06: Seite 284 - Ende (Kap. Verðandi [17. Juni, 9.07 Uhr, Goðafoss] – Ende)

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 284 bis zum Ende (Kapitel Verðandi [17. Juni, 9.07 Uhr, Goðafoss, Þingeyjarsveit, Island] - Ende) schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Das Ende war ja noch mal so richtig spannend! Am dramatischsten fand ich ehrlich gesagt die Szene mit Silvie und Karl. Sie streicht ihm noch mal über die Wange, dann löst sie die Bremsen des Rollstuhls, und er rollt über die Klippen in dieses eiskalte Wasser! Grausig!
    Dabei scheint Silvie ihren Mann tatsächlich geliebt zu haben. Aber was für eine kranke Liebe, dafür den 12-jährigen Jan zu "opfern"! Wie kaltblütig und berechnend!


    Diese Auflösung hat mich übrigens wieder sehr überraschen können. Ich habe ja mit allem gerechnet, aber dass Silvie Jan getötet hat - die Überlegung ist mir vorher nicht gekommen. Ich hatte da eher Alf in Verdacht oder Jarvel.


    Auch Lena kann mir nur leidtun. Nach zwanzig Jahren erfährt sie endlich mal ein bisschen über ihre Mutter, und dann muss sie erkennen, dass diese Informationen alle gefälscht sind. Da kann man nur hoffen, dass Lena und Frank sich nun ein bisschen näherkommen und eine Vater-Tochter-Beziehung aufbauen können.


    Warum Doros Eltern damals das Baby gleich zur Adoption freigegeben haben, will mir allerdings nicht in den Kopf. Menschen ticken natürlich alle anders, aber ich würde doch meinen, dass man in so einer Situation irgendwie froh ist, dass ein Teil der Tochter quasi bleibt. Versteht Ihr, wie ich das meine? Das Baby war doch das einzige Enkelkind, und für Doro gab es scheinbar keine Rettung mehr. Da hätte ich persönlich als Doros Mutter mein Enkelkind auf jeden Fall aufziehen wollen, denn das wäre sicher auch Doros Wunsch gewesen. Nur dann hätte natürlich was in der Geschichte hier gefehlt.


    Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir das Buch richtig gut gefallen hat! Es war schön spannend und rätselhaft, so dass man viel spekulieren konnte.

  • Was für ein Finale: bei dem Höhepunkt seiner Inszenierung zeigt Jarle sein wahres Gesicht. Ihm geht es nur um die 3 Millionen und die Demütigung von AlumInTerra, weil diese seinen "Ruhm" als Wissenschaftler vereitelt haben. Die Wahrheit über Doro bzw. den Mord an Jan Hüffart war ihm relativ egal - genauso seine Mitstreiterin Lena. Von wegen, er will die 3 Millionen in den Goðafoss werfen.



    Am dramatischsten fand ich ehrlich gesagt die Szene mit Silvie und Karl. Sie streicht ihm noch mal über die Wange, dann löst sie die Bremsen des Rollstuhls, und er rollt über die Klippen in dieses eiskalte Wasser! Grausig!
    Dabei scheint Silvie ihren Mann tatsächlich geliebt zu haben. Aber was für eine kranke Liebe, dafür den 12-jährigen Jan zu "opfern"! Wie kaltblütig und berechnend!


    So ging es mir auch, der Fokus verschob sich von dem Geständnis Urbichs zu Silvie und Karl, weil klar war, daß hier gerade ein düsteres Geheimnis aufgedeckt wurde. Ich wollte den Anderen am liebsten zurufen, daß sie doch endlich mal nach den Beiden sehen sollten. Bei der Beschreibung, wie Silvie ihm über die Wange streicht und dann die Bremsen des Rollstuhls löst, hatte ich Gänsehaut - wie kaltblütig und krank ist diese Frau. Als Karl in Wasser verschwindet, war mein erster Gedanke: das darf jetzt nicht wahr sein, daß Silvie womöglich ungeschoren davonkommt.


    Allerdings hat Silvie damit auch Jarles Inszenierung gestört: durch die Ablenkung konnte Wencke ihn entwaffnen und Urbich ihn vollends überwältigen. Außerdem war für die Presse der Tod Hüffarts deutlich spannender als die Enthüllungen von AlumInTerra - und Urbich hatte damit eine weitere Möglichkeit, die Angelegenheit pressetechnisch klein zu halten.



    Diese Auflösung hat mich übrigens wieder sehr überraschen können. Ich habe ja mit allem gerechnet, aber dass Silvie Jan getötet hat - die Überlegung ist mir vorher nicht gekommen. Ich hatte da eher Alf in Verdacht oder Jarvel.


    Das hat mich auch überrascht - und es schien auch sonst niemand gewußt zu haben, daß sie die Mörderin von Jan ist. Ich hatte zwar schon den Verdacht, daß Jans Tod nichts mit der Schmiergeldaffäre zu tun haben könnte, konnte das Motiv aber nicht richtig greifen. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß Silvie dermaßen krank im Kopf ist, daß sie ein Kind umbringt, um an den Vater zu kommen.



    Auch Lena kann mir nur leidtun. Nach zwanzig Jahren erfährt sie endlich mal ein bisschen über ihre Mutter, und dann muss sie erkennen, dass diese Informationen alle gefälscht sind. Da kann man nur hoffen, dass Lena und Frank sich nun ein bisschen näherkommen und eine Vater-Tochter-Beziehung aufbauen können.


    Warum Doros Eltern damals das Baby gleich zur Adoption freigegeben haben, will mir allerdings nicht in den Kopf. Menschen ticken natürlich alle anders, aber ich würde doch meinen, dass man in so einer Situation irgendwie froh ist, dass ein Teil der Tochter quasi bleibt. Versteht Ihr, wie ich das meine? Das Baby war doch das einzige Enkelkind, und für Doro gab es scheinbar keine Rettung mehr. Da hätte ich persönlich als Doros Mutter mein Enkelkind auf jeden Fall aufziehen wollen, denn das wäre sicher auch Doros Wunsch gewesen. Nur dann hätte natürlich was in der Geschichte hier gefehlt.


    Lena tut mir auch leid, zumal sie nun sicherlich rechtlichen Ärger kriegen wird, obwohl sie unwissentlich das Werkzeug von Jarle war. Ich hoffe aber, daß ihre Großeltern nun für sie da sind, ebenso ihr Vater Frankie.
    Ich verstehe, was du meinst, Rosenprinzessin: das Baby war die einzige Verbindung zu ihrer Tochter. Ich denke mal, die Großeltern waren damals mit der ganzen Situation überfordert (Doros Mutter erwähnt das ja auch), wahrscheinlich hatten sie damals die ganze Sache nicht begreifen können und dachten, wenn sie das Baby zur Adoption freigeben, dann würde sich die ganze Sache erledigen und ihr bisher geregeltes Leben könne einfach weitergehen. Aber das war nicht der Fall, wie sie dann erkennen mußten.


    Nur gut, daß Wencke dann doch noch den richtigen Riecher hat und Silvie überführen kann, das hätte mich am meisten gewurmt, wenn sie mit dem Mord an Jan und Karl einfach davon gekommen wäre.


    Nun bin ich gespannt, ob Wencke tatsächlich versetzt wird, im Moment sieht es schwer danach aus, da hilft sicherlich auch nichts, daß sie den Fall Jan Hüffart doch noch aufklären konnte.
    Als Axel auftaucht und erzählt, daß Kerstin ebenfalls einen Liebhaber hat, der auch der Vater von dem Kind ist, mußte ich ja kurz auflachen: so kann es gehen. Es sieht so aus, als hätten die Beiden doch noch eine Chance.


    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, so gut, daß die vorigen 8 Bücher um Wencke Tydmers doch gleich auf meiner Wunschliste gelandet sind ;D

  • Einen wirklich fesselnden Showdown haben wir am Ende, der noch einmal einige Überraschungen für uns bereit hält!
    Sehr amüsant fand ich, dass jeder hier sein eigenes Süppchen kocht und alles aus dem Ruder gelaufen ist! :)
    Jarle wurde so ja richtig die Show für seine tolle Inszenierung gestohlen! Nur gut, dass Wencke noch gerade rechtzeitig ankommt und Jarle überwältigen kann!
    Dass es Silvie in dem ganzen Tumult gelingt, ihren geliebten Mann so kaltblütig zu entsorgen, bevor er mit der Wahrheit herausrücken kann, hat mich ehrlich gesagt, doch ziemlich geschockt!
    Kaum zu fassen, dass sie einen arglosen 12Jährigen erstochen hat, nur um näher an ihr vergöttertes Politikeridol zu kommen. Das ist schon ganz schön krank! :o
    So viel Kaltherzigkeit und Berechnung hätte ich ihr echt nicht zugetraut, immerhin wollte sie doch mal zur Polizei!
    Eigentlich hatte ich die ganze Zeit eher Urbich und Konsorten im Verdacht gehabt, den Jungen getötet zu haben.
    Tja, so kann man sich in Menschen täuschen!


    Die arme Lena! Hat sie wirklich gedacht, in Jarle einen Verbündeten gefunden zu haben, der tatenlos dabei zusieht, wie 3 Mio Euro als symbolische Geste und eine Art Wiedergutmachung den Wasserfall hinuntergehen?
    Mir ist allerdings nicht ganz klar, wie Jarle sich das mit dem Absetzen nach der Lösegeldübergabe vorgestellt hatte!


    Gefreut habe ich mich, dass Wencke Silvie schließlich durch das Foto doch noch auf die Spur gekommen ist und sie zur Rechenschaft gezogen wird! Eine wirklich grauenvolle, egoistische Frau!


    Auch Lena kann man nur alles Gute wünschen, aber der erste Kontakt zur Großmutter ist doch sehr vielversprechend, da sie ganz offensichtlich die Freigabe zur Adoption bereut hat, und auch die Vater-Tochter-Beziehung ist sicher noch ausbaufähig!
    Ich bin ja gespannt, was die Polizei Jarle alles nachweisen kann (Brandanschlag, Anstiftung zum Mord, Entführung, Erpressung, …???), da kommt schon einiges zusammen, logisch, dass er erst einmal eisern schweigt. ;D


    Ein äußerst spannender und auch inhaltlich sehr ansprechender Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Toll, dass es hier so viel zum Miträtseln gab!
    Ich werde mir sicher auch noch den ein oder anderen Vorgängerkrimi besorgen, denn die Hauptfigur Wencke gefällt mir wirklich sehr gut!
    Daher freue ich mich auch schon auf einen neuen Fall mit ihr und bin sehr gespannt, wie es mit Axel weitergehen wird! ;D


  • Außerdem war für die Presse der Tod Hüffarts deutlich spannender als die Enthüllungen von AlumInTerra - und Urbich hatte damit eine weitere Möglichkeit, die Angelegenheit pressetechnisch klein zu halten.


    Das war ja irgendwie schon absehbar, dass es Urbich mit seinem Einfluss gelingen wird, die Medienaufmerksamkeit auf den tragischen Tod des Politikers Hüffert zu lenken und damit AlumInTerra und die schmutzigen Geschäfte aus den Schlagzeilen heraus zu halten. ;)



    Das hat mich auch überrascht - und es schien auch sonst niemand gewußt zu haben, daß sie die Mörderin von Jan ist. Ich hatte zwar schon den Verdacht, daß Jans Tod nichts mit der Schmiergeldaffäre zu tun haben könnte, konnte das Motiv aber nicht richtig greifen. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß Silvie dermaßen krank im Kopf ist, daß sie ein Kind umbringt, um an den Vater zu kommen.


    Das ist echt tragisch, dass als einziger ihr Mann Karl ihr durch die Tatwaffe auf die Spur gekommen ist, und den muss sie ja wohl mächtig unter Druck gesetzt haben und später dann mit den Tabletten außer Gefecht gesetzt haben!
    Erstaunlich, dass sie es überhaupt geschafft hat, damals die Leiche des Jungen unbemerkt fortzuschaffen, da doch überall die Suchtrupps unterwegs waren!



    Warum Doros Eltern damals das Baby gleich zur Adoption freigegeben haben, will mir allerdings nicht in den Kopf. Menschen ticken natürlich alle anders, aber ich würde doch meinen, dass man in so einer Situation irgendwie froh ist, dass ein Teil der Tochter quasi bleibt. Versteht Ihr, wie ich das meine? Das Baby war doch das einzige Enkelkind, und für Doro gab es scheinbar keine Rettung mehr. Da hätte ich persönlich als Doros Mutter mein Enkelkind auf jeden Fall aufziehen wollen, denn das wäre sicher auch Doros Wunsch gewesen.


    Ich denke für die eher spießigen Eltern von Doro war es vorrangig das Kind eines Schwerverbrechers - ein Makel für die Familie, den sie schnellstens loswerden wollten.
    Die andere Sichtweise wird Doros Mutter erst später gekommen sein und sie hat es sicher auch bitter bereut, ihr Enkelkind weggegeben zu haben.
    Was mir bei der Szene am Grab erst so richtig aufgefallen ist - Doro ist erst 2004 gestorben, also erst etwa 10 Jahre nach der Geburt von Lena!
    So lange muss die Tochter noch im Koma gelegen haben! Ob die Eltern die ganze Zeit noch Hoffnung hatten, dass sie noch einmal aufwachen wird?



    Nun bin ich gespannt, ob Wencke tatsächlich versetzt wird, im Moment sieht es schwer danach aus, da hilft sicherlich auch nichts, daß sie den Fall Jan Hüffart doch noch aufklären konnte.
    Als Axel auftaucht und erzählt, daß Kerstin ebenfalls einen Liebhaber hat, der auch der Vater von dem Kind ist, mußte ich ja kurz auflachen: so kann es gehen. Es sieht so aus, als hätten die Beiden doch noch eine Chance.


    Der Ausklang des Krimis hat mir auch sehr gut gefallen!
    Einerseits nun die Ungewissheit für Wencke, wie es beruflich weitergehen wird, und dann steht Axel mit Sack und Pack vor ihrer Tür, weil er gar nicht Vater geworden ist!
    Das wäre ja echt tragisch, wenn Wencke nun versetzt werden würde und für die beiden schon wieder alles offen wäre! ;D

  • Eim großes Lob für diesen Krimi, alles stimmt einschließlich der Schlussszene. Kein Ausgewalze, sondern nach der Aufklärung ein kurzer aber toller Abspann. die Idee, die beiden zusammenzubringen, indem die blinde Frua, mit der man aus Mitleid zusammenbleibt so selbständig ist, dass sie ein Verhältnis hat fand ich einfach toll.


    Ja, Sylvie, ich hatte sie auf dem Schirm, aber nicht so brutal. Ich dachte sie nur als gekaufte Zeugin für Urbich. Dass sie aus Liebe ein Kind umbringt, hätte ich nicht gedacht. Da sie aber so eine Angst hatte, Karl könnte sich erinnern, mußte sie irgendwas mit dem Tod des Kleinen zu tun haben. Wie aber kann man nur aus der Hoffnung heraus, dem Idol näher zu kommen, so einen Mord begehen? Da läuft es einem kalt den Rücken runter. Wasfür eine kranke Liebe! Aber so ist für alle gesorgt. Sie hatte wohl jetzt sowieso keine Freude mehr am Leben. Irgendwann hätte sie bestimmt Selbstmord begangen.


    Das mit den Eltern lag bestimmt nicht nur an dem Vater als Schwerverbrecher. Es kann auch sein, dass Doros Vater es nicht ertragen konnte immer wieder an seine Tochter erinnert zu werden und vielleicht sah er in ihr auch den Grund für Doros Tod, denn es war doch die Schwangerschaft, die die Embolie ausgelöst hat?


    Würde noch mehr schreiben, aber mein Enkel langweilt sich gerade.

  • Das mit den Eltern lag bestimmt nicht nur an dem Vater als Schwerverbrecher. Es kann auch sein, dass Doros Vater es nicht ertragen konnte immer wieder an seine Tochter erinnert zu werden und vielleicht sah er in ihr auch den Grund für Doros Tod, denn es war doch die Schwangerschaft, die die Embolie ausgelöst hat?


    Ja, Doro starb tatsächlich eines natürlichen Todes, ausgelöst durch die Schwangerschaft. Und die Eltern sind so dermaßen mit ihrem konservativen Lebensbild verwoben, dass es für sie nur schwer zu ertragen war, die einzige Tochter als Geliebte eines Kindermörders zu akzeptieren.
    Davon abgesehen finde ich die Möglichkeit einer Adoption gar nicht so furchtbar. Immerhin hatte Lena eine gute Kindheit. Was wäre gewesen, wenn sie bei den spießigen Großeltern aufgewachsen wäre, mit dem Wissen, im Körper einer quasi-Toten herangewachsen zu sein?
    Sie hätten das Kind auch abtreiben können, in Doros Zustand war es ein Risiko, die Schwangerschaft bestehen zu lassen.
    Also, so schlimm finde ich die Mahlmanns nicht, sie haben aus ihrer Sicht damals eigentlich das Beste getan. Und gut ging es den beiden damit natürlich ganz und gar nicht, aber sie haben es verdrängt...


    Sandra


  • Was mir bei der Szene am Grab erst so richtig aufgefallen ist - Doro ist erst 2004 gestorben, also erst etwa 10 Jahre nach der Geburt von Lena!
    So lange muss die Tochter noch im Koma gelegen haben! Ob die Eltern die ganze Zeit noch Hoffnung hatten, dass sie noch einmal aufwachen wird?


    Das war mir gar nicht bewußt, danke für den Hinweis.


  • Davon abgesehen finde ich die Möglichkeit einer Adoption gar nicht so furchtbar. Immerhin hatte Lena eine gute Kindheit. Was wäre gewesen, wenn sie bei den spießigen Großeltern aufgewachsen wäre, mit dem Wissen, im Körper einer quasi-Toten herangewachsen zu sein?
    Sie hätten das Kind auch abtreiben können, in Doros Zustand war es ein Risiko, die Schwangerschaft bestehen zu lassen.
    Also, so schlimm finde ich die Mahlmanns nicht, sie haben aus ihrer Sicht damals eigentlich das Beste getan. Und gut ging es den beiden damit natürlich ganz und gar nicht, aber sie haben es verdrängt...


    Von Lenas Warte aus betrachtet, war die Adoption sicher die beste Lösung, das stimmt!
    Bei ihren Großeltern hätte sie sicher keine glückliche unbeschwerte Kindheit verleben können und hätte bestimmt einige psychische Schäden davon getragen ... ;)


    Da fällt mir gerade noch eine Sache ein:
    Wer hat eigentlich dafür gesorgt, dass sie polizeilichen Akten zu dem Fall Hüppert nur so unvollständig waren?
    Hatte da Urbich seine Beziehungen spielen lassen?

  • So, nun bin ich Leseschnecke auch am Ende angekommen. Wahnsinn, wie da am Ende alle Fäden zusammenlaufen!


    Der Showdown am Götterfall war klasse. Lena und Götze wollen Genugtuung für Doros Tod und seine Haftstrafe und zwingen Urbich dazu, die Geschichte öffentlich zu erzählen, Jarle will eine Entschädigung für seine Formel... Obwohl ich ihn durchaus auch ein bisschen verstehen kann, ist es echt perfide, was für einen Plan er da ausgeheckt hat! Aber dank Wenckes schneller Reaktion kommt er damit nicht durch und wird überwältigt.
    Traurig, aber durchaus realistisch finde ich, dass der Wirtschaftsskandal eigentlich niemand interessiert, Urbichs Geständnis damit nur eine Randnotiz bleibt und wahrscheinlich keine weiteren Auswirkungen auf den Konzern haben wird.


    Dass Wencke sich selbst nicht mehr versteht, wie sie sich auf Jarle einlassen konnte, geht mir genauso. Wo war da nur ihre Menschenkenntnis?


    Richtig schockiert bin ich von Sylvie. Als Karl anfängt, sich zu erinnern, schubst sie ihn glatt in den Wasserfall. Und spielt dann die am Boden zerstörte, trauernde Ehefrau. Unglaublich.
    Dass dann am Ende rauskommt, dass sie damals Jan umgebracht hat, war für mich dann noch ein kleiner Schock. Trotz allem hatte ich mit ihr nicht gerechnet und finde das so was von krank - aus Liebe und Schwärmerei die Familie des Mannes zu zerstören, den sie so sehr bewundert... und dieser spontane Plan ist dann auch noch jahrelang aufgegangen. Schrecklich!


    Ich finde es sehr schön, dass Lena und ihre Oma sich kennenlernen und die junge Frau so etwas über ihre Mutter erfährt. Schade, dass Frau Mahlmann sich nicht früher gegen ihren Mann behaupten konnte!

  • Liebe Sandra, liebe MitleserInnen,


    das Finale hat es wirklich in sich. Einiges ging in vermutete Richtungen und anderes wiederum hat mich knallhart getroffen.
    Zum Beispiel, dass die Doros Briefe bzw. Aufzeichnungen eine Fälschung sein könnten, habe ich zu keinem Zeitpunkt bedacht, bis eben Wencke selbst Zweifel an ihrer Echtheit hatte.
    Die Szene rund um den Götterfall war fabelhaft beschrieben. Vor allem die letzten Momente in Hüffarts Leben und als Frank versucht hatte ihn noch zu retten.
    Bei der Szene auf den Friedhof sah alles so nach Ausläuten der Geschichte aus und ich dachte noch - Hej, das kann es doch nicht gewesen sein - dieses Miststück Silvie kann doch nicht einfach so davon kommen und den Mörder von Jan kannte ich ja auch noch nicht, wobei Jarle für mich nicht in Frage kam.
    Erst als Doros Mutter die mitgebrachten Fotos auf den Tisch legte, kam dann dieser „jetzt kommt´s gleich Effekt“. Und tatsächlich konnte Wencke darauf das Buch erkennen, von dem sie sich ein Exemplar in der Bücherei ausgeliehen hatte. Selbst die Seite konnte sie nach einer Vergrößerung erkennen.
    Nach so vielen Jahren musste sie feststellen, dass Silvie schon als Teenager in Hüffart verliebt war und als erwachsene Frau alles daran setzte ihrem Fanatismus nachzugeben. Silvie zerstörte die Familie ihres Idols, brachte den Jungen um, nur um Hüffart nahe sein zu können.
    Für Frank war es auch schwer zu erkennen, dass er es war, der Silvie überhaupt erst die Möglicheit gab, ihre grausamen Gedanken umzusetzen.
    Schön finde ich, das Lena und Frank nun zueinander gefunden haben und auch Doros Mutter nun eine Rolle in ihrem Leben spielen wird.
    Auch in Wenckes Leben scheint sich etwas zu ändern. Axel hat nicht nur seine Frau betrogen, sondern wurde auch von ihr betrogen und Vater ist er letztendlich auch nicht, da das Neugeborene nicht seines ist.
    Alles etwas schräg und verzwickt, aber letztendlich eine gute Lösung.


    ...the show is over...und sie war verzwickt und spannend


  • Liebe Poligonion!


    Hut ab, da hast du ja ein beachtliches Lesetempo vorgelegt und auch noch zu jedem Spoiler etwas geschrieben.
    Es freut mich, dass dir der Roman gefallen hat!


    Grüße von Sandra


    Liebe Sandra,


    ich hänge unheimlich hinterher. Ich hatte leider keinen Internetzugang in letzter Zeit. Gelesen hab ich in der selben Zeit wie alle anderen MitleserInnen, wusste nur nicht, wie ich meine Beiträge vom PC ins Internet bekommen konnte und habe sie deshalb auf einer Datei zwischengelagert.
    Ich wäre gerne präsenter gewesen bei der Leserunde und hoffe sehr, es ergibt sich irgendwann noch die Gelegenheit bei einem Deiner nächsten "Fälle".
    Und meine "To-read-Liste" hat zugenommen, seit ich weiß, Wencke hat schon viel eher ermittelt. ;)

  • Das geht mir auch so! Ich habe den Roman schon meiner sehr anspruchsvollen Freundin empfohlen, die um einen Tipp für einen gut lesbaren und spannenden Krimi gebeten hat.

  • Auch ich hab das Buch schon einige Tage beendet, bin nur leider nciht eher zum Schreiben gekommen :-[


    Und am Ende löst sich alles auf.


    Dass Julie wirklich eigenhändig den Mord an Jan Hüffart verübt hat, hatte ich wirklich nicht vermutet. Wohl dass sie in die Sache verwickelt ist, aber nicht, dass sie bis zum Äußersten geht, nur um den "Traummann" zu bekommen...
    Auch die Szene, als sie die Bremsen am Rollstuhl löst, wie brutal :o.


    Doro ist also doch eines natürlichen Todes gestorben, da wurden im Laufe des Buches aber geschickt Zweifel geweckt. Schön, dass Lena zum Schluss auch noch zu ihrer Großmutter findet, das gefiel mir richtig gut.


    Ich würde zu gern noch wissen, wer die Krankenakte von Doro manipuliert hat. Jarle ? Arbrich ?.


    Nimmt Wencke Axel einfach so auf ? Immerhin war er der Meinung, das Kind wäre von ihm, also muss er ja wohl noch mit seiner Frau geschlafen haben. Ich weiss nicht, was ich davon halten soll.

  • Die Szene fand ich deshalb stark, weil damit eigentlich alles, was Silvie im Leben gewollt hat, alles wofür sie bereit war jede Hemmung fallen zu lassen, unsinnig wird. Sie liebt diesen Mann und eigentlich bleibt ihr nun nix mehr. Sie hätte auch gleich springen können.

  • Ich würde zu gern noch wissen, wer die Krankenakte von Doro manipuliert hat. Jarle ? Arbrich ?


    Die Krankenakte ist nicht manipuliert worden. Doros Eltern haben beim ersten Treffen mit Wencke nur die Seite, in der die Sache mit der Schwangerschaft stand, nicht mitgenommen. Weil sie nicht wollten, dass das bekannt wird.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen