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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Inhalt:
    Der Schattenkönig Elien Vitan ist seines Amtes müde und will sich in die Burg der Alten zurückziehen. Die Tradition verlangt für den Thronwechsel die Anwesenheit aller Schattenherzöge, was in diesem Fall jedoch schwierig ist, weil niemand weiß, nicht einmal der Schattenkönig, wo sich Lisanne aufhält. Sie hat vor Jahrzehnten den Zorn Eliens auf sich gezogen, die Gründe sind unbekannt. Wer es wagt, ihren Namen auszusprechen, muß mit den härtesten Strafen rechnen.
    Elien beauftragt Bren Stonner, den kampferfahrenen General der westlichen Dunkelheit, sich zusammen mit Schattengraf Velon auf die Suche nach Lisanne zu machen. Ein Scheitern der Mission wird Elien Vitan nicht dulden.


    Meine Meinung:
    Mir hat der zweite Band noch besser gefallen als Band 1: während ich im ersten Band öfters das Gefühl hatte, daß mir zwischen den Geschehnissen etwas fehlt, war die Handlung in diesem Buch kompakt und durchgängig.
    Es ist von Vorteil, wenn man den ersten Band Feind gelesen hat, der die Schattenherren und Ondrien aus der Sicht ihrer Feinde beschreibt und einen Einblick in die Lebensweise der Osadroi mit ihren Ritualen gibt.


    Die Handlung in Knecht spielt ca. 50 Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes und ist diesmal aus der Sicht eines Menschen geschrieben, der als General und exzellenter Einzelkämpfer den Schatten dient. Bren Stonner ist absolut loyal gegenüber den Schattenherren, auch wenn er nicht mit allem einig ist, was die Lebensweise der Osadroi angeht.
    Dieser Charakter hat mir sehr gut gefallen, weil er zwar ein Diener der Schatten ist, aber dennoch einen Gerechtigkeitssinn hat bzw. unnötige Grausamkeit als unprofessionell ablehnt.


    Ebenfalls hat mir die Darstellung der Schattengrafen Velon und Gadior sowie der Schattenherzogin Lisanne in diesem Buch sehr gut gefallen. Im Gegensatz zum ersten Band, bei dem man die Schattenherren aus Feindessicht nur als unnahbar und grausam erlebt, treten sie hier differenzierter auf, mit Gefühlsregungen, die überraschen.


    Ein weiterer Charakter, der mir sehr gut gefallen hat, ist die Steuerfrau Kiretta, die mit ihrer Intelligenz und Kombinationsgabe Bren Stonner für sich einnehmen kann und als beste Navigatorin auf See unentbehrlich ist.


    Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist die Reise bzw. die Suche nach Lisanne. Neben bekannten Schauplätzen bereisen die Protagonisten auch unbekannte Orte einschl. dem Meer der Erinnerung.
    Durch die verschiedenen Handlungsplätze lernt man verschiedene Menschentypen kennen, ob das die Piraten von Flutatem oder die Gildemeisterinnen auf der Insel Ejabon-vor-dem-Nebel sind.


    Es gib einige Wendungen in diesem Buch, mit denen ich nicht gerechnet hätte – und zum Schluß gelingt dem Autor wieder eine Überraschung, die mich als Leser gespannt auf den dritten Band warten läßt, der im Januar 2014 erscheinen wird.


    Im Nachhinein würde ich Band 1 nun etwas aufwerten, weil er zusammen mit dem Folgeband stimmiger wirkt.


    Von mir bekommt Knecht die volle Punktzahl und ist aus meiner Sicht ein Buchtipp.


    Zur Leserunde:
    Die Leserunde mit euch hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Das gemeinsame Spekulieren und Analysieren ist einfach immer wieder spannend und bringt einem das Buch noch näher, weil man es durch die Diskussionen intensiver liest. Herzlichen Dank an dich, Bernd, daß du uns wieder so tatkräftig unterstützt hast, das war wieder große Klasse. Und ich hoffe, wir lesen uns alle zum dritten Band hier wieder – seufz, auch wenn wir noch sooooo lange warten müssen :-))


    Meine Rezension habe ich auf folgenden Seiten eingestellt:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks

  • Huhu,


    meine Rezi poste ich auch auf Amazon, Goodreads, Literaturschock und im großen Bücherforum. :winken:


    ***********


    "Die Burg der Alten war jener mystische Ort im ewigen Eis, wo es niemals Tag wurde und wo die Schattenkönige schliefen. Für Jahrtausende."


    Einige Jahrzehnte nach dem letzten Silberkrieg gibt es Neuigkeiten aus dem Schattenreich. König Elien Vitan ist müde und wünscht einen Thronwechsel. Das ist jedoch schwieriger als gedacht, denn das Ritual verlangt nach allen Schattenherzögen. Hierzu zählt auch die verschollene Lisanne! Elien beauftragt unter anderem den General Bren Stonner mit der Suche. Er ist ein starker Taktiker und hat den Schatten bislang treu gedient. Sein eigenes Leben und das seltene Thronereignis der Osadroi hängt von seinem Erfolg ab, er darf nicht versagen. Doch Lisannes Verschwinden stellt ihn vor eine große Herausforderung. Ihre Spur verliert sich im Seelennebel ...


    Nach dem ersten Band FEIND liegt mit KNECHT der zweite Teil der Schattenherren-Trilogie vor. Mit einem spannenden Prolog ist der Einstieg in die düstere Welt der Schatten wunderbar gelungen. Auch wenn die Geschichte nicht nahtlos fortgeführt wird, konnte ich mich gut auf dieses neue Abenteuer einlassen. General Bren Stonner war mir auf Anhieb sympathisch. Er geht mit offenen Augen durch seine Umgebung, er hinterfragt und ist trotzdem schlau genug, entsprechend zu reagieren vor den Schattenherren und dem König. Die Suche nach der verschwundenen Schattenherzogin bekommt durch ihn genau den richtigen Pfiff.


    Als Leser begleitet man Bren und die Schattenherren auf eine lange Reise, die das gesamte Buch über andauern wird. Die Orte machen dabei sehr neugierig und es kommt zu immer neuen Überraschungen. Es gibt den Wald der Faye, den berüchtigten Seelennebel oder auch die alte Hafenstadt im "Fluch der Karibik"-Flair. Dazu gibt es immer wieder Szenen und Beschreibungen aus der Dark Fantasy. Doch die grausame Art passt zur Geschichte und fühlt sich nicht fremd an. Mir kann es nicht gruselig genug sein.


    Der Autor bringt am Ende alle Fäden zusammen und schafft Raum für den großen Showdown. Vorher war alles ein großes Abenteuer mit neuen Eindrücken an jeder Ecke. Jetzt konzentriert sich alles am Königshof, voll gedrängt zwischen Gesandten und Osadroi. Man bekommt beim Lesen fast Beklemmungen, weil plötzlich die Freiheit fehlt. Das Ende ist stimmig und kann nochmals überraschen. Band 3 soll im Frühjahr 2014 erscheinen, meine Vorfreude ist groß!


    ************


    zur Leserunde:


    Es war wieder sehr schön mit euch gemeinsam zu spekulieren und in den düsteren Gefilden abzutauchen.
    Herzlichen Dank an Bernard für deine super Begleitung. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wie intensiv du dabei bist. Wir lesen uns zu Band 3! :)

  • Alles ist relativ



    Nachdem im ersten Teil dieser Trilogie uns die Welt der Schattenkönige vorgestellt wurde und wir diese Welt aus verschiedenen Sichtweisen erlebten, gibt es nun im zweiten Band eine Überraschung. Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hier nicht weiter lesen, denn beim Lesen des ersten Teiles konnte ich mir nicht vorstellen, wie es im zweiten Teil weiter geht und diese Spannung sollte erhalten bleiben.


    Hauptsächlich lernten wir im ersten Teil also die Gesellschaft der Schattenkönige von außen, aus der Sicht der Feinde kennen. Vorsorglich haben wir unser Herz auch nicht zu sehr an die Protagonisten gehängt und dann fleißig spekuliert, wie denn der Held im zweiten Teil zum Zuge kommt, der 50 Jahre später spielt. Ja, und dann hat uns wohl alle überrascht, dass der Knecht, der dem zweiten Teil seinen Namen gibt ein völlig neuer Charakter ist. Ein Knecht, der in der Gesellschaft der Schattenkönige aufgewachsen ist und als Befehlshaber der Armee dieser bzw. dem Schattenkönig auch treu dient mit der Hoffnung selbst zu den Unsterblichen aufsteigen zu können. Wir erleben also diesmal diese Welt aus der Innensicht und der Knecht, Bren Stonner, erobert schnell die Sympathien. Diesmal ist im Wappen auf dem Cover ein grimmig blickender Hund. Ein Hund ist das Symbol für einen treuen Diener und Gefährten. Mit seinen Reißzähnen sieht er gefährlich aus und trotzdem könnte man ihn sich aber sicher als den eigenen Beschützer vorstellen. Im Buch verkörpert Bren einerseits eine menschliche Variante dieses Hundes und ein Hund ist auch sein treuer Begleiter und einziger Freund. Andere Freunde gestattet er sich nicht, denn als General muss er immer damit rechnen, sie in den Tod zu schicken und Vertrauen ist im Reich der Schattenkönige ein seltenes Gut.
    Bren Stonner als General hat seine Prinzipien, seine Handlungen sind nachvollziehbar und im gegebenen Umfeld wirken sie positiv. Deshalb ist man als Leser dann überrascht, wenn er Handlungen begeht, die wir ihm nicht zutrauen wollen. So muss man sich in manchen Szenen ins Gedächtnis rufen, dass es sich bei diesem Sympathieträger um einen treuen Knecht der Schattenkönige handelt, der diese Macht nicht nur anerkennt, sondern auch respektiert.
    Sein König schickt ihn auf die Suche nach Lisanne, der einzigen Schattenherzogin, von der er nicht weiß wo sie sich befindet.


    Lisanne ist eine der Figuren aus dem ersten Teil, die mich sehr beeindruckt hat, die mit ihrem Charisma alle in den Bann schlägt und die majestätische Schönheit der Dunkelheit verkörpert. Sie ist auch die direkte Verbindung zum ersten Teil. Zwischenzeitlich wurde ihr Name geächtet und sie hat sich unauffindbar gemacht. Leider ist sie durch ihr Herz weiterhin in der Gewalt des Schattenkönigs. Dieser möchte aber die einzige, die je gegen ihn aufbegehrt hat disziplinieren. Um das unauffällig zumachen, beschließt er, schlafen zu gehen. Dies verlangt eine Zeremonie an der alle Schattenherzöge teilnehmen müssen, also der beste Vorwand, um auch Lisanne die Botschaft überbringen zu lassen.
    Bren ist der Befehlshaber der Truppe, die den Schattenherzog Velon während der Suche nach Lisanne beschützen soll, Bald schließt sich ihnen ein weiterer Schattenherzog an und durch die unterschiedlichen Reaktionen und Handlungsweisen dieser beiden Herren wird die Welt der Schatten differenzierter und „menschlicher“. Auch die Schattenherzöge haben Angst und nicht nur vor ihrem König. Die Suche nach Lisanne führt durch die Welt, lässt bekannte Orte aus anderer Sicht erscheinen, interessante Wegbegleiter bringen neue Geheimnisse, neue Herausforderungen und neue Emotionen mit, neue Gegenden werden entdeckt. Es ist spannend, gruslig und immer wieder überraschend, welche Phantasie der Autor entwickelt, um dem Leser die Welt der Schattenherren zu zeigen.
    Bren Stonner wird dabei immer wieder in das Zentrum der Handlungen gebracht und wir fiebern mit bei Zweikämpfen und dem Drahtseilakt im Umgang mit den Schattenherzögen. Dabei stellt er sein taktisches Können, seine kämpferische Überlegenheit und seine Klugheit unter Beweis. Man kann sich meiner Meinung nach dem Bann dieses Mannes nicht entziehen. In seiner Welt ist er ein Held.


    Fazit:


    Der zweite Teil hat meine Erwartungen noch übertroffen. Die Welt der Schattenherren hat mehr an Tiefe gewonnen und es ist dem Autor gelungen, einen Helden zu kreieren, der, obwohl General der Schattenherren, meine Sympathie hat, wie andererseits aber auch die grausame, mit Charisma und Schönheit ausgestattete Schattenherzogin Lisanne mich immer wieder beeindruckt. Diese Art negative Personen in den Focus des Lesers zu stellen und mit deren logischer Führung und Entwicklung diesen für sie zu gewinnen finde ich sehr überzeugend und warte deshalb mit Spannung auf den dritten Teil.



    An die Leserunde


    vielen Dank für die Diskussionen und Spekulationen. Dabei lese ich viel intensiver und werde immer wieder auf Passagen aufmerksam gemacht, die ich zu schnell gelesen habe oder anders.
    Vielen Dank auch an Dich Bernd und an Dein Tagebuch. Diese Kommentare an Dein Tagebuch war ne schicke Idee. Auch ich freue mich auf Teil 3. 8)

    Einmal editiert, zuletzt von Rhea ()

  • So, hier kommt endlich mein Fazit, entschuldige Bernd, dass es so lange gedauert hat:


    Zum Buch


    Inhalt
    50 Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Buch „Feind“ plant der Schattenkönig, sich zur Ruhe zu begeben. Für den Thronwechsel ist es allerdings traditionell notwendig, dass alle Schattenherzöge anwesend sind. Schattenherzogin Lisanne ist jedoch seit Jahrzehnten verschwunden, nachdem sie sich mit dem König hart überworfen. So bleibt dem König nichts anderes übrig, als nach ihr suchen zu lassen und schickt den General der westlichen Dunkelheit, Bren Stonner, zusammen mit den Schattengrafen Velon und Gadior auf die Suche nach ihr. Für Bren ist dies eine gute Gelegenheit, seinen Wert zu zeigen und damit seinem Wunsch, selbst Unsterblichkeit zu erlangen, näher zu kommen. Doch die Suche könnte eine Reise ohne Wiederkehr werden, führt sie doch mitten in den Seelennebel hinein, eine gruselige Erscheinung auf dem „Meer der Erinnerung“, in der man den Verstand verliert ...


    Meine Meinung
    Nachdem „Feind“, der erste Teil der Schattenherren-Trilogie, überwiegend aus der Sicht der unterdrückten Menschen erzählt wurde und man als Leser den Grausamkeiten und Schrecken der Unsterblichen oft fassungslos gegenüberstand, wird hier nun die Sichtweise geändert und man erlebt die Schattenherren aus der Perspektive eines ihnen ergebenen Generals. Eines Kämpfers für die Schatten, dessen Wunsch es ist, selbst so bald wie möglich Unsterblichkeit zu erlangen. Man wechselt also quasi die Seiten. Auch wenn diese Geschichte hier für sich alleine stehen kann, finde ich es aber wichtig und sehr viel spannender (gerade wegen des Seitenwechsels) die Vorgeschichte zu kennen. Denn hat man im ersten Teil noch die Schattenherren als schlimme Feinde betrachtet, begleitet man sie nun bei ihrer Mission und wird dabei (emotional) Teil ihrer Gruppe. Ich habe mich im Laufe der Geschichte mehrfach dabei ertappt, dass ich Sympathien entwickelt habe, die ich mir im ersten Buch nicht im Traum vorstellen konnte. Die grausame Ausstrahlung der Schatten ist noch da, aber eine gewisse Faszination ist dazugekommen.


    Der menschliche General Bren Stonner, der den Schatten dient, ist eine vielschichtige Figur. Er unterscheidet sich hier stark von dem Helden Helion aus dem ersten Buch, der mir immer zu glatt und eindimensional erschienen ist. Bren ist ein Mensch, der den Schattenherren ergeben, aber dabei nicht unkritisch ist. Ein Kämpfer, der aber willkürliche Grausamkeiten ablehnt und auch die Unberechenbarkeit der Schatten fürchtet. Und doch den dringlichen Wunsch hat, selbst einer von ihnen zu werden. Ein Wunsch, den man als Leser nicht immer verstehen kann und der oft nicht zu dem Bild passt, das man sich als Leser von Bren macht, den man lieber an der Seite einer abenteuerlustigen Frau wie der sympathischen Piratin Kiretta sehen will. Seine Kämpfe und seine Entwicklung waren spannend zu lesen und ich wusste bis zum Schluss nicht, wie er sich entscheiden wird und ob er die Mission überhaupt überlebt. Denn Robert Corvus ist ein Autor, der seine Protagonisten nicht immer schont.


    Insgesamt empfinde ich die Figuren hier differenzierter beschrieben (nicht nur gut oder böse) und mit mehr Ausstrahlung. Schattengraf Velon strahlte dabei z. T. eine filmreife Coolness aus, die leider nicht zu seiner äußeren Beschreibung passte. Hier muss ich den Autor leider dann doch einmal kritisieren: Graf Velon sieht anders aus! ;) Auch das Setting bot viel Abwechslung. Etwas Fluch-der-Karibik-Flair, etwas Grusel im Seelennebel und eine abenteuerliche Insel, die teilweise so irreal wirkte, als würde man sich in einem (Alp)traum befinden.


    Die Suche nach Lisanne, die Konfrontation mit ihr und das Ende der Mission boten mir viel Spannung in der gewohnt düsteren und grausamen Schattenwelt und lieferten am Ende eine Entwicklung, die sofort neugierig auf den dritten und letzten Teil „Herr“ macht. Für mich war dieses Buch auf jeden Fall kein Lückenbüßer-Mittelteil, sondern eine Steigerung zu Teil eins.



    Zur Leserunde


    Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit euch gemeinsam wieder in die Schattenwelt abzutauchen. Ganz besonders danke ich dir, Bernd, dass du uns wieder so intensiv begleitet hast. Deine Beteiligung war eine Bereicherung für die Runde. :-* Ich freue mich schon auf Buch 3!


    Mein Fazit stelle ich wie gewohnt mindestens wieder bei Literaturschock.de, Amazon und Lovelybooks ein.

  • Ich bitte tausend Mal um Entschuldigung! :anbet:


    Hier meine Rezi:
    „Knecht“ stellt den zweiten Teil der Reihe „Die Schattenherren“ dar. Der Roman knüpft nicht direkt an das Geschehen aus „Feind“ an, sondern spielt 50 Jahre danach. Jedoch basieren die Ereignisse aus „Knecht“ auf den Vorausgegangenen.
    Bren ist ein General im mittleren Alter, welcher im Dienste der Schattenherren steht. Als der Schattenkönig beschließt sich zu Ruhe zu setzen ist es notwendig sämtliche Schattenherzöge zusammen zu rufen. Schattenherzogin Lisanne ist jedoch nach den Ereignissen aus „Feind“ verschwunden und entzieht sich der Macht des Schattenkönigs. Bren bekommt die Gelegenheit seinen Wert für die Schattenherren zu beweisen, als er den Auftrag erhält Lisanne zu finden. Doch birgt diese Reise viele Gefahren.


    Wie bereits in „Feind“ gelingt es Robert Corvus auch in „Knecht“ eine atemberaubende Atmosphäre zu schaffen. Dennoch übertrifft „Knecht“ den Vorgänger bei weitem durch seine detailreichen Beschreibung und die tiefen Erkenntnisse, welche der Leser über die Schattenwelt erhält. Es ist schaurig düster, wie gewohnt, doch schmücken die Details die grausige Stimmung aus und ziehen den Leser in den Bann. Gelungen stellt der Autor aus der Sicht des Generals die Welt der Schattenherren dar und vermag es so auch dem Leser viele aufregende Szenen zu bieten. Durch die einseitige Sicht bleibt dem Leser vieles verborgen. Dies bietet Raum für Interpretationen und eigenen Spekulationen. Robert Corvus räumt keineswegs jedes aufgeworfene Problem aus dem Weg, sondern bietet seinen Lesern Spielräume die Handlungen selbst zu beurteilen.
    Dabei ist Bren eine überaus gut ausgefeilte Figur, die dem Leser einen enormen Einblick verschafft. Erlebnisse werden mit dem Protagonisten verfolgt und wecken auf diese Weise ein weitreichendes Mitgefühl für die Geschehnisse. Der Autor ermöglicht dem Leser einen detaillierten Blick in Brens Gedankenwelt und schafft auf diese Weise eine intime Verbundenheit mit dem Charakter.


    All diese Eigenschaften schaffen eine Tiefe, welche den Roman auszeichnet und den Leser in die Welt der Schattenherren hinein zieht.
    Ein herausragender Fantasyroman, jedoch von äußerst dunklen Motiven geprägt und somit nichts für schwache Nerven.


    Zur Leserunde:
    Spannend, interessant, sichterweiternd!
    Einfach nur gut.
    Vielen vielen Dank Euch allen! Es war toll und ich freu mich Band 3 mit Euch zu lesen.

  • Ich werfe mich neben Phy - ich hätte schwören können, das Fazit schon geschrieben zu haben. :-[


    Nachdem wir im ersten Teil der Schattenherren-Trilogie in deren düstere Welt eingeführt wurden und die Schattenherren ordentlich hassen konnten, wird diesmal der Spieß umgedreht! Wir begleiten General Bren Stonner, der vom Schattenkönig persönlich losgeschickt wird, die abtrünnige Schattenherzogin Lisanne zu finden. Bren zur Seite stehen zwei weitere Schattenherren, die uns weitere Einblicke in die Struktur Ondriens ermöglichen.


    Wie nach "Feind" erwartet, bietet "Knecht" zahlreiche Überraschungen, gruselige Rituale und spannende Kämpfe. Am eindrucksvollsten ist jedoch, wie man, nachdem man in "Feind" nägelkauend den Silberkrieg verfolgte und hoffte, dass die Menschheit die Schattenherren bald ein für alle Mal besiegt, nun auf der Seite Ondriens steht und tatsächlich zittert und hofft, dass alle Ondrier lebend zurückkommen - oder zumindest so lebend, wie es für Schattenherren möglich ist.
    Alle Charaktere sind durchgehend glaubwürdig und bis ins letzte Detail konsequent, sie handeln stets ihrem Charakter entsprechend (was die Geschichte allerdings keine Minute lang berechenbar werden lässt).


    "Knecht" war bis zur letzten Minute spannend und ich glaube, ich kann fast sagen, dass es in besagter letzter Minute noch spannender wurde. Ich freue mich auf den nächsten Teil!



    Die Leserunde war ebenfalls super. Es macht Spaß, zu lesen, was die anderen Leser denken, vor allem, weil man viele Situationen unterschiedlich deuten kann und so viele Male da sitzt und nach allen Spekulationen noch weniger Ahnung hat, was als nächstes passiert, als vorher. Dabei ein besonders großes Danke an dich, Bernd, für alle Tips, Erklärungen und fiesen Grinser an ausgewählten Spekulationsstellen!

  • Schön, dass noch ein paar Eindrücke dazugekommen sind, vielen Dank dafür! :bussi:


    Dann bedanke ich mich noch einmal abschließend bei euch allen für die schöne Runde und hoffe sehr, dass wir uns alle wieder zum dritten Teil lesen werden. :):winken:


  • Dann bedanke ich mich noch einmal abschließend bei euch allen für die schöne Runde und hoffe sehr, dass wir uns alle wieder zum dritten Teil lesen werden.


    Dem schließe ich mich an. Die Begleitung der Leserunde hat mir wieder viel Freude gemacht. Dass Euch allen das Buch gefallen hat, ist natürlich besonders schön. Macht aus Eurem Herzen keine Mördergrube - empfehlt Knecht weiter ... ;)


    Der Abschlussband, Herr, ist inzwischen durch das Lektorat gegangen und beim Setzer. Nach menschlichem Ermessen ist sein pünktliches Erscheinen also gesichert.


  • Macht aus Eurem Herzen keine Mördergrube - empfehlt Knecht weiter ... ;)


    Ja, was denkst Du, wir sind eifrig dabei!!! Zumindest stehen die Bücher ringsum in den Buchhandlungen und dort wo ich auftauche wissen die Verkäuferinnen jetzt auch was da steht ;D

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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  1. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

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