02 - Seite 33 bis 87 (ab "Der letzte Reisetag ...")

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • So, ich habe mal einfach weiterlesen müssen.


    Bren gefällt mir auch gut, aber ich hüte mich, mein Herz an ihn zu hängen (obwohl er mir besser gefällt als Helion )


    Nun weiß ich also, warum Bren gebraucht wurde - als Reiseleiter sozusagen. Irgendwie war mir entallen oder nicht klar, dass die Sonne den Schattenherren auch so viel ausmacht. Ich hatte sie irgendwie unabhängiger von der Natur eingeschätzt.


    Die Mitreisenden Schattenherren sind jeder für sich auch ziemlich interessante Charaktere. Der eine wirkt fast übermütig tatendurstig und ziemlich jung, der andere wesentlich abgeklärter, irgendwie gelangweilt und eigentlich gar nicht reiselustig. Zumindest Gadior scheint von Lisanne mächtig beeindruckt zu sein und sein eigenes Interesse daran zu haben, sie wieder zu finden. Er ist ja fast vor Ehrfurcht erstarrt.
    Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er das vor sich selbst so registriert, denn das ist ja gefährlich.


    Was ist mit den Faye los? Könnte es sein, dass die erste Geburt seit langer zeit ihnen als Neuanfang erscheint? Möchten sie diesen Neuanfang mit einer Rückkehr zu den alten Werten verbinden? Irgendwie scheinen sie mir nicht sehr gut auf die Schattenherren zu sprechen zu sein und sie scheinen auch die alte Weise des Zusammenlebens mit der Natur wieder mehr zu achten, oder wirkte die Szene nur auf mich so?
    (note an Dein Tagebuch Bernd, ich halte die Hoffnung auch hier hoch ;D, wahrscheinlich noch vergeblicher als für die Menschen, die ja doch noch eine kleine Bastion bei der Mondmutter haben, oder)


    So und nun kommt das Seeabenteuer. Es klingt spannend. Bin wirklich neugierig, wie Bernd die Seefahrer Romantik verfremden wird.

  • Das Buch geht genauso gut weiter, wie es begonnen hat. Und wir treffen Gadior wieder, der inzwischen Schattengraf geworden ist. Und die Silbermine von Guardaja ist also 10 Jahre nach den damaligen Ereignissen in Feind dann doch in die Hände der Schattenherren gefallen.


    Gadior ist immer noch extrem fasziniert von Lisanne, daß er sogar unbedingt auf die Suche mitgenommen werden möchte. Die Suche nach Lisanne finde ich sehr spannend, zumal man dadurch auch etwas über die vergangenen 50 Jahre erfährt.
    Mit Gadior hätte Lisanne einen Verbündeten gehabt, aber sie nimmt ihn nicht mit, sondern möchte, daß er dem Schattenkönig dient. Warum? Sollte er nichts von den aufkeimenden menschlichen Gefühlsregungen bei ihr merken? Und das Verbot des Schattenkönigs, ihren Namen auszusprechen, kam dann also erst etwas später. Nun interessiert es mich noch mehr, was zu diesem Verbot führte. War es alleine nur deswegen, weil sie sich dem Zugriff des Schattenkönigs entzogen hat? Dieser vermisst Lisanne ja auch, wie er selber zugibt - gut, er hat wahrscheinlich auch sein Herz behalten.



    Was ist mit den Faye los? Könnte es sein, dass die erste Geburt seit langer zeit ihnen als Neuanfang erscheint? Möchten sie diesen Neuanfang mit einer Rückkehr zu den alten Werten verbinden? Irgendwie scheinen sie mir nicht sehr gut auf die Schattenherren zu sprechen zu sein und sie scheinen auch die alte Weise des Zusammenlebens mit der Natur wieder mehr zu achten, oder wirkte die Szene nur auf mich so?


    So hatte ich das gar nicht gesehen, aber der Gedanke ist nicht schlecht. In jedem Fall scheint die Geburt etwas sehr Außergewöhnliches und Seltenes zu sein, wenn sie sogar schwangere Frauen entführen müssen, um zu überprüfen, daß alles glatt geht bei der Geburt. Mal sehen, ob wir die Geburt in diesem Band noch mitbekommen werden.


    Alenias gefällt mir bisher ganz gut, er scheint alles andere als unterwürfig zu sein und sagt, was ihm in den Sinn kommt. Nunja, sein Lebenswille scheint nicht mehr sehr ausgeprägt zu sein, daher fürchtet er auch nicht mehr viel.


    Flutatem und die Piraten gefallen mir ebenfalls sehr gut, prima, daß noch eine ganz eigene "Spezie" die Bühne betritt ;D Und sie sind genauso, wie man sich Piraten vorstellt. Die Reise über das Meer könnte spannend werden. Ob Osadroi wohl seekrank werden können?



    Bren gefällt mir auch gut, aber ich hüte mich, mein Herz an ihn zu hängen (obwohl er mir besser gefällt als Helion )


    Bren finde ich auch weiterhin ein sehr interessanter Charakter, auch wenn er sicherlich das Buch nicht überleben wird. Auf der einen Seite ist er die perfekte Kampfmaschine, auf der anderen Seite hat er aber auch moralische Bedenken: er verbrennt die Leichen von Menschen lieber, als daß er sie den Ghoule überlässt; er macht sich Gedanken darüber, eine Siedlung nicht allzusehr mit Nahrungsmitteln zu schröpfen, sondern die Belastung zu verteilen; und auch seine Gedanken darüber, welche Frau die meiste Lebenskraft hat bzw. welches ihrer Kinder am ehesten als Waise zurecktkommt, sind sehr human.


    Was bin ich gespannt, wie Lisanne auf ihn wirken wird.

  • Ich würde Bren nicht als Kampfmaschine bezeichnen. Er ist ein kluger Beobachter und Taktiker und ich denke das macht ihn zu einem guten Kämpfer. Eine Maschine hat Kraft, aber ich würde mit ihr nicht die Führerqualitäten Brens verbinden. Schön auch, dass er sich nicht als Kumpel mit seinen Soldaten verhält. Das zeigt, dass er Respekt ohne Anbiederung hat.


  • Das Buch geht genauso gut weiter, wie es begonnen hat.


    :freu:



    Bren finde ich auch weiterhin ein sehr interessanter Charakter, auch wenn er sicherlich das Buch nicht überleben wird.


    Liebes Tagebuch, bei der Leserschaft setzen sich gewisse Erwartungshaltungen fest ... ;D



    Schön auch, dass [Bren] sich nicht als Kumpel mit seinen Soldaten verhält. Das zeigt, dass er Respekt ohne Anbiederung hat.


    Diese Charaktereigenschaft ist darauf zurückzuführen, dass ich einfach zu viele Geschichten mit kumpelhaten Offizieren gelesen habe. Dort ist oft das Schema, dass die unsympathischen Verlierer eine strikte militärische Hierarchie einhalten, während die sympathischen Gewinner mehr oder minder eine Hippie-WG bilden. Ich habe nichts gegen Hippies, aber es hat ja einen Grund, warum jedes Militär der Welt hierarchisch organisiert ist: Wenn in einer akuten Situation keine Zeit für eine ausführliche Erörterung der Lage ist, dann verschaffen schnelle Entscheidungen den Sieg. In solchen Ausnahmesituationen sind Hierarchien einfach schneller als basisdemokratische Verfahren.


  • [


    Diese Charaktereigenschaft ist darauf zurückzuführen, dass ich einfach zu viele Geschichten mit kumpelhaten Offizieren gelesen habe. Dort ist oft das Schema, dass die unsympathischen Verlierer eine strikte militärische Hierarchie einhalten, während die sympathischen Gewinner mehr oder minder eine Hippie-WG bilden. Ich habe nichts gegen Hippies, aber es hat ja einen Grund, warum jedes Militär der Welt hierarchisch organisiert ist: Wenn in einer akuten Situation keine Zeit für eine ausführliche Erörterung der Lage ist, dann verschaffen schnelle Entscheidungen den Sieg. In solchen Ausnahmesituationen sind Hierarchien einfach schneller als basisdemokratische Verfahren.


    Wo Du Recht hast...In einer Gefahrensituation kann man keine Diskussionen anfangen, macht unser Unterbewußtsein ja auch nicht, wenn Gefahr, dann Bewußtsein abschalten und reagieren..Jahrtausende Training haben unser Unterbewußtsein dafür besser befähigt, als unser Denken es sich jemals aneigenen kann in einem Menschenleben.


  • Ich würde Bren nicht als Kampfmaschine bezeichnen. Er ist ein kluger Beobachter und Taktiker und ich denke das macht ihn zu einem guten Kämpfer. Eine Maschine hat Kraft, aber ich würde mit ihr nicht die Führerqualitäten Brens verbinden. Schön auch, dass er sich nicht als Kumpel mit seinen Soldaten verhält. Das zeigt, dass er Respekt ohne Anbiederung hat.


    Der Begriff "Kampfmaschine" ist falsch, da hast du recht, mir fiel irgendwie kein besseres Wort ein: er ist eben zu ein sehr erfahrener Kämpfer, der alle Eventualitäten in einem Kampf berücksichtigt und jederzeit die Situationen auf seine Chancen, einen evtl. Kampf zu gewinnen, analysiert.

  • Ich mag diese Ortswechsel und hänge wirklich gebannt an den Seiten. Mir hat schon der Fayewald gut gefallen, aber die Hafenstadt ist noch etwas anziehender. Es hat fast so einen "Fluch-der-Karibik"-Flair. ;D


    Von Kiretta bin ich direkt etwas enttäuscht, obwohl ich sie nicht gut kenne. Aber von der Erzählungen hatte ich mir ein anderes Bild gemacht. Ich habe sie mir als raffinierte, schlaue Frau vorgestellt, die ihren eigenen Kopf hat. Stattdessen wirkt sie dort im Kerker abhängig vom Kapitän und zumal auch etwas dümmlich, wenn er noch den Preis verhandelt, sie aber herumbettelt. Ich hoffe jetzt einfach, dass sie sich draussen prächtig entwickelt und wieder zu alten Werten zurückkehrt (wenn denn mein vorheriges Bild von ihr stimmt).


    Bren meistert seine Aufgabe sehr gut. Da hat der Schattenkönig wirklich den perfekten Begleiter für seine Untertanen ausgesucht. Velon schläft mir zuviel, von ihm kann ich mir noch kein rechtes Bild machen. Aber auch er wird wohl für irgendwas mitgeschickt worden sein. Und wenn es nur für Verhandlungen und/oder Kampf mit Lisanne ist (der er hoffnungslos unterlegen sein wird). ;D


    Gadior dagegen gefällt mir schon besser. Er ist einfach nur dabei, um wieder bei Lisanne zu sein. Weil er ihr verfallen ist? So ehrfürchtig wie er von ihr redet, könnte man das doch annehmen. Und der Name kommt mir bekannt vor aus Feind...


    Ich freue mich auf die Seefahrt mit der Mordkrake. :popcorn:

  • So hatte ich das gar nicht gesehen, aber der Gedanke ist nicht schlecht. In jedem Fall scheint die Geburt etwas sehr Außergewöhnliches und Seltenes zu sein, wenn sie sogar schwangere Frauen entführen müssen, um zu überprüfen, daß alles glatt geht bei der Geburt. Mal sehen, ob wir die Geburt in diesem Band noch mitbekommen werden.


    Weil die Fayefrau so anders aussah, könnte man auch glatt eine Faye-Mensch-Kreuzung vermuten. Vielleicht hat sie die Kinderlosigkeit dazu getrieben. Menschfrauen werden schwanger, mit dunkler Magie oder auf natürlichem Weg für weiblichen Fayenachwuchs sorgen und schon wäre das Problem gelöst.
    Aber das sind nur Spekulationen. Vielleicht lag die Andersartigkeit wirklich nur an ihrer Kleidung, um vielleicht auch das Vertrauen der Menschenfrauen zu gewinnen. Jedenfalls wäre ich sehr interessiert daran, die Auflösung zu erfahren. Hier zeigte sich auch wieder die Klugheit von Bren. Er hat gut kombiniert.


    Zitat von odenwaldcollies

    Die Reise über das Meer könnte spannend werden. Ob Osadroi wohl seekrank werden können?


    :elch:



    Wem Gadior bekannt vorkommt, der kann noch einmal in den Prolog von Feind schauen ...


    Ah! Danke für den Tipp. Werde ich nachher gleich nachlesen. 8)


    Zitat von Bernard


    Ein interessanter Gedanke, den zu verfolgen sich lohnt ... ;)


    Sehr gut, Rhea. Mit dem Wechsel auf dem Schattenthron, wäre doch der Vertrag mit den Schatten gelöst. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?


  • Stattdessen wirkt [Kiretta] dort im Kerker abhängig vom Kapitän und zumal auch etwas dümmlich, wenn er noch den Preis verhandelt, sie aber herumbettelt.


    Eventuell wurde kurz vorher ein wunder Punkt bei ihr getroffen ...



    Gadior dagegen gefällt mir schon besser. Er ist einfach nur dabei, um wieder bei Lisanne zu sein. Weil er ihr verfallen ist?


    Wer ist das nicht ...? ;)



    Aber das sind nur Spekulationen. Vielleicht lag die Andersartigkeit wirklich nur an ihrer Kleidung, um vielleicht auch das Vertrauen der Menschenfrauen zu gewinnen. Jedenfalls wäre ich sehr interessiert daran, die Auflösung zu erfahren.


    Ich bitte um ein wenig Geduld - jetzt geht es erst einmal hinaus auf's Meer ...


  • Bren meistert seine Aufgabe sehr gut. Da hat der Schattenkönig wirklich den perfekten Begleiter für seine Untertanen ausgesucht.


    Ja, er wirkt sehr sicher und souverän bisher. Mal gespannt ob das so bleibt. Er scheint ja der Namensgeber dieses Buches zu sein. Irgendwo heißt es von ihm (die Seite habe ich mir leider nicht aufgeschrieben): "Bren war ein Knecht".


    Traurig finde ich ja, was er von seiner Mutter erzählt, nämlich, dass sie ihren Sohn (also wohl ihn, denke ich) abgeben musste, als sie zur Dunkelruferin wurde. Eine schöne Kindheit sieht anders aus. :( Aber diese Welt ist für Schönes eh nicht wirklich geschaffen, fürchte ich. Wie z. B. die Hunde, die alle von ihren eigenen Betreuern getötet werden sollen. :o:'( Im ersten Teil das grausame Katzenopfer, hier die jungen Hunde. Mensch Bernd! Ist denn kein Mensch und kein Geschöpf vor dir sicher? >:(


    Eine schöner Anblick war ja dann die kleine "Oase" im ansonsten bezwungen wirkenden Wald. Allerdings zerstören die gefangenen Schwangeren dieses liebliche Bild. Puh, wie das Studium dieser armen Frauen wohl für diese aussieht?


    Spannend finde ich die Königin, bzw. ob ihre Schwangerschaft wohl klappt, wenn dies so eine sensible Sache ist. Ich habe mich auch schon gefragt, warum sie so ein bisschen menschlich wirkt. Ob sie vielleicht von den schwangeren Frauen etwas übertragen bekam, was sie menschlicher und damit widerstandsfähiger macht? Eine "Hormonbehandlung" durch "Lebendspende" oder etwas in der Art (was auch immer die Fayé an derartigen "Maßnahmen" ausüben können), damit die Geburt auch wirklich so gut wie bei den Menschen funktioniert? Oder ist das jetzt echt zu weit hergeholt?



    Mir hat schon der Fayewald gut gefallen, aber die Hafenstadt ist noch etwas anziehender. Es hat fast so einen "Fluch-der-Karibik"-Flair. ;D


    Das Gefühl hatte ich auch sofort. Ich bin gespannt, was auf dem Meer alles passiert. :o Ich mag ja Seefahrergeschichten und hoffe, hier auf etwas Fluch-der-Karibik-Stimmung. Vielleicht ein paar Meeresmonster oder so. ;D



    Von Kiretta bin ich direkt etwas enttäuscht, obwohl ich sie nicht gut kenne. Aber von der Erzählungen hatte ich mir ein anderes Bild gemacht. Ich habe sie mir als raffinierte, schlaue Frau vorgestellt, die ihren eigenen Kopf hat. Stattdessen wirkt sie dort im Kerker abhängig vom Kapitän und zumal auch etwas dümmlich, wenn er noch den Preis verhandelt, sie aber herumbettelt.


    Ja, das hat mich auch irgendwie irritiert und enttäuscht. Ich hatte ein völlig anderes Bild von ihr, bis sie so rumjammerte. Das passte irgendwie nicht zu dem starken Erscheinungsbild vorher. Aber vielleicht war das ja nur ein kurzer Tiefpunkt und sie berappelt sich wieder zu ihrer eigentlichen selbstbewusst wirkenden Stärke. Ich bin gespannt!


    . Velon schläft mir zuviel, von ihm kann ich mir noch kein rechtes Bild machen. Aber auch er wird wohl für irgendwas mitgeschickt worden sein.


    Hihi, ja er ist eine Schlafmütze. :D Aber ich finde ihn deshalb momentan besonders interessant, interessanter als den so offenen Gadior. Velon wirkt geheimnisvoll, finde ich. Ich möchte wissen, was hinter seiner zurückgezogenen Art "versteckt" ist und kann mir vorstellen, dass er ziemlich gefährlich sein kann, wenn er erst mal richtig "aufwacht". Er reizt mich besonders, gerade weil er sich so bedeckt gibt.

  • Mit etwas Verspätung bin ich nun auch im Hafen gelandet und bin sehr begeistert dass es nun auf das Meer geht. (Ich liebe Schiffe, Meer & Segeln)


    Bren ist auch für mich ein wirklich toller Charakter, doch auch ich vermute, dass er es nicht bis in den dritten Band schafft - auf der anderen Seite steht allerdings, dass Bernd uns vielleicht ein wenig an der Nase herrumführt und diesmal einen Charakter einführt an dem wir uns länger vergnügen dürfen.


    Der Nebelwald hat mich wieder total fasziniert und dadurch, dass wir ihn durch die Augen von Bren sehen konnten sind die Eindrücke auch recht menschlich verpackt. Vielleicht täuscht mich meine Erinnerung aber dieser Aufenthalt im Nebelwald hat meiner Meinung nach mehr gezeigt wie gewaltsam die Fayé mit der Natur umgehen als der Aufenthalt aus dem ersten Buch.


    Bei Kiretta bin ich noch unsicher. Ich denke Bren hat ihr ordentlich zugesetzt und ihre Sehnsucht geweckt. Und mal ehrlich: Warum handelt Ulrik noch? Freiheit ist doch mehr wert als alles andere.
    Aber deswegen ist er wohl der Kapitän, er holt aus allem das Maximum raus.


    Ich freu mich schon aufs Weiterlesen (:
    Bisher ist das Buch wieder unglaublich gut!! :anbet:


  • Velon schläft mir zuviel, von ihm kann ich mir noch kein rechtes Bild machen.


    Das ist mir auch aufgefallen, vielleicht liegt das daran, daß er so spät zum Unsterblichen wurde - da war er schon die regelmäßigen Mittagsschläfchen gewohnt ;D



    Vielleicht täuscht mich meine Erinnerung aber dieser Aufenthalt im Nebelwald hat meiner Meinung nach mehr gezeigt wie gewaltsam die Fayé mit der Natur umgehen als der Aufenthalt aus dem ersten Buch.


    Ich hatte auch den Eindruck, daß das im jetzigen Buch intensiver rüberkam - aber ich könnte mich auch täuschen, vielleicht habe ich es nicht mehr so richtig in Erinnerung :-[


  • Irgendwo heißt es von ihm (die Seite habe ich mir leider nicht aufgeschrieben): "Bren war ein Knecht".


    Da erinnerst Du Dich richtig. Das steht auf Seite 86.



    Wie z. B. die Hunde, die alle von ihren eigenen Betreuern getötet werden sollen. :o:'( Im ersten Teil das grausame Katzenopfer, hier die jungen Hunde. Mensch Bernd! Ist denn kein Mensch und kein Geschöpf vor dir sicher? >:(


    Ich bin sozusagen der Knecht meiner Geschichte. :) Wenn die Geschichte einen Kopf fordert, dann wird er abgehauen.
    Interessant finde ich grundsätzlich, dass in Romanen der Tod von Haustieren oftmals stärkeres Bedauern hervorruft als der Tod von Menschen, obwohl es ja im realen Leben umgekehrt ist. Vielleicht projeziert man beim Lesen automatisch mehr positive Eigenschaften auf Tiere als auf Menschen?



    Ob sie vielleicht von den schwangeren Frauen etwas übertragen bekam, was sie menschlicher und damit widerstandsfähiger macht? Eine "Hormonbehandlung" durch "Lebendspende" oder etwas in der Art (was auch immer die Fayé an derartigen "Maßnahmen" ausüben können), damit die Geburt auch wirklich so gut wie bei den Menschen funktioniert? Oder ist das jetzt echt zu weit hergeholt?


    Es passt jedenfalls in die Logik der dunklen Magie, die in der Welt der Schattenherren üblich ist. Aber ob es sich wirklich so verhält - wer weiß ...? ;)



    Ja, das hat mich auch irgendwie irritiert und enttäuscht. Ich hatte ein völlig anderes Bild von ihr, bis sie so rumjammerte. Das passte irgendwie nicht zu dem starken Erscheinungsbild vorher. Aber vielleicht war das ja nur ein kurzer Tiefpunkt und sie berappelt sich wieder zu ihrer eigentlichen selbstbewusst wirkenden Stärke. Ich bin gespannt!



    Bei Kiretta bin ich noch unsicher. Ich denke Bren hat ihr ordentlich zugesetzt und ihre Sehnsucht geweckt.


    Jeder Mensch hat Schwächen. Oft ist das etwas, das man braucht und nach dem man sich sehnt, wenn es einem genommen wird. Dann ist man auch bereit, sich "zum Affen zu machen", um es zurück zu bekommen. Kiretta hat, denke ich, so eine starke Sehnsucht, und damit einen wunden Punkt, auf den Bren drückt. Wenn Euch das im Detail interessiert, könnt Ihr auf Seite 86f nachschauen ...



    Bren ist auch für mich ein wirklich toller Charakter, doch auch ich vermute, dass er es nicht bis in den dritten Band schafft - auf der anderen Seite steht allerdings, dass Bernd uns vielleicht ein wenig an der Nase herrumführt und diesmal einen Charakter einführt an dem wir uns länger vergnügen dürfen.


    Eines sonnigen Tages verblüffte ich meine Freundin mit der Ankündigung, einen meiner Protagonisten einen Roman überleben lassen zu wollen. Ihrem Blick war deutlich zu entnehmen, dass sie sich sorgte, ich könne einen Sonnenstich erlitten haben.
    Andererseits überrasche ich gern meine Leserschaft ... ;)


    Vielleicht täuscht mich meine Erinnerung aber dieser Aufenthalt im Nebelwald hat meiner Meinung nach mehr gezeigt wie gewaltsam die Fayé mit der Natur umgehen als der Aufenthalt aus dem ersten Buch.


    Das könnte auch an dem Kontrast zu dem Teil des Waldes liegen, der noch im ursprünglichen Zustand erhalten ist.



    Und mal ehrlich: Warum handelt Ulrik noch? Freiheit ist doch mehr wert als alles andere.
    Aber deswegen ist er wohl der Kapitän, er holt aus allem das Maximum raus.


    Ich bin einigen Menschen begegnet, die einfach nie genug bekommen können. Ein Jahresgehalt von 3 Millionen Euro erscheint den meisten Leuten überreichlich, aber es gibt auch welche, die mit 14 Millionen kreuzunglücklich sind - vor allem, wenn sie einen Kollegen haben, der 14,5 Millionen kriegt. Meistens sind das auch unglückliche Leute, denn sie werden nie zufrieden sein - Gier bestraft sich selbst.



    Bisher ist das Buch wieder unglaublich gut!!


    Vielen Dank. :)



    Das ist mir auch aufgefallen, vielleicht liegt das daran, daß er so spät zum Unsterblichen wurde ...


    Es gibt noch einen weiteren Faktor, der Gadior und Velon wesentlich unterscheidet ...


  • Eines sonnigen Tages verblüffte ich meine Freundin mit der Ankündigung, einen meiner Protagonisten einen Roman überleben lassen zu wollen. Ihrem Blick war deutlich zu entnehmen, dass sie sich sorgte, ich könne einen Sonnenstich erlitten haben.
    Andererseits überrasche ich gern meine Leserschaft ... ;)


    :D


  • Interessant finde ich grundsätzlich, dass in Romanen der Tod von Haustieren oftmals stärkeres Bedauern hervorruft als der Tod von Menschen, obwohl es ja im realen Leben umgekehrt ist. Vielleicht projeziert man beim Lesen automatisch mehr positive Eigenschaften auf Tiere als auf Menschen?


    Naja, ich habe immerhin noch den Menschen vor den anderen Geschöpfen genannt. ;) Bei mir ist es eben auch so, dass ich früher eine Katze als Haustier hatte und momentan einen Hund. Da zuckt man vielleicht ganz besonders zusammen, bei solchen Szenen. Wobei ich das bei Tierquälerei immer tue. Was die Eigenschaften betrifft: eher nicht positive Eigenschaften, denn die Menschen in den Geschichten sind ja nicht alle automatisch schlechter. Bei Tieren, wie auch hier bei diesen, empfinde ich eher immer deren Unschuldigkeit und/oder Abhängigkeit vom Menschen, die dann auch einfach nicht verstehen, was mit ihnen passiert. Szenen, in denen Kinder gequält und abgeschlachtet werden, finde ich noch viel viel schlimmer. Ich kann z. B. auch nicht diese Psychothriller lesen, in denen Kinder Opfer von durchgeknallten Serienkillern sind. Kämpfen verfeindete Völker gegeneinander, also bewaffnete Soldaten u. ä. , dann finde ich deren Tod oder Qual auch schlimm, aber im Gegensatz zu Kindern und Frauen und eben Tieren, wissen sie, auf was sie sich einlassen (müssen). Hier kann ich gut akzeptieren, dass sie sterben könnten, denn nachdem sie "die Kämpfer-Rolle" angenommen haben, kann ich auch aushalten, dass der Autor sie leiden und sterben lässt, denn es kommt nicht unverhofft, ist quasi deren Risiko. So gesehen ist bei mir beim Lesen bei den unterschiedlichsten Szenarien eben mein "Kloß-im-Hals-Faktor" doch unterschiedlich verteilt. ;)

  • Ich empfand die Szene mit den Hunden nicht so schlimm, weil nur davon erzählt wurde, dass sie sterben werden.
    Wenn Sutor (Wie ich gerade feststelle: Schön, dass er es ins Dramatis Personae geschafft hat) etwas passieren würde würde mich das allerdings ziemlich treffen.
    Bei Tieren reagiere ich anders als bei Menschen.
    Das liegt vielleicht daran, dass sie mir ehrlicher erscheinen? Ihr Verhalten natürlich und durch ihren Instinkt gesteuert ist und nicht von irgendwelchen falschen Idealen? Hmm...