03 - Seite 89 bis 131 (Anfang Kapitel MEER bis "... gar nicht auf uns warten")

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  • Ich finde das Buch nicht gut - sondern einfach nur klasse ;D


    Bisher gefällt mir der zweite Band besser als der erste: die Kritikpunkte, die ich bei Feind hatte, kann ich hier nicht finden. Im ersten Band hatte ich ab und an das Gefühl, daß mir zwischen den Handlungen eine Kleinigkeit fehlt, eine Verbindung, die die ganze Geschichte richtig rund gemacht hätte, aber diesmal ist das perfekt. Auch finde ich die Charaktere noch differenzierter und spannender als im ersten Teil. Einfach super.


    Kiretta gefällt mir immer besser: sie ist abenteuerlustig, geht Risiken ein und ein helles Köpfchen ist sie auch noch. Kein Wunder, daß Bren vor ihr Achtung hat und sie weiterhin dabei haben will. Dagegen tritt Ulrik eher in den Hintergrund: er scheint ein Großmaul zu sein, der gerne in Tavernen feiert (und wahrscheinlich dabei auch sich selber), aber wenn es riskant und gefährlich ist, dann geht ihm der A.... auf Grundeis. Auf Kiretta bin ich gespannt, wie sie sich weiterentwickelt - ich hoffe nur, Bernd, du läßt sie nicht allzu früh sterben, damit wir noch was von ihr haben ;D


    Aus Alenias werde ich noch nicht ganz schlau, mit seinen philosophischen Reden. Er wird es sicherlich begrüßen, wenn es nun endlich in den Seelennebel geht und ich bin gespannt, welche Rolle er noch spielen wird. Er gefällt mir irgendwo ja schon ganz gut, aber ich habe immer noch Limoras im Hinterkopf und daß man als Mensch den Fayé nicht wirklich trauen kann.


    Die Gildenmeisterinnen sind etwas arg unvorsichtig, wenn sie solche Spielchen mit den Osadroi spielen - sie haben anscheinend wirklich noch nie mit ihnen zu tun gehabt, sonst wären sie sicher etwas vorsichtiger gewesen. Mich wundert es, daß Velon und Gadior so ruhig geblieben sind und sich sogar darauf eingelassen haben, nach Katenos zu segeln. Spätestens aber bei der Aussage von Nerate, daß sie sich den Preis für die Krone nach Katenos noch überlegen würden, habe ich die Luft angehalten und mir beinahe schon gedacht, daß sie nun einen großen Fehler begangen haben. Ich hätte an der Stelle der Osadroi denen direkt was auf die Mütze gehauen und fertig :barbar: ;D


    Bren ist hier auch deutlich kürzer angebunden und entwickelt mit Kiretta eine Strategie, um an die Krone und die Informationen über Lisanne zu kommen, ohne den Umweg über Katenos nehmen zu müssen. Sehr clever. Und man konnte in Birras Gemächern sehr gut erkennen, wie routiniert Bren in kriegspsychologischen Fragen ist - kein Wunder, daß er bei den Osadroi so weit gekommen ist und sogar das Vertrauen des Schattenkönigs geniesst (so weit man bei Osadroi von "Vertrauen" reden kann). Was mir auch sehr gut gefällt, daß Bren auf Augenhöhe mit den Osadroi zusammenarbeitet, gut, er verfügt natürlich nicht über die magischen Fähigkeiten der Unsterblichen, aber sie hören auf seinen Rat; Gadior war anfangs ja eher herablassend, aber das hat sich jetzt gegeben.


    O.k., mein Verdacht im ersten Abschnitt, Lisanne könnte sich auf Ejabon befinden, hat sich als falsch herausgestellt. Daß sie in den Seelennebel gefahren ist, da bin ich gar nicht darauf gekommen - warum eigentlich nicht, schließlich bin ich seit Band 1 schon so gespannt auf den Seelenneben. Yeah, endlich geht es dorthin ;D Und sie haben wirklich keine andere Wahl, als in den Seelennebel zu fahren, wie Gadior sagt: der Zorn des Schattenkönigs über ihr Scheitern würde nicht harmloser ausfallen.


    Das Silberschwert, das Lisanne bei sich gehabt hatte, könnte Helions Schwert gewesen sein. Es muß ihr viel bedeuten, wenn sie die Klinge behält und den Gildenmeisterinnen ihre Krone stattdessen überlassen hat; was mich auch schon überrascht hat.


    Achja, und wir erfahren, warum die Fayé so viel Aufheben um die bevorstehende Geburt machen: sie leiden an Unfruchtbarkeit. Ich glaube, das wurde im ersten Band auch schon mal erwähnt, oder? Ich hatte daran aber nicht mehr gedacht.


  • Ich finde das Buch nicht gut - sondern einfach nur klasse ;D


    :freu: :freu: :freu:



    Bisher gefällt mir der zweite Band besser als der erste: die Kritikpunkte, die ich bei Feind hatte, kann ich hier nicht finden. Im ersten Band hatte ich ab und an das Gefühl, daß mir zwischen den Handlungen eine Kleinigkeit fehlt, eine Verbindung, die die ganze Geschichte richtig rund gemacht hätte, aber diesmal ist das perfekt. Auch finde ich die Charaktere noch differenzierter und spannender als im ersten Teil. Einfach super.


    Beim ersten Teil wollte ich primär in meine Fantasywelt einführen. Deswegen habe ich dort mehrere Perspektivfiguren gewählt - Lióla, Ajina, Helion, im Prolog Modranel, im Epilog Lisanne -, die unterschiedliche Aspekte dieser Welt vermitteln sollten.
    In Knecht steht für mich stärker im Fokus, zu erkunden, wie es sich anfühlt, als Mensch den Schattenherren zu dienen.



    Auf Kiretta bin ich gespannt, wie sie sich weiterentwickelt - ich hoffe nur, Bernd, du läßt sie nicht allzu früh sterben, damit wir noch was von ihr haben ;D


    :D
    Die Erwartungshaltung, die mich als Schlächter meiner Figuren sieht, scheint sich festzusetzen ... Inzwischen ist die Frage also wohl nicht mehr, ob ich eine Sympathieträgerin umbringe, sondern nur noch wann ... ;D
    Aber für den Moment weilt Kiretta ja noch unter den Lebenden und Ihr könnt Euch an ihrer Lebenslust erfreuen. ;)



    ... aber ich habe immer noch Limoras im Hinterkopf und daß man als Mensch den Fayé nicht wirklich trauen kann.


    Kluger Zug. Trau niemals einem Unsterblichen ... ;)



    Spätestens aber bei der Aussage von Nerate, daß sie sich den Preis für die Krone nach Katenos noch überlegen würden, habe ich die Luft angehalten und mir beinahe schon gedacht, daß sie nun einen großen Fehler begangen haben. Ich hätte an der Stelle der Osadroi denen direkt was auf die Mütze gehauen und fertig :barbar: ;D


    :D
    Was denkt Ihr - wie oft wurde Velon und Gadior in den letzten Jahrzehnten mit solcher Dreistigkeit begegnet?



    ... schließlich bin ich seit Band 1 schon so gespannt auf den Seelenneben. Yeah, endlich geht es dorthin


    Ich fürchte, die Besatzung der Mordkrake kann Deine Vorfreude nur bedingt teilen. ;D
    Aber wie alle Figuren stehen sie im Dienst der Geschichte und müssen deswegen alles tun, was für eine interessante Geschichte nötig ist. :kommmalherfreundchen:


  • Was denkt Ihr - wie oft wurde Velon und Gadior in den letzten Jahrzehnten mit solcher Dreistigkeit begegnet?


    Sicher nicht so oft - also kann man es schaffen, daß es den Osadroi die Sprache verschlägt :D



    Aber wie alle Figuren stehen sie im Dienst der Geschichte und müssen deswegen alles tun, was für eine interessante Geschichte nötig ist. :kommmalherfreundchen:


    Hehe 8)

  • uiuiui


    Bei Bren vermute ich, dass er uns vielleicht erhalten bleibt, allerdings an die Schatten geht - also restlos. Denn das ist schließlich sein eigentliches Ziel.
    Kiretta bringt frischen Wind in die ganze Sache, das gefällt mir sehr gut. Sowieso ist die Fraktion der Seeräuber bei mir recht beliebt.


    Die Dreistigkeit der Gildenmeisterinnen zeigt wirklich nur, dass die Schattenherren bis zu dieser Insel noch nicht vor gedrungen sind. Aber auch wenn sie nun vorgeben sie in Ruhe zu lassen vermute ich, dass irgendwann auch Ejabon unterworfen wird. Nur werden sie sich dann vielleicht freiwillig anschließen, da sie nun wissen wozu die Schatten fähig sind.


    Ich bin nun sehr gespannt auf den Seelennebel ich vermute, dass hier viele Gefahren lauern und es dann auch insbesondere auf Kirettas Fähigkeiten ankommt.


    Ich finde Bren und Kiretta geben ein interessantes Paar ab und ich betrachte sie gerne als Kontrast zu Helion und Ajina.
    Wenn man an den strahlenden Held und die schöne Priesterin denkt aus dem ersten Teil dann findet man schon eine Art Parallele zu unserem Team jetzt.
    Bisher gibt es keine körperliche Annäherung bei den beiden, aber sie arbeiten gut zusammen.
    Der große Unterschied: Die beiden in Knecht wirken sehr böse, abgenutzt auch (im Sinne von viel erlebt / viel durchgemacht) - ich würde schon fast sagen sie wirken dreckig >:D in dem Sinne, dass Bren halt doch irgendwie böse ist und Kiretta sicherlich keine unschuldige Jungfrau.
    Allerdings gefallen mir eben wegen ihrer Ecken und Kanten Bren und Kiretta deutlich besser!


    Lisanne ist sehr waghalsig, ich denke der Seelennebel hat ihr Schutz vor Elien Vitan geboten.
    Das Silberschwert ist vermutlich Helions. Den hat sie ja irgendwie behalten (wie ein Haustier). Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass sie ihn noch am Leben erhalten hat mit irgendeinem dunklen Zauber (nicht als Ghoul). Ich bin sehr gespannt auf den Moment in dem wir ihr endlich wieder begegnen.
    Und frage mich dabei allerdings ob wir bzw Bren sie tatsächlich finden wird...


    Die Beschreibungen sind in diesem Buch sehr gelungen, bisher war die Stimmung immer deutlich fühlbar!
    Ich weiß nun genau warum ich mich auf das Buch so gefreut habe! Und das warten hat sich sehr gelohnt.


    Bezüglich der Sterblichkeit: Ich fände es eigenartig, wenn das 3. Buch nun auf einmal direkt an das erste anschließt, ich erwarte eigentlich dass es wieder ~50 Jahre weiter ist und somit können unsere menschlichen Charakter nicht bis dahin überleben, es sei den sie treten den Schatten vollständig bei.
    Ich vermute also tatsächlich Bren stirbt oder wird sein Herz an den Schattenkönig verlieren.


  • Der große Unterschied: Die beiden in Knecht wirken sehr böse, abgenutzt auch (im Sinne von viel erlebt / viel durchgemacht) - ich würde schon fast sagen sie wirken dreckig >:D in dem Sinne, dass Bren halt doch irgendwie böse ist und Kiretta sicherlich keine unschuldige Jungfrau.
    Allerdings gefallen mir eben wegen ihrer Ecken und Kanten Bren und Kiretta deutlich besser!


    Möglicherweise gehören sie unter all den üblen Typen noch zu den am wenigsten üblen. Aber Du hast dennoch vollkommen recht: Die beiden sind keine Kinder von Traurigkeit.



    Und frage mich dabei allerdings ob wir bzw Bren sie tatsächlich finden wird...


    Liebes Tagebuch, die Leserschaft scheint bezüglich des kommenden Handlungsverlaufs vollkommen verunsichert, spekuliert aber dennoch eifrig ... ;)



    Die Beschreibungen sind in diesem Buch sehr gelungen, bisher war die Stimmung immer deutlich fühlbar!
    Ich weiß nun genau warum ich mich auf das Buch so gefreut habe! Und das warten hat sich sehr gelohnt.


    Vielen Dank! :)



    Ich vermute also tatsächlich Bren stirbt oder wird sein Herz an den Schattenkönig verlieren.


    "Sein Herz an einen Schattenkönig verlieren" hat in dieser fiktiven Welt mindestens zwei sehr gegensätzliche Bedeutungen ... :D

  • Huhu :winken:


    Mir gefällt diese Zusammenarbeit zwischen Kiretta und Bren. Kiretta ist sichtlich aufgetaut und findet zu innerer Stärke. Toll wie sie Ulrik endlich auch Widerworte gibt. Ich hoffe nur, er wird sich dafür nicht rächen. Bren ist wie immer taktisch gut aufgestellt. Dieses kleine HickHack um Lisannes Krone und deren Ziel hat er gut gemeistert. Irgendwie würde es mir leid tun, wenn er irgendwann in die Schatten ginge. In der Hafenstadt, gemeinsam mit Kiretta und Sutor, könnte ich ihn mir auch gut vorstellen. Ab und zu eben ein kleiner Ausflug als Piraten, damit ihnen nicht langweilig wird. ;D


    Ich bin sooo gespannt auf den Seelennebel. Lisanne ist irgendwo dort drin und der Nebel sorft wahrscheinloch dafür, dass der Schattenkönig sie nicht finden kann. Das wird ein Abenteuer! *Hände reib*


    Die Gildenmeisterinnen sind ja ziemlich töricht. Man merkt ihnen an, dass sie noch keine praktische Erfahrung mit den Schattenherren haben. Wie kann man nur so dumm sein? Mich hat ziemlich verwundert, dass Velon und Gadior bei dem Deal um die Krone erst so gelassen blieben. Ich habe da schon das große Gemetzel gesehen.


    Ach, und da wurde das Silberschwert von Lisanne erwähnt, welches alle verwundert. Es ist ihr sogar mehr wert als diese Krone. Ich kann mir gut vorstellen, wie Velon nun rätselt.


    Tolles Buch! 8)

  • So, nach einer Fahrradtour mit den Enkeln konnte ich mich wieder der Geschichte widmen, und uppps- gleich zu weit gelesen. Naja, nach knapp 20 Seiten habe ich es bedauernd festgestellt, dass ich erst mal wieder aufhören mußte zu lesen.


    Ja, es ist spannend. Etwas enttäuscht war ich, dass Bren sich auch die Unsterblichkeit wünscht. Als Krieger sollte er eigentlich nicht am Leben hängen (auch nicht am toten). Reizt ihn etwa auch die Macht? Das wäre dann eine Seite, die diese Figur etwas differenzierter macht. Komischer Weise finde ich ihn eher als Helden als Helion. Er ist klug, stark und ein brillianter Taktiker. Ich habe auch seinen Mut bewundert, Entscheidungen zu treffen - gerade, sich diese überhebliche Art der ERpressung der Gildemeisterinnen nicht gefallen zu lassen.
    Es ist für mich faszinierend, wie Bren aufgrund seiner Umgebung zu einer strahlenden Figur wird. Zumindest wird er nicht an Dummheit sterben.


    Dann war ich doch sehr überrascht, als ich die Beschreibung von Velon las. Irgendwie konnte und kann ich ihn mir nicht mit Bauch vorstellen, geht nicht, habs wirklich versucht. Als Handelsherr ja, ich denke er hat alle Qualitäten eines Händlers, z.B. auch genau zu wissen wieviel genug ist. Er wirkt auf mich wie ein Genießer und die haben keinen Bauch, bei mir nicht.


    Ja, ich finde es toll, dass Kiretta ihre qualitäten jetzt besser einschätzen kann. Sie will unbedingt zur See fahren, das ist ihre Leidenschaft. eine Leidenschaft, die es erforderte dem "besten" Kapitän zu gehorchen. Der widerum scheint eher die Beute zu lieben. Aber jetzt ist wohl Kiretta bereit ihr Leben einzusetzen für ihre Freiheit.


    Was mich noch wundert, Gadior wird verwundet, obowohl Bren im Raum war und es seine Aufgabe war, ihn zu beschützen. Klar, es ging um die Krone, aber normalerweise nehmen die Bösen keine Rücksicht auf ausweglose Situationen. (ER würde sie ja auch bestrafen, auch wenn sie nichts dafür könnten, wenn sie versagen) Dass er diese Verwundung so stillschweigend hinnimmt, kommt da noch was?


    Auf alle Fälle geht es spannend weiter.....


  • In der Hafenstadt, gemeinsam mit Kiretta und Sutor, könnte ich ihn mir auch gut vorstellen. Ab und zu eben ein kleiner Ausflug als Piraten, damit ihnen nicht langweilig wird. ;D


    Da spricht die Seeräuber-Freundin. ;)
    Aber "... und sie lebten glücklich bis an ihr Ende ..." steht bei keinem meiner Bücher auf der letzten Seite.



    Ich bin sooo gespannt auf den Seelennebel. Lisanne ist irgendwo dort drin und der Nebel sorft wahrscheinloch dafür, dass der Schattenkönig sie nicht finden kann. Das wird ein Abenteuer! *Hände reib*


    Der Seelennebel markiert das Ende der bekannten Welt. Ich zitiere aus dem Begleittext:

    Zitat

    Eine Reise, auf der Bren alle Grenzen überschreiten wird ...



    Ach, und da wurde das Silberschwert von Lisanne erwähnt, welches alle verwundert. Es ist ihr sogar mehr wert als diese Krone. Ich kann mir gut vorstellen, wie Velon nun rätselt.


    Das ist eines der Details, die ich eingebaut habe, um zu zeigen, dass seit Feind eine Menge Zeit vergangen ist. Die handelnden Figuren aus Knecht wissen kaum etwas von dem, was damals geschehen ist. Selbst bei den Schattenherren ist das Wissen lückenhaft. Was auch etwas darüber aussagt, wie offen oder verschlossen in Ondrien darüber berichtet wurde, was damals im Nachtschattenwald geschah ...



    Tolles Buch!


    Vielen Dank. :)



    Ja, es ist spannend. Etwas enttäuscht war ich, dass Bren sich auch die Unsterblichkeit wünscht. Als Krieger sollte er eigentlich nicht am Leben hängen (auch nicht am toten).


    Es gibt manche (Krieger-)Philosophien, die dem eigenen Leben einen sehr geringen Wert beimessen, vor allem im asiatischen Raum. Offenbar hängt Bren keiner solchen Weltanschauung an - bei ihm hat der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand, denke ich.



    Komischer Weise finde ich ihn eher als Helden als Helion. Er ist klug, stark und ein brillianter Taktiker. Ich habe auch seinen Mut bewundert, Entscheidungen zu treffen - gerade, sich diese überhebliche Art der ERpressung der Gildemeisterinnen nicht gefallen zu lassen.
    Es ist für mich faszinierend, wie Bren aufgrund seiner Umgebung zu einer strahlenden Figur wird. Zumindest wird er nicht an Dummheit sterben.


    Schurken sind Helden oft ähnlich. Wenn der Held klug, stark und mutig ist, dann wäre ein dummer, schwacher und feiger Gegenspieler keine Herausforderung. Deswegen hat Bren viele Eigenschaften, die ein strahlender Held auch haben könnte. Tatsächlich kann man einen Helden oft zu einem Schurken machen und umgekehrt, indem man der jeweiligen Figur ein einschneidendes Lebensereignis "antut". Dadurch kann sich ihre Motivation dann - bei gleichen Fähigkeiten - auf ein gegensätzliches Ziel richten ...



    Was mich noch wundert, Gadior wird verwundet, obowohl Bren im Raum war und es seine Aufgabe war, ihn zu beschützen. Klar, es ging um die Krone, aber normalerweise nehmen die Bösen keine Rücksicht auf ausweglose Situationen. (ER würde sie ja auch bestrafen, auch wenn sie nichts dafür könnten, wenn sie versagen) Dass er diese Verwundung so stillschweigend hinnimmt, kommt da noch was?


    Der Böse weiß ja nicht, dass er der Böse ist ...
    Was ich damit meine: Ich versuche interessante Figuren zu schaffen, mit denen ich meine Geschichte erzählen kann. Dabei denke ich nicht darüber nach, ob sie zu den Guten oder zu den Bösen gehören (ein solches Urteil kann jeder Leser für sich treffen). Sie haben ihre Sehnsüchte, Ängste, Eitelkeiten, Ziele ... und handeln entsprechend. Sie folgen keinem "Drehbuch von außen". Gadior ist ein Schattenherr, aber nicht alle Schattenherren sind gleich. Ein anderer hätte Bren vielleicht seinen Zorn spüren lassen.


  • Bisher gefällt mir der zweite Band besser als der erste:


    Ja, geht mir auch so. Bisher wirkt Teil 2 auf mich auch insgesamt "runder", ohne dass ich genau erklären kann warum. Ich glaube, es liegt zum Teil an den Personen. Mit Helion hatte ich ja im ersten Teil doch ein bisschen meine Probleme, weil er mir u. a. zu "glatt" war. Bren ist als Kontrast dazu schön kantig und auch unberechenbarer, finde ich. Gerade sein Wunsch, auch unsterblich zu werden, hat mich überrascht, weil ich das nicht von ihm erwartet hätte, so wie ich die Figur bisher für mich gelesen und eingeordnet hatte. Aber gerade das zeigt, dass er eben doch nicht so einfach zu greifen bzw. in eine Schublade zu stecken ist, und das macht ihn für mich um so interessanter. Ich bin gespannt, was er noch so von sich zeigt im Laufe der Geschichte. Mit Kiretta ist es ähnlich. Insgesamt geht es mir bei den beiden wie Phy:



    Das empfinde ich auch so. Helion wie auch Ajina waren mir auch zu "sauber" und vorhersehbar. Bren und Kiretta (mal als Figurenpaar betrachtet) wirken tiefgründiger und gut für noch die ein oder andere Überraschung (hoffe ich).


    Auf Kirettas Hintergrund bin ich jedenfalls auch sehr neugierig. Wo kommt sie her? Warum ist sie dem Kapitän bisher so eigenartig gefügig, bzw. was ist es, warum er sie so in der Hand hat, dass sie widerstandslos in seine Kammer kommt, wenn er ruft?


    Interessant finde ich ja, dass die beiden Osadroi sich am Kampf gegen die Gildenmeisterinnen beteiligten, obwohl sie das eher selten tun. Muss für Bren ja ein Ehre sein, oder? Bren scheint sie jedenfalls mitreißen zu können mit seinen Aktionen. ;D


    Allerdings habe ich in diesem Abschnitt doch eine herbe Enttäuschung erlebt: Velon ist ein Moppel!? :o Nein, also das geht ja gar nicht in meinen Kopf! Hilfe!!! Velon habe ich im vorherigen Abschnitt noch als tiefgründigen und geheimnisumwitternden Osadroi betrachtet und so hat er für mich auch ein entsprechend mystisches Aussehen: sehr groß, hager (!!!), Schatten unter den Augen, edle schwarze Kleidung, tiefschwarzes etwas längeres Haar - adliger Typ. So sehe ich ihn vor mir. Und dann entpuppt er sich einfach als dickbäuchiger Kaufmann in wahrscheinlich schreiend bunten Klamotten! Oh nein, Bernd, das kannst du mir nicht antun! Da weigere ich mich jetzt aber!!! >:(;) Und wenn er sich am Ende dann doch einfach als verweichlichte Schlafmütze ohne verborgene Geheimnisse herausstellt, dann bin ich echt am Boden. :kommmalherfreundchen: ;D


    Puh, von dem Schock musste ich mich doch erst mal erholen.....



    Aus Alenias werde ich noch nicht ganz schlau, mit seinen philosophischen Reden. Er wird es sicherlich begrüßen, wenn es nun endlich in den Seelennebel geht und ich bin gespannt, welche Rolle er noch spielen wird. Er gefällt mir irgendwo ja schon ganz gut, aber ich habe immer noch Limoras im Hinterkopf und daß man als Mensch den Fayé nicht wirklich trauen kann.


    Ja, geht mir hier auch so. Ich traue ihm nicht ganz über den Weg, auch wenn er so wirkt, als würde er doch einfach gerne sein eigenes Ding hier durchziehen, sprich sein eigenes Wohlbefinden stärken. Aber wer weiß ....


    Sehr spannend das Ganze und ein bisschen graut mir nun vor dem Seelennebel! :o


  • Allerdings habe ich in diesem Abschnitt doch eine herbe Enttäuschung erlebt: Velon ist ein Moppel!? ... sehr groß, hager (!!!), Schatten unter den Augen, edle schwarze Kleidung, tiefschwarzes etwas längeres Haar - adliger Typ. So sehe ich ihn vor mir. Und dann entpuppt er sich einfach als dickbäuchiger Kaufmann in wahrscheinlich schreiend bunten Klamotten!


    Ganz so schlimm ist es nicht. ;)
    Er ist untersetzt (hat eben gut gelebt ...), grauhaarig (weil er als älteres Semester in die Schatten getreten ist) und er trägt meist weinrote Kleidung, also grundsätzlich dunkel, aber im Vergleich zu den anderen ondrischen Würdenträgern, die eigentlich alle Schwarz tragen, eben dann doch auffällig.



    Sehr spannend das Ganze und ein bisschen graut mir nun vor dem Seelennebel! :o


    Zu recht. >:D


  • Ganz so schlimm ist es nicht. ;)
    Er ist untersetzt (hat eben gut gelebt ...), grauhaarig (weil er als älteres Semester in die Schatten getreten ist) und er trägt meist weinrote Kleidung, also grundsätzlich dunkel, aber im Vergleich zu den anderen ondrischen Würdenträgern, die eigentlich alle Schwarz tragen, eben dann doch auffällig.


    Danke heimfinderin, ich kann ihn mir ja auch nicht so vorstellen, auch nicht untersetzt. Weinrot vielleicht noch, das ist eine sehr schöne Farbe und steht einem Genießer gut, aber untersetzt oder mopplig - so bekomme ich sein Bild nicht hin.


  • Danke heimfinderin, ich kann ihn mir ja auch nicht so vorstellen, auch nicht untersetzt. Weinrot vielleicht noch, das ist eine sehr schöne Farbe und steht einem Genießer gut, aber untersetzt oder mopplig - so bekomme ich sein Bild nicht hin.


    Ja, ich bin froh, dass ich mit meinem Schreck nicht allein stehe. :five:


  • Allerdings habe ich in diesem Abschnitt doch eine herbe Enttäuschung erlebt: Velon ist ein Moppel!? ... sehr groß, hager (!!!), Schatten unter den Augen, edle schwarze Kleidung, tiefschwarzes etwas längeres Haar - adliger Typ. So sehe ich ihn vor mir. Und dann entpuppt er sich einfach als dickbäuchiger Kaufmann in wahrscheinlich schreiend bunten Klamotten!


    :D Ich fand das jetzt gar nicht so schlimm :-[

  • Zitat von Heimfinderin

    Und wenn er sich am Ende dann doch einfach als verweichlichte Schlafmütze ohne verborgene Geheimnisse herausstellt, dann bin ich echt am Boden. :kommmalherfreundchen: ;D


    :D


    Ich habe einfach die Augen geschlossen und mir eine tiefe, sexy Männerstimme vorgestellt. Dann verschwindet des Bild vom untersetzten, weinroten Männchen. Wenn er nachts wach ist, sieht man das eh kaum in der Dunkelheit. ;D


  • Velon habe ich im vorherigen Abschnitt noch als tiefgründigen und geheimnisumwitternden Osadroi betrachtet und so hat er für mich auch ein entsprechend mystisches Aussehen: sehr groß, hager (!!!), Schatten unter den Augen, edle schwarze Kleidung, tiefschwarzes etwas längeres Haar - adliger Typ. So sehe ich ihn vor mir. Und dann entpuppt er sich einfach als dickbäuchiger Kaufmann in wahrscheinlich schreiend bunten Klamotten! Oh nein, Bernd, das kannst du mir nicht antun! Da weigere ich mich jetzt aber!!! >:(;) Und wenn er sich am Ende dann doch einfach als verweichlichte Schlafmütze ohne verborgene Geheimnisse herausstellt, dann bin ich echt am Boden. :kommmalherfreundchen: ;D


    :capone: da bin ich dabei, wenn schon mopplig (was man ignorieren kann) dann schon wenigstens voller Geheimnisse!
    Allerdings glaube ich kaum, dass Bernd ihn ohne Geheimnisse davonkommen läßt, bin nur auf deren Schwärzegrad gespannt.

  • Es wird ja richtig richtig spannend hier! Die Beschreibungen sind nach wie vor sehr atmosphärisch, was besonders die Eroberung Ejobans sehr cineastisch wirken lässt! Dass Bren sich allerdings traut, ohne Absprache mit den Schattenherren den Angriff zu starten, hat mich echt überrascht. Auch, dass die beiden das einfach hinnehmen.
    Die Gildenmeisterinnen wirkten auf mich von Anfang an überheblich, was ja darin gipfelte, dass sie es wagten, Bedingungen an die Schattenherren zu stellen.
    An Kiretta stört mich bisher noch, dass sie sich von Ulrik durch die Gegend kommandieren lässt, obwohl sie ja sonst eine starke Persönlichkeit zu sein scheint. Wenigstens ändert sich das gerade.
    Auf den Seelennebel freue ich mich auch total! Es wird super spannend und ich will endlich wissen, was Lisanne die letzten 50 Jahre gemacht hat!
    Velon habe ich mir übrigens von Anfang an als dicklich, mit Halbglatze und in diesen aufgeplusterten Renaissance-Kleidern vorgestellt.


  • Dass Bren sich allerdings traut, ohne Absprache mit den Schattenherren den Angriff zu starten, hat mich echt überrascht. Auch, dass die beiden das einfach hinnehmen.


    Das könnte daran liegen, dass er eigentlich kein Leibwächter ist, sondern der General der westlichen Dunkelheit. Er ist es also gewöhnt, weitreichende Entscheidungen zu treffen, denke ich.



    Auf den Seelennebel freue ich mich auch total! Es wird super spannend und ich will endlich wissen, was Lisanne die letzten 50 Jahre gemacht hat!


    Deiner Neugier kann geholfen werden ... ;)



    Velon habe ich mir übrigens von Anfang an als dicklich, mit Halbglatze und in diesen aufgeplusterten Renaissance-Kleidern vorgestellt.


    Strike! ;D


  • Velon habe ich mir übrigens von Anfang an als dicklich, mit Halbglatze und in diesen aufgeplusterten Renaissance-Kleidern vorgestellt.


    Wieso? Wie kommst Du darauf? Gibt es da eine Stelle, an der man das erkennen kann? Vielleicht habe ich wieder was überlesen?

  • Seite 21f:


    Zitat


    Schattenfürst Velon hatte die Sterblichkeit ungewöhnlich spät abgelegt. Seine körperliche Erscheinung sprach ihm ein halbes Jahrhundert zu. Das graue, ordentlich gestutzte Haar hatte sich seitlich über der Stirn zurückgezogen und rahmte das runde, wenn auch nicht fette Gesicht wie ein Bezug aus Filz ein. Er kleidete sich bevorzugt in bauschige, dunkelrote Gewänder, wie er auch heute eines trug. Die Ärmel waren weit genug, dass man die an der Innenseite angebrachten Goldborten sehen konnte. Eine Attitüde vorgeblich versteckten Wohlstands, die viele seiner Anhänger teilten.

Anstehende Termine

  1. Freitag, 19. Juli 2019, 21:00 - Freitag, 2. August 2019, 22:00

    odenwaldcollies