin äußerst spannend und lässt den Leser fleißig miträtseln. Das Hinundher zwischen den Hauptfiguren konnte ich persönlich an manchen Stellen nicht so ganz nachvollziehen, der Graf wurde mir das ganze Buch hindurch nicht wirklich sympathisch und daher hatte ich auch so ein bisschen meine Probleme, seine Anziehungskraft auf die eigentlich so bodenständige und vernünftige Flannery nachzuempfinden. Am Ende blieben mir einige Fragen zu offen, da ging mir manches etwas zu schnell.


    Dennoch habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und staune immer wieder über die Vielseitigkeit der Autorin, die sich auch im Genre LiRo absolut nicht zu verstecken braucht!

    Zur Leserunde

    Das war eine recht kurze Runde, aber bei dem ja auch eher schmalen Büchlein durchaus angemessen, finde ich. Das gemeinsame Rätselraten kam dennoch nicht zu kurz und hat Spaß gemacht, vielen Dank hierfür!
    Schön fand ich auch, dass fast alle direkt von Anfang dabei waren, so ergeben sich einfach die besseren Diskussionen!
    Ich freu mich schon auf die nächste Runde mit Susanne, vielleicht zu Calendar Girl?

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen