06 - Seite 237 bis 277 (Anfang Kapitel FEUER bis "Gehen wir.")

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  • Velon und Gadior haben nun ein Druckmittel gegen Goran in der Hand. Mit 8 Jahren in die Schatten zu gehen, ist eindeutig zu jung: die Bengel wußten gar nicht, was sie damit anfangen sollten, wenn sie sich aus Langeweile die Arme abschneiden müssen ;D


    O.k., die Kinder aus dem Dorf sind also doch nur Essenzlieferanten für Lisanne. Die Beschreibungen des Feuerbergs und des Aufstiegs finde ich sehr gelungen, die Bilder hatte ich direkt vor Augen, auch wenn es sehr schweißtreibend war.


    Und dann treffen wir endlich Lisanne wieder - und sie hat direkt wieder eine mächtige Wirkung auf die Osadroi, auch Bren und Kiretta sind hin und weg. Wir erfahren, warum sie damals vom Schattenkönig verbannt wurde: sie kann nicht von Helion ablassen, also ist es tatsächlich das allzu menschliche Gefühl der Liebe, welches sie veranlasst hat, Ondrien zu verlassen.
    Auf Tamiod nutzte sie ihre Magie, um zu erschaffen anstatt mit ihr nur zu zerstören, wie das sonst üblich ist. Ich glaube, ihr ganzes Streben und Schaffen ist darauf ausgelegt, daß sie in der Lage ist, Helion zurückzuholen, was ihr aber bisher nicht gelungen ist. Nun sieht sie ihre Chance darin, daß Elien Vitan sie unbedingt wieder in Ondrien haben möchte. Na, ich bin gespannt, ob er sich darauf einlassen wird - oder ob Helion überhaupt lebendig in Ondrien ankommen wird.


    Und der Königin begegnen wir auch wieder, ekliges Vieh - erinnerte mich an Kankra ;D Mich hätte es nicht gewundert, wenn Kiretta bei dem Kampf getötet worden wäre, ich habe schon fast damit gerechnet, allerdings brauchen wir sie noch für die Rückfahrt. Dafür erwischt es Sutor: das fand ich zwar schade, aber so richtig berührt hat es mich nicht. Aber ich kann mir vorstellen, wie Bren sich nun fühlt.


    Nun bin ich gespannt, was mit Goran und seinem Bruder passieren wird.


  • Und dann treffen wir endlich Lisanne wieder - und sie hat direkt wieder eine mächtige Wirkung auf die Osadroi, auch Bren und Kiretta sind hin und weg.


    Ist sie noch so, wie Ihr sie in Erinnerung hattet? Und habt Ihr erwartet, Helion bei ihr zu finden?



    Auf Tamiod nutzte sie ihre Magie, um zu erschaffen anstatt mit ihr nur zu zerstören, wie das sonst üblich ist.


    Da scheint mir etwas Misstrauen angebracht ... :kommmalherfreundchen:


  • Ist sie noch so, wie Ihr sie in Erinnerung hattet? Und habt Ihr erwartet, Helion bei ihr zu finden?


    Im ersten Teil fand ich sie unnahbarer und grausamer - am Schluß dann sehr überraschend durch ihre Schwäche für Helion. Daher passt Lisanne für mich so wie sie jetzt ist. Immer noch überlegen, aber Bren gegenüber überraschend offen, weil er ihr im Moment nützlich ist. Facettenreicher und menschlicher würde ich sie bezeichnen, was durch ihre Verbindung zu Helion passend ist. Ich hatte gehofft, daß Helion noch bei ihr ist, sicher war ich mir ganz und gar nicht. Auf jeden Fall hoffe ich, daß Lisanne auch im dritten Teil noch mit von der Partie ist.



    Da scheint mir etwas Misstrauen angebracht ... :kommmalherfreundchen:


    Oha.

  • /Ärgermodus on :barbar: bring dich in Sicherheit Bernd!!! >:(
    Warum rettet der dumme Bren die olle Kiretta anstatt Sutor? :'(/Ärgermodus off


    Mir war irgendwie klar, dass wir wenn uns Lisanne begegnet wir auch Helion wiedersehen. Ich bin allerdings nicht sonderlich darüber erfreut. Er tut mir leid. Ich glaube kaum, dass Helion so etwas gewollt hätte.
    Immerhin haben wir so einen dritten Charakter der es in den zweiten Band geschafft hat. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Beziehung zwischen ihm und Lisanne noch sehr wichtig wird. Überhaupt wird Lisanne sicher noch eine große Rolle spielen, sonst hätte Bernd viel Lärm um nichts gemacht. Schließlich ging eigentlich das gesamte bisherige Buch um sie. Sie zu finden und zurück zu bringen.
    Wie soll der Schattenkönig Helion eigentlich retten? Und warum hat Lisanne ihn nicht selbst unsterblich gemacht? Oder ist er nur wegen seiner Sterblichkeit von einem so hohen Wert für sie?


    Ich frage mich nun auch wie es unsere "Helden" wohl zurück durch den Seelennebel schaffen werden.


    Und was sicher noch höchst interessant wird (da hat Bernd schließlich den Zaunpfahl geschwungen): Alenias
    Ich könnte mir vorstellen, dass er im Seelennebel etwas erfahren hat was er gegen die Osadroi verwenden kann. Etwas das den Fayé hilfreich wird beim Königswechsel, denn dann gilt ja der Pakt zwischen den Fayé und den Schattenherren nicht mehr.


    Ob wir den Königswechsel noch erleben?


    Was mir wieder aufgefallen ist: In diesem Buch geht es irgendwie mehr in die Tiefe. Viele lange und ausführliche Beschreibungen. Das erste Buch war irgendwie hektischer.

  • Urrgs, da schreibe ich mich schon das zweite Mal um Kopf und Kragen ... erst das Kätzchen in Feind, jetzt der Hund in Knecht ...
    :wegrenn:



    Mir war irgendwie klar, dass wir wenn uns Lisanne begegnet wir auch Helion wiedersehen. Ich bin allerdings nicht sonderlich darüber erfreut. Er tut mir leid. Ich glaube kaum, dass Helion so etwas gewollt hätte.


    Dieser Gedanke wird uns durch den Rest des Buchs begleiten ...



    Wie soll der Schattenkönig Helion eigentlich retten? Und warum hat Lisanne ihn nicht selbst unsterblich gemacht? Oder ist er nur wegen seiner Sterblichkeit von einem so hohen Wert für sie?


    Ich glaube, den Grund dafür deutet sie an ...
    Als Schattenherzogin kann sie ihn in Stasis halten, was sie tut.
    Sie könnte ihn vermutlich auch zu einem Untoten machen.
    Aber sie kann ihn nicht ins echte Leben zurückholen. Wir haben in Feind darüber diskutiert, dass Magie in dieser Fantasywelt grundsätzlich destruktiv ist. Alles, was natürlich ist, geht von den Göttern aus. An dieser Gesetzmäßigkeit kommt auch Lisanne nicht vorbei. Sie hofft wohl darauf, dass der Schattenkönig so mächtig ist, dass er den Göttern selbst die Fähigkeit, echtes Leben zu schaffen, abgetrotzt hat.



    Ich frage mich nun auch wie es unsere "Helden" wohl zurück durch den Seelennebel schaffen werden.


    Wir müssen nicht mehr lange auf ihren Versuch warten ... ;)



    Was mir wieder aufgefallen ist: In diesem Buch geht es irgendwie mehr in die Tiefe. Viele lange und ausführliche Beschreibungen. Das erste Buch war irgendwie hektischer.


    Feind war breiter angelegt, ich wollte meine Fantasywelt im Überblick zeigen. Knecht legt einen stärkeren Fokus auf eine engere Geschichte innerhalb dieser Fantasywelt. In der Konsequenz fehlen die Perspektivwechsel, die es in Feind gab. Der einzig verbleibende Erzählstrang hat damit mehr Platz und wirkt deswegen vermutlich dichter.


  • Urrgs, da schreibe ich mich schon das zweite Mal um Kopf und Kragen ... erst das Kätzchen in Feind, jetzt der Hund in Knecht ...
    :wegrenn:


    Der Hund ist schlimmer! ;)
    Aber es ist ja auch gut traurige Emotionen zu schaffen... auch wenn es fies war, dass ich den Abschnitt ausgerechnet in der Bahn gelesen habe.



    Feind war breiter angelegt, ich wollte meine Fantasywelt im Überblick zeigen. Knecht legt einen stärkeren Fokus auf eine engere Geschichte innerhalb dieser Fantasywelt. In der Konsequenz fehlen die Perspektivwechsel, die es in Feind gab. Der einzig verbleibende Erzählstrang hat damit mehr Platz und wirkt deswegen vermutlich dichter.


    Ähnliches hast du glaub ich schon erzählt, es leuchtet mir auch ein und ich finde die Gestaltung gut. Ich glaube aber mir gefällt Knecht besser als Feind (:
    Ich bin allerdings auch total begeistert von eine Reihe die ich grad lese wo jedes Buch einfach total in Details aufgeht, deswegen finde ich es so schön, dass Knecht irgendwie tiefer geht. Für mich hätte Feind auch wesentlich länger sein dürfen ;D



    Der Schattenkönig ist aber doch auch nicht göttlich. Also wird er auch nicht viel mehr tun können.


    Wenn man sich vorstellt, dass Helion gegen die Schatten gekämpft hat und nun wie ein Spielzeug von Lisanne künstlich am Leben erhalten wird. Und sogesehen ihr Gefangener ist. Vermutlich wünscht er sich lieber den Tod, als dieses Dasein. Und wer weiß, was sie bzw. der Schattenkönig aus ihm machen...

  • Das Gespräch zwischen Velon, Gadior, Bren und Goran fand ich filmreif. Den trotzige Goran sah ich genau vor mir und hatte seinen motzigen Tonfall im Ohr. Ich musste an so historische Filme denken, in denen kleine arrogante Kinderkönige Krieg spielen, was ich immer wieder irgendwie ein absurdes Bild finde. ::) Gadiors Verhalten fand ich dann richtig cool. Mal eben so nebenbei den Traumlenker "vernaschen" ;D Gadior empfinde ich sowieso als einen tollen Charakter. Unberechenbar und gefährlich, aber irgendwie auch cool dabei (solange ich mich nicht in einem Raum mit ihm befinden muss ;D )



    Die Beschreibungen des Feuerbergs und des Aufstiegs finde ich sehr gelungen, die Bilder hatte ich direkt vor Augen, auch wenn es sehr schweißtreibend war.


    Das fand ich auch sehr gut gelungen. Das waren ein paar tolle Bilder unterwegs im Berg und die Hitze konnte man fast spüren. Toll beschrieben!


    Sehr gelungen fand ich auch die Stimmung, als Lisanne dann auftauchte. Ein sehr eindrucksvolles Bild gab sie ab, das konnte ich richtig spüren und auch besonders die Hingabe Brens und Kirettas war richtig greifbar. Allerdings fast schon an der Grenze, unangenehm zu werden, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste Bren ein bisschen helfen, sich nicht ganz darin zu verlieren und den gesunden Menschenverstand nicht zu verlieren, vor lauter demutsvoller Begeisterung. ;) Das finde ich gut gemacht.


    Als Kontrast lernen wir Lisanne dann aber auch ganz schön empfindsam kennen, als sie von ihrer Liebe zu Helion spricht. Wobei ich das fast noch gefährlicher finde, denn sie wirkt etwas schwach, ist aber sicher im Gegenteil dadurch noch unberechenbarer und gefährlicher. Nicht umsonst gibt es so viele Verbrechen aus Liebe und was bei Menschen schon zu schrecklichen und unerwarteten Reaktionen führt, müsste im Falle eines Osadroi, der dieses Gefühl ja nicht kennt, erst recht zu unkalkulierbaren Handlungen führen. Ein Osadroi hat ja schließlich keine Übung mit Liebeskummer. ;D



    Im ersten Teil fand ich sie unnahbarer und grausamer - am Schluß dann sehr überraschend durch ihre Schwäche für Helion. Daher passt Lisanne für mich so wie sie jetzt ist.


    Für mich passt Lisanne auch. Dadurch, dass sie am Ende des ersten Teils schon Emotionen andeutete, ist eine weitere Entwicklung in diese Richtung für mich sehr gut nachvollziehbar, vor allem, da sie Helion bei sich hat (was ich mir vorstellen konnte). Aber ich habe auch das Gefühl, dass es ein bisschen "nach hinten" losgeht und sie von einem Extrem nun ins andere rutscht und sich im Laufe der Zeit richtig reingesteigert hat. Sie wirkt auf mich ein bisschen "von Sinnen". Aber wie ich oben gerade schrieb, als Schattengeschöpf ist sie derartige Emotionen eben nicht gewöhnt. Ich weiß nicht, welche Lisanne beängstigender ist: die grausam emotionslose oder die liebesgepeinigte...



    /Ärgermodus on :barbar: bring dich in Sicherheit Bernd!!! >:(
    Warum rettet der dumme Bren die olle Kiretta anstatt Sutor? :'(/Ärgermodus off


    Aber echt! >:( Ich wusste sofort, als Bren Sutor die Königin aufspüren ließ, dass das seine letzte Aufgabe sein wird. :'( Mich hat die Szene am Ende sehr berührt, denn wie oft legt mein eigener Hund vertrauensvoll seinen Kopf in meine Hände und schaut mich an. Aber ich war auf Sutors Tod ja schon eingestellt *seufz* Kiretta habe ich hier im Berg noch nicht tot gesehen, aber ob sie den Rückweg überleben wird? Das bezweifle ich noch.



    Und was sicher noch höchst interessant wird (da hat Bernd schließlich den Zaunpfahl geschwungen): Alenias
    Ich könnte mir vorstellen, dass er im Seelennebel etwas erfahren hat was er gegen die Osadroi verwenden kann. Etwas das den Fayé hilfreich wird beim Königswechsel, denn dann gilt ja der Pakt zwischen den Fayé und den Schattenherren nicht mehr..


    Ja, den beäuge ich ja schon eine ganze Weile sehr misstrauisch und ich bin echt gespannt, was wir von ihm noch zu erwarten haben. Immerhin hat Bren auch schon ein Auge auf ihn geworfen.


  • Wenn man sich vorstellt, dass Helion gegen die Schatten gekämpft hat und nun wie ein Spielzeug von Lisanne künstlich am Leben erhalten wird. Und sogesehen ihr Gefangener ist. Vermutlich wünscht er sich lieber den Tod, als dieses Dasein. Und wer weiß, was sie bzw. der Schattenkönig aus ihm machen...


    Sehr schön, dass Dich das beschäftigt ... :)
    Für die Antworten verweise ich auf den Fortgang der Geschichte. Diese Fragen beschäftigen ja auch die handelnden Figuren.
    Und vielleicht die anderen Leserundenteilnehmer - oder wie seht Ihr das? ;)


  • Sehr schön, dass Dich das beschäftigt ... :)
    Für die Antworten verweise ich auf den Fortgang der Geschichte. Diese Fragen beschäftigen ja auch die handelnden Figuren.
    Und vielleicht die anderen Leserundenteilnehmer - oder wie seht Ihr das? ;)


    Stimmt, den Gedanken hatte ich auch bei der Szene. Es muss schrecklich für Helion sein, in diesem Zustand dahinzuvegetieren und sich Lisannes Gespräche, die sie sicher mit ihm führt, anhören zu müssen. Es erscheint doch fast wie eine Vergewaltigung, wenn man derart gezwungen wird, "als geliebte Person zur Verfügung zu stehen". Ganz bestimmt würde er lieber endlich sterben, als weiter diesen Zustand ertragen zu müssen.


  • Gadior empfinde ich sowieso als einen tollen Charakter. Unberechenbar und gefährlich, aber irgendwie auch cool dabei


    Im nächsten Leseabschnitt wird Velon aufdrehen. Ich bin gespannt, wer danach in Deinem Coolness-Ranking führen wird ... ;)



    Das fand ich auch sehr gut gelungen. Das waren ein paar tolle Bilder unterwegs im Berg und die Hitze konnte man fast spüren. Toll beschrieben!


    Sehr gelungen fand ich auch die Stimmung, als Lisanne dann auftauchte.


    :freu: :freu: :freu:



    Nicht umsonst gibt es so viele Verbrechen aus Liebe und was bei Menschen schon zu schrecklichen und unerwarteten Reaktionen führt, müsste im Falle eines Osadroi, der dieses Gefühl ja nicht kennt, erst recht zu unkalkulierbaren Handlungen führen. Ein Osadroi hat ja schließlich keine Übung mit Liebeskummer.


    Bei einem befreundeten Paar hat sie aus Eifersucht seine Sammlung von Magic-Karten zerschnitten.
    Wenn man Deine Überlegung weiterdenkt, könnte eine Osadra mit Liebeskummer ganz andere Sachen zerschneiden ... Gardisten, Gildenmeisterinnen, Hunde ... ;D



    Kiretta habe ich hier im Berg noch nicht tot gesehen, aber ob sie den Rückweg überleben wird? Das bezweifle ich noch.


    Liebes Tagebuch! Paranoia greift in der Leserschaft um sich ... Vertrauen in die Liebenswürdigkeit und Gutmütigkeit des Autors schwindet ...



    Immerhin hat Bren auch schon ein Auge auf [Alenias] geworfen.


    Das stimmt. Letztlich ist er noch immer der Leibwächter der Osadroi, inzwischen sogar auch für Lisannes Unversehrtheit verantwortlich. Da muss er gut aufpassen - Elien Vitan wird wenig Verständnis für Versagen aufbringen.



    Stimmt, den Gedanken hatte ich auch bei der Szene. Es muss schrecklich für Helion sein, in diesem Zustand dahinzuvegetieren und sich Lisannes Gespräche, die sie sicher mit ihm führt, anhören zu müssen. Es erscheint doch fast wie eine Vergewaltigung, wenn man derart gezwungen wird, "als geliebte Person zur Verfügung zu stehen". Ganz bestimmt würde er lieber endlich sterben, als weiter diesen Zustand ertragen zu müssen.


    Woher nehmen wir diese Gewissheit?
    Er liegt im Koma. In irgend einer Form kommuniziert Lisanne mit ihm. In fünf Jahrzehnten kann viel geschehen. In fünf Jahrzehnten können auch Gegner eine Beziehung zueinander aufbauen ... sich vielleicht verlieben ...
    Lisanne scheint immerhin Verständnis für Helion entwickelt zu haben ... sie kennt alle Gedanken, die er dem Rubin in seinem Schwertknauf anvertraut hat ...
    Vielleicht hat sich auch Helion verändert?
    Möglicherweise natürlich auch nicht ...

  • Ich finde Gadior auch cool ;D



    Und vielleicht die anderen Leserundenteilnehmer - oder wie seht Ihr das? ;)


    Ich bin mir nicht sicher, wie Helion sich dabei fühlt: die Verbindung, die Lisanne zu Helion spürt, könnte auch andersrum funktionieren, daß er auch das Gefühl hat, mit ihr verbunden zu sein. Fragen kann man ihn im Moment nicht und er kann auch nicht davonlaufen, wenn es anders ist.

  • Vielleicht hat Helion auch Lisanne verändert?
    Und vielleicht wird sie noch zu einer Bedrohung für den Schattenkult?


    Haben wir nicht durch Bren gelernt, dass man nicht zu sehr an sterblichen Dingen hängen darf um unsterblich zu werden? Ist Lisanne vielleicht auch deswegen so sehr in Ungnade gefallen?



    Liebes Tagebuch! Paranoia greift in der Leserschaft um sich ... Vertrauen in die Liebenswürdigkeit und Gutmütigkeit des Autors schwindet ...


    Du meinst wohl eher "...ist restlos aufgebraucht...." ;)

  • Du meinst wohl eher "...ist restlos aufgebraucht...." ;)


    Und das doch irgendwie schon seit der Mitte von "Feind", oder? Aber wir haben unser Schicksal ja selbst gewählt, weil wir weiterlesen und können uns daher nicht beschweren. ;)


    Beim Aufstieg zum Berg habe ich die Anstrengung der armen Kutschenschieber richtig gespürt, aber der Abschnitt hat mir nicht so gut gefallen wie beispielsweise die Reise durch den Nachtschattenwald oder den Seelennebel.


    Ich fand Brens Gedanken als er über dem schwerverletzten Sutor kniete, bemerkenswert. Er trauert um seinen Hund, den er als Welpen bekommen hat und aufgezogen hat. Das erinnerte mich an die Dunkelruferaspiranten vom Anfang, denen auch Hundewelpen gegeben wurden, um sie abzuhärten. Ich finde gut, dass Bren es schmerzlos für Sutor beendet und nicht alle, vor allem Sutor selbst, unnötig quält, weil er ihn am Leben erhalten will.


    Dass Lisanne Helion in einem Koma hält, weil sie ihn liebt, hat mich völlig überrascht. :o Und dass sie deswegen verzweifelt versucht, ihn ins Leben zurückzuholen, hat mich noch mehr überrascht! Ein eigentlich sehr altes Motiv, das in vielen dunklen Fantasygeschichten vorkommt, aber hier rechnete man halt überhaupt nicht damit.
    Lisanne muss den Schattenkönig sehr wütend gemacht haben mit ihrem Wunsch, Helion wiederbeleben zu wollen. Wir haben ja am Ende von Feind gesehen, was er von Helion hält. Ich bin soooo gespannt auf die Konfrontation der beiden! Da werden wir sicher noch einiges erfahren. Und vor allem will ich, dass Helion wiederbelebt wird, weil ich hören will, was er zu sagen hat. Und überhaupt! Ah! Spannend!


    Sehr schön, dass Dich das beschäftigt ... :)
    Für die Antworten verweise ich auf den Fortgang der Geschichte. Diese Fragen beschäftigen ja auch die handelnden Figuren.
    Und vielleicht die anderen Leserundenteilnehmer - oder wie seht Ihr das? ;)


    Also der Helion, den wir kennen, wäre sicher nicht begeistert. Er hatte ja die meisten seiner Erinnerungen/Gefühle verloren, bis auf seine Liebe zu Ajina, die er einfach nicht loslassen konnte. Insofern haben er und Lisanne ja eine Sache gemeinsam. Aber ob er deswegen Verständnis für seine Gefangenschaft aufbringen kann? Vielleicht ist er auch immer noch von seiner Mission besessen und das Erste, was er tut, wenn er wiederbelebt ist, ist, sein Schwert in den nächststehenden Osadro zu rammen?
    Aber vielleicht hat er sich über diese Zeit ja auch verändert, vielleicht ist er nicht mehr der Helion von vorher oder wieder der von ganz am Anfang oder er hat gar keine Erinnerungen mehr an sein vorheriges Leben?
    Vielleicht kann der Schattenkönig ihm wieder Leben einhauchen, aber keine Seele mehr (oder so ähnlich). Dann wäre ja entweder eine Art Ghoul oder wir wären wieder bei der Möglichkeit, dass er keine Erinnerungen an sein Leben hat.


  • [Bren] trauert um seinen Hund, den er als Welpen bekommen hat und aufgezogen hat. Das erinnerte mich an die Dunkelruferaspiranten vom Anfang, denen auch Hundewelpen gegeben wurden, um sie abzuhärten.


    Diese Gegenüberstellung wird noch einmal aufgegriffen werden ...



    Dass Lisanne Helion in einem Koma hält, weil sie ihn liebt, hat mich völlig überrascht. :o Und dass sie deswegen verzweifelt versucht, ihn ins Leben zurückzuholen, hat mich noch mehr überrascht! Ein eigentlich sehr altes Motiv, das in vielen dunklen Fantasygeschichten vorkommt, aber hier rechnete man halt überhaupt nicht damit.


    Ich fand dabei reizvoll, eine Situation zu schildern, in der der eigentlich Betroffene sich nicht selbst äußern kann und andere für und über ihn entscheiden (müssen). Zudem handelt es sich um jemanden, der eventuell etwas ablehnt, nach dem sich andere, wie Bren, ihr Leben lang sehnen. Das zwingt meine Protagonisten dazu, um die Ecke zu denken, wenn sie der Situation gerecht werden wollen.



    Lisanne muss den Schattenkönig sehr wütend gemacht haben mit ihrem Wunsch, Helion wiederbeleben zu wollen. Wir haben ja am Ende von Feind gesehen, was er von Helion hält.


    Sehr richtig!
    Wer das noch einmal nachschauen möchte, wird im Epilog von Feind fündig.



    Vielleicht ist er auch immer noch von seiner Mission besessen und das Erste, was er tut, wenn er wiederbelebt ist, ist, sein Schwert in den nächststehenden Osadro zu rammen?
    Aber vielleicht hat er sich über diese Zeit ja auch verändert, vielleicht ist er nicht mehr der Helion von vorher oder wieder der von ganz am Anfang oder er hat gar keine Erinnerungen mehr an sein vorheriges Leben?
    Vielleicht kann der Schattenkönig ihm wieder Leben einhauchen, aber keine Seele mehr (oder so ähnlich). Dann wäre ja entweder eine Art Ghoul oder wir wären wieder bei der Möglichkeit, dass er keine Erinnerungen an sein Leben hat.


    Da bringst Du noch einen interessanten Aspekt ein. Neben den Osadroi gibt es mit den Ghoulen ja noch eine weitere Art von Unleben. Und die Geister der Fayé im Seelennebel sind noch eine Variante ... Es gibt viele Möglichkeiten - aber welche davon würde sowohl Helion als auch Lisanne gefallen und zudem vom Schattenkönig akzeptiert?


  • Diese Gegenüberstellung wird noch einmal aufgegriffen werden ...


    An diese Szene musste ich auch denken.
    Zumal die Aspiranten den Hunden doch die Kehle mit einem Dolch aufschlitzen mussten?


    Vielleicht ist es ja auch ein Schritt für Bren in die Schatten? Also für seine Seele?

  • Gerade habe ich festgestellt, dass ich zwei Abschnitte zu einem gemacht habe. Hatte mich gewundert, warum der Abschnitt so lang war.


    Ich hoffe es ist nicht schlimm, dass ich dann dort einige Gedanken geäußert habe, die eventuell eher hierher gehört hätten.


    Zu den hier schon gestellten Fragen:
    Lisanne ist so wie ich sie mir gewünscht habe erschienen. Toller Auftritt und tolle Haltung. SIE ist königlich!
    Wie kam sie auf das Konzept? Hat der Kristall ihr die Idee gebracht mit Gedanken und Träumen zu arbeiten?


    Helion hat mich wenig interessiert. ER war für mich keine Identifikationsfigur im ersten Teil und ich finde Bren eher als Helden als ihn. Eigentlich sollten Schattenfürsten doch nicht mehr große Gefühle haben. Da aber Hass noch möglich ist, ist auch Liebe möglich. Ich denke nicht, dass sich Helion sehr wehren wird und ich denke vor allem nicht, dass Lisanne zulassen würde, dass aus ihm ein Ghoul wird. Nein sie wird genau überprüfen, was mit ihm geschieht und gegen alles und alle kämpfen, die sich zwischen sie und Helion stellen.


    Komisch, dass Gadior hier so auffällt. Mir ist er nicht aufgefallen. Irgendwie verschwindet er bei mir im Hintergrund. Warum? Ich weiß nicht. Aber ich lese gleich nochmal nach, warum er hier so cool sein soll.


    Der Tod des Hundes war an dieser Stelle nicht so schlimm, denn er ist im Kampf gestorben, etwas mit dem in jedem Kampf gerechnet werden muss und das einzige war die Tränendrüse - er vertraute ihm bis zuletzt -
    Dieses Vertrauen war vollkommen gerechtfertigt, denn er läßt ihn nicht leiden. diese Überlegungen haben für mich eben nichts mit dem völlig unnötigen Umbringen der Hunde zu tun.


    die Schilderung des Berges fand ich auch toll, besonders interessant fand ich die Art, Kunstgegenstände anzuordnen. Was hat Lisanne damit gemacht? Hat sie dies wirklich getan, um sich mit Schönheit zu umgeben? Hatte das noch einen anderen Zweck? so genau weiß ich es noch nicht. Aber heiß war es und der passende Hintergrund für Lisannes Erscheinen. Ich war total begeistert, dass sie ohne jedes Brimborium auftritt und dieses einfache Auftreten eine solche Wirkung hat. Herzlich willkommen Lisanne!


  • Vielleicht hat sich auch Helion verändert?


    Ja, du hast recht, das sollte man auch berücksichtigen. Ich bin natürlich von dem Zustand ausgegangen, den er fühlte, als ich ihn in Feind das letzte Mal "getroffen" hatte. Und ein Stockholm-Syndrom kam mir gar nicht in den Sinn, so abwegig finde ich wohl den Gedanken, dass ein Gegner der Schatten, sich zu ihnen hingezogen fühlen könnte, nach allem, was bisher durchgemacht wurde. Ich sehe ihn einfach nur sich innerlich winden und leiden und sich an einen anderen Ort wünschen. Ich bin echt gespannt, ob wir etwas über seine Gefühle erfahren und wie es mit ihm enden wird (oder auch nicht).

  • Ja, du hast recht, das sollte man auch berücksichtigen. Ich bin natürlich von dem Zustand ausgegangen, den er fühlte, als ich ihn in Feind das letzte Mal "getroffen" hatte. Und ein Stockholm-Syndrom kam mir gar nicht in den Sinn, so abwegig finde ich wohl den Gedanken, dass ein Gegner der Schatten, sich zu ihnen hingezogen fühlen könnte, nach allem, was bisher durchgemacht wurde. Ich sehe ihn einfach nur sich innerlich winden und leiden und sich an einen anderen Ort wünschen. Ich bin echt gespannt, ob wir etwas über seine Gefühle erfahren und wie es mit ihm enden wird (oder auch nicht).


    Am Ende ist die Frage, wer wen beeinflusst. Im Moment, denke ich,denkt er nicht alzu viel.