Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt:
    Janna und Reinmar wandern nach Venezuela aus um dort eine Pferdezucht zu betreiben.
    Doch bevor sie dort ankommen, gerät das Schiff in einen Sturm, Janna geht über Board und wird an einer Insel angeschwemmt.
    Bevor sie Plünderern in die Hände fällt, wird sie von dem einheimischen Arturo gerettet.
    Janna hofft darauf, von Arturo nach Angostura gebracht zu werden und dort ihren Verlobten wieder zu treffen, doch Arturo hat ganz andere Pläne und nimmt Janna mit……


    Meine Meinung:
    Isabel Beto hat einen unglaublich bildhaften Schreibstil, der es dem Leser einfach macht, sich gedanklich in dieser wunderbaren und farbenprächtigen Welt wohl zu fühlen.
    Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allen voran Janna, die sich von einem unbedarften, etwas naiven Mädchen in eine junge Frau verwandelt, die sich bestens in ihr neues Leben eingewöhnt und sogar gefallen daran findet.
    An Reinmar hat mir gut gefallen, dass ich ihn einfach nicht richtig einschätzen konnte. Mal hatte ich für sein Vorgehen Verständnis, dass aber genauso schnell in Faßungslosigkeit umschlug.
    Je weiter ich mit der Geschichte vorankam, desto intensiver wurde ich in sie hineingezogen und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
    Da ich die Geschichte von Anfang bis zum Schluß sehr gut gelungen und stimmig fand, gibt es von mir 5 von 5 Punkten und eine unbedingte Empfehlung.


    Fazit zur Leserunde:
    Es war wieder eine sehr schöne Leserunde, vielen Dank an alle Mitleserinnen und vielen Dank auch an Dich Sabine, für Deine tolle Begleitung. :winken:


    Meine Rezi ist auch noch hier zu finden:
    http://literaturschock.de/comp…fern-des-goldenen-flusses
    https://literaturschock.de/lit…thread/29277.new.html#new
    http://www.amazon.de/review/R1…7X&linkCode=&nodeID=&tag=
    http://www.lovelybooks.de/auto…on/1049483197/1049487830/
    http://didonias-lesetagebuch.b…n-ufern-des-goldenen.html


    LG Karin

  • Vielen Dank. :)


    Ich möchte mich auch schon mal für diese sehr angenehme und gemütliche Runde bedanken. Und für die Stimmen, die noch kommen werden. Wie immer ist es eine Freude, hier gewesen zu sein.

  • Hier meine Rezension:


    Eine abenteuerliche Reise in eine andere Welt


    Zum Inhalt:


    Im Jahr 1815 brechen Janna und ihr Verlobter Reinmar von Hamburg aus auf in eine neue Welt: Sie wollen in Venezuela Pferde züchten. Die beiden Verliebten sehen ihr künftiges Leben schon vor sich. Doch das Schicksal ist gegen sie: Nach einem heftigen Sturm sinkt ihr Schiff und Janna wacht einsam und allein an einem verlassenen Strand auf. Sie wird von dem doch recht wortkargen Halb-Indio Arturo gerettet und hofft, dass er sie auf dem schnellsten Weg wieder zu Reinmar zurückbringt. Doch Arturo verfolgt einen ganz anderen Plan. Und bevor Janna überhaupt weiß wie ihr geschieht, befindet sie sich schon auf einer abenteuerlichen Suche nach einem alten Inka-Schatz...



    Meine Meinung:


    Nachdem mir „Die Bucht des grünen Mondes“ von Isabel Beto recht gut gefallen hat, wollte ich auch gerne das zweite Buch der Autorin lesen, da es mich vom Klappentext her ebenfalls angesprochen hat.


    Was mir bei diesem Buch wieder sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil der Autorin. Es gibt ja ein paar Autoren, die anscheinend meinen, der Schreibstil muss sich der Zeit anpassen, in der die Geschichte spielt. Und so was kann ich ja gar nicht leiden. Daher bin ich wirklich froh, dass der Schreibstil von Isabel Beto nicht so staubtrocken und langweilig ist. Was immer wieder zu betonen ist, sind die tollen Beschreibungen der Umgebung. Das ist mir bereits beim ersten Buch aufgefallen und dies führt die Autorin hier auch weiter. Man hat wirklich manchmal das Gefühl, selbst im Urwald zu stehen.
    Trotz des guten Schreibstils hat es leider ein paar Seiten gebraucht, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Klar, man muss als Autorin erstmal die Charaktere vorstellen und ein wenig die Vorgeschichte erzählen, bis man zum Hauptteil übergehen kann. Aber leider hat es bei mir ein wenig zu lange gedauert, bis der Funken übergesprungen ist.


    Mit den Charakteren hat es leider auch etwas länger gedauert, bis ich mit ihnen warm geworden bin. Allen voran Janna, mit der ich am Anfang so meine Probleme hatte. Ich war mir nämlich zu Beginn der Geschichte nicht so ganz sicher, wie ich sie einschätzen sollte: Auf der einen Seite vornehmes junges Fräulein aus gutem Haus und auf der anderen Seite die Abenteuerin, die in einem fremden Land zusammen mit ihrem Verlobten einen Pferdezucht auf die Beinen stellen will – und das zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aber so viel kann ich euch verraten: Im Laufe der Geschichte, in der wirklich viel passiert, ist mir Janna immer mehr und mehr sympathischer geworden und ich konnte sie in vielen Dingen besser verstehen. Man kann also sagen, dass wir nur zu Beginn so unsere Schwierigkeiten hatte :-) Auch der männliche Hauptcharakter Arturo war mir eine Zeitlang nicht ganz geheuer, was aber auch damit zusammenhängt, dass man zu Beginn nicht wirklich viel von ihm weiß und erst im Laufe der Geschichte die eine oder andere Info erhält. Aber auch bei ihm muss ich sagen, dass er mir während des Lesens des Buches – genauso wie Janna – immer mehr und mehr ans Herz gewachsen ist. Am Ende des Buches habe ich mir schon überlegt, ob ich die Geschichte nicht nochmal lesen sollte; vielleicht würde ich aufgrund der neu gewonnenen Erkenntnisse so ein paar Eigenheiten und Entscheidungen der Charaktere besser verstehen.


    Ein, zwei Minuspunkte gab es leider bei dem Buch auch. Es gab ein paar Szenen in der Geschichte, die für mich nicht immer so ganz logisch bzw. nachvollziehbar waren, so dass ich als Leser ein wenig aus der Geschichte rausgekommen bin, weil ich eben über diese Dinge „gestolpert“ bin und dann ein wenig aus dem Lesefluss raus gekommen bin. Außerdem hat mir eine Zeitlang ein wenig das Gefühl gefehlt, unbedingt weiterlesen zu müssen. Die Geschichte an sich ist wirklich nicht schlecht, aber es hat mir einfach zu oft das Bedürfnis gefehlt, unbedingt wissen zu wollen, wie es weitergeht. Zum Glück gab es aber auch Abschnitte, die mich total fesseln konnten, aber leider waren es mir ein paar zu wenig.


    Wenn ich aber das ganze Buch im Rückblick betrachte, muss ich sagen, dass mir die Geschichte im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen hat. Es wurde mit viel Liebe zum Detail die damalige Zeit sowie die Umgebung der Geschichte beschrieben, so dass der Leser in eine andere Welt eintauschen konnte. Und trotz ein paar anfänglicher Schwierigkeiten und dem einen oder anderen Minuspunkt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und würde mich sogar über eine Fortsetzung des Buches freuen, da meiner Meinung nach noch zu viele Fragen offen sind.


    Zum Schluss möchte ich mich bei dem Team von leserunden.de sowie bei der Autorin für ein eine tolle Leserunde sowie für mein mit einer tollen Widmung versehene Exemplar des Buches bedanken.



    Mein Fazit:


    Wenn man als Leser gerne in eine andere Welt sowie in ein anderes Jahrhundert reisen möchte und das eine oder andere Abenteuer nicht scheut sowie ganz nebenbei noch auf die Suche nach der großen Liebe gehen möchte, der ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.



    Meine Rezi habe ich noch auf folgenden Seiten veröffentlicht:


    Mein Blog: http://kristin84.blogspot.de/2…l-beto-den-ufern-des.html
    Auf Amazon: http://www.amazon.de/product-r…Descending#R2FQP5JTUO81M2 (Mitgliedsname: Bücherwurm84)
    Auf Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/auto…3-w/rezension/1050291153/


    Außerdem wird mein Blogbeitrag auf Twitter und Facebook verlinkt.


    Auch von mir nochmal vielen Dank für die tolle Leserunde!!

  • Hallo :winken:


    Es fällt mir diesmal etwas schwer, aber trotzdem hier meine Eindrücke.


    Zum Buch:
    Inzwischen habe ich schon einige Bücher der Autorin unter verschiedenen Namen gelesen und sie haben mir bisher auch alle gut bis sehr gut gefallen. Diesmal habe ich aber einige Probleme mit der Geschichte gehabt.


    Der Schreibstil konnte mich absolut überzeugen, denn es lässt sich gut und flüssig lesen. Die Beschreibungen der Natur, der einheimischen Bevölkerung etc. fand ich hervorragend. Aber die Geschichte selbst, konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Janna und auch einige andere Figuren und vor allem deren Handeln waren mir einfach fremd und unrealistisch. Die anfängliche Liebesgeschichte zwischen Janna und Reinmar konnte ich mir zwar durchaus vorstellen, aber das sie in dieser Zeit vom Vater einem hanseatischen Kaufmann, das okay zum Auswandern bekommt ohne vorher zu heiraten, hat mich eigentlich von Anfang an gestört. Somit konnte ich auch vieles andere mir einfach nicht vorstellen und die Autorin hat es diesmal leider nicht geschafft mich in die Geschichte richtig eintauchen zu lassen.


    Trotzdem werde ich mit Sicherheit auch weitere Bücher von Sabine Wasserman / Isabel Beto etc. lesen, denn wie gesagt, eigentlich mag ich ihre Schreibweise und bisher ja auch immer die Geschichten die sie erzählt.


    Zur Leserunde:
    Vielen Dank an Isabel Beto und alle Mitleserinnen, es hat mir Spaß gemacht mit euch zu lesen. Vor allem eure Meinung zum Buch und den Figuren fand ich sehr interessant.

  • Hallo Ihr Lieben,


    mein Fazit kommt ein bisschen spät, da ich in der letzten Zeit viel um die Ohren hatte. Andererseits wurde mir dadurch gerade bewusst, wie gut ich die Geschichte von Janna erinnere: ich wollte mich schon sammeln für die Rezension, da habe ich gemerkt, dass ich die Geschichte noch sehr gut vor meinem Auge habe! Und das, wo ich doch häufig Namen, Orte und Details schon schnell nach dem Lesen wieder vergesse - ein äußerst gutes Zeichen als! :)


    1815 an der Küste Venezuelas: die Seute Deern, ein Handelsschiff aus Hamburg, gerät in einen fürchterlichen Sturm und erleidet Schiffbruch - mit ihr die Passagiere Janna und Reinmar, die auf dem Weg nach Angostura sind, um dort zu heiraten und eine Pferdezucht zu gründen. Janna, die durch die tristen Erinnerungen an das durch die Franzosen besetzte Hamburg und ihre geliebten Bücher, in denen sie von fernen Abenteuern gelesen hat, geprägt ist, freut sich schon sehr auf ihre neue, exotische Heimat - doch nun muss sie sich plötzlich mit ganz anderen Dingen beschäftigen. Völlig alleine ist sie an der Flussmündung des Orinocos gestrandet und muss sich in einem wildfremden Land mit einem wortkargen Halb-Indio befassen, der ihre einzige Hilfe zu sein scheint, zurecht finden. Da ist es auch nicht gerade hilfreich, dass zuvor auf der Seuten Deern von einem Kannibalen erzählt wurde, der auf eigene Faust über den riesigen Fluss segelt... Doch sie ist auf Arturo angewiesen, denn Janna möchte schnellstmöglichst nach Angostura ins Landesinnere, wo sie Reinmar wiederzutreffen hofft. Und so beginnt eine abenteuerliche Flussfahrt, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird...


    Die Autorin Isabel Beto hat es mit wundervollen, detailreichen Beschreibungen der Natur und der Menschen geschafft, Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen. Gemeinsam mit Janna hab ich viele neue Dinge über Venezuela gelernt, habe mit ihr förmlich die Spuren Alexander von Humboldts erkundet und mich über die - für uns ungewohnte - Lebensweise der Ureinwohner, den Warao, aber auch der Nachkommen der Konquistadoren, anfangs vielleicht ein bisschen gewundert. Besonders hat mich aber auch - wie schon in früheren Büchern der Autorin - der feine Witz begeistert, der sich vor allem bei Jannas sarkastischen Bemerkungen und ihren Erinnerungen an ihre Großmutter, die gerne unverblümt auf Platt die Wahrheit kundtut, bemerkbar macht - großartig! Aber auch die Figuren sind gekonnt liebevoll gezeichnet, was nicht bedeutet, dass man sie alle lieben muss! Aber sie sind greifbar und glaubhaft - und das in solch (für mich) ungewohnter Umgebung!
    Hinzu kommt, dass historische Fakten in die Geschichte eingearbeitet sind und so ein tolles Bild der damaligen Zeit entsteht: Alexander von Humboldt hat die Ebene des Orinocos tatsächlich kurz vor Janna besucht und seine Aufzeichnungen darüber auch veröffentlicht und auch der Freiheitskampf Simón Bolívars wird geschildert. Vielleicht mag dies für die "klassische" Leserin historischer Romane zu viel der Fakten sein - ich fand die Mischung dieses Romans einfach wundervoll! Die Entwicklung der Hauptfiguren, ihre Verzweiflung und Hoffnung, ihre Ängste und ihre Zuneigung sind toll beschrieben - ebenso die Nebenfiguren wie beispielsweise Jannas Anstandsdame oder Reinmars befreundeter Arzt, die für meinen Geschmack ausreichend Platz bekommen, um nicht nur farb- und seelenlose Staffage zu sein.
    Zum Ende der Lektüre - immerhin fast 550 Seiten - war ich wirklich traurig, dass es mit dem Abenteuer Jannas vorbei ist, naja, zumindest für mich als Leserin. ;) Ich hätte die durch und durch sympathische Frau gerne noch länger begleitet...


    Kurzum: ein kitschfreier, stimmungsvoller Schmöker vor der Kulisse Venezuelas - für mich ein wirklich wunderschönes Leseabenteuer!


    _


    Zur Leserunde:


    Vielen Dank an meine Mitleserinnen - es hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht! :)


    Ein ganz besonders herzliches Dankeschön geht natürlich an Dich, Sabine - Du hast diese Leserunde gewohnt super begleitet und keine Frage offen gelassen! Ich liebe ja Deine Geschichten von Gracia und Anschar, aber auch das Abenteuer von Janna und Arturo sind Dir sehr gut gelungen! Du hast diese Gabe, einen wirklich abzuholen und in eine andere Welt (oder zumindest auf einen exotischen Kontinent) zu entführen... Sabine, ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Spaß beim Schreiben und wünsche mir, dass wir uns hier noch zu zahlreichen Runden lesen! :-*

  • Hier nun auch meine Eindrücke :winken:


    Zum Buch


    Hamburg-Venezuela im 19. Jahrhundert. Die Kaufmannstochter Janna Sievers reist mit Ihrem Verlobten nach Venezuela, um sich dort mit einer Pferdezucht eine Existenz aufzubauen. Das Schiff gerät bei einem Unwetter in Seenot und Janna strandet an der Mündung des Orinoco. Mit dem verschlossenen Halb-Indio Arturo beginnt eine abenteuerliche Flussfahrt. Janna möchte nur zu ihrem Verlobten, wobei Arturo durchaus andere Ziele verfolgt.


    Meine Meinung


    Die Autorin Isabel Beto schafft es mit detailreichen Beschreibungen, die Welt des Südamerikanischen Urwaldes während des Lesens lebendig werden zu lassen. Wie bereits in "Die Bucht des grünen Mondes" kann man fast die artenreiche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt Venezuelas zum Greifen nah spüren. Im Vorgängerroman war der Kautschuk allgegenwärtig, hier geht es nun um Pferdezucht und Kakao.


    Die Hauptprotagonistin Janna Sievers entwickelt sich von einer behüteten Hamburger Kaufmannstochter zu einer jungen Frau, die durchaus dazu imstande ist, auch im venezuelanischen Urwald "ihren Mann zu stehen". Im Laufe des Buches wird ihr klar, dass es wichtigere Dinge gibt als gesellschaftliches Ansehen und Etikette.


    Die Figuren in der Geschichte sind sehr schön ausgearbeitet, sowohl den dandyhaften Verlobten von Janna als auch ihre Großmutter, an die sie oft denkt, konnte ich mir gut vorstellen. Gelegentlich werden Begrifflichkeiten im "Hamburger Platt" eingefügt, die für mich aber nicht immer zur Situation passend wirkten, der einzige winzige Minuspunkt für mich.


    Geschichtliche Hintergründe um Alexander von Humboldt und Simon Bolivar werden fein eingearbeitet und machen aus dem Buch einen historischen Liebesroman mit Spannungselementen, also eine wunderbare sehr unterhaltsame Mischung. Der Schreibstil von Isabel Beto liest sich sehr gut und lässt einen das Buch flugs beenden.


    Zur Leserunde


    Danke an alle für die interessante Runde, der Austausch mit euch war wie immer ganz klasse. Und danke an Sabine, die die Runde perfekt begleitet hat .

    Liebe Grüße Claudia

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()

  • Nach langer Zeit nun auch meine Rezi.



    Inhaltsangabe:



    Fluss der Sehnsucht. 1815: Ein Sturm tobt vor der Küste Venezuelas. Auf der Seuten Deern bangen Janna Sievers und ihr Verlobter Reinmar um ihr Leben. Ihr Ziel: die Stadt Angostura, wo sie mit einer Pferdezucht ihr Glück machen wollen. Zu Hause in Hamburg hat Janna immer mit wohligem Schaudern von den Abenteuern des schiffbrüchigen Robinson Crusoe gelesen. Dass sie sein Schicksal einmal teilen würde, hätte sie nie gedacht – bis sie allein an der Küste des fremden Kontinents strandet. Sie ist auf die Hilfe des wortkargen Halb-Indios Arturo angewiesen, um nach Angostura zu gelangen. Dort hofft sie, Reinmar wiederzufinden. Doch Arturo hat sein eigenes Ziel: den Goldschatz eines sagenumwobenen Inkakönigs an den Quellen des Orinocos. Auf einer schicksalhaften Flussfahrt wird sich Jannas Leben für immer verändern ...



    Meine Meinung:



    Janna ist auf dem Weg mit ihrem Verlobten in ein ganz großes Abenteuer, dieses Abenteuer soll größer werden als die beiden sich je in ihren kühnsten Träumen vorgestellt haben.


    Dabei hat Janna schon von vielen Abenteuern gelesen, denn sie liebt Bücher und ließt von Robinson Crusoe. Als ich das lass war mir Janna direkt doppelt sympathisch, da kann ich einfach nicht anders, Charakteren mit dieser Eigenschaft hab ich einfach gern. Aber nicht nur das gefiel mir an Janna sondern auch ihre unglaubliche Entwicklung in der Geschichte, sie wächst in ihr neues Leben hinein und mit ihren neuen Aufgaben.


    Das die Reise direkt mit einen Schiffbruch startet hätte sich keine erträumen lassen, Janna und Reinmar werden fürs erste getrennte Wege gehen. Janna wird von Arturo, man munkelte auf dem Schiff es soll Kannibale geben, ob Arturo einer ist?


    Arturo hat mir auch gut gefallen, am Anfang wurde ich nicht so richtig warm mit ihm, er ist ziemlich wortkarg und scheint auf den ersten Blick nicht der netteste. Aber Janna und auch der Leser haben viel Zeit um Arturo genauer kennen zu lernen, und ins Herz zu schließen. So ein wilder starker Kerl hat schon was.


    Ganz anders ins Jannas Verlobter Reinmar, er ist eher der Typ Dandy, ein wenig angeberisch von sich selbst überzeugt, und HALLO ein Mann der vier Stunden für seine Morgentoilette braucht und mit Leidenschaft Korsett und Sporen trägt, konnte ich nicht ganz ernst nehmen. Aber er war interessant und hatte auch hin und wieder seine guten Momente.


    Es war eine Abenteuerliche, Romantische Geschichte und auch immer mal wieder bestückt mit spritzigen Humor. Es bleibt immer spannend, man bleibt dadurch am lesen, und zum Schluss hätte ich mir sogar noch ein paar Seiten mehr gewünscht, obwohl es ja schon fast 550 Seiten waren.



    Fazit:



    Abenteuer, Romantik, exotische Welten, Hamburger Platt, Humor und ein wenig Geschichte, all das findet der Leser in diesem tollten Buch, und ich kann es wirklich empfehlen. Mir hat es sehr gut gefallen, ganz besonders die Entwicklungen der Charaktere. Werde bestimmt wenn es mich mal wieder in andere Welten zieht zu einen Buch von Isabel Beto greifen.



    1000 Dank an die tolle Leserunde mit euch und mit dir Sabine! :bussi:

  • Die Moderatorin kriecht mit schlechtem Beispiel als letzte über die Rezensions-Ziellinie :-[

    Meine Rezi


    Venezuela, 1815. Die Hamburger Kaufmannstochter Janna Severs ist mit ihrem Verlobten Reinmar auf dem Weg nach Südamerika, wo sie eine Pferdezucht aufbauen wollen. Doch kurz vor dem Ziel erwischt sie ein schrecklicher Sturm und ihr Boot geht unter. Janna wird an den Strand gespült, doch von ihren Reisebegleitern fehlt jede Spur. Sie wird von dem wortkargen Arturo aufgelesen, doch anstatt dass er sie in die nächste Stadt bringt, nimmt er sie mit auf eine beschwerliche Reise durch das Orinoco-Delta. Wird Janna ihren Verlobten jemals wiedersehen?


    Das Buch liest sich leicht und flüssig, hat aber an einigen Stellen auch so ein bisschen seine Längen. Janna als Person fand ich anfangs etwas nervig, aber sie entwickelt sich. Mit Arturo hatte ich noch mehr Probleme, denn er stellt sich als recht unnahbar heraus – sowohl für Janna als auch für den Leser. Seine Geschichte wird erst ganz zum Ende hin erzählt, leider an einer Stelle, an der ich gar nicht mehr so interessiert an seinem Schicksal war. Die dritte Hauptfigur ist Jannas Verlobter Reinmar. Ohne zuviel verraten zu wollen, war er für mich die tragische Figur in diesem Buch, meine Gefühle ihm gegenüber schwankte ständig Belustigung, Ärger und Mitleid.


    Die Handlung macht einige interessante Wendungen und insgesamt hat es sich doch immer gut gelesen. Die Schilderungen des südamerikanischen Urwaldes und seiner Einwohner sowie die Geschichte des Landes Venezuela zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind hochinteressant und ich habe bei der Lektüre einiges gelernt. Der Autorin gelingt es auch wirklich sehr gut, farbenprächtige Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen, man fühlt sich wie direkt dabei.


    Das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung offen, geplant ist diese allerdings momentan nicht. So bleibt das weitere Schicksal von Janna und Arturo der Phantasie des Lesers überlassen – was ja auch nicht schlecht sein muss!

    zur Leserunde

    Vielen lieben Dank, Sabine, für deine geduldige und immer wieder so ausführliche Begleitung - ich freue mich schon auf die nächste gemeinsame Runde!

  • Wenn ich es richtig sehe, sind hier alle durch - dann beende ich die Runde offiziell und bedanke mich nochmal bei allen Teilnehmern und Sabine!


    Wenn noch nicht geschehen, wäre es schön, wenn ihr eure Rezis auch auf Literaturschock einstellt - eine extra Anmeldung ist dazu nicht notwendig.
    zum Buch

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen