05 - Seite 173 bis 236 (Kapitel NACHT)

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  • Zweimal hingesehen, bin ich die erste aus der Nacht?


    Naja, da mich der Seelennebel nicht so beeindruckt hat wie alle anderen, konnte ich ihn wohl schneller abschütteln und mich wieder dem weiteren Verlauf zuwenden, der tolle neue Aspekte bringt.


    Durch die Heilung von Kiretta erfahren wir also auch wie Bren geheilt wurde. Er ist noch nicht unsterblich und er wurde gerettet, weil sie ihn brauche. Naja, dachte ich's doch. Warum fragt Gadior, ob er helfen soll? Testet er wirklich die Schwäche Brens aus? Auch die Art der Frage wirkte fast wie eine Aufforderung, aber durch das Flüstern fast wie eine Bitte seinerseits: "Bitte mich"
    Ich denke noch nicht einmal, dass es unbedingt seine Schwäche für Frauen ist. Es wäre interessant zu wissen, ob er einem so qualifizierten und charakterlich ihm so ähnlichen Steuermann auch hätte retten wollen?


    Bren ist scheinbar allen Situationen gewachsen. Toll wie er sich auf völlig unbekanntem Gebiet bewegt.
    Interessant auch seine Angst, den Glauben zu verlieren. Es ist also eine Götterverehrung und diese wird noch realer, da die Götter und das "Paradies"sichtbar sind man kann die Unsterblichkeit sehen und die Chance sie zu erreichen. Klar, dass man diese Götter verehrt. Er wagt es noch nicht einmal diese Stellung in Zweifel zu ziehen, aber interessanter Weise zweifeln sogar die Schattenherren und hier zum ersten Mal finde ich sie wirklich schwächelnd. Auf dem Boot waren sie müde und ausgelaugt, aber immernoch Herren der Lage und ziemlich unbeeindruckt, aber hier vor einer eventuellen Vernichtung ihres Glaubens sieht das anders aus.


    Wunderbar geschrieben von Dir, Bernd, dass sie so klug handeln und die Aufgabe wirklich in den Mittelpunkt stellen. Ein wenig verwirrt war ich, dass Bren sich die Regeln nicht vorher genau erklären läßt, aber vermutlich ist das unter seiner Würde danach zu fragen. Viel hätte er wohl sowieso nicht erfahren. Aber er ist auch ein toller Kämpfer. Vor allem geht er dann ruhig zu den Brüdern um die Trophäe abzugeben. Man muss ihn einfach lieben!


    Nun wird es allerdings wirklich spannend, denn Bren muss sich in eine Gefahr begeben, deren Auswirkungen er nicht kennt, um Wissen zu erlangen. Ich glaube eine Sexszene so beiläufig beschrieben habe ich auch noch nicht gelesen ;D.
    Hat er den Kampf seines Verstandes gewonnen? Weiß er mehr als seine Feinde oder wissen die jetzt zu viel über ihn?


    Lisanne - sie hat also einen Weg gefunden, Essenz zu ernten, der effektiver ist, aber wie konnte sie so schnell ein solches Machtgefüge aufbauen? Die ganze Gesellschaft wurde ja umgestaltet. Ziemlich klug, die Kriege abzuschaffen, denn da bleibt mehr zu ernten. Und die Menschen geben es mehr oder weniger freiwillig, wie Drogenabhängige eben. Traumlenker scheinen hier die Position der Dunkelrufer zu haben?


    Kein Wunder, dass die Menschen schnell altern, aber woher kommt der Nachschub an Menschen? Die Geburtenrate müßte ziemlich hoch sein, um das auszugleichen, oder? Wobei hier scheinbar die Herrschaft auf 3 beschränkt ist, oder?


    So, nun warte ich, bevor ich den Gang durchs Feuer wage.

  • In diesem Abschnitt wird nochmal deutlich, wie sehr Bren sich die Unsterblichkeit wünscht, aber als es um Kiretta geht, zögert er etwas, weil er Angst hat, daß seine "Anhänglichkeit an das Sterbliche" seine Chancen auf die Unsterblichkeit mindern könnten. Bren hadert ziemlich damit, daß er schon so alt ist, wenn er sich mit Gadior vergleicht - andererseits war Velon deutlich älter, hatte aber auch nicht so einen gefährlichen Beruf wie Bren.
    Aber er bittet dann Gadior doch darum, daß er Kiretta hilft. Ist es wirklich nur, weil sie eine hervorragende Navigatorin ist oder geht das doch etwas darüber hinaus? Von der Bettkante hat er sie jedenfalls mal nicht geschubst ;D Ich war überrascht, als Gadior Bren zuflüstert, daß er ihn bitten soll, daß er Kiretta hilft: wäre Gadior kein Osadro, würde ich ja sagen, er wollte Bren damit einen Gefallen tun, aber natürlich läßt sein Stolz es nicht zu, das aus eigenen Stücken anzubieten. Aber nun wissen wir, wie Gadior Bren zuvor geholfen hat.


    Als sie in Tamiod ankommen, war ich zuerst etwas enttäuscht, weil auch hier keine Osadroi bekannt waren, aber dann war ich doch verblüfft, daß es auf einmal zwei Osadroi gibt, mit dem Aussehen von 8-jährigen Kindern. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Sind die Beiden das Werk von Lisanne? Wahrscheinlich, sie tauchten ja erst vor ca. 30 Jahren auf. Und ihnen wurde nicht das Herz entnommen, der Schattenkönig kann also von den Beiden gar nichts wissen.
    Bei den Traumlenkern mußte ich auch an die Dunkelrufer denken, sie scheinem auf Tamiod die gleiche Aufgabe zu haben. Raffiniert, die Essenz über die Träume zu ernten. Kein Wunder, daß die Menschen so schnell altern.
    Ich mußte auch immer aufpassen, daß ich die Könige nicht als zu kindlich angesehen habe, ich denke, ihre teilweise naiv-freundliche Art ist Fassade: die Reaktion auf den Feuerberg war nicht mehr so freundlich. Und außerdem lügen die Beiden, wenn sie behaupten, daß sie seit Anbeginn der Zeit auf Tamiod herrschen - obwohl, nach Lisannes Ankunft begann eine neue Zeit auf Tamiod.


    Selbst Velon und Gadior sind etwas verunsichert, was die beiden Brüder angeht, ob sie doch tatsächlich älter sein könnten als die Schattenkönige, dadurch läßt sich Gadior darauf ein, als Preis herzuhalten. Die Forderung ist noch dreister als die der Gildenmeisterinnen. Wenn die Brüder keine Osadroi wären, dann wäre das sicherlich ziemlich ungesund für sie ausgegangen.


    Diesen Traumkrieg fand ich etwas bizarr, da ich unter einem Krieg im Normalfall etwas andere verstehe, wie Bren auch. Das ist eher ein Wettkampf. Grinsen mußte ich ja, als Bren dann ganz cool den Wettkampf gewinnt und Gadior ihm zuraunt: "Wie erwartet, ganz wie erwartet." ;D Das ist doch mal ein fettes Lob für Bren ;D


    Warum will Goran eine Armee haben, gegen wen will er in den Kampf ziehen? Wirklich gegen seinen Bruder? Als Bren feststellt, daß die Chaque einer anderen Macht noch loyaler gegenüber ist, mußte ich dabei an die Königin aus dem Prolog denken, die war ja auch so ein seltsames Käferteil. Außerdem sind für sie wahrscheinlich die ganzen abgehauenen Köpfe, damit die Gute was zum Vespern hat. Hat sich Lisanne mit der Königin eingelassen, weil sie die Chaque brauchte? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, sie hätte doch auch Menschen rekrutieren können - was sie irgendwie auch getan hat, denn unter den Menschen entstand lt. Ribunn nach dem Einfall der Ondrier eine Art neue Feindschaft, in der einzelne Dörfer andere Siedlungen überfielen und die Menschen raubten. Erst danach kamen die Chaque (aber aus dem Landesinnere, wenn ich das richtig verstanden habe).
    Was wohl mit den Kindern in der Feuerburg geschieht? Nur zum Essenzernten oder hat Lisanne mit ihnen noch etwas anderes vor?


    Und beim Liebesspiel mit Kiretta erkennt er Lisanne, sie scheint sich am/im Feuerberg aufzuhalten. Goran, Elutan und die Traumlenker vergöttern Lisanne: mir scheint es fast, als ob sie eine Parallelherrschaft zu den Schattenkönigen herstellen wil. Sie als die Göttin oder Königin, die ihrerseits Schatten erschaffen kann.


    Ich bin nun so gespannt, wie es weitergeht.


  • ..., aber hier vor einer eventuellen Vernichtung ihres Glaubens sieht das anders aus.


    Nach allem, was ihnen bisher begegnet ist, gewinnt die Finsternis - ihre Finsternis, die des Schattenkönigs - am Ende immer. Es mag temporäre Rückschläge geben wie bei Guardaja im Silberkrieg, aber letztlich können Unsterbliche immer abwarten, bis die Sterblichen wegsterben. Am Schluss steht die finstere Wahrheit des unbesiegbaren Schattenkönigs.
    Aber der scheint hier nichts zu zählen ... Und da die Macht der Osadroi in Eloy vom Schattenkönig ausgeht - was bedeutet das für sie?
    Vielleicht ist das ähnlich erschütternd wie die Erkenntnis der Menschen, dass sich die Sonne doch nicht um die Erde dreht.



    Wunderbar geschrieben von Dir, Bernd, dass sie so klug handeln und die Aufgabe wirklich in den Mittelpunkt stellen.


    Vielen Dank.
    :freu:



    Ein wenig verwirrt war ich, dass Bren sich die Regeln nicht vorher genau erklären läßt, aber vermutlich ist das unter seiner Würde danach zu fragen.


    Vielleicht hatte er auch einfach "den Kanal voll" von diesen Möchtegern-Kriegern.



    Traumlenker scheinen hier die Position der Dunkelrufer zu haben?


    Zumindest überschneiden sich ihre Aufgaben. In Ondrien wird Essenz "im Alltagsgeschäft"/ in den Kathedralen allerdings auch ohne Dunkelrufer geerntet. Die Dunkelrufer können das aber besonders gut und auch unter erschwerten Bedingungen.



    Kein Wunder, dass die Menschen schnell altern, aber woher kommt der Nachschub an Menschen? Die Geburtenrate müßte ziemlich hoch sein, um das auszugleichen, oder?


    Sie altern zwar schneller, aber nicht so schnell, als wenn ein Osadro einem allein die Essenz entzieht. Es verteilt sich großflächig. Dadurch sinkt die Lebenserwartung um ein paar Jahrzehnte - aber alt genug, um die nächste Generation großzuziehen, werden die Menschen in Tamiod schon noch. Das Fehlen von Kriegen wirkt sich ebenfalls positiv auf die Lebenswerwartung aus.



    Wenn die Brüder keine Osadroi wären, dann wäre das sicherlich ziemlich ungesund für sie ausgegangen.


    Abwarten. In Ejabon wurde die Rechnung auch mit einiger Verzögerung präsentiert ... ;)



    Grinsen mußte ich ja, als Bren dann ganz cool den Wettkampf gewinnt und Gadior ihm zuraunt: "Wie erwartet, ganz wie erwartet." ;D Das ist doch mal ein fettes Lob für Bren ;D


    Am Abschluss dieser Szene haben wir im Lektorat gefeilt, daran erinnere ich mich noch gut.
    Ich bin auch nicht sicher, ob Gadiors Anmerkung nur ein Lob ist. Wenn der Triumph als selbstverständlich erwartet wird, kann man keinen besonderen Lohn erwarten - aber eine harte Strafe, sollte man einmal nicht überragende Leistungen bringen ...



    Hat sich Lisanne mit der Königin eingelassen, weil sie die Chaque brauchte? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, sie hätte doch auch Menschen rekrutieren können - was sie irgendwie auch getan hat, denn unter den Menschen entstand lt. Ribunn nach dem Einfall der Ondrier eine Art neue Feindschaft, in der einzelne Dörfer andere Siedlungen überfielen und die Menschen raubten. Erst danach kamen die Chaque (aber aus dem Landesinnere, wenn ich das richtig verstanden habe).


    Ja, richtig verstanden.
    Über Tamiods Historie wird noch zu diskutieren sein ... in späteren Leseabschnitten, wenn mehr darüber berichtet wurde. ;)

  • Ha, kriegen die Beiden vielleicht doch noch was auf die Mütze :kommmalherfreundchen: ;D


    [


    Na das ist für mich sicher, die sind ja noch eingebildeter als die Gildemeisterinnen. Mir gehen die auf die Nerven, aber so was von, die haben nichts Erhabenes, kommen daher wie verwöhnte Königskinder, die noch nie ein Wehwehchen hatten.


  • Na das ist für mich sicher, die sind ja noch eingebildeter als die Gildemeisterinnen. Mir gehen die auf die Nerven, aber so was von, die haben nichts Erhabenes, kommen daher wie verwöhnte Königskinder, die noch nie ein Wehwehchen hatten.


    Ha, so sehe ich die Beiden auch.

  • Aha, die wilden Spekulationen über Brens Unsterblichkeit oder Fast-Unsterblichkeit haben sich dann doch aufgelöst, er wurden "nur" die Geister entfernt. Ist dann aber auch verständlich, wenn man beim Aufwachen erst mal etwas neben der Spur ist und nicht ganz klar sieht, denke ich.


    Aber hier hat mich dann gleich wieder etwas anderes zum Grübeln gebracht. Dieses "Bitte mich" von Gadior. Finde nur ich das sehr merkwürdig, dass ein Osadroi derart um ein Bitte fragt? Schattenherren, wie ich sie im Kopf habe, fragen nicht um ein Bitte, sondern entscheiden selbst, was sie für richtig halten. ;D Und wenn sie Bren auf Schwäche testen wollen, dann können sie ja fragen, "soll ich?" und wenn der schwache Untertan dann "ja" sagt, ist auch alles klar. ;) Dieses spezielle so eindringlich wirkende "Bitten" erinnert mich dagegen an die Vampire, die man explizit bitten muss, eine Türschwelle zu durchschreiten, damit das Opfer dann selbst schuld ist, wenn der Vampir ihn sich einverleibt. Und deshalb fühlt sich dieses "Bitte mich" von Gadior danach an, als wollte er Bren dazu bringen, Gadior zu erlauben "eine Schwelle zu überschreiten", für die Bren dann später noch zu bezahlen haben wird. Stichwort: Knecht!


    Was ich auch noch merkwürdig finde, bzw. was mich sehr misstrauisch macht, ist die Veränderung Alenias. Der Fayé hat sich also im Seelennebel verjüngt und will jetzt gerne schnell heim. War das sein Ziel? Was hat er mit den gefangenen Geistern wohl unbemerkt gemauschelt und was hat er nun vor, wenn er es kaum abwarten kann, heim zu kommen? Ich beobachte diesen Kerl mit gesteigertem Misstrauen! :tststs:


    Tamiod, das Reich der Träume. Irgendwie kam mir das Land und die Leute tatsächlich wie ein (Alp)Traum vor. Diese Insektengeschöpfe, die rothäutigen Rebellen und dann diese rotzlöffigen Könige mit ihrem seltsamen Traumkrieg. Ich wurde von der Stimmung und diesem unwirklich wirkenden Krieg und den Figuren atmosphärisch etwas an Alice im Wunderland erinnert. Bei der Suche nach dem Traumkristall wäre ich nicht verwundert gewesen, wenn plötzlich ein weißes Kaninchen durchs Bild gelaufen wäre. ;) Das ist natürlich Quatsch, aber teilweise hatte ich echt das Gefühl, unsere Helden sind auf einer irrealen Trauminsel gelandet. :-\ Was dabei dann so gar nicht ins Bild passte, waren allerdings die Schnaken. Diese Biester hätte ich nie und nimmer in einem Fantasyroman erwartet. ;D


    Irritierend empfand ich die Unsicherheit und Schwäche der beiden Osadroi, als sie entdeckten, dass die beiden Könige schon viel älter sein könnten. Sie wirkten ja richtig verängstigt und klein und ich muss sagen, dass hat mich schon seltsam berührt, sie schon wieder so schwach zu sehen, nachdem sie auf dem Schiff schon so down waren. Ich erlebe sie hier fast zu oft schwach anstatt stark, so vom Gefühl her, und wenn ich daran denke, wie beängstigend ich die Schatten im ersten Teil empfunden habe, dann wirken sie (zumindest diese beiden) hier immer weniger furchterregend auf mich. Vielleicht bekomme ich durch den veränderten Blickwinkel auch einfach zu viel von ihren Schwächen mit, die sie natürlich nach außen hin nicht zeigen, was mal wieder zeigen würden, dass ein Blick hinter die Kulissen manche Angst vorm Feind vertreiben könnte. ;)


    So, und nun bin ich natürlich gespannt, auf einen Blick hinter Lisannes Kulisse. Hier hat sich jetzt zumindest schon mal ein Teil des Prologs, z. B. die Herkunft der Schädel, aufgeklärt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.


  • Was ich auch noch merkwürdig finde, bzw. was mich sehr misstrauisch macht, ist die Veränderung Alenias. Der Fayé hat sich also im Seelennebel verjüngt und will jetzt gerne schnell heim. War das sein Ziel? Was hat er mit den gefangenen Geistern wohl unbemerkt gemauschelt und was hat er nun vor, wenn er es kaum abwarten kann, heim zu kommen? Ich beobachte diesen Kerl mit gesteigertem Misstrauen! :tststs:


    Das finde ich auch alles sehr merkwürdig.



    Das ist natürlich Quatsch, aber teilweise hatte ich echt das Gefühl, unsere Helden sind auf einer irrealen Trauminsel gelandet. :-\ Was dabei dann so gar nicht ins Bild passte, waren allerdings die Schnaken. Diese Biester hätte ich nie und nimmer in einem Fantasyroman erwartet. ;D


    :totlach: Stimmt, die Schnaken - diese Biester gibt es wohl überall, wenn du genau hinsiehst, gibt es dort sicherlich auch Zecken :kommmalherfreundchen:
    Und Tamiod kommt mir auch etwas irreal vor.


  • Aber hier hat mich dann gleich wieder etwas anderes zum Grübeln gebracht. Dieses "Bitte mich" von Gadior. Finde nur ich das sehr merkwürdig, dass ein Osadroi derart um ein Bitte fragt? Schattenherren, wie ich sie im Kopf habe, fragen nicht um ein Bitte, sondern entscheiden selbst, was sie für richtig halten. ;D Und wenn sie Bren auf Schwäche testen wollen, dann können sie ja fragen, "soll ich?" und wenn der schwache Untertan dann "ja" sagt, ist auch alles klar. ;) Dieses spezielle so eindringlich wirkende "Bitten" erinnert mich dagegen an die Vampire, die man explizit bitten muss, eine Türschwelle zu durchschreiten, damit das Opfer dann selbst schuld ist, wenn der Vampir ihn sich einverleibt. Und deshalb fühlt sich dieses "Bitte mich" von Gadior danach an, als wollte er Bren dazu bringen, Gadior zu erlauben "eine Schwelle zu überschreiten", für die Bren dann später noch zu bezahlen haben wird. Stichwort: Knecht!


    Ja so etwa kam mir das auch vor.



    Was ich auch noch merkwürdig finde, bzw. was mich sehr misstrauisch macht, ist die Veränderung Alenias. Der Fayé hat sich also im Seelennebel verjüngt und will jetzt gerne schnell heim. War das sein Ziel? Was hat er mit den gefangenen Geistern wohl unbemerkt gemauschelt und was hat er nun vor, wenn er es kaum abwarten kann, heim zu kommen? Ich beobachte diesen Kerl mit gesteigertem Misstrauen! :tststs:


    Vielleicht hat er harausgefunden, wie die Faye wieder den Weg zurück finden können - ich meine die im Wald, die ja durch die Geburt neue Hoffnung geschöpft haben. Das würde für mich auch erklären, warum er so jung aussieht. Ich denke er hatte einfach alle Hofnung verloren und kein Ziel mehr im Leben, das machte ihn alt (merke ich, wie schnell man alt aussieht, wenn man Stress hat). Wenn er eine wichtige Antwort gefunden hat ist klar, dass er zurück will, denn die ist für sein Volk, seine Aufgabe damit erledigt. Das ist meine Interpretation.

    Irritierend empfand ich die Unsicherheit und Schwäche der beiden Osadroi, als sie entdeckten, dass die beiden Könige schon viel älter sein könnten. Sie wirkten ja richtig verängstigt und klein und ich muss sagen, dass hat mich schon seltsam berührt, sie schon wieder so schwach zu sehen, nachdem sie auf dem Schiff schon so down waren. Ich erlebe sie hier fast zu oft schwach anstatt stark, .


    eigentlich empfinde ich diese Schwächen sehr unterschiedlich. Die Schwäche auf dem Schiff war ein auslaugen der Kraft. Das konnte jederzeit wieder aufgefrischt werden, zur Not durch in paar Leckerbissen. Die Schwäche auf der Insel ist für mich tiefer gehend. sie zeigt, wie sehr die Osadroi in ihrem Glauben verwurzelt sind und eine Erschütterung des Glaubens, ist für sie der Zusammenbruch ihres ganzen Weltbildes. Die Schattenkönige müssen einfach die mächtigsten Lebewesen sein. Ich fand es einfach klasse, dass Bernd diese Möglichkeit, der Erschütterung des Weltbildes dieser Mächtigen einbaut. Das gibt auch Bren die Möglichkeit sie etwas in eine Reaötion zu setzen, oder?


  • wenn du genau hinsiehst, gibt es dort sicherlich auch Zecken :kommmalherfreundchen:


    Ja, genau. Die fehlen noch! ;D



    eigentlich empfinde ich diese Schwächen sehr unterschiedlich. Die Schwäche auf dem Schiff war ein auslaugen der Kraft. Das konnte jederzeit wieder aufgefrischt werden, zur Not durch in paar Leckerbissen. Die Schwäche auf der Insel ist für mich tiefer gehend. sie zeigt, wie sehr die Osadroi in ihrem Glauben verwurzelt sind und eine Erschütterung des Glaubens, ist für sie der Zusammenbruch ihres ganzen Weltbildes. Die Schattenkönige müssen einfach die mächtigsten Lebewesen sein. Ich fand es einfach klasse, dass Bernd diese Möglichkeit, der Erschütterung des Weltbildes dieser Mächtigen einbaut. Das gibt auch Bren die Möglichkeit sie etwas in eine Reaötion zu setzen, oder?


    Ja, unterschiedlich empfand ich die Art der Schwächen auch. Aber es sind eben trotzdem Schwächen und sie wirken gerade ein bisschen dominierend und damit für mich so ungewohnt für die Schatten, die bisher nur beängstigend wirkten. Gerade zum ersten Buch empfinde ich da einen Kontrast und das nimmt mir gefühlsmäßig insgesamt etwas die Bedrohlichkeit dieser Figuren. Ich weiß nicht, wie ich es besser sagen soll, aber es ist ein bisschen wie, wenn etwas Glanz verliert, eine Fassade bröckelt ...etc. Das ist ja nicht schlimm, sondern zeigt Vielschichtigkeit, verändert aber dabei etwas die "Grundstimmung" der Figuren, die sie vorher noch für mich hatten. Aber wie ich Bernd mittlerweile ja kenne, wird er im weiteren Verlauf sicher etwas gegen diese Stimmunsveränderung unternommen haben. ;D


  • Dieses "Bitte mich" von Gadior. Finde nur ich das sehr merkwürdig, dass ein Osadroi derart um ein Bitte fragt?


    Ich glaube, wir in unseren Kuschelsesseln denken da schnell zu nett. :)
    In der Logik der düsteren Welt der Schattenherren:
    Wer jemand anderen bittet, der erkennt an, dass er gegenüber diesem anderen hilfsbedürftig ist. Es etabliert eine Hierarchie von einem Mächtigen, der etwas geben oder verwehren kann, und einem Bittsteller, der dieses Etwas braucht. So gesehen erinnert Gadior Bren an seinen Platz, indem er ihn bitten lässt. Aber die Überlegung mit der Prüfung, wo Brens Schwächen liegen, ist auch nicht von der Hand zu weisen ...



    Was hat [Alenias] mit den gefangenen Geistern wohl unbemerkt gemauschelt und was hat er nun vor, wenn er es kaum abwarten kann, heim zu kommen? Ich beobachte diesen Kerl mit gesteigertem Misstrauen!


    Ja, der lohnt sich im Auge zu behalten ... ;)



    Tamiod, das Reich der Träume. Irgendwie kam mir das Land und die Leute tatsächlich wie ein (Alp)Traum vor.


    Tamiod war ein schriftstellerisches Wagnis. Wenn es schief geht, ist dieses doch eher exotische Land ein Stilbruch, der aus dem Lesefluss reißt. Wenn es klappt, ist es eine überraschende Facette, die beweist, dass auf der nächsten Seite immer etwas Unerwartetes lauern kann.




    Ich erlebe [die Osadroi] hier fast zu oft schwach anstatt stark, so vom Gefühl her, und wenn ich daran denke, wie beängstigend ich die Schatten im ersten Teil empfunden habe, dann wirken sie (zumindest diese beiden) hier immer weniger furchterregend auf mich.



    Ja, unterschiedlich empfand ich die Art der Schwächen auch. Aber es sind eben trotzdem Schwächen und sie wirken gerade ein bisschen dominierend und damit für mich so ungewohnt für die Schatten, die bisher nur beängstigend wirkten. Gerade zum ersten Buch empfinde ich da einen Kontrast und das nimmt mir gefühlsmäßig insgesamt etwas die Bedrohlichkeit dieser Figuren.


    ... abwarten ... ;D



    eigentlich empfinde ich diese Schwächen sehr unterschiedlich. Die Schwäche auf dem Schiff war ein auslaugen der Kraft. (...) zeigt, wie sehr die Osadroi in ihrem Glauben verwurzelt sind und eine Erschütterung des Glaubens, ist für sie der Zusammenbruch ihres ganzen Weltbildes.


    Ja, ich glaube, an diesem Unterschied ist eine Menge Wahres dran. Aber auch von einem psychischen Schock kann man sich erholen und zu alter Bosheit zurückfinden. Du brauchst Dich also nicht zu sorgen, dass die Geschichte in die Blümchen-Fantasy abgleiten könnte. ;)


  • Tamiod war ein schriftstellerisches Wagnis. Wenn es schief geht, ist dieses doch eher exotische Land ein Stilbruch, der aus dem Lesefluss reißt. Wenn es klappt, ist es eine überraschende Facette, die beweist, dass auf der nächsten Seite immer etwas Unerwartetes lauern kann.


    Bei mir hat es geklappt, ich finde diese Stilwechsel toll und bin schon immer gespannt, was als nächstes kommt.



    Du brauchst Dich also nicht zu sorgen, dass die Geschichte in die Blümchen-Fantasy abgleiten könnte. ;)


    Nix mit Love-and-Peace? :D


  • Tamiod war ein schriftstellerisches Wagnis. Wenn es schief geht, ist dieses doch eher exotische Land ein Stilbruch, der aus dem Lesefluss reißt. Wenn es klappt, ist es eine überraschende Facette, die beweist, dass auf der nächsten Seite immer etwas Unerwartetes lauern kann.


    Ich fands klaase und wenn das die Frage ist, hat es bei mir geklappt!

  • Uff ich hinke irgendwie hinter her :-[


    Der Abschnitt war für mich recht eigenartig. Am Anfang wurde mir klar: Lisanne hatte ja wohl ein paar Gardisten (und Helion?) bei sich - direkt am Anfang des Buches erledigt sie ja einen solchen Gardist, den Letzten. Also hatte sie wohl genug Leute um den Seelennebel zu durchqueren.
    Dass die zwei Könige irgendetwas mit Lisanne zu tun haben, habe ich vermutet.
    Inzwischen denke ich, dass sie von ihr geschaffen wurden. Die Macht dazu sollte sie ja haben.


    Jetzt wo klar ist, dass die Könige so jung sind wird es für Velon und Gadior ja ein leichtes sein gegen sie zu kämpfen.
    Ihre anfängliche "Angst" kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie halten sich glaub ich für relativ stark und in Ondrien sind sie das auch, aber im Seelennebel haben sie gemerkt wie leicht sie zu schwächen sind und nun treffen sie auf etwas dass anscheinend älter ist als ihr König. Sie fühlen sich in ihrem Glauben/Kult bedroht. Und vorallem müssen sie bei einem Kampf ihre Unsterblichkeit fürchten, schließlich könnten diese beide so stark sein, dass sie die Ondrier töten könnten. Sie vermuten ja auch, dass der mächtige Zauber von ihnen kommt, ich denke aber, dass Lisanne die ewige Nacht geschaffen hat. Lisanne ist mächtiger als Velon und Gadior, aber die zwei Könige haben nur den Anschein erweckt. Bren weiß nun, dass es anders ist.


    Die "Traumreise" fand ich spannend, wenn auch recht abgedreht. Es war aber nicht zu viel und ich muss auch sagen das mir der Gedanke "Na endlich treiben sie es" kam, als Kiretta sich an Bren zu schaffen machte. Und anscheinend ist es Bren nicht vollständig gelungen seine Aufmerksamkeit von Kiretta abzulenken. Außerdem glaube ich war es nicht nur das Anpassen sein Handlungsmotiv, dafür hätte er ja auch jede beliebige andere nehmen können, ich glaube da ist schon ein wenig Interesse an Kiretta.


    Ich schätze mal dass die Reise nun Richtung Feuerburg gehen wird. Und dort wird Lisanne anzutreffen sein.
    Inzwischen denke ich auch, dass unsere "Helden" Lisanne noch vor dem Buchende finden werden, denn da besteht offensichtlich noch einiges an Aufklärungsbedarf.


  • Inzwischen denke ich, dass sie von [Lisanne] geschaffen wurden. Die Macht dazu sollte sie ja haben.


    Ja, Schattenherzöge können neuen Osadroi schaffen. Das hat Lisanne am Ende von Feind bereits mit Lióla gemacht.



    ... nun treffen sie auf etwas dass anscheinend älter ist als ihr König.


    Unter den Schattenherren ist das Alter zudem ein Indiz für Macht. Sie sind Magier, und je länger sie leben, desto gründlicher können sie die Macht der Finsternis erforschen und Verbündete jenseits der greifbaren Wirklichkeit finden.


  • Unter den Schattenherren ist das Alter zudem ein Indiz für Macht. Sie sind Magier, und je länger sie leben, desto gründlicher können sie die Macht der Finsternis erforschen und Verbündete jenseits der greifbaren Wirklichkeit finden.


    Ja genau so hatte ich das auch im Kopf. Und genau deswegen verstehe ich auch, dass Velon und Gadior eher zurückhaltend sind. Sie müssen ja annehmen, dass sie es möglicherweise mit zwei Königen zu tun haben, welche mächtiger als ihr König sind. Da würde mir auch mulmig werden.
    Zudem sind sie ja daraufhin "erzogen" sich die Gunst von höher gestellten zu verschaffen (jeder versucht dem Schattenkönig zu gefallen). Vermutlich wenden sie also zunächst die gleiche Taktik an.


    Da hat Lisanne sie dann vermutlich ganz schön reingelegt.

  • ich hatte allerdings das GEfühl, dass es nicht einfach darum geht, dass sie mächtiger sein könnten, sondern allein die Tatsache, dass es mächtigere Magier gibt als ihren König, das rüttelt an ihrem Glaubensgerüst. Das dürfte es nach ihrer Meinung ja gar nicht geben.Es ist schwer, das auszudrückenn, was ich meine, aber es ist halt, als ob man feststellt, dass Gott auch nur ein Mensch ist. (Bernd bitte nicht für diesen hinkenden VErgleich verprügeln :unschuldig:)

Anstehende Termine

  1. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

    odenwaldcollies