04 - Seite 131 bis 171 (ab "Bren hatte schon die Stiefel ...")

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  • Unbedingt :D


    Ich bring Kekse mit! (Ihr wisst schon, Dark Side, Cookies und so ;) )


    Mann, war das ein spannender Abschnitt! Ich habe ihn in London Heathrow gelesen, wo wir auf unseren Flug gewartet haben, der frühmorgens ging (wir waren aber schon am Vorabend da). Also saß ich dann so da, um halb eins nachts, starrte gebannt auf meinen kindle, meine Freundin schlief und als der Abschnitt vorbei war, schauten mich die umstehenden bzw. -sitzenden Wartenden etwas dümmlich an, weil ich "neeeeeiiiiiiiiin" rief :D Ich wollte nämlich nicht weiterlesen, bevor ich hier in der Leserunde geschrieben hab, damit ich nicht alles durcheinander bringe.
    Ich kann jedenfalls versichern, dass das der Teil der Wartezeit war, der am kürzesten vorbei ging und mich am meisten aufweckte.


    Als Ulrik sagte, dass Kiretta (und vor allem wie) jetzt das bekommt, was sie verdient, glaubte ich, sie stirbt (was ja nicht so unwahrscheinlich klingt, wenn gesagt wird, dass jemand unter einem Schiff durchgezogen wird :o )und dachte nur "BERND!!! >:(".
    Aber schön, dass sie es überlebt hat und davor auch noch so aufsässig war. Auch wenn ich bei jedem Widerwort aufs Neue davon überzeugt war, dass sie sehr bald sterben wird.
    Der Kampf auf den Tauen war unglaublich spannend, da habe ich sogar das Knabberzeug neben mir völlig vergessen und nur noch gelesen. Da kam ja wirklich gut raus, was für ein ausgezeichneter Kämpfer Bren ist. Und außerdem: yay, wir sind Ulrik los! :jakka:


    Die Attacke vom Seelennebel :ohnmacht: Ah! :ohnmacht: Das war schon nicht mehr spannend. Mir blieb ja fast das Herz stehen! Und dann fiel mir irgendwann auf: "Warte... das sind die Bösen, die fast sterben. Die Bööööösen! AAAHHH!! OHMEINGOTTESGREIFTWIEDERAN!" Ich bring auch noch 'ne Runde Sitzkissen für die Selbsthilfegruppe mit, ok?
    Wirklich toll geschrieben! Richtig gruselig und spannend. Gadiors Erweckung erinnert mich ein wenig an so manchen Teenager, den man morgens aus dem Bett schmeißen muss :D Ich bin froh, dass sie den Schutzschild reparieren konnten. Mehr oder weniger. Eigentlich sollte ich ja wollen, dass sie alle untergehen, damit es wenigstens zwei Osadroi weniger gibt. Aber dann würden wir ja auch nie erfahren, was mit Lisanne passiert ist. Also auf, immer schön den Schutzschild aufrecht erhalten!


    Wie Lisanne durch den Seelennebel gekommen ist, ist mir auch ein Rätsel. Vielleicht hat sie mit ihrer Ausstrahlung einfach auch die Geister bezaubert und sie haben sie passieren lassen? Oder sie hatte noch einen viel mächtigeren Schutzschild.


    Was mit Bren passiert ist, interessiert mich auch. Ich habe es nicht so verstanden, dass er unsterblich geworden ist (obwohl ich das in Erwägung gezogen hatte), aber ich habe auch sonst keinen blassen Schimmer, was mit ihm passiert ist. Auf jeden Fall war ich zuerst überzeugt davon, dass er sterben wird, und dachte zum zweiten Mal in diesem Abschnitt "BERND!!! >:( "
    Vielleicht hat Bren ja jetzt eine gewisse Distanz zu den Gefühlen, die er verspürt hat, weil er sie so intensiv erlebt hat bzw. dagegen angekämpft hat. So ähnlich wie Helion, als er von all den Dingen abließ, während er gerettet wurde. An diese Szene fühlte ich mich nämlich sehr erinnert beim Lesen. Das könnte ja jetzt quasi die Schattenversion dieser Rettungsmethode gewesen sein. Ist das plausibel? ???

  • herzlich willkommen in der Selbsthilfegruppe, ich bring mal ne Flasche Rotwein zur Beruhigung mit.



    Nachts um 1 in London den Abschnitt mit dem Seelennebel lesen, das hat schon was!

  • Das Kielholen von Kiretta ist auch eine meiner Lieblingsszenen, wenn ich an das Schreiben des Buchs zurückdenke.



    Mir blieb ja fast das Herz stehen! Und dann fiel mir irgendwann auf: "Warte... das sind die Bösen, die fast sterben. Die Bööööösen! AAAHHH!!



    Ich denke aber mal dass die Sympathien dadurch entstehen, dass wir bisher nur aus dieser Sicht die Geschehnisse erzählt bekommen.


    Ich vermute auch, dass Sympathien sich oft danach richten, wer eine Geschichte erzählt. In diesem Fall ist das Bren. Wir kennen seine Gedanken, seine Pläne, die Entbehrungen, die er auf sich nimmt. Also sehen wir die Ereignisse durch seine Augen. Das sind die Augen von jemandem, der auf Ondriens Seite steht. Sicher nicht blind, wenn er etwa im Nachtschattenwald eine Frau beschaffen muss, von der Velon Essenz nehmen kann. Aber wenn es hart auf hart kommt, ist er ein General, der sich darüber definiert, für Ondrien einen Sieg zu erringen.
    In diesem Zusammenhang kommt mir ein Interview in den Sinn, das mit einem Autor geführt wurde, der auch Psychologe ist. Er meinte, dass wir so konditioniert sind, dass wir Fremde nach dem beurteilen, was sie tatsächlich tun, Freunde aber nach dem, was sie beabsichtigen. Das ist zwar sehr unfair, schlägt hier aber voll durch. Brens Absichten und Motive sind sicher nachvollziehbar - wer will schon sterben? Wer will also nicht unsterblich sein? - Daran ändert auch wenig, dass seine Handlungen vielen Leuten Leid bringen.
    Besonders freue ich mich, wenn die generelle Identifikation erhalten bleibt, dann aber doch manchmal, bei extremen Handlungen, Zweifel aufblitzen, ob man mit den Richtigen sympathisiert ... Das scheint in Knecht bislang zu gelingen. :)


    Der arme Ulrik hat nur wenige Sympathien erringen können, wie mir scheint. Dabei rackert er sich Tag und Nacht für seinen Job ab, wird von seiner Navigatorin gehänselt, muss sich von den Ondriern herumkommandieren lassen, ... Okay, der absolute Sympathieträger war er nicht. ;)
    Warum Kiretta bei ihm geblieben ist?
    Vielleicht ist sie eher auf der Mordkrake geblieben als bei Ulrik. Sie hat Salzwasser im Blut, sie ist eine ausgezeichnete Steuerfrau und die beste Navigatorin - da will sie vielleicht auch auf den Planken des schnellsten Schiffs stehen, das Flutatem zu bieten hat.


    Lisanne und der Seelennebel ...
    Wenn wir annehmen, sie hätte, wie auch Gadior und Velon, Essenz für die Durchquerung gebraucht ...
    Gadior und Velon mussten hundert Menschen heran zwingen (lassen), um ihre Essenz zu ernten.
    Was wäre wohl passiert, wenn Lisanne auf irgend einer Insel an Land gegangen wäre, ihr Charisma hätte aufflammen lassen und dann gefragt hätte: "Wer will mitkommen?" ;)
    Vielleicht stehen einer Schattenherzogin ja noch ganz andere Mittel zur Verfügung ...



    Wirklich toll geschrieben! Richtig gruselig und spannend.


    Vielen Dank!


    :freu: :freu: :freu:

  • Das werden aber fröhliche Sitzungen ;D


    Was Lisanne und ihren "Reiseproviant" angeht, wundert es mich eigentlich, dass keine Sklaven auf die Mordkrake geladen wurden. So mussten sie jetzt ja schon einen Seemann opfern. Ein Verlust ist ja sicher zu verkraften, aber was passiert, wenn sie noch mehr Magie brauchen? Lisanne hat sicher auch weniger Probleme, ein Schiff (oder eine Flotte) für ihr Vorhaben zu gewinnen.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen

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