Allgemeine Fragen an Robert Corvus

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  • *gg* ich stell zum ersten Mal eine allgemeine Frage :D


    Ich greife mal etwas aus der Leserunde zu Feind auf:


    [quote author=Bernard]
    [quote author=arwen]


    Du hast geschrieben, daß dich auch Musik inspiriert.
    Mich würde interessieren welche das ist?[/quote]


    Ich höre gern laute Musik für Leute mit langen Haaren.
    8)
    Bei Feind war das zumeist The Vision Bleak. Das Lied A Curse Of The Grandest Kind vom Album Set Sail to Mystery lief oft in Endlosschleife auf meinem Kopfhörer. Vom Headbangen am Schreibtisch muss ich übrigens abraten - die Beule war ziemlich groß.
    :spinnen:
    Wenn es beim Schreiben gut läuft, regele ich die Lautstärke nach und nach hoch. 50/100 brauche ich für einen stimmungsvollen ersten Wurf, bei 100/100 + Mitsingen entstehen meine Glanzpunkte.


    Beim Lesen und beim Korrigieren habe ich es allerdings lieber still.[/quote]


    Gab es auch dieses Mal wieder ein Lied in der Endlosschleife? Und wie viele Beulen musste dein Kopf wegstecken? ;D


  • Gab es auch dieses Mal wieder ein Lied in der Endlosschleife?


    Ganz bestimmt, ich bin mir nur nicht mehr sicher, welches es war. Ich meine mich zu erinnern, dass ich entgegen meiner Gewohnheit bei Knecht einen Popsong in der Endlosschleife hatte, nämlich "Eisblumen" in der Cover-Version von "Eisblume". Es könnte aber auch Evanescence gewesen sein.
    Das Musikhören beim Schreiben ist nach wie vor Teil meiner Routine. Irgendwann kristallisieren sich einige wenige Lieder heraus, die die Stimmung des Buchs besonders gut wiedergeben. Bislang waren es nie die gleichen Lieder bei verschiedenen Büchern - jedes Buch hat also seinen eigenen "Schreib-Soundtrack".



    Und wie viele Beulen musste dein Kopf wegstecken? ;D


    Man glaubt es kaum, aber selbst ich bin lernfähig. Deswegen kann ich mittlerweise beulenfrei schreiben - allenfalls bleiben meine Haare noch an der Tischlampe hängen ... ;)

  • Uff bei dem Lied sollte es doch wenn dann doch das Original sein! ;D


    Musikhören beim Schreiben finde ich gut und wichtig (wenn ich mich am Schreiben versuche ist es bei mir ähnlich).
    Beim Lesen höre ich auch sehr oft Musik, damit die Menschen in der Bahn mich nicht stören :)


    Deine armen Haare ;) ich hoffe sie haben es unbeschadet überstanden.

  • Ich kann nur beim Zeichnen Musik hören, beim Schreiben geht das leider garnicht. Da fließt immer mal wieder Songtext in meinen Text ein und das passt nicht immer. Ich habe es schon mit finnischem Metal versucht, aber da ich finnisch lerne, hilft das auch nicht wirklich.

    Liebe Grüße vom verrückten Kati-Tier

  • Sagt mal sind das hier alles Künstler? Irgendwie hören scheinbar alle beim Schreiben Musik. Ich nehme mal an, es ist nicht das Schreiben in der Leserunde gemeint. Musik ist bei mir ziemlich Stimmungsabhängig. Beim Lesen habe ich es entweder still oder mit Klassik.


  • Man glaubt es kaum, aber selbst ich bin lernfähig. Deswegen kann ich mittlerweise beulenfrei schreiben - allenfalls bleiben meine Haare noch an der Tischlampe hängen ... ;)


    Hihihi, das kenne ich. Ich sitze zwar nicht headbangend am Schreibtisch, aber ich bleibe auch regelmäßig überall mit meinen Haaren hängen. *g*



    Sagt mal sind das hier alles Künstler? Irgendwie hören scheinbar alle beim Schreiben Musik. Ich nehme mal an, es ist nicht das Schreiben in der Leserunde gemeint. Musik ist bei mir ziemlich Stimmungsabhängig. Beim Lesen habe ich es entweder still oder mit Klassik.


    Naja, so ein bisschen müssen wir doch die Klischees des durchschnittlichen Fantasylesers bestätigen, oder? ;) Schreiben kann ich aber auch nicht (in diesem Sinne jedenfalls). Dafür zeichne ich manchmal. Dann hat die Welt aber die Klappe zu halten. ;)

  • Ich glaube, die folgende Frage passt auch gut in diesen Diskussionsfaden:


    Hast du bei dem Entwurf der Schattenherren Vampire als Vorbild gehabt oder sind diese Ähnlichkeiten Zufall?


    Tatsächlich waren die Schattenherren im ersten Entwurf Vampire. Ondrien war ein Imperium, das von Vampiren beherrscht wurde. Die Vampire hielten sich fähige Magier als Günstlinge. Der Arbeitstitel, unter dem ich das Projekt damals angeboten habe, war Die Blutherren.
    In der Arbeit am Exposé kam die Erkenntnis, dass mit Vampiren schon sehr viel gemacht worden war. Mit den Vampiren fiel ich deswegen leicht auf Bekanntes zurück. In der Fantasy möchte man aber als Autor und auch als Leser gern Neues entdecken.
    Ein weiteres Problem ist, dass der Begriff "Vampir" in jedem Leser sofort Assoziationen hervorruft - aber von Leser zu Leser unterschiedliche. Wer mit "Vampir" Bram Stokers Dracula verbindet, hat direkt eine andere Erwartungshaltung, als jemand, der "Nosferatu", "Twilight" oder Louis von Anne Rice vor Augen hat. Als Autor muss ich mich aber für eine bestimmte Ausgestaltung entscheiden und damit notwendigerweise alle Leser, die diese nicht teilen, überraschen - oder gar vor den Kopf stoßen.
    Die düstere Stimmung von Vampirgeschichten gefiel mir aber so gut, dass ich sie bewahren wollte. Die für mich wesentlichen Elemente habe ich deswegen behalten: Eine Affinität zu Dunkelheit und Nacht, suggestive Kräfte, die Abhängigkeit der Menschen, das Stehlen des Lebens, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen.
    Andere Sachen wurden dadurch möglich, dass ich die Vampire "losgelassen" habe. Der Einfluss der drei Monde (die erst durch diesen "Bruch mit dem Liebgewonnenen" überhaupt ins Exposé kamen), in unmittelbarer Folge der Orden der Mondschwerter, alles, was mit den Paladinen zu tun hat, aber auch die eigene, magische Tradition der Osadroi und alles, was mit der inneren Logik der Finsternis zusammenhängt.

  • Finde ich sehr gelungen. Vampire hätten mich wohl eher gelangweilt. Die Osadroi sind etwas neues und eigenes, das macht in meinen Augen viel von der Qualität des Buches aus.


  • Finde ich sehr gelungen. Vampire hätten mich wohl eher gelangweilt. Die Osadroi sind etwas neues und eigenes, das macht in meinen Augen viel von der Qualität des Buches aus.


    Geht mir genauso - bei Vampiren hätte ich sicherlich gar nicht mitgelesen.

  • Geht mir genauso - bei Vampiren hätte ich sicherlich gar nicht mitgelesen.


    :D Zu sehr abgeschreckt durch Twilight?


    Für mich sind Vampire einfach schon ausgelutscht und die ganzen Jugenserien/-romane haben es nicht besser gemacht.


    Außerdem wäre es unglaublich schade, wenn Bernds erschaffene Welt nicht so einzigartig geworden wäre wie sie es nun ist. Dies war nur möglich durch die eigene Erschaffung der Osadroi. 8)


  • Finde ich sehr gelungen. Vampire hätten mich wohl eher gelangweilt. Die Osadroi sind etwas neues und eigenes, das macht in meinen Augen viel von der Qualität des Buches aus.


    Ich bin auch froh, dass es keine Vampire sind, denn ich habe nur zwei wirkliche Vampirromane gelesen Bernds und einen von Bernd empfohlenen. die haben mir wirklich gefallen alle beide, aber andere habe ich angefangen und weggelegt.
    Ich glaube die Entscheidung, die Schattenherren zu erfinden war super!!


  • :D Zu sehr abgeschreckt durch Twilight?


    Für mich sind Vampire einfach schon ausgelutscht und die ganzen Jugenserien/-romane haben es nicht besser gemacht.


    Witzigerweise habe ich so gut wie keine Vampirliteratur bisher gelesen, den einen oder anderen Film zwar gesehen, aber durch den ganzen Hype um die Vamprie, den du auch ansprichst, war das Genre für mich uninteressant geworden :-[

  • Aber Bernds Vampirbuch hast du doch gelesen, oder? Das wurde ja hier in der Leserunde gelesen.
    Ich konnte es nicht wieder aus der Hand legen, obwohl ich es eigentlich nicht lesen wollte.

  • An dieser kleinen Geschichte kann man auch sehen, wie Inspiration üblicherweise arbeitet. Von etwas inspiriert zu sein - einer Figur, einer Idee, einem Handlungsschauplatz, einem Motiv -, bedeutet nicht, es so zu nehmen, wie es ist, und mit einem Hammer in eine Geschichte zu prügeln, bis es halbwegs passt. Der Moment der Inspiration liefert keine fertige Lösung. Er ist der Beginn einer Reise, die dann zu dem fertigen Element führt. So wie die Vampire zu den Osadroi. Diese Reise kann unterschiedlich weit sein. Manchmal ist das Element, wie es in der eigenen Geschichte auftaucht, der sprichwörtliche Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt. Manchmal wird eine Idee über viele Iterationen entwickelt und entfernt sich dabei so weit von ihrem Ursprung, dass dieser nicht mehr zu erkennen ist.


  • Aber Bernds Vampirbuch hast du doch gelesen, oder? Das wurde ja hier in der Leserunde gelesen.
    Ich konnte es nicht wieder aus der Hand legen, obwohl ich es eigentlich nicht lesen wollte.


    Nein, das habe ich nicht gelesen. Feind war meine erstes Buch von Bernd. Wie heißt das Vampirbuch denn?


  • Wie heißt das Vampirbuch denn?


    Es heißt "Sanguis B. Vampire erobern Köln".

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    Dazu gab es auch [url=http://www.leserunden.de/index.php/board,61.0.html]eine Leserunde[/url].


    Da es den van-Aaken-Verlag, in dem das Buch erschienen ist, nicht mehr gibt, kann man es nur noch gebraucht oder bei mir direkt bekommen.