09 - Seite 351 ("Nach dem Auszug ...") bis Ende

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  • Nun mußte ich dringend wissen, wie das Buch ausgeht ;D Nicht wundern, daß ich so vorpresche, aber wir bekommen ab Donnerstag für 4 Tage Besuch, da werde ich nicht großartig zum Lesen und Schreiben kommen; außerdem beginnen 2 neue Leserunden am Freitag bei mir.


    Er entscheidet sich also gegen Lisanne und für seine Unsterblichkeit. Im letzten Abschnitt hatte ich die Befürchtung, daß er womöglich seinen Gang in die Schatten nicht mehr erleben wird, weil Lisanne ihn zuvor aus Rache töten wird, aber das Risiko war wahrscheinlich deutlich kleiner, weil Lisanne im Moment eher geschwächt ist und es sich dann nicht direkt mit dem neuen Schattenkönig verscherzen will.


    Egal, wie er sich entscheidet, er ist in jedem Fall hier der Knecht: ob von Elien oder von Lisanne. Aber es fällt ihm alles andere als leicht, Helion zu töten: er muß sich immer wieder selbst davon überzeugen, daß es richtig ist, was er tut, damit die Zweifel in ihm nicht zu laut werden. Seine Zweifel und die Verzweiflung nach der Tötung Helions hast du sehr gut beschrieben, Bernd. Einerseits ist er nun eigentlich am Ziel seiner Träume, aber glücklich ist er dennoch nicht. Auch die Skrupel, die ihn befallen, als er den alten Gardisten tötet, finde ich sehr gut nachvollziehbar: so viele Opfer für seine Unsterblichkeit. Opfer, denen er nicht auf dem Schlachtfeld gegenübersteht oder die ihm ans Leder wollen. Ich hatte das Gefühl, er ist auch deswegen unglücklich, weil er schlußendlich seine Ideale verkaufen mußte, um zu überleben und in die Schatten gehen zu können.


    Als er Helion tötete, wußte ich in dem Moment, daß das auch das Todesurteil für Kiretta bedeutet, daß sie von Lisanne aus Rache an Bren getötet werden würde. Das war also ihre Rolle, die sie in Ondrien spielen sollte. So ein sinnloser Tod - ich habe zwar nicht damit gerechnet, daß sie das Buch überleben wird, aber ich hätte es ihr gegönnt, wenn sie im Kampf oder auf See gefallen wäre. Noch ein weiteres Opfer für Brens Unsterblichkeit.


    Aber wie gestern schon im vorigen Abschnitt geschrieben: ich kann nicht sagen, wie ich an Brens Stelle entschieden hätte, beide Optionen waren nicht einfach. Aber durch die Entscheidung, Eliens Befehl zu befolgen, hat er immerhin sein Leben behalten, daher war es dann für ihn persönlich doch die richtigerer Entscheidung.


    Der Schattenkönig hält sein Wort und führt Bren in die Schatten, aber wiederum zweifelt er, ob es wirklich die richtige Entscheidung war - dafür ist es nun zu spät. Und wie erwartet, darf er sich nun Lisannes vollem Hass erfreuen.


    Und wieder ist dir zum Schluß eine dicke Überraschung gelungen, Bernd: Alenias hatte ich inzwischen gar nicht mehr auf dem Schirm. Die Fayé werden nun versuchen, die Osadroi auszumerzen, damit die Götter den Fluch von ihnen nehmen werden. Wann kommt noch gleich der dritte Band raus ;D? Im Januar ... *hibbel* Ich bin jetzt sooo gespannt.


    Bernd, Knecht ist ein Hammerbuch, es hat mir sehr gut gefallen 8)


  • Seine Zweifel und die Verzweiflung nach der Tötung Helions hast du sehr gut beschrieben, Bernd.


    Vielen Dank. :)



    Einerseits ist er nun eigentlich am Ziel seiner Träume, aber glücklich ist er dennoch nicht.


    Erinnerst Du Dich an Brens Gespräch mit Alenias beim Auslaufen aus Flutatem? Dort klang bereits an, dass die Unsterblichkeit nicht notwendiger Weise glücklich macht.



    Auch die Skrupel, die ihn befallen, als er den alten Gardisten tötet, finde ich sehr gut nachvollziehbar: so viele Opfer für seine Unsterblichkeit. ... Ich hatte das Gefühl, er ist auch deswegen unglücklich, weil er schlußendlich seine Ideale verkaufen mußte, um zu überleben und in die Schatten gehen zu können.


    Da ist sicher etwas dran. Zudem wird sein unsterblicher Körper nur überleben können, wenn er ihm Essenz zuführt ...



    Und wieder ist dir zum Schluß eine dicke Überraschung gelungen, Bernd: Alenias hatte ich inzwischen gar nicht mehr auf dem Schirm. Die Fayé werden nun versuchen, die Osadroi auszumerzen, damit die Götter den Fluch von ihnen nehmen werden.


    Da hatte ich im ersten Leseabschnitt etwas Sorge, dass ich die Vorausdeutung bereits zu deutlich im Text hatte, als die Beiträge von Phy und Rhea kamen:


    Die Fayé hatten sich - wenn ich mich recht erinnere - mit den Osadroi verbündet und fallen somit als Gegenpartei raus, bis der Schattenkönig wechselt. Das dauert aber noch eine Weile.



    ... Außerdem ist das auch insoweit praktisch, weil alle Verträge nicht mehr bindend sind. Das war es ja, wovor dann auch gewarnt wurde, dass die Verträge zwar bindend sind, aber nur bis zum Herrscherwechsel.


    Aber anscheinend verblasst so etwas ausreichend, wenn der Autor taktisch klug in der Leserunde agiert und das Thema in der Folge vermeidet ... ;D



    Bernd, Knecht ist ein Hammerbuch, es hat mir sehr gut gefallen 8)


    :freu: :freu: :freu:
    Dann mach aus Deinem Herzen keine Mördergrube und erzähl's weiter! ;)


  • Erinnerst Du Dich an Brens Gespräch mit Alenias beim Auslaufen aus Flutatem? Dort klang bereits an, dass die Unsterblichkeit nicht notwendiger Weise glücklich macht.


    Stimmt, jetzt wo du mich daran erinnerst.



    Da ist sicher etwas dran. Zudem wird sein unsterblicher Körper nur überleben können, wenn er ihm Essenz zuführt ...


    Da bin ich ja im dritten Teil auf seine innere Entwicklung als Osadro gespannt.



    Aber anscheinend verblasst so etwas ausreichend, wenn der Autor taktisch klug in der Leserunde agiert und das Thema in der Folge vermeidet ... ;D


    :D



    Dann mach aus Deinem Herzen keine Mördergrube und erzähl's weiter! ;)


    Das mache ich doch gerne ;)


  • Sehr schön, dass Dich das beschäftigt ... :)
    Für die Antworten verweise ich auf den Fortgang der Geschichte. Diese Fragen beschäftigen ja auch die handelnden Figuren.
    Und vielleicht die anderen Leserundenteilnehmer - oder wie seht Ihr das? ;)


    Ich greife hier noch mal das Thema aus dem 6. Abschnitt auf, ich wollte dort nur nicht mehr schreiben, um nicht womöglich etwas zu verraten.


    Das hätte mich ja auch brennend interessiert, was passiert wäre, wenn Helion geheilt worden wäre, ob er Lisanne verlassen hätte oder ob er versucht hätte, sie wiederum zu töten oder ob er sich ihr auch verbunden gefühlt hätte.


    Wenn Lisanne das Silberschwert angefasst hat, dann hat es nur orange bzw. schwach geleuchtet, während es sich bei den anderen Osadroi deutlich rot eingefärbt hat. Bedeutet das, daß Helion evtl. doch nicht so abgeneigt gegenüber Lisanne ist, oder ist es das menschliche Gefühl, daß Lisanne ihm gegenüber hat - oder hat das gar nichts zu bedeuten und ich habe es nur falsch verstanden? :-[

  • Naja leben....
    Ich finde Bren lebt nicht mehr wirklich. Warum macht er so was!
    Ich hatte bis zuletzt, d.h. bis er den alten Kämpfer so heimtückisch umbrachte, die Hoffnung, er überlegt es sich noch.
    Eigentlich dachte ich, dass er schon erkannt hatte, welche Nachteile die Unsterblichkeit hat. Ja, es stimmt, er war der knecht des Schattenkönigs, aber er war auch der Schildträger Lisannes, die, wenn auch aus Liebe, aber eben nicht in allem gehorsam war, keine 'Schleimerin sozusagen. Sie war mir trotzt allem immer lieber als ER.
    Mußte er sich nicht ausrechnen, den Hass Lisannes auf sich zu ziehen? Er ist doch sonst so schlau, wägt alles ab. Konnte er sich nicht ausrechnen, dass Kiretta in Gefahr ist Liebe gegen Liebe? Hatte er keine Angst vor ihrer Rache? Wie konnte er davon ausgehen, dass ihre Rache weniger schlimm sei als die des Schattenkönigs?
    Nun wird es im letzten Teil wohl um die Machtverteilung gehen. Das an sich würde mich nicht interessieren. Aber ,wie ich Bernd kenne, gibt's bestimmt auch wieder was Neues, was mich mit dieser Entscheidung Brens versöhnen kann, oder? eigentlich geht das ja nicht.


  • Aber durch die Entscheidung, Eliens Befehl zu befolgen, hat er immerhin sein Leben behalten, daher war es dann für ihn persönlich doch die richtigerer Entscheidung.



    Ich finde Bren lebt nicht mehr wirklich. Warum macht er so was!


    Es steht also 1:1, was die Bewertung von Brens Entscheidung angeht. ;D Ich bin gespannt, wie das "Match" innerhalb dieser Leserunde ausgehen wird ...


    Ja, es stimmt, er war der knecht des Schattenkönigs, aber er war auch der Schildträger Lisannes, ...


    Spannende Frage: Was von beidem war er mit mehr Freiwilligkeit? Der Schattenkönig lockt und erpresst ihn, zu Lisanne fühlt er sich hingezogen, aber gerade dieses Gefühl erscheint ihm falsch, von außen = von Lisanne hineinmanipuliert ...



    Mußte er sich nicht ausrechnen, den Hass Lisannes auf sich zu ziehen? Er ist doch sonst so schlau, wägt alles ab. Konnte er sich nicht ausrechnen, dass Kiretta in Gefahr ist Liebe gegen Liebe? Hatte er keine Angst vor ihrer Rache? Wie konnte er davon ausgehen, dass ihre Rache weniger schlimm sei als die des Schattenkönigs?


    Mit der Aktion gegen Kiretta hat er eventuell nicht gerechnet, weil sie nicht seiner Logik entspricht? Er ist ein Soldat, der seine Gegner tötet, aber in seiner Zeit als General hat er "Kollateralschäden" zu vermeiden versucht - das benennt der Schattenkönig bei ihrer ersten Begegnung als Brens Schwäche, weil es der Truppenmoral schadet.
    Wenn er nur sich selbst als Ziel des Hasses gesehen hat, dann stellt sich die Frage, in welchem Lager ist er sicherer?
    Kann Lisanne ihn gegen den Schattenkönig schützen?
    Kann Lisanne wagen, ihn gegen den Willen des Schattenkönigs unsterblich zu machen?
    Kann der (neue) Schattenkönig ihn gegen Lisanne schützen?



    Nun wird es im letzten Teil wohl um die Machtverteilung gehen. Das an sich würde mich nicht interessieren. Aber ,wie ich Bernd kenne, gibt's bestimmt auch wieder was Neues, was mich mit dieser Entscheidung Brens versöhnen kann, oder? eigentlich geht das ja nicht.


    Band 1: Die Schatten aus Sicht eines ihrer Feinde.
    Band 2: Die Schatten aus Sicht eines ihrer Knechte.
    Band 3: Die Schatten aus Sicht eines Schattenherrn ... Da geht es auch um die Verteilung von Macht, vor allem aber um den Weg immer tiefer in die Nacht. Bren kennt die Schatten - aber nur von unten. Er wird sich sehr schnell in einer gänzlich neuen Position bewähren müssen. Und es wird wieder mehr als nur eine Perspektivfigur geben, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben werden (was auch bedeutet: Jetzt kann wieder jeder jederzeit sterben, und die Geschichte kann dennoch weitergehen ...).


  • Ich denke, daß Bren tatsächlich nicht damit gerechnet hat, daß Kiretta das Opfer seiner Entscheidung gegen Lisanne werden könnte. Und die Frage, wer Bren gegen wen schützen kann, ist eine sehr gute Frage: wie ich schon im vorigen Abschnitt geschrieben habe, Bren steckt hier in einer ziemlichen Zwickmühle, und egal, wie er sich entscheidet, gewinnt er nicht nur mit seiner Entscheidung, sondern verliert auch dabei.


    Dem Schattenkönig ist er schon immer ergeben gewesen, bei Lisanne war das Gefühl, ihr mit Haut und Haaren ergeben zu sein, nur so stark, wenn sie in seiner Nähe war.
    "Kann Lisanne ihn gegen den Schattenkönig schützen?" und "Kann Lisanne wagen, ihn gegen den Willen des Schattenkönigs unsterblich zu machen?": Lisanne ist noch geschwächt, sie lebte die letzten 30 Jahre in Verbannung und wer weiß, ob der neue Schattenkönig ebenso viel auf Lisanne hält wie Elien. Außerdem, könnte sich Bren wirklich darauf verlassen, daß Lisanne ihm hilft, sobald sie ihr Ziel, Helion zurückzuholen, erreicht hat?


    "Kann der (neue) Schattenkönig ihn gegen Lisanne schützen?" Gute Frage, ob er es kann und will. Die Drohung, daß Bren einen langen und schmerzhaften Tod sterben würde, nimmt er schon ziemlich ernst, denn wenn er tot ist, ist er tot, da gibt es dann nichts zu rütteln. Aber sein höchstes Ziel ist es, unsterblich zu werden. Warum eigentlich? Streben nach Macht oder Angst vor dem Tod? Das Machtstreben konnte ich eigentlich bei ihm nicht so wirklich erkennen. Aber wenn er unsterblich ist, dann kann er wenigstens noch irgendwie handeln, wie wenn er tot wäre. Ob das allerdings das bessere "Leben" ist, muß sich noch zeigen.


    Keine Frage, ich hätte beide Varianten interessant gefunden: Bren steht zu Lisanne und schützt Helion. Wie hätte Helion sich verhalten? Wie Lisanne? Was wäre weiterhin mit Bren geschehen?
    Aber nun mitzubekommen, wie Bren die Unsterblichkeit von Anfang an erlebt, finde ich auch sehr spannend - und wie er sich vor der Rache Lisannes schützen will.

  • Ich wäre vermutlich wie er der Meinung gewesen, dass Lisanne mich nicht schützen kann, aber irgendwie hatte sich Bren in dieser Geschichte so zu einem "Helden" entwickelt, dass ich ihm Verrat nicht zugetraut habe und ein Schildträger einer solchen Schönheit zu sein, sei des Sterbens wert. Besonders hat mich aber geärgert, dass er dem Krieger keine Chance gibt, obwohl er zunächst von dem Kampf gegen ihn ein Schicksalszeichen erwartet. Er greift ihn ohne Vorwarnung an. Das passt nicht zu ihm, bei aller Ergebenheit zum Schattenkönig, dem er natürlich "freiwillig" dient. Wenn man überlegt, wer ihn weniger manipuliert, dann muß man auch einbeziehen, dass er schon als Kind zum Kult gegeben wurde, ähnlich wie Liola scheinbar. Dann ist er natürlich auf den Schattenkönig geprägt.

  • Band 1: Die Schatten aus Sicht eines ihrer Feinde.
    Band 2: Die Schatten aus Sicht eines ihrer Knechte.
    Band 3: Die Schatten aus Sicht eines Schattenherrn ... Da geht es auch um die Verteilung von Macht, vor allem aber um den Weg immer tiefer in die Nacht. Bren kennt die Schatten - aber nur von unten. Er wird sich sehr schnell in einer gänzlich neuen Position bewähren müssen. Und es wird wieder mehr als nur eine Perspektivfigur geben, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben werden (was auch bedeutet: Jetzt kann wieder jeder jederzeit sterben, und die Geschichte kann dennoch weitergehen ...).


    Hoffentlich wird es nicht ein Machtspiel, das nur auf Intrigen beruht? Und wenn Du Lisanne sterben läßt bin ich Dir böse :kommmalherfreundchen:


  • Wenn man überlegt, wer ihn weniger manipuliert, dann muß man auch einbeziehen, dass er schon als Kind zum Kult gegeben wurde, ähnlich wie Liola scheinbar.


    Bren kennt den Kult sehr gut, weil seine Mutter eine Seelenbrecherin war. Er selbst war nie Kleriker, sondern kam mehr nach seinem Vater. Als seine Mutter zur Dunkelruferin erhoben wurde, hat der Kult von ihr verlangt, die Verbindung zu ihm zu lösen. Ab da hat er ausschließlich bei seinem Vater gelebt. Die Details müssten im zweiten Leseabschnitt stehen, als er erstmals der Nachtsucherin in Karat-Dor begegnet.


    Trotzdem sind Bren, wie jedem Ondrier, die Lehren des Kults vertraut. Er ist kein Paladin wie Helion, der vielleicht tatsächlich den alten Gardisten hätte gehen lassen oder einen fairen Kampf angeboten hätte. Als Offizier achtet Bren (sicher auch unbewusst) auf eine Etikette, die die Truppe zusammenhält, aber solche Verhaltensregeln einem Feind gegenüber sind einem Knecht der Schatten eher fremd ...


  • Hoffentlich wird es nicht ein Machtspiel, das nur auf Intrigen beruht? Und wenn Du Lisanne sterben läßt bin ich Dir böse :kommmalherfreundchen:


    Nein, die Intrigen halten sich im Rahmen. Einige der Protagonisten neigen zu durchaus handfesten Aktionen. ;)
    Da es der Abschlussband der Trilogie ist, wird allerdings anschließend niemand mehr gebraucht - und schon beim Auftaktband hatte ich keine Hemmungen, den Protagonisten abtreten zu lassen. Insofern ist keine Figur vor der Sense des Autors sicher ... ;D
    Aber es wird auch Überlebende geben - nicht, dass Ihr denkt, ich plane die Tabula Rasa.


  • Da es der Abschlussband der Trilogie ist, wird allerdings anschließend niemand mehr gebraucht - und schon beim Auftaktband hatte ich keine Hemmungen, den Protagonisten abtreten zu lassen. Insofern ist keine Figur vor der Sense des Autors sicher ... ;D


    Ha, wußten wir es doch :D


  • [Trotzdem sind Bren, wie jedem Ondrier, die Lehren des Kults vertraut. Er ist kein Paladin wie Helion, der vielleicht tatsächlich den alten Gardisten hätte gehen lassen oder einen fairen Kampf angeboten hätte. Als Offizier achtet Bren (sicher auch unbewusst) auf eine Etikette, die die Truppe zusammenhält, aber solche Verhaltensregeln einem Feind gegenüber sind einem Knecht der Schatten eher fremd ...


    Aber er denkt doch noch darüber nach, dass er hier jemandem seiner Art gegenüber steht. Naja, wie gesagt, irgendwie ist Bren eben zu einem Helden geworden in meiner Sicht und zwar mehr als Helion. Da fällt es schwer, wenn er vom Sockel rutscht.


  • Aber er denkt doch noch darüber nach, dass er hier jemandem seiner Art gegenüber steht.


    Das stimmt. Er hat da durchaus einen Konflikt in sich und hätte sich auch anders entscheiden können. Letztlich gibt es Argumente für verschiedene Handlungsweisen, es gibt nicht die eine, in der er alles richtig macht und völlig mit sich im Reinen ist. Er muss eine Entscheidung treffen - und trifft sie für den Schattenkönig und für seine eigene Unsterblichkeit, die offenbar in diesem Moment schwerer in seinem Herzen wiegen.

  • Wow.


    Das was ich nicht erwartet hatte war Kirettas Tod. Aber, so böse das nun klingt, sie war mir auch nicht wichtig genug mir Gedanken in diese Richtung zu machen. Ich ging nur davon aus, dass sie und Bren wohl nun kein Paar mehr sein können.
    Ich glaube das Bren noch stark an sein sterbliches Leben gebunden ist, deswegen trifft ihn Kirettas Tod auch so. Allerdings geht er vermutlich nach Außen stärker damit um als Lisanne mit dem Verlust von Helion.


    Und Bernd so ist das nun mal wenn man aufmerksame Leser hat. Wir hatten die Fayé von Anfang an im Visier! ;D


    Ich finde das Ende wirklich gelungen. Das Buch empfand ich spannend bis zu Letzt. Es war mir auch klar, das Bren tatsächlich unsterblich wird. Es wäre zu banal gewesen das Ende von Teil 1 zu wiederholen. Sehr gut fand ich, dass der Teil beschrieben wurde, der uns bei Lióla fehlte. Diese Empfindungen sind wirklich gut rübergekommen.


    Der dritte Teil wird dann wohl ein wahres Gemetzel. Und ich muss sagen: ich hänge nicht so sehr an Lisanne wie an Bren. Aber wer weiß, ob die Schattenherren den dritten Band als "Art" überhaupt überleben. Vielleicht gelingt den Fayé ihr Vorhaben? Ich hoffe, dass wir weiter aus der Sicht von Bren den Kult kennenlernen. Es wäre ja auch garnicht schlecht, da Bren es nun auch selbst erst auf diese Weise entdeckt.


    Interessant ist, dass der Schattenkönig Bren dazuholt. Vermutlich weil er bei der Suche nach Lisanne beteiligt war und ebenfalls den Seelennebel befahren hat. Aber eigentlich ist er doch ein kleiner Wurm unter den Schattenherren? Ich vermute mal, dass er in Teil drei einige Aufträge erhält und schnell in der Gunst des neuen Königs steigen wird.


    Seine Umwandlung war sowieso recht unüblich nehme ich an? Normal muss man sich ja erst einen Namen bei einem Schattenkönig machen, Bren hat da einen ordentlichen Vertrauensvorschuss bekommen. Außerdem finden solche Rituale doch recht selten statt? Vermutlich war Liólas das letzte davor?


    Ich denke es wird sicherlich nicht nur höfische Intrigen geben, es steht schließlich ein Krieg bevor. Ein Krieg zwischen Unsterblichen!


    So wann lesen wir Teil 3? >:D


    Edit: Was mir noch einfällt ;) ich habs doch gesagt, Bren wird sich bewusst, dass Lisannes Anwesend Einfluss auf ihn nimmt und erforscht in ihrer Abwesenheit seine wahren Gefühle.


    Uuuuund:
    Velon!
    Der wird im nächsten Band sicherlich auch eine große Rolle bekommen. Er scheint jedenfalls Interesse daran gehabt zu haben, dass Bren in die Schatten geführt wird. Vermutlich wusste er auch um den Auftrag und Eliens Versprechen. Vielleicht hat er es sogar in die Wege geleitet? "Gebt ihm einen letzten Auftrag, er hat es verdient danach in die Schatten geführt zu werden"?
    Und Widaja und Gadior sehen wir sicher auch wieder.
    Ich bin ganz hibbelig :D

    Einmal editiert, zuletzt von Phy ()

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