09 - Seite 351 ("Nach dem Auszug ...") bis Ende

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  • Ich denke das ist das Resultat seiner inneren Kämpfe. Er war wütend auf sich, auf das Schicksal, dass ihn zwang so etwas zu tun. Er weiß, dass er auf alle Fälle einen Fehler macht und schlägt zu, weil er nicht sterben will. Für mich die pure Verzweiflung und Wut, die das zerstört, was die Ursache seines Problems ist. Er kann diese Tat nicht kühl und überlegt tun.


    Ich habe es ebenfalls wie Rhea gesehen.


  • Einmal allgemeiner gefragt: Wie gefallen Euch die Figuren in Knecht - vielleicht auch im Vergleich zu Feind? Rhea hat ja ihre Präferenz für Bren gegenüber Helion bereits erwähnt - welcher Hauptfigur ist den anderen lieber? Mögt Ihr lieber eine Geschichte komplett aus einer Perspektive, oder hat Euch der häufigere Wechsel in Feind besser gefallen?


    Sind solche Sachen wie das Who is Who interessant für Euch, um noch etwas zusätzlichen Hintergrund zu erhalten?


    Ich fand das "Who is Who" sehr hilfreich, weil man über die einzelnen Figuren noch ein paar Hintergründe erfahren hat bzw. ich in meinem Kopf nochmal die Protagonisten aus Feind auffrischen konnte ;D


    Mir hat Bren auch besser als Helion gefallen, weil er facettenreicher als Helion ist.

  • Puh, was ein Ende! Da habe ich beim letzten Abschnitt noch gesagt, dass Alenias sich ranhalten muss damit, allen in den Rücken zu fallen, und dann wartet er tatsächlich noch bis fast zur letzten Seite. Aber das hatte es ja auch mal in sich! Eine spannende Wendung. Hätten sie das mal früher gewusst, wäre Feind vielleicht anders ausgegangen.


    Ich bin froh, dass Bren sich gegen Lisanne entschieden hat. Ich gönne ihm die Unsterblichkeit, so bescheuert das auch klingen mag, nach dem ersten Teil :vogelzeigen: Dass Lisanne das Buch überlebt, hatte ich übrigens nicht so wirklich erwartet. Irgendwie hatte ich erwartet, dass sie noch irgendwas versucht und der Schattenkönig die Geduld verliert. Von daher hatte ich auch nicht damit gerechnet, noch von ihrer Rache für Helion zu lesen, wobei die Wahl der Methode an sich ja wenig überraschend ist.
    Ich finde es auch klüger, sich gegen Lisanne als gegen den Schattenkönig zu stellen. Lisanne ist immer noch "nur" eine von mehreren Schattenherzögen, wohingegen es nur einen Schattenkönig gibt und wenn man es sich mit dem verscherzt, kann man gleich lachend in die Silbergrube springen.



    Ich denke das ist das Resultat seiner inneren Kämpfe. Er war wütend auf sich, auf das Schicksal, dass ihn zwang so etwas zu tun. Er weiß, dass er auf alle Fälle einen Fehler macht und schlägt zu, weil er nicht sterben will. Für mich die pure Verzweiflung und Wut, die das zerstört, was die Ursache seines Problems ist. Er kann diese Tat nicht kühl und überlegt tun.


    Das sehe ich ähnlich wie Rhea, wobei ich mich auch erst gefragt hatte, was das sollte. Das war mir doch etwas zu unelegant. Interessant fand ich dabei auch, dass er nicht auf den Kopf losgeht. Normalerweise, wenn man jemanden zermatscht, tut man das ja, um dem Zermatschten die Identität zu nehmen und damit sich selbst vielleicht auch einen Teil Schuldgefühle. Bitte weist mich jetzt nirgends ein nach diesem Satzbeginn :spinnen:


    Ich persönlich beobachte Velon jetzt mit genauso gerunzelten Augenbrauen wie vorher Alenias. Ich vermute, wie Bren, dass es Velon war, der die Sache mit den Ghoulen eingefädelt hat und ihm war sicher bewusst, dass das zu Brens Unsterblichkeit führen würde. Velon plant da was, ich rieche einen großen, fiesen Masterplan im Hintergrund.
    Jittaras Verhalten fand ich etwas merkwürdig, aber vielleicht wusste auch sie, auf welchem Weg Bren war und wollte sich keinen Osadro zum Feind machen. Damit wäre sie klüger und vorausschauender als bisher gedacht.


    Als Charakter gefiel mir Bren auch besser als Helion, aber Lióla vermisse ich immer noch. ;) Ich hätte gern gesehen, wie sie sich als Osadra schlägt.


  • Einmal allgemeiner gefragt: Wie gefallen Euch die Figuren in Knecht - vielleicht auch im Vergleich zu Feind? Rhea hat ja ihre Präferenz für Bren gegenüber Helion bereits erwähnt - welcher Hauptfigur ist den anderen lieber?


    Ich stehe eindeutig auf der dunklen Seite der Macht. ;D Ich habe lieber Bren begleitet, als Helion. Irgendwie finde ich die düstere Stimmung bei den Schatten sehr viel spannender.


    Zitat von Bernard

    Mögt Ihr lieber eine Geschichte komplett aus einer Perspektive, oder hat Euch der häufigere Wechsel in Feind besser gefallen?


    Bis zu zwei Perspektiven bzw. kleine Einstreuer sind für mich völlig ok. Sobald es mehr wird, muss man sich so oft umstellen. Ich fand also den Aufbau in Knecht viel angenehmer.


    Zitat von Bernard

    Sind solche Sachen wie das Who is Who interessant für Euch, um noch etwas zusätzlichen Hintergrund zu erhalten?


    Unbedingt! :)



    Ich denke das ist das Resultat seiner inneren Kämpfe. Er war wütend auf sich, auf das Schicksal, dass ihn zwang so etwas zu tun. Er weiß, dass er auf alle Fälle einen Fehler macht und schlägt zu, weil er nicht sterben will. Für mich die pure Verzweiflung und Wut, die das zerstört, was die Ursache seines Problems ist. Er kann diese Tat nicht kühl und überlegt tun.


    Ok, das leuchtet mir ein. Da kamen wohl einige Faktoren zusammen.

  • Bis zu zwei Perspektiven bzw. kleine Einstreuer sind für mich völlig ok. Sobald es mehr wird, muss man sich so oft umstellen. Ich fand also den Aufbau in Knecht viel angenehmer.


    Ich dagegen finde es gerade bei einem Buch mit zwei so gegensätzlichen Seiten interessant, aus beiden Sichtweisen zu lesen. ;D Wobei bei nur einem Sichtpunkt natürlich die Bindung zum Hauptcharakter fester wird, was mir in diesem Falle aber eher Angst machte. :D


  • Ich bin froh, dass Bren sich gegen Lisanne entschieden hat.


    In dieser Leserunde scheint sich eine Mehrheit für den Schattenkönig herauszukristallisieren. :)



    Von daher hatte ich auch nicht damit gerechnet, noch von ihrer Rache für Helion zu lesen, wobei die Wahl der Methode an sich ja wenig überraschend ist.


    Wie schon Lisanne selbst sagte: Das ist erst der Anfang. Auch bei der Rache können sich Unsterbliche Zeit lassen.



    Interessant fand ich dabei auch, dass er nicht auf den Kopf losgeht.


    Das ist übrigens tatsächlich eine psychologische Sperre: Einem psychisch gesunden Menschen fällt es sehr viel schwerer, jemandem ins Gesicht zu schlagen, als irgendwo anders hin.



    Jittaras Verhalten fand ich etwas merkwürdig, aber vielleicht wusste auch sie, auf welchem Weg Bren war und wollte sich keinen Osadro zum Feind machen. Damit wäre sie klüger und vorausschauender als bisher gedacht.


    Ein interessanter Gedanke! Trauen die anderen Jittara auch so viel zu?


  • Ein interessanter Gedanke! Trauen die anderen Jittara auch so viel zu?


    Ich kann Jittara schwer einschätzen, wie clever sie tatsächlich ist. Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß das ein Grund für ihr Friedensangebot an Bren ist, nachdem sie anfänglich so überheblich war. Oder aber sie hat andere Pläne ...

  • Ich kann Jittara schwer einschätzen, wie clever sie tatsächlich ist. Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß das ein Grund für ihr Friedensangebot an Bren ist, nachdem sie anfänglich so überheblich war. Oder aber sie hat andere Pläne ...


    Hätte sie dann nicht versucht ihn daran zu hindern? Zumindest aus Neid?

  • Hätte sie dann nicht versucht ihn daran zu hindern? Zumindest aus Neid?


    War sie vielleicht eingeschüchtert, daß Velon, Gadior und der Schattenkönig zu Elien halten? Oder sie hat wirklich andere Pläne für die Zeit des neuen Schattenkönigs. Bernd, spielt Jittara im 3. Band noch eine Rolle?

  • Und viele davon werden wohl dem Henkersbeil des Autors zum Opfer fallen :D


    Dass sie eingeschüchtert war kann ich mir gut vorstellen. Immerhin hätte sie verhindert dass Bren den Willen des Schattenkönigs ausgeführt hätte. Das wäre vermutlich ihr sicherer Tod gewesen.

  • Wiedermal stehe ich nicht auf der Seite der Mehrheit. :(
    Lisanne ist mir wesentlich sympatischer als der Schattenkönig. Die Schattenkönige erscheinen mir so nichtssagend abgeklärt. Sie haben eine solche Macht, dass ihnen eigentlich nur langweilig sein kann. Ich könnte mir vorstellen, dass sie die Osadroi nur benutzen um ein wenig Theater zu haben. Ich frage mich nämlich schon die ganze Zeit, was den Schattenkönig eigentlich so wild darauf gemacht hat, Lisanne ihren Helion nicht zu gönnen. Sie wäre seiner bestimmt schnell überdrüssig geworden. Was man nicht haben kann hat immer mehr Reiz, als das was man hat. Wenn Ehepaare sich schon nach ein paar Jahrzehnten miteinander langweilen, was dann erst, wenn man hunderte von Jahren Zeit hat. Gefährlich kann Helion auch niemanden werden. Ich denke, dieser Zwist zwischen Bren und Lisanne ist sein Geschenk an den nächsten Schattenkönig. Da hat der ein wenig Abwechslung.


    Zitat

    Und viele davon werden wohl dem Henkersbeil des Autors zum Opfer fallen


    Wenn es ja das Henkersbeil wäre, ich glaube nicht an so saubere Todesarten bei Bernd

  • Mir ging es weder um den Schattenkönig noch um Lisanne. Ich wollte im dritten Band Bren wieder begegnen. Und ich denke uns allen ist klar, dass Bren nur so "überleben" (irgendwie das falsche Wort... vielleicht "weiterexistieren"?) konnte, indem er sich gegen Lisanne entschied.


  • Wenn es ja das Henkersbeil wäre, ich glaube nicht an so saubere Todesarten bei Bernd


    :totlach:



    Mir ging es weder um den Schattenkönig noch um Lisanne. Ich wollte im dritten Band Bren wieder begegnen. Und ich denke uns allen ist klar, dass Bren nur so "überleben" (irgendwie das falsche Wort... vielleicht "weiterexistieren"?) konnte, indem er sich gegen Lisanne entschied.


    Das sehe ich genauso. Für Bren und sein Ziel der Unsterblichkeit war es am klügsten, sich gegen Lisanne zu entscheiden. Eine Schattenherzogin zur Feindin zu haben, ist fies. Einen Schattenkönig zum Feind zu haben, wischt einen von der Bildfläche.

  • Entschuldigt, ich war durch einen fiesen Magen-Darmvirus mit nun anschließender Erkältung etwas ausgeknockt und hatte entsprechend nicht viel Energie, mir viele Gedanken zu machen.



    Ich kann Jittara schwer einschätzen, wie clever sie tatsächlich ist. Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß das ein Grund für ihr Friedensangebot an Bren ist, nachdem sie anfänglich so überheblich war. Oder aber sie hat andere Pläne ...


    Jittara kann ich auch schwer einschätzen. Ihr Verhalten Bren gegenüber kam mir an der Stelle sehr merkwürdig vor. Für mich fühlte es sich nicht ehrlich an, sondern nach Intrige, bzw. Mittel zum Zweck. Es könnte einen vorausschauende Positionierung sein, aber ich glaube auch noch an eigene Pläne und bin gespannt, was sie mit ihrem Verhalten bezweckt und/oder ob sie irgendwas manipulieren will.



    In dieser Leserunde scheint sich eine Mehrheit für den Schattenkönig herauszukristallisieren. :)


    Interessanter finde ich auf jeden Fall Lisanne. Und Bren. Die Entscheidung für den Schattenkönig kann ich aber gut mittragen, wenn auch nicht aus Sympathiegründen. ;) Aber aus "akuten Überlebensgründen" ist hier Brens Wahl für den Schattenkönig nur richtig. Mit dem nächsten Problem, nämlich Lisanne, kann er sich später noch auseinandersetzen. Zumindest ist er nun dafür noch "am Leben". Umgekehrt wäre das Spiel jetzt für ihn zu Ende, schätze ich mal. ;) Und das weitere Nebeneinander von Lisanne und Bren ist nun natürlich besonders interessant. Ich habe etwas Angst um Bren... :schwitzen:



    Einmal allgemeiner gefragt: Wie gefallen Euch die Figuren in Knecht - vielleicht auch im Vergleich zu Feind? Rhea hat ja ihre Präferenz für Bren gegenüber Helion bereits erwähnt - welcher Hauptfigur ist den anderen lieber? Mögt Ihr lieber eine Geschichte komplett aus einer Perspektive, oder hat Euch der häufigere Wechsel in Feind besser gefallen?


    Sind solche Sachen wie das Who is Who interessant für Euch, um noch etwas zusätzlichen Hintergrund zu erhalten?


    Bren gefällt mir auch viel besser als Helion. Helion war mir zu glatt, Bren bietet mehr interessante Eigenschaften und Widersprüche, finde ich. Aber Feind bot ja dafür andere sehr interessante Figuren, z. B. Lióla. Beide Geschichten hatte spannende Figuren.Hier in Knecht war man aber irgendwie näher an ihnen dran. :-\


    Was die Perspektive betrifft, mag ich in Geschichten beides. Eine/wenige Perspektiven, aber auch viele (dann aber eher in mehrteiligen Reihen, ab ca. drei Büchern, die Zeit bieten, die Figuren richtig kennenzulernen). Beides mag ich, jedes liest sich aber auch anders, weswegen ich das nicht vergleiche und auch nicht eines dem anderen vorziehe.


    Hintergrundinformationen mag ich immer sehr gerne. Die sollte es ruhig öfter geben.


  • Vielen Dank für Dein Leserundenfazit, odenwaldcollies.
    Auch von den anderen würde ich mich über ein Leserundenfazit freuen. ;)


    Bekommst du :anbet: allerdings erst zum Wochenende hin. Bis dahin haben Büchner und Rilke Vortritt, wenn auch nicht ganz freiweillig :(
    Ich hoffe solange kannst du dich noch gedulden :-[ tut mir leid. Krankheit & Bachelorarbeit waren zu viel des Guten.