01: Anfang - Seite 66 (einschl. Urð [Polizeischule Bad Iburg])

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  • Guten Morgen, Ihr Lieben!


    Nachdem mein Buch mich gestern auch endlich erreicht hat, bin ich nun auch eingestiegen in die Geschichte und schon sehr gefesselt! Es ist sehr spannend geschrieben und lädt sehr schön zum Miträtseln ein, denn Rätsel gibt es ja wirklich momentan noch genug!


    Wer ist der mysteriöse Briefeschreiber bzw. wer verschickt Doros alte Aufzeichnungen? Doro selbst ist scheinbar tot, also kann sie es ja nicht sein. Oder lebt sie womöglich doch noch? Was ist überhaupt mit ihr passiert? Sie scheint dann ja recht jung schon gestorben zu sein.


    Erst hatte ich den Verdacht, dass Frank die Aufzeichnungen geschickt hat, um seine Unschuld am Mord zu beweisen bzw. herbeizuführen. Aber Frank selbst hat scheinbar vom gleichen Absender Post bekommen, also fällt er wohl doch raus. Außerdem war er so empört am Telefon. Ich glaube, er hat Jan damals entführt, aber als Mörder sehe ich ihn noch nicht.


    Irgendjemand möchte, dass sowohl Wenke als auch Frank nach Island reisen. Dafür wird sogar ein ganzes Haus in Brand gesetzt! Das war dennoch ein großes Risiko, denke ich, denn durch diesen Brand war doch immer noch nicht gewährleistet, dass Wenke ausgewählt wird, nach Island zu reisen. Oder der Brandstifter kannte sich sehr gut innerhalb der Polizei aus und konnte sich somit sicher sein, dass man Wenke auswählt. Ein Außenstehender hätte das doch nicht gewusst, oder!? :-\


    Irgendetwas soll/wird passieren. Da gibt es diesen Countdown, doch worauf läuft er hinaus? Da bin ich zum jetzigen Zeitpunkt noch total überfragt.


    Wenkes Beziehung zu Axel scheint mir auch sehr kompliziert zu sein. Axel ist verheiratet, seine Frau hochschwanger. Und blind ist sie auch, wenn ich das richtig verstanden hat. Warum bleibt Axel bei seiner Frau, wenn er schon seit scheinbar 10 Jahren einen Beziehung/Affäre mit Wenke hat?!


    Nun, alles noch sehr geheimnisvoll und rätselhaft - so wie ich es liebe! Schnell weiterlesen! :lesen:


  • Ich denke mal, aufgrund der Kapitelüberschriften und -inhalte stehen Silvie, Doro und Wencke für die 3 Nornen Skuld, Urð und Verðandi.


    Ein guter Gedanke! Darauf bin ich noch gar nicht gekommen, aber Du könntest recht haben!
    Auf Silvie bin ich gespannt. Bisher ist sie mir unsympathisch, aber ich kenne sie noch zu wenig, um mir ein wirkliches Bild von ihr machen zu können.


  • Die Sache mit der Miete ist kein großes Mysterium, Götze hat ein bisschen war im Knast verdient und damit die sehr günstige Miete bezahlt. Frankie hat es all die Jahre nicht fassen können, wirklich lebenslänglich hinter Gitter gelandet zu sein für eine Tat, die er nicht begangen haben will. Da war die Wohnung auch eine Art Symbol für ihn: Ich kann jederzeit rauskommen und dann genau da weitermachen, wo ich aufgehört habe.


    Die Sache mit der Wohnung bzw. der Miete hatte mich auch beschäftigt. Eigentlich bewundernswert, dass Frank tatsächlich über all die Jahre hinweg die Hoffnung behält, doch noch frühzeitig entlassen zu werden.
    Eigentlich zeigt das nur noch mehr, dass er nicht der Mörder sein kann. Er wusste, dass er zumindest zum Teil unschuldig ist.

  • Noch mal zum Thema Stricken im Unterricht: Ich habe im Deutsch-LK Ende der 80er pro Monat mindestens einen Pullover geschafft. Die meisten weiblichen Mitschüler - und auch ein männliches Exemplar - haben damals mit den Nadeln geklappert. Noch heute kann ich mich prima auf Vorträge konzentrieren, wenn ich nebenbei stricke. Das hat noch nicht einmal etwas damit zu tun, ob mich das Thema interessiert.
    Und wo wir schon dabei sind: Wencke ist alten Sagen gegenüber grundsätzlich eher misstrauisch. Das liegt an ihrer Eso-Mutter, die hat solche übernatürlichen Themen in Wenckes Kindheit und Jugend immer etwas überstrapaziert.
    Doch ihr werdet noch merken: Natürlich ist Wencke unbewusst sehr empfänglich für diese Schwingungen...


  • Noch mal zum Thema Stricken im Unterricht: Ich habe im Deutsch-LK Ende der 80er pro Monat mindestens einen Pullover geschafft. Die meisten weiblichen Mitschüler - und auch ein männliches Exemplar - haben damals mit den Nadeln geklappert


    Wir hatten damals auch ein männliches strickendes Exemplar: er wollte wissen, ob das wirklich so entspannend ist, wie die Mädels immer behauptet haben, er war dann fleissig am Socken stricken und hatte viel Spaß dabei ;D



    Doro selbst ist scheinbar tot, also kann sie es ja nicht sein. Oder lebt sie womöglich doch noch? Was ist überhaupt mit ihr passiert? Sie scheint dann ja recht jung schon gestorben zu sein.


    Auf Doros Schicksal bin ich auch sehr gespannt, an einer Stelle wurde erwähnt, daß sie sich wohl in einem Heim aufgehalten hat, wo Wencke und Silvie sie einmal besucht haben.


  • Noch mal zum Thema Stricken im Unterricht: Ich habe im Deutsch-LK Ende der 80er pro Monat mindestens einen Pullover geschafft. Die meisten weiblichen Mitschüler - und auch ein männliches Exemplar - haben damals mit den Nadeln geklappert. Noch heute kann ich mich prima auf Vorträge konzentrieren, wenn ich nebenbei stricke. Das hat noch nicht einmal etwas damit zu tun, ob mich das Thema interessiert.
    Und wo wir schon dabei sind: Wencke ist alten Sagen gegenüber grundsätzlich eher misstrauisch. Das liegt an ihrer Eso-Mutter, die hat solche übernatürlichen Themen in Wenckes Kindheit und Jugend immer etwas überstrapaziert.
    Doch ihr werdet noch merken: Natürlich ist Wencke unbewusst sehr empfänglich für diese Schwingungen...


    Ich habe im unterricht meine Notizen illustriert, das durfte ich aber nur, weil ich mich in Deutsch eher gelangweilt habe. Die Bücher hatte ich meist schon gelesen. Stricken wär bei uns nicht gegangen. Wenn es um Diskussionen ging, dann hatte ich so viel zu tun, dass nichts fertig geworden wäre ;)



    und ich bin froh, dass Wncke nix gegen die Mythen hat, denn dann gibt es bestimmt noch mehr davon :freu:

  • Liebe Sandra, liebe MitleserInnen,



    Das Buch selbst wirkt auf mich durch die überwiegend weiße Gestaltung sehr kalt, was sowohl zu der ozeanischen Kälte Islands als auch zu dem grausamen Mord an dem Jungen Jan sehr gut passt.
    Der knallrote Name Sandra Lüpkes springt sofort ins Auge und dominiert das Cover.
    Der Titel scheint mit einer alten Schreibmaschine geschrieben worden zu sein, wie F. sie benutzt hatte.
    Grün gehaltener Nebel hüllt die Felsen ein, die in der Mitte des Covers hervorstechen und an der Spitze der Felsen ist eine Frauengestalt erkennbar.
    Der Rückseitentet und auch der Klappentext machen durchaus neugierig, wie die erwähnten Ereignisse miteinander verwoben sind.
    Somit ist die Gestaltung sehr gelungen und atmosphärisch.

    Vielen lieben Dank Sandra, für die Hintergrundinformation zu Wencke und ihrem näheren Umfeld. Das schuf sofort ein klares Bild der Hauptprotagonistin. Aber auch ohne diese Information bildet sich eine klare Vorstellung von Wencke heraus, weil sie sehr bildlich beschrieben ist.


    Wencke wirkt auf mich chaotisch, aber zielstrebig. Sie schert sich nicht viel um stumme Regeln wie Kleidung etc. , nimmt aber die ihrem Beruf dienlichen Regeln ernst.
    Sie ist in der Lage selbst zu entscheiden, was über den Dienstweg laufen muss und wann sie schneller voran kommt, wenn sie es im Alleingang plant - noch zumindest.
    Die Organisation ihres Alltags ist durch die komplizierte Beziehung zu ihrem Geliebten nicht ganz einfach. Von einem Tag auf den anderen erfährt sie von der bevorstehenden Geburt eines Kindes ihres Geliebten und dessen Frau Kerstin.
    Sie selbst hat auch einen Sohn, was ihr die Balance zwischen Beruf, Kind und Beziehung zusätzlich erschwert. Ihre „freakige“ Mutter ist ihr da nur bedingt eine Stütze.
    Sie ist eine Frau Anfang vierzig, hat einiges zu managen und bekommt es meiner Meinung nach passabel auf die Reihe. Sie ist mir sehr sympathisch.


    Silvie hingegen, mit der sich Wencke zur Ausbildungszeit ein Zimmer mit noch einer Kollegin teilte ist für mich hingegen die Verkörperung der Boshaftigkeit.
    Schon zu Zeiten der Ausbildung war sie wohl eine Person, die gerne kontrollierte und vermeintliches Fehlverhalten kritisierte.
    Dass sie ausgerechnet den Vater des Ermordeten Jungen ehelicht finde ich nicht nur seltsam, sondern höchst makaber. Seltsam finde ich auch die dezenten wiederkehrenden Hinweise auf die vermeintliche Demenz des inzwischen alten Mannes.
    Silvie begegnet Wencke am Telefon mit einer Arroganz und Kälte, die wohl ihresgleichen sucht. Was macht diese Frau so hart und was ist mit ihrem Mann los? Ich denke sie ist nicht nur machthungrig - sie giert danach!


    Doro, die dritte der drei ehemaligen Kolleginnen, die in einem Zimmer wohnten tut mir irgendwie leid. Andererseits ist sie nicht ganz unschuldig an dem Ergebnis der damaligen Ermittlungen. Dass sie sich augenscheinlich in den „falschen Mann“ verliebt hat - dafür kann sie nichts, aber durch die Lügen während der Ermittlungen schießt sie sich ja selbst ganz böse ins Aus. Eigentlich schade - sie schien mir am geeignetsten für den Beruf. Wobei ich nicht genau sagen kann, was mich in dieser Meinung bestärkt.
    Ich finde ihre Aufzeichnung interessant, da sie unmanipuliert sind auf Grund der Tatsache, dass es private Aufzeichnungen sind.
    Warum versucht sie ihn zu schützen? Nur der Beziehung wegen?
    Ihren Tod kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Fakt akzeptieren.


    Frank ist mir noch sehr undurchsichtig. Ich habe von ihm noch kein klares Bild, mit dem ich etwas anfangen kann.
    Aber ich bin zu 99 % davon überzeugt, dass er den Jungen nicht getötet hat, aber dennoch tiefer in eine bisher noch verschwommene Geschichte involviert ist, als es im Moment den Anschein macht.
    Diese Formel und die ganze Sache um die Treuhand interessieren mich brennend - ich hoffe, da lösen sich noch einige Nebel.


    Doch erst einmal bin ich gespannt, wie es in Island weitergeht. Der Brand im Haus von Wenckes Vorgesetzter, der Sitzplatz im Flugzeug, die ominösen Briefe - als Fäden, die in eine bestimmte Richtung führen. Ich bin sehr gespannt.


    ...the show must go on... :lesen:


  • Das erwähnte Buch über die nordischen Sagen gibt es nicht in der Form, aber ähnlich. Als ich auf Recherchereise in Island war, haben mein Mann und ich uns die Sagen während der stundenlangen Autofahrten durch die isländische Einöde vorgelesen. An einem solchen Ort ist die Wirkung natürlich noch mal eine ganz andere.


    Das habe ich leider auch rausgefunden inzwischen. Das klang so schön, dass ich mal Stöbern ging und leider nicht fündig wurde. Hätte mir das Buch glatt gekauft ;)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen